Ukraine-Krieg

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die Bevölkerung Russlands aufgerufen, ihre Stimme gegen den Krieg zu erheben. „Das Böse findet in einem solchen Maßstab statt, dass Schweigen einer Mitschuld gleichkommt“, sagte er heute in seiner allabendlichen Videoansprache.

„Wenn Sie die russische Staatsbürgerschaft haben und schweigen, bedeutet das, dass Sie nicht kämpfen, was bedeutet, dass Sie das unterstützen“, sagte Selenskyj. Im Unterschied zu früheren Appellen an die Bevölkerung des kriegführenden Nachbarlandes sprach der Präsident sie aber nicht auf Russisch, sondern auf Ukrainisch an.

Kritik an Kritik wird bestraft

Auch in der Ukraine und im Rest der Welt sollte jeder „alles in seiner Macht Stehende tun, damit Russland und diejenigen, die den Krieg unterstützen, einen immer höheren Preis für den russischen Staatsterror bezahlen“.

Russland hat die Ukraine am 24. Februar angegriffen und führt den Krieg immer weiter. Aussichten auf eine Verhandlungslösung gibt es derzeit nicht. Nach verschiedenen Umfragen unterstützt angeblich eine Mehrheit der Russinnen und Russen den Kurs von Präsident Wladimir Putin. Dabei ist unsicher, wie aussagekräftig das ist. Offene Kritik an dem Krieg wird vom russischen Machtapparat streng bestraft.

Der erste Getreidefrachter im Auftrag der Vereinten Nationen ist heute aus dem südukrainischen Hafen Piwdennyj mit Weizen für Afrika ausgelaufen. Das teilte der Gouverneur des Gebietes Odessa, Maxym Martschenko, auf Telegram mit. Das Welternährungsprogramm der UNO (WFP) habe den Frachter „Brave Commander“ gechartert. Die Ladung von 23.000 Tonnen Weizen ist nach UNO-Angaben für Äthiopien bestimmt.

Die UNO und die Türkei hatten Ende Juli Vereinbarungen vermittelt, dass die Ukraine trotz des russischen Angriffskrieges wieder Getreide über ihre Schwarzmeer-Häfen ausführen darf. Seit Anfang August haben mehr als ein Dutzend Frachter ukrainisches Getreide abtransportiert.

Allerdings waren die ersten Transporte kommerziell. Die UNO befürchtet Lebensmittelknappheit und Hunger in armen Teilen der Welt, wenn die Ukraine als ein wichtiger Getreidelieferant ausfällt. Die Schiffe und ihre Fracht werden jeweils bei der Durchfahrt durch die türkische Meerenge Bosporus kontrolliert.

Den sofortigen Abzug russischer Truppen aus dem besetzten Atomkraftwerk Saporischschja in der Ukraine haben 42 Staaten und die EU in einer Erklärung in Wien gefordert. „Die Stationierung von russischen Militärs und Waffen in der Atomanlage ist inakzeptabel“, hieß es in der Erklärung. Russland verletze die Sicherheitsprinzipien, auf die sich alle Mitgliedsländer der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) verpflichtet hätten.

Die Kontrolle über das AKW müsse den befugten ukrainischen Behörden übergeben werden. Dann könnten Experten der IAEA ihre Aufsichtspflicht über die Arbeit der Ukrainer wahrnehmen. Russland müsse vollständig aus der Ukraine abziehen und den „durch nichts provozierten oder gerechtfertigten Angriffskrieg“ gegen das Nachbarland beenden.

Die Forderung wurde im Namen der EU und aller ihrer Mitgliedsländer erhoben. Zudem unterzeichneten die USA, Großbritannien, Norwegen, Australien, Japan, Neuseeland und andere Länder. Sie erklärten ihre volle Unterstützung für die IAEA und deren Direktor Rafael Grossi bei dem Bemühen, die Sicherheit der ukrainischen Atomanlagen trotz des russischen Angriffes zu gewährleisten. Das Dokument wurde am Sonntag über die Vertretung der EU bei den UNO-Organisationen in Wien (EEAS) veröffentlicht.

