COV Inland

Im Burgenland sind erstmals zwei Fälle der Omikron-Variante des Coronavirus nachgewiesen worden. Laut Koordinationsstab Coronavirus des Landes wurde die Variante bei zwei Südafrika-Heimkehrern entdeckt. Nach derzeitiger Einschätzung sei es zu keiner Weiterverbreitung gekommen, hieß es gestern Abend vom Koordinationsstab.

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Die 7-Tage-Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in den abgelaufenen sieben Tagen je 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner, liegt laut Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) bei 667 (Stand: gestern, 14.00 Uhr).

Vorarlberg hat mit einer Inzidenz von 1.107,6 den höchsten Wert, gefolgt von Kärnten mit 1.025,8. Am niedrigsten ist die 7-Tage-Inzidenz in Wien (370,3) und dem Burgenland (438,2).

Das Berichtsschema der AGES zeigt die Zahlen vom Vortag – wie die Meldung der Ministerien. Wesentlicher Unterschied zu den Ministeriumsmeldungen: Laborbestätigte Fälle, Tote etc. werden nicht zum Meldezeitpunkt dargestellt, sondern zum Diagnose- bzw. Sterbedatum. In der Darstellung in ORF.at wird auch täglich transparent gemacht, welchen Tagen die neu gemeldeten Fälle zugeordnet werden.

Karten, Grafiken und Informationen zu aktuellen Fällen und zum Epidemieverlauf in ORF.at/corona/daten

Ministerien melden 7.304 Neuinfektionen

Das Gesundheits- und das Innenministerium meldeten 7.304 neu registrierte CoV-Fälle innerhalb der letzten 24 Stunden (Stand: gestern, 9.30 Uhr). Diese Zahlen meldeten die Bundesländer an den nationalen Krisenstab.

12.753 Menschen verstarben bisher an den Folgen des Coronavirus. Derzeit befinden sich 3.163 Personen aufgrund des Coronavirus in Spitalsbehandlung, davon 648 auf Intensivstationen.

Daten des Krisenstabs in ORF.at/corona/daten/morgenmeldung

Erklärung zur Zählweise und weiteren Fragen in ORF.at/corona

COV Ausland

Fast zwei Drittel der Menschen in Deutschland befürworten eine allgemeine Corona-Impfpflicht, über die bald der Bundestag abstimmen wird. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstitut YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur sprachen sich 63 Prozent dafür aus, alle Menschen in Deutschland zur Immunisierung gegen das gefährliche Virus zu verpflichten. Nur 30 Prozent sind dagegen, 7 Prozent machten keine Angaben.

Damit hat sich die Stimmung seit Beginn der Corona-Impfungen in Deutschland vor knapp einem Jahr gedreht. Wenige Tage nach der ersten Impfung am 26.Dezember vergangenen Jahres hatten sich in einer YouGov-Umfrage noch 56 Prozent gegen eine allgemeine Impfpflicht und nur 33 Prozent dafür ausgesprochen.

Auch die deutsche Bundesregierung hatte eine allgemeine Impfpflicht lange Zeit abgelehnt. Nun soll der Bundestag in den kommenden Wochen darüber entscheiden. Nach dem Wunsch des wohl künftigen Bundeskanzlers Olaf Scholz (SPD) soll sie bis spätestens Anfang März in Kraft treten.

Nachdem sie ohne Schutzmaske beim Einkaufen gefilmt worden ist, hat sich die dänische Regierungschefin Mette Frederiksen bei ihren Landsleuten entschuldigt. „Es war schlicht ein Versehen, nachdem die neuen Regeln gerade in Kraft getreten waren“, schrieb sie heute in Online-Netzwerken. „Das kann jedem mal passieren, aber mir sollte es idealerweise nicht passieren.“

Zuvor hatte eine Zeitung ein Video veröffentlicht, in dem Frederiksen ohne Maske beim Shoppen in einem Bekleidungsgeschäft in Kopenhagen zu sehen ist. „Ich bedauere es natürlich sehr“, schrieb die Ministerpräsidentin und dankte zugleich ihren Landsleuten „für alles, was wir zusammen tun, um diese Pandemie zu beherrschen“.

