COV Inland

Der Generaldirektor der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK), Bernhard Wurzer, beklagt die fehlende Einbindung in die Vorbereitung der CoV-Impfungen.

Seit Wochen habe Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) keinen Kontakt mit der ÖGK aufgenommen, so Wurzer in der „Kleinen Zeitung“ (Donnerstag-Ausgabe). Die Abwicklung über die Bundesländer mit neun verschiedenen Impfsystemen und Anmeldesystemen hält er für „nicht optimal“.

Die ÖGK verfüge über 135 Gebäude, in denen man die Impfungen hätte durchführen können. Das habe man über die Weihnachtsfeiertage geprüft, so Wurzer: „Als wir so weit waren, es anzubieten, hat man mir mitgeteilt, das machen die Länder.“

Daher habe man den Ländern dieses Angebot gemacht, sagte Wurzer. Kärnten und Tirol hätten davon Gebrauch gemacht und die Infrastruktur der ÖGK genutzt. „Da hätte man schon als Gesundheitsminister sagen können, wir machen das einheitlich“, sagte Wurzer.

Mit der bisher in Japan und vor allem im brasilianischen Coronavirus-Hotspot Manaus aufgetauchten SARS-CoV-2-Variante mit der Bezeichnung P.1 gibt es eine weitere Unbekannte in der weltweiten Pandemiegleichung.

„Noch keine Hinweise“ auf die Variante in Österreich hat der Mikrobiologe Andreas Bergthaler vom Forschungsinstitut für Molekulare Medizin (CeMM) der Akademie der Wissenschaften (ÖAW). Es gebe Theorien, dass P.1 dem Immunsystem leichter entwischen könnte.

Wie die erstmals in Großbritannien und Südafrika entdeckten Varianten ist auch die P.1-Variante „unabhängig entstanden, es scheint hier keinen Zusammenhang zu geben“, sagte Bergthaler zur APA. Trotzdem gibt es Parallelen: So weisen alle drei Mutationsanhäufungen die Mutation N501y im Spike-Protein des Erregers auf.

Viele offene Fragen

Diese Veränderung im Virenerbgut dürfte die Fähigkeit des Erregers erhöhen, sich an menschliche Zellen zu binden, was mit einer erhöhten Übertragbarkeit der neuen Varianten zusammenhängen könnte. P.1 hat zusätzlich noch die E484K-Mutation, die ebenfalls eine Änderung in der Spike-Domäne bewirkt. Das beeinflusst die Bindung zwischen Erreger und Ziel laut ersten Erkenntnissen noch stärker.

Diskutiert wird auch, „dass diese Viren vielleicht von den herkömmlichen Antikörpern nicht so gut erkannt werden können“, so Bergthaler über einen möglichen Effekt dieser in der B.1.1.7-Variation nicht vorhandenen Einzelmutation: „Daher könnte man auch davon ausgehen, dass das auch die Infektiosität und die Immunantwort beeinflusst.“

Fachleute blicken deshalb auf die Situation in Manaus, wo davon auszugehen ist, dass im vergangenen Jahr laut Studien bereits bis zu 75 Prozent der Bevölkerung mit dem „Wildtyp“ des Virus konfrontiert waren. Nun schwappt in der Amazonas-Metropole trotzdem erneut eine Infektionswelle hoch, die offenbar nicht durch die dort anzunehmende Herdenimmunität gestoppt wird. Welche Rolle hier P.1 spielt, wird aktuell untersucht.

In Wien sind drei Lehrer suspendiert worden, weil sie sich wiederholt geweigert hatten, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Alle drei waren in der Integrativen Lernwerkstatt Brigittenau tätig, bestätigte die Wiener Bildungsdirektion.

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Die vom Land Burgenland nach ihrem Auftritt bei einer Demo gegen das Coronavirus dienstfrei gestellte Amtsärztin des Bezirks Jennersdorf, Alexandra Koller, hat ihren Auftritt gestern gegenüber dem ORF Burgenland verteidigt: Sie sei keine Impfgegnerin, ihr gehe es um ältere Menschen.

