Ausland

Inmitten wachsender Spannungen auf der koreanischen Halbinsel hat Nordkorea abermals ballistische Raketen abgefeuert. Südkoreas Militär habe heute den Start zweier Kurzstreckenraketen im Gebiet um Nordkoreas Hauptstadt Pjöngjang erfasst, teilte der Generalstab in Seoul mit.

Die Raketen seien ostwärts in Richtung offenes Meer geflogen. Wie weit sie flogen, war unklar. Die Streitkräfte hätten ihre Wachsamkeit erhöht, hieß es.

UNO-Beschlüsse untersagen der selbst ernannten Atommacht Nordkorea die Starts ballistischer Raketen, auch wenn sie nur für Testzwecke erfolgen sollten. Solche Raketen können je nach Bauart mit einem Atomsprengkopf bestückt werden. Nordkorea hatte zuletzt Ende August zwei Kurzstreckenraketen abgeschossen.

Inmitten regionaler Unruhen kündigt die nigrische Junta einen Militärpakt mit dem Nachbarland Benin auf. Benin habe „die Entsendung von Soldaten, Söldnern und Kriegsmaterial im Zusammenhang mit einer möglichen Intervention der ECOWAS genehmigt“, hieß es in einer gestern im Staatsfernsehen verlesenen Erklärung der Junta.

Die Behörden hätten daraufhin „beschlossen, das Abkommen über militärische Zusammenarbeit aufzukündigen“. Eine Reaktion aus Benin lag zunächst nicht vor.

Die westafrikanische Staatengruppe ECOWAS hat sich nach dem Staatsstreich Ende Juli bereit erklärt, im Niger militärisch einzugreifen, um die verfassungsmäßige Ordnung wiederherzustellen. Bisher setzt sie aber auf eine diplomatische Lösung.

Nach seiner umstrittenen Wiederwahl hat Simbabwes Präsident Emmerson Mnangagwa zwei wichtige Ministerposten mit seinem Sohn und seinem Neffen besetzt. Bei einer Zeremonie in der Hauptstadt Harare legten gestern mehr als 20 Minister und zehn Vertreter ihren Amtseid ab.

Mnangagwas Sohn Kudakwashe David Mnangagwa übernahm das Amt des stellvertretenden Finanzministers. Der Neffe des Präsidenten, Tongai Mnangagwa, wurde zum Vizetourismusminister ernannt.

Der Präsidentensohn ist damit Stellvertreter von Mthuli Ncube, den Kritiker und Kritikerinnen für den wirtschaftlichen Kollaps des Landes und die massive Inflation verantwortlich machen und der ungeachtet dessen im Amt blieb.

„Schlimmste“ Regierung seit der Unabhängigkeit

Die Opposition bezeichnete die neue Regierung als die „schlimmste“ seit der Unabhängigkeit des Landes. „Bestehend aus (Mnangagwas) Freunden, Angehörigen, Getreuen und den am wenigsten Qualifizierten ist das Kabinett das schlimmste seit Simbabwes Unabhängigkeit im Jahr 1980“, sagte Promise Mkwananzi, Sprecher der größten Oppositionspartei Citizens Coalition for Change (CCC).

Nach Angaben der Wahlkommission hatte der 80-jährige Amtsinhaber Mnangagwa die Wahl am 23. August bereits im ersten Durchgang für sich entschieden. Die Opposition weist das Ergebnis zurück.

Simbabwe wird seit der Unabhängigkeit von der Kolonialmacht Großbritannien 1980 von der Präsidentenpartei ZANU-PF beherrscht. Zunächst war 37 Jahre lang der Autokrat Robert Mugabe an der Macht. Als das Militär 2017 gegen den Staatschef putschte, kam Mugabes Vize Mnangagwa ins Amt.