Auch Polen erwägt, die Regeln für die Visavergabe für russische Staatsbürger einzuschränken. „Polen arbeitet an der Entwicklung eines Konzepts, das es ermöglicht, keine Visa für Russen zu erteilen“, sagte Vizeaußenminister Piotr Wawrzyk am Sonntag der Nachrichtenagentur PAP. Die Entscheidung darüber werde in den kommenden Wochen fallen.

Der Vizeaußenminister sagte weiter, sein Land sei dafür, dass die EU wegen des Ukraine-Krieges weitere Sanktionen gegen Russland verhänge. Dazu zähle auch die Aussetzung des Vertrags über die erleichterte Visavergabe für russische Staatsbürger.

Polen spreche derzeit mit anderen Mitgliedsländern und habe festgestellt, dass außer Litauen, Lettland und Estland auch die Slowakei und Tschechien seine Auffassung teilen würden. „Dem widersetzen sich aber die großen Mitgliedsstaaten, darunter Deutschland, Frankreich und die Niederlande“, so Wawryzk.

Diskussion über EU-Stopp für Touristenvisa

Die baltischen Staaten sowie Tschechien hatten bereits unmittelbar nach dem Einmarsch der russischen Armee in die Ukraine die Ausstellung von Touristenvisa an russische Staatsbürgerinnen und Staatsbürger eingestellt. Russen, die ihr Visum durch ein anderes EU-Land erhalten haben, können aber weiterhin die Länder einreisen.

Tschechien, das derzeit die EU-Ratspräsidentschaft innehat, will den EU-Mitgliedsstaaten einen Reisebann für alle Russinnen und Russen vorschlagen. Das Vorhaben wird auch von Estland, Lettland und Finnland unterstützt. Deutschland und auch die EU-Kommission in Brüssel lehnen einen grundsätzlichen Stopp von Touristenvisa für Russinnen und Russen allerdings ab.

Ausland

Syrische Staatsmedien haben heute von einem Luftangriff Israels auf Ziele in Syrien berichtet. Die syrische Luftabwehr habe feindliche Ziele über der Küstenprovinz Tartus bekämpft, hieß es in den Berichten. Dort seien Explosionen zu hören gewesen.

Die Luftverteidigungskräfte stünden „feindlichen Zielen“ über Tartus und den Qalamun-Bergen nahe der Grenze zum Libanon gegenüber, hieß es weiter.

Der Angriff sei von israelischen Flugzeugen von libanesischem Gebiet aus ausgeführt worden. Vonseiten der israelischen Armee gab es keine Stellungnahme.

Israels Luftwaffe bombardiert regelmäßig Ziele im benachbarten Bürgerkriegsland Syrien. Israel will verhindern, dass sein Erzfeind Iran und mit ihm verbündete Milizen ihren militärischen Einfluss in Syrien ausweiten. Der Iran ist neben Russland im Bürgerkrieg der wichtigste Verbündete der syrischen Regierung.

Gut zehn Tage nach dem Besuch von US-Spitzenpolitikerin Nancy Pelosi ist heute eine Delegation des US-Kongresses zu einem unangekündigten Besuch in Taiwan eingetroffen. Die Delegation werde mit hochrangigen taiwanischen Politikern und Politikerinnen zusammentreffen, um über die bilateralen Beziehungen, regionale Sicherheit, Handel und Investitionen, Klimawandel und andere wichtige Themen zu sprechen.

Die fünfköpfige Delegation werde von Ed Markey angeführt und im Rahmen „eines längeren Besuchs in der indopazifischen Region“ in Taiwan bleiben, hieß es weiter.

Laut taiwanischem Außenministerium sind Treffen mit Präsident Tsai Ing-wen und Außenminister Joseph Wu geplant. In einer Erklärung des Ministeriums hieß es, da China „die Spannungen in der Region weiter verschärft“, habe der US-Kongress erneut eine hochrangige Delegation zu einem Besuch nach Taiwan entsandt, „um eine Freundschaft zu zeigen, die sich nicht vor Chinas Drohungen und Einschüchterungen fürchtet“.

Als Reaktion auf den Taiwan-Besuch Pelosis, der Sprecherin des US-Repräsentantenhauses, hatte China die größten Militärmanöver seiner Geschichte in den Gewässern rund um Taiwan abgehalten.

