Priester auf Philippinen am Altar erschossen

In einer Kirche auf den Philippinen ist ein katholischer Priester kurz vor Beginn seiner Messe erschossen worden. Unbekannte hatten vier Schüsse auf den am Altar stehenden 44-Jährigen durch ein Fenster gefeuert, wie die Polizei heute mitteilte. Die Tat hatte sich gestern in Zaragoza rund 100 Kilometer nördlich der Hauptstadt Manila ereignet. Der Hintergrund war zunächst unklar.

Es sei bereits der dritte tödliche Angriff auf einen Priester binnen sechs Monaten, teilte die katholische Bischofskonferenz der Philippinen mit. Einen Zusammenhang gebe es aber nicht, sagte der Polizeichef des Landes. Es handle sich um Einzelfälle.

Ende April starb ein 37 Jahre alter Priester und Bergbaugegner nach Schüssen am Ende einer Sonntagsmesse. Im Dezember war ein 72-jähriger Geistlicher, der sich für die Haftentlassung zweier politischer Gefangener eingesetzt hatte, ebenfalls erschossen worden. Die Philippinen mit ihren mehr als 100 Millionen Einwohnern sind ein mehrheitlich römisch-katholisches Land.