COV Inland

Die 7-Tage-Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in den abgelaufenen sieben Tagen je 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner, liegt laut Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) bei 1.867,1 (Stand: heute, 14.00 Uhr).

Tirol hat mit 2.737,0 den höchsten Wert, gefolgt von Salzburg mit 2.607,9 und Wien mit 2.417,8. Am niedrigsten ist die 7-Tage-Inzidenz im Burgenland (1.311,4) und der Steiermark (1.265,5).

Karten, Grafiken und Informationen zu aktuellen Fällen und zum Epidemieverlauf in ORF.at/corona/daten

Erklärung zur Zählweise und weitere Fragen in ORF.at/corona

Ministerien melden 22.453 Neuinfektionen

Das Gesundheits- und das Innenministerium haben zuletzt – verspätet – 22.453 neu registrierte CoV-Fälle innerhalb der letzten 24 Stunden gemeldet (Stand: heute, 9.30 Uhr). Diese Zahlen meldeten die Bundesländer an den nationalen Krisenstab.

13.991 Menschen verstarben bisher an den Folgen des Coronavirus. Derzeit befinden sich 1.129 Personen aufgrund des Coronavirus in Spitalsbehandlung, davon 192 auf Intensivstationen.

Vorübergehend keine Zahlen

Nach einem mehrtägigen Ausfall hatte es gestern Abend erstmals wieder die gewöhnlich am Vormittag publizierten Zahlen des interministeriellen Krisenstabs gegeben, heute kam es erneut zu Verzögerungen. Ursache für die Datenprobleme seien die hohen Fallzahlen, hieß es.

Gestern Abend hatte das Innenministerium die Daten für die drei vorangegangenen Tage nachgeliefert: Von Freitag auf gestern gab es 24.260 Neuinfektionen. Donnerstagfrüh wurden 24.314 Neuinfektionen aus den Bundesländern gemeldet, Freitagfrüh 25.346.

Daten des Krisenstabs in ORF.at/corona/daten/morgenmeldung

Fast eine halbe Million Mal – 40.000 bis 45.000 pro Tag – hat die Polizei seit 11. Jänner kontrolliert, ob die geltenden Coronavirus-Maßnahmen eingehalten werden. Bei den 480.000 Kontrollen wurden 2.500 Verstöße gegen die Schutzmaßnahmen festgestellt, zog das Innenministerium am Wochenende Bilanz.

Zu kontrollieren ist etwa, ob Ungeimpfte die für sie immer noch geltenden Ausgangsbeschränkungen einhalten, ob die Sperrstunde in der Gastronomie um 22.00 Uhr eingehalten wird oder ob Geimpfte wie Ungeimpfte der FFP2-Maskenpflicht im Freien (wenn keine zwei Meter Abstand gehalten werden können) Folge leisten. Diese gilt seit 11. Jänner. Seit diesem Stichtag ist auch der Handel für die Kontrolle der 2-G-Regel in den Geschäften zuständig.

Vorbereitungen für Kontrollen der Impfpflicht

Die Polizei hat schwerpunktmäßig Gastronomiebetriebe, Handel und touristische Hotspots kontrolliert – und zwar sowohl im Rahmen des normalen Streifendienstes (etwa bei Verkehrskontrollen) als auch durch Bereitschaftseinheiten und spezielle Streifen (auch Beamte in Zivil). Mit dem Handel kooperiere man eng, so das Innenministerium.

Bereits voll im Laufen sind laut der Information aus dem Ministerium die Vorbereitungen für die Kontrollen der Impfpflicht ab 16. März. Das Konzept dafür werde „zeitnah kommuniziert werden“. Aber es wurde gleich klargestellt: Auch dann werde die Einhaltung der vorgeschriebenen Maßnahmen weiter kontrolliert. „Die Kontrollen sind eine wichtige Maßnahme zur Eindämmung der Pandemie und werden daher auch weiterhin mit hoher Dichte fortgesetzt“, so Innenminister Gerhard Karner (ÖVP).

Mehrere tausend Personen haben gestern Nachmittag in Graz und Bregenz gegen die Impfpflicht demonstriert. In Graz wurden dabei laut Polizei mehrere Personen angezeigt, es kam zu kurzfristigen Festnahmen. Zudem seien zwei Polizisten verletzt worden. Eine weitere Versammlung beziehungsweise ein Marsch gegen Rechtsruck, mangelnde Solidarität und Pandemiemissmanagement sei indes ohne nennenswerte Vorkommnisse verlaufen.