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Der Kreis der Bürgermeister, die bereits geimpft wurden, obwohl sie noch nicht an der Reihe waren, wird größer. So soll auch der Bürgermeister von St. Georgen im Attergau (Oberösterreich), Ferdinand Aigner (ÖVP), mit einer zusätzlich aus einer Ampulle gezogenen Dosis geimpft worden sein.

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Die 7-Tage-Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in den abgelaufenen sieben Tagen je 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner, liegt laut Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) bei 115 (Stand: gestern, 14.00 Uhr).

Damit fiel der Wert im Vergleich zum Vortag erneut leicht. Am höchsten ist die Zahl in Salzburg (219) und Kärnten (145), am niedrigsten in Wien (94), der Steiermark (97) und Tirol (98).

Ministerien melden 1.671 Neuinfektionen

Das Gesundheits- und das Innenministerium meldeten 1.671 neu registrierte Coronavirus-Fälle (Stand: gestern, 9.30 Uhr) innerhalb der letzten 24 Stunden. Landesweit starben laut AGES bisher 7.165 Personen an oder mit Covid-19. Derzeit befinden sich 2.061 Personen aufgrund des Coronavirus in Spitalsbehandlung, davon 332 auf Intensivstationen.

Das Berichtsschema der AGES zeigt die Zahlen vom Vortag – wie die Meldung der Ministerien. Wesentlicher Unterschied zu den Ministeriumsmeldungen: Laborbestätigte Fälle, Tote etc. werden nicht zum Meldezeitpunkt dargestellt, sondern zum Diagnose- bzw. Sterbedatum. In der Darstellung in ORF.at wird auch täglich transparent gemacht, welchen Tagen die neu gemeldeten Fälle zugeordnet werden.

Karten, Grafiken und Informationen zu aktuellen Fällen und zum Epidemieverlauf in ORF.at/corona/daten

Erklärung für die Umstellung und die neue, genauere Zählweise in ORF.at/corona

Inland

Alle drei aktuell laufenden Volksbegehren haben die für die parlamentarische Behandlung nötige Marke von 100.000 Unterstützungserklärungen überschritten. Das teilten die Organisatoren heute mit.

Das Tierschutzvolksbegehren hat laut Initiator Sebastian Bohrn Mena sogar über 250.000 Unterschriften erreicht. Die Eintragungsfrist läuft noch bis 25. Jänner. Die Initiatoren des Tierschutzvolksbegehrens ludes indes zu einem gemeinsamen Pressegespräch mit Tierschutzminister Rudolf Anschober (Grüne), dem oberösterreichischen Landesrat Stefan Kaineder (Grüne) und „Fridays for Future“-Aktivistin Emilia Tscherne.

Ethikvolksbegehren mit 100.000 Unterschriften

Das Volksbegehren „Ethik für alle“ vermeldete 100.000 Unterschriften „trotz schwerer Rahmenbedingungen, technischer Störungen und nicht zuletzt einer aggressiven Gegenkampagne der Katholischen Kirche“, wie es in einer Aussendung der Initiatoren hieß.

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Die Anti-Impfpflicht-Initiative „Für Impf-Freiheit“ des ehemaligen Präsidentschaftskandidaten und Christen-Politikers Rudolf Gehring hat 120.000 Erklärungen gesammelt, hieß es auf APA-Anfrage.

Ein Drittel der Schultage in diesem Semester wurde im Fernunterricht gelernt, an Oberstufen sogar die Hälfte.

ÖVP-Bildungsminister Heinz Faßmann hat wegen dieser schwierigen Voraussetzungen für „Milde“ beim Semesterzeugnis plädiert. Gleichzeitig wurden die Lehrer aber vom Ministerium angewiesen, für eine „sichere Beurteilung“ zu sorgen. „Das simuliert Normalität, wo keine ist“, kritisierte Bildungsforscher Bernhard Hemetsberger. Die Lehrer gerieten dadurch in die Zwickmühle.

