Ausland

Verurteilungen zum Tod und vollstreckte Hinrichtungen haben laut Amnesty International im Jahr 2021 weltweit zugenommen. Mindestens 579 Menschen wurden hingerichtet, davon waren 24 Frauen, heißt es in einem aktuellen Bericht der Menschenrechtsorganisation.

Bei Amnesty International sprach man von einer besorgniserregenden Zunahme von Todesurteilen und Hinrichtungen. Mit der Aufhebung von CoV-Maßnahmen hätten Gerichte im vergangenen Jahr wieder mehr Todesurteile gefällt.

Allerdings gab es auch Anlass zur Hoffnung: Trotz dieser Rückschläge stellte die Anzahl erfasster Hinrichtungen des vergangenen Jahres nach 2020 den zweitniedrigsten Hinrichtungsstand weltweit dar, den Amnesty seit 2010 aufgezeichnet hat. Vergleiche seien aber schwierig, wegen veränderter Methodologie, territorialer Verschiebungen bzw. fehlender Informationen aus vielen Ländern.

Keine Zahlen aus China

Für den Iran wurde 2021 die höchste Zahl an dokumentierten Hinrichtungen seit 2017 festgestellt. In Saudi-Arabien wurden doppelt so viele Menschen hingerichtet wie 2020, während die USA die geringste Zahl an Exekutionen seit 1988 hatten.

Im Amnesty-Bericht sind keine Zahlen aus China, Nordkorea und Vietnam enthalten, dort wurden vermutlich Tausende Todesurteile vollstreckt. Die Regierungen dieser drei Staaten halten Angaben zur Todesstrafe unter Verschluss und behandeln sie als Staatsgeheimnis, sodass eine unabhängige und genaue Überprüfung unmöglich ist.

Die Vereinigten Staaten haben laut einer FBI-Statistik im vergangenen Jahr mit 61 Amokläufen einen Anstieg der Gewalttaten von „aktiven Schützen“ um 52 Prozent im Vergleich zu 2020 verzeichnet. Die Zahl der Vorfälle sei im Vergleich zu 2020 deutlich gestiegen und habe den höchsten Stand seit über 20 Jahren erreicht, berichtete das FBI gestern.

Im vergangenen Jahr habe es infolge von Amokläufen 103 Tote und 140 Verletzte gegeben, heißt es in dem Bericht. 2021 war das siebenttödlichste Jahr seit Beginn der FBI-Aufzeichnungen im Jahr 2000. Es verzeichnete aber die meisten Angriffe dieser Art.

Der Vorfall mit den meisten Toten des Jahres 2021 war ein Schusswaffenangriff in einem Supermarkt in Boulder im US-Bundesstaat Colorado, bei dem zehn Menschen ums Leben kamen. In einer FedEx-Filiale in Indianapolis wurden acht Menschen getötet und sieben verwundet.

Die US-Behörde definiert eine Amokläuferin bzw. einen Amokläufer („active shooter“) als jemanden, der scheinbar wahllos Menschen an öffentlichen Orten tötet oder töten will. Das FBI wies darauf hin, dass von den Daten Gewalttaten im Zusammenhang mit Banden oder Drogen, Vorfälle, die als häusliche Gewalt definiert wurden, isolierte Geiselsituationen und Kreuzfeuer aus anderen kriminellen Handlungen ausgeschlossen sind.

Dschihadisten haben in Nigeria als Vergeltung für einen Militäreinsatz 30 Zivilistinnen und Zivilisten getötet. Milizenführer Babakura Kolo sagte heute, dass Mitglieder der Organisation Islamischer Staat (IS) in Westafrika am Samstag ein Dorf im Bundesstaat Borno nahe der Grenze zum Tschad angegriffen hatten. Die 30 Opfer waren nach seinen Angaben „Schrottsammler, die sich in der Region auf der Suche nach ausgebrannten Fahrzeugen befanden“.