Die erste Demonstration habe unter dem Motto „Gemeinsam für Würde, Wahrheit und Menschlichkeit. Gesundheit ohne Impfpflicht muss das Ziel sein“ gestanden. Zwar seien der Marsch und die Versammlung im Allgemeinen friedlich verlaufen, dennoch seien rund 180 Verwaltungsanzeigen mit Covid-19 Bezug erfolgt. Fünf Personen mussten dabei laut Polizei kurzfristig festgenommen werden. Fünf gerichtliche Anzeigen wegen Widerstand gegen die Staatsgewalt, Körperverletzung von Polizisten und dem Verbotsgesetz seien an die Staatsanwaltschaft Graz erstattet worden. Zudem seien über 300 Identitätsfeststellungen durchgeführt worden.

Bei der zweiten Kundgebung, die in keinem Zusammenhang mit der ersten Demonstration gegen die Impfpflicht stand, habe indes nur eine Personenanzahl im unteren dreistelligen Bereich teilgenommen. Es hätten dabei lediglich vier Anzeigen wegen Missachtung der Maskenpflicht erstattet und zehn Identitätsfeststellungen durchgeführt werden müssen, so die Polizei.

Proteste in Bregenz

Auch in Vorarlberg gingen gestern Menschen gegen die CoV-Maßnahmen auf die Straße. Rund 5.000 Menschen protestierten vor allem gegen die Impfpflicht. Es kam zu längeren Verkehrsbehinderungen.

Mehr dazu in vorarlberg.ORF.at

Inland

Die Zweite Nationalratspräsidentin Doris Bures (SPÖ) hat heute die ÖVP-Kritik an den Untersuchungsausschüssen „auf das Schärfste“ zurückgewiesen. Es gehe nicht an, dieses wichtige Kontrollinstrument „permanent zu diskreditieren“, weil man an einer Aufklärung nicht interessiert sei, sagte sie in der ORF-„Pressestunde“ – und schlug vor, die U-Ausschüsse öffentlich zu machen.

Zuletzt hatte sich seitens der ÖVP Bundeskanzler Karl Nehammer kritisch geäußert und den Ton in den Ausschüssen in einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin „profil“ mit einem „Tribunal“ verglichen. Er zeigte angesichts dessen in dem Interview Verständnis für das „Unbehagen“ in seiner Partei. Man könne „Institutionen wie einen U-Ausschuss auch missbrauchen“, so der Bundeskanzler.

„Nur weil man eine Aufklärung verhindern will“

„Nur weil man eine Aufklärung verhindern will, dieses verfassungsmäßige Instrument in Misskredit zu bringen“ sei „ein Spiel mit dem Feuer“, so Bures und ging – ohne Namen zu nennen – scharf mit der ÖVP ins Gericht. Kontrolle sei eine in der Verfassung festgeschriebene Kernaufgabe des Parlaments. Wenn U-Ausschüsse „permanent diskreditiert“ werden, würden „ganz wesentliche Instrumente unserer Demokratie in Zweifel gezogen“. Es gelte, dieses Instrument „mit Zähnen und Klauen“ zu verteidigen.

Vorbereitungen zum U-Ausschuss

Die Regeln für die U-Ausschüsse seien – bei der Etablierung als Minderheitsrecht – 2015 einstimmig beschlossen worden. Auch wie die Persönlichkeitsrechte von Auskunftspersonen – deren Verletzung die ÖVP immer wieder beklagt – geschützt werden, sei geregelt. Sie können sich an den Verfassungsgerichtshof (VfGH) wenden. Das hätten im „Ibiza“-U-Ausschuss auch einige getan, aber der VfGH habe in keinem einzigen Fall eine Verletzung von Persönlichkeitsrechten festgestellt, merkte Bures an. Jedenfalls sei es gut, dass das „Sittenbild“, das die ÖVP-Chats zeigten, jetzt im – Anfang März mit Befragungen startenden – neuerlichen U-Ausschuss untersucht werde.