Zahlen steigen wieder

Wegen steigender Infektionszahlen war am Montag in Dänemark erneut eine Maskenpflicht in Verkehrsmitteln, Geschäften und Gesundheitseinrichtungen in Kraft getreten.

Nach der erneuten Absage seiner großen Silvesterparty wegen der Pandemie fürchtet die brasilianische Metropole Rio de Janeiro nun auch wieder um den berühmten Karneval. „Hoffentlich muss ich nicht auch noch den Karneval absagen, nicht nur wegen der Bedeutung dieses Fests für die Kultur, sondern auch wegen der wirtschaftlichen Bedeutung für die Stadt und Brasilien“, sagte Bürgermeister Eduardo Paes gestern.

Heuer war der Karneval komplett ausgefallen, 2022 sollte er wieder stattfinden. Zuvor hatte Rio bereits die Silvesterparty am Strand von Copacabana abgesagt. „Wir respektieren die Wissenschaft“, schrieb Bürgermeister Paes am Morgen auf Twitter. „Da die Meinungen der wissenschaftlichen Komitees auseinandergehen, werden wir uns an die restriktivste halten. Das Komitee der Stadtverwaltung sagt: Wir können Silvester feiern. Das des Bundesstaates sagt nein. Also können wir nicht.“

Er treffe die Entscheidung mit Bedauern, aber sehe keine Möglichkeit, die Party ohne die Zustimmung aller Gesundheitsbehörden zu organisieren.

Ungeachtet einer der höchsten Impfquoten in Europa und sogar weltweit verzeichnet auch Portugal schnell steigende Infektionszahlen. Die Gesundheitsbehörden in Lissabon meldeten gestern mit 5.649 innerhalb von 24 Stunden neu registrierten Fällen den höchsten Wert seit dem 6. Februar (6.132). Die Tageszahl der mit Covid-19 verstorbenen Menschen lag demnach bei 22. So viele waren zuletzt den amtlichen Angaben zufolge am 10. März gemeldet worden.

7-Tage-Inzidenz bei 193

Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg in Portugal unterdessen von ca. 100 Mitte November auf zuletzt 193. Damit steht das Land, das eine Impfquote von rund 88 Prozent hat, allerdings immer noch deutlich besser da als zahlreiche andere Länder Europas. Zum Vergleich: In Österreich lag dieser Wert bei 667.

Die linke Regierung in Lissabon betont, man müsse Vorsicht walten lassen. Vor allem die Situation auf den Intensivstationen sei aber weiterhin relativ entspannt. 130 Intensivbetten waren zuletzt mit Covid-Patienten belegt. Im vorigen Winter waren es in dem Land mit 10,3 Millionen Einwohnern zum Teil mehr als 800 mit Covidkranken besetzte Intensivbetten.

Maßnahmen verschärft

Seit Mittwoch sind neue Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie in Kraft. Alle Besucher, die auf dem Luftweg einreisen, müssen einen negativen Test vorweisen, auch wenn sie geimpft sind. Geimpfte und Genesene müssen zudem genauso wie Ungeimpfte beim Besuch von Bars und Discos, von Krankenhäusern und Seniorenheimen sowie von Großveranstaltungen ohne feste nummerierte Plätze einen negativen Test vorlegen. Außerdem wurde wieder eine generelle Maskenpflicht in allen geschlossenen öffentlichen Räumen eingeführt.

Wegen der Ausbreitung der Omikron-Variante verlangt Großbritannien wieder CoV-Tests von allen internationalen Reisenden. Ab Dienstag müssen auch Geimpfte vor Abreise ins Vereinigte Königreich ein negatives Ergebnis vorlegen, wie Gesundheitsminister Sajid Javid gestern Abend ankündigte.

Grund sei, dass immer mehr Infektionen mit Reisen in Verbindung gebracht werden könnten, sagte Javid. Er betonte, die Maßnahmen seien vorübergehend. Einen Zeitraum nannte der Minister aber nicht.