Laut einem anderen Milizenführer, Umar Ari, beschuldigten die Dschihadisten die Menschen, die Armee über ihre Positionen in der Region informiert zu haben. Die Opfer hätten das „Pech gehabt, sich zu einem Zeitpunkt in der Gegend aufzuhalten, als die Terroristen den Tod ihrer beiden Kommandeure betrauerten, die bei einer Militäroperation getötet wurden“. In den vergangenen Wochen hatte die nigerianische Armee mehrere Dschihadistenführer bei Angriffen getötet.

IS in Westafrika hatte sich 2016 von Boko Haram abgespalten. Beide Gruppen greifen zunehmend Zivilpersonen an, denen sie vorwerfen, sie auszuspionieren. Die Gewalt der Dschihadisten hat seit 2009 mehr als 40.000 Menschenleben gefordert

Ukraine-Krieg

Das Wirtschaftsforschungsinstitut (WIFO) würde Importzölle einem Embargo auf russisches Öl vorziehen.

„Importzölle dürften im Vergleich zu einem Ölembargo mehrere Vorteile aufweisen. Durch eine graduelle Erhöhung verläuft die Anpassung der heimischen Wirtschaft über Preiseffekte besser als über eine unmittelbare Mengenreduktion“, erklärte das Institut zu einer heute veröffentlichten Analyse.

Importzölle könnten im Gegensatz zu einem Embargo flexibel und strategisch auf die wirtschaftliche und politische Dynamik des Konflikts abgestimmt werden und führten in der EU neben höheren Preisen auch zu Zolleinnahmen.

Als Folge eines Embargos oder einer Einführung eines äquivalenten Importzolles lassen Simulationsergebnisse das WIFO für Österreich kurzfristig einen Anstieg der Inflationsrate um 0,5 bis 0,75 Prozentpunkte und eine Senkung der Wirtschaftsleistung um 0,3 Prozent erwarten.

Innerhalb der EU ist die Importabhängigkeit von russischen Öllieferungen sehr unterschiedlich. Für Österreich ist Kasachstan das wichtigste Herkunftsland von Rohöl. Im Falle von russischen Gegenmaßnahmen seien EU-Ölimporte aus anderen GUS-Ländern wie Kasachstan gefährdet, so das WIFO.

Trotz des Falls der Hafenstadt Mariupol sieht ein Berater des ukrainischen Verteidigungsministers das militärische Hauptziel dort als erreicht an.

„Das Hauptziel wurde erreicht in Mariupol. Es war, die russischen Gruppierungen zurückzuhalten, (…) mehr als 20.000 russische Soldaten. Und das wurde möglich gemacht dank der Heldentaten der Verteidiger von Mariupol und der Verteidiger, die später in Asow-Stahl waren“, sagte Jurij Sak heute im ARD-„Morgenmagazin“. Dadurch hätten die russischen Truppen keine anderen Gebiete im Osten der Ukraine erobern können.

Die Soldaten von Asow-Stahl hätten den Ukrainern und Ukrainerinnen Zeit gegeben, sich neu zu gruppieren und mehr Militärhilfe von ihren internationalen Partnern zu erhalten. „Aus dieser Perspektive wurde das Ziel erreicht“, so Sak. Die letzten ukrainischen Kämpfer im Asow-Stahl-Werk in Mariupol hatten sich in der vergangenen Woche ergeben.

Einen Job zu bekommen gestaltet sich für einige ukrainische Flüchtlinge schwierig. Firmen in Wien sind gewillt, Geflüchtete anzustellen – die Bürokratie würde aber bremsen. Von den rund 15.000 erwachsenen Flüchtlingen sind momentan knapp 880 Personen in einem Arbeitsverhältnis

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COV Inland

Fast 15 Prozent der seit Ausbruch der Pandemie bis Ende März 2022 in den heimischen Krankenhäusern stationär aufgenommenen Covid-Patientinnen und -Patienten haben die Krankheit nicht überlebt.

Im intensivmedizinischen Bereich (ICU) starben 34,5 Prozent der schwerkranken Patientinnen und Patienten. Die Omikron-Welle hat die Infektionszahlen mit Jahresbeginn zwar deutlich in die Höhe getrieben – zugleich ist aber die Sterblichkeit in den Spitälern markant zurückgegangen.