Die Frage, ob sich Bundespräsident Alexander Van der Bellen im Herbst für eine zweite Amtsperiode bewirbt, dürfte demnächst beantwortet werden. „Wir sind bei dieser Entscheidung in der Endphase“, ließ Van der Bellen heute im „Kurier“ wissen.

Die Zweite Nationalratspräsidentin Doris Bures (SPÖ) rechnet offenbar damit, dass er wieder antritt. In der ORF-„Pressestunde“ sagte sie, die Frage nach ihrer Kandidatur im Fall von Van der Bellens Verzicht stelle sich wohl nicht.

Frage nach Kandidatur stellt sich für Bures nicht

Zuvor hatte Bures ihre Haltung bekräftigt, dass die SPÖ Van der Bellen unterstützen sollte, wenn er neuerlich kandidiert. Bei allen Bundespräsidenten davor – wie auch Thomas Klestil oder Heinz Fischer – habe es beim zweiten Antritt „selten namhafte Gegenkandidaten gegeben“.

Und auf die Nachfrage, ob sie persönlich als SPÖ-Bewerberin zur Verfügung stünde, sollte Van der Bellen nicht antreten, sagte sie dann: Es sei „eine große Ehre überhaupt genannt zu werden. Aber ich glaube, es stellt sich diese Frage nicht.“

Hofer lässt sich Optionen offen

Noch Zeit lassen für eine Entscheidung will sich der Dritte Nationalratspräsident Norbert Hofer (FPÖ) – der bei der vorigen Hofburg-Kür die Stichwahl gegen Van der Bellen verloren hat. Denn die politische Lage sei „sehr volatil“ und vieles in Bewegung, betonte er in der „Presse“ (Sonntag-Ausgabe). Die Frage der Wiederkandidatur Van der Bellens könnte auch für seine Entscheidung ein Faktor sein – „es kommt zum Beispiel darauf an, wie er sich präsentiert, welche inhaltlichen Schwerpunkte er setzt“. Wobei Hofer es aber für „sehr wahrscheinlich“ hält, dass die FPÖ jedenfalls einen Kandidaten aufstellt.

Die starken Preissteigerungen vor allem bei den Heizkosten bedrohen ärmere Menschen besonders, darunter viele Pensionistinnen und Pensionisten. Pensionistenverbandspräsident Peter Kostelka (SPÖ) fordert von der Regierung nun Unterstützung. Sie dürfe dieses „Drama im Schatten der Corona-Pandemie“ nicht weiter ignorieren, verlangte er heute im Vorfeld eines Gesprächs des Seniorenrats mit Sozialminister Wolfgang Mückstein (Grüne).

Bisher habe die ÖVP-Grünen-Koalition die Pensionisten in der Teuerungswelle „eiskalt im Stich gelassen“, kritisierte Kostelka. Mittlerweile wüssten viele Pensionistinnen und Pensionisten kaum mehr, wie sie die nächste Strom-, Gas- oder Heizölrechnung oder den nächsten Einkauf bewerkstelligen sollen.

Vier Forderungen in morgigem Gespräch

Er wird im Gespräch mit Mückstein morgen vier Sofortmaßnahmen fordern: Einen „Kaufkraftsicherungs-Hunderter“, einen „Winterzuschuss“ von 300 Euro für Pensionisten mit kleinem Einkommen, die Senkung der Mehrwertsteuer auf Haushaltsenergie und eine Nachbesserung bei der Pensionsanpassung 2022. Denn diese habe nur 1,8 Prozent betragen – während Gas jetzt siebenmal mehr koste als im Vorjahr und Heizöl um 21,3 Prozent teurer sei.

Die Pandemie hat die Soldaten und Soldatinnen des Österreichichen Bundesheers enorm gefordert. Kurzfristig mussten Bundesheerangehörige etwa auch in Alters- und Pflegeheimen, in dem sich das Coronavirus stark ausgebreitet hatte, in der Betreuung arbeiten.

Die gestiegene Arbeitsbelastung spiegelt sich auch in einer jährlich erhobenen Befragung wider. Sie zeigt, dass vor allem bei weiblichen Bediensteten die Belastung gestiegen ist. Befragt wurden insgesamt mehr als 25.000 Personen. Seit 2016 findet einmal jährlich eine repräsentative Befragung der Bediensteten, Milizsoldaten und Grundwehrdiener des Bundesheeres statt.

