Ausland

Das Tauziehen um die Besetzung einer Hochschule in Hongkong dauerte gestern weiter an. Die Zahl der Demonstrierenden, die sich in der Polytechnischen Hochschule verschanzt haben, ging nach Medienberichten aber auf wenige Dutzend zurück. Die Polizei forderte die letzten verbliebenen Aktivisten und Aktivistinnen auf, friedlich herauszukommen.

Zuletzt hatten mehrere kleine Gruppen versucht, vom Campus zu flüchten, waren aber sofort von der Polizei festgenommen worden. Die Sicherheitskräfte haben das Gelände abgeriegelt.

Minderjährige durften laut Polizei gehen

Rund 800 Personen hätten die Hochschule friedlich verlassen und kooperiert, teilte die Polizei mit. Unter ihnen seien 300 Minderjährige gewesen. Nach Angaben der Behörden konnten Personen unter 18 Jahre nach Hause gehen, mussten der Polizei aber für weitere Ermittlungen ihre Personalien hinterlassen. Die anderen rund 500 Demonstrierenden wurden nach Medienberichten festgenommen.

Die Demonstranten und Demonstrantinnen hatten die Universität tagelang besetzt gehalten und sich mit der Polizei schwere Auseinandersetzungen geliefert. Die Studenten setzten sich mit Barrikaden, Brandsätzen, selbst gebauten Katapulten oder auch Pfeil und Bogen gegen die Sicherheitskräfte zur Wehr. Die Polizei setzte Tränengas, Gummigeschoße und Wasserwerfer ein und sperrte das Gelände schließlich ab.

In Afghanistan sind zwei US-Soldaten bei einem Hubschrauberabsturz ums Leben gekommen. Das teilten die US-Streitkräfte in Afghanistan heute mit. Die Ursache des Absturzes werde untersucht, vorläufige Berichte würden jedoch nicht darauf hinweisen, dass er durch feindliches Feuer verursacht wurde, hieß es in der Mitteilung weiter.

Weitere Angaben machte die NATO-Mission zunächst aus Rücksicht auf die Familienangehörigen nicht. Damit sind in diesem Jahr bereits 19 Angehörige der US-Armee umgekommen.

Ein Sprecher der militant-islamistischen Taliban reklamierte den Abschuss eines Chinook-Helikopters in einer Nachricht über WhatsApp. Er habe sich in der südöstlichen Provinz Logar ereignet, als versucht worden sei, Taliban-Positionen zu stürmen. Die Taliban reklamieren immer wieder Hubschrauber- oder Drohnenabstürze für sich.

Die israelische Luftwaffe hat in der Nacht nach eigenen Angaben eine Reihe von Zielen in Syrien angegriffen. Auf Twitter berichteten die israelischen Streitkräfte von „breit angelegten Angriffen“ gegen Stellungen der syrischen Armee und mit dem Iran verbundenen Kräften. Damit antworte Israel auf Raketenangriffe aus Syrien gestern, hieß es.

Die israelischen Streitkräfte (IDF) richteten zugleich eine scharfe Warnung an die syrische Regierung. „Wir betrachten das syrische Regime als verantwortlich für alle Aktionen, die von syrischem Gebiet ausgehen und warnen es vor weiteren Attacken gegen Israel“, twitterten die IDF. „Wir werden weiterhin entschlossen und so lange wie notwendig gegen die iranische Verwurzelung in Syrien vorgehen.“

Widersprüchliche Angaben

Syrische Medien hatten von einer Reihe von Explosionen rund um Damaskus berichtet. Nach diesen Angaben habe die syrische Luftabwehr dabei „mehrere Ziele“ beschossen und getroffen. In der Nacht seien Geschoße von „israelischen Kampfflugzeugen“ durch die syrische Luftabwehr abgefangen worden, erklärte die staatliche Nachrichtenagentur SANA unter Berufung auf militärische Kreise.

Von israelischer Seite hieß es dagegen, die syrische Luftabwehr habe trotz vorheriger Warnung eine Rakete abgefeuert, als Antwort darauf seien mehrere syrische Luftabwehrstellungen zerstört worden. Die Angaben ließen sich von unabhängiger Seite nicht überprüfen.

