Ausland

Bei der UNO-klimakonferenz in Madrid sind die Fronten weiter verhärtet. Bei einem informellen Austausch äußerten sich gestern diverse Delegierte sehr unzufrieden mit den Entwürfen der Beschlusstexte, die die chilenische Präsidentschaft in der Früh vorgelegt hatte.

Die EU sowie Vertreter von Entwicklungs- und Schwellenländern kritisierten, dass in den Texten nicht deutlich gemacht werde, dass die nationalen Klimaschutzziele zur Umsetzung des Pariser Klimaabkommens deutlich angehoben werden müssten.

„Für die EU ist es unmöglich“

Der Feststellung der COP-Präsidentin und chilenischen Umweltministerin Carolina Schmidt, mit den neuen Beschlusstexten sei eine Lösung gelungen, „die für alle funktioniert“, wurde von allen Delegierten, die sich zu Wort meldeten, widersprochen.

„Für die EU ist es unmöglich, diese COP zu verlassen ohne eine Botschaft für starke Ambition“, sagte eine Vertreterin der EU-Delegation, die auch Österreich vertritt, im Plenum. Die Texte müssten daher überarbeitet werden.

Thunberg: Gipfel scheint zu scheitern

Die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg kritisierte die mangelnden Fortschritte des Gipfels. Es sehe so aus, als würde die Konferenz gerade scheitern, schrieb die 16-Jährige auf Twitter. „Die Wissenschaft ist eindeutig, aber die Wissenschaft wird ignoriert.“

An dem Kampf, den sie zusammen mit ihren Mitstreitern gegen die Klimakrise führe, ändere das aber nichts: „Was auch immer passiert: Wir werden niemals aufgeben. Wir haben gerade erst angefangen“, twitterte Thunberg, die selbst einige Tage lang bei dem Gipfel dabei war.

Libanesische Sicherheitskräfte sind mit Tränengas und Gummigeschossen gegen Demonstranten und Demonstrantinnen in Beirut vorgegangen. Mehrere Protestteilnehmende versuchten gestern im Zentrum der Hauptstadt, Absperrungen im Bereich des Parlaments und des Regierungssitzes zu durchbrechen.

Bereitschaftspolizisten schlugen auf einige Demonstranten und Demonstrantinnen ein und nahmen mehrere fest. Die staatliche Nachrichtenagentur NNA meldete, einige Menschen seien vom Tränengas ohnmächtig geworden.

Die Proteste halten seit Mitte Oktober an. Sie richten sich gegen die politische Elite des Landes. Auslöser sind unter anderem steigende Lebenshaltungskosten. Saad al-Hariri trat Ende Oktober als Ministerpräsident zurück, doch Bemühungen zur Bildung eines neuen Kabinetts stecken seither in einer Sackgasse fest.

Ein Sondertribunal in Kolumbien hat nach Hinweisen auf ein Massengrab mit dutzenden Zivilisten Ausgrabungen auf einem Friedhof im Nordwesten des Landes angeordnet. Mehr als 50 Menschen seien in dem Ort Dabeida vermutlich von der Armee hingerichtet und verscharrt worden, teilte das Sondergericht für den Frieden (JEP) gestern mit.

Bei den Opfern handle es sich um Männer im Alter von 15 bis 56 Jahren. Sieben Leichen seien bereits exhumiert worden. Die Aussage eines Soldaten, der mit dem JEP kooperiert, hatte den Fall ins Rollen gebracht. Das Sondergericht soll Menschenrechtsverbrechen während des jahrzehntelangen Konflikts zwischen den linksgerichteten Rebellen der Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (FARC) und der kolumbianischen Regierung aufklären, der 2016 mit der Unterzeichnung eines Friedensabkommens beendet wurde.

Bei den Kämpfen zwischen der Armee, linksgerichteten Guerillagruppen und rechten Paramilitärs waren in Kolumbien seit 1963 mehr als 260.000 Menschen getötet worden. Rund 2.250 Menschen sollen bei außergerichtlichen Hinrichtungen ermordet worden sein, die meisten von ihnen in den Jahren 2006 bis 2008 unter der Regierung des damaligen Präsidenten Alvaro Uribe.