Jüngsten Zahlen der Gesundheit Österreich GmbH (GÖG) zufolge reduzierte sich zwischen Anfang Jänner und Ende März die Letalität bei hospitalisierten CoV-Kranken auf 8,6 Prozent. Auf den Intensivstationen lag die Sterblichkeit bei 25,4 Prozent.

Fast die Hälfte der Todesfälle auf Normalstationen

Fast die Hälfte aller seit Pandemiebeginn verzeichneten Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 – exakt 47 Prozent – betraf Menschen, die ausschließlich auf Normalstationen gepflegt wurden. Auf den ICU-Bereich entfielen 25 Prozent, 28 Prozent verstarben außerhalb von landesfondsfinanzierten Krankenanstalten.

Seit Ausbruch der Pandemie wurden in Österreich drei Prozent aller positiv auf SARS-CoV-2 getesteten Personen in einem Krankenhaus behandelt. 0,49 Prozent brauchten ein Intensivbett, wobei der Anteil der Männer mit 0,64 Prozent deutlich über jenem der Frauen (0,35 Prozent) liegt.

Omikron-Welle: Verweildauer in Spital gesunken

Die durchschnittliche Verweildauer auf Intensivstationen betrug 13,1 Tage. Seit der Dominanz der Omikron-Variante ist sie spürbar zurückgegangen. Im Schnitt führte eine Spitalsaufnahme im Zusammenhang mit CoV von Jänner bis Februar 2022 zu einem achttägigen Krankenhausaufenthalt.

Die 7-Tage-Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in den abgelaufenen sieben Tagen je 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner, liegt laut Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) bei 231,5 (Stand: gestern, 14.00 Uhr).

Am höchsten ist die Zahl in Wien (333,6), gefolgt von Niederösterreich (259,1). Am niedrigsten ist der Wert in Kärnten (165,3) und der Steiermark (167,0).

Das Berichtsschema der AGES zeigt die Zahlen vom Vortag – wie die Meldung der Ministerien. Wesentlicher Unterschied zu den Ministeriumsmeldungen: Laborbestätigte Fälle, Tote etc. werden nicht zum Meldezeitpunkt dargestellt, sondern zum Diagnose- bzw. Sterbedatum. In der Darstellung in ORF.at wird auch täglich transparent gemacht, welchen Tagen die neu gemeldeten Fälle zugeordnet werden.

Ministerien melden 1.753 Neuinfektionen

Das Gesundheits- und das Innenministerium haben 1.753 neu registrierte Coronavirus-Fälle innerhalb der letzten 24 Stunden (Stand: gestern , 9.30 Uhr) gemeldet. Diese Zahlen meldeten die Bundesländer an den nationalen Krisenstab.

18.599 Menschen verstarben bisher am oder im Zusammenhang mit dem Coronavirus. 582 infizierte Personen werden derzeit in einem Spital behandelt, 52 davon auf Intensivstationen.

Karten, Grafiken und Informationen zu aktuellen Fällen und zum Epidemieverlauf in ORF.at/corona/daten

Erklärung zur Zählweise und weiteren Fragen in ORF.at/corona

Inland

Mittlerweile ist fix: Bundespräsident Alexander Van der Bellen will erneut für das höchste Amt im Staat kandidieren. Das Bewerberfeld um ihn könnte allerdings ziemlich dünn ausfallen. Von den Parlamentsparteien will nur die FPÖ wieder ins Rennen gehen, auch einige unabhängige Kandidaturen zeichnen sich ab. Aber auch hier gibt man sich noch abwartend.

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EU

Nach der Ankündigung der EU, die strengen Schuldenregeln ein weiteres Jahr auszusetzen, hat sich vor allem Deutschland gestern skeptisch gezeigt. Berlin selbst werde von der Möglichkeit nicht Gebrauch machen, hieß es – und Finanzminister Christian Lindner forderte andere Länder zur Haushaltsdisziplin auf. Er warnte vor noch höherer Inflation. Österreich zeigte unterdessen Verständnis für die Ausnahmeregelung.

