COV Ausland

In Italien ist heute die Schwelle von 10.000 Todesopfern überschritten worden. Die Zahl der Coronavirus-Toten kletterte innerhalb von 24 Stunden um 889 auf insgesamt 10.023 Tote, teilte der Zivilschutz mit. Die Zahl der Infizierten in Italien stieg von 66.414 auf 70.065. Der Prozentsatz der Neuinfizierten fiel gegenüber gestern von sieben auf fünf Prozent.

3.856 Patienten und Patientinnen befanden sich auf der Intensivstation, 12.384 Personen sind inzwischen genesen. Italien ist das europaweit am stärksten von der Coronavirus-Epidemie betroffene Land.

In der Lombardei, der innerhalb des Landes am stärksten betroffenen Region, wurden 542 zusätzliche Todesopfer gegenüber gestern verzeichnet. Insgesamt lag die Zahl der Coronavirus-Toten in der norditalienischen Region damit bei 5.944. Die Gesamtzahl der Infizierten in der Lombardei wuchs von 23.895 auf 24.509.

Medizinisches Personal betroffen

Nach der Lombardei sind nach wie vor die Regionen Emilia Romagna und Venetien die am stärksten betroffenen Regionen. In der Emilia Romagna gab es seit Beginn der Epidemie am 20. Februar 1.344 Todesopfer, in Venetien sind es 362. In Kärntens Nachbarregion Friaul-Julisch Venetien starben bisher 87 Personen, die Zahl der Infizierten kletterte dort bis Donnerstag auf 1.436.

Das medizinische Personal in Italien zahlt einen hohen Preis für seinen Einsatz im Kampf gegen die Pandemie. 51 Ärzte sind seit Beginn der Epidemie gestorben. Über 6.200 Ärzte und Krankenpfleger haben sich in Italien mit dem Coronavirus infiziert. Das sind neun Prozent aller Infizierten in Italien.

Maßnahmen verschärft

Schon seit dem 10. März dürfen in Italien die Menschen im ganzen Land nur noch in Ausnahmefällen aus dem Haus gehen. Die Beschränkungen waren am 20. März noch einmal verschärft worden. Es wird allgemein erwartet, dass Italien die Sperren, die bisher bis zum 3. April gelten, verlängert.

Italien verschärfte heute die Einreisebestimmungen. Nach einer vom Verkehrsministerium veröffentlichten Mitteilung muss jeder, der auf dem Luft-, See- oder Landweg einreist, unter anderem ganz genau den Grund seiner Reise, seinen Aufenthaltsort in Italien und seine Telefonnummer angeben. Die Reisenden müssen außerdem mitteilen, wie sie ihren Zielort in Italien erreichen werden.

Auch Menschen, die keine Symptome einer Covid-19-Erkrankung zeigen, müssen sich bei den örtlichen Gesundheitsbehörden melden und in eine 14-tägige Selbstisolation begeben. Flug- und Schifffahrtsgesellschaften werden verpflichtet, bei ihren Passagieren schon beim Einchecken die Körpertemperatur zu messen und Personen ab 37,5 Grad nicht an Bord zu lassen.

4,3 Mrd. Euro für Lebensmittel und Medikamente

Die italienische Regierung will Familien in finanziellen Nöten bei der Lebensmittelversorgung unter die Arme greifen. Premier Giuseppe Conte kündigte heute an, dass seine Regierung 4,3 Milliarden Euro locker machen wird, damit die Bürgermeister der Gemeinden ihre bedürftigsten Bürger mit Lebensmitteln und Medikamenten versorgen können.

Bürgermeister sollen an Bedürftige Einkaufsgutscheine verteilen. So sollen auch Lebensmittel direkt an Familien geliefert werden. „Viele Bürger sind in Schwierigkeiten, wir erleben harte Zeiten. Wir schauen nicht weg, niemand darf alleingelassen werden. Wir sitzen alle im selben Boot“, sagte Conte.

Sorge vor sozialer Revolte

Die italienische Innenministerin Luciana Lamorgese hatte sich zuvor wegen der Gefahr sozialer Revolten besorgt gezeigt. „Die Bürger haben primäre Bedürfnisse, für die der Staat aufkommen muss, und wir tun unser Bestes“, sagte die Ministerin im Interview mit dem Sender Sky Tg24.

Die Regierung habe elf Milliarden Euro für Arbeitnehmer auf Kurzarbeit locker gemacht. „Ich hoffe, dass diese Ressourcen so bald wie möglich eintreffen“, sagte Lamorgese. Es gebe jedoch auch viele Italiener ohne festes Einkommen, die unter der jetzigen Lage besonders stark leiden würden.

Die spanische Regierung hat im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie die Schließung aller „nicht lebenswichtigen“ Unternehmen angeordnet. Das teilte Regierungschef Pedro Sanchez heute in Madrid mit. Ab Montag sollen alle Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen, die keine unbedingt notwendigen Arbeiten verrichten, zwei Wochen lang zu Hause bleiben. Das Gehalt werde den Betroffenen in dieser Zeit weitergezahlt, die nicht geleisteten Arbeitsstunden könnten sie später schrittweise nachholen.

