Kickl will Taskforce gegen Schlepper

Innenminister Herbert Kickl (FPÖ) will bei einem Treffen am Donnerstag in Sarajevo mit Amtskollegen unter anderem aus Balkan-Staaten über weitere Schritte in Sachen Flüchtlinge und Schlepper reden.

Auf Einladung von Bosnien-Herzegowina nehmen neben Österreich Vertreter aus Albanien, Griechenland, Kroatien, Mazedonien, Montenegro, Serbien und Slowenien teil. Bereits am Mittwoch sollen bei einem Treffen der Polizeichefs in Brdo in Slowenien operative Maßnahmen diskutiert werden.

„Meine Telefonate mit acht Amtskollegen aus südosteuropäischen Ländern zur Migrationslage haben gezeigt, dass weitere Abstimmung und Koordination sowie klare Signale an Schlepper und Migranten notwendig sind“, so Kickl gegenüber der APA gestern Abend. Er wolle daher vorschlagen, einen Mechanismus zur unmittelbaren Beobachtung von „illegalen Migrationsbewegungen und Schlepperei“ einzurichten.

Grenzschließung „im Notfall“

Dadurch sollten Situationsbilder und ein gemeinsames Lagebild erstellt werden können, so Kickl. Er sprach sich auch für die „Einrichtung einer Taskforce zur verstärkten Bekämpfung der Schlepperkriminalität mit Ermittlern aus Österreich und südosteuropäischen Ländern“ aus.

Falls nötig, soll jenen Ländern, die besonders betroffen seien, etwa Albanien und Bosnien-Herzegowina, Unterstützung angeboten werden. „Ich werde aber auch in Sarajevo wieder klar feststellen, dass Österreich im Notfall zur Grenzschließung bereit ist“, so Kickl.