Ukraine-Krieg

Russland will die Luftabwehr rund um das besetzte Atomkraftwerk Saporischschja im Südosten der Ukraine verstärken. Das kündigte der Chef der separatistischen Zivilverwaltung in der Region, Jewgeni Balizky, laut der russischen Nachrichtenagentur RIA Nowosti an. Europas größtes AKW laufe normal, die beschädigten Stromverbindungen seien repariert worden. Zuletzt hatten Moskau und Kiew einander mehrfach vorgeworfen, das Kraftwerksgelände zu beschießen.

Im Zuge der Kampfhandlungen um das ukrainische Atomkraftwerk ist nach Kenntnis des deutschen Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) bisher keine radioaktive Strahlung ausgetreten. „Es liegen keine Hinweise vor, dass in der Ukraine radioaktive Stoffe freigesetzt worden sein könnten“, erklärte das Bundesamt gegenüber den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Laut BfS bewegten sich alle vorliegenden radiologischen Messwerte „im normalen Bereich“.

„Keine akute Gefahr“

„Das BfS sieht keine akute Gefahr einer Freisetzung von radioaktiven Stoffen, teilt aber die Sorge um einen dauerhaft sicheren Betrieb des AKW Saporischschja“, hieß es aus der von Präsidentin Inge Paulini geleiteten Behörde weiter.

Das österreichische Klimaschutzministerium hatte am Samstag mitgeteilt, für Österreich bestehe derzeit keine Gefahr. Die Strahlenfrühwarnsysteme in der Ukraine und in Österreich zeigten demzufolge keine erhöhten Messwerte.

Russland hat nach britischen Angaben über das Wochenende vor allem seine Stellungen im Süden der Ukraine verstärkt. Gleichzeitig habe es seine Angriffe in der östlichen Donezk-Region aufrecht gehalten, teilte das britische Verteidigungsministerium heute unter Berufung auf Geheimdiensterkenntnisse mit.

In den vergangenen 30 Tagen sei Moskaus Achse im östlichen Bereich des ukrainischen Donbas am erfolgreichsten gewesen, auch wenn Russland dort nur etwa zehn Kilometer vorangekommen sei. In anderen Donbas-Sektoren, in denen Russland einen Durchbruch versucht habe, hätten die Streitkräfte im selben Zeitraum nicht mehr als drei Kilometer Boden gutgemacht. Das sei „ziemlich sicher weniger als geplant“.

Offiziell existiert die private russische Militär- und Sicherheitsorganisation Wagner nicht. Inoffiziell gilt die Truppe – trotz russischen Dementis – als Wladimir Putins Schattenarmee. Im Ukraine-Krieg würden Wagner-Söldner im Dienste Russlands zunehmend Lücken füllen, berichten Geheimdienstler. Dass die Gruppe in Russland zugleich öffentlichkeitswirksam um Rekruten wirbt, lässt Zweifel am Zustand der russischen Armee laut werden.

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Die ukrainische Seite hat heute von schwerem russischen Beschuss an der Front im Osten berichtet. Es gebe schwere Kämpfe in Orten in der Nähe der Stadt Donezk, sagte der Gouverneur der gleichnamigen Region, Pawlo Kyrylenko, im ukrainischen Fernsehen heute Früh. „Die Lage ist angespannt – an der gesamten Front wird ständig geschossen.“ Es gebe auch viele Luftangriffe. „Der Feind hat keinen Erfolg. Die Region Donezk hält Stand.“

Ausland

Nach der Gewalt im Gazastreifen sind bei Einsätzen der israelischen Armee im Westjordanland drei Palästinenser getötet und Dutzende weitere verletzt worden. Bei einer Hausdurchsuchung in Nablus sei in der Früh „der Terrorist Ibrahim al-Nabulsi“ getötet worden, ein hochrangiger Vertreter der Al-Aksa-Märtyrerbrigaden, teilte die israelische Armee mit. Das palästinensische Gesundheitsministerium sprach von zwei weiteren getöteten Palästinensern und mindestens 40 Verletzten, von denen vier in Lebensgefahr schwebten.

„Der Terrorist Ibrahim al-Nabulsi wurde in der Stadt Nablus getötet“, erklärte die israelische Armee zu der Hausdurchsuchung, an der auch Israels Polizei und der Geheimdienst beteiligt waren. Auch „ein weiterer Terrorist, der sich in dem Haus aufhielt“, sei gestorben. Israelische Sicherheitskräfte hatten nach eigenen Angaben eine Rakete auf das Haus abgefeuert. Vier Verdächtige wurden demnach festgenommen.

Gegenseitiger Beschuss

Nabulsi war ein Kommandeur der Al-Aksa-Brigaden, des bewaffneten Arms der im Westjordanland herrschenden Fatah-Partei. Er soll an mehreren Angriffen auf Israel beteiligt gewesen sein. Wie ein Korrespondent der Nachrichtenagentur AFP berichtete, versammelten sich Hunderte Menschen heute vor dem Rafidia-Krankenhaus in Nablus, in das Nabulsis Leichnam gebracht worden war.

Israelische Armee und Palästinenser beschossen sich in der Altstadt von Nablus. Angesichts der Auseinandersetzungen brachte die israelische Armee den Verkehr in Nablus, einer der größten Städte im Westjordanland, zum Stillstand.

Dutzende Tote

Am Freitag hatte die israelische Armee Ziele des Islamischen Dschihad im Gazastreifen bombardiert. Dabei wurden nach palästinensischen Angaben 46 Menschen getötet, darunter 16 Kinder, und 360 weitere verletzt. Als Reaktion auf die Luftangriffe feuerte der Islamische Dschihad mehr als tausend Raketen Richtung Israel ab. Dort wurden drei Menschen verletzt. Die israelische Regierung versichert, dass einige der Kinder und anderen Zivilisten durch Raketen des Islamischen Dschihad getötet wurden.

