Suche nach vermisster Rakete in Estland weiter erfolglos

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Estland hat weiterhin noch nicht die Rakete ausfindig machen können, die von einem spanischen NATO-Kampfjet versehentlich über dem Baltenstaat abgefeuert worden war. Die Armee stellte gestern ihre Suche am bisher vermuteten Landepunkt des vermissten Flugkörpers vom Typ Amraam ein.

„Wir hatten gehofft, dass wir die Rakete im Suchbereich finden, weil alle äußeren Anzeichen darauf hingedeutet haben. Dennoch haben uns diese Anzeichen nicht zu einem Fund geführt“, wurde Luftwaffen-Chef Riivo Valge in einer Armeemitteilung zitiert. Die Suche nach dem Landepunkt soll nun mit Helikoptern von der Luft aus fortgesetzt worden.

Eurofighter feuerte aus Versehen

Der spanische Eurofighter hatte die mit bis zu zehn Kilogramm Sprengstoff gefüllte Luft-Luft-Rakete am Dienstagnachmittag unbeabsichtigt im Luftübungsgebiet nahe der südestnischen Stadt Otepää abgefeuert. Nach ersten Erkenntnissen der estnischen Armee soll sie höchstwahrscheinlich in einem unbewohnten Sumpfgebiet in einem Naturpark niedergegangen sein.

Ob der eingebaute Selbstzerstörungsmechanismus der Rakete funktioniert hat, ist unklar. Wie es zu der Fehlfunktion kommen konnte, wird noch untersucht. Nach Armeeangaben wurden am vermuteten Landepunkt 600 Quadratmeter mit Metalldetektoren abgesucht und weitere 200 Hektar durchkämmt.