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Umwelt & Klima

Im ÖVP-Korruptions-U-Ausschuss steht diese Woche einmal mehr die Justiz im Fokus. Erörtert werden soll das Umfeld von Ressortchefin Alma Zadic (Grüne), die Auskunftspersonen wurden von der ÖVP geladen – heute stehen Justizsektionschefin Barbara Göth-Flemmich und Abteilungsleiter Gerhard Nogratnig Rede und Antwort. Die ÖVP will mit den Befragungen herausarbeiten, dass es zu keiner politischen Einflussnahme auf die Justiz gekommen sei.

Göth-Flemmich wurde im August 2020 Leiterin der für die Prüfung staatsanwaltschaftlicher Vorhabensberichte zuständigen Sektion „Einzelstrafsachen“ – als Zadic die Strafrechtssektion nach anhaltender Kritik am damaligen Sektionschef Christian Pilnacek teilte (in Strafsachen und Legistik), der später suspendiert worden war.

ÖVP: Beeinflussung „direkt durch Ministerin Zadic“

Es habe Beeinflussung gegeben, allerdings nicht durch „Pilnacek oder durch ÖVP-Netzwerke“, sondern „direkt durch Ministerin Zadic“. Der Leiter der Oberstaatsanwaltschaft Wien, Johann Fuchs, etwa sei per Weisung suspendiert worden, die Opposition habe diesen Schritt gefordert, die Suspendierung habe dann wieder aufgehoben werden müssen. Auch verwies er auf den Weisungsrat, der den Strafantrag gegen Fuchs kritisiert habe, man sehe hier den „Anschein der Befangenheit“. Zu orten sei eine „klassische politische Einflussnahme“.

„ÖVP hat völlig andere Wahrnehmung“

Krainer sprach in Hinblick auf Ladungen auf Wirken der ÖVP von einem „interessanten Experiment“, die ÖVP wolle zeigen, dass Pilnacek und der OStA-Leiter Fuchs, „alles richtig gemacht“ hätten. Das sehe man seitens der SPÖ grundlegend anders.

NEOS-Fraktionsvorsitzende Stephanie Krisper verwies auf eine „völlig andere Wahrnehmung der ÖVP“, das Narrativ sei ein „völlig anderes“ als jenes der anderen Parteien. Kritik übte Krisper am mangelnden Reformfortschritt seitens des Ministeriums. „Mittlerweile leidet das Ansehen der Justiz“, es müsse einen „Neustart“ gehen. Göth-Flemmich sei noch nicht so lange in ihrer Position, sie komme in den Akten kaum vor.

„Meine Erfindung“

Die FPÖ verwies auf den Umstand, dass eigentlich Wolfgang Sobotka befragt werden sollen, dieser habe dies aber durch eine Reise zu Prinz Charles nach Großbritannien aber vereitelt, wie Mandatarin Susanne Fürst sagte. Die Auskunftspersonen seien der „ÖVP-Einladungspolitik geschuldet“. In einem Chat habe Pilnacek Göth-Flemmich als „seine Erfindung“ bezeichnet, damit werden man sich heute auch beschäftigen.

Ein Quartett führender Demokratien im Indopazifikraum will bei einem Gipfeltreffen in Japan eine neue Initiative zur besseren Seeüberwachung anstoßen, mit der auch die illegale Fischerei bekämpft werden soll.

Das Weiße Haus erklärte heute, das gemeinsame Vorhaben der USA, Japans, Australiens und Indiens werde es ermöglichen, nahezu in Echtzeit eine „schnellere, weitreichendere und genauere“ Meeresüberwachung zu gewährleisten.

Die Daten würden auch Partnerstaaten in Südostasien, dem Indischen Ozean und den Pazifikinseln zur Verfügung gestellt werden, um für „einen freien und offenen Indopazifik“ zu sorgen, so das Weiße Haus.

Auch Schiffe, die ihre Positionsübertragung gezielt ausschalten, um nicht ertappt zu werden, sollen mit dem System besser geortet werden können. China wird häufig vorgeworfen, die illegale Fischerei in Territorialgewässern anderer Staaten zu tolerieren oder gar zu fördern.

