„Sanierungsscheck“ soll Abschied von Öl erleichtern

Der Ersatz alter Ölheizungskessel durch eine alternative Heizform ist einer der Schwerpunkte des neuen „Sanierungsschecks“, dessen Eckpunkte gestern fixiert worden sind. Mit dem „Raus aus Öl“-Bonus von bis zu 5.000 Euro gebe man einen starken Impuls, um Schritt für Schritt aus den rund 700.000 Ölheizungen in Österreich auszusteigen, sagte Nachhaltigkeitsministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP).

Insgesamt stehen für die „Sanierungsoffensive 2018“, die ab sofort bis Ende Februar 2019 läuft, 42,6 Mio. Euro für Private und Betriebe zur Verfügung. Die jeweiligen Förderhöhen sind abhängig von der Qualität der Sanierung.

Für Gebäude älter als 20 Jahre

Wird die Umstellung eines fossilen Heizsystems auf eine klimafreundliche Wärmeversorgung mit einer umfassenden Sanierung kombiniert, sind bis zu 11.000 Euro Förderung möglich, bei Einzelbaumaßnahmen bis zu 8.000 Euro. Wird nach erfolgter Sanierung nur noch die Heizung umgestellt, sind es bis zu 5.000 Euro.

Generell müssen die betreffenden Gebäude älter als 20 Jahre sein. Erleichtert und gefördert werden jetzt auch Teilsanierungen. Bei umfassenden und Teilsanierungen auch ohne Heizungstausch winken bis zu 6.000 Euro an Förderung. Für Betriebe neu ist, dass gebäudeintegrierte Fotovoltaikanlagen mit mehr als 5 kW Peak gefördert werden können.

Als zulässiger Umsetzungszeitraum für die gesamte Sanierungsoffensive wurde Jänner 2018 bis Juni 2020 festgelegt. Anträge können gestellt werden, solange noch Geld im Fördertopf ist. Die Abwicklung erfolgt über die Bausparkassen oder direkt über die Onlineplattform der Kommunal Public Consult (KPC), also der Kommunalkredit.