In Venedig müssen Kurzbesucherinnen und Kurzbesucher künftig an bestimmten Tagen Eintritt zahlen. Der Gemeinderat der italienischen Lagunenstadt beschloss gestern, eine Gebühr von fünf Euro von Touristinnen und Touristen zu erheben, die nur für ein paar Stunden bleiben und nicht übernachten. Die Regelung soll im Frühjahr starten. 2024 soll sie zunächst an 30 Tagen gelten, an denen erfahrungsgemäß besonders viele Besucher kommen. Später soll sie ausgeweitet werden. Die genauen Termine sind noch offen.

Touristen in Venedig
Reuters/Manuel Silvestri

Im Kern hat Venedig – eines der bekanntesten Touristenziele der Welt – inzwischen nicht einmal mehr 50.000 ständige Einwohner. In der Hauptsaison sind an manchen Tagen mehr als doppelt so viele Reisende zu Gast. Der Zustrom bereitet seit vielen Jahren große Probleme. Insbesondere Kreuzfahrttouristen stehen in der Kritik. Deshalb gibt es schon seit längerer Zeit Überlegungen, Eintritt zu verlangen. Die Pläne sind allerdings auch bei den Einwohnern umstritten. Die Entscheidung wurde mehrfach verschoben.

Geplant ist nun, dass sich Tagesbesucher übers Internet einen QR-Code besorgen und aufs Handy laden können, der bei Kontrollen vorgezeigt werden muss. Andernfalls drohen Strafen zwischen 50 und 300 Euro. Von der Stadtverwaltung wird das Vorhaben damit begründet, dass es ein „Gleichgewicht der Interessen“ geben müsse.

Laut russischen Medienberichten sind zwei Ponys von Ex-Außenministerin Karin Kneissl mit einer Transportmaschine des russischen Militärs nach Russland gebracht worden. Die Onlineplattform The Insider schreibt, dass zwei Ponys am Samstag auf dem Flughafen Pulkowo in Sankt Petersburg gelandet seien. Transportiert worden sind sie mit einer Iljuschin Il-76 die laut Luftfahrzeugkennzeichen dem russischen Verteidigungsministerium zugerechnet wird.

Identifiziert wurde das Flugzeug auf Social-Media-Bildern eines örtlichen Reitvereins, der die Ankunft der Ponys vermeldete. Betont wurde in dem Eintrag zudem, dass der Transport von einem mit dem Reiterverein verbundenen Unternehmen durchgeführt worden sei. Das Veterinäramt von St. Petersburg veröffentlichte auf seiner Website zudem Bilder von der Untersuchung der Ponys in Anwesenheit Kneissls.

Übersiedlung aus dem Libanon

Laut dem Eintrag des Reitvereins begann die Route in Österreich, und sie hätten sechs Grenzen überquert. Wann und wo die Pferde an Bord der Militärmaschine kamen, geht aus den Berichten nicht hervor. Die Ponys dürften Österreich aber schon vor längerer Zeit verlassen haben: Aus dem Libanon, wo Kneissl bis vor Kurzem lebte, postete die ehemalige Außenministerin mehrere Fotos mit den beiden Tieren.

Das passt auch zu der scharfen Kritik an dem Ponytransport von einem russischen Militärblogger: Der User „Fighterbomber“ schrieb schon im Vorfeld des Transports auf Telegram, man wolle „statt eines Heldentrupps ein Pony verladen. Wenn das Land heute wirklich Ponys braucht, dann fliegt natürlich mit Ponys, aber schreibt mir, wessen Ponys das sind. Das ist sehr interessant.“ „Fighterbomber“ sprach in der Nachricht konkret die Militärs auf dem in Syrien gelegenen Militärflugplatz Hmeimim an.

Übersiedlung öffentlich gemacht

Kneissl gab gestern auch offiziell ihre eigene Übersiedlung nach St. Petersburg bekannt. Am Rande des Östlichen Wirtschaftsforums in Wladiwostok begründete sie ihre Entscheidung mit ihrer Tätigkeit in einem Thinktank, den die Staatliche Universität in St. Petersburg im Sommer für sie eingerichtet hatte.