Seit dem Inkrafttreten des Alarmzustandes am 15. März durften Angestellte und Selbstständige trotz Ausgangsbeschränkungen weiter in ihre Büros gehen. Jedoch war die Bevölkerung bisher aufgefordert, so viel wie möglich von Zuhause aus zu arbeiten. Die Bevölkerung darf bereits seit zwei Wochen nur noch in Ausnahmefällen aus dem Haus, so etwa zum Einkaufen und nur alleine. Spazieren gehen oder Sport im Freien sind in Spanien derzeit nicht erlaubt.

Mehr als 800 Todesopfer in 24 Stunden

In Spanien sind innerhalb von 24 Stunden 832 neue Todesopfer verzeichnet worden. Das teilte das Gesundheitsministerium heute mit. Es ist der höchste Anstieg, der in dem Land bisher registriert wurde.

Angehörige während eines Begräbnisses in Madrid
AP/Bernat Armangue

Insgesamt kletterte die Zahl der Opfer seit gestern auf knapp 5.700. Auch die Zahl der Infizierten stieg weiter an und lag heute Mittag bei rund 72.000, etwa 8.000 mehr als am Vortag. Jedoch hält sich damit der prozentuale Anstieg seit Tagen relativ niedrig.

Mehr als 12.000 Menschen sind bereits wieder gesund. Die am heftigsten betroffene Region bleibt Madrid, wo fast die Hälfte aller Todesfälle verzeichnet wurde. Nach Italien ist Spanien weiterhin das Land in Europa, das vom neuen Virus SARS-CoV-2 am stärksten in Mitleidenschaft gezogen wird.

Der Anstieg nimmt prozentual gesehen aber seit Tagen ab und lag heute bei elf Prozent. Spanien hofft, den Höhepunkt der Krise bald zu überschreiten. „Wir sind bald da, wir wissen noch nicht genau wann, aber wir stehen vor dem Höhepunkt der Ansteckungskurve“, sagte der Leiter der Behörde für Gesundheitliche Notfälle (CCAES), Fernando Simon.

Bestattungen überlastet – Militär hilft

Aufgrund der hohen Opferzahlen wird nach Italien auch in Spanien das Militär beim Transport der Leichen helfen. Das teilte das Gesundheitsministerium heute im Amtsblatt mit. Die Streitkräfte würden wegen der großen Zahl der Toten und des Fehlens verfügbarer Bestattungsinstitute während der Dauer des Alarmzustandes eingesetzt, hieß es.

Wegen der vielen Todesopfer war zuletzt bereits die Eishalle in Madrid zum Leichenhaus umfunktioniert worden. Die Regierung hat den Alarmzustand und die strenge Ausgangssperre um weitere zwei Wochen bis zum 11. April verlängert.

Die US-Regierung erwägt nach Aussage von Präsident Donald Trump in der Coronavirus-Krise, New York und andere besonders betroffene Landesteile für zwei Wochen abzuschotten. „Einige Leute würden New York gerne unter Quarantäne gestellt sehen, weil es ein Hotspot ist“, sagte Trump heute außerhalb des Weißen Hauses zu Reportern.

Er spezifizierte, dass es bei den Überlegungen um Reisebeschränkungen für Bewohner und Bewohnerinnen von Regionen gehe, in denen sich besonders viele Menschen mit dem Coronavirus infiziert haben.

„Vielleicht brauchen wir es“

Neben New York werde auch über New Jersey und gewisse Teile von Connecticut nachgedacht, sagte Trump. Viele New Yorker würden derzeit nach Florida reisen. „Das wollen wir nicht“, sagte Trump. Mit Blick auf mögliche Einschränkungen der Bewegungsfreiheit sagte Trump: „Ich würde es lieber nicht tun, aber vielleicht brauchen wir es.“

Immer wieder haben Krankenhäuser in der Stadt im angesichts stark ansteigender Patientenzahlen gewarnt, dass ihnen in den kommenden Wochen wichtige medizinische Ausrüstung wie Schutzkleidung ausgehen könnte. Es fehlt aber vor allem auch an Beatmungsgeräten.

Die UNO spendet den USA deswegen 250.000 Gesichtsmasken. „New York ist für uns nicht nur unser Zuhause oder das Hauptquartier der Vereinten Nationen. Es ist eine lebendige internationale Hauptstadt, über die die Welt kommuniziert, debattiert, handelt und gedeiht“, so UNO-Generalsekretär Antonio Guterres.

Vier weitere Notkliniken

Zudem sind vier weitere provisorische Notkliniken geplant. Neben den bereits aufgebauten Krankenhäusern und einem am Montag erwarteten Lazarettschiff der US-Armee sollen Gebäude in den Stadtteilen Brooklyn, Queens, Staten Island und der Bronx umfunktioniert werden, sagte Gouverneur Andrew Cuomo heute bei seiner täglichen Krisenpressekonferenz.

Zudem verkündete der 62-Jährige, dass die Zahl der Coronavirus-Toten im Bundesstaat im Vergleich zum Vortag um 209 auf 728 gestiegen sei. Es gebe mehr als 52.000 nachgewiesene Infektionen. Das ist ein beträchtlicher Teil der von der Johns-Hopkins-Universität gezählten mehr als 1.700 Toten in den gesamten USA. In den Vereinigten Staaten gibt es mehr als 105.000 nachgewiesene Fälle – weltweit mit Abstand die meisten.