Großbritannien hatte die vorgeschriebenen CoV-Tests vor Einreise für Geimpfte erst Mitte Oktober abgeschafft. Bereits wieder eingeführt wurde zuletzt, dass innerhalb von zwei Tagen nach Ankunft im Königreich ein PCR-Test gemacht werden muss. Bis zum Erhalt des negativen Ergebnisses gilt eine Pflicht zur Isolation.

Inland

In der Wiener Innenstadt haben gestern rund 42.000 Menschen gegen die CoV-Maßnahmen demonstriert. Die Stimmung war teils aufgeheizt. Eine Absperrung wurde durchbrochen, Polizisten mit pyrotechnischen Gegenständen beworfen. Es kam zu fünf Festnahmen. Zwei Beamte wurden verletzt. Eine Gegendemo verlief friedlich.

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Die Wiener ÖVP hat seit Freitagabend einen neuen Chef: Karl Mahrer folgt auf Gernot Blümel. Der neue Wiener Parteichef sieht sich nicht als Kompromisskandidat, er sei weder ein Türkiser noch ein Schwarzer. Statt über Farben definiere er sich über Themen, sagte er gestern Abend.

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Ausland

Die USA und weitere Staaten haben sich besorgt über Berichte von Menschenrechtsorganisationen über Massenhinrichtungen von ehemaligen afghanischen Sicherheitskräften durch die Taliban gezeigt. „Wir sind zutiefst besorgt über die von Human Rights Watch und anderen dokumentierten Berichte“, hieß es in einer Erklärung der USA, der EU, Australiens, Großbritanniens, Japans und weiterer Verbündeter. Demnach wurden auch Fälle von Verschwindenlassen dokumentiert.

Die Unterzeichnerstaaten der Erklärung warfen den Islamisten vor, ihr Handeln stehe im „Widerspruch“ zu der Zusage einer Amnestie für ehemalige Sicherheitskräfte. Es handle sich um „schwere Menschenrechtsverletzungen“. Zu Beginn der Woche hatte die Organisation Human Rights Watch einen Bericht veröffentlicht, der die Hinrichtung oder das gewaltsame Verschwindenlassen von 47 ehemaligen Mitgliedern der afghanischen Sicherheitskräfte (ANSF) und weiteren Sicherheitsbeamten dokumentierte, die sich den Islamisten ergeben hatten oder von ihnen festgenommen worden waren.

Zwei Tage nach ihrem Einmarsch in der afghanischen Hauptstadt Kabul im August und ihrer Machtübernahme im Land hatten die Taliban eine allgemeine Amnestie verkündet. „Jeder“ sei begnadigt, sagte Taliban-Sprecher Zabihullah Mujahid damals bei einer Pressekonferenz in Kabul.

Tausende Umweltschützer haben gestern in ganz Serbien zum zweiten Mal in Folge Brücken, Autobahnen und Straßen blockiert. Die Teilnehmer legten den Verkehr auf der Belgrader Stadtautobahn, auf der wichtigsten Donaubrücke im nordserbischen Novi Sad sowie an zentralen Stellen von 52 weiteren Städten des Landes lahm.

Die Umweltschützer protestierten gegen neue Gesetze, die Volksabstimmungen und Enteignungen regeln und ihrer Ansicht nach große Investoren begünstigen. Sie forderten die bedingungslose Rücknahme dieser Gesetze und kündigten weitere Straßenblockaden an. Bereits vor einer Woche hatte es Aktionen von Umweltschützern gegeben.

Protest auch gegen Lithium-Abbau

Der Protest richtete sich auch gegen den geplanten Abbau von Lithium im westserbischen Loznica durch einen australischen Bergbaukonzern. Die landesweiten Aktionen dauerten zwei Stunden. Dazu aufgerufen hatte die Organisation „Kreni promeni“ (Den Wandel beginnen).

Die Demonstrationen verliefen weitgehend ohne Zwischenfälle. Lediglich in Novi Sad griffen schwarz gekleidete und maskierte Fußball-Ultras die Kundgebung mit Steinen an. Außerdem misshandelten sie eine Gruppe von Studenten. Fußball-Ultras werden in Serbien häufig vom Geheimdienst gelenkt.

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Als zweite Ampel-Partei will die FDP heute über den mit SPD und Grünen verhandelten Koalitionsvertrag diskutieren und abstimmen. Es gilt als sicher, dass die Delegierten des außerordentlichen Bundesparteitags das 177-Seiten-Papier billigen.