Westlich der griechischen Halbinsel Peloponnes hat ein Frachtschiff 45 Menschen aufgenommen, die an Bord eines Bootes nach Italien gelangen wollten. Die Geflüchteten hatten gestern ein Notsignal gesendet. Daraufhin alarmierte die griechische Küstenwache alle vorbeifahrenden Schiffe.

Wie das griechische Staatsradio (ERT) heute weiter berichtete, seien alle Personen zum kleinen westgriechischen Hafen von Katakolo nahe Olympia gebracht worden. Die Küstenwache entdeckte unter den Geretteten zwei mutmaßliche Schleuser, meldete die halbamtliche Nachrichtenagentur ANA-MPA. Aus welchen Staaten die Menschen stammen, wurde zunächst aus offiziellen Quellen nicht bekannt.

Bei Zusammenstößen zwischen Anhängern des zurückgetretenen bolivianischen Präsidenten Evo Morales und den Sicherheitskräften sind mindestens drei Menschen ums Leben gekommen. Weitere 30 Menschen wurden verletzt, als Soldaten und Polizisten in der Stadt El Alto Blockaden der Demonstranten räumten, um den Weg für Tanklastzüge freizumachen, wie die staatliche Ombudsstelle gestern (Ortszeit) mitteilte.

Die Streitkräfte erklärten, sie hätten durchgreifen müssen, weil die Demonstranten mit Sprengsätzen hantiert hätten und wegen der großen Mengen Treibstoff in dem Gebiet die Gefahr einer Kettenreaktion bestanden hätte. Die Ombudsstelle rief die Sicherheitskräfte zur Zurückhaltung auf, um weitere Opfer zu vermeiden.

Die NATO investiert einem Medienbericht zufolge eine Milliarde Euro in die Modernisierung ihrer AWACS-Flugzeuge zur luftgestützten Überwachung. Die Flotte der 14 NATO-eigenen Maschinen mit Hauptquartier in Deutschland solle damit bis 2035 in Betrieb bleiben können, berichtete die Funke Mediengruppe (Mittwochs-Ausgabe) im Voraus unter Berufung auf Kreise des Militärbündnisses.

Eine entsprechende Vereinbarung werde kommende Woche in Brüssel unterzeichnet. Die AWACS-Flugzeuge werden als fliegende Radarstationen zur Luftraumüberwachung eingesetzt. Für Anfang Dezember ist ein Gipfel der NATO in London geplant.

In der ersten TV-Debatte im britischen Wahlkampf ist es gestern zu einem heftigen Schlagabtausch zwischen Premierminister Boris Johnson von den Konservativen und Jeremy Corbyn von der Labour Party gekommen.

Johnson griff seinen Kontrahenten bei der Debatte des Senders ITV immer wieder scharf wegen dessen Versprechen eines zweiten Brexit-Referendums an. „Werden Sie für den Verbleib oder den Austritt werben?“, fragte Johnson. Labour will die Britinnen und Briten innerhalb von sechs Monaten in einem Referendum vor die Wahl zwischen einem Brexit mit enger Bindung an die EU und dem Verbleib in der Staatengemeinschaft stellen. Corbyn will sich aber nicht festlegen, ob er für oder gegen den Austritt werben würde.

Debatte über Gesundheitssystem

Der Labour-Chef konterte mit dem Vorwurf, Johnson wolle den Nationalen Gesundheitsdienst (NHS) einem Handelsabkommen mit den USA opfern. Den Plan des Premierministers, die EU am 31. Jänner 2020 mit seinem nachverhandelten Abkommen zu verlassen, bezeichnete er als „Unsinn“. Johnson werde „mindestens sieben Jahre“ zum Aushandeln eines Handelsdeals mit den USA brauchen.

Großbritannien soll am 12. Dezember ein neues Parlament wählen. Bisher wird der Wahlkampf vom Brexit und der Krise im Gesundheitssystem dominiert.