Die Pädagogen und Pädagoginnen hätten in dieser Situation laut Hemetsberger, zu dessen Forschungsschwerpunkten die Notengebung gehört und der zuletzt von der Uni Wien an die UniBw München gewechselt ist, zwei gleichermaßen problematische Möglichkeiten.

Gewohnte Normalität oder Milde?

Entweder sie würden die nicht vorhandene Normalität aufrechterhalten, die Noten nach bisher üblichen Kriterien vergeben und den enormen Einfluss negieren, den die unterschiedlichen Lernbedingungen und die Unterstützung der Schüler durch die Familien im Distance-Learning haben.

„Dann habe ich einen schlechteren Notenschnitt und produziere genau die ‚verlorene Generation‘, die wir verhindern wollen“, so der Forscher im Gespräch mit der APA.

Oder die Lehrer könnten „grade inflation“ betreiben, indem sie über ihren professionellen Schatten springen, einfach bessere Noten verteilen und die Entscheidung über das Qualifikationsniveau an andere Institutionen oder die Lehrstellen weiterreichen.

Befeuert durch die „zweischneidige Darstellung“ des Bildungsministeriums müsse man so oder so mit vielen Beschwerden und Einsprüchen von Eltern rechnen, die sich schützend vor ihre Kinder stellen – entweder weil sie den Eindruck haben, dass das Kind dem „Normalbewertungsraster“ unterworfen und dadurch zu schlecht bewertet wurde oder weil ein anderer Schüler vielleicht besser bewertet wurde und Eltern dann Spielraum sehen, mit einem gewissen Nachdruck bei die Notengebung mitzureden. „Damit öffne ich Tür und Tor für einen ‚Notenbasar‘.“

COV Ausland

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Oxford überarbeiten den zusammen mit dem Konzern AstraZeneca entwickelten CoV-Impfstoff, damit dieser gezielt gegen die neuen, hochansteckenden Coronavirus-Mutationen eingesetzt werden kann, die in Großbritannien, Südafrika und Brasilien entdeckt wurden.

Das berichtete die britische Zeitung „Telegraph“ nun. Die Wissenschaftler erstellten eine Machbarkeitsstudie zur Umgestaltung des Impfstoffs.

Am 12. Jänner stellte AstraZeneca offiziell einen Zulassungsantrag in der EU. Zum Inhalt ist noch nichts bekannt. Die Behörde selbst äußert sich in der Regel nicht während eines laufenden Zulassungsverfahrens.

In Portugal breitet sich die neue Coronavirus-Variante B.1.1.7 rasch aus. Etwa 20 Prozent aller neuen Infektionsfälle gingen auf diese Variante zurück, sagte Gesundheitsministerin Marta Temido dem Sender RTP gestern Abend. Der Anteil könne bereits nächste Woche auf 60 Prozent steigen.

Das nationale Gesundheitssystem ist bereits jetzt am Rande des Zusammenbruchs. Es mangelt an Betten für die Intensivpflege und an Pflegepersonal, um die CoV-Patienten und Patientinnen zu versorgen. „Das Gesundheitssystem kann dieses Ausmaß an Infektionen nicht handhaben“, sagte Temido.

Gestern hatten sowohl die täglich gemeldeten Neuinfektionen als auch die Zahl der Todesfälle einen Höchststand erreicht. Fast 14.700 Ansteckungsfälle wurden binnen 24 Stunden gemeldet, das ist ein Anstieg gegenüber dem Vortag um 40 Prozent. Zudem wurden 219 weitere Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus registriert, auch das ein Höchstwert.

15-tägiger Lockdown, Schulen geöffnet

In dem Land mit seinen zehn Millionen Einwohnern hat die Regierung am Freitag vergangene Woche einen 15-tägigen Lockdown verhängt, um die Verbreitung des Virus einzudämmen. So sind alle nicht zwingend notwendigen Geschäfte und Einrichtungen geschlossen. Die Menschen sind aufgefordert, zu Hause zu bleiben.

Allerdings hat die Regierung entgegen harscher Kritik entschieden, die Schulen offen zu lassen. Ob diese nun auch geschlossen werden sollen, werde die Regierung im Laufe des Tages entscheiden, sagte Temido. Auch in Portugals Nachbarland Spanien stiegen die Infektionszahlen zuletzt deutlich.

