EZB-Etappensieg: Inflation liegt bei zwei Prozent

Die Verbraucherpreise in der Euro-Zone sind im Juni über die von der Europäischen Zentralbank (EZB) angestrebte Marke von knapp zwei Prozent gesprungen. Die Teuerungsrate kletterte auf genau zwei Prozent, wie das Statistikamt Eurostat heute auf Basis vorläufiger Daten mitteilte. Im April waren die Lebenshaltungskosten um 1,9 Prozent gestiegen.

Als Preistreiber erwies sich Energie, die sich um 8,0 Prozent verteuerte. Auch die Kosten für Lebensmittel, Alkohol und Tabak stiegen mit 2,8 Prozent überdurchschnittlich. Die Preissteigerungen bei Dienstleistungen fielen mit einer Rate von 1,3 Prozent hingegen vergleichsweise moderat aus.

Die EZB hat Preisstabilität als eine jährliche Steigerungsrate des Preisniveaus von mittelfristig unter, aber nahe zwei Prozent definiert. Sie betrachtet diese Zielmarke als ideal für die Wirtschaft. Die Währungshüter beschlossen angesichts der anziehenden Inflation jüngst einen Schritt hin zu einer weniger lockeren Geldpolitik und planen das Ende ihrer billionenschweren Anleihenkäufe noch in diesem Jahr. Bisher wurden dabei zwei Billionen Euro ins Finanzsystem gepumpt.