G-20-Finanzminister beraten über Arbeit und Handel

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Inmitten des Handelsstreits zwischen den USA, China und der EU treffen sich die Finanzminister und Vertretungen der Notenbanken der wichtigsten Industrie- und Schwellenländer in Buenos Aires.

Neben den offiziellen Themen wie der Zukunft der Arbeit und der Verbesserung der Infrastruktur dürfte es bei dem G-20-Treffen heute und morgen auch um den globalen Handel und die Regulierung von Kryptowährungen gehen.

„Wir befürchten, dass der Handelsstreit weiter eskaliert“, sagte der Präsident der Schweizerischen Nationalbank, Thomas Jordan. „Die Schweiz will den freien und fairen Handel stärken, damit der Markt gerecht für alle offenen Volkswirtschaften ist.“ Sein Land nimmt als Gast an dem Treffen der G-20 teil.

Auch Lagarde beim Treffen

Neben US-Finanzminister Steven Mnuchin werden auch der deutsche Finanzminister Olaf Scholz, der chinesische Finanzminister Liu Kun, die Direktorin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Christine Lagarde, Weltbankchef Jim Yong Kim und OECD-Generalsekretär Jose Angel Gurria an der Konferenz teilnehmen.

Lagarde traf sich bereits vor der Konferenz mit dem argentinischen Präsidenten Mauricio Macri, Finanzminister Nicolas Dujovne und Zentralbankchef Luis Caputo.

Der IWF hatte dem südamerikanischen Land zuletzt Finanzhilfen in einer Höhe von bis zu 50 Milliarden US-Dollar (rund 43 Mrd. Euro) zugesagt. Im Gegenzug verpflichtete sich die Regierung, das Budgetdefizit zu senken und die Inflation zu bremsen.

„Der IWF unterstützt die Reformpläne der argentinischen Regierung“, schrieb Lagarde nach den Treffen auf Twitter. In Argentinien gibt es große Vorbehalte gegen den Kredit, da der IWF vor allem mit den harten Sparmaßnahmen und sozialen Verwerfungen in den 2000er Jahren in Verbindung gebracht wird. In Buenos Aires wird mit Protesten gerechnet.

Die G-20-Länder erwirtschaften 85 Prozent der weltweiten Wirtschaftsleistung, repräsentieren zwei Drittel der Weltbevölkerung und wickeln 75 Prozent des globalen Handels ab.