Aufregung über Tory-Twitter-Account

Während der Debatte sorgte ein Twitter-Account der konservativen Torys für Aufregung: Der verifizierte Presseaccount von Johnsons Wahlkampfteam benannte sich rechtzeitig zur Debatte in „factcheckUK“ um, um so wohl den Eindruck eines Faktenchecks zu erwecken. Erst in der Beschreibung des Accounts stand, dass der Account vom Conservative Campaign Headquarters (CCHQ), also dem Wahlkampfkomitee der Konservativen, betrieben wird.

Gleich im Anschluss an die Debatte änderte der Account den eigenen Namen wieder zurück. Mittlerweile haben zahlreiche bekannte Persönlichkeiten im Netz ihren eigenen Namen auf „factcheckUK“ geändert, um auf die Aktion hinzuweisen.

Das Weiße Haus ist Spekulationen über etwaige gesundheitliche Probleme von US-Präsident Donald Trump entgegengetreten. Ausgelöst worden waren die Spekulationen durch einen Besuch des 73-Jährigen im Walter-Reed-Krankenhaus bei Washington am Wochenende, der anders als in der Vergangenheit nicht auf dem öffentlichen Terminkalender des Präsidenten vermerkt war. Das Weiße Haus veröffentlichte in der Nacht auf gestern den Bericht des behandelnden Arztes Sean Conley, der mitteilte, es habe sich um eine routinemäßige, geplante Untersuchung Trumps gehandelt.

Trump soll nicht über Schmerzen in Brust geklagt haben

Entgegen Spekulationen habe Trump nicht über Schmerzen in der Brust geklagt, hieß es in dem Arztbericht weiter. Auch sei er nicht wegen akuter gesundheitlicher Probleme behandelt worden. Conley veröffentlichte die Cholesterolwerte Trumps, die alle im Normbereich liegen sollen.

Trump hatte nach dem Krankenhausbesuch auf Twitter geschrieben, der Besuch sei „Phase eins“ seiner jährlichen ärztlichen Untersuchung gewesen, die nächstes Jahr abgeschlossen werde: „Alles sehr gut (großartig!).“

Medienberichte über Herzinfarkt

US-Medien hatten die Frage aufgeworfen, ob es sich tatsächlich um eine Routineuntersuchung gehandelt habe. Trump sagte nun am Rande einer Kabinettssitzung, er sei nach seiner Rückkehr ins Weiße Haus auf Medienberichte angesprochen worden, wonach er einen Herzinfarkt gehabt haben solle. „Die Presse in diesem Land ist gefährlich“, kritisierte er. „Wir haben keine Pressefreiheit in diesem Land, wir haben das Gegenteil. Wir haben sehr korrupte Medien.“

Der US-Sender CNN verwies auf einen früheren Arztbericht aus der Zeit von Trumps Bewerbung um die Präsidentschaftskandidatur der Republikaner im Jahr 2015. Darin war Trump von seinem damaligen Arzt Harold Bornstein hervorragende Gesundheit bescheinigt worden. Bornstein sagte CNN später, Trump habe ihm den Bericht diktiert.

Inland

Die im Zuge der Aufhebung der Bundespräsidenten-Stichwahl bekannt gewordenen Gesetzesverstöße von Wahlbehörden rund um die Auszählung der Briefwahlstimmen beschäftigen weiterhin die Justiz. Dies nicht nur mit einzelnen noch offenen Verfahren zur Stichwahl 2016, sondern auch mit staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen zur früheren Wahlen in Kärnten und Tirol.

WKStA fühlt sich nicht zuständig

Aufs Tapet kamen mögliche Verfehlungen bei früheren Wahlen mit Aussagen in den Hofburg-Stichwahlverfahren. Da erklärten einige Wahlbehördenmitglieder, man habe es „immer so gemacht“. Aber anders als bei der Hofburg-Stichwahl erachtete sich die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft(WKStA) für frühere Wahlen aber nicht zuständig.

