Ausland

Bei einem Gefecht zwischen Sicherheitskräften und mutmaßlichen Rebellen im indischen Teil von Kaschmir sind zwei Menschen getötet worden. Unter den Toten sei ein Polizist, erklärte die Polizei heute. Der zweite Tote war laut Polizei ein Mann mit Verbindungen zur pakistanischen Islamistengruppe Lashkar-e-Taiba (LeT).

Der Schusswechsel im Bezirk Baramulla ist der erste solche Vorfall seit dem Entzug der Autonomierechte für den indischen Teil Kaschmirs. Die Spannungen zwischen Indien und Pakistan um Kaschmir hatten sich zuletzt wieder verschärft.

Indien stricht Kaschmir Sonderstatus

Neu-Delhi strich vor gut zwei Wochen den in der indischen Verfassung festgelegten Sonderstatus mit Autonomierechten für den indischen Teil Kaschmirs und verhängte eine Ausgangssperre in der Region. In Pakistan sorgte das für scharfe Kritik. Am Wochenende lieferten sich indische und pakistanische Soldaten an der Grenzlinie beider Länder in Kaschmir schwere Gefechte.

Kaschmir ist seit der Unabhängigkeit Britisch-Indiens und einem Krieg zwischen Indien und Pakistan 1947 geteilt. Die Region im Himalaya wird aber bis heute sowohl von Indien als auch von Pakistan zur Gänze beansprucht. Seit 1989 kämpfen mehrere muslimische Rebellengruppen teils für die Unabhängigkeit Kaschmirs, teils für den Anschluss der Region an Pakistan.

Russland und China wollen den Test eines US-amerikanischen Marschflugkörpers vor den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen bringen. Die beiden ständigen Mitglieder des mächtigsten UNO-Gremiums beantragten in New York eine Dringlichkeitssitzung, wie die dpa gestern Abend (Ortszeit) aus diplomatischen Kreisen erfuhr. Das Treffen soll am Donnerstag oder Freitag stattfinden.

Das US-Verteidigungsministerium hatte am Montag mitgeteilt, dass erstmals nach dem Ende des INF-Abrüstungsvertrags wieder ein konventioneller landgestützter Marschflugkörper getestet worden sei.

Er sei am Sonntag von der Insel San Nicolas in Kalifornien abgefeuert worden und habe sein Ziel nach mehr als 500 Kilometern Flug präzise erreicht. Die gewonnenen Daten und Erkenntnisse würden nun in die Entwicklung zukünftiger Mittelstreckenkapazitäten fließen, hieß es aus dem Pentagon.

„Wird neues Wettrüsten auslösen“

Russland und China hatten daraufhin scharfe Kritik geübt. Der Erprobungsflug sei ein Beleg dafür, dass die USA den Ausstieg aus dem INF-Abrüstungsvertrag von langer Hand geplant hätten, erklärte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow der Agentur Interfax zufolge. In China wurde vor allem vor sicherheitspolitischen Konsequenzen des Tests gewarnt.

„Dieser Schritt der USA wird ein neues Wettrüsten auslösen, das zu einer Eskalation der militärischen Konfrontation führen und die internationale und regionale Sicherheitslage ernsthaft beeinträchtigen wird“, erklärte Geng Shuang, Sprecher des Außenministeriums.

Die USA hatten den INF-Vertrag Anfang Februar mit Rückendeckung der NATO-Partner zum 2. August gekündigt, weil sie davon ausgehen, dass Russland ihn seit Jahren mit einem Mittelstreckensystem namens SSC-8 (Russisch: 9M729) verletzt. Dieses soll in der Lage sein, Marschflugkörper abzufeuern, die sich mit Atomsprengköpfen bestücken lassen und mehr als 2.000 Kilometer weit fliegen können. Moskau weist das zurück, beide Seiten geben sich gegenseitig die Schuld für die Eskalation.