„Ich war Kogründerin des GORKI-Zentrums und leite es. Weil es dort viel Arbeit gibt und das Zentrum viel Aufmerksamkeit benötigt, kann ich das nicht nebenbei machen und ich habe entschieden, für diese Arbeit nach St. Petersburg zu übersiedeln“, sagte Kneissl der staatlichen Nachrichtenagentur TASS. Den Sommer hatte sie im Dorf Petruschowo in der russischen Region Rjasan verbracht.

Ein Teil des von der rechts-religiösen israelischen Regierung vorangetriebenen Justizumbaus ist gestern erstmals vor dem Obersten Gerichtshof verhandelt worden. Die historische Anhörung war ein lebhafter und harter Schlagabtausch und damit ein Sinnbild des seit Monaten andauernden Machtkampfs und des Ringens um die Demokratie.

Wie viel auf dem Spiel steht, zeigte sich darin, dass es im Gerichtssaal – selbst für israelische Verhältnisse – sehr lebhafte Wortwechsel gab. Und das Ende der Ersten Republik in Österreich wurde als warnendes Beispiel zitiert.

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Inland

Das neue Schuljahr zeigt, dass immer öfter junge Lehramtsstudierende in den Schulklassen als Lehrkräfte eingesetzt werden. In einer Schule in Wien-Simmering hat etwa die Hälfte des Lehrpersonals keinen regulären Abschluss. Kritik kommt von der Österreichische Hochschülerinnen- und Hochschülerschaft (ÖH).

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Das Schuljahr hat gerade erst begonnen. Dass sich Kinder in ihrer Klasse wohlfühlen, wünschen alle Eltern ihren Kindern. Mobbing macht jedoch vielen Kindern und Jugendlichen den Schulalltag schwer. Studien zeigen, dass rund die Hälfte der Eltern nicht wissen, dass ihr Kind gemobbt wird. Auf welche Anzeichen Eltern achten sollten, erklären Expertinnen.

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Ukraine-Krieg

Nach einem mutmaßlichen Raketenangriff auf die Bucht von Sewastopol auf der russisch besetzten Krim ist der von Moskau eingesetzten Gebietsverwaltung zufolge ein Großbrand ausgebrochen. Dabei sei eine Werft in Brand geraten, mindestens 24 Menschen seien verletzt, teilte der von Russland eingesetzte Gouverneur Michail Raswoschajew über Telegram mit.

In der Werft in Sewastopol werden Schiffe der russischen Schwarzmeerflotte gebaut und repariert. Raswoschajew machte das ukrainische Militär für den Angriff verantwortlich. Seine Angaben konnten nicht unabhängig überprüft werden. Die Schwarzmeer-Halbinsel Krim war 2014 völkerrechtswidrig von Russland annektiert worden.

Ukraine meldet Drohnenangriff

Von ukrainischer Seite wurde indes ein russischer Drohnenangriff auf den Hafen von Ismail gemeldet. Dabei sind nach ukrainischen Angaben mindestens sechs Menschen verletzt worden. „Mehrere Gruppen von Drohnen wurden auf den Bezirk Ismail abgefeuert“, schrieb der Gouverneur der Region Odessa, Oleh Kiper, auf Telegram.

„Leider gab es Treffer: Der Hafen und andere zivile Infrastruktur wurden beschädigt.“ Das volle Ausmaß des Angriffs ist noch unklar. Von russischer Seite liegt zunächst keine Stellungnahme vor. Der Hafen ist einer der wichtigsten Getreideexporthäfen der Ukraine.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hält unter Druck der Zivilgesellschaft an einem zentralen Mittel im Kampf gegen die Korruption in seinem Land fest. Die digitalen Erklärungen von Staatsbediensteten zu ihren Vermögensverhältnissen sollten wieder öffentlich sein, sagte er gestern in Kiew. Selenskyj legte sein Veto ein gegen ein Gesetz des Parlaments, das ein weiteres Jahr Geheimhaltung für diese Informationen vorsah.

„Hier geht es nicht nur um die politische Verantwortung des Parlaments, sondern auch um unsere Beitrittsverhandlungen mit der EU“, sagte er in seiner abendlichen Videoansprache. Das Parlament solle seine Entscheidung noch im September korrigieren, verlangte er.