Am Sonntag einigten sich Israel und der Islamische Dschihad dann unter Vermittlung Ägyptens auf eine Waffenruhe. Israel behielt sich aber das Recht vor, im Falle einer Verletzung der Feuerpause „entschlossen zu antworten“. Der Islamische Dschihad erklärte ebenfalls seine Bereitschaft zur Reaktion auf „jedwede Aggression“.

Der US-Senat hat eineinhalb Jahre nach dem Amtsantritt von Präsident Joe Biden mit dünner Mehrheit am Sonntag sein milliardenschweres Klima- und Sozialpaket verabschiedet. Steuerschlupflöcher sollen geschlossen, medizinische Versorgung für Einkommensschwächere und Ältere erleichtert und Investitionen in Erneuerbare unterstützt werden. Der Entwurf gilt als Etappensieg Bidens – und könnte, sofern er umgesetzt wird, eine historische Kehrtwende in puncto Klimaziele darstellen.

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Israel hat bei einem Militäreinsatz im Westjordanland ein führendes Mitglied der Al-Aksa-Brigaden getötet. Ibrahim al-Nablusi sei für eine Reihe von Anschlägen auf israelische Soldaten in der Gegend verantwortlich gewesen, teilten der israelische Inlandsgeheimdienst Schin Bet sowie das Militär übereinstimmend heute mit. Bei der versuchten Festnahme seien auch Sprengsätze und weitere Waffen gefunden worden. Zudem sei ein weiteres Mitglied getötet worden.

Das palästinensische Gesundheitsministerium bestätigte den Tod von Nablusi sowie zwei weiteren Menschen. Rund 40 Menschen seien bei dem Einsatz durch Schüsse verletzt worden. Es wird befürchtet, dass die Tötung von Nablusi zu weiteren Konfrontationen führen könnte.

Die Al-Aksa-Brigaden sind der militärische Arm der Fatah-Bewegung von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas. Es handelt sich jedoch um ein lockeres Netzwerk ohne klare Hierarchie, örtliche Gruppierungen agieren oft auf eigene Faust.

Taiwan hat nach Tagen massiver chinesischer Militärmanöver seinerseits Übungen zur Abwehr eines möglichen Angriffs begonnen. Dabei wurde heute in Taiwans südlichstem Landkreis Pingtung scharfe Artilleriemunition abgefeuert, wie ein Journalist der Nachrichtenagentur AFP berichtete. Ein Armeesprecher bestätigte den Beginn der Übung.

Der Sprecher hatte im Vorfeld gesagt, die taiwanische Armee werde heute und Donnerstag „Gegenmaßnahmen gegen simulierte feindliche Angriffe auf Taiwan üben“. Hunderte Soldaten und rund 40 Haubitzen würden dabei zum Einsatz kommen. Die Übungen seien schon länger geplant gewesen und stellten keine Reaktion auf die Manöver Chinas dar.

Taiwan hält regelmäßig Manöver ab, bei denen eine chinesische Invasion simuliert wird. Im Juli hatte das taiwanische Militär im Rahmen seiner größten jährlichen Übung die Abwehr von Angriffen aus dem Meer in einer „gemeinsamen Abfangoperation“ geübt.

China setzt Manöver fort

China hatte vergangene Woche nach einem Taiwan-Besuch der US-Spitzenpolitikerin Nancy Pelosi riesige Militärmanöver in den Gewässern rund um Taiwan begonnen. Ungeachtet aller Proteste und entgegen eigener Ankündigungen setzte China seine Militärübungen fort. Peking hatte eigentlich angekündigt, die Übungen am Sonntag zu beenden.

Inland

Der FPÖ-Kandidat für die Bundespräsidentschaftswahl, Walter Rosenkranz, ist bemüht, die innerparteilichen Turbulenzen der letzten Tage vom Tisch zu wischen. Er werde sich im Wahlkampf „nicht in innerparteiliche Dinge einmischen“, hielt er heute bei einer Pressekonferenz fest. Der blaue Generalsekretär Michael Schnedlitz ortete „konstruierte Kampagnen“, weil „das System“ im Wahlkampf „langsam nervös“ werde.

Innerhalb der Freiheitlichen rumort es, weil bei dem früheren Abgeordneten und FPÖ-Mitarbeiter Hans-Jörg Jenewein der Entwurf einer Anzeige gegen die Wiener FPÖ gefunden wurde, wo man deshalb klarerweise recht erzürnt ist. Jenewein ist daraufhin aus der Partei ausgetreten, am Wochenende wurde ein Suizidversuch des Vertrauten von Bundesparteichef Herbert Kickl bekannt.

Berichte über (mögliche) Suizide können bei Personen, die sich in einer Krise befinden, die Situation verschlimmern. Die Psychiatrische Soforthilfe bietet unter 01/313 30 rund um die Uhr Rat und Unterstützung im Krisenfall.

Kickl „fest im Sattel“

Rosenkranz, der die Pressekonferenz zum Start des Sammelns der notwendigen Unterstützungserklärungen um einen Tag auf Dienstag verschoben hatte, will sich aus der Causa möglichst heraushalten. „Es wird keine Auswirkungen haben, und Herbert Kickl sitzt fest im Sattel“, meinte er auf eine entsprechende Journalistenfrage. Ihm liege das persönliche Schicksal Jeneweins am Herzen, die „parteipolitischen Dimensionen“ überlasse er aber dem Generalsekretär.