Den EU-Staaten soll laut einem Medienbericht erlaubt werden, Britinnen und Briten die Einreise zu verweigern und alle Passagierverbindungen zu kappen. Das sehe ein deutscher Vorschlag für die Europäische Union vor, berichtete die „Times“ in der Nacht auf heute.

Laut dem deutschen Vorschlag soll es möglich sein, befristet Einreisen und Verbindungen zu Nicht-EU-Mitgliedern zu blockieren, wenn dort die hochansteckenden Mutationen des Coronavirus verbreitet seien. Am Abend beraten die Staats- und Regierungschefs der EU das weitere Vorgehen in der Pandemie.

Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) und die übrigen EU-Staats- und -Regierungschefs sprechen dabei auch über einen möglichen einheitlichen CoV-Impfpass. Darüber hinaus wollen die 27 Staaten Wege finden, die neuen Mutationen zu bremsen.

Ausland

Bei zwei Selbstmordanschlägen in der irakischen Hauptstadt Bagdad sind heute mindestens 28 Menschen getötet und 70 weitere verletzt worden. Das sagte der Leiter des Zivilschutzes, Kadhim Buhan, nach dem Angriff gegenüber Journalisten. Die beiden Attentäter hätten sich während einer Verfolgungsjagd mit Sicherheitskräften auf einem Marktplatz in die Luft gesprengt, sagte Armeesprecher Jahia Rasul. Zu der Tat im Viertel Bab al-Scharki im Stadtzentrum bekannte sich niemand.

Videos von den Augenblicken nach den Explosionen zeigten mehrere Tote und Verletzte auf einem Marktplatz liegend. Retter versorgten die Opfer. Auf dem Boden waren Blutlacken zu sehen.

Es war der schwerste Selbstmordanschlag im Irak seit mehr als einem Jahr. Das Land leidet noch immer unter den Folgen des Kampfes gegen die sunnitische Terrormiliz Islamischer Staat (IS), die zwischen 2014 und 2017 große Gebiete im Norden und Westen des Irak beherrscht hatte. Einer der schwersten Anschläge der vergangenen Jahre ereignete sich im Jänner 2018, als zwei Attentäter auf einem belebten Marktplatz in Bagdad 38 Menschen töteten.

Mit einem eindringlichen Aufruf zu Einigkeit und Versöhnung hat die 22-jährige afroamerikanische Dichterin Amanda Gorman bei der Amtseinführung von US-Präsident Joe Biden für Aufsehen gesorgt. Mit der Rezitation ihres Gedichts „The Hill We Climb“ („Der Berg, den wir besteigen“) bei der Vereidigungsfeier nahm die junge Poetin unter anderem Bezug auf die Erstürmung des Kapitols durch wütende Anhänger von Ex-Präsident Donald Trump am 6. Jänner.

„Wir haben eine Macht gesehen, die unser Land lieber zertrümmern würde, als es miteinander zu teilen“, sagte Gorman. „Dieses Vorhaben war beinahe erfolgreich, aber selbst wenn die Demokratie zeitweise aufgehalten werden kann, dauerhaft besiegt werden kann sie nicht.“

„Werden diese verwundete Welt zu einer besseren machen“

Mit ruhiger Stimme rezitierte Gorman, die nach eigenen Angaben wie Biden als Kind gestottert hatte, ihre Verse. Als „dünnes schwarzes Mädchen, Nachfahrin von Sklaven und aufgewachsen mit einer alleinerziehenden Mutter“ beschreibt sich die jüngste Dichterin, die je bei der Vereidigung eines US-Präsidenten auftreten durfte.