Algeriens Armeechef Ahmed Gaid Salah hat dem neu gewählten Präsidenten Abdelmadjid Tebboune seine Unterstützung zugesagt. Er gratuliere Tebboune zu seinem Wahlerfolg, erklärte Gaid Salah gestern. Der frühere Regierungschef könne das Land mit seiner Erfahrung in eine besser Zukunft führen. Die Armee werde ihn dabei unterstützen.

Tebboune war am Freitag unter massiven Protesten zum Sieger der Präsidentschaftswahl erklärt worden. Der 74-Jährige ist ein früherer Vertrauter des langjährigen Staatschefs Abdelaziz Bouteflika, der im April angesichts landesweiter Proteste zurückgetreten war.

Wahlbeteiligung bei 40 Prozent

Die Protestbewegung „Hirak“, die weitreichende Reformen verlangt, hatte die Präsidentschaftswahl am Donnerstag boykottiert. Die Wahlbeteiligung lag bei knapp 40 Prozent und damit so niedrig wie noch nie seit der Unabhängigkeit Algeriens von Frankreich im Jahr 1962.

Armeechef Gaid Salah, der seit dem Rücktritt Bouteflikas als starker Mann Algeriens gilt, sprach am Samstag dennoch von einer „enormen Wahlbeteiligung“ und lobte die guten „Sicherheitsbedingungen“ während der Abstimmung.

Nach dem Anschlag der Jihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) auf ein Militärlager im Niger mit mehr als 70 Toten hat die Anti-Terrorallianz G-5 für heute ein außerordentliches Gipfeltreffen einberufen. An dem Treffen in Niamey, der Hauptstadt des Niger, nehmen die Staatschefs von Mali, Burkina Faso, Niger, Mauretanien und des Tschad teil.

Hunderte jihadistische Kämpfer hatten am Dienstag einen Stützpunkt der nigrischen Armee nahe der Grenze zu Mali angegriffen und 71 Soldaten getötet. Es war die tödlichste Attacke seit dem Beginn islamistisch motivierter Gewalt in dem westafrikanischen Land 2015. Die Antiterrorallianz G-5, die Jihadisten in der Sahelzone militärisch bekämpft, war 2014 mit Unterstützung Frankreichs ins Leben gerufen worden.

Inland

ÖVP-Chef Sebastian Kurz hat sich am Wochenende zu den Koalitionsverhandlungen mit den Grünen geäußert. Sowohl „Kurier“ als auch „Krone“ zitierten gestern den Bundesparteiobmann mit demselben Inhalt: Anfang Jänner soll die nächste Regierung stehen.

In beiden Medien heißt es, dass die Verhandlungen zwischen den Parteien nicht immer einfach gewesen seien. In der „Krone“ werden die Gespräche als „etwas zäh“ beschrieben, der „Kurier“ berichtete, dass der ÖVP ob der Forderungen der Grünen „öfter die Luft“ weggeblieben sei.

So hätten etwa die Grünen-Verhandler und -Verhandlerinnen gefordert, dass in Fußballstadien nach 20 oder 21 Uhr das Licht abgedreht werden müsse, damit die Scheinwerfer die Insekten nicht irritieren. Oder: Das Wort „Entwicklungsland“ soll aus dem offiziellen Sprachgebrauch entfernen werden. Es sei veraltet, korrekt sei: „Partnerländer aus den Fortschrittszonen des globalen Südens.“

Keine Vermögens- und Erbschaftssteuer

Laut „Krone“ erteilte ÖVP-Chef Kurz Vermögens- und Erbschaftssteuer eine Absage, und von der neuen Sozialhilfe (Mindestsicherungsreform, Anm.) werde nicht abgewichen, wird Kurz zitiert. Außerdem sollen klimaschädliche Emissionen verteuert, öffentliche Verkehrsmittel billiger werden, so der „Kurier“, der sich auf einen „Eingeweihten“ beruft.

Wann der Koalitionspakt stehen soll, dürfte auch schon klar sei: Zwischen 7. und 11. Jänner. Fix soll das Abkommen aber erst sein, wenn der Grünen-Bundeskongress darüber entschieden hat. Bei der ÖVP muss laut Statut nur der Parteiobmann das Papier absegnen.

Grüne: Bei Klimaschutz weit auseinander

Zuletzt hieß es, dass die Verhandlungen auch nach den Weihnachten stattfinden werden. Vorgesehen sind drei Tage Pause von 24. bis 26. Dezember. Ab Freitag, 27. Dezember soll es dann weitergehen.