Schnedlitz hatte bereits zu Beginn der Pressekonferenz seine Sicht der Dinge dargeboten: „Wir befinden uns im Wahlkampf“, erinnerte er, und „das System“, das es mit der Bevölkerung nicht gutmeine, „das wird langsam nervös“, weil es mit der FPÖ zu kämpfen habe, die sich „massiv im Aufwind“ befinde – „natürlich auch dank unseres Bundesparteiobmanns“, stärkte Schnedlitz Kickl den Rücken. Es sei „nichts Neues, dass sich dieses System in Wahlkämpfen zur Wehr setzt“. Zerwürfnisse gebe es nur in den Medien, versicherte er.

Auch Covid-19-infizierte Lehrerinnen und Lehrer sollen mit FFP2-Maske unterrichten können, wenn sie symptomfrei sind. Das hat Bildungsminister Martin Polaschek (ÖVP) heute im Rahmen einer Pressekonferenz erneut bekräftigt. Es gebe eine einheitliche Regelung des Gesundheitsministeriums für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer – diese solle auch für Pädagogen gelten. „Wer es für sich verantworten kann, kann in die Klasse gehen.“

„Wenn eine Lehrerin oder ein Lehrer sich gesund fühlt und das Gefühl hat, er kann in die Schule gehen, hat er die Möglichkeit wie alle anderen auch“, sagte der Minister. Man müsse sich darauf einstellen, „dass Covid uns nicht verlassen wird“. Sollte aber eine Variante kommen, die ebenfalls hochansteckend ist und zu schwereren Verläufen führt, müsse man sich die Regelung erneut ansehen.

„Zurück in eine Art Normalität“

„Wir schauen, dass wir zurück in eine Art Normalität kommen“, so Polaschek. Er erinnerte daran, dass in den vergangenen beiden Jahren immer wieder das Offenhalten der Schulen eingefordert worden sei. Wenn man nun die Möglichkeit schaffe, ein Schließen von Klassen bzw. Schulen zu verhindern, indem man symptomfreien Infizierten mit Maske das Unterrichten erlaube, dann sei das vertretbar.

Er halte es für wichtig, dass die Schulen ein integraler Bestandteil der anderen Maßnahmen sind, meinte Polaschek. Die konkreten Regelungen für den Herbst würden wie geplant am 29. August bekanntgegeben. Bisher haben einige Bundesländer wie Wien oder Burgenland angekündigt, Covid-19-infizierte Pädagogen an den Pflichtschulen nicht in die Klassen zu schicken – dort sind sie die Dienstgeber.

Inwieweit im Herbst verstärkt CO2-Messgeräte bzw. Luftreinigungsgeräte eingesetzt werden, werde gerade noch einmal überprüft, so der Minister. Bereits im Vorjahr hatten die Schulen die Möglichkeit, mobile Luftreiniger zu beantragen. Das sei aber nur zum Teil beansprucht worden. Die Geräte seien nicht unbedingt leise und erzeugen selbst Wärme, weshalb sie teils nicht gut angenommen worden seien. Bei allen Neubauten werde aber darauf geachtet, Luftreinigungssysteme zu integrieren.

Im mächtigen SPÖ-Gewerkschaftsflügel scheint die Geduld mit den politischen Querschüssen des roten burgenländischen Landeshauptmanns Hans Peter Dosozil erschöpft. Grund dafür ist der jüngste Vorstoß Doskozils nach einer Abschaffung der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK), die der SPÖ-Landeshauptmann für überflüssig hält. Von der Fraktion Sozialdemokratischer GewerkschafterInnen (FSG) setzt es deshalb heftige Kritik.

„Landeshauptmann Hans Peter Doskozil überschreitet mit seiner Forderung nach Abschaffung der Selbstverwaltung der sozialen Krankenversicherung eine rote Linie“, erklärte FSG-Chef Rainer Wimmer gegenüber der APA. „Wir Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer wollen für uns, unsere Familien und Pensionisten eine Krankenversicherung, in der die Arbeitnehmer selbst über die Verwendung der von ihnen bezahlten Beiträge bestimmen. Das ist weder Angelegenheit der Wirtschaftskammer noch der Landeshauptleute“, so die scharfe Replik des obersten roten Gewerkschafters.

Sozialversicherung „wesentliches Element“

Die Sozialversicherung sei „ein wesentliches Kernelement des österreichischen Wohlfahrtsstaats und eine zentrale Errungenschaft der Arbeitnehmerbewegung“, zeigte sich Wimmer erzürnt über den Vorschlag aus den eigenen Reihen. Die Organisation der Sozialversicherung in Form der Selbstverwaltung habe sich jahrzehntelang bewährt und sichere die Unabhängigkeit von staatlicher Verwaltung oder politischen Begehrlichkeiten – „egal ob auf Bundes- oder Landesebene“.

Aktuell leide die ÖGK unter den Folgen der türkis-blauen Sozialversicherungsreform. Wimmer ortet „Fremdbestimmung durch Wirtschaftskammer-Funktionäre, weit und breit keine Patientenmilliarde und kein einheitliches Leistungsniveau“. Ziel der SPÖ-Gewerkschaft sei es deshalb, in der Sozialversicherung wieder eine echte Selbstverwaltung herzustellen, um dann wieder Gesundheitspolitik im Interesse der Arbeitnehmer machen zu können.

„Was niemand braucht, sind weitere unüberlegte politische Eingriffe – schon gar nicht, wenn der Plan darauf abzielt, die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gänzlich zu enteignen. Für aufgeregte Sommerloch-Debatten eignen sich weniger sensible Themen besser“, so Wimmers Botschaft in Richtung Doskozil.

