Fans beim Song Contest
APA/AFP/Jack Guez
Song Contest

Die Niederlande haben gewonnen

Die Niederlande sind der Gewinner des Eurovision Song Contest 2019: Der 25-jährige Duncan Laurence hat sich mit seiner Powerballade „Arcade“ in der israelischen Hafenstadt Tel Aviv gegen 25 Konkurrenten durchgesetzt. Damit gewann jene Nummer die 64. Ausgabe des Bewerbs, die schon länger bei den Buchmachern als Topfavorit gegolten hatte. Auf Platz zwei landete Italien, auf Platz drei Russland.

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Wir wären dann so weit

Viel Aufregung gab‘s im Vorfeld, aber jetzt sind alle startklar. Willkommen zum Finale des 64. Eurovision Song Contest in Tel Aviv.

Tel Aviv, Wien, Ibiza

Es gab durchaus idealere Tage für einen Song Contest – und einen Song-Contest-Liveticker. Egal, ob man das Event als Herzenssache betrachtet, sich über Kitsch und Trash amüsiert oder zufällig hineinstolpert: Wenn sich nebenan die politischen Ereignisse überschlagen, dann stellt das auch das hier ganz klar in den Schatten. Dennoch: The show must go on. Und wir werden versuchen, den Abend in Würde über die Bühne zu bekommen. Wobei Würde und Song Contest ja selten im selben Satz vorkommen.

Also auf nach Tel Aviv

Bei der Austragung des Song Contest sind die Vorgaben der EBU recht streng und dementsprechend gering die Möglichkeiten des Austragungslandes, sich selber einzubringen – mit Ausnahme bei der Gestaltung von Eröffnungs- und Pausenacts. Umso mehr tobt man sich da gerne aus – und so viel sei jetzt schon verraten: Auch Israel hält sich dabei nicht zurück.

Träumen darf man ja wohl noch

„Dare to Dream“ lautet das Motto – und die Kandidatinnen und Kandidaten aus 26 Ländern trauen sich, im Finale zu träumen. Geht es nach den Wettquoten, steht der Sieger eh schon fest. Aber: Relativ oft lagen die Buchmacher auch daneben – und abgesehen vom ersten Platz, der demnach an die Niederlande gehen soll, haben sich die vorderen Ränge in den letzten Tagen durchaus noch bewegt.

Grafik zum Song Contest
Grafik: APA/ORF.at

Best of Song-Contest-Snacks

Wer sind die großen Favoriten?

Wer sind die großen Favoriten im großen Finale? Gibt es so etwas wie ein Erfolgsrezept für den Song Contest?

Hier geht’s zur Debatte.

Mitreden kann man auch per Teletwitter #ESCORF

Vier Siege für Israel

Viermal hat Israel schon gewonnen – 1978, 1979, 1998 und eben 2018. Alle Siegerbeiträge werden heute noch einmal im Showblock gewürdigt. Zum Beispiel dieser hier:

Ausgeträumt

Die österreichische Kandidatin Paenda ist schon im zweiten Halbfinale ausgeschieden. Ihren Antritt in Israel bereut sie nicht: „Für mich war wirklich das Wichtigste, auf die Bühne zu kommen und zu wissen, dass ich mir das mein Leben lang anschauen kann. Und das habe ich für mich erreicht.“

Wie ihr Song „Limits“ wirklich abgeschnitten hat, wird man übrigens nach dem Finale erfahren: Dann wird auch bekanntgegeben, wie viele Punkte welcher Beitrag bekommen hat.

Voting schon wieder ein bisschen neu

Das Publikum macht 50 Prozent der Wertung aus, die andere Hälfte übernehmen die Fachjurys aus den Ländern. Und weil das langgezogene und irgendwie schon reichlich verwirrende Punkteverkündungsprozedere für die Veranstalter noch immer zu unspannend war, gibt es heuer eine kleine Änderung – mehr dazu dann am Ende hier an dieser Stelle.

Sie sind gelandet

Der traditionelle Aufmarsch der Kandidatinnen und Kandidaten heuer schon ziemlich spektakulär. Vorjahressiegerin Netta darf einen Song-Contest-Jumbo direkt auf die Bühne fliegen – und dann die Teilnehmer einzeln in der Halle begrüßen. Das Covention Center wird zur Flughafenankunftshalle, eine Gangway zum Laufsteg. Und dazwischen dürfen israelische Song-Contest-Teilnehmer ein bisschen Nostalgie versprühen.

Netta Barzilai
APA/AFP/Jack Guez
Aber übrigens: Flugzeuge in Häuser reinfliegen ist NICHT cool

LIS – TLV

Netta hat letztes Jahr in Lissabon gewonnen und damit den Song-Contest-Flieger nach Tel Aviv geholt.

„Let me show you Tel Aviv“

Dana International singt „Diva“ und auch „Golden Boy“ Nadav Guedj, der damals die Stadthalle in Wien zum Tanzen gebracht hat, bringt sich wieder in Erinnerung.

Moderationsquartett

Moderiert wird der Song Contest heuer von zwei Männern und zwei Frauen – außerhalb Israels kennt man bisher nur eine davon: Topmodel Bar Refaeli. Ihr zu Seite stehen Sängerin Lucy Ayoub sowie der langjährige Song-Contest-Kommentator Erez Tal und der Fernsehmoderator Assi Azar.

Moderatoren
ORF

Aber jetzt wirklich: Los geht‘s

Wir können es eh schon kaum erwarten. Aber Vorwarnung, das wird ein langer, langer Abend.

Malta erholt sich immer noch vom Stress am Donnerstag

Teenagerschicksal, Samstagabend, 21.15 Uhr

Michela aus Malta hat die große Ehre, das Finale zu eröffnen. Stylingvorbild klar erkennbar: Jetzt gerade frieren sich vermutlich Hunderte englische Teenager in ähnlichen Outfits den Hintern ab, während sie vor der Vorstadtdisco auf Einlass warten. Drinnen in der Disco wummert dann eine Nummer nach der anderen, die so ähnlich klingt wie „Chameleon“. Der Song selbst wird es nicht einmal dorthin schaffen.

Malta, Michela
APA/AFP/Jack Guez

Verhaltener Start für Malta

Maltesische Dialektik

So eine große Bühne kann für ein so kleines Land schon sehr einschüchternd wirken. Rückzug in die kleine LED-Wandecke ist eine der möglichen Bewältigungsstrategien.

Theorie: Wenn wir die Projektionen auch auf Michela werfen, dann unterstützt das die Chamäleon-Aussage total.
Praxis: Funktioniert nicht. Schaut ungewollt aus wie ein billiger Overheadprojektor.
Conclusio: Cool, machen wir.

Albanien hat die Startnummer zwei

Albanien in der Klischeefalle

Man schließt die Augen und Ohren und stellt sich einen typischen albanischen Song-Contest-Beitrag vor. Man öffnet sie wieder – und Jonida Maliqi steht mit „Ktheju tokes“ auf der Bühne. Warum müssen manche Länder um jeden Preis jedes Klischee erfüllen? Anklagende Ballade, folkloristisches Outfit mit tiefem Ausschnitt und viel Gold und ein durchschnittliches albanisches Jahresgehalt per Pyrotechnik in die Luft gejagt.

Albanien, Jonida Maliqi
APA/AFP/Jack Guez

Die Zähne konnten überzeugen

Folgen die Follower?

Rein statistisch folgt Jonida jeder sechste Albaner auf Instagram. Viele davon dürften im Ausland leben, anders ist ihr Einzug ins Finale nur schwer zu erklären. Ob es ihr gelingt, mit der gesungenen Heimkehraufforderung irgendwen nach Hause zu locken, ist allerdings die nächste Frage, die hier offenbleiben wird.

Tschechien feiert auf offener Bühne

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We made it 🙏🌊💙Thanks! @eurovision #onewavefans

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Sie wollen nur spielen

Wie in ihrem Video zu „Friend Of A Friend“ versuchen Lake Malawi aus Tschechien auch auf der Bühne Instagram nachzubauen. Was wieder einmal klar macht: Den jungen Menschen muss man den Unterschied zwischen digitaler und realer Welt wirklich gut erklären. Zur ihrer Verteidigung: Lieb ausschaun tun sie dabei eh.

Tschechien, Lake Malawi
AP/Sebastian Scheiner

Fragen rund ums Outfit und Alter der Band

Der Spatz in der Hand

Um jetzt auch mal positiv zu werden: Mit Mikolas Josef im Vorjahr und Lake Malawi hat Tschechien endlich einen originären und durchaus erfrischenden Zugang zum Bewerb gefunden. Man sieht, schon die ersten beiden Nummern können so zermürbend sein, dass man milde wird. Nur: Eine nette Nische zu bedienen, macht noch keinen Song-Contest-Sieger.

Warum nicht gleich 5!5t3r5 ?

Ach Deutschland, was ist denn das schon wieder? Da dachte man im Vorjahr, dass ihr das endlich auf die Reihe kriegt, und jetzt das? Gecastete Schwestern, einfach Nettas starke Frauenbotschaft nachmalen mit einem Song, der anderswo zu Recht in der Schublade rumlag? Ein Rufzeichen im Bandnamen ist das einzige, was euch einfällt? Das müsstet ihr doch besser können.

Sisters aus Deutschland
AP/Sebastian Scheiner

Geteilte Meinung zu Deutschland

Boring

Laura Kästel und Carlotta Truman sind jung aber schon lange im Geschäft. Fachlich ist ihnen wenig vorzuwerfen. Dem Vernehmen nach haben sie ewig am Auftritt gefeilt, und dann stehen sie am Ende einfach nur irgendwo mitten im Publikum und singen sich an. Volksnähe auf Deutsch? Warum freuen sie sich am Ende so?

Russland und die „Kunst“

Scream 5

Schluss jetzt mit Kinderkram, die Aufwärmrunde ist vorbei. Jetzt der erste, der wirkliche Chancen hat – oder eigentlich wirkliche Chancen gehabt hätte. Sergej Lazarew aus Russland war nämlich ewig der Topfavorit des Bewerbs – bis er seinen Song veröffentlicht hat. Seitdem ist er zwar noch vorne dabei, den Favoritenstatus musste er aber an die Niederlande abgeben. Weder die Bühnenshow, Stimme noch sein Äußeres können nämlich darüber hinwegtäuschen, dass der Refrain von „Scream“ an akuter Textarmut (Morbus Paenda) krankt.

Russland, Sergey Lazarev
AP/Sebastian Scheiner

Auch bei Russland ist man sich nicht einig

Gewagt, gewagt

Für russische Verhältnisse sind sowohl einige Textzeilen, als auch das Gedusche auf der Bühne sehr große Zugeständnisse an die einschlägige Zielgruppe. Bravo dafür. Aber in drei Jahren tritt er dann wegen akuter Gulaggefahr unter dem Decknamen Sehrgay für San Marino an.

Umbaupause, Zeit für Fun Facts

Laut Statistik ist man angeblich im Vorteil, wenn man weiblich ist und alleine antritt. 36 Frauen haben in den Bewerb schon gewonnen – und da sind Dana International und Conchita Wurst nicht mitgezählt! Ohne vorgreifen zu wollen: Heuer werden wohl eher die Männer wieder ein Stück aufholen, wenn man sich die Wettquoten so anschaut.

Can’t made unseen

Vordergründig die Paradekandidatin der Samstagabendfamilienshow: Leonora aus Dänemark. Mit Startnummer sechs bald genug dran, um auch von den Kleinsten noch gesehen zu werden. Aber ist eigentlich schon jemandem aufgefallen, dass sie ausschaut wie die empathieunfähige Elternmörderin Alice Morgan aus der großartigen BBC-Serie „Luther“? Und wenn ja, fühlt sich „Love is Forever“ dann nicht gleich ganz anders an? Und auch unabhängig von „Luther“ – der Blick und das Grinsen ist doch ein bisschen unheimlich, oder?

Dänemark, Leonora
AP/Sebastian Scheiner

Charlie Chaplin 2.0

XXXLiebe ist für alle da

Der große Sessel ist im übrigen aus einem Lemon Tree geschnitzt. Blüht uns in zwei Jahren womöglich die Enthüllung eines geheim gedrehten Videos von Leonora mit der Familie Putz in einem Wochenendhaus bei Amstetten?

San Marino: Kleines Land, kleine Instrumente

Say Hahaha

San Marino im Finale. Ein Moment, an den sich wegen seiner Exklusivität viele noch lange erinnern werden. Wie lange hat sich Ralph Siegel bemüht, das „Land“ mit sinnfreien Titeln ins Finale zu bringen, wie engagiert haben sich Zoe Straub und Papa im Vorjahr eingebracht – und dann heuer das: „Say Na Na Na“ – zack, Finale. Hat wohl niemand weniger erwartet als Zahnarzt/Sänger Serhat selber.

Serhat, San Marino
Reuters/Ronen Zvulun
Irgendwie schaut er dem jungen Ralph Siegel sogar ähnlich

Meister Proper aus der Zeitmaschine

Eh schon wurscht

Im Gegensatz zu Dienstag steht heute nur jeder zweite gesungene Ton neben sich selbst. Aber hallo, Perfektionismus ist was für Zwängler – und Schweden. Und Serhat vergönnen wir den Spaß, und nicht nur wir, wie’s scheint.

Und ein bisschen Leonard Cohen ist da schon in der Stimme. So ganz links hinten. Wenn man sehr genau hinhört.

Nationalheldin Tamara

Egal wie das hier ausgeht: Der Erfolg für Nordmazedonien beim heurigen Song Contest ist ohne Zweifel der, dass im Anschluss der neue Name des Landes erstmals international auffällt. Eine PR-Kampagne mit selbiger Wirkung wäre zweifelsfrei wesentlich teurer als Tamara Todevskas Auftritt mit „Proud“ in Tel Aviv.

Das neue Land … kann nicht überzeugen

Raise Your Voice! Danke, reicht schon.

Soll ja eine große Schnittmenge zwischen Musical- und Song-Contest-Fans geben. Und dazu noch die Frauenbotschaft und die Kinderfotos hinten auf der LED-Wand. Ganze Familien kann das erreichen. Könnte. Wird nicht. Aber es hätte auch schlimmer kommen können. Siehe Albanien.

Nordmazedonien, Tamara Todevska
AP/Sebastian Scheiner

Nie zu spät

Fünf Jahre lang wurde an dieser Stelle von uns in Abrede gestellt, dass Schweden echte Menschen zum Song Contest schickt. Wir dachten, die schwedische Technologie hätte russische Twitter-Bots weiterprogrammiert und mittels Hologramverfahrens auf die Bühne gebracht. Entweder: Wir lagen falsch. Oder: Die Technologie menschelt erstmals täuschend echt.

Schweden, John Lundvik
AP/Sebastian Scheiner

Der erste Mitfavorit meist positiv

Cesar, bist das du?

John Lundvik ist eh cool, sein Lied auch. Aber: Gäbe es das heuer in der Form ohne „Nobody but You“ von und mit Cesar Sampson 2018? Der Song Contest ist wie eine Matheschularbeit ohne Prüfungsaufsicht: Jeder schreibt von jedem ungeniert ab – und die Cleveren schreiben von denen ab, die’s wirklich können.

Nein, das ist jetzt nicht Avatar

Es gibt so Nummern, die finden sofort ihr Publikum. Auch wenn sie sich nicht aufdrängen. Was im Fall von Paenda nicht gelungen ist, haben die Slowenen Zala Kralj & Gasper Santl mit „Sebi“ irgendwie schon geschafft: Mit totaler Verweigerung gegenüber allen Konventionen anzutreten. Kein anbiedernder Refrain, keine Show. Die Slowenen wurden belohnt, Österreich nicht. Fad ist das trotzdem. In doppelter Hinsicht für uns halt.

Zala Kralj, Gasper Santl, Slowenien
AP/Sebastian Scheiner
Schwer, hier auch mal ein anderes Bild zu finden

Die Stimmung ist nicht so gut

Und dieser leere Blick dazu

Wir recyceln uns jetzt aus dem Semifinale, aber die Textzeile „Ich bin wie eine Schneeflocke, die darauf wartet, dass der Frühling kommt“ ist schon sehr super. „Die Ewigkeit und dieser Planet sind keine Freunde“ ist auch nicht schlecht. Aber sie stellen auch die richtigen Fragen: „Ist es nötig, das alles eine Bedeutung hat?“

Zypriotisch-tschechische Freundschaft

Eigenblutdoping

Völlig unverhohlen kopiert sich Zypern selbst und hat eine nur rudimentär modifizierte Version des Vorjahresbeitrags „Fuego“ geschickt. Dass man das braunhaarige Frontmodel gegen ein blondes ausgetauscht und in Latexstiefel gesteckt hat, reichte für den Einzug ins Finale. Eine Spitzenplatzierung wie im Vorjahr zu erwarten, wäre aber dann doch frech. Aber hey, wir sind beim Song Contest.

Zypern, Tamta
AP/Sebastian Scheiner
Dass Madonna heuer auch auftritt, verwirrt hinter der Bühne manche – angesichts der Ähnlichkeit Tamtas mit dem Superstar

Achtung … Madonna kommt erst

Dann fummeln die auch noch an ihr rum

Replay, replay, replay – vielleicht ist das hier die richtige Stelle, an der man sich über die generell verbreitete extreme Refrainschwäche in diesem Jahrgang beschweren darf? Wenn es einen gibt, dann lässt er sich von anderen nicht unterscheiden. Andere haben wenigstens eine wiedererkennbare Strophe. Aber generell erklärt das alles halt schon das Ausbleiben der Ohrwurmbeschwerden heuer. Aber in der Halle kreischen sie alle. Hören die was, was wir nicht hören?

Schön von hinten

Einer muss immer mit dem Druck des Superfavoriten fertigwerden. Heuer Duncan Laurence aus den Niederlanden. „Arcade“ fühlt sich nach ein paar Takten so an, als würde man es schon immer kennen. Das ist ein recht komfortabler Polster, den Duncan im Vorfeld mit einem Nackt-von-hinten-Musikvideo noch aufgeschüttelt hat. Was kann da schon schiefgehen?

Niederlande, Duncan Laurence
AP/Sebastian Scheiner
„Dort geht’s nach Amsterdam!“

First world problems

Das Aufregendste der Probenwoche war für die Niederlande die Frage, wo die blöde Lampe ist. Liegt sie unten, kommt sie von oben oder steht sie am Klavier? „My brains feels like a foreign land“, singt er. Kommt wohl drauf an, welches.

Der Favorit hat die Nerven behalten

Annie-Lennox-Gedächtnismedaille

Besonders aufregend ist die griechische Song-Contest-Geschichte der letzten Jahre nicht. Dementsprechend niedrig vielleicht das Vertrauen in die an sich eh gut singende Katerine Duska und ihr Lied „Better Love“. Weil die Inszenierung hätte man echt nicht so überladen müssen.

Katerine Duska, Griechenland
AP/Sebastian Scheiner
Blumen, Tüll und schon wieder ein Brautkleid. Ach.

Viele Anhänger fand die Stimme nicht

Gefährliches Spiel mit Zeichen

Einmal die Hintergrunddeko als Kondom dechiffriert, lässt sich dieses Bild leider nicht mehr ausblenden. Gefährliche Kombi mit den Fechterinnen vorne. Und was symbolisiert der große weiße Ball? Aber hat sie das im Semifinale auch so vernuschelt, eigentlich?

Israel und die großen Emotionen

Kobi stay home

Das Positive an dieser Stelle zuerst: Die Hälfte ist geschafft. Zum Kandidaten von Israel fällt uns jetzt partout nichts ein – in der Freddie-Mercury-Ähnlichkeit suhlt er sich eh plakativ bis zum Abwinken. Es gibt ja so eine neue Tradition beim Song Contest: Austragungsland kriegt keine Punkte. Wird heuer auch nicht anders sein – dass das Hallenpublikum tobt, bringt ja nichts. Anrufen müsste man von anderswo.

Israel, Kobi Marimi
AP/Sebastian Scheiner

Guter Song, schlechte Fliege

Das Mascherl!

Man muss echt nicht jedes Scheitern kommentieren. Wobei … Nein, lassen wir das.

Norwegen geht gestärkt ins Finale

Oslotrash

Dass KEiiNO im Video mit Katzenohren auftreten, sagt ziemlich alles zum norwegischen Zugang in diesem Jahr. Eurotrash ist normalerweise nicht die Domäne Norwegens. Sie glauben, es mit Joiken veredelt zu haben. Auch eine Taktik, immerhin haben dann alle was zum Erzählen.

Außenseiterchancen für Norwegen?

Stundenwiederholung: Joiken, Lappen, Samen

  • Joik(en): Das Joik-Repertoire wird in die vier Kategorien Lieder über Menschen, Tiere, Landschaften und neuerdings über technische Errungenschaften eingeteilt.
  • Die Samen nannte man früher Lappen. Irgendwie blöd, wenn beide Bezeichnungen auf Deutsch schon anders besetzt sind.

Das ist schon ein ziemliches Trash-Highlight heuer. Inhaltlich geht es wahrscheinlich um einen One-Night-Stand unter dem Polarlicht. Wie romantisch.

Norwegen, KEiiNO
AP/Sebastian Scheiner

Großbritannien hat doch Fans

Was ist bigger als was?

Jetzt Michael Rice mit „Bigger Than Us“. Gibt es angesichts dieser Performance noch irgendeinen nicht gemachten Brexit-Kalauer? Ja? Nein? Egal. Die einzig relevante Frage beantwortet er jedenfalls nicht: Was ist „bigger than us“?

Großbritannien, Michael Rice
AP/Sebastian Scheiner

Einer der Backstreet Boys?

Letzte Meldung

In Tel Aviv ist gerade ein Rice-Sack umgefallen.

Island: Harter Schale, weicher Kern

Haters gonna hate

Mittlerweile sollte die Botschaft Islands von allen verstanden worden sein. Oder? Also nochmal zum Mitschreiben: Wenn Hatari „Hatrid mun sigra“ („Der Hass wird siegen“) singen, dann ist das schon als Kritik gemeint. Versteht man zwar sprachlich nicht, aber wozu gibt’s die Bühnenshow?

Island, Hatari
AP/Sebastian Scheiner

Jugendfreigabe für Island?

Ich bin so hässlich, so grässlich hässlich

Und ein bisserl wie bei Schweden wurde auch hier eine österreichische Songidee geklaut. Und nicht nur die Idee: Die Frisur auch ein bisschen.

Humpe und Island-Sänger im Vergleich
Screenshot Youtube; eurovision.tv/Thomas Hanses

Ein Hammer!

Übrigens: Hatari brauchen von allen Künstlerinnen und Künstlern am längsten, bis sie sich in ihre Bühnenoutfits geschnallt haben. Das Ausziehen dauert dann fast noch länger. In den Proben sind sie teilweise in Trainingsanzügen angetanzt. Auch kein schönes Bild.

Auf die Maske, fertig, los!

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It tickles! 🤭 #eurovision #vcstorm

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Wer Sturm sät

Victor Crone ist gar kein Este. Sondern Schwede. Also hier Mietschwede. Und der „Storm“ auf der Bühne ist auch nicht echt. Voll Fake alles. Aber er hat wenigstens die Haare schön.

Optisch top, musikalisch ein Flop

Finde die Fehler

Der Auftritt ist ja ein einziges Fehlersuchbild: Gitarre da, Gitarre weg, wo ist sie hin. Und ein vor Tagen aufgezeichnetes Hologramm, wo dem Victor plötzlich sein Schneuztüchel anders aus der Hose hängt. Und dann ist es wieder weg, dafür hat er die Gitarre in der Hand. Soll sich da noch einer auskennen.

Victor Crone, Estland
AP/Sebastian Scheiner

Britney aus Belarus

Und es bleibt billig. Eigentlich konnte ja niemand ahnen, dass man Zena aus Weißrussland auch im Finale noch einmal ertragen muss. Der „jugendliche Verve“ ihres Auftritts sei schuld, haben sie gesagt. Andere nennen so was postpubertär bedingtes ADHS. Eltern präpubertärer Töchter können jedenfalls froh, sein, dass Zena erst auftritt, wenn die Kinder schon im Bett sind – Vorbildwirkung und so.

Weißrussland, Zena
AP/Sebastian Scheiner

Lustiges Verwechslungsspiel

Warum?

Grundsatzfrage, die man hier immer wieder stellen muss: Warum singen Menschen englisch, wenn sie es erstens nicht können und zweitens folglich auch nicht verstehen, was sie da singen. Wir zitieren aus „Like it“: „Nobody gonna like this“. Zweite Grundsatzfrage: Weißrussland das?

Herz-OP?

Chingiz – allein sein Name verspricht Song-Contest-Affinität. Mit „Truth“ ist Aserbaidschan wieder im Favoritenkreis und schickt sich an, die bisher gute Bilanz der Teilnahmen aufrecht zu erhalten. Aber die Bühnenshow … Wenn die Roboterarme ausscheren, korrigiert das dann seine Fehlsichtigkeit?

Aserbaidschan, Chingiz
AP/Sebastian Scheiner
In Zeiten von LED-Wänden sind Requisiten ja eigentlich selten geworden

Ob die Bühnenshow ankommt, ist nicht geklärt

Zum Aus-der-Haut-fahren

Und dann ist da die Stelle, an der Chingiz ein paar Klangschalen imitiert und dann als Dschinn gen Himmel fährt. Und wir haben es immer noch nicht geschafft herausfinden, woher dieser Refrain gefladert ist.

Conchita Reloaded

Bilal Hassani lässt für Frankreich auch gar nichts aus, wenn es um Inklusion geht. Selbst LGBT-Ikone, wurde er nach seiner Kür massiv angefeindet. Seine Reaktion: Er legt noch eins drauf und holt Tänzerinnen mit Diskriminierungserfahrung dazu. In your face, haters!

Frankreich, Bilal Hassani
APA/AFP/Jack Guez

Schon mal gesehen, aber überzeugt trotzdem

Siegfried und Roi?

Die Botschaft ist klar – aber kann sich irgendwer noch an das Lied „Roi“ erinnern? Oh – er singt ja noch? So richtig königlich haben wir uns jetzt aber nicht amüsiert.

Er singt doch Roi? Wo ist Siegfried? Wo sind die weißen Tiger? Oder haben wir das falsch verstanden? Verwirrung macht sich breit hier.

Viva Sanremo

Apropos angefeindet. Mahmood ereilte kurz nach seiner Wahl beim Sanremo-Festival dasselbe Schicksal wie den Franzosen, in seinem Fall zog gleich der Innenminister Matteo Salvini über ihn her. Nicht italienisch genug, und so.

Italien, Mahmood
AP/Sebastian Scheiner

Souveräner Auftritt für Italien

*Klappklapp*

Italienisch genug für die Eurovision ist der Song „Soldi“ aber auf jeden Fall „Come va, come va“ – *klappklapp* – wer da im Publikum nicht auf einmal fließend italienisch spricht. Mahmood brauchte offenbar noch kurzfristig ein Outfit, da kam der Vorhang aus dem Chinarestaurant ganz gelegen. Die Kordel ist auch noch dran.

Prost Serbien

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Idemo! 👑

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Rockballade im Ballkleid

Es gibt sie in jedem Jahr: Die Powerballadenfrauen in Ballkleidern (mehr oder weniger tief ausgeschnitten, mehr oder weniger hoch geschlitzt). Ein paar davon schaffen es immer ins Finale – so wie Nevena Bozovic. Völlig unabhängig vom Abschneiden gilt: Schon im Folgejahr kann man sie weder dem Jahrgang noch dem Land zuordnen.

Serbien, Nevena Bozovic
AP/Sebastian Scheiner
Das Kleid hatte übrigens Angelina Jolie mal bei den Oscars an, laut Klatschpresse hat sie ihre Stylistin dafür gefeuert

Zu viele Blondinen im Finale?

Völlig unberechenbar

Dass dann eine Rockgitarre in den Song reinfährt, kommt ja total unerwartet. Und die Geigen erst. Brillante Ideen haben sie in Serbien! Die Musikgeschichte muss umgeschrieben werden. Ist das alles jetzt endlich bald vorbei?

Nicht mit den Aufgaben gewachsen

Der Schweizer Luca Hänni ist vielleicht der einzige Mensch der Welt, der zuerst eine große Castingshow gewinnt und erst danach Kinderstar wird. Sein Tanzstil wirkt dann auch ein bisserl so, als hätte er in Tel Aviv mit der weißrussischen Britney und der maltesischen Michela geübt.

Schweiz, Luca Hanni
APA/AFP/Jack Guez
Yo!

Mit Elan in die Top Drei?

Nochmal Dörrdi Dänsing

Hier brechen jetzt zypriotische Zustände aus, wir plagiieren uns auch weiter: Ausgerechnet ein Schweizer als Latin Lover ist natürlich gewagt, weil der Schweizer an sich ja eher als zugeknöpft gilt. Kein Wunder, dass das schon als „Dirty Dancing“ durchgeht.

„Fuego“ aus dem Vorjahr lässt musikalisch grüßen. Eigentlich wollten sie den Song „Fondue“ nennen. Doch dann wurde einfach die zypriotische Choreographin aus dem Vorjahr engagiert. Und Hermann Nitsch für die Visuals. In der Halle fährt das offenbar.

La Det Swinge

Das ist jetzt großes Kino, dafür hat sich das Aufbleiben gelohnt. Kate Miller-Heidke aus Australien mit „Zero Gravity“. Wenn man sich auf das Wesentliche konzentrieren will, kann man den Ton ruhig wegschalten. Dass sie über ihre postnatale Depression singt, wurde im Vorfeld ausführlich kommuniziert. Wie sie und die zwei Swingerinnen auf die Stangen (und wieder runter) kommen, ist ein Geheimnis. Zumindest hier – in Australien macht man so was eventuell im Beckenbodenrückbildungskurs?

Australien, Kate Miller-Heidke
APA/AFP/Jack Guez
Wo sind bitte die Stangen (oben und unten) befestigt?

Lustiges Verwechslungsspiel Teil zwei

Pendlerpauschale für den Weg nach Golgota

Das Wort Pendlerinnen bekommt hier eine völlig neue Bedeutung. Man fragt sich: Wann ditschen Disma und Gesta (Sickerwitz für Bibelfeste!) und Kate aneinander? Kates Dornenkrone kann man zu Hause ganz leicht nachbasteln, bisschen Taubenschutz aus dem Baumarkt und geht schon.

Opfer der Billiglohnbranche

Miki und das All-inclusive-Club-Animationsteam präsentieren jetzt noch schnell den Kinderclubhit des Sommers „La venda“. Gleichzeit weisen sie mit der Performance auf die prekäre Unterkunftssituation der Hotelangestellten hin, die man in ein Expeditregalhaus stopft.

Spanien, Miki
APA/AFP/Jack Guez

Wieder Fragen zum Bühnenbild

Der Letzte!

Spanien schickt gerne Kandidaten ohne Nachnamen, letztes Jahr waren es Alfred und Amaia, heuer Miki. Ist der Song Contest so etwas wie ein Zeugenschutzprogramm? Und auch zum Abschluss offenbart sich heute noch einmal eine eklatante Refrainschwäche, die lässt sich auch nicht wegwinken.

So, den einen Teil hätten wir geschafft

Jetzt kommt ein ewig langer Showblock, bis die Ergebnisse des Votings verkündet werden.

Die Leitungen sind geöffnet

Bitte mit Umsicht abstimmen – der Siegersong wird später noch einmal in voller Länge zu hören sein.

Telefonnummer
ORF

Wir haben es geschafft

Sing my Song

Solange das Voting läuft, spielt die Song-Contest-Allstar-Band die TV-Show „Sing my Song“ mit einem Coverversionstaffellauf nach. Conchita singt Mans. Mans singt Eleni Foureira.

Favoriten oder doch keine Favoriten?

Wir sind beim nicht jugendfreien Teil des Abends angelangt

Eleni singt Verka.

Verka Serduchka singt „Toy“

Bitte, bitte, kann das heuer gewinnen? Nein? Wieso nicht? Schiebung! Alles geschoben!

Mehr Besinnung jetzt wieder

Einmal in der Geschichte hat das Gastgeberland auch den Bewerb und damit zweimal in Folge gewonnen. Das war Israel 1979 mit „Halleluja“, gesungen von Gali Atari mit der Popgruppe Milk & Honey. Aus finanziellen Gründen hat man damals darauf verzichtet, den Bewerb erneut in Israel auszutragen. Die Niederlande sprangen ein und trugen den Song Contest aus. Die Abfolge Israel und danach die Niederlande könnte heuer wieder so passieren …

Der Ganzschnelldurchlauf in zwei Teilen

Extraservice: Ohne Ton. Bitte sehr.

So, aber jetzt

Der Moment, von dem niemand wusste, ob er wirklich wahr wird. Zwar war Madonna als Special Guest Star schon ewig angekündigt, ihren Vertrag hat sie aber erst in letzter Sekunde unterschrieben. Ihr Auftritt im Glitzeroutfit mit Augenklappe lässt sich auch nur sehr schwer erklären – wer weiß, was ihr über den Song Contest im Vorfeld erzählt wurde? Die Ukraine lässt sich heuer offenbar von Madonnas Frisur vertreten.

Aber warum spricht sie jetzt so viel? Dabei wollte sie doch nur ihren neuen Song präsentieren? Und wenn sie mit den Kandidatinnen und Kandidaten im Green Room ihren Hit „Music“ singen will – warum war sie dann nie bei den Proben fürs Finale?

Madonna
ORF

Zuerst wird geredet, danach wird gesungen

Schweiz holt bei den Buchmachern auf

Bei den Wettquoten sind die Niederlande immer noch auf Platz eins. Plötzlich Zweiter ist Luca Hänni aus der Schweiz. Australien liegt auf Platz drei, Mahmood aus Italien auf Rang vier. Schweden komplettiert die Top Fünf.

So funktioniert „Magie“

In der Halle tritt heute noch einmal der Mentalist Lior Suchard auf. Auch im zweiten Halbfinale hat er schon „gezaubert“, unter Mitwirkung von Paenda. Und für alle, die noch immer darüber rätseln:

Paenda im Green Room
ORF

Wo bleibt Madonna? Statt ihr noch einmal Netta

Das verrückte Huhn hat sich zum Kanarienvogel gemausert und singt ihren neuen Hit „Nana Banana“. Was soll man sagen, Netta Reggae.

Der Versuch einer Erklärung

Weil hier jetzt ein bisschen Zeit ist, widmen wir uns dem neuen Verkündigungsmodus. Wie gehabt werden die Punkte der Jurys und der Zuschauerabstimmung einzeln gewertet. Die Jurywertung wird zuerst durch die Ländersprecher bekanntgegeben – wobei nur die zwölf Punkte angesagt und die weiteren Punkte eingeblendet werden.

Dann werden die Publikumspunkte von den Moderatoren genannt. Bisher erfolgte das in ansteigender Reihenfolge nach Publikumspunkten. Nun wird erstmals nach der Reihung der Jurypunkte vorgegangen. Also jenes Land beginnt, dass die wenigsten Expertenpunkte bekommen hat – und so arbeitet man sich in der Liste bis nach oben. Alles klar?

Wer hat überzeugt? Wer hat’s verpatzt?

Wer sind die großen Favoriten im Finale? Gibt es so etwas wie ein Erfolgsrezept für den Song Contest?

Hier geht’s zur Debatte.

Mitreden kann man auch per Teletwitter #ESCORF

Madonna live (ohne jeden Zweifel)

Madonna mit „Like a Prayer“. Nach den ersten Sekunden war ja schon das Projekt Enigma von Michael Cretu zu befürchten. Und: Es ist live gesungen, das hört man. *Räusper*

Wir fürchten, wir erleben gerade so was wie die Selbstdemontage eines Superstars. Gruselig falsch gesungen, über die Inszenierung reden wir noch gar nicht.

Jubiläum ist ins Wasser gefallen

Danke, Autotune

Die zweite Nummer „Future“ funktioniert mit Autotune-Einsatz ein bisschen besser. Im direkten Vergleich würden wir mal sagen, das ist ziemlich auf einer Stufe mit Malta heute Abend.

3 … 2 … 1 … Die Leitungen sind geschlossen

Sinnbild Madonna

So, die Jury teilen ihre Votings mit

Portugal beginnt – und die ersten zwölf Punkte gehen an die Niederlande. Der Favorit geht gleich in Führung.

Fünf Länder haben ihre Ergebnisse verkündet

Italien führt vor Russland und den Niederlanden. Schweden und die Schweiz noch unter ferner liefen, auch wenn Schweden jetzt aus den Niederlanden die Höchstpunktezahl bekommt.

Die ersten zehn Juryergebnisse sind da

Noch ist vieles möglich – aber es haben sich zwei Juryfavoriten manifestiert: Russland und Italien. Interessanterweise auch vorne dabei: Nordmazedonien.

Jetzt die Punkte aus Österreich

Zwölf Punkte der heimischen Jury nach Nordmazedonien. Zehn in die Schweiz, acht in die Niederlande. Interessant.

Nordmazedonien geht in Führung

Hätten wohl nicht viele auf der Rechnung gehabt. Sie bekommen aber von fast überall Punkte, schon zweimal die Höchstwertung.

Ein Blick nach unten

Noch keine Punkte für Deutschland, Israel und Spanien. Ist jetzt keine so große Überraschung. San Marino hat einen.

Kurze Frage: Wer war denn Nordmazedonien eigentlich?

Ah, die Frau im grünen Kleid. Mit der Frauenhymne „Proud“. Ok.

Israel kriegt 12 Punkte

Von Weißrussland (gut – haben auch beim eigenen Beitrag nicht viel Geschmack bewiesen). Ansonsten war das Gastgeberland nämlich noch unbepunktet. Weißrussland verschenkt die Punkte überhaupt an alle ganz unten in der Tabelle. Jetzt hat kein Land mehr null Punkte, sehr sozial, Belarus.

Zwischenstand nach der Hälfte der Jurys

Nordmazedonien relativ weit voraus, Schweden dahinter, dann Aserbaidschan und Italien.

Nordmazedonien hat den Vorsprung ausgebaut

Dahinter ist noch viel fragil – Italien, Schweden, Aserbaidschan und die Niederlanden wechseln sich auf den Plätzen zwei bis fünf ab.

Spanien derzeit ganz hinten

San Marino ist Vorletzter, dann Großbritannien und Israel.

Das höher gehandelte Island liegt in der zweiten Hälfte des Feldes, ebenso wie Norwegen und Griechenland. Die schicken ihre Punkte gerade mit einem Metal-Gitarristen. Die zwölf Punkte gehen dann weniger originell an Zypern.

So Juryvoting fertig – mit Riesenüberraschung

Schweden führt hauchdünn vor – tataaa – Nordmazedonien. Dahinter die Niederlande, Italien und Aserbaidschan. Australien, Schweiz und Tschechien in Lauerstellung.

Aber die Publikumswertung kann das alles noch über den Haufen werfen. Wird es wohl auch ein bisschen. Wir erinnern uns: Vergangenes Jahr lag Österreich zu diesem Zeitpunkt in Führung.

Spannung vor dem Publikumsvoting

Jetzt wird die Tabelle von unten nach oben …

.. .mit dem Publikumsvoting ergänzt. Also in dieser Reihenfolge.

Wertung
ORF

Los geht es …

und die Briten sind fix Letzte. Weißrussland am vorletzten Platz. Null Publikumspunkte für Deutschland. Na servas.

Geht eh recht flott dahin

291 Publikumspunkte für Norwegen. Die Menschen stehen halt auf Trash. Und 186 für Island – die auch gleich mit Palästina-Schals für Pfiffe und Buhrufe sorgen.

Island
ORF

Null Punkte für Deutschland

Mehr als die erste Hälfte ist geschafft.

244 Punkte für Russland jetzt. Und die Schweiz 212. Damit kein Schweizer Sieg.

Sieben Punkte für Tschechien

Arme Buben.

Auch Australien gewinnt nicht

Aserbaidschan auch nicht. Vier Länder kommen noch.

253 für Italien

Mahmood übernimmt die Führung.

Niederlande bekommen 261 Punkte

Und damit liegt Duncan voran.

Nordmazedonien nur 58 Punkte

War ein bisschen zu erwarten. Wird Platz acht.

Die Niederlande haben den 64. Song Contest gewonnen

Schweden kam beim Publikum nicht gut genug an.

Sieg für die Niederlande

Platz zwei geht an Italien

Sergej Lazarew wurde für Russland – wie schon 2016 in Stockholm – Dritter. Schweiz errang Rang vier – vor Publikumsliebling Norwegen. Jurysieger Schweden stürzte noch auf Platz sechs ab – vor Aserbaidschan, Nordmazedonien, Australien und Island.

Finale Punkte
ORF

Einmal noch Duncan

Sichtlich ergriffen gibt der Niederländer noch einmal seinen Siegersong zum Besten.

Fünfter Sieg für die Niederlande

Es ist der fünfte Sieg für die Niederlande beim Song Contest. Zuletzt gewann das Land aber bereits 1975. Die Siege davor datieren aus den Jahren 1957, 1959 und 1969. War schon langsam Zeit, könnte man sagen.

Paenda war im zweiten Semifinale Vorletzte

Tatsächlich hat sie vom Publikum null Punkte bekommen. Ein paar Jurys waren da schon gnädiger: Ein Punkt kam von Rumänien, zwei von Dänemark, sechs aus Litauen. Und die Schweden scheinen unsere Musik neuerdings zu mögen. Nicht nur, dass man ihrem heurigen Song „Too Late for Love“ einige Ähnlichkeiten mit unserem Vorjahresbeitrag „Nobody but You“ unterstellen könnte – sie haben Paenda immerhin acht Punkte gegeben.

Ungleiche Semifinale

Dass das zweite Semifinale deutlich besser besetzt war als das erste, lässt sich nun auch deutlich am Ergebnis ablesen. Der bestplatzierte Song aus Semifinale eins ist Australien auf Rang neun, dahinter liegen Island und Tschechien.

Die Minuten des Triumphs zum Nachsehen

Auch König Willem-Alexander und Königin Maxima haben schon gratuliert: „Wir sind stolz auf Duncan Laurence, der Europa mit musikalischer Klasse erobert hat, den Niederlanden zum ersten Mal seit 44 Jahren den Gewinn beschert hat und das Songfestival im kommenden Jahr in die Niederlande holt!“

Niederlande gewinnen Song Contest 2019

Was macht der Song Contest mit der heimischen Politik?

Die Kolleginnen und Kollegen von ORF1 haben das herausgefunden. Nur ein Zufall? Oder ein großer kosmischer Plan? Und was passiert dann nächstes Jahr?

Zurückgetretene Politiker
ORF

Danke, Duncan und Doei – bis 2020 in den Niederlanden!

Das ORF.at-Tickerteam sagt: Danke, Duncan. Kein leichter Tag, kein leichter Abend. Wir lesen uns dann wieder nächstes Jahr. Wenn der Song-Contest-Zirkus in Amsterdam, Rotterdam, Den Haag oder sonstwo seine Zelte aufschlägt. Jetzt aber halten wir es mit Madonna.