Ihr Gedicht endet hoffnungsvoll: „Wir werden diese verwundete Welt zu einer besseren machen“, denn „es gibt immer Licht, wenn wir nur mutig genug sind, es zu sehen und zu sein.“

Schon mit 16 Jahren ausgezeichnet

Gorman gewann im Alter von 16 Jahren ihren ersten Lyrikpreis und wurde nur drei Jahre später zur besten jungen Dichterin des Landes gekürt. Zu diesem Zeitpunkt studierte sie an der renommierten Harvard-Universität Soziologie. Im Jahr 2036 will sie selbst als US-Präsidentin kandidieren. Presseberichten zufolge soll Jill Biden, die neue First Lady der USA, sie für die Zeremonie vorgeschlagen haben.

Der Machtwechsel in Washington ist vollzogen: Nach einer ungewohnten Vereidigungszeremonie ist der Demokrat Joe Biden als neuer US-Präsident auch in ungewohnter Weise ins Weiße Haus eingezogen. Gleich am ersten Tag erließ Biden erste Dekrete – es gebe keine Zeit zu verlieren, teilte der 78-Jährige dazu via Twitter mit. Nachfolgend der ORF.at-Liveticker zur Angelobung zum Nachlesen.

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Die irische Regierung hat Probleme bei der Lebensmittelversorgung in Nordirland mit dem britischen EU-Ausstieg begründet. Die Regeln nach dem Brexit-Vollzug zum Jahreswechsel sähen eine gewisse Anzahl an Kontrollen für Güter vor, die von dem übrigen Großbritannien nach Nordirland kämen, und das ziehe Störungen mit sich, sagte Außenminister Simon Coveney dem Sender ITV.

„Die Supermarktregale waren vor Weihnachten voll, und jetzt gibt es einige Probleme bei den Lieferketten. Das ist eindeutig ein Brexit-Problem.“

Mit dem Ende des vergangenen Jahres hatte Großbritannien den Brexit vollzogen und den Binnenmarkt und die Zollunion der Europäischen Union verlassen. Seitdem gilt ein Handelsabkommen, über das über Monate verhandelt worden war. Formal war Großbritannien bereits Ende Jänner 2020 aus der EU ausgetreten. Bis zum 31. Dezember galt jedoch noch eine Übergangsphase mit EU-Regeln.

Sport

Die Hoffnung der Fans von Real Madrid auf den 20. Titel in der Copa del Rey und den ersten Pokaltriumph seit 2014 haben sich gestern Abend vorzeitig in Luft aufgelöst. Das Starensemble aus der spanischen Hauptstadt musste sich am Mittwoch trotz Überzahl beim Drittligisten CD Alcoyano mit 1:2 in der Verlängerung geschlagen geben. Trainer Zinedine Zidane wollte jedoch von einer Blamage nichts wissen. Ganz im Gegenteil: Der Franzose redete sich den Tiefschlag schön.

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Das österreichische Biathlon-Team fährt mit dem Selbstvertrauen von vier Podestplätzen nach Antholz, wo von heute bis Sonntag die letzten Weltcup-Rennen vor der WM in Pokljuka auf dem Programm stehen. Diese geht dann nach einer Wettkampfpause von 10. bis 21. Februar über die Bühne.

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Die Wiener Austria startet nach einer durchwachsenen Wintervorbereitung in ein Frühjahr, in dem einige Weichen gestellt werden sollen. Sportlich wird sich in den nächsten Spielen in Ried, bei der Admira und zu Hause gegen WSG Tirol wohl zeigen, ob die aktuell auf Rang zehn liegenden Violetten noch mit dem Sprung in die Meistergruppe spekulieren dürfen.

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Chronik

Knapp zwei Wochen nach dem Flugzeugunglück vor Java haben die Behörden 43 Opfer identifiziert. Insgesamt waren 62 Menschen an Bord der Maschine der Sriwijaya Air, als diese am 9. Jänner kurz nach dem Start in Jakarta ins Meer stürzte.

Bisher seien mehr als 320 Behälter mit Leichenteilen an Land gebracht worden, zitierten lokale Medien heute die Behörden. Die Suche in der Javasee gehe weiter, berichtete das Nachrichtenportal Tagar.id.

