Forderungen nach EU-„Marshallplan“ für Afrika

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EU-Parlamentspräsident Antonio Tajani fordert einen „Marshall-Plan“ für Afrika, um die wirtschaftliche Entwicklung des Kontinents zu verbessern. Bis 2027 solle die EU 50 Milliarden Euro für Entwicklungszusammenarbeit locker machen, forderte er im Interview mit der Mailänder Wirtschaftszeitung „Sole 24 Ore“.

Die Investitionen sollen vor allem Landwirtschaft, Wasserversorgung, erneuerbare Energien und Infrastruktur betreffen. Afrika biete vielen Unternehmen auch mittlerer Größe Wachstumsmöglichkeiten an. Priorität sei, den Sahel-Ländern sechs Milliarden Euro in zwei Tranchen zu sichern. „Das ist derselbe Betrag, den wir der Türkei zur Schließung der Balkan-Route zur Verfügung gestellt haben“, erklärte der Italiener.

Tajani begrüßte, dass mehrere EU-Länder - darunter Frankreich, Deutschland, Spanien und Portugal - zuletzt Gruppen von Flüchtlingen bzw. Migranten aufgenommen haben, die im Mittelmeer gerettet wurden. „Dies bezeugt, dass eine europäische Lösung für die Flüchtlingsproblematik möglich ist.“