Sport

Österreichs Nationalteam hat sich nach einem der besten WM-Turniere gestern Abend nach einem Kraftakt mit dem Klassenerhalt belohnt. Die Mannschaft von Teamchef Roger Bader drehte in Tampere einen Zweitorerückstand gegen Großbritannien noch um und setzte sich am Ende mit 5:3 (0:1 0:1 5:1) durch. Die Österreicher schafften damit nach 2018 zum zweiten Mal in den vergangenen 18 Jahren den Verbleib in der A-Gruppe.

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Sechs Punkte Vorsprung auf Charles Leclerc hat Max Verstappen nach dem Sieg beim Grand Prix von Spanien am Sonntag nun erobert und zum ersten Mal in dieser Saison die WM-Spitze übernommen. Für den Weltmeister und seinen Herausforderer im Ferrari, der seinen Boliden erstmals diese Saison nicht über die Ziellinie brachte, bleibt es eng, zumal das Rennen genügend Redebedarf bot. Außerdem rückte Mercedes an die Spitzenreiter heran.

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Titelverteidigerin Barbora Krejcikova ist gestern in Paris gleich zum Auftakt der French Open ausgeschieden. Die Tschechin unterlag der 19-jährigen Französin Diane Parry, der Weltranglisten-97., mit 6:1 2:6 3:6. Auch für Naomi Osaka gab es nach der 5:7 4:6-Niederlage gegen die US-Amerikanerin Amanda Anisimova das frühe Aus. Weiterhin auf Erfolgskurs ist die Weltranglistenerste Iga Swiatek, die gegen die Ukrainerin Lesia Zurenko mit 6:2 6:0 souverän gewann und damit ihren 29. Sieg en suite feierte.

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Wirtschaft

An den Tankstellen haben sich die Preise für Diesel und Benzin einander wieder angenähert. Teilweise ist Diesel sogar wieder etwas günstiger. Das hat laut Wirtschaftskammer Steiermark mit dem „Sondereffekt Deutschland“ zu tun, wo demnächst eine Mineralölsteuersenkung bevorsteht.

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Die heimischen Bauern und Bäurinnen kämpfen derzeit mit Absatzproblemen. Betroffen sind auch Tiroler Bioprodukte. Das Gemüse bleibt nämlich erntereif auf den Feldern liegen. Der Grund: Kunden und Kundinnen entschieden sich wegen der Teuerung für konventionell angebautes Gemüse.

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Der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro hat den erst vor 40 Tagen ernannten Chef des Ölriesen Petrobras, Jose Mauro Coelho, schon wieder entlassen. Das Energieministerium teilte gestern mit, dass die Regierung beschlossen habe, „den Wechsel an der Spitze des Unternehmens zu fördern“. Coelho war der dritte Chef des Staatskonzerns innerhalb etwas mehr als eines Jahres.

Die Regierung machte keine Angaben zu den Gründen für Coelhos Absetzung. Sie wies jedoch darauf hin, dass „Brasilien derzeit aufgrund der Auswirkungen der extremen Volatilität der Kohlenwasserstoffe auf den internationalen Märkten eine schwierige Zeit durchläuft“.

Bolsonaro kandidiert im Oktober für eine zweite Amtszeit, die hohe Inflation setzt ihn derzeit stark unter Druck. Er hatte bereits die Vorgänger Coelhos sowie den Energieminister entlassen, nachdem er sie jeweils für Spritpreiserhöhungen kritisiert hatte.

Die Ferienwohnungsplattform Airbnb stellt ihr Geschäft in China weitgehend ein. Das Unternehmen wird für Besucherinnen und Besucher in China keine Unterkünfte oder „Erlebnisse“ mehr anbieten, wie die Nachrichtenagentur AFP meldete. Nutzerinnen und Nutzer aus China sollen jedoch weiterhin Unterkünfte im Ausland buchen können.

Airbnb startete sein Geschäft in China vor sechs Jahren. Seitdem hatte die Firma dort etwa 25 Millionen Kundinnen und Kunden. Nach Angaben des Unternehmens machten Buchungen in China in den letzten Jahren aber nur ein Prozent aller Buchungen weltweit aus.

Die Plattform kämpft in China mit starker Konkurrenz. In den vergangenen Jahren erschwerten zudem die strengen Abschottungsmaßnahmen der chinesischen Regierung in der Coronavirus-Pandemie das Geschäft.