INF-Vertrag bindet China nicht

Der INF-Vertrag untersagte beiden Seiten Produktion, Tests und Besitz von bodengestützten ballistischen Raketen und Marschflugkörpern mit Reichweiten zwischen 500 und 5.500 Kilometern. Hoffnungen auf neue wirksame Absprachen zur Rüstungskontrolle gibt es derzeit kaum.

Als Grund für die Kündigung des Vertrages durch die USA gilt nämlich auch die Tatsache, dass der INF-Vertrag nur die USA und Russland bindet, nicht aber aufstrebende Militärmächte wie China. China soll mittlerweile über knapp 2.000 ballistische Raketen und Marschflugkörper verfügen, die unter das Abkommen fallen würden.

US-Außenminister Mike Pompeo hat im Fall des im Mittelmeer fahrenden iranischen Öltankers „Adrian Darya 1“ mit Strafmaßnahmen gedroht. Jeder, der das Schiff unterstütze oder die Einfahrt in die Häfen erlaube, riskiere, mit US-Sanktionen belegt zu werden, sagte Pompeo.

Sollte das Schiff wieder Kurs auf Syrien aufnehmen, würden die USA alle in Einklang mit den Sanktionen stehenden Maßnahmen ergreifen, um das zu verhindern, so Pompeo. Das Schiff hat Gibraltar am Sonntag verlassen. Schiffsdaten von gestern ergaben, dass der Tanker Kurs auf den griechischen Hafen Kalamata an der Südküste des Peloponnes aufgenommen hat. Griechenland hat erklärt, bisher keine Anfrage des Schiffs erhalten zu haben, in einen Hafen einzulaufen.

Das Schiff hat etwa zwei Millionen Barrel Öl geladen. Die USA sehen Verbindungen zwischen dem Tanker und den iranischen Revolutionsgarden, die von der Regierung in Washington als Terrororganisation eingestuft werden. Das Schiff war am 4. Juli von der britischen Marine vor der Küste Gibraltars gestoppt worden. Grund war der Verdacht, dass er unter Verstoß gegen EU-Sanktionen Öl nach Syrien schmuggeln sollte. Der Iran bestreitet den Vorwurf.

Australische Beteiligung an US-Mission in Straße von Hormus

Unterdessen wurde bekannt, dass Australien sich an der US-geführten Marinemission zum Schutz der Schifffahrt in der Straße von Hormus beteiligen wird. Premierminister Scott Morrison kündigte heute an, seine Regierung werde eine Fregatte, ein Aufklärungsflugzeug sowie Militärangehörige zur Unterstützung der Mission zur Verfügung stellen.

Pompeo und der US-Verteidigungsminister Mark Esper hatten die australische Regierung kürzlich bei einem Besuch in Sydney aufgefordert, sich an der Mission vor der iranischen Küste zu beteiligen. Großbritannien hat sich dem Einsatz in der Meerenge am Persischen Golf bereits angeschlossen.

Der Iran hatte zuletzt wiederholt Tanker in der Straße von Hormus festgesetzt. Zudem wurden in der Region mehrere Tanker angegriffen, wofür Washington ebenfalls Teheran verantwortlich machte.

Die Straße von Hormus ist ein strategisch wichtiges Nadelöhr für den Transport von Öl. Rund ein Drittel des auf dem Seeweg transportierten Öls wird durch die Meerenge zwischen dem Iran und dem Oman befördert, die den Persischen Golf mit dem Golf von Oman verbindet.

Wegen des Verdachts auf Menschenhandel haben die deutsche Bundespolizei und der Zoll mit 1.900 Beamtinnen und Beamten seit heute Früh mehr als 100 Wohnungen und Geschäfte in Berlin durchsucht. Der Tatvorwurf lautet auf Menschenhandel zur Arbeitsausbeutung und bandenmäßiges Einschleppen von Ausländern im Baugewerbe, wie die Generalstaatsanwaltschaft heute auf Twitter mitteilte.