Deutschland und Polen wollen das Fischsterben in der Oder nach den Versäumnissen der vergangenen Tage gemeinsam aufklären, rätseln aber weiter über die Ursache. Bei Laboruntersuchungen von verendeten Fischen aus dem Fluss sind nach Angaben von Polens Regierung bislang keine toxischen Substanzen entdeckt worden.

Die Fische seien auf Quecksilber und andere Schwermetalle untersucht worden, sagte Polens Umweltministerin Anna Moskwa heute in Stettin bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit der deutschen Umweltministerin Steffi Lemke.

Schadensminimierung als Ziel

In den kommenden Stunden würden die Proben der Fische auf weitere 300 schädliche Stoffe untersucht, darunter auch auf Pestizide. Zudem sollen Fischleichen seziert und das Verhalten der Fische kurz vor ihrem Verenden untersucht werden. Festgestellt worden sei bisher ein ein erhöhter Sauerstoffgehalt in dem Fluss.

Lemke sagte, man habe lösungsorientiert diskutiert und „gute und gemeinsame Schritte“ vereinbart. Dazu zählen insbesondere Verbesserungen bei den Informationsketten. Hier habe es in den vergangenen Tagen Versäumnisse gegeben.

Ziel sei nun die Schadensminimierung, die Information und der Schutz der Bevölkerung sowie die Identifizierung des Verursachers. „Es ist klar, dass wir uns einer wirklich schlimmen Umweltkatastrophe gegenübersehen“, sagte die Ministerin. Die mittel- und langfristigen Auswirkungen seien noch nicht absehbar.

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Israels ehemaliger Armeechef Gadi Eisenkot will mit Blick auf die anstehende Parlamentswahl der neuen Partei von Verteidigungsminister Benny Gantz beitreten. Er werde sich der neuen Mitte-rechts-Partei Hamahane Hamamlachti (Nationale Einheitspartei) von Gantz und Justizminister Gideon Saar anschließen, erklärte Eisenkot heute.

Medienberichten zufolge hatten mehrere politische Lager Eisenkot, der der israelischen Armee von 2015 bis 2019 vorstand, umworben, darunter auch die liberale Partei Jesch Atid von Regierungschef Jair Lapid.

Fünfte Wahl binnen vier Jahren

Die Wahl ist für den 1. November angesetzt. Es ist die fünfte Parlamentswahl binnen vier Jahren. Sie war notwendig geworden, nachdem das Parlament Ende Juni aufgelöst worden war. Zuvor war die aus acht Parteien gebildete Regierungskoalition zerbrochen.

Für Streit hatte unter anderem ein Gesetz gesorgt, das Siedlern und Siedlerinnen im besetzten Westjordanland die gleichen Rechte wie Bürgerinnen und Bürgern im Rest des israelischen Territoriums einräumt.

Der rechte Hardliner Naftali Bennett und der Liberale Lapid hatten sich im Juni 2021 auf die historische Koalitionsregierung geeinigt, deren Mitglieder aus allen politischen Lagern stammen. Die Partner hatte vor allem der Wunsch geeint, Langzeitministerpräsident Benjamin Netanjahu abzulösen, der zuvor zwölf Jahre lang an der Macht war.

Nach der Präsidentschaftswahl in Kenia zeichnet sich ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen der beiden Favoriten ab. Vizepräsident William Ruto liegt laut Teilergebnissen mit 51,25 Prozent knapp vor dem einstigen Oppositionsführer Raila Odinga, der auf 48,09 Prozent kommt, wie die unabhängige Wahlkommission in Nairobi nach Auszählung von knapp 50 Prozent der Stimmen heute mitteilte. Am Vortag hatte noch Odinga knapp vorne gelegen.

Fünf Tage nach der Wahl eines Nachfolgers von Staatspräsident Uhuru Kenyatta, der nach zwei Amtszeiten nicht noch einmal antreten durfte, wartet das Land immer noch auf das Ergebnis des Urnengangs. Schon vor der Wahl war klar, dass es auf ein Duell zwischen Odinga und Ruto hinauslaufen würde.

