EU streicht zwei Karibik-Staaten von Steueroasenliste

Die EU hat zwei Karibik-Staaten von ihrer Schwarzen Liste mit Steueroasen genommen. Bei ihrem Treffen heute strichen die EU-Finanzminister nach nur zwei Monaten die Bahamas sowie Saint Kitts und Nevis.

Beide hätten auf hoher politischer Ebene zugesagt, problematische Praktiken zu beseitigen, hieß es. Die Länder waren erst im März auf die Liste gesetzt worden, nachdem sie zunächst mit Rücksicht auf Sturmschäden in der Karibik verschont worden waren.

Noch sieben Länder

Nach der Entscheidung befinden sich noch sieben Länder und Gebiete auf der Schwarzen Liste: die Amerikanischen Jungferninseln, Amerikanisch-Samoa, Guam, Namibia, Palau, Samoa sowie Trinidad und Tobago. Die EU hatte die Schwarze Liste nach Enthüllungen über weit verbreitete Praktiken von Steuerflucht und -hinterziehung Anfang Dezember verabschiedet. Auf ihr fanden sich zunächst 17 Länder und Gebiete.

Um von der Liste genommen zu werden, müssen die betroffenen Regierungen Zusicherungen bei der Einhaltung von Steuerregeln machen. Sie stehen dann bis Jahresende noch unter verschärfter Beobachtung. Halten sie sich nicht an ihre Zusagen, sollen sie wieder auf die Schwarze Liste gesetzt werden.