Ende November hatte bereits „Heute“ berichtet, dass ein Koalitionspakt Anfang Dezember vorgestellt wird. Auch Gerüchte, wonach die Grünen einen Termin für ihren Bundeskongress fixiert hätten, kursierten. Beides wurde dementiert.

Die Grünen selbst sagten in den vergangenen Tagen, dass allen voran das Thema Klimaschutz sehr unterschiedlich von den Parteien gesehen wird. Man sei noch weit von einer Einigung entfernt, hieß es.

Gemeinsame Anträge

Allerdings hatten die Koalitionsverhandler vergangene Woche bereits vorgesorgt: Sie brachten gemeinsam zwei Fristsetzungsanträge für Änderungen beim Bundesministeriengesetz sowie für das Budgetprovisorium 2020 in den Nationalrat ein.

Folge der Anträge ist, dass bei der nächsten Nationalratssitzung darüber beraten werden muss – auch wenn noch kein Ausschussbericht vorliegt. Bedeutet: Damit wird es möglich, die Gesetze rasch im Plenum zu beschließen.

Sport

Nach zwei Bundesliga-Niederlagen in Serie ist der FC Bayern München in der heimischen Meisterschaft auf die Siegerstraße zurückgekehrt – und das eindrucksvoll. Die Münchner, für die Jungpapa David Alaba durchspielte, drehten das Heimspiel gegen Werder Bremen gestern nach frühem Rückstand zum souveränen 6:1-Erfolg. Robert Lewandowski gelangen seine Saisontreffer 17 und 18, Philippe Coutinho erzielte sogar drei Tore.

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Sofia Goggia hat nach einem wilden Ritt mit nur einem Stock den Super-G in St. Moritz für sich entschieden. Die Italienerin gewann gestern nach einem Krimi 0,01 Sekunden vor ihrer Landsfrau Federica Brignone. Mit dem dritten Platz musste sich Vorjahressiegerin Mikaela Shiffrin (USA/+ 0,13) zufriedengeben. Nicole Schmidhofer verpasste als Vierte und damit beste Österreicherin das Podest knapp.

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Wirtschaft

Die Steiermark ist am dritten Einkaufssamstag im Advent zweigeteilt gewesen. Während der Schneefall in der Obersteiermark vor allem den Sportartikelumsatz in die Höhe trieb, wurden im sonnig-milden Graz Buchhändler und Parfümerien frequentiert.

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Indes protestierten in der Grazer Innenstadt Hunderte Menschen für den Klimaschutz. Es gab drei Demonstrationszüge, auf vielen Hauptverkehrsverbindungen kam es zu teils erheblichen Behinderungen.

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Chronik

In Albanien sind nach dem schweren Erdbeben im November mit 51 Toten mehrere Behördenmitarbeiter, Ingenieure und Bauunternehmer ins Visier der Justiz geraten. Es werde gegen 17 Verdächtige ermittelt, teilte die Staatsanwaltschaft gestern mit. Neun von ihnen seien festgenommen worden, nach acht weiteren werde noch gefahndet. Den Beschuldigten wird vorgeworfen, Bauvorschriften missachtet zu haben.

Nach Angaben der Polizei in der Küstenstadt Durres waren die Verstöße der Grund für den Einsturz mehrerer Gebäude während des Erdbebens am 26. November. 23 Menschen seien dabei ums Leben gekommen.

Das Beben der Stärke 6,4 war das verheerendste seit Jahrzehnten in dem armen Balkanstaat. Durrës und der nördlich der Hauptstadt Tirana gelegene Ort Thumane waren am schwersten betroffen.

Sturmböen und Überschwemmungen haben in Frankreich auch gestern zu schweren Stromausfällen geführt. Vorübergehend waren 40.000 Haushalte ohne Strom, wie der Energieversorger Enedis mitteilte. Am Abend seien noch 25.000 Haushalte betroffen gewesen. In elf Departements galt weiterhin die zweithöchste Warnstufe Orange.

Zwei Menschen kamen durch das Unwetter bisher ums Leben. Ein 70-Jähriger verunglückte im französischen Baskenland, als er mit seinem Auto gegen einen auf die Landstraße gestürzten Baum fuhr.

Die Rettungskräfte fanden in Espiens im Südwesten des Landes die Leiche eines 76-Jährigen. Der Pensionist war am Vorabend von den Wassermassen vor seinem Haus mitgerissen worden, als er seinen Briefkasten leeren wollte. Fünf weitere Menschen wurden schwer verletzt, als Bäume auf ihre Autos stürzten.

Die US-amerikanische Schauspielerin Sally Field hat in Washington mehr Engagement gegen den Klimawandel angemahnt. „Wir können uns nicht in unseren Komfortzonen, auf unseren Sofas zurücklehnen und uns fragen: Was können wir tun?“, sagte die 73-Jährige am Freitag, wo sie sich einer Protestaktion ihrer Kollegin Jane Fonda (81) anschloss. „Wir können etwas tun“, sagte Field.

Die zweifache Oscar-Preisträgerin wurde im Zuge der Kundgebung vor dem Kapitol von der Polizei abgeführt, wie auf der Twitterseite der Aktion „Fire Drill Fridays“ auf Videos zu sehen ist. Auch Fonda wurde in den vergangenen Wochen bei dem Klimaprotest festgenommen.

Fonda hatte den Protest mit einer Gruppe von Klimaschutz-Aktivisten unter dem Motto „Fire Drill Fridays“ erstmals im Oktober organisiert, um auf die drohenden Folgen des Klimawandels hinzuweisen und die Menschen zum Handeln zu bewegen. Die schwedische Klima-Aktivistin Greta Thunberg habe sie inspiriert. „Fire Drill“ bedeutet Brandschutzübung.

Kultur

Der „Superman“-Umhang aus einem Hollywood-Film und die Pfeife des Bilbo Beutlin aus „Herr der Ringe“ kommen bei einer großen Hollywood-Auktion unter den Hammer. Kinofans haben bei der Versteigerung im Auktionshaus Julien’s Auctions in Los Angeles am Montag die Chance, eines von rund 400 seltenen Erinnerungsstücken aus Blockbuster zu ergattern, wie nun bekanntwurde.

Supermankostüm
APA/AFP/Robyn Beck

Erwartet wird, dass der „Superman“-Umhang und Bilbos Pfeife mehrere hunderttausend Dollar einbringen. Der Sprecher des Auktionshauses, Jason DeBord, sagte, der „Superman“-Umhang sei ein „sehr seltenes“ Überbleibsel aus dem Film aus dem Jahr 1978. Getragen wurde das berühmte Kleidungsstück damals von dem inzwischen verstorbenen Schauspieler Christopher Reeve. Möglich sei, dass der Umhang für „nur ein paar hunderttausend Dollar“ versteigert werde, vielleicht aber auch „für eine halbe Million“, sagte DeBord.

Neben dem „Superman“-Umhang und Bilbos Pfeife kommt den Veranstaltern zufolge auch die bisher „wichtigste Sammlung“ an Fanartikeln aus der „Star Trek“-Reihe unter den Hammer, darunter eine Jacke, die der von William Shatner verkörperte Captain Kirk in „Star Trek 2: Der Zorn des Khan“ trug.

Zum Jahresausklang hat sich das Theater an der Wien noch eine Wiederentdeckung der besonderen Art verordnet: In einer Koproduktion mit dem berühmten Warschauer Teatr Wielki lässt man ab heute die Creme de la Creme der polnischen Klassikszene aufmarschieren und bringt gemeinsam mit dem ORF Radio-Symphonieorchester Wien (RSO Wien) und dem Arnold Schoenberg Chor die polnische Nationaloper „Halka“ auf die Bühne – ein Stück, das in Sachen Bombast und Wohlklang lieber klotzt als kleckert und alle Spielformen von Volkslied bis Polonaise in eine grande opera integriert.

Die Oper des Komponisten Stanislaw Moniuszko, der heuer seinen 200. Geburtstag gefeiert hätte, rund um die tragische Liebe zwischen einem Bauernmädchen und einem reichen Edelmann ist zentrales Identitätsstück in der polnischen Geschichte. Rund um die Uraufführung 1858 galt die Oper als Statement für die polnische Identität – auch gegen die Fremdbestimmungen von Preußen, Russland und dem Habsburger-Österreich. Nach dem Zweiten Weltkrieg war „Halka“ die erste Oper, die im wiedereröffneten Opernhaus Wroclawska in Wroclaw (Breslau) aufgeführt wurde.