Die Auswertung der Datensätze führt zum Bericht „Soziales Lagebild“. Laut diesem sank im zweiten Pandemiejahr 2021 die Zufriedenheit mit der Balance von Arbeit und Privatleben um zehn Prozent. Der Rückgang war vor allem unter jenen Bediensteten markant, die innerhalb der letzten zwölf Monate einen Inlandseinsatz absolviert hatten.

COV Ausland

In der Aufklärung der „Partygate“-Affäre rund um Feiern während des Lockdowns in der Londoner Downing Street sollen auch Versammlungen in Premierminster Boris Johnsons eigener Wohnung untersucht werden.

Die Erhebungen der Regierungsbeamtin Sue Gray, die in London mit Spannung erwartet wird, werde auch angebliche Partys in der Wohnung des Premiers in der Downing Street 11 umfassen, berichtete die „Times“ heute. So sollen enge Freunde von Johnsons Frau Carrie häufiger in Lockdown-Zeiten zu Gast gewesen sein – offiziell aus Arbeitsgründen.

Erhebliche Zweifel an „Arbeitstreffen“

An dieser Darstellung gibt es dem Bericht zufolge jedoch deshalb Zweifel, weil die genannten Freunde gar nicht direkt für die Downing Street arbeiteten, sondern für das angegliederte Cabinet Office. Johnsons Ex-Berater Dominic Cummings, der heute zu dessen schärfsten Kritikern zählt, hatte schon früher den Vorwurf erhoben, auch in Johnsons eigener Wohnung – nicht nur in den Büroräumen – hätten unerlaubte Partys stattgefunden.

Nachdem der Druck auf Johnson in den vergangenen Wochen durch etliche Enthüllungen immer weiter gestiegen ist, droht ihm ein Misstrauensvotum. Einige konservative Abgeordnete haben bereits öffentlich den Rücktritt des Premiers gefordert. Andere wollen die Ergebnisse der offiziellen Untersuchung abwarten.

Wenige Tage vor den ersten Beratungen über eine Coronavirus-Impfpflicht im Deutschen Bundestag nehmen die Pläne der Befürworter Konturen an. Der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Dirk Wiese, der zusammen mit anderen Abgeordneten der „Ampelkoalition“ aus SPD, Grüne und FDP Eckpunkte einer Impfpflicht ab 18 Jahren vorbereitet, nannte zuletzt Einzelheiten: Die Impfpflicht solle etwa auf ein bis zwei Jahre befristet sein, für nicht mehr als drei Impfungen gelten und über Geldstrafen durchgesetzt werden.

Wiese hatte am Freitag zusammen mit sechs Politikern von Grünen und FDP in einem Brief an alle Bundestagsabgeordneten – außer denen der AfD – einen Gruppenantrag für eine Impfpflicht ab 18 Jahren angekündigt. Es gehe darum, „eine nachhaltige, verhältnismäßige und gleichzeitig zielgerichtete Lösung zu finden“, heißt es in dem Schreiben.

Die neuseeländische Regierungschefin Jacinda Ardern muss ihre Hochzeit wegen neuer Coronavirus-Restriktionen im Land verschieben. Grund dafür seien erste bekanntgewordene Fälle von Infektionen mit der Omikron-Variante im Land, sagte Ardern heute bei einer überraschend einberufenen Pressekonferenz in Wellington. Um eine weitere Ausbreitung des Virus zu unterbinden, soll unter anderem die Zahl von Menschen bei Versammlungen reduziert werden.

„Noch schlimmere Auswirkungen der Pandemie“

Nun habe sie auch die Hochzeit mir ihrem Verlobten Clarke Gayford verschoben. Termin und Ort des Ereignisses waren bisher nicht bekannt, ebensowenig wie der neue Termin. „So ist das Leben halt“, antwortete sie auf eine Frage zu ihren Gefühlen wegen der Verschiebung. „Es geht mir auch nicht anders, wenn ich das sagen darf, als Tausenden von Neuseeländern, die noch schlimmere Auswirkungen der Pandemie erlebten.“

In Neuseeland wurden unter den knapp fünf Millionen Einwohnern und Einwohnerinnen bisher rund 15.000 Infektionen mit dem Coronavirus registriert, 52 Menschen starben bisher.

