Ausland

Der kosovarische Regierungschef Ramush Haradinaj ist zurückgetreten. Er sei als Verdächtiger vom Sondergericht für Verbrechen während des Kosovo-Kriegs in Den Haag als Verdächtiger vorgeladen worden, sagte Haradinaj heute.

Die serbischen Behörden werfen dem ehemaligen Anführer der Rebellenorganisation UCK Verbrechen an der serbischen Zivilbevölkerung während des Kosovo-Krieges (1998–1999) vor.

In der Debatte über eine Reform des EU-Flüchtlingspolitik hat sich die deutsche Kanzlerin Angela Merkel gegen Sanktionen für EU-Staaten ausgesprochen, die bei der Aufnahme von Migrantinnen und Migranten bremsen. „Das mit den Sanktionen bringt uns ja auch nichts“, sagte Merkel heute in ihrer Sommerpressekonferenz. Man brauche in der EU eine gemeinsame Lösung.

„Immer mit der Keule in der Hand an den Verhandlungstisch zu gehen hat sich nicht bewährt.“ Auch die Mehrheitsentscheidung über den EU-Verteilungsmechanismus für Flüchtlinge habe die EU letztlich nicht vorangebracht, räumte sie mit Blick auf den Widerstand einiger osteuropäischer Länder ein. Sie setze vielmehr auf Bewegung in der Debatte, wenn man einen effektiven Außengrenzschutz in der EU etabliert habe.

Merkel bekräftigte, es könne nicht bei jedem Schiff mit Flüchtlingen erneut über eine Einzellösung verhandelt werden. „Die Seenotrettung ist für uns nicht nur Verpflichtung, sondern sie ist ein Gebot der Humanität“, sagte sie.

Von der Leyen: „Brauchen neuen Start in Flüchtlingspolitik“

Die künftige EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen kündigte unterdessen an, bei einer Reform der EU-Flüchtlingspolitik Tempo machen zu wollen. „Wir brauchen einen neuen Start in der Flüchtlingspolitik“, sagte sie dem Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“.

Deshalb wolle sie gemeinsam mit dem künftigen EU-Ratspräsidenten Charles Michel in den europäischen Hauptstädten ausloten, welche Lösungen zumutbar seien. „Mehr Beamte für die Grenzschutzagentur Frontex, mehr Hilfe für Afrika, die Verteilungsfrage – die Instrumente liegen alle auf dem Tisch“, sagte Von der Leyen.

Österreich legt sich nicht fest

Österreichs Bundesregierung will sich indes zu möglichen Änderungen bei den Dublin-Regeln nicht festlegen. Man wolle diesbezüglich auf weitere Details warten, sagte Regierungssprecher Alexander Winterstein.

Man teile von der Leyens Ansicht, dass es bei diesem „schwierigen Thema“ Diskussions- und Handlungsbedarf gebe. Zudem sei das „Teil eines Ganzen“ – gemeinsam mit der Kooperation mit Herkunfts- und Durchzugsländern sowie dem Schutz der Außengrenzen.

Das deutsche Verkehrsministerium hat heute auf seiner Website einen von zwei Verträgen zur mittlerweile gescheiterten Pkw-Maut veröffentlicht. Der Vertrag zur Erhebung der Maut werde „in der Form, zu der die Betreiber ihre Zustimmung gegeben haben“, öffentlich gemacht, sagte Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU).

In dem fast 2.700 Seiten umfassenden Dokument sind einige Stellen geschwärzt, um den Schutz von personenbezogenen Daten sowie von Betriebs- und Geschäftsgeheimnissen Dritter zu wahren. „Wir wollen, dass beide Verträge vollständig veröffentlicht sind“, sagte Scheuer mit Bezug auf den zweiten Vertrag zur Kontrolle der Maut.

Bis Dienstag hätten die Betreiber das „explizit abgelehnt“ und erst danach ihre Haltung geändert. Deshalb werde der erste Vertrag nun mit einzelnen unkenntlich gemachten Stellen zur Verfügung gestellt. An der Veröffentlichung des zweiten Vertrags „arbeiten wir gerade“.

