Eurofighter dürfen ohne Update nur noch bis 2021 fliegen

Das Bundesheer muss seine Eurofighter Ende 2021 stilllegen. Das ergibt sich laut einem Bericht der „Kronen Zeitung“ aus dem Bericht der Luftraumüberwachungskommission des Bundesheeres. Die Nachrüstung für einen Betrieb über dieses Datum hinaus würde dem Bericht zufolge 200 Mio. Euro kosten.

Das Verteidigungsministerium bestätigte der APA, dass sich das „Grounding“ der Eurofighter ab 2022 aus Schätzungen der Evaluierungskommission ergibt. Sollte nichts getan werden, wären ab diesem Zeitpunkt keine Softwareupdates mehr möglich. „Dann ist zu vermuten, dass er (der Eurofighter, Anm.) ab diesem Zeitpunkt nicht mehr fliegen kann“, sagte ein Sprecher von Verteidigungsminister Mario Kunasek (FPÖ).

Nicht bestätigen wollte das Ministerium die im Bericht genannten Kostenschätzungen für die vier Varianten der künftigen Luftraumverteidigung von 2,3 bis drei Milliarden Euro. Hier seien verschiedene Angaben vermischt worden. Klar sei lediglich, dass die Luftraumüberwachung pro Jahr etwa 200 Mio. Euro koste (für Anschaffung, Betrieb, Infrastruktur und Personal). Was den möglichen Umstieg auf Gripen oder F16 angeht, sei Kunasek für eine „ergebnisoffene“ Prüfung.