Liste-Pilz-Obfrau Stern will „zivilen Ungehorsam“ forcieren

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Die neue Obfrau der Liste Pilz, Maria Stern, will die Parteistrukturen neu aufstellen. Neben dem Aufbau von Landesorganisationen wolle man gemeinsam mit dem Parlamentsklub und der Akademie diverse „Leuchtturmprojekte“ forcieren, gab sie heute, einen Tag nach ihrer Wahl, bekannt. Die „Kinderkrankheiten“ der Liste Pilz sieht sie auskuriert.

„Kinder dürfen auch fiebern, dürfen auch krank sein, da geht man gestärkt daraus hervor“, kommentierte Stern die Kalamitäten der vergangenen Monate in der Liste Pilz. Auch diese seien bei der gestrigen Mitgliederversammlung besprochen worden. Auch sie will wie ihre Mitstreiter in keinem klassischen Parteibüro arbeiten, sondern vielmehr bei einer „Agentur für politische Kommunikation“.

Kindeswohl als prioritärer Programmpunkt

Vermehrt will Stern nun auf die Zivilbevölkerung hören und dieser „helfen, sich selbst Gehör zu verschaffen“. Als eines der ersten „Leuchtturmprojekte“ nannte Stern den Fokus auf den Kindesunterhalt. Ziel müsse es sein, innerhalb eines Jahres die Kinderarmut in Österreich abzuschaffen - was zumindest theoretisch möglich sei. Auch einen gewissen „zivilen Ungehorsam“ gegen die Regierung will die neue Parteichefin der Liste Pilz forcieren.

Sterns Vorgänger Peter Pilz, nunmehr stellvertretender Obmann und laut eigener Aussage „einfacher Abgeordneter“, bestärkte Stern in deren Positionen. „Es ist nicht alles Pilz in dieser Liste“, sprach er auch die anstehende Umbenennung der Partei an. Eine Entscheidung werde bald fallen. Er selbst will sich nun der parlamentarischen Arbeit widmen, weniger der Parteiarbeit, denn: „Ich glaube, dass es die Maria besser kann.“