Die Stimmung in dem ostafrikanischen Land ist angespannt. Seit 2002 ist jede Wahl umstritten gewesen. Besonders 2007/2008 war es nach der Wahl zu Gewalt gekommen, bei der mehr als 1.100 Menschen getötet und Hunderttausende vertrieben wurden. In der Nacht wurden Polizisten in das schwer bewachte Auszählungszentrum in Nairobi entsandt, nachdem Parteivertreter die Auszählung gestört und sich gegenseitig mit Manipulationsvorwürfen überzogen hatten.

Sierra Leone gilt gemeinhin als Land der Bodenschätze. Viele Unternehmen reißen sich um den westafrikanischen Staat – nicht immer zum Wohl des Umweltschutzes und der lokalen Bevölkerung. Wegen der Verpachtung von Bau- und Ackerflächen wurden zum Teil blutige Konflikte ausgetragen. In naher Zukunft wird sich das ändern.

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Inland

Die ÖVP-nahe Schülerunion hat einen neuen Bundesobmann. Der 21-jährige Wiener Manuel Kräuter wurde beim 50. ordentlichen Bundestag der Organisation mit 98,26 Prozent zum neuen Bundesobmann gewählt, teilte die Schülerorganisation heute in einer Aussendung mit. An seiner Seite steht die Vorarlbergerin Laura Bayer, die zur Bundesgeschäftsführerin bestellt wurde.

Die Schülerunion ist nach eigenen Angaben mit über 30.000 Mitgliedern die größte Schülerorganisation Österreichs. Sie hat auch heuer wieder die Mehrheit in der Bundesschülervertretung (BSV) inne und stellt mit Susanna Öllinger im Schuljahr 2022/23 die Bundesschulsprecherin.

COV Inland

Die Entwicklung der CoV-Infektionen ist derzeit nicht prognostizierbar. Dafür sind die Testzahlen zu niedrig. Um für den weiteren Verlauf der Pandemie vorbereitet zu sein, muss die Politik sich jetzt auf eine Teststrategie festlegen, fordert Simulationsforscher Niki Popper.

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Die 7-Tage-Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in den abgelaufenen sieben Tagen je 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner, liegt laut Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) bei 445,6 (Stand: heute, 14.00 Uhr). Der Wert ist damit den dritten Tag in Folge leicht höher als am Tag zuvor.

Das Berichtsschema der AGES zeigt die Zahlen vom Vortag – wie die Meldung der Ministerien. Wesentlicher Unterschied zu den Ministeriumsmeldungen: Laborbestätigte Fälle, Tote etc. werden nicht zum Meldezeitpunkt dargestellt, sondern zum Diagnose- bzw. Sterbedatum. In der Darstellung in ORF.at wird auch täglich transparent gemacht, welchen Tagen die neu gemeldeten Fälle zugeordnet werden.

Ministerien melden 4.731 registrierte Neuinfektionen

Das Gesundheits- und das Innenministerium haben 4.731 neu registrierte Coronavirus-Fälle innerhalb der letzten 24 Stunden (Stand: heute, 9.30 Uhr) gemeldet. Diese Zahlen meldeten die Bundesländer an den nationalen Krisenstab. Aufgrund verminderter Testmöglichkeiten und -bereitschaft vermuten Expertinnen und Experten eine höhere Dunkelziffer.

19.274 Menschen verstarben bisher im Zusammenhang mit dem Coronavirus. 1.249 infizierte Personen werden derzeit in einem Spital behandelt, davon 74 auf Intensivstationen. Eine Unterscheidung in Haupt- und Nebendiagnose ist bundesweit nicht möglich.

Karten, Grafiken und Informationen zu aktuellen Fällen und zum Epidemieverlauf in ORF.at/corona/daten

Erklärung zur Zählweise und weiteren Fragen in ORF.at/corona

Wirtschaft

Betrugsversuche im Internet schädigen nicht nur Privatpersonen immer öfter, sondern bereiten auch großen Unternehmen wie dem Spar-Konzern mit Sitz in Salzburg zunehmend Sorgen. Hier spielen vor allem soziale Netzwerke mit gefälschten Gewinnspielen eine Rolle.

