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Angriffe gegen Trudeau und EU

US-Präsident Donald Trump setzt seine persönlichen Untergriffe gegen den kanadischen Premierminister Justin Trudeau fort. In einem am Montagvormittag (Ortszeit) aus Singapur versendeten Tweet warf er Trudeau vor, im Handelsstreit mit den USA ein Simulant zu sein. „Justin simuliert, wenn er zur Rede gestellt wird“, twitterte Trump mit Blick auf die angebliche „Prahlerei“ Kanadas in Handelsfragen.

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Kanada selbst behaupte, einen Handelsbilanzüberschuss von fast 100 Milliarden Dollar mit den USA zu haben, schrieb Trump, ohne weitere Belege anzuführen. „Warum sollte ich, als Präsident der Vereinigten Staaten, anderen Ländern erlauben, weiterhin massive Handelsüberschüsse zu haben, wie schon seit Jahrzehnten, während unsere Bauern, Arbeiter und Steuerzahler so einen hohen und unfairen Preis zahlen müssen?“ „Fairer Handel wird jetzt dummer Handel genannt werden, wenn er nicht wechselseitig ist“, schrieb Trump, der insbesondere kanadische Zölle auf Milchimporte aus den USA kritisierte.

EU soll mehr für Militär ausgeben

Trump hatte am Samstag auf dem Weg nach Singapur die zuvor vereinbarte gemeinsame Schlusserklärung des G-7-Gipfels in Kanada platzen lassen, nachdem Trudeau Vergeltungsmaßnahmen gegen die von Trump verfügten Strafzölle angekündigt hatte. Den kanadischen Premierminister bezeichnete er als „sehr unehrenhaften und schwachen“ Gastgeber.

In einer Serie wütender Tweets forderte Trump am Montag die EU-Länder auf, „viel mehr“ für ihr Militär auszugeben. Die USA trügen fast die gesamten Kosten der NATO und schützten damit auch Länder, „die uns im Handel abzocken“. „Sie zahlen nur einen Bruchteil der Kosten - und lachen!“, schrieb Trump.

Direkte Kritik an Deutschland

„Die Europäische Union hatte einen 151-Milliarden-Dollar-Überschuss - sollte viel mehr für das Militär zahlen!“, schrieb er. „Wir schützen Europa (was gut ist) mit großem finanziellem Verlust, und werden dann auf unfaire Weise in Handelsfragen ausgenommen. Die Veränderung kommt!“

Auch kritisierte er Deutschland direkt: „Deutschland zahlt (langsam) ein Prozent des Bruttoinlandsprodukts an die NATO, während wir vier Prozent eines viel größeren Bruttoinlandsproduktes zahlen“, schrieb Trump. „Glaubt irgendjemand, dass das Sinn ergibt?“, fragte Trump. Zahlen, auf die Trump sich in seinen Tweets beruft, haben sich schon öfter als falsch oder irreführend herausgestellt.

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