Gestern hatten bereits auf einem SPD-Parteitag mehr als 98 Prozent der Delegierten zugestimmt.

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Morgen wird außerdem das Ergebnis der Urabstimmung unter den Grünen-Mitgliedern erwartet. Wenn auch dieses positiv ausfällt, wird der Koalitionsvertrag voraussichtlich am Dienstag offiziell unterzeichnet. Am Mittwoch will sich Olaf Scholz (SPD) im Bundestag zum Kanzler wählen lassen.

Die Bevölkerung einer Stadt in der Nähe der iranischen Atomanlage Natans ist am Abend von einer Explosion am Himmel aufgeschreckt worden. Einwohnerinnen und Einwohner der 20 Kilometer von der Atomanlage Natans entfernten Stadt Badrud berichteten nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Irna von einem lauten Knall und einem Aufleuchten am Himmel.

Wenig später gab das iranische Militär Entwarnung und betonte, es habe sich um einen Test des eigenen Raketenabwehrsystems gehandelt.

Der Iran wies damit Spekulationen in Sozialen Netzwerken über eine Explosion in der Atomanlage Natans zurück. In Natans werden neue iranische Zentrifugen zur Urananreicherung hergestellt. Die Anlage war mehrfach Ort von Angriffen, die Israel zugeschrieben wurden. Israel will eine atomare Bewaffnung des Irans verhindern.

USA: Iran hat nicht „ernsthaft“ verhandelt

Unterdessen kritisierten dei USA das iranische Verhalten in den neu begonnenen Atomverhandlungen in Wien. Ein ranghoher Vertreter der US-Regierung erklärte, der Iran habe Forderungen gestellt, die weit über den Gegenstand der Verhandlungen hinausgingen und keine „ernsthaften“ Bemühungen erkennen lassen, sich wieder an die Auflagen des Atomabkommens zu halten.

USA warnen vor Spiel auf Zeit

Die USA würden keine Situation akzeptieren, in der Teheran sein Atomprogramm weiter ausbaue und die Verhandlungen nur nutze, um Zeit zu gewinnen, warnte der US-Diplomat. Der Iran müsse „Ernsthaftigkeit zeigen“, an den Verhandlungstisch zurückkehren und sich in Kürze wieder an die Auflagen des Atomabkommens halten, forderte er. Die USA seien weiterhin bereit, zu ihren Verpflichtungen zurückzukehren und Sanktionen aufzuheben, die dem Abkommen widersprächen.

Auch europäische Diplomaten hatten sich nach fünftägigen Gesprächen enttäuscht gezeigt und Teheran eine destruktive Haltung vorgeworfen. „Iran bricht mit fast allen schwierigen Kompromissen, die in mehreren Monaten harter Verhandlungen vereinbart worden waren“, hieß es aus Kreisen der deutschen, französischen und britischen Verhandler. Das Zeitfenster für eine diplomatische Lösung werde deshalb immer kleiner.

Papst Franziskus besucht heute Flüchtlinge auf der griechischen Insel Lesbos. Im Lager Mavrovouni ist eine Begegnung mit zwei zufällig ausgewählten Familien geplant. Bereits 2016 hatte sich der Papst mit Flüchtlingen auf der Ägäis-Insel getroffen. Damals nahm er drei muslimische Familien aus Syrien aus dem Lager Moria mit in den Vatikan.

Das Camp wurde dann bei einem Brand im September 2020 zerstört, daraufhin wurde das provisorische Lager Mavrovouni errichtet.

Der Papst war gestern Früh in Griechenland eingetroffen. Erste Station seiner Reise war Athen. Franziskus war der erste Papst seit Johannes Paul II. im Jahr 2001, der die griechische Hauptstadt besuchte. Dieser wiederum war der erste Pontifex, der seit der Abspaltung der orthodoxen von der katholischen Kirche im Jahr 1054 nach Athen reiste.