Heute ist Dominik Wlazny alias Marco Pogo auch offiziell in das Rennen um die Hofburg eingestiegen. Auf der Wiener Mariahilfer Straße warb der „Turbobier“-Sänger um Wählerstimmen. Pro Kandidat müssen bis 2. September 6.000 Wahlberechtigte ihre Unterstützung per Unterschrift beim Heimat-Gemeindeamt bekunden. Auf der belebten Flaniermeile animierte der Bierpartei-Gründer die Passanten mit anitalkoholischer Erfrischung – laut Wlazny, um seine „Gegner zu verwirren“.

Am Werbestand der Bierpartei betonte Wlazny, man wolle „Politik neu denken“. Die Ereignisse der letzten Jahre hätten diesen „rebellischen Ansatz“ in ihm reifen lassen: „Leute brauchen in Zeiten von Krisen mehr Zuversicht und Vertrauen“. Er sei zwar kein Berufspolitiker, als „Familienmensch“ aber der Meinung, der „Geldbeutel“ dürfe „nicht darüber entscheiden, wer wie behandelt wird“.

Bereits in den vergangenen Tagen hatte Wlazny online die Werbetrommel gerührt. Seine Bierpartei sorgte schon bei der Wiener Bezirksvertretungswahl 2020 mit 1,8 Prozent der gültigen Stimmen für Furore, im Oktober 2020 wurde Wlazny Bezirksrat in Simmering.

Vor einigen Wochen bezeichnete der Meinungsforscher Peter Hajek den Mediziner und Kabarettisten gegenüber der APA als potenziellen Anwärter auf Platz zwei der BP-Wahl. Auf eine Prozentzahl als Wahlziel wollte sich Wlazny zum Sammelstart aber nicht festnageln lassen.

Heute startet die Überweisung der im Rahmen des Antiteuerungspakets beschlossenen Einmalzahlung von 300 Euro für Studienbeihilfebezieher. Das kündigten Bildungsminister Martin Polaschek und Jugendstaatssekretärin Claudia Plakolm (beide ÖVP) bei einer Pressekonferenz heute an. Noch keine Lösung gibt es dagegen für den von den Universitäten eingeforderten Inflationsausgleich von einer halben Mrd. Euro. Insgesamt werden für die Maßnahme rund 30 Mio. Euro in die Hand genommen.

Bereits im März haben die Studienbeihilfebezieher eine Einmalzahlung in gleicher Höhe bekommen. Ab September werden außerdem nach fünf Jahren die Beihilfen selbst wieder erhöht und der Bezieherkreis ausgeweitet. Ab dem kommenden Jahr wird die Studienbeihilfe dann automatisch valorisiert.

Ab September steigen die Beihilfen um 8,5 bis zwölf Prozent – das ist etwas weniger, als die Inflation seit der letzten Anpassung 2017 ausmacht. Noch verhandelt wird die Abgeltung der Teuerung für die Universitäten. Diese fordern schon seit Längerem rund eine halbe Mrd. Euro. Die Unis haben zwar für die Jahre 2022 bis 2024 eine Budgeterhöhung von rund 1,3 Mrd. Euro bekommen – allerdings auf Basis der Teuerungserwartung im Herbst 2020. Damals war man von einer Inflation von rund zwei Prozent ausgegangen. Vor allem aufgrund der höheren Energiekosten und der zu erwartenden Lohnsteigerungen erwarten die Hochschulen aber einen deutlichen Mehraufwand.

Die Erhöhung der Preise für Fernwärme um 92 Prozent in Wien mit 1. September ist fix. Das bestätigte Finanzstadtrat Peter Hanke (SPÖ) in „Wien heute“. Hanke verwies zwar auf finanzielle Hilfe in Notfällen – von den Oppositionsparteien kommt dennoch scharfe Kritik.

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Am 25. September wird in Tirol der Landtag neu gewählt. Für diese Wahl sind 535.112 Personen wahlberechtigt. 200 Auslandstirolerinnen und –tiroler ließen sich in die Wählerevidenz für Wahlberechtigte im Ausland eintragen. Bereits jetzt können in den Gemeinden Wahlkarten beantragt werden.

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COV Inland

Die 7-Tage-Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in den abgelaufenen sieben Tagen je 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner, liegt laut Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) bei 486,2 (Stand: gestern, 14.00 Uhr).

Am höchsten ist die Zahl in Wien (726,9) und im Burgenland (613,6). Am niedrigsten ist der Wert in Vorarlberg (233,6) und in Oberösterreich (352,4).

Das Berichtsschema der AGES zeigt die Zahlen vom Vortag – wie die Meldung der Ministerien. Wesentlicher Unterschied zu den Ministeriumsmeldungen: Laborbestätigte Fälle, Tote etc. werden nicht zum Meldezeitpunkt dargestellt, sondern zum Diagnose- bzw. Sterbedatum. In der Darstellung in ORF.at wird auch täglich transparent gemacht, welchen Tagen die neu gemeldeten Fälle zugeordnet werden.

Ministerien melden 3.523 Neuinfektionen

Das Gesundheits- und das Innenministerium haben 3.523 neu registrierte Coronavirus-Fälle innerhalb der letzten 24 Stunden (Stand: gestern, 9.30 Uhr) gemeldet. Diese Zahlen meldeten die Bundesländer an den nationalen Krisenstab.

19.200 Menschen verstarben bisher am oder im Zusammenhang mit dem Coronavirus. 1.479 infizierte Personen werden derzeit in einem Spital behandelt, davon 81 auf Intensivstationen.

Karten, Grafiken und Informationen zu aktuellen Fällen und zum Epidemieverlauf in ORF.at/corona/daten

Erklärung zur Zählweise und weiteren Fragen in ORF.at/corona

Eine durchgemachte Covid-19-Erkrankung kann auch langfristig gesundheitliche Probleme machen. Auf Rehabilitation der Pensionsversicherungsanstalt (PVA) waren deswegen seit Pandemiebeginn bisher 1.183 Wiener und Wienerinnen.