Vorwahlen werden verlegt

New York verlegt aufgrund der Krise seine Vorwahlen im Präsidentschaftsrennen wegen der Coronavirus-Krise. Statt am 28. April würden die Abstimmungen nun am 23. Juni stattfinden, sagte Gouverneur Andrew Cuomo heute. Damit folgt New York einer Reihe weiterer Staaten, die ihre Wahlen angesichts der Pandemie bereits verschoben haben. Im Rennen der Demokraten liegt der ehemalige Vizepräsident Joe Biden vor Senator Bernie Sanders.

Weltweit sind mehr als 30.000 Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Die renommierte Johns-Hopkins-Universität in den USA registrierte heute 30.248 Todesfälle.

Den Angaben zufolge haben sich 649.904 Menschen nachweislich mit SARS-CoV-2 infiziert. Experten und Expertinnen gehen von einer hohen Dunkelziffer aus. Es gebe in kaum einem Land genügend Tests, um die Menschen flächendeckend zu untersuchen. Allein in den USA sind mehr als 115.500 Infektionen nachgewiesen worden, in China mehr als 81.990.

Über 2.000 Tote in Frankreich

In Frankreich starben binnen eines Tages 319 weitere Menschen infolge einer Infektion mit dem Coronavirus. Damit liege die Gesamtzahl bei 2.314, teilten die Gesundheitsbehörden mit. Die Zahl der Infizierten sei binnen 24 Stunden von 32.964 auf 37.575 gestiegen.

Über 300 Tote in Deutschland

In Deutschland wurden bis heute mehr als 54.200 Infektionen mit dem neuen Coronavirus registriert. Das geht aus einer Auswertung der dpa hervor, die die gemeldeten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt.

Besonders hohe Zahlen haben Nordrhein-Westfalen mit 12.744 nachgewiesenen Fällen und 105 Toten, Bayern mit 11.862 Fällen und 85 Toten sowie Baden-Württemberg mit 10.819 Fällen und 118 Toten. Gerechnet auf 100.000 Einwohner und Einwohnerinnen verzeichnet Hamburg mit einem Wert von 105,1 die meisten Infektionen, im Bundesschnitt waren es 65,2. Mindestens 397 mit SARS-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bisher deutschlandweit gestorben.

Zahl der Toten in der Türkei steigt auf über 100

Die Zahl der in der Türkei am Coronavirus gestorbenen Menschen ist auf 108 gestiegen. Das waren heute 16 mehr als am Vortag, wie Gesundheitsminister Fahrettin Koca sagte. Seit gestern hätten sich zudem 1.700 weitere Menschen mit dem Virus SARS-CoV-2 infiziert, insgesamt seien es nun mehr als 7.400. In dem Land mit 83 Millionen Einwohnern und Einwohnerinnen gilt bereits eine weitgehende Ausgangssperre, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen.

Unter anderem sind auch Schulen, Universitäten, Cafes und Bars geschlossen, Sport- und Kulturveranstaltungen wurden abgesagt, gemeinsame Gebete in Moscheen verboten. Heute wurde wegen eines dramatischen Rückgangs der Fluggastzahlen auch die Schließung des zweitgrößten Flughafens der Millionenmetropole Istanbul angekündigt. Kurz vor Mitternacht werde das letzte Flugzeug auf dem Flughafen Sabiha Gokcen landen, sagte Pressesprecher Canan Soysal.

Nach dem Willen der deutschen Regierung sollen Vorstände von Unternehmen, die Staatshilfen wegen der Coronavirus-Krise erhalten, auf Teile ihres Gehalts verzichten. „Mir ist wichtig, dass in Notsituationen auch Vorstände und leitende Angestellte einen Beitrag leisten, insbesondere bei den Bonuszahlungen“, sagte Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“.

Die konkrete Ausgestaltung werde im Einzelfall besprochen. Der CDU-Politiker verwies auf einen ersten Präzedenzfall. „Wir haben gerade einen Kredit für ein großes Unternehmen der Reisebranche beschlossen und sind entsprechend verfahren.“ Dabei handelt es sich um den Reisekonzern TUI, wie das Unternehmen gestern selbst mitgeteilt hatte. TUI-Chef Friedrich Joussen und seine Vorstandskollegen müssen finanzielle Einbußen hinnehmen.

Der Reiseveranstalter erhält 1,8 Milliarden Euro von der staatlichen Förderbank KfW. Ähnlich war die deutsche Regierung schon in der Finanzkrise 2008 verfahren. Damals hatte der Rettungsschirm SoFFin die Managergehälter bei Banken, die staatliche Hilfen in Anspruch nahmen, auf 500.000 Euro im Jahr gedeckelt.

Zahl der Infizierten steigt stark an

Auch in Deutschland geht der Anstieg der Coronavirus-Fallzahlen weiter. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts stieg die Zahl der Infizierten um 6.294 auf 48.582. Die Johns-Hopkins-Universität in Baltimore wies heute Nachmittag für Deutschland sogar 53.340 Fälle aus.

Die Zahl der Coronavirus-Toten stieg laut Robert-Koch-Institut, das nur behördlich gemeldete Fälle erfasst, auf 325. Die Johns-Hopkins-Universität vermeldete bereits 395 Todesfälle.