Zwar wurden Anhaltspunkte (also solche Aussagen) auch an die WKStA herangetragen. Diese Fälle habe man aber an die örtlich zuständigen Staatsanwaltschaften abgetreten, erklärte eine Sprecherin. Damit müssen Vorhabensberichte den Oberstaatsanwaltschaften (OStA) – und nicht der WKStA – vorgelegt werden.

Innsbruck und Graz mit einigen Fällen beschäftigt

Die Staatsanwaltschaft Innsbruck hat der OStA bereits wegen früherer Vorfälle einen Vorhabensbericht übermittelt. Die Grazer Staatsanwaltschaft ist mit (an sie abgetretenen) Kärntner Fällen beschäftigt. Zum einen wird gegen 18 Beschuldigte der Bezirkswahlbehörde Hermagor ermittelt, und zwar im Zusammenhang mit den Nationalratswahlen 2013 und 2017 sowie den EU-Wahlen 2014 und 2019.

Das zweite Verfahren in Graz betrifft die Bezirkswahlbehörde des Bezirks Villach-Land: In diesem Fall wird gegen zehn Beschuldigte wegen des ersten Wahlgangs der Bundespräsidentenwahl 2016 ermittelt.

Seit Wochenbeginn verhandeln ÖVP und Grüne in mehr als 30 Fachgruppen einen möglichen Koalitionspakt. Bisher sei man zufrieden, es laufe gut, hieß es nach dem zweiten Tag. Details wollte man vorerst keine bekanntgeben. Klar war nur, dass täglich Treffen stattfinden. Wann die sechsköpfigen Steuerungsteams beider Parteien wieder miteinander reden, war ebenfalls noch offen.

In der laufenden Woche werde man wohl noch keine ersten Ergebnisse bekanntgeben, frühestens kommende Woche könnte das passieren, wurde erklärt. Die 33 Fachgruppen mit mehr als 100 Verhandlerinnen und Verhandlern, die sechs Hauptgruppen zugeordnet sind, agieren eigenverantwortlich und sollen der Steuergruppe regelmäßig berichten. Zeitliche Vorgaben gebe es keine.

Der tschechische Großaktionär der Casinos Austria, Sazka, hat sich gegen den Finanzvorstand Peter Sidlo gestellt. In einer außerordentlichen Versammlung soll über eine Abberufung diskutiert werden, hieß es. Zuerst berichtete die „Presse“ gestern darüber.

Über die Gesellschaft Medial hält Sazka rund 38 Prozent an der Casinos Austria AG (CASAG), schrieb der „Standard“. In einem Schreiben, das der Zeitung vorliegt, hieß es, dass die Entziehung des Vertrauens gerechtfertigt sei. Das Ansehen würde durch die jüngsten Ereignisse leiden. Am 10. Dezember solle nun über Sidlo entschieden werden, schrieben „Standard“ und „Presse“.

Abberufung möglich

Zwar könne die Hauptversammlung den Vorwurf, Sidlo sei deshalb im Vorstand, weil es einen Deal zwischen dem Glücksspielkonzern Novomatic (17 Prozent Beteiligung an Casinos Austria) und der FPÖ gebe, nicht beurteilen. Faktum sei aber, so zitiert die „Presse“, dass das Unternehmen durch die entsprechende mediale Berichterstattung imagemäßig in Mitleidenschaft gezogen worden sei.

Da die Ermittlungen noch weiter dauern werden, sei auch anzunehmen, dass Sidlo noch länger beurlaubt werden würde. Eine Abberufung des Vorstandsmitglieds ist laut Aktiengesetz möglich. Dort heißt es, dass der Aufsichtsrat die Bestellung widerrufen kann, wenn ein wichtiger Grund vorliegt.

„Ein solcher Grund ist namentlich grobe Pflichtverletzung, Unfähigkeit zur ordnungsgemäßen Geschäftsführung oder Entziehung des Vertrauens durch die Hauptversammlung …“, heißt es in Paragraf 75 des Aktiengesetzes.

Termin für Sondersitzung steht

Spannend wird es nun, wie bei einer außerordentlichen Hauptversammlungen die Republik Österreich, die über die Staatsholding ÖABG 33,24 Prozent an den Casinos hält, auf den Vorstoß des tschechischen Großaktionärs reagieren wird.