Indonesischer Präsident Joko Widodo begutachtet Trümmerteile im Hafen von Jakarta
APA/AFP/Indonesia’s Presidential Palace

Auch der Stimmenrekorder aus dem Cockpit sei noch nicht gefunden worden. Der Flugdatenschreiber war hingegen bereits wenige Tage nach dem Absturz entdeckt worden, die Informationen werden derzeit noch ausgewertet. Die Behörden hoffen, dadurch Klarheit über die Ursache der Tragödie zu bekommen.

Die Boeing 737-500 war bei starkem Regen im Meer zerschellt. Sie war auf dem Weg nach Pontianak auf Borneo. Die Suche konzentriert sich auf das Gebiet zwischen den Inseln Laki und Lancang.

Knapp eine Woche nach dem schweren Erdbeben auf der indonesischen Insel Sulawesi ist die Zahl der Opfer auf 91 gestiegen. Das teilte die nationale Katastrophenschutzbehörde heute mit.

Das Beben der Stärke 6,2 hatte am Freitag die Provinz Westsulawesi erschüttert. Mehr als 1.100 Menschen seien verletzt worden, mehr als 250 von ihnen schwer, sagte Behördensprecher Raditya Jati. Drei Menschen würden noch vermisst.

Unter anderem stürzten zwei Krankenhäuser und ein Teil des Gebäudes der Lokalverwaltung in Mamuju ein. Zehntausende Menschen mussten nach dem Beben in Notunterkünften untergebracht werden.

Indonesien liegt auf dem Pazifischen Feuerring. Im Südteil des Archipels schiebt sich die Indo-Australische Platte unter die Eurasische Platte, was zu häufigen Erdbeben und Vulkanausbrüchen in der Region führt. Insgesamt seien in Indonesien seit Jahresbeginn bei mehreren Naturkatastrophen, darunter Überschwemmungen, Erdbeben und Erdrutsche, 166 Menschen ums Leben gekommen, erklärte Jati.

Mehrere junge Frauen sind bei den CoV-Massentests in der Grazer Messe laut einem Medienbericht von Soldaten mit sexistischen Sprüchen belästigt und später auch in Sozialen Netzwerken kontaktiert worden. Das Bundesheer untersucht.

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Die Polizei in Tirol hat die Sprengungen von zwei Bankomaten in Weer und Hopfgarten im Mai des vergangenen Jahre klären können. Verdächtig sind drei Männer im Alter von 30 bis 43 Jahren. Ihnen werden auch Sprengungen in Salzburg und Vorarlberg zur Laste gelegt.

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Im Mordprozess um den Tod des Wirtes der „Lisa Alm“ in Flachau (Salzburg) wird heute ein Urteil erwartet – zum zweiten Mal. Nachdem der Oberste Gerichtshof (OGH) das Ersturteil im Sommer aufgehoben hatte, musste das Verfahren neu aufgerollt werden.

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Bei der aktuellen Ziehung bei Lotto „6 aus 45“ hat erneut niemand die sechs Richtigen getippt. Im Dreifachjackpot liegen nun fast 2,7 Mio. Euro.

Folgende Gewinnzahlen wurden ermittelt:

5 14 20 24 27 42 / Zusatzzahl 45

Die Gewinnzahlen bei LottoPlus lauten:

6 11 15 32 38 40

Der aktuelle Joker:

783180

Alle Angaben ohne Gewähr

Wirtschaft

Der deutsche Onlineluxusmodehändler Mytheresa wird bei seinem geplanten Börsengang in New York mit mehr als 2,2 Mrd. Dollar bewertet. Das Unternehmen platzierte die US-Hinterlegungsscheine (ADS) der Muttergesellschaft MYT Netherlands in der Nacht auf heute zu je 26 Dollar, wie MyTheresa mitteilte.

Der Preis liegt am oberen Ende der Spanne, die wegen der großer Nachfrage am Tag vor dem Ende der Zeichnungsfrist auf 24 bis 26 (vorher 16 bis 18) Dollar erhöht worden war.

Die Emission hat damit ein Volumen von bis zu 467 Mio. Dollar. Mytheresa selbst fließen davon bis zu 370 Mio. Dollar zu, der Rest geht direkt an die Altaktionäre. Die MYT-Papiere sollen heute erstmals an der New Yorker Börse gehandelt werden.