Die öffentliche Darlegung der Vermögen ranghoher Staatsdiener galt als wichtige Reform nach der Protestwelle auf dem Kiewer Unabhängigkeitsplatz 2014/15. Sie wurde 2022 wegen des russischen Angriffskrieges ausgesetzt. Das Parlament wollte die Offenlegung wieder einführen, verfügte aber die Sperre, die noch ein weiteres Jahr gelten solle. „Die Erklärungen müssen öffentlich sein. Sofort. Nicht erst nach einem Jahr“, schrieb Selenskyj auf Telegram.

Gegen die Pläne des Parlaments hatte die ukrainische Zivilgesellschaft erfolgreich Petitionen mit mehreren zehntausend Unterschriften organisiert. Auch Abgeordnete des Europaparlaments kritisierten Presseberichten zufolge den Gesetzentwurf.

IT

Nach der Freigabe mehrerer chinesischer ChatGPT-Rivalen erhält nun offenbar auch das Sprachmodell von Alibaba von der Regierung in Peking grünes Licht. Der Chatbot Tongyi Qianwen werde der Öffentlichkeit zugänglich gemacht, teilte das Unternehmen heute mit.

In naher Zukunft werde eine Open-Source-Version des großen Sprachmodells zur kostenlosen kommerziellen Nutzung der „gesamten Gesellschaft“ zur Verfügung stehen.

„Umwälzungen in allen Branchen“

In einem internen Brief an die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen von Alibaba erklärte Konzernchef Eddie Wu, dass künstliche Intelligenz (KI) im Zentrum der künftigen Strategie der Alibaba Group stehen werde.

„In den kommenden zehn Jahren werden die durch KI ausgelösten Umwälzungen in allen Branchen der wichtigste Faktor für Veränderungen sein“, schrieb Wu. „Wenn wir mit den Veränderungen des KI-Zeitalters nicht Schritt halten, werden wir verdrängt.“ Alibaba stellte Tongyi Qianwen erstmals im April vor.

Wirtschaft

Der deutsche Sandalenhersteller Birkenstock strebt an die US-Börse. Das geht aus einem Antrag des Unternehmens an die US-Börsenaufsicht SEC von gestern hervor. Der Schritt war erwartet worden.

Das „Handelsblatt“ hatte berichtet, das Debüt an der New Yorker Börse (NYSE) sei in der zweiten Oktoberwoche geplant. Dabei sollen voraussichtlich zehn bis 15 Prozent der Anteile verkauft werden. Als Gesamtbewertung seien mindestens acht Milliarden Dollar angestrebt. Da Birkenstock Investoren als Hersteller von Lifestyle- und Luxusprodukten präsentiert wird, sei aber auch eine Bewertung von zehn bis 11,5 Milliarden Dollar denkbar. Geplant ist, die Papiere unter dem Börsenkürzel „BIRK.“ zu führen.

Birkenstocks Wurzeln reichen bis ins Jahr 1774 zurück. Das Unternehmen befindet sich in sechster Generation in Familienbesitz. Die Birkenstock-Gründerfamilie hat die Mehrheit der Firma 2021 an die Private-Equity-Gesellschaft L Catterton verkauft. Rund 65 Prozent liegen seither bei dem Finanzinvestor. Etwa 20 Prozent hält Bernard Arnault, der Gründer des Luxuskonzerns LVMH, über sein Vehikel Agache.

BP-Chef Bernard Looney tritt wegen früherer Beziehungen zu Beschäftigten des Unternehmens mit sofortiger Wirkung zurück. Übergangsweise werde Finanzchef Murray Auchincloss den Vorstandsvorsitz übernehmen, teilte der Ölkonzern gestern in London mit. Zuvor hatte die „Financial Times“ über den bevorstehenden Abgang berichtet.

Bernard Looney
Reuters/Toby Melville

„Looney hat das Unternehmen heute darüber informiert, dass er in seinen früheren Erklärungen nicht vollständig transparent war“, hieß es von BP weiter zur Begründung. Er habe Beziehungen zu Beschäftigten nicht vollständig offengelegt.