Die von SPÖ, Grünen und NEOS einberufene Sondersitzung des Nationalrats zur Causa Casinos wird unterdessen am Dienstag stattfinden. Auf der Tagesordnung steht eine Dringliche Anfrage an Finanzminister Eduard Müller, der zur Affäre um Korruptionsverdacht und Postenschacher rund um den teilstaatlichen Glücksspielkonzern Auskunft geben soll.

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EU

Ungarn und Polen haben einen Beschluss zur Stärkung der Rechtsstaatlichkeit in der EU blockiert. Nach Angaben von Diplomaten stellten sich die beiden Länder gestern bei einem Ministertreffen in Brüssel gegen das Vorhaben, Berichte der Kommission zum Thema künftig auch als eine Grundlage für den jährlichen Rechtsstaatsdialog unter den Mitgliedsstaaten zu nutzen.

Der Kommission werde von Ungarn und Polen Voreingenommenheit und Parteilichkeit vorgeworfen, hieß es. Hintergrund seien die Verfahren, die die Behörde unter anderem wegen der polnischen Justizreform und dem Vorgehen Ungarns gegen Flüchtlingshelfer eingeleitet hat.

Wegen des Widerstands der Regierungen in Warschau und Budapest gab es heute so nur eine Erklärung der derzeitigen finnischen EU-Ratspräsidentschaft zum Rechtsstaatsdialog. Die bei dem Ministertreffen eigentlich geplanten Ratsschlussfolgerungen mit Beschlüssen zur Weiterentwicklung des Dialogs hätten Einstimmigkeit unter den Mitgliedsstaaten erfordert.

Wirtschaft

Singende Puppen, sprechende Plüschtiere und lärmende Fabelwesen sind zur Weihnachtszeit Verkaufsschlager. In einem Test des Vereins für Konsumenteninformation (VKI) und der deutschen Stiftung Warentest erwiesen sich aber Schadstoffe als Spielverderber: Erzeugnisse, die Naphthalin, Nitrosamine und weitere potenziell gefährliche Substanzen enthalten, gehören nicht in Kinderhände, wurde heute gewarnt.

Von 23 Produkten schnitten sieben mit „weniger zufriedenstellend“ bzw. „nicht zufriedenstellend“ ab. Allerdings erfüllten alle Spielwaren die rechtlichen Vorgaben, auch was die kritisierten Stoffe betrifft. Die Konsumentenschützer und -schützerinnen wenden aber „aus Vorsorgegründen“ strengere Kriterien als der Gesetzgeber an.

Dass diese leicht eingehalten werden können, „beweisen die 16 anderen getesteten Figuren“, in denen entweder keine Schadstoffe nachgewiesen wurden bzw. nur in geringer Konzentration, wird argumentiert.

Auch „Eiskönigin Elsa“ betroffen

Am häufigsten stießen die Tester auf Naphthalin. Die zu den polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) zählende Substanz steht im Verdacht, Krebs zu erzeugen. „Im Drachen Ohnezahn von Spin Master, im Roboter Marvin von Revell, in der Eiskönigin Elsa von Hasbro und im Esel Emmi von Sterntaler fanden wir kritische Mengen davon; ebenfalls hoch belastet war die Plüsch-Katze von Vtech“, berichtete der VKI.

Ein hoher PAK-Gehalt sei auch im Textil des Reißverschlusses von Theodor mit Lautsprecher der Marke Nici festgestellt worden. „Im Baby Lea von IMC Toys fanden wir hohe Mengen an Nitrosaminen. Einige dieser Verbindungen sind krebserzeugend und können sich lösen, wenn man das Spielzeug in den Mund nimmt.“

Ein „nicht zufriedenstellend“ wurde aber nicht vergeben, weil die Schadstoffe im Ärmelgummiband der Puppe stecken, das man nur mit Mühe mit dem Mund erreichen könne.