US-Präsident Joe Biden hat umfassende Maßnahmen angekündigt, um dem russischen Präsidenten Wladimir Putin einen Einmarsch in die Ukraine zu erschweren. „Ich werde ein umfassendes und sinnvolles Paket an Initiativen zusammenstellen, die es Herrn Putin erschweren, das zu tun, was viele befürchten,“ sagte Biden. Eine Videokonferenz zwischen den beiden Staatschefs wird am Dienstag stattfinden.

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Wirtschaft

Gestern sind allen Pandemiewidrigkeiten zum Trotz zahlreiche Salzburger Skigebiete in die Saison gestartet – darunter Obertauern (Pongau/Lungau), Zauchensee (Pongau), Saalbach und Leogang (beide Pinzgau). Noch müssen die Hotels zwar geschlossen bleiben, die gesamte Tourismusbranche drängt jetzt aber auf baldiges Aufsperren.

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Sport

Sofia Goggia war auch bei der zweiten Damen-Abfahrt in Lake Louise nicht zu schlagen. Die Italienerin, die am Freitag schon erfolgreich war, setzte sich gestern neuerlich vor der US-Amerikanerin Breezy Johnson (+0,84) und der Schweizerin Corinne Suter (+0,98) durch. Dahinter konnte die ÖSV-Damen abermals mit starken Leistungen aufzeigen.

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Salzburg hat keine berauschende, aber immerhin eine siegreiche Generalprobe für das entscheidende Champions-League-Spiel gegen den FC Sevilla hingelegt. Die „Bullen“ mühten sich gestern in der Admiral-Bundesliga gegen Hartberg zu einem 2:1-Heimsieg. Noel Niemann hatte die Gäste in Führung gebracht (10.), Rasmus Kristensen (79.) und Jerome Onguene (86.) sorgten für die späte Wende. Damit gelang dem Meister nach zuletzt zwei Pflichtspielpleiten in Folge wieder ein Sieg.

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Österreich hat den ersten Teambewerb der Saison im polnischen Wisla gewonnen. Manuel Fettner, Jan Hörl, Daniel Huber und Stefan Kraft setzten sich in einem spannenden Wettkampf mit 843 Punkten knapp vor dem Team aus Deutschland (842,7) durch. Auf den dritten Platz landete Slowenien (834,4). In dem engen und vom Wind stark beeinflussten Wettkampf war das ÖSV-Team zur Halbzeit 3,4 Punkte vor Polen, 23,3 vor Slowenien und 31 vor Deutschland gelegen. Wechselnde Verhältnisse machten es bis zum letzten Sprung spannend.

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Chronik

Nach einem Vulkanausbruch auf der indonesischen Insel Java ist die Zahl der Todesopfer auf 13 gestiegen. Das bestätigte die nationale Katastrophenschutzbehörde heute. Zehn Verschüttete konnten demnach gerettet werden. Der Semeru spuckte gestern Asche und eine große Rauchwolke aus, die umliegende Dörfer verdunkelte und tausende Anrainer in die Flucht trieb. Rote Lava floss den Krater hinab. Mindestens 57 Menschen wurden verletzt,

Mehr als 40 der Verletzten hätten sich schwere Brandwunden zugezogen, als sie von der heißen Lava getroffen wurden, erklärte die örtlichen Behörden. Auf einem von der Katastrophenschutzbehörde verbreiteten Video waren Kinder und Erwachsene zu sehen, die schreiend wegrannten. Als die Lava erste Dörfer erreichte und eine Brücke im Bezirk Lumajang in Ost-Java zerstörte, schickte die Behörde Rettungskräfte los, um Anrainer in Sicherheit zu bringen.

„Wir richten an mehreren Orten in Lumajang Notunterkünfte ein“, sagte Behördensprecher Abdul Muhari. Darin suchten bis zum Abend mindestens 300 Familien Schutz. In einem Umkreis von fünf Kilometern um den Vulkan wurde eine Sperrzone eingerichtet.

Die Warnstufe für den Semeru war seit einem Ausbruch vor einem Jahr unverändert auf der zweithöchsten Stufe geblieben. Auch damals waren Dörfer mit grauer Asche bedeckt worden und tausende Menschen geflohen.