Die Beamtinnen und Beamten sind im Auftrag der Staatsanwaltschaft Berlin im Einsatz. Weitere Details wurden zunächst aufgrund der laufenden Ermittlungen noch nicht bekannt.

Zypern hat 33 Geflüchtete von einem überfüllten Boot aus dem Mittelmeer aufgenommen. Die Menschen gingen nach Angaben der Polizei gestern in der Hafenstadt Larnaca an Land. An Bord befanden sich demnach 32 Syrerinnen und Syrer sowie ein Libanese. Unter ihnen waren zehn Kinder und sechs Frauen.

Die Polizei war nach eigenen Angaben zuvor über das auf den Inselstaat zusteuernde Boot informiert worden. Die Küstenwache habe das acht Meter lange Boot schließlich in zypriotischen Gewässern entdeckt. Die Menschen seien nach ihrer Ankunft in ein Aufnahmelager nahe der Hauptstadt Nikosia gebracht worden.

Zypern war zuletzt vermehrt Ziel von Menschen, die vom Libanon und der Türkei aus über das Mittelmeer den Inselstaat anliefen. Zypern hatte deshalb Anfang August die anderen EU-Staaten um die Aufnahme von 5.000 Geflüchteten ersucht, die sich derzeit im Land befinden.

EU

Rund zehn Wochen vor dem geplanten Brexit-Termin am 31. Oktober geht der britische Premier Boris Johnson diplomatisch in die Offensive: Er pocht weiter darauf, dass der Brexit-Vertrag mit der EU noch einmal aufgeschnürt werden muss. Bisher biss er mit seinen Änderungswünschen auf Granit. In Paris, Berlin und beim G-7-Gipfel in Biarritz will er seinen Forderungen in den kommenden Tagen aber weiter Nachdruck verleihen.

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Inland

Das neue Schuljahr bringt das Aus für fast 30 Schulstandorte, das sind viermal so viele wie im Vorjahr. Schulschließungen gibt es dabei in der Steiermark, in Salzburg, Tirol, Kärnten und Oberösterreich. Gut die Hälfte der Schließungen betrifft Volksschulen, zeigt ein APA-Rundruf in den Bildungsdirektionen.

Aus für Kleinstschulen in Tirol

In Wien, Niederösterreich, dem Burgenland und Vorarlberg bleiben alle Schulen erhalten. Die meisten Schulen sperren in Tirol und der Steiermark zu. In Tirol betroffen sind dabei laut Bildungsdirektion Kleinstschulen mit einer „Handvoll Kinder“. Außerdem werden drei Sonderschulen in Jenbach, Vorderes Stubai und Wörgl geschlossen, wobei zwei davon bisher unselbstständige Sonderschulen und anderen Schulen angeschlossen waren. Auch bei den Neuen Mittelschulen (NMS) in Innsbruck wird es eine Änderung geben.

In der Steiermark werden auf Antrag der Schulerhaltergemeinden die NMS in Feldbach, Trofaiach und Graz-St. Leonhard geschlossen bzw. mit benachbarten Schulen zusammengelegt oder neu organisiert. Außerdem schließen die Volksschulen Winklern, Frannach und Preßguts. Dazu kommen drei Grazer Volksschulstandorte, die aber reorganisiert bzw. durch Neugründungen kompensiert werden.

In Kärnten werden mit Herbst insgesamt sechs Schulstandorte geschlossen: Vier Volksschulen in den Bezirken Völkermarkt, Spittal an der Drau, Klagenfurt-Land und Klagenfurt-Stadt, außerdem noch eine Sonderschule für Kinder mit erhöhtem Förderbedarf in Klagenfurt und eine Neue Mittelschule in Spittal an der Drau.

