Ministerrat in Brüssel kostete knapp 50.000 Euro

Die Regierungssitzung in Brüssel am 6. Juni hat genau 48.245,87 Euro gekostet. Das geht aus einer Anfrageserie der Grünen an die Ministerien hervor. Für den Ministerrat seien insgesamt 59 Personen angereist - neben den Ministern und Ministerinnen also auch zahlreiche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die höchsten Reisekosten hatte laut einer Aufstellung der Grünen Innenminister Herbert Kickl (FPÖ).

Das Innenministerium listete Kosten von 8.295,18 Euro für Anreise und Übernachtung von acht Personen (inklusive Staatssekretärin) auf, das Kanzleramt nannte 3.728,16 Euro für insgesamt neun Personen. Gedauert hat die Sitzung von 10.15 bis 11.15 Uhr.

„Teure Klassenfahrt“

Der grüne Bundesrat David Stögmüller, der die Anfragen eingebracht hat, spricht von einer „teuren Klassenfahrt“. Außerdem kritisieren die Grünen, dass die Regierung für die Flugreisen keine CO2-Kompensation bezahlt habe.

Als einziges Ressort meldete nach Angaben der Grünen das Landwirtschafts- und Umweltministerium eine CO2-Kompensationszahlung. „Das Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus kompensiert bereits seit dem Jahr 2008 sämtliche Dienstreisen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Zentralleitung über die Initiative ‚climate austria‘“, hieß es dazu in der Anfragebeantwortung.