In Wels (Oberösterreich) ist am Wochenende eine Frau bei einem Zimmerbrand verletzt worden. Im Erdgeschoß ihres Hauses war Feuer ausgebrochen, und sie zog sich bei Löschversuchen Verbrennungen zu.

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Die offenbar auf der Flucht gefassten Eltern des Todesschützen an einer Schule im US-Bundesstaat Michigan weisen eine Verantwortung für die Tat des 15-Jährigen zurück. James und Jennifer Crumbley plädierten bei einer Anhörung gestern auf unschuldig.

Die Richterin setzte für sie eine Kaution von einer Million Dollar fest. Den Eltern wird fahrlässige Tötung vorgeworfen, der Vater hatte die Tatwaffe gemeinsam mit seinem Sohn gekauft.

Vier Mitschüler getötet

Der 15-Jährige hatte an seiner Schule in der nördlich von Detroit gelegenen Kleinstadt Oxford am Dienstag das Feuer eröffnet. Er tötete vier Mitschülerinnen und Mitschüler im Alter zwischen 14 und 17 Jahren und verletzte sieben weitere Menschen. Er ließ sich nach der Tat widerstandslos festnehmen und wurde in der Folge unter anderem wegen vierfachen Mordes und Terrorismus angeklagt.

Eltern drohen bis zu 15 Jahre Haft

Seinen Eltern wird fahrlässige Tötung in vier Fällen vorgeworfen, in jedem Fall drohen ihnen bis zu 15 Jahre Haft. Ein solcher Vorwurf gegen die Eltern ist ein ungewöhnlicher Schritt der US-Strafverfolgungsbehörden. Zusammen mit seinem Sohn hatte der Vater die Tatwaffe vier Tage vor der Attacke gekauft. Die Mutter soll die halbautomatische Pistole auf Online-Plattformen als „Weihnachtsgeschenk“ für ihren Sohn bezeichnet haben.

Die Crumbleys hatten nach der Tat ihres Sohnes offenbar die Flucht ergriffen. Sie wurden am Freitagabend in einem Industriegebäude in Detroit festgenommen. Bei der Anhörung setzte die zuständige Richterin die Kaution für Vater und Mutter auf jeweils 500.000 Dollar (440.000 Euro) fest. Sie begründete dies mit den „sehr, sehr schwerwiegenden“ Vorwürfen und einer möglichen Fluchtgefahr.

Ein Flugzeugpilot hat in Deutschland eine Autobahnbrücke als Notlandepiste genutzt. Der Mann setzte seine einmotorige Propellermaschine gestern kurz nach 12.00 Uhr auf die Fahrbahn der Schwarzbachtalbrücke in Rheinland-Pfalz und stieß dort wenig später mit einem Lastwagen zusammen, wie die Polizei berichtete. Der 72 Jahre alte Pilot erlitt leichte Blessuren, während der Lkw-Fahrer unverletzt blieb, wie es hieß.

Bei dem Flugzeug war nach Polizeiangaben auf dem Weg von Frankreich nach Niedersachsen der Motor ausgefallen, sodass der Pilot innerhalb kürzester Zeit entscheiden musste, wo er eine Notlandung versuchen wollte. Die rund 100 Meter hohe Brücke überspannt das Schwarzbachtal bei Pirmasens.

Die A62 blieb den Angaben nach den Nachmittag zur Gänze gesperrt, um den Treibstoff des Flugzeugs abzupumpen und die Maschine zu demontieren und zu bergen. Die Polizei schätzte den Schaden auf rund 60.000 Euro.

Medien

Der Berliner Komiker Mirco Nontschew („RTL Samstag Nacht“) ist im Alter von 52 Jahren gestorben. Die „Bild“-Zeitung (Onlineausgabe) zitierte gestern dazu seinen Manager und Freund Bertram Riedel: „Wir bestätigen den Tod unseres Freundes und Familienmitglieds. Die Familie bittet um Rücksichtnahme in dieser schweren Zeit.“

Die Polizei in Berlin teilte auf Anfrage lediglich mit, am Vortag sei ein 52 Jahre alter Mann tot in einem Mehrfamilienhaus in Berlin gefunden worden. Es seien Ermittlungen zur Todesursache aufgenommen worden, es deute aber bisher nichts auf ein Fremdverschulden hin.

