Ein Dutzend Tote nach Anschlag auf Wahlkämpfer in Pakistan

Ein Selbstmordattentäter hat bei einem Anschlag auf eine Versammlung der Anti-Taliban-Partei ANP in Pakistan gestern zwölf Menschen mit in den Tod gerissen. Fast 50 Menschen seien bei der Kundgebung in der nordwestlichen Stadt Peshawar verletzt worden, teilte die Polizei mit.

Zunächst bekannte sich niemand zu der Tat. Unter den Toten befand sich auch ein Politiker, dessen Vater vor der Parlamentswahl 2013 ebenfalls bei einem Selbstmordanschlag ums Leben gekommen war. Damals war die ANP das Hauptziel von Anschlägen der radikalislamischen Taliban.

In Pakistan sind viele verschiedene extremistische Gruppen aktiv. Seit 2015 ist die Zahl der Anschläge vor allem wegen massiver Militäroffensiven gegen einige der Islamistengruppen stark zurückgegangen. Trotzdem hat die Wahlkommission das Militär gebeten, die Abstimmung in rund zwei Wochen mit rund 370.000 Sicherheitskräften zu schützen.