Chimamanda Ngozi Adichie gewinnt PEN-Pinter-Preis

Die nigerianische Feministin und Autorin Chimamanda Ngozi Adichie („Americanah“) wird mit dem diesjährigen PEN-Pinter-Preis ausgezeichnet. Namensgeber der Auszeichnung ist der 2005 verstorbene britische Nobelpreisträger Harold Pinter („Der Hausmeister“). Pinters Witwe, die Biografin Antonia Fraser, würdigte die Schriftstellerin heute für ihren „Mut“ und ihre „Forschheit“, zwei Qualitäten, die Pinter stets bewundert habe.

Die nigerianische Autorin Chimamanda Ngozi Adichie

APA/AFP/Stephane De Sakutin

Chimamanda wurde 1977 in der Stadt Enugu im Süden Nigerias geboren. Mit 19 zog sie zum Studium in die USA, wo sie unter anderem die Universitäten Princeton und Yale besuchte. Ihren Durchbruch als Autorin schaffte sie mit ihrem Debütroman „Blauer Hibiskus“ (2005 auf Deutsch erschienen). Im Vorjahr erschien „Liebe Ijeawele. Wie unsere Töchter selbstbestimmte Frauen werden“.

Neben ihrer Tätigkeit als Schriftstellerin wurde Chimamanda auch für ihre Vorträge und Essays bekannt. Ihr 2013 gehaltener TED-Talk „We Should All Be Feminists“ wurde im Rahmen einer Kampagne der schwedischen Frauenlobby in Form eines Pamphlets an alle 16-jährigen Schwedinnen und Schweden verteilt. Die Sängerin Beyonce nutzte eine Passage des Vortrags als Sample in ihrem Song „Flawless“.

Sie fühle sich geehrt, den in Pinters Namen gestifteten Preis zu erhalten, sagte Chimamanda in einer ersten Reaktion. „Ich habe Harold Pinters Talent stets bewundert, seinen Mut, seine klare Hingabe, seine Wahrheit zu erzählen“, so die Autorin. Übergeben wird der Preis, den unter anderen schon Margaret Atwood und Salman Rushdie erhalten haben, am 9. Oktober. Bei der Zeremonie wird zudem bekanntgegeben, wer den „International Writer of Courage“-Preis erhält. Ausgewählt wird die betreffende Person von Chimamanda.