Ausland

Die israelische Regierung hat die Einrichtung einer Untersuchungskommission zur Aufklärung der „U-Boot-Affäre“ beschlossen. Überprüft werden sollen Verfahren zur Beschaffung deutscher U-Boote und Kriegsschiffe für die israelische Marine in den Jahren 2009 bis 2016. Gegen mehrere Beteiligte läuft bereits ein Gerichtsverfahren wegen Korruptionsverdachts.

Der damalige Regierungschef Benjamin Netanjahu wurde dazu ebenfalls befragt, galt aber nicht als Verdächtiger. Ihm wurde allerdings vorgeworfen, U-Boot-Geschäfte gegen den Willen von Militär und Verteidigungsministerium durchgesetzt zu haben. Außerdem soll jetzt geprüft werden, unter welchen Umständen Israel dem Verkauf deutscher U-Boote an Ägypten zugestimmt hat.

Neuer Milliardendeal mit Deutschland

Die Bildung der Untersuchungskommission wurde vor allem von Verteidigungsminister Benny Ganz und Außenminister Jair Lapid vorangetrieben. „Die U-Boot-Affäre ist der schwerwiegendste Fall von Korruption im Verteidigungsbereich in der israelischen Geschichte, und wir müssen auf der Suche nach der Wahrheit jeden Stein umdrehen“, sagte Lapid vor gut einer Woche.

Vor wenigen Tagen hatten sich Israel und Deutschland abschließend auf einen milliardenschweren Deal über den Kauf von drei U-Booten der neuen Klasse Dakar geeinigt. Das erste der Boote, die in der Kieler Werft ThyssenKrupp Marine Systems (TKMS) entwickelt werden, soll binnen neun Jahren geliefert werden.

Umstrittenes Waffengeschäft

Ministerpräsident Naftali Bennett betonte, der neue Deal sei auf saubere Weise vereinbart worden. „Unser einziger Kompass ist Israels Sicherheit“, sagte Bennett, der sich bei der Abstimmung enthielt. Israel verfügt bereits über sechs U-Boote aus Kiel. Die drei neuen U-Boote sollen nach und nach ältere Modelle ersetzen. Die Lieferungen nach Israel sind umstritten, weil diese nach Experteneinschätzung theoretisch mit Atomwaffen ausgerüstet werden können.

Bei Gefechten nach einem Angriff der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) auf ein Gefängnis im Norden Syriens sind unbestätigten Berichten zufolge mindestens 120 Menschen getötet worden.

Zumindest 77 IS-Mitglieder und 39 kurdische Sicherheitskräfte seien seit Donnerstag getötet worden, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte heute mit. Unter den Toten seien auch Zivilisten. Die Kämpfe zwischen dem IS und den Sicherheitskräften dauerten den vierten Tag in Folge an.

IS-Kämpfer aus über 50 Ländern

Mehr als 100 IS-Kämpfer hatten am Donnerstag den Angriff auf ein von Kurden verwaltetes Gefängnis in der nordostsyrischen Stadt al-Hasaka gestartet, um Häftlinge zu befreien. In der Haftanstalt saßen bisher nach Angaben der Beobachtungsstelle rund 3.500 mutmaßliche IS-Kämpfer, darunter auch führende Köpfe der Miliz.

Die IS-Miliz konnte mehrere ihrer Mitglieder befreien und Waffen aus dem Gefängnis erbeuten. Wie vielen Insassen die Flucht gelang, war unklar. Mehr als 100 IS-Häftlinge sollen nach dem Ausbruch wieder festgenommen worden sein.

Laut der Beobachtungsstelle war es der größte Angriff dieser Art seit der Zerschlagung des „Kalifats“ des IS 2019. In von den kurdischen Sicherheitskräften kontrollierten Gefängnissen im Norden Syriens werden rund 12.000 IS-Anhänger festgehalten. Sie stammen nach kurdischen Angaben aus mehr als 50 Ländern.

Die Regierung im westafrikanischen Burkina Faso hat Berichte über einen Militärputsch zurückgewiesen. Zwar habe es heute in einigen Militärlagern Schüsse gegeben. Es stimme aber nicht, dass die Armee die Macht übernommen habe, sagte ein Sprecher der Regierung.

