Israelischer Luftschlag bei Rafah: Berichte über Tote
Das israelische Militär hat nach eigenen Angaben gestern ein Anwesen bei Rafah angegriffen, in dem „Hamas-Terroristen operiert“ hätten. Der Angriff habe legitimen Zielen im Sinne internationalen Rechts gegolten, teilte das Militär mit. Der Angriff sei auf Grundlage präziser Aufklärung mit Präzisionsmunition ausgeführt worden.
Nach Angaben des Palästinensischen Roten Halbmonds sollen Zelte geflüchteter Zivilisten getroffen worden sein.
Auf X (Twitter) hieß es, es habe bei dem Bombardement nordwestlich der Stadt Rafah zahlreiche Tote und Verletzte gegeben. Ärzte im Gazastreifen sprachen von mindestens 28 Toten. Unklar sei, wie viele Menschen sich noch in eingestürzten oder brennenden Zelten befänden.
Israel will Berichte prüfen
Der Rote Halbmond erklärte, das getroffene Gebiet sei eine der ausgewiesenen humanitären Zonen für jene, die wegen der israelischen Kampfhandlungen zur Evakuierung gezwungen gewesen seien. Die Angaben der Helfer ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.
Das israelische Militär erklärte, die Berichte, dass infolge des Luftangriffs ein Feuer ausgebrochen sei, bei dem Unbeteiligte verletzt worden seien, würden überprüft.
Raketen aus Gazastreifen auf Israel abgefeuert
Zuvor hatte die radikalislamische Terrororganisation Hamas erstmals seit vier Monaten vom Gazastreifen aus Raketen auf den Großraum Tel Aviv gefeuert. Im Stadtzentrum von Tel Aviv waren mehrere Explosionen zu hören. In mehreren Städten im Großraum der Küstenmetropole gab es Raketenalarm. Der militärische Hamas-Arm reklamierte die Angriffe für sich. Zwei Frauen wurden nach Angaben von Sanitätern leicht verletzt, als sie in Schutzräume eilten.
Nach israelischen Militärangaben wurden acht Raketen aus der Stadt Rafah im Süden des Gazastreifens auf die israelische Küstenmetropole abgefeuert. Mehrere Geschoße seien von der Raketenabwehr abgefangen worden, teilte die Armee mit. Zuletzt war Tel Aviv am 29. Jänner mit Raketen aus dem Gazastreifen angegriffen worden.