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Sport

Das Premier-League-Spiel zwischen Chelsea und Tottenham Hotspur war packend – doch so richtig spektakulär wurde es erst nach dem Abpfiff, als die Trainer Thomas Tuchel und Antonio Conte aneinandergerieten. Der abschließende Händedruck wurde zum Kräftemessen und artete beinahe in einer Schlägerei aus. Beide sahen daraufhin die Rote Karte.

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Aufsteiger Austria Lustenau ist in der vierten Runde der Admiral Bundesliga ins Spitzenfeld vorgerückt. Die Vorarlberger schoben sich heute mit einem 4:1 (2:1)-Erfolg über TSV Egger Glas Hartberg in die Top Vier vor. Dabei erwischten die Gäste die Lustenauer im Reichshofstadion eiskalt, doch die Austria drehte die Partie noch vor der Pause und schließlich in einen Kantersieg um.

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Felix Auböck hat heute über 200 m Kraul bei der Schwimmeuropameisterschaft in Rom auf der Langbahn das Finale erreicht. Der WM-Fünfte qualifizierte sich in 1:46,60 Minuten als Sechster für den Endlauf am Montag (18.06 Uhr, live in ORF Sport +). Der Tiroler Simon Bucher verpasste als Fünfter über 100 m Delfin die Medaillenränge nur knapp.

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Umwelt & Klima

Die Wasserknappheit wird auf den 500 Alpen in Vorarlberg zunehmend zum Problem. Das Gras bekommt keine Feuchtigkeit, damit wird das Futter für die Tiere immer schlechter. Die Folge: Die Kühe geben weniger Milch. Trotzdem spricht der Obmann des Alpwirtschaftsvereins, Josef Türtscher, insgesamt von einem guten Alpsommer.

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Chronik

Die Hochwasserkatastrophe vor 20 Jahren hat enorme Schäden im Kamptal und entlang der Donau angerichtet, aber auch eine Welle der Hilfsbereitschaft ausgelöst. Tausende Freiwillige kamen mit Schaufeln und Gummistiefeln, um beim Aufräumen zu helfen.

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Eine 75-Jährige, die gestern in der Wildschönau (Tirol) zum Schwammerlsuchen aufgebrochen war, konnte heute nur noch tot gefunden werden. Nach der Frau wurde mit zahlreichen Einsatzkräften und Hundestaffeln intensiv gesucht.

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Nach der aktuellen Ziehung bei Lotto „6 aus 45“ gibt es keinen Sechser. Das bedeutet Doppeljackpot: Im Topf liegen 1.148.653,45 Euro.

Folgende Lotto-Gewinnzahlen wurden ermittelt:

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Alle Angaben ohne Gewähr

Bei einer schweren Explosion in einem Einkaufszentrum in der Südkaukasus-Republik Armenien sind nach offiziellen Angaben mindestens drei Menschen getötet und 60 weitere verletzt worden. Die Detonation ereignete sich heute etwas außerhalb des Zentrums der Hauptstadt Eriwan.

Einsatzkräfte vor dem durch eine Explosion zerstörten Einkaufszentrum in Eriwan
APA/AFP/Karen Minasyan

Mindestens 25 Menschen wurden abends noch vermisst, wie der armenische Zivilschutz mitteilte. Nach ersten Angaben flog ein Lager mit Feuerwerkskörpern in die Luft. Dadurch sei auch eine Gasleitung explodiert.

Die Detonation sei massiv gewesen. Viele Menschen rannten von der Unglücksstelle weg um ihr Leben. Die Behörden gingen von einem unvorsichtigen Umgang mit Feuer als Ursache aus.

Mehrere Gebäude auf dem Großhandelsgelände stürzten ein oder wurden beschädigt. Unter den Trümmern könnten sich nach Angaben von Rettungskräften noch Menschen befinden, hieß es. Das Feuer war auch nach Stunden noch nicht gelöscht. Über der Stadt breitete sich eine Rauchwolke aus. Auf Autos legten sich Staub und Schutt. Mehr als 60 Menschen wurden nach Angaben des Gesundheitsministeriums verletzt. Etwa ein Dutzend von ihnen waren Kinder.