EuGH brachte Pkw-Maut zu Fall

Nach dem Scheitern der Pkw-Maut vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) hatte es scharfe Kritik an der Informationspolitik des deutschen Verkehrsministeriums gegeben. Zuletzt forderten vor allem die Grünen immer wieder eine vollständige Veröffentlichung aller Verträge und warfen Scheuer Intransparenz und Verschleppung vor. Diesen Vorwurf wies Scheuer zurück.

Vor der Veröffentlichung hätten „offene juristische Fragen sorgfältig geklärt“ werden müssen, sagte er. Bei Nachfragen bei den Betreiberfirmen Kapsch TrafficCom und CTS Eventim habe es Widersprüche zu ihren eigenen Ankündigungen gegeben. Um auch die restlichen Angaben öffentlich machen zu können, habe das Ministerium die betroffenen Dritten direkt angeschrieben und eine Zustimmung eingefordert.

Inland

Sozialministerin Brigitte Zarfl hält die Angriffe auf ihre Person wegen einer parlamentarischen Anfragebeantwortung zu den Kosten der Krankenkassenfusion für ungerechtfertigt. Gerade bei solchen Materien sei man um Objektivität und Sachlichkeit bemüht, sagte sie in einem Hintergrundgespräch. Auch das von ihr zitierte Gutachten, welches von zwei Experten verfasst wurde, stellte sie nicht infrage.

ÖVP und FPÖ waren nach der Veröffentlichung der Anfragebeantwortung, in welcher von einmaligen Kosten der Kassenfusion in der Höhe von 300 bis 400 Mio. die Rede ist, zur Verteidigung ihrer Maßnahme ausgerückt und warfen Zarfl vor, bewusst Zahlen zurückzuhalten. „Dass mir tendenziöse und irreleitende Antwortführung vorgeworfen wird, hat mich sehr befremdet“, sieht sich die Ministerin nun in den Wahlkampf hineingezogen.

Zarfl sieht Objektivität nicht verletzt

Der Vorwurf: Das Gutachten, das vom Sozialministerium unter der früheren FPÖ-Ministerin Beate Hartinger-Klein in Auftrag gegeben wurde, enthält nicht nur die Schätzung der einmaligen Fusionskosten, die mit 300 bis 400 Mio. Euro taxiert werden. Auch die Bandbreite der jährlichen Kostensenkung von 277 bis 337 Mio. pro Jahr kommt darin vor. Allerdings erst nach fünf Jahren. „Ich habe bei der Anfrage das beantwortet, was (an Fragen, Anm.) gestellt wurde“, sieht Zarfl die selbst auferlegte Objektivität nicht verletzt.

Inhaltlich will die Sozialministerin das Gutachten nicht persönlich kommentieren. Von einer angeblichen Schelte durch Bundeskanzlerin Brigitte Bierlein wegen des mit der Anfragebeantwortung ausgelösten Trubels will sie nichts wissen: „Ich weiß von diesem Termin nichts.“

Das Klimavolksbegehren hat heute auf seiner Website die ersten Gesichter seines Personenkomitees präsentiert. Zu den Unterstützern zählen Werner Boote, Regisseur von „Plastic Planet“, der Kabarettist Gunkl, der Chef des Planetariums Wien, Werner Gruber, die Liedermacher Christoph und Lollo, Adele Neuhauser, Gerold Rudle und Erwin Steinhauer sowie die Autorin Eva Rossmann.

„Mein Ziel war es von Anfang an, das Klimavolksbegehren für einen breiten Teil der Bevölkerung zu öffnen. Bei uns finden sowohl die Kirchen als auch KünstlerInnen, SportlerInnen und UnternehmerInnen ihren Platz. Diese Unterstützung gibt uns für die Unterschriftenphase im Herbst viel Vertrauen“, so die Sprecherin des Volksbegehrens, Katharina Rogenhofer.

Vier Forderungen

Für das Volksbegehren wurden gemeinsam mit Fachleuten vier Ziele festgelegt: Klimaschutz und der Ausstieg aus Kohle, Gas und Öl soll in der Verfassung festgehalten werden, damit bei allen Gesetzen der Klimaschutz berücksichtigt werden muss. Zudem wird ein Stopp klimaschädlicher Gase gefordert – samt Sanktionen bei fehlender Umsetzung.

Auch eine ökologische Steuerreform, „die ihrem Namen auch gerecht wird“, steht im Programm. „Hier ist es wichtig, dass wir Emissionen besteuern, aber auch einen Klimabonus an jeden Österreicher auszahlen“, so Rogenhofer. Die vierte Forderung ist eine umfassende Verkehrs- und Energiewende.