Aus für private Tourismusschule

Drei Schulen werden heuer zu Schulbeginn in Salzburg ihre Pforten nicht mehr öffnen: Die Gemeinde Elsbethen im Flachgau hat die Volksschule Vorderfager geschlossen. Die Wirtschaftskammer Salzburg lässt den Standort der privaten Tourismusschule in Bischofshofen auf, und die Schulschwestern Hallein stellen den Unterricht in der privaten Höheren Lehranstalt für wirtschaftliche Berufe und privaten Fachschule für wirtschaftliche Berufe ein, so die Bildungsdirektion. In Oberösterreich wurde mit Sommer die Berufsschule Braunau geschlossen.

Casinos-Finanzdirektor Peter Sidlo, dessen Bestellung in diesen Job Gegenstand von Ermittlungen der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) ist, sieht keinen Anlass, seinen Posten zu räumen. Den Vorwurf, dass er für diesen Job ungeeignet sei und seine Bestellung nur wegen eines politischen Deals erfolgt sei, weist Sidlo in der „Presse“ (Mittwoch-Ausgabe) zurück.

Er habe sich für den Job ganz normal beworben und sich nicht mit FPÖ-Funktionären diesbezüglich abgesprochen, so der FPÖ-Bezirksrat in Wien. Er zeigte auch Unverständnis darüber, dass ihm seine Qualifikation abgesprochen werde, wo er doch fünf Jahre CFO der Sigma und auch bei der börsennotierten Conwert tätig gewesen sei. „Ich bin der Richtige für den Job, ich bin Compliance-Experte und der einzige Jurist im Vorstand. Und ich weiß, wie die OeNB und die FMA ticken.“

Er wisse nichts von Absprachen, die im Hintergrund seiner Bestellung abgelaufen sein sollen. Die strafrechtlichen Vorwürfe hätten sich bereits in Luft aufgelöst, so Sidlo. Seinen Posten als Casinos-Finanzdirektor wolle er daher „absolut“ behalten, so der 45-Jährige, der auch keinen Grund sieht, sich von Ex-FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache und Ex-FPÖ-Klubchef Johann Gudenus zu distanzieren. Er sei den beiden „freundschaftlich verbunden“.

Wie die Gratistageszeitung „Heute“ heute berichtet, soll die FPÖ ihrem früheren Parteichef und Ex-Vizekanzler Heinz-Christian Strache die Administrationsrechte für dessen Facebook-Seite weggenommen haben. Strache hat rund 800.000 Fans auf Facebook, im Impressum der Seite steht aber die FPÖ.

Mit seinen Fans kommunizierte Strache persönlich bis zuletzt auch noch regelmäßig. Schon vor fünf Tagen soll laut „Heute“, die sich auf Parteiinsider beruft, aber die Partei ihrem Ex-Chef die Facebook-Rechte entzogen haben. Jetzt müsse Strache seine Texte zuerst freigeben lassen, heißt es.

Einige vermuteten das schon vorab, als auf Straches Seite der Hinweis „Unbedingt einschalten“ zum ORF-„Sommergespräch“ mit dem jetzigen FPÖ-Parteichef Norbert Hofer aufgetaucht war. Anschließend äußerte sich Hofer in dem Interview aber eher kritisch zu Strache.

Wirtschaft

Der US-Einzelhändler Walmart hat nach Bränden bei etwa sieben seiner Einkaufsmärkte den Elektroautopionier und Solaranlagenhersteller Tesla verklagt. Die Solaranlagen hätten die Feuer ausgelöst, bei denen es zu größeren Schäden gekommen sei, erklärte Walmart gestern.

Es handle sich um einen Vertragsbruch und sei eine Folge jahrelanger Vernachlässigung, hieß es in den veröffentlichten Gerichtsunterlagen. Tesla habe die Anlagen entworfen, installiert und versprochen, sie auf den Dächern hunderter Walmart-Supermärkte sicher zu betreiben.

Walmart hat etwa 240 Supermärkte mit Solaranlagen von SolarCity ausgestattet. Die Firma war 2016 von Tesla übernommen worden. Von Tesla gab es zunächst keine Stellungnahme.

