OECD: Österreich hinkt bei Lohnwachstum hinterher

Trotz hoher Beschäftigungsquoten und relativ niedriger Arbeitslosenraten auf Vorkrisenniveau verläuft die Lohnentwicklung in den Ländern der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) nur schleppend.

Verantwortlich hierfür seien vor allem ein schwächeres Produktivitätswachstum sowie die Zunahme an Niedriglohnjobs. Österreich hinkt dem Durchschnitt dabei deutlich hinterher, geht aus dem aktuellen OECD-Beschäftigungsausblick hervor.

Während die realen Stundenlöhne in den OECD-Ländern im vierten Quartal 2017 im Durchschnitt um 0,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal gewachsen sind, waren sie in Österreich mit minus 0,6 Prozent rückläufig.

Lohnwachstum geht seit 2016 zurück

Bereits seit dem vierten Quartal 2016 geht das Lohnwachstum in Österreich den OECD-Daten zufolge zurück. In der gesamten OECD stagnierte in diesem Zeitraum das durchschnittliche Wachstum dagegen bei Raten zwischen plus 0,4 und plus 0,6 Prozent.

In Anbetracht dessen, dass die durchschnittliche Beschäftigungsquote wieder über Vorkrisenniveau gestiegen sei, sei die Stagnation bei den Löhnen bemerkenswert, schreibt die OECD. Im Schlussquartal 2017 lag die Quote für Beschäftigte zwischen 15 und 64 Jahren bei 61,7 Prozent, im Vergleichsquartal 2007 lag die Rate noch bei 60,8 Prozent.