100.000 Unterschriften als Ziel

Diese vier Forderungen werden derzeit mit der Wissenschaft und interessierten Bürgerinnen und Bürgern weiter ausgearbeitet. Zudem wird über den Sommer eine Crowdfunding-Aktion durchgeführt, die die zumindest nötigen 100.000 Euro für die Kampagne einspielen soll. Im Herbst wird dann die Unterstützungserklärungsphase beginnen. Als Ziel hat das Volksbegehren – nach den 8.401 nötigen Unterstützungserklärungen – letztlich 100.000 Unterschriften, damit das Anliegen im Parlament behandelt werden muss.

Nach der Messerattacke auf einen Arzt im Wiener SMZ Süd (Kaiser-Franz-Josef-Spital) fordert der Krankenanstaltenverbund (KAV) eine Entlastung der Spitäler durch den niedergelassenen Bereich. Wie Generaldirektorin Evelyn Kölldorfer-Leitgeb heute nach einer Fallkonferenz weiter bekanntgab, will der KAV nun eine Risikoanalyse gemeinsam mit der Polizei einleiten.

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EU

Die britische Königin Elizabeth II. könnte einem Bericht der BBC zufolge in den politischen Streit über den EU-Austritt Großbritanniens hineingezogen werden. Wie die BBC gestern Abend berichtete, erwägen konservative Gegner eines ungeregelten Austritts, die 93 Jahre alte Monarchin mit der Bitte um eine Verlängerung der Brexit-Frist nach Brüssel zu schicken.

Sie treibt die Sorge, ein künftiger Premierminister Boris Johnson könnte sich weigern, einen Beschluss des Parlaments gegen einen ungeregelten Austritt zu akzeptieren.

Großbritannien soll bis zum 31. Oktober aus der EU ausscheiden. Befürchtet wird, dass es zu einem Ausscheiden ohne Vertrag kommt. Johnson will das in Kauf nehmen, sollte sich Brüssel nicht auf weitere Zugeständnisse beim Brexit-Abkommen einlassen. Die EU hat weitere Verhandlungen bisher immer ausgeschlossen.

Königshaus hält sich aus Politik heraus

Im britischen Parlament formiert sich unterdessen heftiger Widerstand. Die Abgeordneten könnten einen Antrag in Brüssel auf Verlängerung der Brexit-Frist per Gesetz verordnen. Gestellt werden kann der Verlängerungsantrag jedoch nur von der Regierung.

Als britisches Staatsoberhaupt sei die Königin berechtigt, im Namen Großbritanniens an einem EU-Gipfel teilzunehmen und ihr Land dort zu vertreten, heißt es in dem Bericht. Sie könne dann dort den Antrag auf Fristverlängerung stellen. Der Buckingham-Palast wollte sich dazu auf Anfrage nicht äußern. Das Königshaus hält sich aus der Politik strikt heraus.

Die EU-Kommission hat ein 1,4 Milliarden Euro schweres Hilfspaket zugunsten von Syrien-Flüchtlingen in der Türkei bewilligt. Das Geld werde vor allem dazu beitragen, die Gesundheitsversorgung und den sozialen Schutz der Menschen zu gewährleisten, teilte die Kommission heute mit. Zudem sollten Regionen mit besonderes vielen Flüchtlingen Mittel für den Ausbau der kommunalen Infrastruktur erhalten.

Die 1,4 Milliarden Euro werden aus dem Geldtopf gezahlt, der der Türkei im Zuge des 2016 geschlossenen Flüchtlingspakts versprochen wurde. Der Topf ist mit insgesamt sechs Milliarden dotiert, von denen bereits rund 2,4 Milliarden Euro ausgezahlt sind.

Der Flüchtlingspakt sieht vor, dass die EU alle Migranten und Migrantinnen, die illegal über die Türkei auf die griechischen Inseln kommen, zurückschicken kann. Im Gegenzug nehmen EU-Staaten der Türkei Schutzbedürftige aus Syrien ab und finanzieren Hilfen für in der Türkei lebende Flüchtlinge. Ihre Zahl wurde zuletzt mit rund 3,6 Millionen angegeben.