Das Ende der dritten Hitzewelle dieses Sommers und einsetzender Regen haben den Feuerwehrleuten in Frankreich heute mancherorts eine Atempause im Einsatz gegen die Waldbrände verschafft. Wachsamkeit blieb aber geboten: Im südfranzösischen Departement Aveyron flammte gestern ein Brand erneut auf, außerdem zog eine Gewitterfront über das Land.

Feuerwehrkonvoi in einem Waldstück in Südfrankreich
APA/AFP/Thibaud Moritz

Im Südwesten Frankreichs war das Wetter mit einem bewölkten Himmel, Niederschlägen und Temperaturen um 25 Grad zuletzt günstig für den Kampf gegen den großen Waldbrand südlich von Bordeaux. Ein Behördenvertreter sagte, das Feuer bei Landiras sei „eingegrenzt“. Seit Dienstag verwüstete der Waldbrand 7.400 Hektar.

Es sei ein trockenes Gewitter angesagt worden, stattdessen habe es „reichlich Regen“ gegeben, sagte Marc Vermeulen, Direktor der Feuerwehr des Departements Gironde. Er rief jedoch zu „äußerster Vorsicht“ auf und betonte, dass „ein eingegrenztes Feuer nicht gleichbedeutend mit einem gelöschten Feuer“ sei. Es sei strengstens verboten, den Wald zu betreten.

Anders sah es im südfranzösischen Departement Aveyron aus, wo nach dem erneuten Aufflammen eines Waldbrandes wieder tausend Menschen ihre Häuser verlassen mussten. Wie die örtlichen Behörden mitteilten, schien der Brand in der Nähe des Dorfes Mostuejouls auf dem Weg zum Erlöschen, bevor er „heftig“ wieder aufflammte. Demnach verbrannten seither zusätzliche 500 Hektar Land.

Bei einer Explosion in der ecuadorianischen Hafenstadt Guayaquil sind mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen. Weitere 16 Personen wurden verletzt, wie der Risiko- und Katastrophenschutz des südamerikanischen Landes auf Twitter heute mitteilte. Zudem wurden demnach acht Häuser und zwei Fahrzeuge zerstört. Ersten Berichten zufolge waren laut der ecuadorianischen Zeitung „El Universo“ zunächst Schüsse und dann eine Explosion zu hören.

Der ecuadorianische Innenminister Patricio Carrillo machte Mitglieder krimineller Organisationen des Drogenhandels verantwortlich. „Die Söldner des organisierten Verbrechens, die seit Langem die Wirtschaft narkotisiert haben, greifen nun mit Sprengstoff an“, schrieb Carrillo auf Twitter. „Das ist eine Kriegserklärung an den Staat.“

In einem Tweet der Generalstaatsanwaltschaft hieß es, man würde Beweismittel zur Klärung der Ursache der Explosion sammeln.

Ausnahmezustand ausgerufen

Präsident Guillermo Lasso hatte wegen der zunehmenden Gewalt unter anderem für die Provinz Guayas, deren Hauptstadt Guayaquil ist, im April den Ausnahmezustand ausgerufen. Dort hatte es in den Tagen zuvor Berichten zufolge Explosionen außerhalb des Gefängnisses und Bombendrohungen in Justizgebäuden gegeben.

In einem Gefängnis in der Nähe der Hafenstadt Guayaquil waren bei blutigen Bandenkämpfen im September 118 Menschen ums Leben gekommen. Die Gefängnisse in Ecuador sind wie auch andernorts in Lateinamerika überfüllt.

Viele Strafanstalten werden von Gangs kontrolliert. Zahlreiche inhaftierte Bosse steuern die Geschäfte ihrer kriminellen Organisationen aus dem Gefängnis heraus. „Der Feind ist der Drogenhandel“, sagte der Gouverneur von Guayas, Pablo Arosemena.

Religion

Die Diözese Graz-Seckau hat im Vorjahr zum zweiten Mal in ihrer Geschichte ein leichtes Minus geschrieben – so die Bilanz, die jetzt vorliegt. Man will reagieren und setzt den Sparstift an. Von einer Erhöhung des Kirchenbeitrags bis zum Kirchenverkauf wird dabei nichts ausgeschlossen.

