Kamerun setzt Präsidentschaftswahl für Anfang Oktober an

In Kamerun wird am 7. Oktober ein neuer Präsident gewählt. Das verfügte der langjährige Staatschef Paul Biya mittels eines Dekrets, wie gestern bekanntwurde. Der 85-Jährige hat bisher offengelassen, ob er erneut zur Wahl antritt. Er regiert in dem zentralafrikanischen Land seit mehr als drei Jahrzehnten.

In der vergangenen Woche war die ursprünglich ebenfalls für Oktober geplante Parlamentswahl in Kamerun um ein Jahr verschoben worden. Biya zufolge wäre es schwierig gewesen, diese gleichzeitig mit der Abstimmung über das höchste Staatsamt durchzuführen.

Beobachter gehen davon aus, dass dieser Schritt der instabilen Sicherheitslage in Kamerun geschuldet ist. Seit Monaten gibt es dort im englischsprachigen Landesteil teils gewaltsame Proteste gegen die Dominanz der frankophonen Mehrheit. Radikale Vertreter der englischsprachigen Minderheit streben nach Unabhängigkeit.