Merkel bittet um Geduld

Bundeskanzlerin Angela Merkel dankte angesichts der fortschreitenden Pandemie den Bürgern und Bürgerinnen für die Akzeptanz der gravierenden Abwehrmaßnahmen und bat zugleich um Geduld.

Die große Mehrheit vermeide unnötige Kontakte, ihr sei bewusst, wie schwer das sei. „Danke, von ganzem Herzen danke“, sagte die CDU-Politikerin, die nach Kontakt zu einem Infizierten selbst von zu Hause arbeitet, in ihrem am Samstag veröffentlichten Wochenend-Podcast. Aber noch gebe es keinen Grund, die Regeln zu lockern. „Ich muss Sie bitten, seien Sie geduldig.“

Die Regierung in Ägypten hat allen mit hohen Strafen gedroht, die in Sozialen Netzwerken „Falschnachrichten und Gerüchte“ über die Ausbreitung des Coronavirus verbreiten. Verboten seien falsche Angaben zum Virus, die die öffentliche Ordnung stören oder in der Bevölkerung Panik auslösen könnten, teilte die Staatsanwaltschaft heute mit.

Es drohten Geldstrafen in Höhe von umgerechnet etwa 1.140 Euro und bis zu einem Jahr Gefängnis. Bis zu fünf Jahre Haft drohten, wenn das Ansehen Ägyptens geschädigt oder das Vertrauen in dessen öffentliche Finanzen geschwächt würde.

Rasche Verbreitung befürchtet

In Ägypten, mit 100 Millionen Einwohnern und Einwohnerinnen das bevölkerungsreichste Land in Nordafrika, wurden bisher etwa 530 Infektionen mit SARS-CoV-2 gemeldet, 30 Menschen sind an Covid-19 verstorben. Experten befürchten, dass sich das Virus rasch ausbreiten könnte. Die Ägypter leben vor allem im Großraum Kairo auf engstem Raum. Etwa 95 Prozent der Bevölkerung leben auf vier Prozent des Landes.

Experten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) kamen nach einem Besuch in Kairo zuletzt zu dem Schluss, dass Ägypten „bedeutende Anstrengungen“ im Kampf gegen das Virus unternimmt. So seien Häufungen von Infektionen rechtzeitig erkannt worden. „Aber es muss mehr getan werden“, sagte Yvan Hutin vom WHO-Büro für den Mittelmeer-Raum. Das Land befinde sich in einem „kritischen Zeitfenster“, um den Ausbruch unter Kontrolle zu behalten.

Krise „kleingeredet“

Ein Analyst des Washington Institute warf dem Land dagegen vor, nicht angemessen auf die Krise reagiert zu haben. Die Regierung habe „geleugnet, vereinfacht und mit Verschwörungstheorien Schutz vor der Bedrohung gesucht“, heißt es in einem Papier des US-Instituts vom Freitag. Auch regierungsnahe Medien und TV-Moderatoren hätten die Krise kleingeredet.

Wegen eines kritischen Berichts über die Zahl der Coronavirus-Fälle im Land hatte die ägyptische Regierung einer Journalistin des „Guardian“ vor einigen Tagen die Akkreditierung entzogen. Die britische Zeitung hatte Fachleute der Universität im kanadischen Toronto zitiert, nach deren Schätzungen es in Ägypten tatsächlich bis zu 19.000 Fälle geben könnte. Die Journalistin wurde zu einem mehrstündigen Treffen mit Vertretern des Staatsinformationsdiensts (SIS) geladen und hat mittlerweile das Land verlassen.

Die Isolation der zentralchinesischen Millionenmetropole Wuhan, die als Ausgangspunkt der Coronavirus-Pandemie gilt, ist heute nach zwei Monaten beendet worden. Die Einreise in die Hauptstadt der Provinz Hubei ist nun wieder erlaubt, das Ausreiseverbot gilt aber noch bis zum 8. April. Der U-Bahn- und Fernverkehr wurde wieder aufgenommen, Einkaufszentren dürfen kommende Woche ihre Tore öffnen.

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COV Inland

Laut Gesundheitsministerium waren mit Stand 15.00 Uhr 7.995 Menschen in Österreich mit dem Coronavirus infiziert. Das bedeutet im 24-Stunden-Vergleich einen Anstieg um 596 Fälle bzw. 8,05 Prozent. Das ist das geringste prozentuelle Plus in den vergangenen zwei Wochen.

Es wurden bisher (Stand 8.00 Uhr) 42.750 Tests durchgeführt. Bisher sind 68 Menschen gestorben, das sind um zehn (rund 17 Prozent) mehr als vor 24 Stunden.

Karten, Grafiken und Informationen zu aktuellen Fällen und zum Epidemieverlauf in ORF.at/corona/daten

Todesopfer in allen neun Bundesländern

Aus dem Burgenland wurden laut Homepage des Gesundheitsministeriums 142 Infizierte gemeldet, aus Kärnten 221 und aus Niederösterreich mit 1.262. In Oberösterreich beträgt die Zahl der Erkrankten 1.332, in Salzburg 751 und in der Steiermark 828. Spitzenreiter in absoluten Zahlen ist nach wie vor Tirol, dort hält man bei 1.846 positiven Tests. In Vorarlberg haben sich bisher 549, in Wien 1.046 Personen erwiesenermaßen infiziert.