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Kultur

Gestern ist das picture on festival in Bildein (Burgenland) zu Ende gegangen. 3.000 Menschen haben zwei Tage lang gefeiert, Musik gehört und das Ambiente genossen. Nach zwei Jahren pandemiebedingter Pause konnte das 20-jährige Jubiläum heuer nachgefeiert werden.

Mehr dazu in burgenland.ORF.at

Große Klassik, einfache Zugänge – dieses Motto schreibt sich das Festival Grafenegg auf die Fahnen. Es ist gestern vor ausverkauften Rängen mit einem konzertanten „Fidelio“ in Bestbesetzung in die Saison gestartet. Mehr Klang als in der Oper bot vor allem das Schweizer Gstaad Festival Orchestra. Auch die Wiesenplätze waren bis aufs Letzte belegt. Und man durfte sich denken: Endlich stören bei diesem Befreiungswerk keine ambitionierten Regieeinfälle.

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Zum Finale des 75. Internationalen Filmfestivals Locarno hat gestern der Spielfilm „Regra 34“ („Regel 34“) der brasilianischen Regisseurin Julia Murat den Goldenen Leoparden gewonnen. Der Titel der brasilianisch-französischen Koproduktion bezieht sich auf die sogenannte Regel 34, nach der im Internet zu allem, was dort existiert, pornografisches Material zu finden sei.

Im Zentrum des Spielfilms steht eine Jusstudentin. Sie lebt im Internet, und nicht nur dort, verschiedene, teils bizarre sexuelle Fantasien aus. Giona A. Nazzaro, künstlerischer Leiter des Locarno Film Festival, sprach von einem „gewagten und politischen Werk, das ein wichtiges Zeichen setzen wird“. Außerdem betonte er die Bedeutung der Auszeichnung für die brasilianische Filmkunst.

Gleich drei Preise für „Tengo suenos electricos“

Mit der Vergabe des Hauptpreises und mit einigen anderen Entscheidungen haben die Jurys überrascht. Die zweitwichtigste Auszeichnung, der Spezialpreis im Concorso internazionale, ging an die Komödie „Gigi la legge“ („Gigi, das Gesetz“) vom italienischen Regisseur Alessandro Comodin. Darin wird in einer dialoglastigen Szenenflut der ländliche Alltag des Verkehrspolizisten Gigi beobachtet. Vor allem diese Entscheidung sorgte für Erstaunen.

Der Leopard für die beste Regie ging an die aus Costa Rica stammende Regisseurin Valentina Maurel für „Tengo suenos electricos“. Sie beobachtet mit großer Sensibilität das schwierige Erwachsenwerden der sechzehnjährigen Eva. Ihr Film hat auch gleich die Leoparden für die beste Darstellerin (Daniela Marin Navarro) und den besten Darsteller (Reinaldo Amien Gutierrez) abgeräumt.

Umweltpreis für Nikolaus Geyrhalter

Für seinen Film „Matter out of Place“, in dem er bildgewaltig schildert, wie unser Planet langsam mit den Müllbergen des Menschen verwächst, erhielt der Österreicher Nikolaus Geyrhalter zwar nicht den Goldenen Leoparden, dafür aber den Umweltfilmpreis Pardo Verde WWF. Auch eine zweite österreichische Produktion, Ruth Maders Glaubensdrama „Serviam“ um Druck und Gewalt in einer Klosterschule, war im Wettbewerb vertreten.

In der Kategorie Concorso Cineasti del presente gewann die slowakische Regisseurin Tereza Nvotova für ihren Film „Svetlonoc“ („Nightsiren“) einen Goldenen Leoparden. Darin erzählt sie die Geschichte einer jungen Frau, die in ihr Heimatdorf in den Bergen zurückkehrt. Dort sucht sie nach Antworten auf Fragen, die auf ihre schwierige Kindheit zurückgehen.

Der Spezialpreis in derselben Kategorie ging an Christina Tynkevych für „Yak Tam Katia?“ („How Is Katia?“), jener für die beste Nachwuchsregie an Juraj Lerotic für „Sigurno Mjesto“ („Safe Place“). Letzterer gewann außerdem den Preis für den besten Debütfilm. Alle Preise wurden am Abend im Rahmen einer Festivalabschlusszeremonie auf der Piazza Grande überreicht.