Schüsse in Kaserne in der Hauptstadt

Zuvor waren nach Angaben eines Reporters der Nachrichtenagentur Reuters aus einer großen Kaserne in der Hauptstadt Ouagadougou Schüsse zu hören gewesen. Anschließend hatte es auf Internetplattformen geheißen, das Militär habe die Macht übernommen.

Auf dem betreffenden Gelände in der Hauptstadt ist der Generalstab der Armee untergebracht. Außerdem sind dort in einem Gefängnis Soldaten inhaftiert, die an einem gescheiterten Putschversuch von 2015 beteiligt gewesen waren. Auch Anfang Jänner waren Soldaten wegen des Verdachts der Verschwörung festgenommen worden.

Bei einem Angriff von Dschihadisten auf ein Militärlager in Mali ist ein französischer Soldat ums Leben gekommen. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron sprach der Familie des Toten sein Beileid aus, wie es am Sonntag in einer Mitteilung des Elysee-Palastes hieß.

Der Angriff mit Granatwerfern auf das Camp der französischen Operation „Barkhane“ in der Stadt Gao habe sich gestern ereignet, hieß es. Nach Angaben des Generalstabs der französischen Armee erlitt der Soldat schwere Verletzungen, denen er trotz medizinischer Notversorgung schließlich erlag. Eine Hubschrauberpatrouille sei beauftragt worden, die Terroristen, die die Attacke verantwortet hätten, zu „neutralisieren“.

Zahlreiche radikale Milizen aktiv

Die frühere Kolonialmacht Frankreich ist in Westafrika im Einsatz gegen Islamistenmilizen, Mali ist ein Schwerpunkt. Die derzeitige französische Operation „Barkhane“ umfasst bis zu 5.100 Soldaten. Mit einer Neuausrichtung seiner Präsenz in der Region und dem Ende von „Barkhane“ will Frankreich die Truppenstärke langfristig auf 2.500 bis 3.000 Kräfte reduzieren. In den Staaten der Sahelzone – einem Gebiet, das sich südlich der Sahara vom Atlantik bis zum Roten Meer erstreckt – sind etliche bewaffnete Gruppen aktiv. Einige haben den Terrorgruppen Islamischer Staat (IS) oder al-Kaida die Treue geschworen.

Gemeinsam mit Großbritannien und Frankreich versucht die deutsche Polizei, Schleppern, die in Deutschland Schlauchboote und Außenbordmotoren beschaffen, auf die Spur zu kommen.

„Der Bundespolizei liegen Erkenntnisse vor, wonach für die Bootsschleusungen von Frankreich nach Großbritannien auch in Deutschland erworbene Schlauchboote, Bootsmotoren sowie Rettungswesten zum Einsatz kommen“, hieß es dazu im Sonntag in einer Stellungnahme.

Transport über den Ärmelkanal

Bei einem Anfang des Jahres angelaufenen britisch-deutschen Projekt gehe es darum, weitere Erkenntnisse über Lieferketten und Vertriebswege von Schlauchbooten zu gewinnen, welche insbesondere für den Transport von Menschen von Frankreich nach Großbritannien verwendet würden, heißt es in einer Antwort der deutschen Bundesregierung auf eine schriftliche Frage der Abgeordneten Clara Bünger (Linke).

Das Projekt stehe in engem Zusammenhang mit einer unter französischer Leitung stehenden Aktion mit dem Namen „Small Boats“ („Kleine Boote“), teilte das deutsche Innenministerium weiter mit. Diese Aktion diene der Zerschlagung von Schlepperbanden, die Migranten und Migrantinnen über den Ärmelkanal von Frankreich nach Großbritannien bringen.

Umwelt & Klima

Die Treibhausgasemissionen sind laut einem Bericht des Umweltbundesamtes in Österreich von 2019 auf 2020 um 7,7 Prozent gesunken. Der maßgebliche Grund für diese Reduktion liegt in den Auswirkungen der globalen Pandemie, die vielfältige Einschränkungen von Wirtschaft und Gesellschaft mit sich brachten. Für 2021 geht das Umweltbundesamt aufgrund der deutlich schwächeren Pandemieeffekte wieder von einem Anstieg um rund vier Prozent aus.

