Paris testet Nichtraucherparks

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Im Kampf gegen Zigarettenrauch hat Paris sechs öffentliche Grünanlagen testweise zu Nichtraucherparks erklärt. Dort soll für zunächst vier Monate nicht geraucht werden - die Stadt will damit gegen das Passivrauchen vorgehen, aber auch die Sauberkeit verbessern.

An den Eingängen der Parks weisen Schilder auf die neue Regel hin. Es handelt sich überwiegend um kleinere Grünanlagen, etwa den versteckt gelegenen Anne-Frank-Garten in der Nähe des Kunstmuseums Centre Pompidou und den 1.000 Quadratmeter großen Jardin Yilmaz Güney im zehnten Stadtbezirk.

Möglichkeit eines permanenten Verbotes

Der Anfang des Monats vom Stadtrat beschlossene Test läuft seit vergangener Woche, Geldstrafen für Raucher sind dabei allerdings nicht vorgesehen. Nach vier Monaten sollen die Erfahrungen ausgewertet werden - dann könnte auch über ein permanentes Verbot gesprochen werden. Straßburg hatte als erste Stadt Frankreichs bereits Ende Juni ein Rauchverbot in allen Parks und Stadtwäldern beschlossen.

Auch auf nationaler Ebene hat Frankreich zuletzt den Kampf gegen Zigarettenkonsum verschärft. Die Regierung will den Preis einer Schachtel Zigaretten bis 2020 auf zehn Euro anheben. Schon seit 2008 darf in französischen Bars und Restaurants nicht mehr geraucht werden, seit Anfang 2017 sind Markenlogos auf Zigarettenschachteln verboten.

Nach Angaben der Gesundheitsbehörden sank die Zahl der täglichen Raucher in Frankreich 2017 um eine Million gegenüber dem Vorjahr. Der Zigarettenverkauf war leicht rückläufig (minus 0,15 Prozent).