Die 68 Todesfälle verteilen sich auf alle neun Bundesländer. Im Burgenland und Kärnten gab es je zwei Verstorbene, in Niederösterreich 13, in Oberösterreich und Salzburg je vier, in der Steiermark waren es 17, in Tirol neun, in Vorarlberg einer, und in Wien sind 16 Menschen dem Virus erlegen.

Das frühlingshafte Wetter hat heute und wird wohl auch morgen viele Menschen dazu animieren, Sonne und Luft zu tanken. Das unschuldige Vergnügen ist angesichts der Coronavirus-Pandemie aber nur unter strengen Auflagen erlaubt. Die Einhaltung der Regeln ist gerade in den Städten ein nicht leichtes Unterfangen – und noch immer gibt es teils Unklarheit über die Auslegung, auch bei der Polizei.

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Im Altenheim Lienz sind 13 Personen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Wie das Land heute in einer Aussendung bekanntgab, gibt es auch in vier Altersheimen im Bezirk Imst mehrere CoV-Fälle. Darunter waren neben mehreren Betreuten auch Pflegekräfte betroffen.

Mehr dazu in tirol.ORF.at

Auch in einem Pflegeheim in Innerbraz (Vorarlberg) sind zehn Bewohner und Bewohnerinnen sowie sechs Beschäftigte positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte die Landesregierung heute mit. Nach Angaben der Heim- und Pflegeleitung könne der Betrieb trotz dieser herausfordernden Situation aufrechterhalten werden.

Mehr dazu in vorarlberg.ORF.at

EU

Österreich sieht sich international mit Kritik wegen seines Neins zu „Corona-Bonds“ konfrontiert. Die Haltung Österreichs sei „verantwortungslos“, sagte der italienische Ex-Premier Enrico Letta der Pariser Tageszeitung „Le Figaro“ (Samstag-Ausgabe).

„Die selbst ernannten Tugendhaften beschuldigen die anderen wieder einmal, zu viel auszugeben“, kritisierte Letta. „Das ist verantwortungslos seitens eines Gründungsstaates wie der Niederlande, die Großbritanniens Rolle als ‚Doktor No‘ einnehmen möchten, oder Österreichs.“

„Position wird sich innerhalb von 20 Tagen ändern“

Letta schrieb die ablehnende Haltung auch der Tatsache zu, dass die beiden Länder noch nicht so stark von der Epidemie betroffen seien. Deren Position „wird sich sicher innerhalb von 20 Tagen ändern, wenn sie dann selbst die Situation haben werden, die andere Länder jetzt durchmachen“, sagte der Italiener. „Also wozu noch warten?“

Letta wies darauf hin, dass die französische Initiative für „Corona-Bonds“ auch von reicheren Ländern wie Irland, Luxemburg und Slowenien mitgetragen werde. Deutschland sieht er nicht als Hauptproblem. Er erwarte vielmehr, dass die deutsche Kanzlerin Angela Merkel eine Vermittlerrolle spielen wird.

Conte fordert Wiederaufbauplan

Der italienische Ministerpräsident Giuseppe Conte warnte indessen eindringlich vor Tatenlosigkeit. Sollte die EU nicht sofort Maßnahmen ergreifen, müssten die nächsten Generationen die „immensen Kosten einer zerstörten Wirtschaft“ tragen, sagte er der Wirtschaftszeitung „Sole 24 Ore“ (Samstag-Ausgabe). Es brauche einen außerordentlichen Wiederaufbauplan für Europa, so Conte.

Auch der französische Präsident Emmanuel Macron, der sich vor dem EU-Gipfel an die Spitze der „Corona-Bonds“-Befürworter gestellt hatte, will nicht aufgeben. „Wir werden diese Krise nicht ohne eine starke europäische Solidarität in Bezug auf Gesundheits- und Haushaltsfragen überwinden“, sagte er.

Maurer sieht „Möglichkeit“

Die grüne Klubchefin Sigrid Maurer rückte indes vom strikten Nein der Regierung ab und nannte „Corona-Bonds“ eine „Möglichkeit“. Maurer sagte, dass es in der jetzigen Situation „jedenfalls europäischen Zusammenhalt“ brauche. „Euro- oder Corona-Bonds sind eine Möglichkeit für eine solidarische Lösung, möglicherweise gibt es andere Antworten“, sagte sie der „Tiroler Tageszeitung“ (Samstag-Ausgabe). „Wir dürfen Italien und Spanien jedenfalls nicht alleine lassen.“

Die FPÖ warnte indes vor einem „Umfaller“ Österreichs in der Frage der „Corona-Bonds“. „Wir werden die Schulden für Länder wie Griechenland oder Italien sicher nicht zahlen“, so FPÖ-Obmann Norbert Hofer heute in einer Aussendung mit. Er forderte diesbezüglich eine „Garantieerklärung“ von Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP).

Inland

Ausland

Die frühere US-Außenministerin, Ex-First-Lady und Donald Trump unterlegene Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton will jeden Kandidaten ihrer Demokratischen Partei bei der Wahl im November unterstützen – selbst ihren im linken Spektrum angesiedelten, parteiinternen Ex-Konkurrenten Bernie Sanders. Das sagte Clinton im Gespräch mit der „Presse am Sonntag“.

