Akademische Abschlüsse: Baltische Länder einigten sich

Estland, Lettland und Litauen wollen akademische Qualifikationen im Bereich der Hochschulausbildung künftig automatisch gegenseitig anerkennen. Darauf einigten sich die Minister für Bildung und Forschung der drei baltischen Staaten gestern. Das Abkommen sieht eine einfachere Anerkennung von akademischen Abschlüssen, beruflichen Hochschuldiplomen und Abschlüssen des Sekundarbereichs II vor.

Es ist eine gemeinsame Anstrengung der baltischen Staaten zur Schaffung des Europäischen Hochschulraums. „Die Vereinbarung macht es estnischen Studenten leichter, ein Studium in den anderen baltischen Staaten aufzunehmen, und umgekehrt auch für lettische und litauische Studenten in Estland zu studieren“, wurde Estlands Bildungsministerin Mailis Reps in einer Mitteilung ihres Ministeriums zitiert. „Dies erhöht die akademische Mobilität, macht unser Hochschulsystem offener und internationaler, und unterstützt auch die Mobilität der Arbeitskräfte.“

Vor fast 20 Jahren hatten zahlreiche europäische Staaten den Bologna-Prozess gestartet. Damit sollen europaweit Studiengänge und Abschlüsse harmonisiert und die internationale Mobilität von Studenten gefördert. Bisher ist das jedoch längst nicht in jedem Land gleich gut umgesetzt.