Einheitliche Kriterien für Schulreifeentscheidung

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Durch die Festlegung einheitlicher Kriterien soll die Entscheidung über die Schulreife für die Volksschule standardisiert werden. Einen entsprechenden Verordnungsentwurf hat ÖVP-Bildungsminister Heinz Faßmann nun in Begutachtung geschickt. Als Standards festgelegt werden darin vor allem schulische „Vorläuferfähigkeiten“ wie Feinmotorik und zahlenbezogenes Vorwissen.

Vom System her ändert sich auch künftig nichts: Nicht schulreife Kinder kommen weiter in Vorschulklassen. Derzeit wird die Schulreife je nach Bundesland aber sehr unterschiedlich attestiert: In der Steiermark wird etwa nur ein Prozent der Kinder wegen mangelnder Schulreife einer Vorschulklasse zugewiesen, in Vorarlberg sind es dagegen 20 und in Salzburg gar 24 Prozent.

Die Entscheidung darüber soll auch künftig der jeweilige Schuldirektor oder die Schuldirektorin auf Grundlage des persönlichen Kontakts mit dem Kind treffen, darüber hinaus können von den Eltern Unterlagen verlangt oder Gutachten eingeholt werden.

Entsprechende Diagnostikverfahren, die von den Schulleiterinnen und -leitern eingesetzt werden, sollen zunächst im kommenden Winter für die Schuleinschreibung 2019/20 an 100 Schulen getestet werden. Im Jahr darauf sollen sie flächendeckend zum Einsatz kommen.