Tausende geflüchtete Syrer kehren in Häuser zurück

Tausende geflüchtete Syrerinnen und Syrer sind nach den heftigen Bombardierungen der vergangenen Tage in ihre Häuser im Süden des Landes zurückgekehrt. Die Kämpfe seien seit gestern größtenteils eingestellt worden, nachdem sich die Rebellen in der Provinz Dara und Syriens Verbündeter Russland auf ein entsprechendes Abkommen geeinigt hatten.

Das berichtete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte heute. Die in Großbritannien ansässige Beobachtungsstelle bezieht ihre Informationen von einem Netzwerk von Aktivisten in Syrien. Ihre Angaben sind von unabhängiger Seite kaum zu überprüfen.

Mehr als 320.000 Menschen waren wegen der Bombardierungen und Luftangriffe in den vergangenen Tagen nach UNO-Angaben geflohen. Zehntausende waren schutzlos an der nahen jordanischen Grenze gestrandet.

Ausgangspunkt der Proteste gegen Assad

Die syrische Armee hatte zuletzt wieder die Kontrolle über den syrisch-jordanischen Grenzübergang übernommen, wie die staatliche Nachrichtenagentur SANA berichtete. Der Übergang stand mehr als drei Jahre unter der Kontrolle von Rebellen.

Dara gilt als Ausgangspunkt der Proteste gegen den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad und ist eine der letzten Regionen in Syrien, die noch von Rebellen kontrolliert wird. Teil der Abmachung ist auch die Übergabe schwerer Waffen durch die Rebellen.