Sport

Der Afrikacup in Ägypten schien wie die perfekte Bühne für Mohammed Salah, der seine internationale Karriere auf heimischem Boden so gerne krönen wollte. Ins Rampenlicht rückten aber mit dem Senegalesen Sadio Mane und dem Algerier Riyad Mahrez andere Premier-League-Stars und stahlen ihm die Show. Heute stehen einander die zwei mit ihren Teams im Finale in Kairo gegenüber.

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Chronik

Starke Rauchentwicklung in der Flugzeugkabine hat zum Abbruch eines Starts und der Evakuierung einer Passagiermaschine auf dem Moskauer Flughafen Scheremetjewo geführt. Acht Insassen seien beim Verlassen des Flugzeugs über Notrutschen verletzt worden, berichtete die russische Nachrichtenagentur TASS in der Nacht auf heute.

Die meisten seien aber mit Schürfwunden und Prellungen davongekommen. Ernsthaft verletzt sei niemand, hieß es. Zwei Passagiere mussten Medien zufolge ins Krankenhaus. Die Maschine der Fluggesellschaft Nordwind Airlines hatte etwa 180 Menschen an Bord. Sie sollte nach Angaben des Unternehmens in die armenische Hauptstadt Eriwan fliegen. Sie war gerade auf dem Weg zur Startbahn, als die Crew plötzlich Rauch in der Kabine wahrnahm.

Verstoß gegen Sicherheitsvorschriften

Ursache des Zwischenfalls war nach ersten Erkenntnissen ein Verstoß gegen die technischen Sicherheitsvorschriften. In das Luftversorgungssystem des Flugzeugs seien Hydraulikflüssigkeit und Öl gelangt, sagte die Sprecherin Jelena Markowskaja beim Ermittlungskomitee. So habe sich Rauch entwickelt und sei auch in die Kabine eingedrungen. Luftfahrttechniker und andere Experten sollten die Details aufklären.

Die Panne weckt Erinnerungen an einen – ungleich schlimmer verlaufenen – Vorfall auf demselben Flughafen. Anfang Mai war ein Flugzeug der staatlichen Fluggesellschaft Aeroflot kurz nach dem Start wegen technischer Probleme nach Moskau-Scheremetjewo zurückgekehrt. Beim Landeanflug prallte die Maschine mehrfach auf den Boden und ging in Flammen auf. Mehr als 40 Menschen starben in dem brennenden Wrack.

Ein Erdbeben hat heute Athen mit seinen rund 3,8 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern erschüttert. Zahlreiche staatliche Gebäude mussten aus Sicherheitsgründen evakuiert werden, Tausende Menschen rannten Medienberichten zufolge auf die Straßen. Es gab aber nach ersten Erkenntnissen kaum Verletzte.

Vielerorts fiel der Strom aus. Die Feuerwehr musste ausrücken, um Menschen aus stecken gebliebenen Aufzügen zu befreien. Auch die Telekommunikation brach vorübergehend zusammen. Dem ersten Beben, das vom Geodynamischen Institut von Athen mit 5,1 gemessen wurde, folgten mehrere Nachbeben, wie der griechische Rundfunk ERT berichtete.

Kleine Erdrutsche

„Zwei alte, unbewohnte Häuser sind eingestürzt. Es gibt keine schweren Verletzungen“, sagte Regierungssprecher Stelios Petsas. Lediglich drei Menschen seien durch herabfallenden Putz von Häusern leicht verletzt worden, hieß es seitens des Rettungsdienstes. Hubschrauber zogen ihre Kreise über Athen, um Schäden festzustellen. In einigen Fällen gab es kleine Erdrutsche, berichtete ERT.

Menschen auf der Straße in Athen
AP/Petros Giannakouris

Das Zentrum des Bebens lag rund 25 Kilometer nordwestlich der griechischen Hauptstadt in einer Tiefe von rund 15 Kilometern, erläuterten Seismologen im Rundfunk. Aus diesem Grund wurde das Beben als so stark empfunden, bestätigte der Chef des Geodynamischen Instituts, Manolis Pleionis.

Tote bei Beben vor 20 Jahren

1999 hatte ein starkes Erdbeben in der gleichen Region im Nordwesten Athens die griechische Hauptstadt erschüttert und mehr als 140 Menschenleben gefordert.