Sport

Österreichs Ski-Asse finden bei den Trainingskursen in Ushuaia in Argentinien derzeit gute Bedingungen vor. Mit ausreichend Schnee und Temperaturen von bis zu minus zehn Grad ist es tief winterlich. Der Fokus für die Speed-Fahrer lag bisher auf Technik-Training mit Riesentorlauf-Skiern. Nun wechseln sie auf die langen Latten, so lange Abfahrten wie in Chile finden sie allerdings nicht vor.

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Chronik

Der wegen Kindesmissbrauchs verurteilte australische Kurienkardinal George Pell ist in einem Berufungsverfahren unterlegen. Der Oberste Gerichtshof des Bundesstaates Victoria in Melbourne hielt die Verurteilung des einstigen Vatikan-Finanzchefs heute aufrecht. „Er wird seine sechsjährige Haftstrafe weiter absitzen“, sagte Richterin Anne Ferguson über den 78-Jährigen.

Der australische Kurienkardinal George Pell
Reuters/Reuters TV

Ein Geschworenengericht hatte Pell im Dezember schuldig gesprochen, sich Mitte der 90er Jahre in der Kathedrale von Melbourne an zwei 13-jährigen Chorknaben vergangen zu haben. Der damalige Erzbischof von Melbourne soll sich 1996 in der Sakristei vor den Buben entblößt, sie unsittlich berührt und einen von ihnen zum Oralsex gezwungen haben.

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Die Segeljacht „Malizia II“ mit der schwedischen Klimaaktivistin Greta Thunberg an Bord ist knapp eine Woche nach ihrem Start im englischen Plymouth gut vorangekommen und befindet sich im Zeitplan auf ihrer Fahrt nach New York. „Wir sind glücklich mit dem Wetter und den weiteren Aussichten“, sagte der Hamburger Skipper Boris Herrmann.

Rund 1.500 Seemeilen hat die „Malizia II“ geschafft, etwa 1.700 Seemeilen sind es noch. Nach aktueller Prognose wird das Schiff am 27. oder 28. August in New York eintreffen. „Wir segeln in angenehmen Winden um 13 Knoten, die Sonne scheint“, sagte der 38-Jährige gestern Abend am Telefon.

Greta Thunberg und Boris Herrmann
APA/AFP/Kirsty Wigglesworth

Herrmann und sein monegassischer Co-Skipper Pierre Casiraghi bringen Thunberg, ihren Vater Svante und den Filmemacher Nathan Grossman auf ihrer Rennjacht von Plymouth nach New York. Thunberg will in New York im September am UNO-Klimagipfel teilnehmen. Die Schwedin verzichtet wegen des Klimas auf Flüge.

„Man kann nicht alle Verantwortung auf individueller Ebene lösen“

Zuletzt gab es aber Kritik, weil der Segeltörn mittelbar doch mehrere Transatlantikflüge nach sich zieht. Herrmann und Casiraghi treten laut der deutschen „Tageszeitung“ die Rückreise per Flugzeug an, weitere Teammitglieder sollen das Boot von New York nach Europa zurückbringen, zuvor müssten sie in die USA fliegen.

Herrmann sagte dazu, die Crew habe natürlich mitbekommen, dass sich die Menschen mit der Reise auseinandersetzten. „Grundsätzlich finden wir es aber positiv, dass man sich mit dem Fliegen auseinandersetzt und Flüge als Problem erkennt. Das ist es ja, was wir wollen.“

Der Skipper begründete die Unterstützung von Thunberg und ihren Zielen grundsätzlich. „Man kann nicht alle Verantwortung auf individueller Ebene lösen. Die Diskussion um unsere Reise ist sehr kurzfristig, wenn man darüber nachdenkt, was die Intention ist: Es muss sich politisch was verändern. Unsere Flüge ändern nichts daran, dass Greta emissionsfrei nach New York kommt. Wir selbst sind ohnehin ein Rennteam und würden sonst in dieser Zeit trainieren und auch fliegen.“