Szene aus polnischer Oper „Halka“
Vereinigte Bühnen Wien

In der jetzigen Regie von Mariusz Trelinski wird „Halka“ in die Zeit des Kommunismus verlegt. Allerdings darf man sich dabei eine durchaus überzeichnete Version dieser Epoche erwarten. Und auch mit Blut wird in dieser Liebesgeschichte, die so tragisch endet, nicht gespart. Auf der Bühne des Theaters an der Wien wird jedenfalls alles aufgeboten, was das gegenwärtige Polen an Sängerstars hat, darunter Weltstar Piotr Beczala in der Rolle des Jontek.

Mehr zu den Hintergründen von „Halka“ auch in oe1.ORF.at

IT

Namen, Bankverbindungen und weitere persönliche Informationen: Diebe haben in Kalifornien Festplatten mit vertraulichen Daten Zehntausender Facebook-Mitarbeiter aus dem Auto eines Gehaltsbuchhalters gestohlen, wie der Konzern am Freitag mitteilte. Nutzerdaten seien nicht betroffen, erklärte Facebook auf Nachfrage.

Es gebe „keine Hinweise auf Missbrauch“ der Daten, betonte Facebook. Das Unternehmen gehe davon aus, dass es sich um einen zufälligen Diebstahl aus einem parkenden Auto handle und nicht um einen gezielten Versuch, „Mitarbeiterinformationen zu stehlen“. Der Vorfall ereignete sich im vergangenen Monat.

Disziplinarische Maßnahmen angekündigt

Betroffen seien etwa 29.000 ehemalige und derzeitige Mitarbeiter, die im vergangenen Jahr auf der Facebook-Gehaltsliste gestanden hätten. Als „Vorsichtsmaßnahme“ habe der Konzern die Betroffenen informiert. Ihnen sei kostenlose Unterstützung bei der Prüfung von Identitätsdiebstahl und Kontenmissbrauch angeboten worden.

Die Festplatten mit den Daten hätten einem Unternehmenssprecher zufolge den Facebook-Campus im Silicon Valley nicht verlassen dürfen. Der Konzern kündigte disziplinarische Maßnahmen an, nannte aber keine weiteren Details. Facebook unterstütze zudem die Ermittlungen der Polizei in dem Fall, hieß es weiter. Der Konzern war in den vergangenen Jahren immer wieder von Datenskandalen erschüttert worden.

Science

In Ägypten haben Archäologen bei Ausgrabungen eine Miniatur-Sphinx entdeckt. Die sehr gut erhaltene Statue sei 35 Zentimeter hoch und habe eine Länge von 55 Zentimetern, sagte der für Mittelägypten zuständige Antiquitätendirektor Dschamal al-Samstaui gestern. Die feinen Details des Gesichts zeigten die Fähigkeiten der alten ägyptischen Künstler.

Die Statue sei in der Nekropole Tuna al-Dschabal in der mittelägyptischen Provinz Minja gefunden worden. Die Sphinx ist ein ägyptisches Fabelwesen, häufig mit dem Körper eines Löwen und dem Gesicht eines Menschen. Die berühmteste Sphinx steht in Giseh bei Kairo nahe der Pyramiden. In den vergangenen Monaten hatten die Antikenbehörden des nordafrikanischen Landes immer wieder historische Ausgrabungsstücke präsentiert.

Religion

Leute

Die britische Queen Elizabeth II. ist zwar 93, aber ziemlich präsent: bei Terminen im ganzen Land, Treffen mit Premierminister Boris Johnson und auch in Sozialen Netzwerken. Der königliche Haushalt ist auf Twitter und Co. aktiv, und dafür sucht er eine neue Leitung des Teams für digitale Medien.

„Es geht darum, nie stillzustehen und neue Wege zu finden, um die Präsenz der Queen in der Öffentlichkeit und auf der Weltbühne zu pflegen“, heißt es in einer Anzeige, die der königliche Haushalt auch im Berufsnetzwerk LinkedIn hochlud. Ganz wichtig: Die Bewerber und Bewerberinnen müssen wissen, wie jegliche Risiken beim Auftritt in Sozialen Netzwerken vermieden werden können. Der Job bringt etwa 60.000 Euro im Jahr Gehalt – und Mittagessen umsonst.