Erneut Tote in israelisch-palästinensischem Grenzkonflikt

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Bei israelischen Luftangriffen im Gazastreifen sind heute nach palästinensischen Angaben zwei Jugendliche getötet worden. 14 weitere Menschen seien bei einem Angriff auf ein Gebäude der im Gazastreifen herrschenden Hamas verletzt worden, teilte das Gesundheitsministerium in Gaza mit.

Nach Angaben der israelischen Armee nutzte die Hamas das Hochhaus und einen Tunnel darunter zum Training für Häuserkampf. Bewohner seien vor dem Angriff gewarnt worden.

Reaktion auf Beschuss aus dem Gaza-Streifen

Israels Luftwaffe flog Angriffe auf Dutzende Hamas-Ziele. Damit reagierte Israel auf Attacken militanter Palästinenser auf sein Grenzgebiet. Es handele sich um „den größten Tageslicht-Angriff“ im Gazastreifen seit dem Gaza-Krieg im Sommer 2014, sagte der israelische Armeesprecher Jonathan Conricus.

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu drohte mit einer Verschärfung der Angriffe im Gazastreifen gedroht, sollten Raketenangriffe militanter Palästinenser auf Israel andauern. Bei einer Beratung mit dem Verteidigungsminister Avigdor Lieberman und der Armeespitze habe man sich „für einen entschlossenen Einsatz gegen den Hamas-Terror entschlossen“, sagte Netanyahu.

Israelische Armee spricht von 100 Geschoßen

Militante Palästinenser im Gazastreifen feuerten nach Armeeangaben insgesamt 100 Raketen und Mörsergranaten auf Israel ab. Dies sei die Zahl der seit der Nacht auf israelisches Gebiet abgefeuerten Geschoße, sagte der israelische Brigadegeneral Zvika Haimovich.

Verantwortlich für die Angriffe seien die im Gazastreifen herrschende Hamas sowie andere radikalislamische Organisationen. In der Grenzstadt Sderot wurden nach Medienberichten ein Haus und eine Synagoge getroffen. Drei Menschen erlitten nach Armeeangaben Verletzungen.

Bereits einen Tag zuvor war bei gewaltsamen Auseinandersetzungen mit der israelischen Armee an der Gaza-Grenze ein palästinensischer Jugendlicher getötet worden. Ein 20-Jähriger erlag den palästinensischen Angaben zufolge inzwischen seinen Verletzungen.