Das BP-Urgestein Looney hatte den Umbau von einem der größten Ölkonzerne der Welt in das Zeitalter postfossiler Brennstoffe angetrieben. Zuletzt hatte er aber einige der ehrgeizigsten Ziele zurückgezogen und die Ausgaben für Erdöl und Erdgas wieder erhöht. Looney wurde Anfang 2020 zum BP-Chef ernannt.

Der größte US-Wettbewerbsprozess seit mehr als 20 Jahren hat gestern begonnen. Verhandelt wird über Klagen der US-Regierung und Dutzender Bundesstaaten gegen Google. Dabei geht es um den Vorwurf, der Konzern behindere Wettbewerber auf unfaire Weise. Google weist die Anschuldigungen zurück. Zuletzt stand in dieser Unternehmensliga der Windows-Gigant Microsoft Ende der 90er Jahre wegen einer Wettbewerbsklage vor Gericht.

Unter anderem soll über den Vorwurf verhandelt werden, die Vereinbarungen von Google mit Browser-Entwicklern wie Apple (Safari) und Mozilla (Firefox) schadeten dem Wettbewerb. Das Justizministerium greift in seiner Klage die Praxis an, dass Googles Suchmaschine als Standard voreingestellt wird. Mozilla und Apple bekommen dafür Geld von Google.

Für die Justizbehörde argumentierte Kenneth Dintzer im Gerichtssaal, Google habe mit der Praxis „eine Mauer um sein Suchmaschinenmonopol erschaffen“. Googles Anwalt John Schmidtlein konterte, es sei einfach, in Browsern die Standardsuchmaschine auszutauschen. Nutzer griffen aber auf Google zu, weil sie mit der Qualität der Suchergebnisse zufrieden seien. Das passiere auch auf Windows-Computern, auf denen Microsofts Suchmaschine Bing als Standard voreingestellt sei.

Google wird sich in dem Prozess weniger Vorwürfen stellen müssen als in den ursprünglichen Klagen vorgesehen. Richter Amit Mehta strich unter anderem die Anschuldigung, der Konzern habe durch sein Verhalten spezialisierten Anbietern wie Expedia oder OpenTable geschadet.

Die Beamtengewerkschaft, zweitgrößte Teilorganisation des ÖGB mit gut einer Viertelmillion Mitgliedern, bekommt einen neuen Vorsitzenden. Norbert Schnedl zieht sich nach knapp sieben Jahren im Amt in den Ruhestand zurück und wird von Eckehard Quin, dereinst Chef der AHS-Lehrer, ersetzt. Er wurde laut Aussendung mit 91 Prozent zum neuen Vorsitzenden bestimmt. Die Wahl erfolgte ungewöhnlicherweise abseits der Öffentlichkeit bei einem außerordentlichen Bundeskongress gestern.

Weder war die Veranstaltung öffentlich angekündigt noch auf der Website der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst (GÖD) zu finden. Am Nachmittag folgte eine kurze Aussendung, in der der Leitantrag skizziert wird.

Gefordert wird unter anderem eine Personalaufnahmeoffensive sowie die Schaffung eines neuen Dienst- und Besoldungsrechts für den gesamten Bundesdienst. Auch die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie andere familienfreundliche Regelungen seien weiter auszubauen. Quin meinte laut einer weiteren Aussendung, man habe miteinander schon viele Meilensteine gesetzt, und er sei davon überzeugt, „dass wir gemeinsam noch viel mehr erreichen können“.

Glückwünsche von mehreren Seiten

Gratulationen ließen nicht lange auf sich warten. „Gemeinsam werden wir Seite an Seite für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Österreich einstehen“, meldete sich etwa ÖGB-Präsident Wolfgang Katzian in einer Aussendung zu Wort.

Quin habe „ein Gespür für die Anliegen der Kolleginnen und Kollegen, macht sich immer bestens informiert an die Arbeit, und bringt das nötige Engagement zur raschen Umsetzung der Anliegen mit“, so August Wöginger, ÖVP-Klubobmann und Obmann des Österreichischen Arbeitnehmerinnen- und Arbeitnehmerbundes (ÖAAB), einer Teilorganisation der ÖVP. Auch FSG-GÖD-Vorsitzender Hannes Gruber gratulierte.

Sport

Österreichs Nationalteam hat mit einem 3:1-Sieg in Schweden den nächsten Schritt in Richtung EM 2024 gemacht. Verantwortlich für den Erfolg war eine signifikante Steigerung nach dem Seitenwechsel, in der die Spieler ihre Qualitäten auf den Platz brachten. Zu den Matchwinnern wurden am Ende die Stürmer Michael Gregoritsch und Marko Arnautovic. Aber auch andere Spieler konnten auf ihren Positionen überzeugen.

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Die deutsche Nationalmannschaft hat im ersten Spiel nach der Trennung von Hansi Flick ihre Unserie beendet. Nach dem Siechtum unter Flick führte DFB-Sportdirektor Rudi Völler den EM-Gastgeber als Interimscoach gestern in Dortmund mit einem 2:1 (1:0) gegen Vizeweltmeister Frankreich aus dem Stimmungstief. Statt Pfiffen gab es nur drei Tage nach dem blamablen 1:4 gegen Japan Applaus.

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Österreichs U21-Auswahl hat ihren ersten Sieg in der laufenden EM-Qualifikation in der Tasche. Fünf Tage nach dem enttäuschenden 1:1 auf Zypern setzte sich die Elf von Trainer Werner Gregoritsch gestern in Ried gegen Bosnien-Herzegowina mit 2:0 (0:0) durch und übernahm in Gruppe H vorläufig die Tabellenführung. Die entscheidenden Treffer erzielten der vom A-Team abgezogene Leopold Querfeld (63.) und Noah Bischof (66.) per Doppelschlag.

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Chronik

Nach einem schweren Unwetter mit Starkregen ist gestern Abend im Großraum Seefeld (Tirol) eine Mure abgegangen. Ein auf der Bahnstrecke von Scharnitz in Richtung Seefeld fahrender Regionalzug wurde erfasst und teils von der Mure eingeschlossen.

Vier Zugpassagiere sowie der Lokführer mussten von der Feuerwehr Seefeld aus dem Triebwagen geholt werden, teilte die Polizei Tirol mit. Sie blieben bei dem Vorfall unverletzt.

Die B 177 Seefelder Straße ist von Seefeld Nord bis zur Kreuzung B177/L75 im Bereich Gießenbach bis auf weiteres gesperrt. Örtliche Umleitungsmaßnahmen wurden eingerichtet.

Gestern sind zwölf Alpinisten auf der 3.768 Meter hohen Wildspitze im Ötztal in Tirol in Bergnot geraten. Vier konnten mit Hubschraubern in Sicherheit gebracht werden, die restlichen acht mussten sich auf eine Nacht auf dem Berg einstellen.

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Die Staatsanwaltschaft Korneuburg ermittelt gegen eine Betreuerin in einem Kindergarten in Gänserndorf (Niederösterreich) wegen des Verdachts der Körperverletzung. Einem Bericht der Gratiszeitung „heute“ zufolge soll die Verdächtige ein dreijähriges Kind geschlagen haben.

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Über Teilen von Sydney hängt seit Tagen eine Qualmglocke, die die Feinstaubwerte stark in die Höhe getrieben hat. Hintergrund sind kontrollierte Buschbrände in der Umgebung, die die Millionenstadt in der bevorstehenden Sommersaison vor Schlimmerem bewahren sollen.

Die Feuerwehr habe in den vergangenen Wochen Tausende Hektar Vegetation in buschfeuergefährdeten Gebieten abgebrannt, sagte ein Sprecher des New South Wales Rural Fire Service (RFS) laut Sender ABC heute.

Behörden warnen vor Buschfeuersaison

Die Behörden der australischen Metropole hatten zuvor für den bevorstehenden Frühling und Sommer vor der womöglich heftigsten Buschfeuersaison seit dem verheerenden „Schwarzen Sommer“ 2019-2020 gewarnt.

