Staatspreis für Europäische Literatur geht an Zadie Smith

Die britische Autorin Zadie Smith erhält den Österreichischen Staatspreis für Europäische Literatur 2018. In ihrem bisherigen literarischen Oeuvre habe die 42-Jährige „unser Bewusstsein für die ethnische, soziale und kulturelle Vielstimmigkeit unserer Welt geschärft, indem sie in ihren Romanen die Frage nach Herkunft und Identität stellt“, so Kulturminister Gernot Blümel (ÖVP) in einer Aussendung.

Der mit 25.000 Euro dotierte Preis wird heuer am 27. Juli in Salzburg vergeben, jedes Jahr wird ein europäischer Literat oder eine Literatin mit internationaler Strahlkraft dafür ausgewählt.

Dem Leitmotiv treu geblieben

Die Jury begründete ihre Entscheidung damit, dass Smith seit ihrem Debüt „Zähne zeigen“ (2000) sowohl „große Vielseitigkeit bewiesen“ habe, als auch „ihrem Leitmotiv treu geblieben“ sei: „Wie wichtig sind ethnische Herkunft und Hautfarbe im Europa des 21. Jahrhunderts? Wie schafft man es, das eigene Milieu zu verlassen, und ist das überhaupt ein erstrebenswertes Ziel? Woher stammen wir, und wie weit wird dadurch unser Lebensentwurf determiniert?“

Die britische Autorin Zadie Smith

APA/AFP/Tobias Schwarz

Smith, Autorin von erfolgreichen Romanen wie „Von der Schönheit“ (2005), „London NW“ (2012) oder „Swing Time“ (2016), habe die Gabe, „gesellschaftspolitische Themen und philosophische Reflexionen in scheinbar einfachen Geschichten über Familie und Freundschaft zu vermitteln“. Smith hat für ihre Bücher bereits zahlreiche Preise erhalten und neben fiktionalen Werken auch Essaysammlungen veröffentlicht.