Wurzeln in München

Mit dem frischen Geld will Mytheresa ein gut 200 Millionen Dollar schweres Gesellschafterdarlehen tilgen, mit dem mehrere Finanzinvestoren das Unternehmen aus dem Strudel der Insolvenz des US-Einzelhandelskonzerns Neiman Marcus im Mai vergangenen Jahres herausgehalten hatten. Neiman Marcus hatte Mytheresa 2014 übernommen.

Die Wurzeln der Firma liegen in der Münchner Innenstadt, wo die Modehändler Susanne und Christoph Botschen 1987 unter dem Namen „Theresa“ einen Laden eröffneten, 2006 starteten sie den Onlineshop Mytheresa.com. Das Unternehmen, das Luxusmode verkauft, profitiert vom Boom des Onlinehandels in der Pandemie.

Der Automobilzulieferer Faurecia schließt bis Ende 2021 seinen Standort in Kennelbach (Vorarlberg). Davon sind rund 130 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen betroffen. Das Unternehmen stellt die Produktion von Aluminium-Dekorelementen in Europa ein.

Mehr dazu in vorarlberg.ORF.at

Der Computerspieleentwickler Koch Media aus Tirol muss fast eine Million Euro Strafe wegen Verstößen gegen das EU-Kartellrecht bezahlen. Koch Media und weitere Unternehmen haben laut EU Verbraucher und Verbraucherinnen daran gehindert, Videospiele auch in anderen EU-Ländern zu nutzen.

Mehr dazu in tirol.ORF.at

Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) hat im Auftrag des Sozialministeriums die Fluglinie Lauda geklagt. Es ging um sieben AGB-Klauseln zur Sitzplatzreservierung. Die Klauseln regeln Reservierungsgebühren, aber auch die Möglichkeit, zugewiesene Sitzplätze zu ändern. Das Landesgericht (LG) Korneuburg befand alle geklagten Klauseln für unzulässig. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Mehr dazu in help.ORF.at

Die Coronavirus-Pandemie hat dem Innsbrucker Flughafen ein starkes Minus beschert. Im Jahr 2020 wurden insgesamt 487.450 Passagiere gezählt. Das entspreche im Vergleich zum Jahr davor einem Rückgang von 57 Prozent, teilte der Flughafen mit.

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Flughafen Wien erwartet Aufschwung im Sommer

Der Flughafen Wien-Schwechat hofft nach dem großen Einbruch 2020 auf einen Aufschwung ab Mitte des Jahres. Getroffene Prognosen würden vom Impferfolg abhängen, der Vorstand fordert eine Verlängerung der Kurzarbeit.

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Fluglotsen müssen am Simulator trainieren

Die Austro Control schickt ihre Lotsen zum Training mittlerweile an den Simulator. Dort trainieren sie als Vorbereitung die Bewältigung von deutlich mehr Flugverkehr.

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Religion

Der Vatikan hat seine Planung für die Irak-Reise von Papst Franziskus für Anfang März bestätigt. Als vorgesehene Stationen wurden bisher Bagdad, Erbil, Mossul, Karakosch und Ur benannt. Das genaue Programm der Reise von 5. bis 8. März ist noch nicht bekannt. Voraussetzung für alle Reiseteilnehmerinnen und -teilnehmer ist eine Impfung gegen das Coronavirus.

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Medien

Die Modezeitschrift „Vogue“ hat nach der Kontroverse um das Cover-Bild, das die neue US-Vizepräsidentin Kamala Harris zeigte, eingelenkt. Das Magazin kündigte eine limitierte Auflage der Februar-Ausgabe mit einem Foto von Harris in formeller Pose mit einem blauen Hosenanzug an.

Zur „Feier dieses historischen Moments“ werde man eine begrenzte Auflage zum Tag der Amtseinführung herausbringen, teilte „Vogue“ auf Twitter mit. Dazu postete sie das Bild, das laut übereinstimmenden Medienberichten ursprünglich von Harris’ Team als Cover-Bild ausgewählt worden war.

