Trump prophezeit Aus für Harley-Davidson

US-Präsident Donald Trump hat dem Motorradhersteller Harley-Davidson wegen dessen geplanter Verlagerung von Teilen der US-Produktion im Zuge der EU-Vergeltungszölle mit heftigen Konsequenzen gedroht und den „Anfang vom Ende“ prophezeit.

„Eine Harley sollte niemals in einem anderen Land gebaut werden“, schrieb Trump heute in weiteren Twitter-Nachrichten. Mitarbeiter und Kunden seien bereits sehr wütend. Wenn das Unternehmen seine Ankündigung wahr mache, bedeute das „den Anfang vom Ende“, schrieb Trump und drohte: „Sie werden besteuert wie nie zuvor!“ In einem anderen Tweet hieß es zuvor bereits: „Harley muss sich im Klaren sein, nur mit einer hohen Steuer zurück in die USA verkaufen zu können.“

Jack Daniel’s wird teurer

Der Motorradhersteller hatte zuvor erklärt, durch den Schritt sollten zusätzliche Zölle umgangen und so eine Preiserhöhung für Kunden in Europa vermieden werden. Trump beschuldigte die Firma, die Zollpolitik nur als vorgeschobene Begründung für den Abbau von Produktionskapazitäten in den USA zu benutzen.

Die Zölle haben auch für Konsumenten der US-Whiskeymarke Jack Daniel’s Folgen: Das Getränk dürfte in Europa bald teurer werden. „Wir werden die Preise in den nächsten Monaten erhöhen“, so ein Sprecher des Spirituosenkonzerns Brown-Forman aus Louisville im US-Bundesstaat Kentucky.