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EU

Die EU-Kommission hat Österreichs Plan für eine faire Klimawende zusammen mit der ersten Finanzierungstranche in Höhe von 76 Millionen Euro genehmigt. Das berichtete die Vertretung der EU-Behörde in Wien gestern.

Insgesamt erhalte Österreich aus dem Fonds für einen gerechten Übergang (Just Transition Fonds/JTF) 136 Mio. Euro, damit beim Übergang zur Klimaneutralität niemand in der lokalen Wirtschaft und Gesellschaft Österreichs zurückgelassen werde, hieß es.

„Grüne Wirtschaft ist unsere Zukunft“

„Die Annahme des österreichischen Plans für einen gerechten Übergang zusammen mit der ersten JTF-Tranche ist eine gute Nachricht für Österreich“, sagte der für den Europäischen Klimaplan „Green Deal“ zuständige EU-Kommissionsvizepräsident Frans Timmermans.

„Die grüne Wirtschaft ist unsere Zukunft, und der Fonds für einen gerechten Übergang dient hier der Unterstützung eines reibungslosen und fairen ökologischen Wandels in den Regionen Österreichs, die auf dem Weg zur Klimaneutralität vor den größten Herausforderungen stehen.“

Arbeitsplatzverlust abgefedert

Laut der EU-Kommission befinden sich die Regionen und Gemeinden, welche einen erheblichen Wandel durchmachen werden, in Oberösterreich, Kärnten, Niederösterreich und der Steiermark. Dort gebe es viele CO2-intensive Industriezweige wie Metall, Papier, Zement und Chemie.

Mit Hilfe des Plans werden nach Angaben der EU-Behörde Arbeitsplätze geschaffen und Arbeitsplatzverlust in Zusammenhang mit dem ökologischen Wandel abgefedert. Das geschehe durch Investitionen in die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle und nachhaltiger grüner Geschäftsbereiche, wobei die Unternehmen bei ihrem Übergangsprozess begleitet werden.

Klimaneutral bis 2050

Die EU hat sich das Ziel gesetzt, bis 2050 klimaneutral zu werden. Das bedeutet, dass dann keine neuen Treibhausgase mehr in die Atmosphäre geblasen werden sollen. Zehntausende Jobs in Kohleregionen und bestimmten Branchen gehen damit verloren, doch entstehen auch neue, unter anderem bei der Erzeugung erneuerbarer Energien.

Im Zeitraum 2021 bis 2027 soll ein Betrag von 17,5 Milliarden Euro aus dem JTF in die vom Übergang zu einer klimaneutralen Wirtschaft am stärksten betroffenen Gebiete investiert werden.

Der Gasnotfallplan der EU ist in Kraft getreten. Nach seiner Veröffentlichung im Amtsblatt der EU gestern erlangte der Plan heute Gültigkeit. Die Verordnung sieht freiwillige Erdgaseinsparungen im Winter in Höhe von 15 Prozent pro Land vor, verglichen mit dem Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre dieser Periode.

Vor dem Hintergrund des Kriegs in der Ukraine hat Russland seine Lieferungen an die EU bereits drastisch reduziert. Insgesamt müssen nach Zahlen der EU-Kommission 45 Mrd. Kubikmeter Gas gespart werden.

Wie die 27 EU-Länder ihre Nachfrage senken, bleibt ihnen überlassen. In der Verordnung sind zahlreiche Ausnahmen für Staaten sowie „kritische Wirtschaftszweige“ wie etwa die Lebensmittelindustrie vorgesehen. Ob das geplante Einsparziel so erreicht werden kann, ist unklar.

Wirtschaft

Mexikos Präsident Andres Manuel Lopez Obrador hat die Brauereien im Norden des Landes wegen der dortigen Trockenheit aufgerufen, die Produktion zu verlagern. Die Regierung werde die Unternehmen unterstützen, falls sie die Produktion in den Südosten des Landes verlegten, sagte Lopez Obrador gestern vor der Presse. „Es wird keine Erlaubnis mehr für Regionen geben, in denen es kein Wasser gibt.“

Mexiko ist ein großer Produzent und Exporteur von Bier. Der Wert der Ausfuhren betrug im vergangenen Jahr umgerechnet rund fünf Milliarden Euro. Daten der Vereinten Nationen zufolge war Mexiko damit der größte Bierexporteur der Welt. Im Norden des Landes haben die weltweit größten Brauereien Anheuser-Busch InBev und Heineken Werke.

In der Stadt Monterrey, Hauptstadt des Bundesstaates Nuevo Leon, ist Wasser für Privathaushalte bereits seit Wochen rationiert. Die Regierung hat dort den Wassernotstand ausgerufen.

Nach einem kräftigen Wachstum im ersten Halbjahr steuert Österreichs Wirtschaft auf stürmischere Zeiten zu. Laut Wirtschaftsforschungsinstitut (WIFO) haben sich die Konjunkturerwartungen der Unternehmen im Juli auf breiter Basis eingetrübt. Auch dem wöchentlichen WIFO-Wirtschaftsindex zufolge dürfte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Juli schwächer ausgefallen sein als in den Monaten zuvor, teilte das WIFO heute mit.

Der WIFO-Konjunkturklimaindex notierte im Juli unter dem Wert des Vormonats, blieb jedoch im positiven Bereich und über dem langjährigen Durchschnitt. Während die Einschätzungen der Unternehmen zur aktuellen Lage nach wie vor ein positives Bild zeichnen, signalisieren ihre Erwartungen eine Eintrübung der Konjunkturaussichten. Die unternehmerische Unsicherheit nahm vor dem Hintergrund der Unwägbarkeiten der Erdgasversorgung weiter zu.

