Schelling erwartet wenig von Kassenfusion

Der frühere Finanzminister und ehemalige Chef des Hauptverbands der Sozialversicherungsträger, Hans Jörg Schelling (ÖVP), erwartet sich von der geplanten Kassenfusion nicht allzu viel. Diese werde „lange nicht die Wirkung haben, die sich alle erwarten“, sagte er bei einem Auftritt vor der Vorarlberger Jungen ÖVP, über den die „Vorarlberger Nachrichten“ berichten.

Schelling stört, „dass man nicht mit den Betroffenen redet“, was die Reform nicht einfacher mache. Zudem fehle ihm die „große Strategie“. Denn die Probleme lägen nicht in der Struktur der Sozialversicherung, sondern in der Schnittstellenproblematik zwischen stationärem und niedergelassenem Bereich.

Nicht sonderlich sinnvoll findet Schelling auch die geplante Fotopflicht auf der E-Card. Der Aufwand stehe in keiner Relation zum tatsächlichen Missbrauch.

Ein wenig Bedauern schwang bei Schelling bezüglich seines Ausscheidens aus der Regierung mit: „Wäre ich Finanzminister geblieben, wäre ich zum Chef der Euro-Gruppe gewählt worden. Das war schon ausgemacht.“ Aber so sei die Politik eben, wird Schelling zitiert.