Unwetter: Zivilschutzalarm für Salzburger Glemmtal

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Für das Salzburger Glemmtal im Pinzgau ist heute Abend Zivilschutzalarm ausgelöst worden, berichtet das ORF-Radio. Die einzige Straße in das Tal, die Glemmtalstraße, ist überflutet und gesperrt. 5.000 Menschen sind von der Umwelt abgeschnitten.

Aus den Seitentälern drangen große Wassermassen in die Glemmtaler Ache, diese trat über die Ufer. Aufgrund der starken Niederschläge sei der Talschluss nach Hinterglemm nicht passierbar, hieß es von der Feuerwehr. Für die Gemeinden Saalbach-Hinterglemm, Maishofen und Viehhofen wurde Zivilschutzalarm ausgelöst. Die Bezirkshauptmannschaft Zell am See und die die Einsatzkräfte richteten einen Führungsstab ein.

Schwere Vermurungen

Das genaue Ausmaß der Schäden ließ sich am Abend noch nicht abschätzen. Laut Bezirksfeuerwehrkommandant Franz Fritzenwanger war besonders die Ortschaft Hinterglemm betroffen. „Von Hinterglemm Richtung Talschluss ist die Straße teilweise weggeschwemmt oder durch Muren verschüttet. Nach einer ersten Einschätzung dürfte sie mehrere Tage nicht befahrbar sein.“

Außerdem wurden in den betroffenen Gemeinden Keller und Tiefgaragen überflutet. Mit den Auspump- und Aufräumarbeiten sei zwar sofort begonnen worden, er rechne aber damit, dass viele Einsätze erst am Freitag erledigt werden können.

Einsätze auch in der Umgebung

Gegen 21.30 Uhr war der Pegelstand nach Angaben des Bezirksfeuerwehrchefs wieder leicht gesunken, auch die Niederschläge haben nachgelassen. Die Zivilwarnung blieb aber vorerst aufrecht.

Zu wetterbedingten Einsätzen ausrücken mussten die Feuerwehren auch in Leogang und Zell See sowie in der Stadt Salzburg und im Flachgau (Bergheim, Wals-Siezenheim und Schleedorf), wo ebenfalls Keller oder Unterführungen unter Wasser standen, sagte ein Mitarbeiter des Landesfeuerwehrkommandos. Alleine in der Landeshauptstadt zählte die Berufsfeuerwehr 22 Einsätze. Zudem haben Blitze zwei Waldbrände verursacht, den größeren davon in Golling (Tennengau). Dort standen am Abend drei Feuerwehren bei der Bekämpfung der Flammen im Einsatz. Eine kleinere Fläche brannte auch in Großarl im Pongau.