Damals hatten wochenlange Buschbrände mehr als zwölf Millionen Hektar Land verwüstet. Schätzungen des WWF zufolge wurden mehr als drei Milliarden Tiere getötet oder vertrieben.

Regen führte zu starkem Graswuchs

Laut der Prognose des Australasian Fire Authorities Council (Afac) werden in den kommenden Monaten sehr hohe Temperaturen und wenig Niederschläge erwartet – was das Risiko für eine erneute Katastrophe deutlich erhöht. Die Behörden wurden aufgefordert, sich darauf vorzubereiten und Gegenmaßnahmen einzuleiten.

In den vergangenen drei Jahren hätten viel Regen und Überschwemmungen in weiten Landesteilen zu dichtem Unterholz und starkem Graswuchs geführt, schrieb der „Guardian“ zuletzt. Die Vegetation kontrolliert abzubrennen, mindert die Brandgefahr.

Bei einem schweren Feuer in einem Wohnhaus in der vietnamesischen Hauptstadt Hanoi sind mindestens elf Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 50 weitere seien verletzt worden und würden in verschiedenen Krankenhäusern behandelt, darunter auch Kinder, berichtete die staatliche Zeitung „VnExpress“ heute.

Jedoch befürchten die Behörden, dass die Zahl der Toten noch steigen könnte. Die Vietnam News Agency sprach von möglicherweise Dutzenden Opfern.

Der Nachrichtenagentur zufolge lebten etwa 150 Menschen in dem zehnstöckigen Gebäude im Stadtteil Thanh Xuan. Wie viele davon sich zum Zeitpunkt des Brandes in dem Haus aufhielten, war aber unklar.

Das Feuer, das aus ungeklärter Ursache vermutlich im ersten Stock ausgebrochen war, sei mittlerweile gelöscht, hieß es unter Berufung auf die Polizei. Einsatzteams suchten in den Trümmern nach weiteren Opfern.

In den Erdbebengebieten von Marokko ist die Versorgungslage für die traumatisierten Überlebenden weiter sehr problematisch. Die Menschen, von denen viele durch das Beben obdachlos wurden, müssen dringend mit Lebensmitteln und Wasser versorgt werden.

Während sich Soldaten und internationale Helfer zuletzt nur langsam zu den zerstörten Dörfern im Atlasgebirge vorkämpften, wird in den Katastrophengebieten für heute und morgen leichter Regen erwartet.

Selbst leichte Niederschläge könnten die Rettungs- und Hilfsbemühungen in der am stärksten betroffenen Region im Atlasgebirge „behindern und auch die Bewohner gefährden, die seit Freitag ohne Unterkunft sind“, berichtete das marokkanische Nachrichtenportal „Hespress“. Das Wetteramt dementierte Gerüchte über bevorstehende heftige Regenfälle.

Den jüngsten Zahlen des Innenministeriums zufolge kamen mehr als 2.900 Menschen ums Leben. Bisher seien mit Stand vom Dienstagmittag 5.530 Verletzte gezählt worden.

Luis Rubiales hat nach dem Kussskandal bei der Fußball-WM der Frauen leichte Reue gezeigt. „Ich verstehe, dass ich als Verbandspräsident nicht so hätte handeln dürfen“, sagte der 46-Jährige in der Talkshow „Piers Morgan Uncensored“, von der gestern Clips auf Twitter (X) veröffentlicht wurden. „Ich sehe es ein, dass ich das als Präsident nicht hätte tun dürfen.“ Seine Absichten seien aber „100 Prozent nicht sexuell“ motiviert gewesen. Am Tag zuvor war Rubiales von seinem Amt zurückgetreten.

Bei der Siegerehrung nach dem Finaltriumph der Spanierinnen über England am 20. August in Sydney hatte Rubiales den Kopf der Spielerin Jennifer Hermoso mit beiden Händen gepackt und sie auf den Mund geküsst. Obwohl Rubiales nun Reue zeigte, versuchte er erneut, sein Verhalten zu erklären. „Kurz davor hat sie mich hochgehoben, sie hat mich nicht danach gefragt. Es war einfach ein Moment des Glücks“, sagte er.

