Putin-Besuch: Kneissl sieht keinen „Rechtfertigungsbedarf“

Nach Ansicht von FPÖ-Außenministerin Karin Kneissl besteht wegen des Besuchs des russischen Präsidenten Wladimir Putin bei ihrer Hochzeit „überhaupt kein Rechtfertigungsbedarf“. Das sagte Kneissl heute im Vorfeld des informellen EU-Außenministerrats in der Hofburg. Diese Debatte folge auf „Kommentatorenebene, nicht auf Ebene der Außenminister“.

Ihre „nahöstlichen Freunde“ würden das ein „First-World-Problem“ nennen. Auch habe sie von vielen Kollegen „sehr nette Gratulationsschreiben erhalten“, berichtete Kneissl. Der US-Botschafter Trevor Traina überreichte ihr am Montag im Rahmen des Europäischen Forums Alpbach gar ein Hochzeitsgeschenk.

Traina hatte nach dem Hochzeitsbesuch Putins die Annäherung Österreichs an Moskau kritisiert. „Wenn jemand ein Brückenbauer sein will, dann muss er schon beide Seiten miteinander verbinden oder die Brücke ist nicht zu gebrauchen“, sagte Traina, der seit Mai als Botschafter der USA in Österreich ist, am Dienstag.