Belgien: Zug-Auto-Crashtest als warnendes Beispiel

Mit Videoaufnahmen von einem Crashtest, bei dem ein Zug mit 75 km/h ein auf einem Bahnübergang stehendes Auto erfasst, will der belgische Schienenbetreiber Infrabel seit heute auf die entlang von Zugsstrecken lauernden Gefahren hinweisen. Das Video, auf dem auch die Folgen des Aufpralls klar ersichtlich werden, ist Teil einer zusammen mit dem Institut für Verkehrssicherheit (VIAS) lancierten Kampagne. Infrabel spricht nach Angaben des Nachrichtenportals Flanderninfo von „schockierenden, aber realistischen Bildern“.

Dem Medienbericht zufolge kamen im Vorjahr auf Bahnübergängen bzw. entlang der Schienen in Belgien wegen Nichteinhaltung der Sicherheitsvorschriften 16 Menschen ums Leben. Die Kampagne richte sich demnach auch als Warnsignal an sogenannte „Schienengeher“: Obwohl an sich verboten, seien 2017 800 derartige Meldungen und damit so viele wie nie zuvor eingegangen.

Neben der nun lancierten Kampagne setzt Infrabel-Chef Frederic Petit auch auf ein im Parlament zuletzt abgesegnetes Gesetz. Beim Nichteinhalten der Sicherheitsvorschriften ist es demnach ab Herbst auch dem Bahnpersonal gestattet, Bußgelder einzutreiben.