„Was Sie auch verstehen müssen, ist, dass sie mich während der ganzen Zeit auf dem Podium umarmt, sie lacht. Als sie weggeht, lacht sie weiter.“ Anfangs hatte er zudem beteuert, alles sei in beiderseitigem Einvernehmen erfolgt. Die 33-Jährige aber widersprach dieser Darstellung und erstattete Anzeige.

Kultur

US-Sängerin Taylor Swift („Anti-Hero“) hat bei der Verleihung der MTV Video Music Awards die begehrte Trophäe für das Video des Jahres gewonnen. In der Topsparte setzte sich die 33-Jährige unter anderem gegen Miley Cyrus („Flowers“), Nicki Minaj („Super Freaky Girl“) und die Deutsche Kim Petras durch, die gemeinsam mit dem Briten Sam Smith für „Unholy“ nominiert war.

Swift räumte weitere Preise ab, darunter in den Sparten Song des Jahres und beste Regie. Die Trophäen des Musiksenders MTV wurden gestern im Prudential Center in Newark (US-Bundesstaat New Jersey) vergeben.

Ehrenpreis für Shakira

Die kolumbianische Sängerin Shakira (46) nahm den Ehrenpreis „Video Vanguard Award“ entgegen. Die Trophäe zollt dem Einfluss des jeweiligen Preisträgers auf die Musikszene Tribut.

Zu früheren Gewinnerinnen und Gewinnern zählen Missy Elliott, Jennifer Lopez, Pink, Rihanna, Beyoncé, Justin Timberlake und Madonna. US-Rapper Sean „Diddy“ Combs (53) wurde mit dem „Global Icon Award“ geehrt.

Die VMA-Preise werden seit 1984 verliehen. Fans können online für ihre Favoriten stimmen. Als Trophäe gibt es einen „Moonman“ – einen kleinen Astronauten auf dem Mond, der eine MTV-Fahne in der Hand hält.

Einem nie vollendeten Auftrag für den spanischen Künstler Pablo Picasso (1881-1973) aus dem New Yorker Stadtteil Brooklyn wird nun erstmals eine Ausstellung gewidmet. „Picasso: A Cubist Commission in Brooklyn“ soll ab morgen bis zum 14. Jänner im renommierten New Yorker Metropolitan Museum zu sehen sein. Der Auftrag kam 1910 von Hamilton Easter Field, der in einem Haus in Brooklyn lebte.

Der Künstler und Sammler hatte Picasso in Paris kennengelernt und ihn per Brief darum gebeten, seine Bibliothek mit bis zu elf speziell angefertigten kubistischen Gemälden auszustatten.

Picasso, der nie in die USA reiste, arbeitete in seinem Pariser Studio an dem Auftrag, stellte ihn bis zum Tod von Field 1922 jedoch nicht fertig. Die Schau zeigt nun neben historischen Dokumenten wie dem Originalbrief von Field zahlreiche Skizzen und Werke, die Picasso während der Arbeit an dem Auftrag anfertigte.

Dreieinhalb Jahre nach dem Diebstahl eines wertvollen Gemäldes von Vincent van Gogh ist das Kunstwerk in den Niederlanden wieder aufgetaucht. Der als „Indiana Jones der Kunstwelt“ bekannte Detektiv Arthur Brand habe das Ölgemälde „Der Pfarrgarten von Nuenen im Frühjahr“ in Zusammenarbeit mit staatlichen Ermittlern gerettet, teilte die niederländische Polizei gestern mit. „Es ist garantiert das echte Bild, daran besteht kein Zweifel“, sagte ein Polizeisprecher der Nachrichtenagentur AFP.

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Panorama

In den Kirchtürmen des Stifts Klosterneuburg wurden gestern zwei neue Zeitkapseln versteckt – sie enthalten Dokumente, die aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen festhalten. Im Vorjahr waren zwei etwa 150 Jahre alte Zeitkapseln im Stift gefunden worden.

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