Gewessler: „Krise ersetzt keine Klimapolitik“

„Die Pandemie hat drastische Auswirkungen auf viele Wirtschafts- und Lebensbereiche mit sich gebracht. Das zeigt sich auch in der Treibhausgasbilanz 2020. Sie zeigt uns aber auch: Die Krise ersetzt keine Klimapolitik. Um unsere Emissionen nachhaltig zu verringern, braucht es mutige Entscheidungen für den Klimaschutz“, reagierte Klimaschutzministerin Leonore Gewessler (Grüne) auf die aktuelle Treibhausgasbilanz für 2020.

Stärkster Rückgang bei Verkehr

In absoluten Zahlen wurden 2020 rund 73,6 Millionen CO2-Tonnen emittiert, was einer Reduktion von rund 6,1 Millionen Tonnen im Vergleich zu 2019 entspricht. Die mit Abstand größte Reduktion war pandemiebedingt im Verkehrssektor mit minus 13,5 Prozent. Bei den Energie- und Industriebetrieben außerhalb des Emissionshandels wurde ein Rückgang von minus 2,7 Prozent verzeichnet.

Rückgang zu langsam

Dennoch geschieht das Absinken der Emissionen dem Klimaschutzministerium zufolge zu langsam. Grund dafür seien unzureichende Maßnahmen, die in den vergangenen Jahrzehnten getroffen wurden. Die Auswirkungen „der umfangreichen Maßnahmen, die im Klimaschutz seit 2020 gesetzt werden“, sollten sich in den nächsten Bilanzen deutlicher abbilden, so Gewessler.

Wirtschaft

Mittlerweile 17 Prozent der Pkw-Neuzulassungen entfallen im Bundesland Salzburg auf Elektroautos. Damit liegt Salzburg gemeinsam mit Vorarlberg österreichweit an erster Stelle, wie aktuelle Zahlen des Verkehrsclubs Österreich (VCÖ) zeigen.

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Das Pfandleihsystem myCoffeeCup ist im Mai 2019 mit dem Ziel gestartet, im ersten Jahr eine Million Einwegbecher zum Mitnehmen von Getränken einzusparen. Die Förderung der Stadt Wien lief aber schon einige Monate danach aus.

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Sport

Österreichs Nationalteam der Kunstbahnrodler hat in St. Moritz seinen EM-Medaillensatz komplett. Nach Gold und Bronze von Wolfgang Kindl und Nico Gleirscher am Vortag bei den Herren legte Madeleine Egle am Sonntag mit Silber bei den Damen nach.

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Der Traum von einem Platz in der 56. Ausgabe der Super Bowl der National Football League (NFL) ist für die topgesetzten Teams des Grunddurchgangs unerwartet zu Ende gegangen. Denn sowohl die Green Bay Packers als auch die Tennessee Titans erlebten nach einem Freilos in der ersten Play-off-Runde gestern Abend (Ortszeit) ihr blaues Wunder. Field Goals bei auslaufender Uhr bescherten den San Francisco 49ers einen 13:10-Erfolg in Green Bay und den Cincinnati Bengals ein 19:16 in Nashville.

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Alexander Zverev ist heute im Achtelfinale der Australian Open ausgeschieden und muss seine Titelhoffnungen abrupt begraben. In einem Match mit zahlreichen unerklärlichen Fehlern verlor der als Nummer drei gesetzte Deutsche gegen Denis Shapovalov mit 3:6 6:7 (5/7) 3:6. Auch der Weltranglisten-14. aus Kanada zeigte Schwankungen, doch das konnte Zverev nicht für sich nutzen.

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Chronik

Ein Brand in St. Peter in der Au in Niederösterreich hat in der Nacht auf heute für einen Großeinsatz mit 115 Feuerwehrleuten gesorgt. Eine Scheune begann zu brennen, schnell griffen die Flammen auf das Wohnhaus über.

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In Tirol ist in der Nacht auf heute ein alkoholisierter Autolenker ohne Führerschein in der Axamer Lizum unterwegs gewesen. Er beschädigte dort mehrere Autos. Nachdem sein Fahrzeug schwer beschädigt wurde, flüchtete er, seine Beifahrerinnen und Beifahrer wurden zum Teil schwer verletzt.

