Erneut Palästinenser im Gaza-Grenzgebiet getötet

Bei einem Vorfall an der Grenze zwischen Israel und dem Gazastreifen ist heute ein Palästinenser ums Leben gekommen. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Gaza wurde der 24-jährige Palästinenser durch Schüsse israelischer Soldaten im Osten der Stadt Gaza getötet. Ein weiterer Palästinenser sei durch Schüsse verletzt und in ein Krankenhaus gebracht worden, teilte ein Ministeriumssprecher mit.

Das israelische Militär erklärte hingegen, nahe des Grenzzauns seien „mehrere Terroristen“ bei einer Explosion „verletzt“ worden, als fünf Palästinenser israelische Sicherheitsinfrastruktur „sabotieren“ wollten. Die Armee machte keine Angaben dazu, dass Soldaten das Feuer eröffnet hätten.

Die israelische Armee flog zudem wieder Luftangriffe im von der radikalislamischen Hamas kontrollierten Gazastreifen, unter anderem auf zwei „militärische Ziele“. Zu möglichen Opfern machte die Armee keine Angaben.

Immer wieder Proteste im Gazastreifen

Die Angriffe seien eine Reaktion auf brennende Drachen und Ballons gewesen, mit denen Palästinenser aus dem Gazastreifen in den vergangenen Wochen zahlreiche Feuer in Israel entzündeten.

Seit Ende März protestieren immer wieder Palästinenser an der Grenze des Gazastreifens. Dabei versuchten Palästinenser nach Angaben der israelischen Armee auch wiederholt, Soldaten an der Grenze anzugreifen oder auf israelisches Territorium vorzudringen.

Seit Beginn der Proteste tötete die israelische Armee nach palästinensischen Angaben mindestens 131 Palästinenser. Auf israelischer Seite gab es keine Toten.