Schweden kämpft gegen Flächenbrände am Polarkreis

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Zumindest elf Flächenbrände wüten derzeit innerhalb des nördlichen Polarkreises. Grund dafür ist der zu heiße, trockene Sommer im hohen Norden. Schweden ist dabei am meisten betroffen und bittet nun auch die EU um Hilfe. In ganz Schweden wurden bisher 44 Brände gemeldet.

Feuerwehrauto neben brennendem Wald

Reuters/TT News Agency

Vier Gemeinden mussten bereits evakuiert werden. Zehntausende Menschen wurden gewarnt, in ihren Häusern zu bleiben und die Fenster zu schließen, um Rauchgasvergiftungen zu vermeiden. Zugsverbindungen wurden zum Teil unterbrochen.

Die Branddirektorin der Katastrophenschutzbehörde MSB, Britta Ramberg, sagte der schwedischen Nachrichtenagentur TT, am schwerwiegendsten seien die Brände in der zentralen Provinz Jämtland. Behörden zufolge breiteten sich die Brände dort bereits auf 2.500 Hektar.

Löschflugzeuge sollen helfen

Norwegen flog bereits sechs Löschhelikopter in die betroffenen Regionen. Italien will zwei Löschflugzeuge schicken, die mehr als 6.000 Liter Wasser fassen können.

Das Erdbeobachtungsprogramm Copernicus zeigt, dass insgesamt mehr als 60 Flächenbrände in ganz Schweden, Norwegen, Finnland und Russland lodern. Ausgelöst werden die Feuer zumeist durch Grillfeuer, Zigaretten und einschlagende Blitze, die wegen des Klimawandels immer häufiger werden.

Im Norden Schwedens und in den umliegenden Ländern zeigte das Thermometer in den letzten Wochen immer wieder mehr als 30 Grad Celsius an.