BUWOG-Prozess: Meischberger erhielt Sparbuch von FPÖ

Im BUWOG-Prozess haben die abgehörten Telefonate des Zweitangeklagten Walter Meischberger heute Interessantes zu seinem FPÖ-Abschied hervorgebracht. Meischberger spricht in einem Telefonat mit Ernst Karl Plech von einem 2,5-Mio.-Euro-„Haider-Sparbuch“, das dieser wiederum von der Kanzlei des späteren FPÖ-Justizministers Dieter Böhmdorfer zur Weiterleitung an ihn bekommen habe.

„Du, da im Safe liegen die ganzen Unterlagen vom Haider-Sparbuch“, sagte Meischberger zu Plech in einem Telefonat im Februar 2010. Meischberger hatte sich 1999 offenbar seinen politischen Abschied mit 2,5 Mio. Euro von der FPÖ abkaufen lassen.

Unterlagen offenbar in Safe gefunden

Das Ganze habe er zufällig in Unterlagen der Justiz, die diese ihm geschickt hatte, gesehen. Er habe diese Begründung der Hausdurchsuchung zufällig angeklickt. Die Unterlagen habe die Justiz offenbar in einem Safe von Plech gefunden, den dieser nicht ausgeräumt habe. Plech beteuerte allerdings, er glaube, er habe die Sachen ausgeräumt.

Im Verlauf des Gesprächs sagt Meischberger noch: „Das ist a politischer Skandal, da geht’s nicht um die Steuer.“ Plech: „dD müss ma mit dem Böhmdorfer reden, ihn warnen, net.“

„Fest den Schüssel schützen“

Auch abgehörte Gespräche zwischen Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser (FPÖ/parteilos) und Meischberger waren Thema der Verhandlung. Darin erzählte Grasser zu Jahresbeginn 2010, dass er an einer „Club 2“-Diskussionssendung im ORF teilnehmen werde, um aufzuzeigen, was die damalige Regierung alles für das Land getan habe. Meischberger kommentierte das unter anderem so: „Fest den Schüssel loben, fest den Schüssel loben, fest den Schüssel schützen.“