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Diesiges Wetter und plötzlich auftauchender Nebel führen in der kalten Jahreszeit immer wieder zu Unfällen. Nebelscheinwerfer und Nebelschlussleuchten können nicht nur bei Nebel, sondern auch bei Regen und Schneefall für bessere Sicht und mehr Sicherheit sorgen – wenn sie richtig eingesetzt werden. Der Autofahrerclub ÖAMTC gibt Tipps für die Verwendung.

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Wegen der durch den Vulkanausbruch in Tonga ausgelösten Ölpest an der Küste Perus hat die Regierung in Lima den Umweltnotstand ausgerufen. Das zunächst für 90 Tage geltende Dekret solle ein „nachhaltiges Management“ der Umweltkatastrophe ermöglichen, teilte die peruanische Regierung gestern (Ortszeit) mit. So solle eine bessere Abstimmung der beteiligten Behörden und der Teams für die Reinigung der Strände ermöglicht werden, erklärte das Umweltministerium.

Der Vulkan Hunga Tonga-Hunga Ha’apai im Südpazifikstaat Tonga war am Freitag vergangener Woche ausgebrochen und hatte auch in weit entfernten Gebieten Flutwellen ausgelöst. In Peru drang deswegen beim Entladen eines Tankerschiffs an der Pampilla-Raffinerie Öl aus und verschmutzte 21 Strände.

Über 950.000 Liter Öl ausgelaufen

Die rund 6.000 Barrel (über 950.000 Liter) Öl an den Stränden bedrohen Seevögel und Meerestiere. Laut peruanischem Umweltministerium wurden 174 Hektar Meer, Strände und Naturreservate verschmutzt, eine Fläche etwa so groß wie 270 Fußballfelder.

Die peruanische Regierung macht den spanischen Erdölkonzern Repsol für die Ölpest verantwortlich, da ihm die Pampilla-Pipeline gehört. Das Unternehmen sieht sich jedoch nicht in der Verantwortung und wirft den peruanischen Behörden vor, vor dem Unglück keinerlei Tsunami-Warnungen herausgegeben zu haben. Repsol schickte jedoch Einsatzteams und Ausrüstung zur Eindämmung der Ölpest.

Bei einem Brand in einer Diskothek in Kamerun sind mindestens 16 Menschen ums Leben gekommen. Zumindest acht weitere Gäste wurden nach Regierungsangaben bei dem Unglück in der Nacht auf heute schwer verletzt. Das Feuer wurde durch eine Feuerwerksvorführung ausgelöst. Sie setzte eine Deckenverkleidung in Brand.

Ein Sicherheitsmann berichtete, das Feuer habe sich rasend schnell ausgebreitet, unter den Besuchern und Besucherinnen sei Panik ausgebrochen. Kamerun ist derzeit Gastgeber des Fußballturniers African Cup of Nations.

Lifestyle

Regionale Produkte werden häufig mit Nachhaltigkeit in Verbindung gebracht. Kurze Transportwege können beispielsweise helfen, das Klima zu schützen. Warenlieferungen sind aber nicht der einzige Faktor, wenn es um die CO2-Bilanz geht. Auch lokale Unternehmen können Greenwashing betreiben und geben sich manchmal umweltfreundlicher als sie sind.

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Kultur

Die heimischen Kinos stecken in der Krise. Vor allem die wegen des Coronavirus auf 22.00 Uhr vorverlegte Sperrstunde trifft die Betreiber hart. Die Besucherzahlen sind um fast 50 Prozent eingebrochen. Auch den Theatern macht Omikron zu schaffen.

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Das Massaker an 228 jüdischen Frauen, Kindern und Männern in Hofamt Priel in Niederösterreich ist eines der größten gegen Ende des Zweiten Weltkriegs – und eines, das nie aufgeklärt wurde. Ein Einheimischer arbeitet das Verbrechen nun im Film „Endphase“ auf.

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Religion

Panorama

Eine fotografische Zeitreise in das Tirol am Ende des 19. Jahrhunderts bietet ein historisches Fotoalbum. Das kostbare, neun Kilogramm schwere Exemplar tauchte im Archiv der Ötztaler Museen auf. Die Stativlöcher der Fotografen von damals entsprechen zum Teil den Instagram-Hotspots von heute.

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