Thomas Köck bekommt Mülheimer Dramatikerpreis

Der österreichische Autor Thomas Köck erhält für sein Stück „paradies spielen (abendland. ein abgesang)“ den diesjährigen Mülheimer Dramatikerpreis. Eine fünfköpfige Jury stimmte gestern Abend nach rund zweistündiger Diskussion mehrheitlich für die Vergabe des mit 15.000 Euro dotierten Preises an den 32-Jährigen.

Sein Werk handelt von der Unmenschlichkeit der Globalisierung und der Bedrohung durch den Klimawandel. Die Jury lobte, dass er die großen weltbewegenden Themen hervorragend mit konkretem menschlichem Erleben verbindet.

Köck setzte sich damit gegen sechs andere neue Theaterstücke durch, darunter „Am Königsweg“ von Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek. Mit dem Preis wird das nach Ansicht der Jury beste neue Theaterstück ausgezeichnet. Sieben jüngst uraufgeführte Stücke waren nach Mülheim eingeladen und seit dem 12. Mai bei den 43. Mülheimer Theatertagen gezeigt worden. Der Dramatikerpreis gilt als eine der wichtigsten Auszeichnungen für Theaterautoren. Er wird seit 1976 jährlich verliehen.