Airbnb geht davon aus, dass sich das vor der Pandemie boomende Reisegeschäft mit chinesischen Kundinnen und Kunden im Ausland wieder erholen wird, sobald die Behörden die Grenzen wieder öffnen.

Chronik

In Linz soll gestern ein Mann seine Partnerin mit einem Messer attackiert und schwer verletzt haben. Die Polizei bestätigte den Vorfall, die Ermittlung der genauen Umstände dauere aber noch an, so eine Polizeisprecherin heute.

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Eine 25-jährige Frau hat gestern Abend ihren Freund angezeigt. Dieser soll sie misshandelt und mit dem Kopf mehrmals gegen Möbel gestoßen haben. Bei den Ermittlungen stellte sich heraus, dass der Mann schon öfter gewalttätig war. Er wurde aus der Wohnung in Klagenfurt weggewiesen.

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Ein 18-jähriger Probeführerscheinbesitzer ist gestern Abend einer Polizeistreife im Mölltal (Kärnten) davongefahren. Mit bis zu 100 km/h war er im Ortsgebiet und bis zu 200 km/h im Freiland unterwegs. Die Polizei verlor ihn aus den Augen, traf ihn dann aber zu Hause an. Der 18-Jährige war stark betrunken.

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Die Brennerautobahn (Tirol) ist gestern Abend zweimal gesperrt worden. Kurz nach dem Bergiseltunnel hatte sich ein Lkw-Anhänger vom Fahrzeug gelöst und kam quer über die Fahrbahn zum Stillstand. In der Schönberggalerie kippte ein Anhänger samt Klein-Lkw um.

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Je ein Schaf auf dem Weerberg und in Schönberg (Tirol) ist Mitte Mai durch einen Wolf zu Tode gekommen. Das bestätigten DNA-Untersuchungen. Jetzt soll geklärt werden, ob es sich um einen oder mehrere Wölfe handelt.

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Angst vor Wolf: Bedenken beim Almauftrieb

Viele Almbauern und -bäurinnen in Kärnten haben ihr Vieh dieser Tage auf die Almen getrieben. Doch die Sorgen wegen der Rückkehr des Wolfes bleiben groß. Deshalb wollen immer weniger ihre Tiere auftreiben. Die Folge wären zuwachsende Almen, Kulturlandschaft ginge verloren.

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Feuerwehrleute haben gestern Abend im Palazzo Ducale auf dem Markusplatz in Venedig eine Drohne geborgen, die außer Kontrolle geraten und in dem historischen Gebäude auf dem Markusplatz gelandet ist.

Die Feuerwehrleute, die gegen 21.00 Uhr eintrafen, stiegen mit einer Leiter unweit des Haupteingangs des Palastes, der an den Markusdom grenzt, auf das Gebäude und bargen die Drohne, die offenbar keinen Schaden verursachte.

Die Drohne wurde der Polizei übergeben, die jetzt auf der Suche nach dem Besitzer ist, berichteten lokale Medien. Diesem droht eine saftige Strafe, da die Verwendung von Drohnen strengen Regeln unterliegt und in Venedigs Altstadt verboten ist.

Der Palast ist ein im Stil der venezianischen Gotik erbauter Palast und eines der wichtigsten Wahrzeichen der Stadt Venedig. Der Palast war die Residenz des Dogen von Venedig, der obersten Autorität der ehemaligen Republik. Er wurde 1340 erbaut und in den folgenden Jahrhunderten erweitert und umgebaut. Seit 1923 ist er ein Museum.

Science

Ein radikales Umdenken in Bezug auf den Autoverkehr in der Stadt fordert die Stadtforscherin Katja Schechtner. Anlässlich der heute startenden Zukunftskonferenz der BOKU plädiert sie für mehr Homeoffice – und Rikschas als Transportmittel.

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Kultur

Knapp ein Jahr vor dem Kinostart ist der erste Trailer für den Actionfilm „Mission: Impossible 7 – Dead Reckoning Part 1“ im Netz. Das Hollywood-Studio Paramount Pictures veröffentlichte gestern das zweiminütige Video, gespickt mit waghalsigen Stunts.