Eine schwere Explosion hat heute ein Gaswerk in Zentralchina erschüttert. Nach ersten Angaben der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua wurden zahlreiche Menschen verletzt, zwei Personen wurden noch vermisst. Im Umkreis von drei Kilometern zerbarsten Fenster und Türen, wie der Staatssender CCTV berichtete.

Laut CCTV liegt das Werk zur Kohlevergasung in der Stadt Sanmenxia in der Provinz Henan. Xinhua berichtete unter Berufung auf einen Vertreter der örtlichen Behörden, die Explosion habe sich um 17.45 Uhr (11.45 Uhr MESZ) in der Einheit zur Lufttrennung ereignet – und nicht auf dem Gelände mit den Gastanks. Der Betrieb der Werks sei sofort eingestellt worden.

Die örtlichen Medien zeigten Amateurvideos von einer schwarzen Rauchsäule, die aus der Fabrik aufsteigt, sowie Straßen voller Trümmer. Die Ursache der Explosion ist Gegenstand von Ermittlungen. Bei der Kohlevergasung werden Kohle, Torf oder andere kohlenstoffhaltige Materialien mit Hilfe von Luft in Generatoren zu Gas umgewandelt.

Bei einem Unfall auf dem Set der DC-Superheldenserie „Titans“ ist gestern ein Stuntman ums Leben gekommen. Der Unfall ereignete sich laut TMZ.com während Testaufnahmen mit einem Auto im kanadischen Toronto.

Bei einer Kollision habe sich ein Teil des Fahrzeugs gelöst und den in der Nähe stehenden Stuntkoordinator Warren Appleby am Kopf getroffen. Der US-Amerikaner sei noch auf dem Weg ins Spital seinen schweren Verletzungen erlegen.

Die Dreharbeiten wurden nach dem tödlichen Unfall für zwei Tage unterbrochen. „Wir sind tief getroffen vom Ableben unseres geschätzten Kollegen. (…) Unsere ganze Anteilnahme gilt Warrens Familie und seinen Freunden“, teilten die Produktionsfirmen Warner Bros. und DC Universe mit. Appleby galt als einer der bekanntesten Stuntleute in der Branche und war seit mehr als einem Vierteljahrhundert im Geschäft.

Wirtschaft

Die saisonbereinigten Defizite in der Euro-Zone und in der EU sind im ersten Quartal 2019 gegenüber dem vierten Quartal 2018 gesunken. In den 19 Euro-Ländern ging die Neuverschuldung von 1,1 auf 0,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) zurück, EU-weit gab es einen Rückgang von einem auf 0,6 Prozent, wie die Statistikbehörde Eurostat heute mitteilte.

Damit hat das EU-weite Defizit das gleiche Niveau wie im ersten Quartal 2018. Das Defizit in der Euro-Zone liegt leicht über dem Wert des Vergleichszeitraums: In den ersten drei Monaten 2018 betrug das Defizit im Euro-Raum 0,3 Prozent des BIP.

Rückgang bei Österreichs Neuverschuldung

Einen leichten Rückgang verzeichnete auch Österreich. Betrug die Neuverschuldung im vierten Quartal 2018 noch 0,5 Prozent, ging sie im ersten Quartal 2019 auf 0,4 Prozent zurück. 2018 hatte sie in den ersten drei Monaten 0,9 Prozent betragen.

Das höchste Defizit bzw. Finanzierungssaldo des Staatssektors hatten Anfang 2019 Rumänien (4,5 Prozent), Frankreich (3,6), Belgien (1,9) und Ungarn (1,3), die höchsten Budgetüberschüsse verzeichneten hingegen Luxemburg (3,2 Prozent), Bulgarien (2,8), die Niederlande (2,7) sowie Malta und Deutschland (jeweils 2,3). Aus mehreren Ländern wie Irland, Italien, Griechenland, Spanien, Kroatien und Zypern liegen keine Daten vor.

Öffentliche Schulden gestiegen

Der öffentliche Schuldenstand ist hingegen gestiegen – in der Euro-Zone auf 85,9 Prozent des BIP im Vergleich zu 85,1 Prozent im vierten Quartal 2018. Im Vergleich zum ersten Quartal 2018 mit 87,1 Prozent fiel der Schuldenstand im Euro-Raum zu Jahresbeginn 2019 jedoch geringer aus. In der gesamten EU gab es einen Anstieg des Bruttoschuldenstands des Staatssektors von 80 auf 80,7 Prozent.

