Themenüberblick

Breaking News

Offenbar Angriff während Videospiels

In einem Einkaufs- und Vergnügungszentrum im US-Bundesstaat Florida sind nach Angaben der Polizei mehrere Menschen durch Schüsse getötet worden. Die Schüsse sollen Sonntagnachmittag (Ortszeit) bei einem Videospielturnier gefallen sein.

Das Büro des Sheriffs sprach auf Twitter von „mehreren Todesopfern“. Ein Verdächtiger sei tot, es sei zu diesem Zeitpunkt unklar, ob es weitere Verdächtige gebe, hieß es in einem Tweet des Sheriffs. Er rief die Menschen auf, die Gegend großräumig zu meiden. Die Polizei suchte die Gegend ab. Viele Menschen hätten sich in dem Zentrum versteckt, so der Sheriff. Diese wurden aufgerufen, den Notruf zu wählen und ihre Position zu melden, ohne diese zu verlassen.

Angriff nach verlorenem Spiel?

Der vermeintliche Schütze soll laut Augenzeugen während des laufenden Spiels angegriffen haben. Das „Madden 19“-Turnier wurde online in Sozialen Netzwerken übertragen. Bei diesem Wettbewerb messen sich Videospieler virtuell in einem American-Football-Spiel. Auf einem Video, das von dem Turnier stammen soll, hört man im Hintergrund Schüsse und Schreie.

Laut einem Bericht der „Los Angeles Times“ soll der Schütze ein Turnierspieler gewesen sein, der verloren habe. Bevor er sich selbst erschossen habe, habe er auf mehrere Menschen im Raum gezielt, berichtete die Zeitung unter Berufung auf Informationen anderer Spieler. Das FBI sowie das Amt für Alkohol, Tabak, Schusswaffen und Sprengstoffe koordinieren sich mit den lokalen Behörden, um Unterstützung zur Verfügung zu stellen, betonte der Republikaner Marco Rubio, Senator in Florida. Sein Parteikollege, Gouverneur Rick Scott, bot den Einsatzkräften alle notwendigen Ressourcen an.

Küstenwache vor dem Einkaufszentrum in Jacksonville

AP/Laura Heald

Die Küstenwache sucht vor dem Einkaufszentrum nach weiteren Schützen

Polizei: Drei Tote nach Schießerei

Wie die Polizei am Sonntagabend (Ortszeit) mitteilte, kamen drei Menschen ums Leben. Darunter sei auch der Schütze. Bei dem Verdächtigen handle es sich um den 24-jährigen David Katz aus Baltimore. Er habe sich erschossen, so die Polizei, das Motiv war unklar. Zuvor berichteten Medien unter Berufung auf nicht näher genannte Quellen, dass mindestens vier Menschen getötet wurden. Das Einkaufs- und Vergnügungszentrum mit dem Namen „The Landing“ befindet sich im Zentrum der Stadt am St.-Johns-Fluss. Jacksonville liegt im Norden Floridas und hat rund 880.000 Einwohner.

Mehrere Vorfälle in Florida

US-Präsident Donald Trump wurde über die Situation in Jacksonville bereits informiert. Er beobachte die Situation, teilte seine Sprecherin Sarah Sanders am Sonntag mit. Eine Reaktion von Trump gibt es bisher nicht. Nach ähnlichen Vorfällen hatte es in jüngerer Vergangenheit hitzige Diskussionen über die laxen Waffengesetze in den USA gegeben.

Vor zwei Jahren wurden bei einer Schießerei in einem Nachtclub in Orlando 49 Menschen getötet. Im Februar dieses Jahres erschoss ein 19-Jähriger an einer Highschool in Parkland - ebenfalls im Bundesstaat Florida - 14 Jugendliche und drei Erwachsene. Nach der Tat kam es landesweit zu zahlreichen Demonstrationen. Trump war kritisiert worden, weil er keine Verschärfungen auf den Weg brachte.

Links: