Ausland

Im Streit über das weitgehende Abtreibungsverbot in Texas ist die US-Regierung vor den Obersten Gerichtshof des Landes gezogen. In einem heute beim Supreme Court in Washington eingereichten Antrag erklärte das Justizministerium, das umstrittene Gesetz, das Abtreibungen etwa ab der sechsten Schwangerschaftswoche verbietet, sei „eindeutig verfassungswidrig“. Die Verfassungsrichter müssten das Gesetz und seine Umsetzung deswegen bis auf Weiteres blockieren.

Damit gehen die juristischen Auseinandersetzungen um das seit Anfang September geltende „Herzschlag-Gesetz“ in die nächste Runde. Ein Bundesrichter hatte vor knapp zwei Wochen einem Eilantrag der Regierung von Präsident Joe Biden stattgegeben und das Abtreibungsgesetz per einstweiliger Verfügung vorübergehend außer Kraft gesetzt. Ein Berufungsgericht hob diese Entscheidung aber in der Folge auf. Damit ist das Gesetz in dem konservativ geprägten Bundesstaat im Süden der USA wieder in Kraft.

Das strengste Abtreibungsgesetz der USA verbietet Schwangerschaftsabbrüche ab dem Zeitpunkt, zu dem der Herzschlag des Fötus festgestellt werden kann, also etwa ab der sechsten Schwangerschaftswoche. Viele Frauen wissen zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht, dass sie schwanger sind. Selbst im Fall einer Vergewaltigung oder bei Inzest sieht das texanische Gesetz keine Ausnahmen vor.

Bevölkerung wird zu Klagen ermutigt

Für Empörung sorgt auch, dass nicht die texanischen Behörden die neuen Regelungen durchsetzen sollen, sondern Privatleute. Bürgerinnen und Bürger werden ermutigt, Menschen zu klagen, die sie verdächtigen, Frauen bei einer Abtreibung nach der sechsten Woche geholfen zu haben. Neben Abtreibungskliniken und deren Mitarbeitern könnte das auch Verwandte oder einen Taxifahrer treffen, der eine Schwangere zur Klinik gebracht hat. Die Hinweisgeber erhalten im Falle einer Verurteilung 10.000 Dollar (8.619,20 Euro).

Das Abtreibungsrecht ist eines der meistumkämpften gesellschaftlichen Themen in den USA. Der Supreme Court hatte 1973 in seinem Grundsatzurteil „Roe v. Wade“ das grundsätzliche Recht von Frauen auf einen Schwangerschaftsabbruch verankert. Frauenrechtsaktivisten befürchten aber, dass die Verfassungsrichter dieses Grundsatzurteil kippen oder beschneiden könnten, wenn sie sich am 1. Dezember mit einem Abtreibungsgesetz des Bundesstaates Mississippi befassen werden.

Der frühere US-Außenminister Colin Powell ist tot. Der pensionierte General starb im Alter von 84 Jahren an den Folgen einer Coronavirus-Infektion, wie seine Familie heute auf Facebook mitteilte. Er sei vollständig geimpft gewesen. Der Republikaner war von 2001 bis 2005 unter Präsident George W. Bush der erste afroamerikanische Außenminister der USA.

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Mit der Auswahl der Geschworenen hat heute in den USA der Mordprozess um den Tod des schwarzen Joggers Ahmaud Arbery begonnen. Vor einem Gericht in Brunswick im Staat Georgia müssen sich drei weiße Männer verantworten, die Arbery am 23. Februar 2020 in einem Vorort von Brunswick mit dem Auto verfolgt und nach einem Handgemenge erschossen hatten.

Der 65-jährige Gregory McMichael, sein 35 Jahre alter Sohn Travis und ihr 52-jähriger Nachbar William Bryan hatten Arbery nach eigenen Angaben für einen Einbrecher gehalten. Sie berufen sich auf ein damals in dem Südstaat geltendes Gesetz, das Bürgern die Festnahme von Verdächtigen erlaubt.

Tod löste landesweit Empörung aus

Arberys Tod sorgte landesweit für Empörung. Er wurde – zusammen mit dem Tod des Afroamerikaners George Floyd im Mai 2020 – zu einem Auslöser der „Black Lives Matter“-Proteste gegen Rassismus und Gewalt gegen Schwarze, die die USA inmitten des Präsidentschaftswahlkampfes in Atem hielten.

Die lokale Staatsanwaltschaft ging nach Arberys Tod zunächst nicht gegen die drei Weißen vor und nahm sie wochenlang nicht fest. Das änderte sich erst, als zweieinhalb Monate nach den tödlichen Schüssen ein Video von Arberys Tod publik wurde.

Die von dem Angeklagten Bryan gemachten Aufnahmen zeigen, wie die mit einem Gewehr und einem Revolver bewaffneten McMichaels dem rennenden Arbery mit ihrem Pick-up den Weg versperren. Es kommt zu einem Handgemenge zwischen Travis McMichael und Arbery, dann sind mehrere Schüsse zu hören, und der Schwarze bricht zusammen.

Die Auswahl der zwölf Geschworenen und der vier Ersatzgeschworenen dürfte mehrere Tage dauern. Dann beginnen die Ausführungen von Anklage und Verteidigung und die Anhörungen von Zeugen und Gutachtern. Die Angeklagten haben auf nicht schuldig plädiert.

In einem zweiten Anlauf soll morgen Vormittag der Prozess gegen eine ehemalige KZ-Sekretärin vor dem Landgericht Itzehoe im deutschen Bundesland Schleswig-Holstein beginnen. Der 96-jährigen Irmgard F. wird Beihilfe zum Mord in mehr als 11.000 Fällen im Konzentrationslager Stutthof zur Last gelegt. Zum eigentlichen Prozessbeginn am 30. September war die Angeklagte nicht erschienen. Sie war nach Angaben des Gerichts untergetaucht.

Stunden später wurde die Frau von der Polizei in Hamburg festgenommen. Das Gericht erließ einen Haftbefehl. Nach fünf Tagen wurde die 96-Jährige unter Anordnung von Sicherungsmaßnahmen aus der Haft entlassen.

Irmgard F. hatte nach Angaben der Staatsanwaltschaft von Juni 1943 bis April 1945 in der Kommandantur des deutschen Konzentrationslagers in der Nähe von Danzig gearbeitet. Ihr wird zur Last gelegt, als Stenotypistin und Schreibkraft den Verantwortlichen des Lagers bei der systematischen Tötung von Gefangenen Hilfe geleistet zu haben.

Im KZ Stutthof und seinen Nebenlagern sowie auf den Todesmärschen zu Kriegsende starben nach Angaben der für die Aufklärung von NS-Verbrechen zuständigen Zentralstelle in Ludwigsburg etwa 65.000 Menschen.

Als letzte der drei „Ampel“-Parteien hat die FDP der Aufnahme formeller Koalitionsverhandlungen zugestimmt. Bundesvorstand und Bundestagsfraktion votierten heute einstimmig für die Aufnahme der Gespräche zur Bildung einer Regierung mit SPD und Grünen. Die SPD hatte bereits am Freitag grünes Licht für die Verhandlungen gegeben, die Grünen gestern.

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Der Sozialdemokrat Roberto Gualtieri wird neuer Bürgermeister von Rom. Der frühere italienische Finanzminister setzte sich in der Stichwahl heute deutlich gegen den Mitte-rechts-Kandidaten Enrico Michetti durch. Nach der Auszählung der meisten Bezirke kam Gualtieri (55) auf rund 60 Prozent der Stimmen.

Der designierte Bürgermeister von Rom, Roberto Gualtieri
Reuters/Yara Nardi

„Ich bin wirklich geehrt von dem Vertrauen, das mit entgegengebracht wurde“, sagte er. „Ich werde alles tun, um dem gerecht zu werden.“ In der ersten Runde vor zwei Wochen hatte der von den Rechtsparteien Lega und Fratelli d’Italia unterstützte Michetti knapp vorne gelegen.

Raggi scheiterte klar

Damals scheiterte Amtsinhaberin Virginia Raggi von der Fünf-Sterne-Bewegung klar. Fünf-Sterne-Chef und Ex-Ministerpräsident Giuseppe Conte warb dann – anders als Raggi – bei der Stichwahl für Gualtieri. Der Politiker des Partito Democratico war von 2019 bis 2021 unter Regierungschef Conte eineinhalb Jahre Finanzminister.

Außer in Rom sicherten die Sozialdemokraten sich auch Turin, wo Stefano Lo Russo gegen Paolo Damilano gewann. „Das Ergebnis liegt außerhalb dessen, was wir uns erwartet hatten“, sagte der 45 Jahre alte Wahlsieger.

Bereits in der ersten Runde waren Mailand und Neapel an Mitte-links gegangen. Zusammen mit Palermo, wo Bürgermeister Leoluca Orlando nicht zur Wahl stand, werden die fünf einwohnerstärksten Städte des Landes damit künftig von Bürgermeistern von Mitte-links regiert.

Inland

Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) soll in der Causa rund um den ehemaligen ASFINAG-Aufsichtsrat Siegfried Stieglitz nun auch gegen den ehemaligen FPÖ-Obmann Heinz-Christian Strache als Beschuldigten ermitteln. Konkret geht es laut Medienberichten um den Vorwurf der Bestechlichkeit. Der Unternehmer hatte den Ex-Vizekanzler unter Türkis-Blau nach Dubai eingeladen. Strache soll zwar abgesagt haben. Dennoch wird ein strafrechtlicher Vorwurf geprüft. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Anderer Aspekt bereits Thema im „Ibiza“-Ausschuss

Auch der „Ibiza“-U-Ausschuss hatte sich bereits mit einem anderen Aspekt der Causa Stieglitz beschäftigt: So spendete der Immobilienunternehmer vor seiner Bestellung in den Aufsichtsrat der ASFINAG insgesamt 10.000 Euro an den FPÖ-Verein Austria in Motion. Aus Chats ergibt sich, dass Stieglitz, Ex-FPÖ-Chef Strache und der damalige freiheitliche Infrastrukturminister Norbert Hofer vereinbart hätten, dass Stieglitz auf sein Drängen hin in einen Aufsichtsrat bestellt wird. Hofer war bereits deswegen vom Nationalrat ausgeliefert worden.

Der neue Aspekt rund um die Vorwürfe gegen Stieglitz war zuerst vom „profil“, dann auch von „Presse“ und „Standard“ berichtet worden, die allesamt aus Einvernahmeprotokollen des Unternehmers zitierten. Demzufolge waren sowohl Strache als auch Hofer nach Dubai eingeladen worden. Beide sollen mit Hinweis auf die Compliance-Regeln letztlich abgesagt haben.

Eine Bestätigung der Ermittlungen gab es weder durch die WKStA noch durch Straches Seite. Straches Anwalt Johann Pauer bezeichnete die neuen Vorwürfe gegen seinen Mandanten aber in der „Presse“ als „vollinhaltlich falsch“. Sichergestellte Chatverläufe würden eindeutig zeigen, dass zwischen Strache und Stieglitz ein freundschaftliches Verhältnis bestehe.

Minister, hochrangige Beamtinnen und Beamte sowie Expertinnen und Experten aus Dutzenden Ländern diskutieren morgen und Mittwoch in Wien im Rahmen der diesjährigen Migrationskonferenz des ThinkTanks Zentrum für Migrationspolitik (ICMPD), wie Zusammenarbeit entlang von Migrationsrouten besser funktionieren kann. Gastgeber ist der frühere Vizekanzler und ÖVP-Chef, ICMPD-Direktor Michael Spindelegger.

Der griechische Migrationsminister Notis Mitarachi, der bosnische Sicherheitsminister Selmo Cikotic und der ungarische Außenminister Peter Szijjarto beraten zum Thema Partnerschaften zwischen Ländern entlang der Route im östlichen Mittelmeer-Raum mit den Westbalkan-Staaten.

Die Kommissarin für soziale Angelegenheiten der Afrikanischen Union (AU), Amira El Fadil, spricht über Migrationspartnerschaften mit afrikanischen Transitländern. Der Vorsitzende des Hohen Rates für nationale Versöhnung (HCNR) in Afghanistan, Abdullah Abdullah, wird zwar nicht persönlich in Wien anwesend sein, aber zur aktuellen Situation in seinem Land virtuell Stellung beziehen.

Nach dem pandemiebedingt reinen Onlineformat im Vorjahr findet die bereits sechste „Vienna Migration Conference“ (VCM) des ICMPD heuer in hybrider Form statt und steht unter dem Motto „Migrationspartnerschaften neu denken: Herausforderungen, Möglichkeiten und Strategien“.

Das ICMPD hat mittlerweile 19 Mitgliedsstaaten – als jüngstes Mitglied konnte erst heute Griechenland gewonnen werden. Die 1993 gegründete Denkfabrik mit rund 460 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unterstützt Regierungen bei der Suche nach tragfähigen Lösungen für die mit Migration verbundenen Herausforderungen.

COV Inland

Die vierte Welle der CoV-Pandemie ist in Wien laut Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) gut unter Kontrolle. Mit einem Ende der Pandemie rechnet er nicht in den nächsten Monaten, aber wohl nächstes Jahr. Wenig optimistisch ist er bei den Impfzahlen.

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Die 7-Tage-Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in den abgelaufenen sieben Tagen je 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner, liegt laut Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) bei 172,0 (Stand: heute, 14.00 Uhr). Damit ist sie in den vergangenen Tagen deutlich gestiegen.

Am höchsten ist die Zahl in Oberösterreich (254,7) und Salzburg (233,6). Am niedrigsten ist der Wert in Vorarlberg (83,7) und dem Burgenland (93,2).

Das Berichtsschema der AGES zeigt die Zahlen vom Vortag – wie die Meldung der Ministerien. Wesentlicher Unterschied zu den Ministeriumsmeldungen: Laborbestätigte Fälle, Tote etc. werden nicht zum Meldezeitpunkt dargestellt, sondern zum Diagnose- bzw. Sterbedatum. In der Darstellung in ORF.at wird auch täglich transparent gemacht, welchen Tagen die neu gemeldeten Fälle zugeordnet werden.

Ministerien melden 1.897 Neuinfektionen

Das Gesundheits- und das Innenministerium meldeten 1.897 neu registrierte Coronavirus-Fälle innerhalb der letzten 24 Stunden (Stand: heute, 9.30 Uhr). Diese Zahlen meldeten die Bundesländer an den nationalen Krisenstab.

11.180 Menschen verstarben bisher an den Folgen des Coronavirus. Derzeit befinden sich 914 Personen aufgrund des Coronavirus in Spitalsbehandlung, davon 219 auf Intensivstationen.

Daten des Krisenstabs in ORF.at/corona/daten

Erklärung zur Zählweise und weiteren Fragen in ORF.at/corona

COV Ausland

Der russische CoV-Impfstoff „Sputnik V“ wird vorerst nicht in Südafrika zum Einsatz kommen. Die medizinische Zulassungsbehörde SAHPRA begründete ihre Entscheidung heute mit einem möglicherweise höheren HIV-Infektionsrisiko für männliche „Sputnik V“-Geimpfte und verwies auf die hohe HIV-Prävalenz in Südafrika. Das Unternehmen hinter „Sputnik V“ habe die Sicherheit seines Mittels in einer Bevölkerung mit vielen HIV-positiven Menschen bisher nicht dargelegt, so die Behörde.

SAHPRA stützt sich dabei auf frühere Studien, in denen die Sicherheit einer modifizierten Virusart, die Infektionen der Atemwege verursacht, getestet wurde. Dieses Adenovirus vom Typ Ad5 ist in „Sputnik V“ enthalten. Den Angaben zufolge bleibt das Zulassungsverfahren für den russischen Impfstoff offen, die fehlenden Sicherheitsdaten könnten also noch eingereicht werden.

Gamaleja-Institut will Infos liefern

Das russische Gamaleja-Institut, das „Sputnik V“ entwickelt hat, kündigte an, es werde entsprechende Informationen liefern und aufzeigen, dass die Bedenken von SAHPRA „völlig unbegründet“ seien. „Spekulationen über den Zusammenhang zwischen Adenovirus-Typ-5-Impfstoffen und der HIV-Übertragung in Hochrisikogruppen beruhen auf nur kleinen Studien“, hieß es in einer Erklärung.

Südafrika verzeichnet nach offiziellen Zahlen mehr Ansteckungen mit dem Coronavirus als jedes andere afrikanische Land. In Südafrika leben zudem weltweit die meisten HIV-positiven Menschen. Bisher ist nur rund ein Viertel der für eine CoV-Impfung infrage kommenden Bevölkerung vollständig geimpft. Grund dafür ist neben fehlendem Impfstoff vor allem auch weit verbreitete Impfskepsis.

In Südafrika sind bisher die Vakzine von Johnson & Johnson, Biontech und Pfizer sowie der Impfstoff des chinesischen Herstellers Sinovac zugelassen. Das Mittel von Johnson & Johnson enthält ebenfalls ein Adenovirus, jedoch nicht dieselbe Art wie „Sputnik V“. Der russische Impfstoff hat auch von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bisher kein grünes Licht bekommen, wird aber dennoch in mindestens 45 Ländern verabreicht.

EU

Nicaraguas Präsident Daniel Ortega hat nach Einschätzung des EU-Außenbeauftragten Josep Borrell „eine der schlimmsten Diktaturen der Welt“ errichtet. Ortega und seine als Vizepräsidentin amtierende Frau Rosario Murillo hätten die politische Opposition eliminiert, um sich den Sieg bei der im November anstehenden Wahl zu sichern, so Borrell heute nach Beratungen der EU-Außenminister. Die politischen Gegner würden in dem mittelamerikanischen Land einfach eingesperrt.

Die bevorstehende Wahl sei eine „Fake-Wahl, organisiert von einer Diktatur“. Borrell wies zudem auf zahlreiche Todesopfer durch die gewaltsame Unterdrückung von Protesten hin. Seit 2018 seien mindestens 328 Menschen getötet worden, sagte der Spanier nach Beratungen in Luxemburg.

Der frühere Revolutionär Ortega regiert Nicaragua seit 2007 und hatte die Geschicke des Landes schon von 1979 bis 1990 geführt. Er strebt im November seine vierte Amtszeit in Folge an. Die EU weitete zuletzt im Juli ihre Sanktionen gegen Unterstützer Ortegas aus. Sie will sich nach Angaben von Borrell auch weiter für Demokratie, Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit in Nicaragua einsetzen.

Medien

Der Medienkonzern Axel Springer hat mit sofortiger Wirkung „Bild“-Chefredakteur Julian Reichelt von seinen Aufgaben entbunden. Als Folge von Presserecherchen habe das Unternehmen jüngst neue Erkenntnisse über Reichelts Verhalten gewonnen, teilte der Konzern heute mit. Diesen Informationen sei das Unternehmen nachgegangen und habe erfahren, dass Reichelt auch nach Abschluss eines Compliance-Verfahrens im Frühjahr 2021 Privates und Berufliches nicht klar getrennt und dem Vorstand darüber die Unwahrheit gesagt habe.

Neuer Vorsitzender der dreiköpfigen Chefredaktion werde der derzeitige Chefredakteur der „Welt am Sonntag“, Johannes Boie.

Zuletzt hatten investigative Recherchen des Ippen-Verlags („Münchner Merkur“, „TZ“, „Frankfurter Rundschau“) und der „New York Times“ für Aufsehen gesorgt. Die Ippen-Veröffentlichtung wurde gestoppt, wogegen das Investigativteam des Verlags protestierte. Laut einem im Netz bekanntgewordenen Schreiben der Redakteure geht es bei ihren Recherchen im Kern um „Machtmissbrauch gegen Frauen und weitere Missstände“ bei Axel Springer und vor allem durch den bisherigen „Bild“-Chef Reichelt. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Der Aufsichtsrat der slowenischen Nachrichtenagentur STA hat heute den früheren TV-Intendanten Igor Kadunc zum geschäftsführenden Generaldirektor ernannt. Er tritt die Nachfolge von Bojan Veselinovic an, der Ende September aufgrund politischen Drucks seitens der rechtsnationalen Regierung zurückgetreten war.

Die öffentlich-rechtliche Agentur STA und der öffentlich-rechtliche Rundfunk RTV Slovenija (RTVS) stehen im Mittelpunkt der Bemühungen von Ministerpräsident Janez Jansa, diese Medien seiner politischen Kontrolle zu unterwerfen.

Regierung will mit Mittelentzug Einfluss erzwingen

Jansas Regierung enthält der STA seit mehr als neun Monaten Gelder vor, die ihr gesetzlich zustehen würden. Die Regierung will mit dem Mittelentzug Einfluss erzwingen. Die Mehrheit des STA-Aufsichtsrats habe für Kadunc gestimmt, der sich als Einziger um die Führungsposition beworben habe, berichtete die Agentur.

Kadunc wiederum war im April als Intendant der Rundfunkanstalt RTVS vom gegenüber Jansa loyalen Manager Andrej Grah Whatmouth abgelöst worden, nachdem seine Bewerbung um eine Verlängerung seines Mandats keine Berücksichtigung fand.

Grah Whatmouth entließ im August die RTVS-Programmchefin Natalija Gorscak mit Begründungen, die Kritiker – unter ihnen Kadunc – als fadenscheinig bezeichneten. Erst am Samstag trat Nachrichtenchefin Manica Janezic Ambrozic zurück, nachdem die neue Intendanz Pläne hatte verlauten lassen, den Umfang an politischen Informationsprogrammen und Magazinen zu verringern.

Wirtschaft

Die von Wienern gegründete Onlinebank N26 mit Sitz in Berlin hat bei einer neuen Finanzierungsrunde rund 900 Mio. Dollar (775,7 Mio. Euro) von Investoren eingesammelt. „Mit dieser Finanzierungsrunde ist N26 jetzt mit über neun Mrd. Dollar bewertet und damit das wertvollste Fintech in Deutschland und unter den Top 20 weltweit“, teilte die Bank heute in einer Aussendung mit. Gleichzeitig plant die deutsche Finanzaufsicht BaFin eine Neukundenbeschränkung für N26.

In nächster Zeit darf N26 in Europa mit maximal 50.000 bis 70.000 Neukunden pro Monat wachsen. „Es ist gut, dass wir uns mit dem Regulator auf ein Rahmenwerk geeinigt haben. Wir können gut damit leben“, sagte N26-Gründer und -Firmenchef Valentin Stalf im APA-Gespräch. „Die Wachstumsbeschränkung wird uns aus heutiger Perspektive ein bis zwei Quartale begleiten“, so Stalf.

Auf einigen europäischen Märkten werde es zu einer zeitlich befristeten Warteliste für Neukunden kommen, Bestandskunden von N26 seien nicht betroffen. Wie hoch das Neukundenwachstum in den vergangenen Monaten war, wollte die Onlinebank nicht beziffern. Das monatliche Neukundenwachstum von N26 soll laut Branchenbeobachtern zuletzt bei rund 100.000 gelegen sein. Derzeit hat die Bank nach eigenen Angaben rund sieben Millionen Kunden.

Die aktuelle Finanzierungsrunde der Onlinebank liegt rund zehn Prozent über den Werten, die vor einer Woche von mehreren Medien vorab berichtet wurden. Die Bewertung von N26 liegt nun höher als die Marktkapitalisierung einiger börsennotierten Großbanken, unter anderem Commerzbank (7,6 Mrd. Euro) und BAWAG (4,9 Mrd. Euro).

Die Normverbrauchsabgabe (NoVA) ist mit 1. Juli erhöht worden. Eine Übergangsfrist für Nutzfahrzeuge war bis 1. November geplant, soll nun aber bis 1. Mai 2022 verlängert werden. Der Grund dafür ist, dass die Fahrzeuglieferungen derzeit besonders lange dauern. Die Nutzfahrzeuge werden nach Ende der Übergangsfrist teurer.

Viele Unternehmer haben aber noch Fahrzeuge bestellt, um die Übergangsfrist zu nutzen. Aufgrund der Lieferzeiten würden sie jetzt oft durch die Finger schauen.

ÖVP und Grüne planen nun einen entsprechenden Initiativantrag im Finanzausschuss am 3. November. Dieser kann am 19. November im Plenum des Nationalrats fixiert werden. Die Verlängerung der Übergangsfrist tritt nach dem Beschluss rückwirkend in Kraft, bestätigten ÖVP und Grüne auf APA-Anfrage nun. Der Kaufvertrag muss freilich rechtzeitig – vor Inkrafttreten der NoVA-Erhöhung – abgeschlossen worden sein.

Zuerst über die Pläne berichtet hatte Autoundwirtschaft.at. „Bis Mitte Oktober hat es nicht so ausgesehen, als würden wir hier bei der Bundesregierung Gehör finden“, zitierte das Fachmedium den Geschäftsführer beim Arbeitskreis der Automobilimporteure, Christian Pesau. Nun habe man aber offenbar Gehör gefunden.

Sport

Die Generalproben vor den kommenden Auftritten im Europacup haben beim österreichischen Quartett gemischte Gefühle hinterlassen. Nachdem Red Bull Salzburg am Samstag in der Admiral Bundesliga erstmals Punkte abgab, kam auch Rapid bei Austria Klagenfurt trotz numerischer Überlegenheit nicht über ein Remis hinaus. Gestern gelang nur Puntigamer Sturm Graz eine gelungene Probe, während der LASK diese komplett verpatzte. Entsprechend drängt die Zeit, um Mängel zu beheben.

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Das Feuer für die Olympischen Winterspiele 2022 in Peking brennt. Heute wurde im antiken Olympia in Griechenland mit Hilfe eines Hohlspiegels und der Sonnenstrahlen nach alter Tradition die Flamme für die Spiele in der chinesischen Hauptstadt entfacht. Die Zeremonie wurde allerdings von Protesten gegen China und Festnahmen einiger Demonstranten begleitet.

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Chronik

Der Traunstein (Oberösterreich) hat heute ein weiteres Opfer gefordert. Eine 49-jährige Linzerin stürzte auf der Südseite des Berges ab und erlitt tödliche Verletzungen. Es war heuer bereits der zweite tödliche Absturz auf dem Traunstein.

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Bei Razzien in mehreren Wohnungen in Wien hat die Polizei am Samstag rund 100 Waffen wie Pistolen sowie Gewehre, aber auch Schlagringe und Samurai-Schwerter sichergestellt. Drei Personen wurden angezeigt, die Hintergründe sind noch unklar.

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Durch eine Panne bei der E-Medikation als Teil des Elektronischen Gesundheitsakts (ELGA) soll es laut „Kronen Zeitung“ zu falschen Angaben auf Rezepten gekommen sein. Betroffene Patientinnen und Patienten sowie Ärztinnen und Ärzte seien kontaktiert worden, bestätigte das Gesundheitsministerium.

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Die hohe Zahl an Femiziden hat die Regierung veranlasst, ein Maßnahmenpaket gegen Gewalt an Frauen zu schnüren. Teil davon ist die Telefonhotline „Männerinfo“, die Burschen und Männern in Konfliktsituationen helfen und Anti-Gewalt-Trainings, Schlafstellen und Beratungen vermitteln soll.

Das kostenlose Angebot steht österreichweit rund um die Uhr zur Verfügung, gaben der Verein für Männer- und Geschlechterthemen und Sozialminister Wolfgang Mückstein (Grüne) heute bekannt.

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Kultur

Die Autorin Antje Ravik Strubel hat den Deutschen Buchpreis 2021 für ihren Roman „Blaue Frau“ (S. Fischer Verlag) erhalten. Das gab der Börsenverein des Deutschen Buchhandels heute Abend in Frankfurt bekannt. Der Preis ist mit 25.000 Euro dotiert.

Die Autorin Antje Ravik Strubel
APA/AFP/Sebastian Gollnow

Am Anfang von „Blaue Frau“ befindet sich die junge Protagonistin in einem desolaten Zustand: Sie betäubt sich mit Schnaps in einer fremden Wohnung in einem fremden Land, die Tür abgeschlossen, und malt sich aus, wie sie im Gericht von Helsinki ihre Aussage machen wird. Die Hände der Männer in Handschellen werden zittern, erhofft sie sich. Die junge Frau mit den drei Namen – Nina, Sala, Adina – ist traumatisiert.

Roman über Vergewaltigung und Machtstrukturen

Auf mehr als 420 Seiten entfaltet die 47-jährige Autorin danach nicht nur die „#MeToo“-Geschichte einer Frau, die nach einem Weg sucht, wie sie nach einer Vergewaltigung weiterleben kann. „Blaue Frau“ handelt darüber hinaus von Machtstrukturen in Beziehungen, Institutionen und Staaten. Es geht um das Macht- und Mentalitätsgefälle zwischen Ost und West, um den Zusammenhang von Geld und Autorität, um Ausbeutung von Menschen im angeblich vereinten Europa des Jahres 2004.

Auftakt zur Frankfurter Buchmesse

Im Rennen um den Preis waren mit Monika Helfer und Norbert Gstrein auch zwei Autoren aus Österreich sowie Christian Kracht, Thomas Kunst und Mithu Sanyal. Sie bekommen nun je 2.500 Euro. In diesem Jahr hatten 125 Verlage insgesamt 197 Romane eingereicht, ein neuer Rekord. Dazu konnte die Jury weitere Bücher selbst vorschlagen, sodass schließlich 230 Titel gesichtet wurden.

Zweimal ging bisher der Deutsche Buchpreis nach Österreich: 2005 an Arno Geiger („Es geht uns gut“) und 2017 an Robert Menasse („Die Hauptstadt“). Die Vergabe des Deutschen Buchpreises markiert gleichzeitig den Auftakt zur Frankfurter Buchmesse, die morgen offiziell eröffnet wird und bis 24. Oktober dauert.

Mit der Restitution als NS-Raubgut hat die Stiftung Preußischer Kulturbesitz das Bild „Une Place a la Roche-Guyon“ des französischen Impressionisten Camille Pissarro (1830–1903) umgehend wieder zurückgekauft. Damit kann das Gemälde, mit dem Pissarro 1867 in einer künstlerischen Übergangsphase einen Platz im Seine-Ort La Roche-Guyon nordwestlich von Paris festhielt, dauerhaft in der Alten Nationalgalerie ausgestellt bleiben. Angaben zum Ankaufspreis gab es heute nicht.

Gemälde „Une place a la Roche-Guyon“ (1867) von Camille Pissarro
APA/AFP/Christof Stache

Der jüdische Anwalt und Kunstsammler Armand Isaac Dorville (1875-–1941) hatte das Bild 1928 in Paris erworben. Nach seinem Tod ließen die Erben die Sammlung 1942 in Nizza versteigern. Allerdings wurde der Erlös nie ausgezahlt – die Erben wurden verfolgt. So wurden Dorvilles Schwester, seine zwei Töchter und seine zwei Enkelinnen verhaftet, deportiert und 1944 im Konzentrationslager Auschwitz ermordet.

„Längst nicht am Ende der Provenienzforschung“

Die Erbengemeinschaft hatte nach Angaben von Stiftungspräsident Hermann Parzinger im vergangenen Jahr um die Restitution gebeten. Nach entsprechender Prüfung sei „schnell klar gewesen, dass das Werk restauriert werden muss und wir auch wollen“. Für Parziner ein Beispiel, dass noch viel Arbeit vor den Museen liegt. „Wir sind längst nicht am Ende der Provenienzforschung.“

Nach Angaben von Antoine Delabre, Vertreter der Erbengemeinschaft, sind noch zahlreiche der einst rund 450 versteigerten Werke nicht restituiert. „Wir sind immer noch auf der Suche nach den meisten Werken, es ist ein sehr langer Weg.“

Das Festival Jazz and the City am Wochenende in der Salzburger Altstadt ist kurzfristig um gut 40 Prozent gewachsen: Ursprünglich waren 70 Konzerte geplant. Durch spontane Kooperationen und Zusatztermine wurden es schließlich mehr als 100.