Archivbild aus dem Jahr 2016 zeigt Hillary Clinton neben Bernie Sanders
Reuters/Brian Snyder

„Aber in jedem Fall unterstütze ich die Person, die nominiert wird. Ja, ich habe meine Meinung zu den einzelnen Kandidaten. Aber es kommt letztlich darauf an, Donald Trump zu besiegen. Das allein ist wichtig. Und wer sich am Schluss des Vorwahlprozesses als Stärkster erweist, an den knüpfe ich meine Hoffnungen. Und auf dessen Seite stehe ich“, sagte Clinton. Neben Sanders ist nur noch Ex-Vizepräsident Joe Biden im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten.

Clinton sieht viele Hindernisse

Es gebe aber Hindernisse, um eine Wiederwahl Trumps zu vereiteln: „Das sind die Einmischung ausländischer Mächte, die Propaganda auf sozialen Medien, der Diebstahl von Informationen, die dann gegen uns Demokraten gezielt eingesetzt werden. Die Republikaner versuchen auch gern, Wähler und Wählerinnen, die nicht für sie stimmen, aus den Listen zu streichen. Das sind alles ganz schöne Herausforderungen, mit denen jeder Kandidat konfrontiert ist. Doch wir müssen das schaffen.“

Zu ihrer eigenen Wahlniederlage 2016 sagte Clinton: „Ich möchte daran erinnern, dass ich drei Millionen Wählerstimmen mehr als Trump geholt habe. Und alle Prognosen sprachen für mich. Erst im Nachhinein hat man analysiert, wie sehr das Ergebnis letztlich zum Beispiel durch Fehlinformationen beeinflusst wurde.“

„Putin tat alles, um mich zu besiegen“

Zu ihrer E-Mail-Affäre – Clinton hatte einen privaten Server für dienstliche Zwecke genutzt, die Republikaner warfen ihr deswegen kriminelles Verhalten und Gefährdung der nationalen Sicherheit vor – sagte die ehemalige Außenministerin, sie habe nichts Illegales getan. „Vermutlich wäre nichts passiert, wenn der FBI-Direktor (James Comey, Anm.) das Ganze nicht wenige Tage vor der Wahl noch einmal hervorgeholt hätte. Dann hat er wiederum alles entkräftet, aber das war zu spät. Vermutlich hat das in Gegenden, wo das Ergebnis besonders knapp ausfiel, den Ausschlag gegeben.“

Die Frage, ob es eine Verschwörung gegen sie im Wahlkampf gab, beantwortete Clinton: „Es gibt einfach Leute, die das ablehnen, wofür ich stehe, und die gaben viel Geld aus, um die Wahlen zu manipulieren. Das war eine hoch organisierte Kampagne. Das begann schon zu der Zeit, als ich versucht habe, für die meisten Amerikaner eine Krankenversicherung auf die Beine zu stellen. Und auch ein Wladimir Putin wusste genau, wofür ich stehe. Deshalb tat er alles, um mich zu besiegen. Trump setzt nun das um, was in Putins Strategiebüchlein steht: Er untergräbt die NATO und die EU, er steigt aus dem Klimaabkommen aus, ebenso aus dem Atomabkommen mit dem Iran. Die Rolle der USA in der Welt ist geschwächt. Das entspricht exakt Putins Absichten.“

Trump unterschätzt?

Auf die Frage, ob sie Trump als Gegner unterschätzt habe, sagte die Demokratin: „(Präsident Barack) Obama, andere führende Demokraten und ich machten uns schon große Sorgen wegen Trump. Vor allem, wenn wir uns historische Analogien zum Faschismus anschauten. Aber wir dachten einfach nicht, dass er gewinnen könnte.“

Und weiter: „Wir wollten ja auch schon früher publik machen, dass sich die Russen in den Wahlkampf einmischen. Aber der republikanische Fraktionschef im Senat, Mitch McConnell, leistete Widerstand. Und da ich in allen Umfragen vorn lag, wollten wir keinen großen Disput anzetteln.“

Die radikalislamischen Taliban haben das Verhandlungsteam der afghanischen Regierung abgelehnt. Die Regierung habe kein „integratives“ Team aufgestellt, teilten die Taliban heute mit. Sie seien nur zu Gesprächen mit einem Verhandlungsteam bereit, „das unseren Vereinbarungen entspricht und sich nach den festgelegten Grundsätzen zusammensetzt“.

Um einen „echten und dauerhaften Frieden“ zu erreichen, müssten alle an den innerafghanischen Gesprächen Beteiligten mit dem Team einverstanden sein. Die Mehrheit habe die Regierungsvertreter jedoch abgelehnt, erklärten die Taliban ohne anzugeben, um wen es sich dabei handelte.

Die USA hatten Ende Februar in Doha ein Abkommen mit den Taliban unterzeichnet, das den Weg für einen dauerhaften Frieden in Afghanistan ebnen soll. Darin erklärten sich die Taliban zu Friedensverhandlungen mit der afghanischen Regierung in Kabul bereit. Zudem soll die Gruppe Garantien geben, dass sie das Terrornetzwerk al-Kaida und die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) bekämpfen. Im Gegenzug wollen die USA binnen 14 Monaten all ihre Truppen und die ihrer Verbündeten abziehen.

