Paraguay eröffnet als drittes Land Botschaft in Jerusalem

Nach den USA und Guatemala hat heute als drittes Land auch Paraguay seine Botschaft in Jerusalem eröffnet. Der Präsident des südamerikanischen Landes, Horacio Cartes, sprach bei der Zeremonie von einem „historischen Tag, der die Beziehungen zwischen Israel und Paraguay stärkt“.

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu würdigte Cartes als „wunderbaren Freund“. Es sei „ein großartiger Tag für Israel und ein großartiger Tag für Paraguay und für unsere Freundschaft“, so Netanjahu.

Umstrittener Schritt

Die Verlegungen der Botschaften nach Jerusalem sind umstritten. Der Status von Jerusalem soll nach Auffassung der internationalen Gemeinschaft in zukünftigen Friedensgesprächen zwischen Israel und Palästina festgelegt werden.

Israel beansprucht ganz Jerusalem als Hauptstadt, die Palästinenser wollen Ostjerusalem als Hauptstadt für einen künftigen eigenen Staat Palästina.

Viele Tote bei Auseinandersetzung an Grenze

Nach der Eröffnung der US-Botschaft in Jerusalem war es vor einer Woche an der Grenze zum Gazastreifen zu schweren Auseinandersetzungen gekommen, bei denen israelische Soldaten 60 Palästinenser töteten. Das löste international scharfe Kritik aus.

Der UNO-Menschenrechtsrat (MRR) setzte eine Untersuchungskommission zur Prüfung der Vorfälle im Gazastreifen ein. Ein Sondergipfel islamischer Staaten forderte den Einsatz einer internationalen Truppe zum Schutz der Palästinenser.