Keine Probleme mit der Technik

Nichts zu beanstanden gab es bei der Technik: Bei keiner Figur lösten sich leicht zu verschluckende Kleinteile, kein Spielzeug war zu laut, auch heiß laufende Batterien oder zu grelle LEDs wurden nicht festgestellt.

Keine Probleme gab es bei drei untersuchten Produkten, die per Apps steuerbar sind und über Bluetoothschnittstellen verfügen. Weder bei Bouncin Babies Bonny von Simba noch bei Einhorn Theodor von Nici und My First Robot von Tinkerbots fanden die Tester Hinweise auf Schwachstellen bei der Datensicherheit.

Japans Exporte sind den elften Monat in Folge gesunken. Im Oktober wurden 9,2 Prozent weniger japanische Waren ins Ausland geliefert als im Vorjahresmonat, wie aus gestern veröffentlichen Daten des Finanzministeriums hervorgeht. Von Reuters befragte Analysten und Analystinnen hatten einen Rückgang von 7,6 Prozent erwartet.

Der Handelsstreit zwischen China und den USA wirkt sich auf die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt aus, weil vor allem die Nachfrage nach japanischen Gütern aus China und anderen asiatischen Handelspartnern stockt. Doch auch die Exporte in andere Regionen gingen zurück: der Überseehandel von Autos und Flugzeugtriebwerken in die USA fiel drastisch.

Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) hat die Fusion der BBT&T und ihrer Rivalin SunTrust Banks bewilligt. Ihre Genehmigung sei von mehreren Maßnahmen abhängig gewesen – unter anderem musste BB&T zur Abmilderung der Wettbewerbsauswirkungen 30 Filialen und Einlagen in Höhe von mehr als 2,4 Milliarden Dollar (2,17 Mrd. Euro) veräußern, wie die Fed gestern erklärte.

Außerdem muss SunTrust neue Bedingungen einer Zustimmungsverfügung erfüllen, nachdem die Fed festgestellt hatte, dass bestimmte Geschäftskunden und -kundinnen in Bezug auf die Abrechnung einiger Produkte getäuscht wurden. Die in der ehemaligen Tabakmetropole Winston-Salem (North Carolina) ansässige Regionalbank BB&T und die SunTrust Banks aus Atlanta (Georgia) verschmelzen damit zum sechstgrößten Institut der USA mit rund zehn Millionen Kunden.

Sport

Chronik

In einer Berliner Privatklinik ist gestern während eines Vortrags der Referent erstochen worden. Am späten Abend bestätigte die Polizei, dass es sich bei dem Opfer um Chefarzt Fritz von Weizsäcker handelt, Sohn des früheren deutschen Präsidenten Richard von Weizsäcker.

Laut einer Polizeisprecherin soll der Arzt plötzlich von einem Mann angegriffen worden sein. Ein Mann aus dem Zuschauerraum soll dazwischen gegangen und dabei selbst schwer verletzt worden sein. Weizsäcker starb noch an Ort und Stelle. Der Tatverdächtige wurde festgenommen.

Eine Mordkommission nahm Ermittlungen auf. Weitere Angaben zum Täter sowie dem Hintergrund der Tat machte die Sprecherin offiziell nicht.

Der Vorfall ereignete sich gegen 18.50 Uhr in der privaten Schlosspark-Klinik in der Nähe des Charlottenburger Schlosses. In der Klinik gibt es laut Website regelmäßig Veranstaltungen, die sich in der Regel an interessierte medizinische Laien wenden, die etwas über Erkrankungen, deren Diagnose und Therapiemöglichkeiten erfahren möchten. Für gestern Abend war ein Vortrag zum Thema Fettleber angesetzt („Fettleber – (K)ein Grund zur Sorge?“).

In den USA ist gegen zwei Gefängniswärter Anklage in der Causa Epstein erhoben worden. Sie hatten in der Todesnacht Epsteins Dienst und kommen nun wegen mutmaßlicher Falschangaben zu Kontrollgängen vor Gericht.

In der am Montag bei einem New Yorker Gericht eingereichten Anklageschrift wird den Wärtern vorgeworfen, die vorgeschriebenen Kontrollen der Zelle des prominenten Häftlings in dem Hochsicherheitsgefängnis unterlassen und das dann mit falschen Dienstprotokollen vertuscht zu haben.

