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Über tausend Geiseln in Freiheit

Immer wieder entführt die Terrorgruppe Boko Haram Hunderte Frauen und Mädchen und hält sie als Sklavinnen gefangen. Zuletzt gelang die Freilassung von über tausend Geiseln.

Nigerias Streitkräfte haben Anfang dieses Monats nach eigenen Angaben 148 Dorfbewohner aus der Gewalt der Terrormiliz Boko Haram befreit. Die Kämpfer der Terrorgruppe hätten die knapp 60 Frauen dort „sexuell misshandelt und als Sexsklavinnen benutzt“, erklärte das Militär.

Unter den befreiten Bewohnern des abgelegenen Ortes Modu Kinetic im nordöstlichen Bundesstaat Borno seien auch zwei schwangere Mädchen gewesen. Die 15 Männer, 58 Frauen und 75 Kinder aus dem Ort würden nun in ein Lager für Binnenflüchtlinge im Bezirk Bama gebracht.

1.000 Menschen Anfang Mai befreit

Bereits Anfang Mai sind 1.000 Menschen nach Darstellung des nigerianischen Militärs aus der Gewalt der Terrorgruppe befreit worden. Dabei handelte es sich vor allem und Frauen und Kinder, wie Militärsprecher Texas Chukwu mitteilte. Sie seien aus vier Dörfern im Bundesstaat Borno im Nordosten Nigerias befreit worden.

An dem Einsatz habe sich auch eine internationale Einsatzgruppe beteiligt, die von Nigeria, Kamerun, Tschad, Niger und Benin zur Bekämpfung von Boko Haram gegründet wurde.

Mindestens 20.000 Menschen getötet

Die Terrorgruppe ist vor allem im Nordosten Nigerias sowie in angrenzenden Gebieten aktiv. Boko Haram hatte 2014 mit der Entführung von mehr als 200 überwiegend christlichen Schülerinnen aus dem Ort Chibok weltweit für Entsetzen gesorgt. Bei Anschlägen und Angriffen der Gruppe sind seit 2009 mindestens 20.000 Menschen getötet worden. Rund 2,5 Millionen Menschen sind in der Region vor der Gewalt geflohen.