Putin und Xi beraten über engere Zusammenarbeit

Der russische Präsident Wladimir Putin ist zu Gesprächen mit seinem chinesischen Amtskollegen Xi Jinping zusammengekommen. Der chinesische Präsident begrüßte Putin heute mit militärischen Ehren vor der Großen Halle des Volkes in Peking. Bei ihrem Treffen wollen die beiden Staatsführer über Möglichkeiten einer engeren Zusammenarbeit sprechen.

Bei dem Besuch dürfte zudem das geplante Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un thematisiert werden. Auch das von den USA gekündigte Atomabkommen mit dem Iran, bei dem auch China und Russland Vertragspartner sind, dürfte zur Sprache kommen.

Wirtschaftliche Nähe

Nach Wellen westlicher Sanktionen gegen Russland, die vor allem auf den wichtigen Energiesektor und die Militärindustrie abzielen und den Zugang des Landes zu den globalen Finanzmärkten einschränken, sucht Moskau verstärkt die wirtschaftliche Nähe Pekings.

Beide Länder hatten bereits zuvor vereinbart, ihren Handelsvolumen bis 2020 auf 200 Milliarden US-Dollar mehr als verdoppeln zu wollen - ein Ziel, das angesichts des langsamen Wirtschaftswachstums in Russland jedoch ehrgeizig erscheint. Als derzeit wichtigstes Wirtschaftsprojekt gilt der Bau einer Gaspipeline mit dem Namen „Sila Sibirii“ (Kraft Sibiriens), die russisches Gas nach China liefern soll.

Medaille für „besten Freund“ Putin

Xi verlieh Putin zum Auftakt seines Besuchs eine chinesische Freundschaftsmedaille. Laut Chinas staatlicher Nachrichtenagentur Xinhua war es das erste Mal, dass die Medaille vergeben wurde. Sie sei Ausländern vorbehalten, die einen herausragenden Beitrag „zu Chinas sozialistischer Modernisierung“ geleistet haben. Xi nannte Putin seinen „besten Freund“ und einen „alten Freund der Chinesen“.