Uni distanziert sich von Prinz Andrew

Nach dem umstrittenen Fernsehinterview von Prinz Andrew zu den gegen ihn erhobenen Missbrauchsvorwürfen gehen unterdessen eine britische Universität und mehrere Unternehmen auf Distanz zu dem Mitglied des britischen Königshauses. Bei der nächsten Sitzung des Verwaltungsrats in der kommenden Woche werde Prinz Andrews Position als Schirmherr der London Metropolitan University auf den Prüfstand gestellt.

Das gab ein Sprecher der Universität bekannt. Die Hochschule distanziere sich „von jeglicher Form der Diskriminierung, des Missbrauchs, des Menschenhandels und von jeder Handlung, die gegen ihre Werte verstößt“, sagte der Sprecher. Die Studierenden der Huddersfield University in Nordengland forderten inzwischen einen Rücktritt von Prinz Andrew als Schirmherr. Er sei wegen der Missbrauchsvorwürfe als Repräsentant der Uni „absolut unpassend“.

Kritik nach Interview zu Epstein-Skandal

Mehrere Unternehmen kündigten zudem an, ihre finanzielle Unterstützung für einen von Prinz Andrew gegründeten Verband zur Wirtschaftsförderung einzustellen. Die Bank Standard Chartered nannte „kommerzielle Gründe“ für die Entscheidung. Der Versicherungsriese AON forderte laut einem Bericht der „Financial Times“, dass sein Logo von der Website von Andrews Verband entfernt wird.

In einem Fernsehinterview hatte Prinz Andrew Missbrauchsvorwürfe einer Frau im Zusammenhang mit dem Skandal um den US-Sexualstraftäter Epstein zurückgewiesen. Zahlreiche Medien und Beobachter hatten anschließend kritisiert, dass der Royal dabei kein Wort des Mitgefühls mit Epsteins Opfer verloren hatte.

Der US-Multimillionär Epstein soll jahrelang minderjährige Mädchen und junge Frauen sexuell missbraucht und zur Prostitution angestiftet haben. Er hatte gute Kontakte zu zahlreichen Politikern und Prominenten. Die Zeugin Virginia Giuffre hatte ausgesagt, von Epstein zum Sex mit dessen wohlhabenden Freunden gezwungen worden zu sein, darunter auch mit Prinz Andrew. Das wies der Prinz in dem Fernsehinterview kategorisch zurück. Epstein hatte sich am 10. August laut Behördenangaben in einem New Yorker Gefängnis das Leben genommen.

Nach dem Bruch einer Fernwasserleitung in Russland ist ein Auto mit zwei Männern in ein Loch mit kochendem Heizungswasser gestürzt. Die beiden Insassen seien dabei ums Leben gekommen, teilte die Polizei gestern mit.

Ihr Wagen stand auf einem Parkplatz in der Stadt Pensa etwa 550 Kilometer südöstlich von Moskau, als plötzlich der Asphalt direkt darunter zusammenbrach.

Auf Bildern in lokalen Medien war zu sehen, wie das Fahrzeug komplett in dem Loch versank. Wasserdampf stieg auf. Die Polizei will nun prüfen, wie das Rohr mit heißem Wasser für Heizungen brechen konnte.

Der in der Nacht auf Donnerstag in der Flugfeld-Kaserne in Wiener Neustadt (Niederösterreich) verstorbene Soldat ist tatsächlich durch Hundebisse ums Leben gekommen. Das bestätigte die Obduktion. Der Fall ist immer noch völlig rätselhaft.

Mehr dazu in noe.ORF.at

Aggressive Militärhunde nicht erwünscht

Nach dem tödlichen Unfall in Niederösterreich herrscht auch im Ausbildungszentrum für Militärhunde in Kaisersteinbruch (Burgenland) große Betroffenheit. Dort betont man, dass übermäßig aggressive Tiere nicht erwünscht seien.