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Der Herbst verwandelt nicht nur die Natur in ein buntes Blättermeer, auch der Kinderbuchsektor wartet mit farbenfrohen Geschichten auf. ORF.at stellt fünf stimmungsvolle Bilderbücher für die Kleinsten vor, mit denen auch verregnete Nachmittage im Nu zu gemütlichen Lesestunden werden.

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IT

Apple hat zwei neue Hochleistungschipsysteme angekündigt, mit denen der Konzern seine Abkehr von Intel-Prozessoren beschleunigen will. Die heute in einem Videostream vorgestellten M1 Pro und M1 Max sind stark verbesserte Versionen des M1-Chips, den Apple vor einem Jahr vorgestellt hatte. Sie bilden künftig das Herzstück der neuen MacBook-Pro-Modelle.

Die erste Auflage des M1 diente Apple dazu, die Mikroprozessoren des Chipgiganten Intel im Einstiegs- und Mittelklassesegment der Macintosh-Computer abzulösen. Nun nimmt der iPhone-Hersteller mit seinen eigenen Systemen auch den Markt der Hochleistungslaptops ins Visier. Damit sollen Anwender mit hohen Anforderungen an die Hardware nicht länger auf die MacBooks mit Intel-Chips angewiesen sein.

Der ursprüngliche M1-Chip hatte in Testberichten bereits äußerst positive Bewertungen bekommen. Das Einsatzgebiet war allerdings noch beschränkt. Beim M1 Pro verspricht Apple eine 70 Prozent bessere Prozessorleistung (CPU), eine doppelt so hohe Grafikleistung im Vergleich zum M1. Der im Vergleich zum M1 Pro noch deutlich leistungsfähigere M1 Max verfügt wie die Pro-Variante über zehn Rechenkerne (acht Leistungs- und zwei Effizienzkerne). Mit einer verdoppelten Speicherbandbreite und anderen Verbesserungen kommt er auf die vierfache Grafikleistung des ursprünglichen M1.

Neue MacBook-Pro-Modelle präsentiert

Apple-Chef Tim Cook präsentierte auf dem Onlineevent auch zwei komplett neu gestaltete MacBooks, in denen die Hochleistungssysteme zum Einsatz kommen sollen: zwei MacBook Pro (14 Zoll und 16 Zoll Bildschirmgröße). Bei den neuen Notebooks revidiert Apple Designentscheidungen, die noch in der Ära des Designchefs Jony Ive getroffen wurden, der vor zwei Jahren Apple verlassen hat.

So verfügt die Tastatur nicht mehr über das berührungssensitive Bedienelement Touchbar, sondern über herkömmliche Funktionstasten. Außerdem kehrt der Netzteilanschluss MagSafe zurück, eine schnell lösende, magnetische Steckverbindung, die Sturzunfälle vermeiden sollte. Weiterhin verfügten die beiden neuen Modelle wieder über zahlreiche Ports für den Anschluss von Peripheriegeräten und Speicherkarten, die unter Ive systematisch abgeschafft worden waren.

Neue AirPods

Cook stellte auf dem zweiten Herbstevent von Apple in diesem Jahr auch eine neue Generation seiner drahtlosen Kopfhörer AirPods vor, die jetzt mit den meisten Funktionen der teuren AirPods Pro ausgestattet werden. Nur die Unterdrückung von Umgebungsgeräuschen bleibt den Pro-Modellen vorbehalten.

Gleichzeitig startete das Unternehmen einen Angriff auf den Streamingmarktführer Spotify mit einem neuen Apple-Music-Tarif für 4,99 Euro pro Monat, der nur über Siri funktioniert. Das ist die Hälfte des Preises für das Standardabonnement. Während das Standardabo auf allen denkbaren Geräten angewendet werden kann, lässt sich die Siri-Variante nur mit Apple-Hardware wie dem iPhone, iPad und dem HomePod mini verwenden.

Science

Die Universität Mozarteum bekommt ein dringend benötigtes weiteres Gebäude in der Stadt Salzburg. Im Kurpark, unmittelbar neben dem Paracelsusbad, sollen bis Herbst 2024 unter anderem Forschungsarbeitsplätze und Proberäume entstehen.

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