Ein Mann ist beim Zelten in einem entlegenen Gebiet im Norden Kanadas von einem Grizzlybären getötet worden. Der Franko-Kanadier wurde im Schlaf in seinem Zelt am Ufer des Flusses Mackenzie von dem Tier angefallen, wie seine Begleiterin der französischen Tageszeitung „Le Parisien“ berichtete. Der Bär habe ihn am Hals und an der Schulter gepackt und in den Wald geschleppt.

Die kanadische Polizei bestätigte, dass ein Mann tot aufgefunden worden sei, der „einem Bären begegnet“ sei. Zur Identität des Toten äußerte sich die Polizei nicht, da eine Obduktion noch ausstehe. Der 44-Jährige war Komponist und Tonmeister des Sinfonieorchesters der Bretagne. Ein Sprecher des Orchesters verkündete am Dienstag via Facebook dessen Tod.

Der Vorfall hatte sich bereits vergangene Woche ereignet. Seine Begleiterin alarmierte eine Gruppe von Paddlern, die einen Notruf absetzten. Mit einem Hubschrauber holte die Polizei die Gruppe aus dem Gebiet und suchte nach dem 44-Jährigen. Am Freitag wurden seine Überreste gefunden.

In den Nordwestterritorien Kanadas leben nach Schätzungen örtlicher Behörden 4.000 bis 5.000 Grizzlybären. Vergangenes Jahr wurden in ganz Kanada drei Menschen durch Bären getötet. Ein Inuit-Jäger starb im August in Nunavut an der Hudson Bay durch einen Eisbären. Im November tötete ein Grizzlybär im Yukon-Territorium eine Frau und ihr zehn Monate altes Baby.

Gesundheit

IT

Die EU-Wettbewerbsbehörden prüfen einem Medienbericht zufolge mögliche Probleme mit Facebooks geplanter Kryptowährung Libra. Es bestehe die Sorge, dass diese Konkurrenten auf unzulässige Art aussperren würde, meldete die Agentur Bloomberg gestern unter Berufung auf ein ihr vorliegendes Dokument.

Zudem werde eine mögliche Verzahnung von Libra mit Diensten des US-Konzerns wie WhatsApp und Messenger analysiert. Facebook und die EU-Kommission lehnten Stellungnahmen ab. Der Internetkonzern hatte im Juni angekündigt, das Digitalgeld in der ersten Hälfte 2020 einzuführen. Das Projekt ist bei Finanzaufsehern weltweit auf Skepsis gestoßen.

Kultur

Keine andere Rolle machte Keanu Reeves (54) so berühmt wie Neo aus der dreiteiligen „Matrix“-Serie (1999 bis 2003). Nun soll die futuristische Actionreihe mit Reeves in der Hauptrolle fortgesetzt werden, wie die US-Branchenblätter „Hollywood Reporter“ und „Variety“ gestern berichteten. Auch die Schauspielerin Carrie-Anne Moss (51) ist in ihrer früheren Rolle als Trinity wieder an Bord. Lana Wachowski kehrt als Regisseurin, Autorin und Produzentin zurück.

Lana Wachowski
Reuters/Fred Prouser

„Lana ist eine wahre Visionärin“, sagte Toby Emmerich, der Chef der Warner Bros Pictures Group, laut Mitteilung. Das Studio sei begeistert, das nächste Kapitel in dem „Matrix“-Universum in ihre Hände zu legen. Die ersten drei Folgen hatten die Regiegeschwister Lana und Lilly Wachowski inszeniert, die damals noch als die Brüder Andy und Larry bekannt waren.