Die höchste Verschuldungsquote haben Griechenland (181,9 Prozent), Italien (134,0) und Portugal (123). Über 100 Prozent des BIP beträgt auch die Verschuldung Belgiens (105,1) und Zyperns (105), knapp darunter liegen Frankreich (99,7) und Spanien (98,7). Die niedrigste Quote weist Estland mit 8,1 Prozent auf, danach folgen Bulgarien (21,2), Luxemburg (21,3), Dänemark (33,6), Tschechien (34,0) sowie Litauen und Rumänien (beide 34,1). Österreich liegt mit 72,7 Prozent im Mittelfeld und verzeichnete einen Rückgang im Vergleich zum vierten Quartal 2018 (73,8) sowie zum ersten Quartal 2018 (77,0).

Science

Noch heißer als gedacht: Der französische Wetterdienst hat den Temperaturrekord während der Hitzewelle vor drei Wochen nach oben korrigiert. Im südfranzösischen Ort Verargues im Departement Herault seien am 28. Juni 46 Grad gemessen worden, teilte Meteo-France heute mit.

Zuvor hatte Gallargues-le-Montueux den Hitzerekord inne. Meteorologen hatten in dem Ort im Departement Gard 45,9 Grad festgestellt. Der neue Wert stamme aus einer Messstation, die manuell betrieben werde und nicht in Echtzeit ihre Ergebnisse übermittelt, erklärte der Wetterdienst. Deshalb sei der neue Rekord erst jetzt festgestellt worden.

Ende Juni war an mehreren Orten im Süden Frankreichs die 45-Grad-Marke geknackt worden. Tausende Kinder hatten hitzefrei. Bei Flächenbränden wurden mehrere Häuser und Hunderte Hektar Land zerstört. In der Hauptstadt Paris galten wegen der hohen Ozonbelastung Fahrverbote. Für die kommende Woche wird in Frankreich dem Wetterdienst zufolge erneut eine Hitzewelle erwartet. Die maximale Temperatur soll dabei bei bis zu 40 Grad liegen.

Gesundheit

Religion

Bundeskanzlerin Brigitte Bierlein ist erstmals offiziell in ihrer neuen Funktion mit Caritas-Präsident Michael Landau und Diakonie-Direktorin Maria Katharina Moser zusammengetroffen. Landau würdigte heute nach dem Treffen im Bundeskanzleramt laut Kathpress das „gute und wertschätzende Gespräch“ mit der Chefin der Übergangsregierung.

Er habe den Eindruck, dass Bierlein soziale Fragen und die praktischen Erfahrung aus der täglichen Arbeit in diesem Bereich wichtig seien, sagte der Caritas-Präsident. Überhaupt lobte Landau, dass die Kanzlerin ihre Arbeit unaufgeregt und ausgleichend anlege.

Kultur

Der italienische Regisseur Luca Guadagnino, der unter anderem den Romy-Schneider-Klassiker „Der Swimmingpool“ neu interpretiert hat, übernimmt erstmals die Regie einer TV-Serie. Für Sky-HBO wird er die Serie „We are who we are“ drehen, in der auch Francesca Scorsese, 19-jährige Tochter des legendären Filmemachers Martin Scorsese, mitspielt.

Die Dreharbeiten beginnen Ende Juli, berichtete die römische Tageszeitung „La Repubblica“ (Freitag-Ausgabe). Protagonisten sind zwei US-Teenager, die mit ihren Familien in einem italienischen Militärstützpunkt leben. Zu den Schauspielern zählen der Rapper Kid Cudi, der Musiker Ben Taylor, Sohn des Sängers James Taylor, und Sebastiano Pigazzi, Enkel des verstorbenen italienischen Schauspielers Bud Spencer.

Der 1971 in Palermo geborene Guadagnino schaffte den internationalen Durchbruch 2009 mit seinem Film „I am love“ mit Tilda Swinton in der Hauptrolle. „A Bigger Splash“ aus dem Jahr 2015 ist eine Neuverfilmung von „Der Swimmingpool“ von 1969. 2016 drehte Guadagnino die Romanverfilmung „Call Me by Your Name“. Der Film erhielt zahlreiche Nominierungen für Filmpreise, darunter insgesamt vier bei der Oscar-Verleihung 2018.