Nach Ansicht des Chefs der deutschen Liberalen, FDP-Chef Christian Lindner, trägt die Politik von Österreichs türkis-grüner Koalition die klare Handschrift der ÖVP und nur wenige Züge der Grünen. „In Österreich haben die Grünen nicht viel von ihren Inhalten in die Regierung übertragen“, sagte Lindner im Gespräch mit der „Presse am Sonntag“.

FDP-Chef Christian Lindner
Reuters/Hannibal Hanschke

Die Ziele der Bundesregierung in der Klimapolitik wären für Lindner nicht akzeptabel. „Das Klimaprogramm, das die Grünen in den Regierungsverhandlungen durchgesetzt haben, wäre mir als wirtschaftsfreundlichem Liberalen zu wenig ehrgeizig“, sagte Lindner.

Nach der Bundestagswahl in Deutschland 2017 hatte die FDP mit der CDU und den Grünen über eine gemeinsame „Jamaika-Koalition“ verhandelt. Lindner brach die Verhandlungen aber ab. Mit ein Grund war die Klimapolitik. Die deutschen Grünen – aber auch die CDU – wollten nach Analyse des FPD-Chefs sogar mehr durchsetzen als die österreichischen Grünen, doch „wir scheuten die ‚Jamaika-Koalition‘, weil wir keine Bereitschaft zur Veränderung sahen“.

Ein Gericht in Rio de Janeiro hat gegen Rios Olympia-Bürgermeister Eduardo Paes und weitere 23 Personen unter anderem wegen passiver Korruption und Betrug bei Vergabeverfahren Anklage erhoben.

Rio de Janeiros Bürgermeister Eduardo Paes
Reuters/Henry Romero

Dabei geht es um Unregelmäßigkeiten beim Bau der Sportanlagen in Deodoro, den die Stadtverwaltung von Rio für die Olympischen Spiele 2016 in Auftrag gab. In der Westzone der Stadt fanden Wettbewerbe im Kanu, Hockey und Schießen statt.

Nach der Anklage der Staatsanwaltschaft sind 120 Millionen Reais (22 Mio. Euro) veruntreut worden. Ein Konsortium aus den Bauunternehmen Queiroz Galvao und OAS wurde für den Bau bevorzugt. Die Anlage kostete 660 Millionen Reais (116 Mio. Euro).

Vorschlag nur von einem Konsortium

40 Unternehmen interessierten sich den Ermittlern zufolge für die Ausschreibung, 20 erschienen zu einem Treffen. „Aufgrund der enormen Einschränkungen reichte jedoch nur ein Konsortium einen Vorschlag ein“, hieß es in der Anklageschrift.

Korruptionsvorwürfe, beispielsweise auch gegen Mitglieder des Organisationskomitees, die Vergabe der Spiele positiv beeinflusst zu haben, haben Rio de Janeiro seit einigen Jahren begleitet. Sergio Cabral, Gouverneur des Bundesstaates Rio de Janeiro, als die Stadt in Kopenhagen 2009 den Zuschlag für die Spiele bekam, bestätigte im vergangenen Jahr vor Gericht die Zahlung von Schmiergeldern.

Wirtschaft

Die US-Investmentbank JPMorgan revidiert wegen der rasanten Ausbreitung des Coronavirus ihre Wirtschaftsprognosen deutlich nach unten. Für das erste Quartal erwartet das Geldhaus, dass das amerikanische Bruttoinlandsprodukt (BIP) um zehn Prozent schrumpfen wird.

Für das zweite Quartal rechnet das Finanzinstitut sogar mit einem BIP-Einbruch um 25 Prozent. Zuvor war die Bank von einem Rückgang um vier Prozent im ersten Quartal und einem Rückgang um 14 Prozent im zweiten Quartal ausgegangen.

Der größte russische Ölkonzern Rosneft zieht sich aus Venezuela zurück. Das teilte das Unternehmen heute in Moskau mit. Die Tochterfirma in dem südamerikanischen Land soll verkauft und alle Geschäfte eingestellt werden. Gründe für diese Entscheidung wurden zunächst nicht genannt.

Russland als Verbündeter des venezolanischen Präsidenten Nicolas Maduro will aber weiter in dem krisengeschüttelten Land aktiv bleiben. Nach Angaben der Regierung in Moskau wird statt Rosneft ein nicht näher genanntes Staatsunternehmen neuer Eigentümer an dem Unternehmen, wie die russische Staatsagentur TASS meldete.

Einer der letzten ausländischen Investoren

Rosneft war bisher einer der letzten und größten ausländischen Investoren in Venezuela. Dessen Handelstochter mit Sitz in der Schweiz wurde zuletzt von den USA mit Sanktionen belegt. Zwar soll Venezuela über die größten Erdölreserven der Welt verfügen, aber der Staatskonzern PDVSA wurde über Jahrzehnte heruntergewirtschaftet, und die Fördermenge ist stark zurückgegangen.

Rosneft hielt Anteile an fünf Öl- und Erdgasfeldern, gewährte PDVSA milliardenschwere Kredite und war der Hauptabnehmer für venezolanisches Erdöl. Zudem importierte der russische Konzern Benzin nach Venezuela. Der Kreml hatte zuletzt nach neuen US-Sanktionen betont, Venezuela weiter zu unterstützen.