Innerhalb weniger Stunden wurde der Trailer einige Millionen Mal angeklickt. Der siebente Teil der „Mission: Impossible“-Reihe von Regisseur Christopher McQuarrie mit Tom Cruise als Agent Ethan Hunt soll im Juli 2023 in die Kinos kommen.

Cruise hatte Ende April bei der Filmfachmesse CinemaCon in Las Vegas per Videobotschaft von Dreharbeiten in Südafrika Szenen aus dem Film vorgestellt. In dem Trailer ist der für seine eigenen Stunts bekannte Schauspieler nun in packenden Actionszenen zu sehen.

Mit einem Motorrad rast er auf einen Abgrund zu, er reitet durch Wüsten, rennt um sein Leben und begibt sich auf halsbrecherische Autoverfolgungsjagden durch Italien. Auch Kostars wie Rebecca Ferguson, Vanessa Kirby und Henry Czerny sind zu sehen.

Gary Shteyngart gilt als einer witzigsten in der US-Gegenwartsliteratur. Seine Bücher werden mit Trailern beworben, in denen Hollywood-Größen wie James Franco und Ben Stiller auftreten. Jetzt ist Shteyngarts neuer Roman „Landpartie“ erschienen, in dem acht Freunde den Höhepunkt der Coronavirus-Pandemie in einem Landhaus aussitzen.

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Rocklegende Bruce Springsteen und seine E Street Band wollen im kommenden Jahr in Europa wieder auf Tour gehen. „Nach sechs Jahren freue ich mich darauf, unsere großartigen und treuen Fans im nächsten Jahr wiederzusehen“, teilte der 72-Jährige mit. Am 18. Juli 2023 spielt Springsteen mit seiner Band im Wiener Ernst-Happel-Stadion.

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Der ehemalige Gitarrist der Sex Pistols, Steve Jones, glaubt nicht, dass sich seine berüchtigte Punkband („Anarchy in the UK“) noch einmal zusammentun wird.

Eine Reunion will der 66-Jährige aber nicht endgültig ausschließen. „Naja, man sollte niemals nie sagen“, betonte Jones im Interview der dpa in London. „Aber ich sehe das in naher Zukunft nicht. Und wir werden nicht jünger.“

Die Sex Pistols hatten sich 1978 nach nur einem Album, dem einflussreichen „Never Mind The Bollocks, Here’s The Sex Pistols“, getrennt. In den 1990er und 2000er Jahren hatte die Punkband jedoch gemeinsam mehrere Reunion-Tourneen absolviert.

„Es gab gutes Geld, und es hat viel Spaß gemacht“, erinnerte sich Jones. „Aber irgendwann hat es nicht mehr so viel Spaß gemacht.“ Mittlerweile haben Jones und Frontmann John Lydon alias Johnny Rotten keinen Kontakt mehr.

Zuletzt schimpfte Lydon (66) über die Sex-Pistols-CD „The Original Recordings“, eine neue Zusammenstellung alter Songs der Band, die am Freitag erscheint. Parallel dazu startet in den USA und in Großbritannien die neue TV-Serie „Pistol“ von Regisseur Danny Boyle, die auf der Autobiografie von Jones basiert.

Leute

Aus Kourtney Kardashian wird Kourtney Kardashian Barker: Zumindest auf Instagram stellt sich der Reality-Star seit gestern (Ortszeit) mit verändertem Namen vor.

Am Wochenende hatten einander Kardashian (43) und der Musiker Travis Barker (46) Medienberichten zufolge im italienischen Portofino noch einmal das Jawort gegeben. „Gestatten, Herr und Frau Barker“, betitelte die Braut am Sonntag Fotos von der Hochzeit auf Instagram.

Bereits im April hatten die Unternehmerin und der Blink-182-Schlagzeuger bei einer nächtlichen Blitzhochzeit in Las Vegas geheiratet – allerdings ohne offizielle Papiere, wie Kardashian damals sagte. Die standesamtliche Trauung fand dann vor rund einer Woche im kalifornischen Santa Barbara statt.