Mahrer will sich bald mit AK und ÖGB zusammensetzen

Wirtschaftskammer-Präsident Harald Mahrer will sich mit Arbeiterkammer-Präsidentin Renate Anderl und dem designierten Präsidenten des Gewerkschaftsbundes (ÖGB), Wolfgang Katzian, zusammensetzen, sobald Katzian offiziell gewählt wurde.

Denn gemeinsame Lösungen der Sozialpartner seien besser als Alleingänge. Zugleich wolle er aber immer mit dem Finger darauf zeigen, wenn jemand „populistische Propaganda“ mache.

Diesen Vorwurf machte Mahrer den Arbeitnehmervertretern in Zusammenhang mit deren Kampf gegen den Zwölfstundentag. Die Bürger seien viel offener für flexible Arbeitszeiten als „einige Funktionäre“, sagte Mahrer heute einmal mehr bei der Präsentation von Karlheinz Kopf als neuem WKÖ-Generalsekretär.

„Ich würde gerne Fragen der Arbeitszeitflexibilität mit der Arbeitnehmerseite besprechen“, so Mahrer. Wenn von dieser aber eine „Blockadepolitik“ komme oder aus parteitaktischen Gründen Vereinbartes dann nicht vorgelegt werde, dann sei es nur konsequent, wenn die Regierung solche Punkte ohne ausdrückliche Zustimmung der Arbeitnehmer umsetze.

„Günstige Ausgangssituation“ für WKÖ

Die neue ÖVP-FPÖ-Regierung sei deutlich wirtschaftsfreundlicher, für die WKÖ sei das eine „sehr günstige Ausgangssituation“, so Kopf auf Journalistenfragen. Auch in seiner politischer Arbeit im Parlament spüre er das täglich, sagte der ÖVP-Finanzsprecher. Trotzdem will Mahrer, früher ÖVP-Wirtschaftsminister, nicht schwarz oder türkis denken. Er sei als Kammerpräsident nicht der Parteipolitik, sondern der Wirtschaft verpflichtet.

„Wir tragen Rot-Weiß-Rot und Dunkelblau mit den Sternen der EU“, nicht aber Schwarz oder Türkis, so Mahrer. Er sei stolz darauf, Österreicher und Europäer zu sein. Für die WKÖ gebe es laufend positive Rückmeldungen für die Außenwirtschaftsorganisation, die heimische Firmen im Ausland unterstützt. Diese Tätigkeit wolle er weiter ausbauen.