EU: 20.000 Geflüchtete aus Libyen in Heimat zurückgekehrt

Dieser Artikel ist älter als ein Jahr.

Rund 20.000 Menscen sind nach EU-Angaben in den vergangenen Monaten mit internationaler Unterstützung freiwillig aus Libyen in ihre Heimat zurückgekehrt. Die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini führte dies gestern bei einem Besuch in Libyen auf die Zusammenarbeit der Europäischen Union mit der Afrikanischen Union und den Vereinten Nationen zurück.

Sie hatten im November eine gemeinsame Task Force gegründet, um die Menschen von der Flucht nach Europa abzubringen und zur Umkehr zu bewegen.

EU-Vertretung eröffnet

In Libyen eröffnete Mogherini eine EU-Vertretung und eine EU-Grenzschutz-Unterstützungsmission. Die EU sei der größte Geber humanitärer Hilfe sowie der größte Unterstützer von UNO-Programmen und der wichtigste Wirtschaftspartner des Landes, erklärte sie.

Die EU werde ihre Zusammenarbeit mit der Regierung und den örtlichen Behörden verstärken und bei der Vorbereitung von Wahlen helfen.

In Libyen herrschen seit dem Sturz von Muammar al-Gaddafi 2011 chaotische Zustände, die international anerkannte Regierung hat kaum Macht im Land. Auch deshalb ist das Land Startpunkt für Tausende Migranten, die einen Weg über das Mittelmeer nach Europa suchen.