Im zweiten Quartal 2022, also von April bis Juni, wuchs Österreichs Wirtschaft noch solide. Aktuelle Berechnungen des wöchentlichen WIFO-Wirtschaftsindex (WWWI) zeigen allerdings eine Wachstumsabschwächung an. Demzufolge wird das BIP-Wachstum im Juli auf 2,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr geschätzt. Mai waren es noch 5,1 Prozent und im Juni 2,7 Prozent.

Wer klima- und umweltfreundlich einkaufen möchte, hat es besonders bei verarbeiteten und verpackten Lebensmitteln nicht leicht. Ein britisches Forschungsteam hat nun den Umwelteinfluss von 57.000 Supermarktprodukten in Großbritannien und Irland ausgerechnet: Meist sind die gesündesten Nahrungsmittel auch die nachhaltigsten.

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IT

Bei mehreren Diensten des US-Internetriesen sind offenbar technische Probleme aufgetreten. Zehntausende Nutzer meldeten Probleme bei der Suchmaschine von Google sowie dem Kartendienst Google Maps, wie die Website DownDetector.com in der Nacht auf heute im Onlinedienst Twitter mitteilte. Demnach berichteten in den USA mehr als 40.000 Nutzer, dass Google bei ihnen nicht funktioniere. Betroffen waren insbesondere Großstädte wie New York und Denver.

In den folgenden Stunden ging die Zahl der Meldungen laut DownDetector.com deutlich zurück, es wandten sich aber weitere Nutzer wegen Problemen bei Google-Diensten an die Website. Diese Meldungen betrafen den Angaben zufolge insbesondere die Dienste Google Cloud und Google Calendar.

Auf Twitter veröffentlichten Nutzer Screenshots von Fehlermeldungen bei der Google-Suchmaschine, die auf ein Serverproblem verwiesen. „Wir sind auf dem Laufenden über ein Software-Update-Problem“, das die Google-Suchmaschine und Google Maps betroffen habe, teilte das Unternehmen mit und entschuldigte sich bei seinen Nutzern für „die Unannehmlichkeiten“. „Wir haben uns darum bemüht, das Problem schnell zu lösen, und jetzt sind unsere Dienste wieder online“, versicherte der Konzern.

Sport

Österreichs Topspringreiter Max Kühner will sich bei der Weltmeisterschaft im dänischen Herning nicht mit der Legende Hugo Simon vergleichen. „Nein, diese Fußstapfen sind nach wie vor sehr, sehr groß“, betonte der gebürtige Münchner. Kühner geht mit Medaillenchancen in die WM-Entscheidung, die morgen mit dem Zeitspringen beginnt. Der Vet-Check mit seinem Ausnahmepferd Elektric Blue P verlief problemlos.

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Der FC Bologna will den umworbenen Marko Arnautovic nicht abgeben. Bologna-Trainer Sinisa Mihajlovic ist überzeugt, dass der 33-jährige Wiener trotz des Millionenangebots von Manchester United in Bologna bleiben wird. Für den Club aus der Emilia-Romagna sei der 102-fache ÖFB-Teamspieler schlicht „unbezahlbar“. In England gibt es aber auch kritische Stimmen zum möglichen Arnautovic-Transfer.

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Franco Foda hat mit seinem neuen Club FC Zürich einen „Jahrhundertfehlstart“ hingelegt. Der ehemalige ÖFB-Teamchef liegt mit dem Schweizer Meister nach vier Runden mit lediglich einem Punkt und null erzielten Toren auf dem letzten Platz der Super League. Während der Deutsche nach dem 0:3 gegen Sion am Sonntag auch seine Spieler in die Verantwortung nahm, gerät der 56-Jährige in die Kritik. Es droht ein Fiasko in Zürich.

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Umwelt & Klima

Unwetter mit Überschwemmungen haben in Südkorea mindestens sieben Menschenleben gefordert. Sechs Menschen galten Berichten südkoreanischer Sender zufolge bis heute Vormittag (Ortszeit) als vermisst. In der Millionenmetropole Seoul und angrenzenden Regionen im nördlichen Teil des Landes standen Häuser, Straßen, Felder und U-Bahn-Stationen unter Wasser.

Zahlreiche Fahrbahnen und Stationen mussten vorübergehend gesperrt werden. Seit gestern wurde die Hauptstadtregion von heftigen Niederschlägen heimgesucht. Das Wetteramt kündigte weiteren starken Regen an.

Überschwemmung in Seoul
Reuters/Yonhap News Agency

Heftigster Regen seit 80 Jahren

Im südlichen Seouler Stadtbezirk Dongjak wurde die größte Niederschlagsmenge seit 80 Jahren gemessen, wie die nationale Nachrichtenagentur Yonhap unter Berufung auf das Wetteramt berichtete. An einem Punkt seien dort mehr als 141 Liter Regen pro Quadratmeter und Stunde gefallen.

In dem Stadtteil kam den Berichten zufolge ein Angestellter der Stadt beim Versuch ums Leben, einen umgestürzten Baum zu beseitigen. Er sei vermutlich an den Folgen eines Stromschlags gestorben.

In Wohnung ertrunken

Im Bezirk Gwanak ertranken drei Menschen in ihrer Tiefparterrewohnung. Im selben Bezirk wurde eine Leiche aus einer ebenfalls überfluteten Wohnung geborgen. In der Provinz Gyeonggi wurde eine Leiche unter den Trümmern einer eingestürzten Bushaltestelle geborgen, eine weitere Person wurde von einem Erdrutsch erfasst und dabei getötet.

