Bulgarien will mehr als 200 marode Brücken renovieren

Nach der Brückenkatastrophe von Genua will das Urlaubsland Bulgarien 211 marode Brücken renovieren. Diese 35 Jahre alten und noch älteren Brücken seien nie gründlich, einige von ihnen nicht einmal teilweise renoviert worden, erläuterte der Minister für regionale Entwicklung, Nikolaj Nankow, gestern während einer Regierungssitzung in Sofia. Dabei handle es sich unter anderem um 34 Autobahnbrücken - davon seien 17 in einem „schlechten Zustand“, wie aus einem von der Regierung verbreiteten Mitteilung hervorgeht.

Regierungschef Boiko Borissow ordnete an, dass die zuständigen Minister einen Plan zur gleichzeitigen Renovierung aller maroden Brücken aus kommunistischer Zeit unterbreiten sollen. 2017 wurden in dem ärmsten EU-Land sieben Autobahnbrücken renoviert. In diesem Jahr sind Renovierungsarbeiten an fünf Autobahnbrücken in Gang. Katastrophen wie in Genua gab es in dem Balkan-Land bisher nicht.