Hinweis

Hinweis zum Umgang von ORF.at mit statistischen Daten zur Coronavirus-Krise in Österreich: Es gibt auf Landes- und Bundesebene verschiedene staatliche Quellen, die in unterschiedlichem Rhythmus Daten zum Stand der Coronavirus-Krise veröffentlichen.

Dabei kann es zu plötzlichen Sprüngen in den Fallzahlen kommen, etwa weil viele Datensätze auf einmal ins Elektronische Meldesystem – eine zentrale medizinische Datenbank – eingetragen werden.

Anders als in Italien gibt es in Österreich derzeit keine täglich veröffentlichten maschinenlesbaren Berichte der verantwortlichen staatlichen Stelle, sodass alle Daten händisch eingeben werden müssen.

Verbindlich sind für ORF.at nach wie vor die halbtäglichen Meldungen der durchgeführten Tests, der bestätigten Infektionen und Todesfälle auf der Website des Gesundheitsministeriums. Gegen 8.00 Uhr werden die Anzahl der Tests vom Vortag sowie die aktuellen Summen von bestätigten Fällen und Todesfällen auf Bundes- und Landesebene veröffentlicht. Gegen 15.00 Uhr werden diese Zahlen und auch die Verlaufsgrafiken aktualisiert.

Karten, Grafiken und Informationen zu aktuellen Fällen und zum Epidemieverlauf in ORF.at/corona/daten

Nähere Informationen zu Quellen und Aktualisierungsrhythmus finden Sie in einem erläuternden Zusatzartikel.

Sport

In einem Gespräch mit Sportminister Werner Kogler (Grüne) hat Hans Niessl heute eine Soforthilfe für Österreichs Sport gefordert. Der Präsident von Sport Austria (Bundes-Sportorganisation) mahnte die rasche Umsetzung der „finanziellen Unterstützung für Schäden ein, die Vereinen und Verbänden durch die von der Regierung gesetzten, notwendigen Maßnahmen im Kampf gegen Corona entstanden sind“.

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Chronik

Auch inmitten der Coronavirus-Krise muss es sein: Morgen wird an der Uhr gedreht, um 2.00 Uhr springen die Zeiger eine Stunde nach vorn auf 3.00 Uhr und damit von der Normal- auf die Sommerzeit. Die fast schon rituelle Aufregung darüber hält sich heuer angesichts der Gesamtsituation in Grenzen, stattdessen wird bereits gescherzt, die Sommerzeit bedeute immerhin „eine Stunde Isolation weniger“.

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Der Finanzminister des deutschen Bundeslandes Hessen, Thomas Schäfer, ist heute tot aufgefunden worden. Wie die Polizei am Abend in Wiesbaden mitteilte, wurde die Leiche des 54-jährigen CDU-Politikers in Hochheim an einer Bahnstrecke entdeckt. „Aufgrund der Gesamtumstände“ gingen die Ermittler von einem Suizid aus, hieß es in einer Presseerklärung.

Der promovierte Jurist wurde als möglicher Nachfolger von Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) gehandelt, sollte dieser bei den Landtagswahlen 2023 nicht wieder antreten. Bouffier zeigte sich am Abend in einer Erklärung „fassungslos und geschockt“ angesichts des Todes von Schäfer. Er sprach den Angehörigen sein „aufrichtiges Beileid“ aus.

Schäfer war seit August 2010 hessischer Finanzminister. Er war Mitbegründer der Stiftung Leben mit Krebs.

Berichte über (mögliche) Suizide können bei Personen, die sich in einer Krise befinden, die Situation verschlimmern. Die Psychiatrische Soforthilfe bietet unter 01/313 30 rund um die Uhr Rat und Unterstützung im Krisenfall. Die österreichweite Telefonseelsorge ist ebenfalls jederzeit unter 142 gratis zu erreichen.

Religion

Der Vatikan hat heute zwei weitere Coronavirus-Infektionen unter Beschäftigten und Einwohnern des Kleinstaats bestätigt. Damit beträgt die offizielle Gesamtzahl der Erkrankten sechs. Zuvor hatten italienische Zeitungen über die neuen Fälle berichtet. Vatikan-Sprecher Matteo Bruni betonte, weder der 83-jährige Papst Franziskus noch seine engsten Mitarbeiter seien von den Ansteckungen betroffen.

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Science

Wissenschaftler sprechen sich für eine Verschärfung der Maßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Epidemie in Österreich aus. Notwendig seien etwa die Einführung einer Schutzmaskenpflicht im öffentlichen Raum und ein striktes Durchsetzen des „Social Distancing“, appellierte der Quantenphysiker Hanns-Christoph Nägerl von der Uni Innsbruck in einem offenen Brief an Wissenschaftsminister Heinz Faßmann (ÖVP).

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Kultur

Wer zurzeit als Ausgleich zu Homeoffice und Homeschooling in die große, weite Welt der Podcasts abtauchen will, kann mittlerweile aus einem schier unendlichen Angebot schöpfen: Allein auf iTunes gibt es inzwischen mehr als 500.000 Podcasts. Ob Altherrenwitz oder philosophischer Diskurs – thematisch ist für jeden etwas dabei. Hier eine deutschsprachige Auswahl vom Spitzenreiter bis zum Geheimtipp.

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