Zuletzt neue Staffel „LOL – Last One Laughing“ gedreht

Zuletzt brachte Nontschew viele beim Streamingdienst Amazon Prime Video in dem von Michael „Bully“ Herbig präsentierten Format „LOL – Last One Laughing“ zum Lachen. Erst vor Kurzem hatte Nontschew, der zweifacher Vater war, dort an der Seite von Kolleginnen und Kollegen wie Anke Engelke, Carolin Kebekus, Hazel Brugger, Christoph Maria Herbst, Abdelkarim und Olaf Schubert die neue Staffel abgedreht, die Anfang 2022 ausgestrahlt werden soll.

Es ist die dritte Staffel des Formats und Nontschews zweite. Bei der Comedy-Show geht es darum, dass die Kandidaten gemeinsam über mehrere Stunden zusammen sind. Sie müssen sich zum Lachen bringen, dürfen selbst aber nicht lachen. Wer zweimal erwischt wird, fliegt raus. Übrig bleibt, wer sich das Lachen verkniffen hat.

Vom Breakdancer zum Comedian

In den 2000er Jahren spielte Nontschew den Zwerg Tschakko in den Kinofilmen „7 Zwerge – Männer allein im Wald“ sowie „7 Zwerge – Der Wald ist nicht genug“. In den Filmen wirkte er neben Kollegen wie Otto Waalkes, Ralf Schmitz, Martin Schneider, Heinz Hoenig sowie Nina Hagen und Cosma Shiva Hagen mit.

Nontschew kam 1969 in Berlin (Ost) auf die Welt. Sein Vater stammte aus Bulgarien. Ende der 80er war der agile Nontschew als Breakdancer unterwegs. Hugo Egon Balder wurde damals beim Fernsehsender RTL auf ihn aufmerksam. 1993 wurde er so Ensemblemitglied der Comedy-Show „RTL Samstag Nacht“, die mit ihren albernen Sketchen neue Maßstäbe im Fernsehen setzte. Weggefährten waren damals zum Beispiel Wigald Boning, Olli Dittrich, Tanja Schumann, Esther Schweins und Stefan Jürgens.

Science

Kommen nach den Antigen-Schnelltests nun auch die Antikörper-Schnelltests? US-Forscherinnen und Forscher haben einen solchen im Labor entwickelt. Er soll schnell und einfach feststellen, wie gut jemand vor verschiedenen CoV-Varianten geschützt ist – die Marktreife ist allerdings noch fern.

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Kultur

Vorarlbergs Theaterschaffende versuchen derzeit, eine Art Standby-Modus zu erhalten. Die Regierung hatte angekündigt, nächste Woche über möglich Öffnungsschritte nach dem Lockdown zu informieren. Doch Bereitschaft im Theater ist schwierig, gilt es nicht nur, die Schauspieler für eine Aufführung zusammenzutrommeln, sondern auch das Publikum.

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Leute

Die Mutter des niederländischen Königs, Prinzessin Beatrix, ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die 83-Jährige habe sich wegen leichter Erkältungsbeschwerden testen lassen, teilte das Königshaus in Den Haag gestern Abend mit. Sie habe sich in häusliche Isolation begeben und halte sich an die Regeln für positiv getestete Menschen. Personen, die mit Prinzessin Beatrix in engem Kontakt gewesen seien, würden informiert.

Beatrix war Montag von einem viertägigen Arbeitsbesuch auf der niederländischen Karibikinsel Curacao zurückgekehrt. Wie die niederländische Nachrichtenagentur ANP berichtete, sagte sie dort, dass sie zweimal gegen das Coronavirus geimpft ist und auch eine Auffrischimpfung empfangen hat. Sie habe am späten Sonntagabend mit einem Linienflug der KLM die Rückreise angetreten.

Panorama

Mit seinen Paradien auf den bisherigen Innenminister und jetztigen Kanzler Karl Nehammer (ÖVP) sorgt Comedy-Star Gernot Kulis für viele Lacher im Inernet. „Mir haben sie zum Kanzler gratuliert, das ist schon sehr schräg“, sagte er im „Wien heute“-Interview.

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