D: Polizei schoss auf in Dom randalierenden Österreicher

Beim Einsatz gegen einen Randalierer im Berliner Dom sind der Mann, ein 53-jähriger Österreicher, und ein Polizist angeschossen und verletzt worden. Beide seien gestern Nachmittag von Polizeiprojektilen getroffen worden, sagte ein Sprecher der Polizei. Nach bisherigen Erkenntnissen gebe es keinerlei Hinweise auf einen terroristischen Hintergrund, so der Sprecher.

Polizisten hinter Absperrung bei Berliner Dom

APA/dpa/AFP/Paul Zinken

Rund 100 Menschen waren laut den Angaben kurz nach 16.00 Uhr im Dom, als der Mann in der Kirche plötzlich herumschrie, sich aggressiv verhielt und mit einem Messer hantierte. Das Kirchenpersonal habe alle Besucher - unversehrt - nach draußen gebracht und die Polizei alarmiert.

Polizist unabsichtlich angeschossen

Die zwei zuerst eingetroffenen Beamten seien mit dem randalierenden Mann zu dritt im Bereich des Altars gewesen, als die Situation eskalierte. Die Beamten hätten den aggressiven Mann mehrfach aufgefordert, das Messer wegzulegen, hieß es in der Mitteilung der Polizei. Als er das ignoriert habe, hätten die Polizisten Pfefferspray eingesetzt - ebenfalls ohne Erfolg.

Schließlich habe einer der Beamten geschossen und dabei den Österreicher getroffen, aber auch seinen Kollegen. Dieser wurde entgegen ersten Informationen nur leicht verletzt. Er habe das Krankenhaus nach einer Behandlung bereits verlassen können, hieß es am Abend. Der angeschossene Randalierer wurde schwerer verletzt, er musste operiert werden und blieb in der Klinik.

Auf Twitter waren in Videos Einsatzkräfte mit Maschinenpistolen zu sehen. Rund um den Dom war ein Absperrband angebracht. Der Berliner Dom liegt auf der historischen Museumsinsel mitten in Berlin und unweit des Alexanderplatzes. Besonders sonntags sind dort viele Touristen und Gäste unterwegs.