Präsident Yoon Suk Yeol wies die Behörden an, Menschen aus Gebieten in Sicherheit zu bringen, die am stärksten von den Wassermengen gefährdet seien.

Auch Nordkorea gab heute eine Starkregenwarnung heraus. Die Warnung betrifft laut nordkoreanischen Rundfunkberichten die südlichen Landesteile. Berichte über Schäden in dem weithin abgeschotteten Land lagen nicht vor.

Nach dem Versiegen einer Thermalquelle in Niederösterreich herrscht auch in der Steiermark Sorge. Auf Derartiges müsse man sich aufgrund der Trockenheit einstellen. Das steirische Thermenland prüft nun, wie Wasser eingespart werden kann.

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Grundwasser erreicht historischen Tiefstand

Im südlichen Wiener Becken (Niederösterreich) ist das Grundwasser derzeit so niedrig wie noch nie. Immer mehr Flüsse und Bäche trocknen aus, Hausbrunnen müssen nachgeschlagen werden. Auch die Prognose für die Zukunft stimmt nicht hoffnungsvoll.

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Chronik

Auf dem bekannten Partystrand Zrce auf der kroatischen Insel Pag ist in der Nacht auf heute ein großer Waldbrand ausgebrochen. Tausende Menschen wurden aus den Nachtclubs in Sicherheit gebracht, Verletzte gab es laut Medienberichten nicht. Das Feuer konnte in der Früh, nachdem ein Löschflugzeug zu Hilfe gekommen war, unter Kontrolle gebracht werden.

Der Brand war gegen 3.00 Uhr im Kiefernwald an der Küste ausgebrochen. Die Partybesucherinnen und -besucher wurden daraufhin aufgefordert, die Clubs zu verlassen und sich mit Bussen und Taxis von dem Strand zu entfernen. Mehr als 50 Feuerwehrleute, die mit 20 Löschfahrzeugen im Einsatz waren, mussten Berichten zufolge auch Hunderte geparkte Autos entfernen, um sich dem Wald nähern zu können und auch um zu verhindern, dass die Autos Feuer fangen.

Starker Wind erschwerte die Löscharbeiten, die umliegenden Straßen wurden gesperrt. Der Strand in der Nähe der Stadt Novalja, der Partybesucher aus ganz Europa anzieht, ist auch bei österreichischen Touristinen und Touristen beliebt.

Bei einer Canyoningtour in Umhausen im Tiroler Ötztal ist gestern ein 70-Jähriger beim Abseilen über den Wasserfall abgestürzt. Er fiel 40 Meter in die Tiefe und zog sich dabei tödliche Verletzungen zu.

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Ein vierjähriges Kind ist gestern Abend in Andelsbuch im Bregenzerwald (Vorarlberg) mit seinem Dreirad von einem Auto erfasst worden. Das Kind wurde ein Stück weit mitgeschleift und musste mit Verletzungen am Bein ins Landeskrankenhaus Feldkirch geflogen werden.

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Wegen absichtlich schwerer Körperverletzung ist heute Vormittag eine 37-Jährige am Landesgericht Feldkirch in Vorarlberg zu zwei Jahren Haft verurteilt worden. Sie gab zu, mit einem Küchenmesser auf ihren Verlobten eingestochen zu haben.

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In Wien-Donaustadt ist es heute Früh erneut zu einem Stromausfall gekommen. Betroffen waren laut den Wiener Netzen rund 2.500 Haushalte. Einen Zusammenhang zum Stromausfall am Vortag gibt es laut einer Sprecherin nicht.

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Hochsommer in der Stadt Wien heißt auch Baustellenzeit. Diese Woche beginnt eine ganze Menge neuer Baustellen, die teilweise für erhebliche Behinderungen sorgen, sowohl in der Stadt selbst als auch in den Außenbezirken.

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Gesundheit

Der österreichische Pollenwarndienst erwartet für heuer eine besonders starke Belastung durch Ragweed: Die auch unter den Namen „Fetzenkraut“ oder „Ambrosia“ bekannte Pflanze kann bei empfindlichen Menschen starke allergische Reaktionen auslösen. Verstärkt werden die Beschwerden durch schlechte Luftqualität. In diesen Tagen beginnt Ragweed zu blühen.

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Seit Beginn der Covid-19-Pandemie sind Milliarden SARS-CoV-2-Tests verwendet worden. Am einfachsten sind die Antigen-Schnelltests. Doch diese erfassen eine Infektion laut einer neuen Übersichtsstudie vor allem dann, wenn Symptome für Covid-19 vorliegen.

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Religion

Vor 80 Jahren wurde Edith Stein im Konzentrationslager Auschwitz ermordet. Stein gehört zu den bedeutendsten europäischen Frauen des 20. Jahrhunderts: Als Jüdin konvertierte die Philosophin und Frauenrechtlerin mit 31 zum Katholizismus. Papst Pius XI. (1922–1939) forderte die Deutsche auf, gegen die Nazis Stellung zu beziehen. Die Kirche sprach Stein 1998 heilig.

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Leute

Der japanische Modeschöpfer Issey Miyake ist im Alter von 84 Jahren gestorben. Er erlag bereits am 5. August einer Leberkrebserkrankung, gab sein Büro heute laut Medien bekannt. Seit den 1970er Jahren verfolgte er das Konzept, Kleidung aus einem einzigen Stück Stoff herzustellen. Berühmt sind seine Entwürfe mit innovativen Silhouetten und stark plissierten Stoffen. So entstanden Miyakes aufsehenerregende Kollektionen „Pleats Please“ (Plissee bitte) und „A-POC“.

