China will Iran-Deal weiter „ernsthaft“ umsetzen

Der chinesische Staats- und Parteichef Xi Jinping hat sich bei einem Treffen mit dem iranischen Präsidenten Hassan Rouhani hinter das Atomabkommen mit dem Iran gestellt. Das Abkommen müsse weiterhin „ernsthaft“ umgesetzt werden, sagte Xi laut einem Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua gestern bei einem Treffen mit Rouhani.

Das Abkommen sei ein „wichtiges Ergebnis des Multilateralismus“ und fördere „Frieden und Stabilität“ im Nahen Osten und das internationale System für die Nichtverbreitung von Atomwaffen. Rouhani sagte laut Xinhua, der Iran erwarte von der internationalen Gemeinschaft und auch von China, eine „positive Rolle“ beim „angemessenen Umgang mit relevanten Fragen“ zu spielen.

Trump erklärte Ausstieg

US-Präsident Donald Trump hatte im Mai den Ausstieg der USA aus dem Abkommen erklärt. Neben den USA waren auch die UNO-Vetomächte China, Russland, Großbritannien und Frankreich sowie Deutschland direkt am Zustandekommen der Vereinbarung von 2015 beteiligt. Sie wollen das Abkommen retten.

Xi und Rouhani kamen am Rande eines Gipfeltreffens der Schanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SCO) in der ostchinesischen Stadt Qingdao zusammen. Zur SCO gehören China, Russland, vier frühere Sowjetrepubliken sowie die Neumitglieder Pakistan und Indien. Der Iran hat Beobachterstatus und bemüht sich um eine Vollmitgliedschaft.