Atomdeal: Iran schließt neue Verhandlungen mit USA aus

Dieser Artikel ist älter als ein Jahr.

Nach dem Ausstieg der USA aus dem Atomabkommen mit dem Iran hat Ajatollah Ali Chamenei, der oberste geistliche Führer der Islamischen Republik, neue Verhandlungen mit der Regierung in Washington ausgeschlossen. „Dem Wort und selbst der Unterschrift der Amerikaner kann man nicht vertrauen“, sagte Chamenei heute bei einem Treffen mit Vertretern des iranischen Außenministeriums.

Verhandlungen mit den USA seien nutzlos und ein „klarer Fehler“, wurde auf seiner Website mitgeteilt. Chamenei hat laut Verfassung das letzte Wort in allen strategischen Belangen des Iran.

Andere Staaten wollen an Abkommen festhalten

US-Präsident Donald Trump hatte das Abkommen mit dem Iran als eine der schlechtesten Vereinbarungen überhaupt kritisiert und Anfang Mai die Beteiligung seines Landes daran aufgekündigt. Damit greifen neue Strafmaßnahmen gegen den Iran.

Die anderen Unterzeichnerstaaten wollen an den Vereinbarungen festhalten. Sie sehen eine Einschränkung des iranischen Atomprogrammes vor. Trump hatte kritisiert, dass die Beschränkung nur befristet gilt und nicht das Raketenprogramm erfasst.