Kickl will im „Fall der Fälle“ Grenzen schließen

Angesichts wieder steigender Flüchtlingszahlen auf der Balkan-Route würde Innenminister Herbert Kickl (FPÖ) die Grenzen im „Fall der Fälle“ dichtmachen. Das kündigte er gegenüber der APA an. Außerdem solle die in seinem Ressort angesiedelte Grenz- und Fremdenpolizeiliche Einheit ab Juni bereitstehen.

Eine Situation wie 2015 und 2016 dürfe sich nicht wiederholen, so der Innenminister - „dafür treffe ich alle Vorbereitungen“. Die Lage werde jedenfalls täglich geprüft und bewertet.

Neue Grenzschutztruppe ab Juni

Die grenz- und fremdenpolizeiliche Einheit, die sich derzeit im Aufbau befindet, soll in Kürze einsatzbereit sein. 500 bis 600 Beamte gehören der Truppe an. Auch entsprechendes Equipment sei vorhanden, wie etwa Containeranlagen, Grenzsicherungsgerät und vor allem mobile Grenzzäune.

Diese Woche will der Innenminister mit Vertretern der betroffenen Staaten am Balkan - „von Griechenland bis Slowenien“ - in Kontakt treten, um den Anstieg der Flüchtlingsbewegung auf der Route zu besprechen. „Wir werden sie in Kenntnis setzen, dass Österreich im Fall der Fälle dichtmacht“, so Kickl, der einen möglichen weiteren Flüchtlingsstrom „von Beginn an stoppen“ will.