Auf dem zuerst veröffentlichten Cover war Harris lässig stehend in Blazer und Turnschuhen vor rosa-grünem Hintergrund zu sehen. Zahlreiche Nutzerinnen und Nutzer in den Sozialen Netzwerken hatten die Aufnahme der 56-Jährigen als respektlos oder technisch minderwertig und damit unpassend für das Titelporträt der mächtigsten Frau des Landes empfunden. Die „Vogue“ hatte erklärt, die Redaktion habe sich für das informellere Foto entschieden, weil es Harris’ authentischen und zugänglichen Charakter betone.

Science

Astronominnen und Astronomen ist mit einem neuen Beobachtungsinstrument ein detaillierter Blick auf einen Geburtsort erdähnlicher Planeten gelungen. Sie entdeckten Hinweise auf einen Wirbel am inneren Rand einer planetenbildenden Scheibe um einen jungen Stern.

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Kultur

Das Wiener Donauinselfest geht auch heuer wieder im Herbst über die Bühne – nämlich von 17. bis 19. September. Die 38. Ausgabe des Festivals wird in kleinerem Rahmen als üblich und mit umfangreichem Coronavirus-Konzept stattfinden. Die Details werden noch erarbeitet.

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Vor 15 Jahren wurde die 50 Mio. Euro teure „Saliera“ in einem Wald nahe Zwettl (Niederösterreich) gefunden, vergraben vom Dieb des Kunstwerks. Benvenuto Cellinis berühmtes Salzfass war 2003 aus dem Kunsthistorischen Museum Wien gestohlen worden.

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Der Rapper Drake („God’s Plan“) hat angekündigt, die Veröffentlichung seines neuen Albums „Certified Lover Boy“ ein weiteres Mal zu verschieben.

„Ich hatte vor, mein Album diesen Monat zu veröffentlichen, aber zwischen Operation und Reha hat sich meine Energie auf die Genesung konzentriert“, schrieb der 34 Jahre alte Kanadier in seiner Instagram-Story in Zusammenhang mit einer Knieoperation, die er im Oktober vergangenen Jahres öffentlich gemacht hatte.

Es fühle sich gesegnet, dass er wieder auf den Beinen sei und sich auf das Album konzentriere, aber es werde nicht im Jänner erscheinen. „Ich freue mich darauf, es 2021 mit euch allen zu teilen“, schrieb er weiter. Ein genaues Veröffentlichungsdatum nannte er nicht. Zuerst hatte der Rapper sein sechstes Studioalbum für den Sommer 2020 angekündigt und es dann auf Jänner 2021 verschoben.

Panorama

Praktische Winterjacke und auffällige Strickfäustlinge: Irgendwie wollte der US-Senator Bernie Sanders so gar nicht ins Setting der Amtseinführung von US-Präsident Joe Biden passen.

Gestern sorgte der Senator aus Vermont mit seiner Outfitwahl für viel Gesprächsstoff – und einen Internethit mit großem Meme-Potenzial.

Medien bezeichneten die Gewandwahl gepaart mit der Sitzhaltung Sanders’ mit verschränkten Armen als „grumpy chic“ („Grantlerchic“). Auf Twitter kursierten nach kürzester Zeit unzählige Fotomontagen, die Sanders in allen möglichen – und unmöglichen – Situationen zeigten.

Dabei ist es nicht das erste Mal, dass Sanders in dieser Weise für Aufsehen sorgt. Die Strickfäustlinge erreichten vor etwa einem Jahr bei einem Auftritt des Politikers Berühmtheit, der damals noch als Kandidat bei den demokratischen Vorwahlen gegen den späteren Sieger Biden antrat.

Hergestellt aus recycelten Pullovern und alten Plastikflaschen, wie die „Los Angeles Times“ berichtete, schafften es die Fäustlinge sogar zu einem eigenen Twitter-Account. Unter „@BerniesMittens“ (Bernies Fäustlinge) sind dort bis heute die schönsten Auftritte der Fäustlinge zu bestaunen.