Der japanische Modedesigner Issey Miyake
AP/The Yomiuri Shimbun/Masahiro Sugimoto

Der in Hiroshima geborene Miyake studierte in Tokio und Paris, seine erste Kollektion stellte er 1970 in New York vor. 2005 wurde er für sein Lebenswerk mit dem japanischen „Praemium Imperiale“ geehrt, der auch als Nobelpreis der Künste gilt.

Ein Jahr später wurde er für seine „visionären Bekleidungskonzepte“ mit dem Kyoto-Preis ausgezeichnet. Der 1984 von Kazuo Inamori, dem Gründer des japanischen Technologiekonzerns Kyocera, ins Leben gerufene Kyoto-Preis zählt neben dem Nobelpreis zu den wichtigsten Auszeichnungen auf dem Gebiet der Wissenschaft und Kultur.

Kultur

Die türkisch-deutsche Schriftstellerin Emine Sevgi Özdamar erhält den „Georg-Büchner-Preis 2022“. Das teilte die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung heute in Darmstadt mit. Der mit 50.000 Euro dotierte Preis gilt als wichtigste literarische Auszeichnung im deutschsprachigen Raum und wird seit 1951 verliehen. Übergeben werden soll die Ehrung an die 75-jährige Autorin am 5. November in Darmstadt.

Die türkisch-deutsche Schriftstellerin Emine Sevgi Özdamar
APA/Heike Steiweg/sv

Die deutsche Sprache verdanke Özdamar „neue Horizonte, Themen und einen hochpoetischen Sound“. Die am 10. August 1946 in Malatya (Türkei) geborene Schriftstellerin, Schauspielerin und Theaterregisseurin bereichere „seit über drei Jahrzehnten die deutschsprachige Literaturszene mit ihren Romanen, Erzählungen und Theaterstücken, zuletzt mit dem Opus magnum ‚Ein von Schatten begrenzter Raum‘“, heißt es in der Jury-Begründung.

„Ungewohnte literarische Stilmittel und aus dem Türkischen inspirierte Sprechweisen prägen ihre multiperspektivischen Texte, die neben intimen persönlichen Erfahrungen ein breites Panorama deutsch-türkischer Geschichte entfalten − vom Ersten Weltkrieg über die Aufbruchstimmung der Sechziger und Siebziger Jahre bis in unsere Gegenwart.“ Özdamars Werk eröffne „einen zugleich intellektuellen wie poetischen Dialog zwischen verschiedenen Sprachen, Kulturen und Weltanschauungen, an dem wir lesend teilhaben dürfen“.

US-Popstar Britney Spears gibt mit einem Duett mit der britischen Poplegende Elton John nach jahrelanger musikalischer Auszeit ein Comeback. Das Musiklabel Interscope Records gab gestern die baldige Veröffentlichung einer Single namens „Hold Me Closer“ bekannt, ohne nähere Details zu nennen. John veröffentlichte bei Instagram ein Bild mit dem Songtitel vor rosa Hintergrund mit Emojis einer Rose und einer Rakete.

Schon seit Tagen hatte es Gerüchte über eine Zusammenarbeit der 40-jährigen Spears, deren letztes Studioalbum „Glory“ 2016 veröffentlicht worden war, mit dem 35 Jahre älteren John gegeben. Der Titel des Songs „Hold Me Closer“ entstammt dem Text des 1970er-Jahre-Hits „Tiny Dancer“.

Nach langem Kampf aus Vormundschaft entlassen

Die mit Hits wie „Oops! … I Did It Again“ und „Baby One More Time“ zum Superstar gewordene Spears hat in den vergangenen Jahren vor allem mit ihrem Privatleben für Schlagzeilen gesorgt. Ende vergangenen Jahres wurde nach langem Rechtsstreit die seit 13 Jahren währende Vormundschaft beendet, die ihr Vater 2008 wegen psychischer Probleme der Sängerin übernommen hatte. Im Mai gab Spears dann eine Fehlgeburt bekannt. Die zweifache Mutter hatte mit ihrem Verlobten Sam Asghari ein Kind gewollt.

Die Sängerin zeigt sich ihren Fans seit Jahren fast nur noch in den sozialen Netzwerken. Sie hat seit Jahren keine Interviews mehr gegeben, tritt selten öffentlich in Erscheinung und ist seit 2018 nicht mehr als Musikerin aufgetreten.

Formel-1-Rekordweltmeister Lewis Hamilton hat eine Rolle im neuen Film „Top Gun: Maverick“ mit Hollywood-Star Tom Cruise absagen müssen. Der US-amerikanische Schauspieler habe ihn vor Jahren zu den Dreharbeiten von „Edge of Tomorrow“ eingeladen, erzählte Hamilton dem Magazin „Vanity Fair“. Seitdem habe sich eine Freundschaft entwickelt.

Als Kind war Hamilton ein Fan des ersten „Top Gun“-Films und wollte Kampfpilot werden. „Als ich hörte, dass der zweite Film herauskommt, dachte ich: ‚Oh, mein Gott, ich muss ihn fragen‘“, erzählte der englische Mercedes-Pilot. „Ich sagte: ‚Es ist mir egal, welche Rolle es ist. Ich werde sogar fegen, eine Putzkraft im Hintergrund sein.‘“

Cruise habe auch eingewilligt, Hamilton sollte nach eigener Darstellung sogar einen Piloten spielen. Der Rennfahrer musste aber absagen, weil er damals zu sehr in der Formel 1 gefordert war. „Ich bin ein Perfektionist“, sagte Hamilton. „Es war einfach keine Zeit.“

Hamilton hatte schon einmal einen Miniauftritt in der Komödie „Zoolander 2“. Er ist neben Brad Pitt einer der Produzenten eines neuen Formel-1-Films.