Mehr dazu in burgenland.ORF.at

Bundesheerangestellter von Polizeihund gebissen

Wie erst gestern bekanntwurde, ist vor einer Woche ein 57-jähriger Bundesheerbediensteter von einem Polizeidiensthund im Rahmen einer gemeinsamen Übung von Bundesheer und Polizei angefallen und verletzt worden.

Mehr dazu in steiermark.ORF.at

Kultur

Die britische Popband Coldplay hat wenige Tage vor Erscheinen ihres neuen Albums „Everyday Life“ die Songtexte veröffentlicht – sehr weit entfernt vom üblichen Musikbetrieb. Die Texte von 15 neuen Liedern finden sich in einer neuseeländischen Lokalzeitung, der „Otago Daily Times“.

Das Blatt mit einer Auflage von 43.000 Exemplaren, das auf der Südinsel des Pazifikstaats erscheint, bekam das Material im Voraus. Warum die „Otago Daily Times“ ausgewählt wurde, konnte die Zeitung nicht klären. Die Plattenfirma Warner Music ließ es offen.

15 Anzeigen in Lokalzeitung

Die Texte des ersten Coldplay-Studioalbums seit 2015 fanden sich in 15 Anzeigen, die über das Blatt verteilt waren. Erläuterungen gab es dazu nicht.

Erst als die Band um Chris Martin (42) auf ihrem offiziellen Twitter-Konto darauf hinwies, klärte sich die Sache auf. Mit Hits wie „Fix You“ oder „Yellow“ gehört Coldplay zu den erfolgreichsten Musikgruppen weltweit. Das Album erscheint am Freitag.

Seite an Seite sind Schauspielerin Kristen Bell und Musical-Darstellerin Idina Menzel gestern mit zwei Sternen in Hollywood verewigt worden. Vor jubelnden Fans und Fotografen enthüllten die beiden Stars des neuen Animationsfilms „Frozen – Die Eiskönigin 2“ die Plaketten auf dem berühmten Walk of Fame.

Sie habe „verdächtig viel Glück“ in ihrer Karriere gehabt, sagte Bell in ihrer Dankesrede – und schwärmte zugleich von der einzigartigen Stimme ihrer Kollegin. Bereits in dem Originalfilm „Die Eiskönigin – Völlig unverfroren“ vertonte Bell die Figur Anna, und Menzel verlieh Elsa ihre Stimme.

Doppelte Ehrungen auf dem Walk of Fame sind selten. So wurden etwa die Schauspieler Goldie Hawn und Kurt Russell 2017 mit zwei Sternenplaketten nebeneinander gefeiert. Im Jahr zuvor erhielten Cyndi Lauper und Harvey Fierstein für ihr Hitmusical „Kinky Boots“ gemeinsame Sterne. 2012 wurde dem Schauspielerpaar Felicity Huffman und William H. Macy die doppelte Ehre zuteil.

Bei einem Glücksspiel für einen guten Zweck in Paris können Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein Bild des spanischen Malers Pablo Picasso im Wert von einer Million Euro gewinnen. Interessierte können für die Auslosung am 6. Jänner in Paris eines von insgesamt 200.000 Tickets zum Preis von je 100 Euro erwerben, wie die Organisatoren gestern mitteilten. Dem glücklichen Gewinner winkt das Bild „Stillleben“ aus dem Jahr 1921.

Die Organisatoren wollen durch den Losverkauf insgesamt 20 Millionen Euro zusammentragen. Der Besitzer des Gemäldes, Kunstsammler David Nahmad, soll eine Million Euro erhalten, während der Rest des Erlöses an ein Projekt der Hilfsorganisation CARE in Afrika gehen soll.

Das derzeit noch im Pariser Picasso-Museum ausgestellte Gemälde zeigt eine geometrische Komposition mit einem Stück Zeitung sowie einem Absinthglas. Es handle sich um ein Bild aus einer Zeit, in der Picasso „die realistischen und kubistischen Strömungen synthetisiert hat“, sagte Museumsdirektor Laurent Le Bon. Das Werk rege zum „Denken und Träumen“ an.

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Panorama