Mogherini erachtet Migration wichtig für EU

Einwanderung ist für die europäische Wirtschaft nach den Worten der EU-Außenbeauftragten Federica Mogherini überlebensnotwendig. Es gebe Bereiche, die ohne Einwanderung von heute auf morgen nicht mehr funktionieren würden, sagte Mogherini heute in Brüssel nach einem Treffen mit den Außenministern mehrerer Staaten der Sahelzone.

Deshalb gehe es nicht darum, Migration aus Afrika komplett zu stoppen. „Priorität hat die Bekämpfung des Menschenhandels und der kriminellen Organisationen dahinter.“

Mogherini hatte sich mit den Außenministern von Burkina Faso, Mali, Mauretanien, Niger und dem Tschad getroffen. Der etwa 7.000 Kilometer lange und bis zu 800 Kilometer breite Sahelstreifen am südlichen Rand der Sahara ist derzeit ein relativ sicheres Rückzugsgebiet für Terroristen, Menschenschmuggler und andere Kriminelle.

Schlimmste Hungerkrise droht

Laut UNO droht dort die schlimmste Hungerkrise seit 2012. In Mali, Burkina Faso, Mauretanien, Senegal, Niger und im Tschad hätten rund sechs Millionen Menschen nicht genug zu essen, hieß es vergangene Woche. Akute Mangelernährung bedrohe das Leben von 1,6 Millionen Kleinkindern.

Bereits im Februar hatte die internationale Staatengemeinschaft ihre Hilfe für die neue afrikanische Militärtruppe zur Terror- und Schlepperbekämpfung in der Sahelzone deutlich auf 414 Millionen Euro aufgestockt.

Die von den Ländern Burkina Faso, Mali, Mauretanien, Niger und Tschad aufgestellte Einheit mit rund 5.000 Soldaten soll für Sicherheit in der Region sorgen und über die Bekämpfung von Schleuserbanden auch die illegale Migration von Afrika nach Europa eindämmen.