Ankathie Koi ist eine Veteranin des Popfest Wien. Seit 2013 hat sie das Popfest mit ihrer ehemaligen Band Fijuka, solo oder als Kokuratorin 2016 bereits viermal beehrt. Nächste Woche wird sie erstmals solo beim Festival im Zentrum Wiens auftreten, nur mit Gitarre, Stagepiano und ihrer Vieroktavenstimme.

Feuertaufe für das Solokonzert war eine FM4-Acoustic-Session. Dabei präsentierte sie zwei extra fürs Popfest aufgenommene Songs und eine noch unveröffentlichte Nummer vom kommenden Album.

Mehr dazu in fm4.ORF.at

Panorama

Weil sie dabei erwischt wurden, wie sie sich mit einem Campingkocher einen Kaffee unweit der Rialto-Brücke in Venedig zubereiteten, sind zwei deutsche Reisende mit 1.000 Euro bestraft worden. Sie wurden außerdem aus der Lagunenstadt ausgewiesen, teilte der Gemeinderat heute in einer Presseaussendung mit.

Die beiden Berliner im Alter von 32 und 35 Jahren wurden von einigen Bewohnern der Polizei gemeldet, nachdem sie sich zu Füßen der Rialto-Brücke hingesetzt hatten und die Flamme des Campingkochers anzündeten. „Venedig muss respektiert werden. Wer die Stadt besucht und sich nicht zu verhalten weiß, wird bestraft und ausgewiesen“, sagte der Bürgermeister von Venedig Luigi Brugnaro.

Aus Venedig war am Mittwoch auch ein Oberösterreicher ausgewiesen worden, der betrunken unweit der Vaporetti-Haltestelle San Toma in den Canal Grande gesprungen war. Er wurde von der Polizei aus dem Wasser geholt und hat jetzt eine Strafe in Höhe von 550 Euro zu entrichten. Zusätzlich wurde er zwei Tage lang aus der Innenstadt Venedigs verbannt.

Strafe für Wiener in Triest

Ein Wiener Tourist ist unterdessen in Triest von der Polizei bestraft worden, weil er eine Hängematte zwischen zwei Bäumen in Barcola, dem Hausstrand der Triestinerinnen und Triestiner auf einem schmalen Steinstreifen zwischen Hauptverkehrsstraße und Meer, gehängt hatte. 300 Euro Strafe muss der 52-Jährige zahlen, der beim Schlafen in der Hängematte erwischt wurde.

Ein schwedischer Fan des englischen Fußballclubs Tottenham Hotspur darf seinen Vornamen nicht zu Ehren seines Lieblingsvereins umändern. Die zuständige Steuerbehörde habe seinen Antrag auf Namensänderung abgelehnt, sagte David Lind (39) der dpa. Er wolle mit Hilfe eines Anwalts darum kämpfen, dass es doch noch etwas werde mit der Umbenennung, sagte der Spurs-Fan aus der Stadt Kumla rund 200 Kilometer westlich von Stockholm.

Der „Guardian“ hatte zu Wochenbeginn unter Verweis auf die schwedische Tageszeitung „Nerikes Allehanda“ von Linds Namensplänen berichtet. Die britische Zeitung zitierte ihn mit den Worten, man könne offenbar so ziemlich alles genannt werden in Schweden, nur eben nicht Tottenham.

„Es gibt eine Menge Leute mit seltsamen Namen in Schweden. Da ist sogar jemand, der Potato heißt. Vielleicht ist jemand in der Steuerbehörde Arsenal-Fan?“, wurde er zitiert. Die beiden Mannschaften aus dem Norden Londons sind große Konkurrenten.

Eine Rechtsexpertin der Steuerbehörde bestätigte der dpa, dass bei ihrem Amt ein Antrag auf Namensänderung in „Tottenham“ eingegangen sei. Zugrunde liege der Ablehnung ein 2017 in Kraft getretenes Namensgesetz, das ermöglicht, unangemessen erscheinende Personennamen leichter abzuweisen. Solch ein Beschluss kann laut der Behörde aber vor Gericht angefochten werden.

Salzburger Festspiele