Der Science-Fiction-Thriller „Matrix“ war 1999 ein Kinokassenhit, der mit atemberaubenden Kung-Fu-Szenen und ausgeklügelten Spezialeffekten die Sehgewohnheiten des Publikums auf den Kopf stellte. Reeves verkörperte den Hacker Neo, der die von Maschinen versklavte Menschheit retten soll. Über den Inhalt und einen möglichen Drehstart von „Matrix 4“ wurde vorerst nichts bekannt.

Einen Monat vor dem Kinostart des fünften „Rambo“-Abenteuers stimmt Sylvester Stallone im Netz auf „Rambo: Last Blood“ ein. Die Actionikone postete gestern auf Instagram einen Teaser, in dem der Schauspieler mit Messern, Fäusten, Pistolen sowie Pfeil und Bogen knallhart zuschlägt.

Der 73-Jährige kehrt in seiner ikonischen Rolle als der Vietnamkriegsveteran John Rambo zurück. Inzwischen lebt dieser zurückgezogen auf einer Farm, doch als die Tochter einer Bekannten von einem mexikanischen Kartell entführt wird, schwört der ergraute Kämpfer auf Rache.

Stallone war 36 Jahre alt, als der Originalstreifen „Rambo“ 1982 in die Kinos kam. Weitere drei Male verkörperte er den Ex-Soldaten, zuletzt 2008. Der Teaser enthält Szenen mit dem jungen Rambo. Der fünfte Teil unter der Regie von Adrian Grunberg soll Mitte September weltweit in die Kinos kommen.

Nach dem schlagzeilenträchtigen Diebstahl einer Oscar-Trophäe im vergangenen Jahr ist die Anklage gegen einen 48-jährigen Mann jetzt überraschend fallen gelassen geworden. Die Anklage habe den Fall nicht weiter verfolgen können, der Richter habe das Verfahren eingestellt, teilte die Staatsanwaltschaft gestern dem Filmblatt „Hollywood Reporter“ mit. Weitere Einzelheiten wurden nicht bekannt.

Die Trophäe von Schauspielerin Frances McDormand (62) war bei der traditionellen Governors-Ball-Party im Anschluss an die Oscar-Gala abhanden gekommen. Sie hatte den Oscar für ihre Rolle in der Tragikomödie „Three Billboards Outside Ebbing, Missouri“ als beste Hauptdarstellerin gewonnen.

Terry Bryant mit dem entwendeten Oscar von Schauspielerin Frances McDormand
Reuters/Reuters TV

Laut Anklage hatte der Partygast Terry Bryant die auf einem Tisch abgestellte Trophäe entwendet und als seine ausgegeben. Beim Verlassen der Party sei er festgenommen worden. McDormand bekam ihren Oscar schnell zurück. Bryant kam gegen Zahlung einer Kaution auf freien Fuß. Im Falle eines Prozesses mit einer Verurteilung hätten ihm bis zu drei Jahre Haft gedroht.

Leute

Der amerikanische Talkshow-Moderator Larry King (85) und seine siebente Ehefrau, Shawn Southwick King (59), haben sich nach US-Medienberichten getrennt. Der frühere Moderator der Sendung „Larry King Live“ habe die Scheidung eingereicht, teilte sein Anwalt der US-Zeitschrift „People“ mit.

Larry und Shawn King
Reuters/Lucy Nicholson

Laut dem Promiportal TMZ.com stellte King den Antrag gestern vor Gericht in Los Angeles. Als Trennungsdatum soll er den 6. Juni vermerkt haben. Das seit 1997 verheiratete Paar hat zwei erwachsene Söhne.

Für King ist dies die achte Scheidung. Er war mit sieben Frauen verheiratet, von Ehefrau Alene Aknis hatte er sich in den 1960er Jahren gleich zweimal getrennt. Mit der früheren Sängerin Shawn war er zuvor zwei Ehen eingegangen. Im April 2010 hatten beide schon einmal die Scheidung eingereicht, sich dann aber wenige Wochen danach wieder versöhnt und die Anträge zurückgezogen.

Salzburger Festspiele