Ausland

Rund fünf Wochen nach der Parlamentswahl in Israel hat der designierte Ministerpräsident Benjamin Netanjahu eine Verlängerung seines Mandats zur Bildung einer Regierung beantragt. Ein Sprecher seiner Likud-Partei teilte heute Abend mit, Netanjahu habe Israels Präsidenten Jitzhak Herzog in einem Antrag um weitere zwei Wochen gebeten. Sein Mandat würde sonst am Sonntag auslaufen.

Als Grund wurden noch offene Fragen in den Koalitionsverhandlungen angegeben. Neben Netanjahus rechtskonservativer Likud-Partei sollen künftig das rechtsextreme Religiös-Zionistische Bündnis sowie zwei strengreligiöse Parteien an der Regierung beteiligt sein.

Das Lager hatte bei der Wahl am 1. November 64 von 120 Sitzen in der Knesset geholt. Im Grundsatz hat sich Netanjahu bereits jeweils mit seinen Partnern geeinigt. Ein gemeinsamer Koalitionsvertrag steht jedoch noch aus.

Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP) reist morgen und Samstag nach Deutschland, um mit ihrer deutschen Amtskollegin Christine Lambrecht in Berchtesgaden ein Luftsicherheitsabkommen zu unterzeichnen. Tanner wird außerdem an einem trilateralen Treffen mit den Verteidigungsministerinnen von Deutschland und der Schweiz in Bad Reichenhall teilnehmen.

Das deutsch-österreichische „Nacheile“-Abkommen regelt die Zusammenarbeit beider Staaten im Luftraum bei Bedrohungen durch zivile Luftfahrzeuge sowie „Renegade“-Fälle und erleichtert den Informationsaustausch, teilte das deutsche Verteidigungsministerium mit.

Auch ermögliche die Vereinbarung die grenzüberschreitende Begleitung und Identifizierung verdächtiger ziviler Luftfahrzeuge im Rahmen der militärischen Luftraumüberwachung. Lufthoheitliche Maßnahmen mit Eingriffscharakter wie etwa Abdrängen oder ein Warnschuss im Luftraum des anderen Staates seien ausdrücklich ausgeschlossen.

Die Justiz in Peru hat den wegen eines mutmaßlichen Putschversuchs vom Parlament abgesetzten Präsidenten Pedro Castillo in Untersuchungshaft genommen – zunächst befristet bis Dienstag. Das teilte der Oberste Gerichtshof nach einer Anhörung heute via Twitter mit. Laut Justiz wird gegen Castillo wegen des Verdachts auf eine Rebellion und Verschwörung ermittelt.

Der Ex-Staatschef äußerte sich bei der Anhörung nur mit schlichten Ja- oder Nein-Antworten. Sein Anwalt, der frühere Justizminister und Kabinettschef Anibal Torres, argumentierte, Castillo sei willkürlich aus dem Präsidentenamt gedrängt worden.

Finnland, Schweden und die USA haben an die Türkei appelliert, dem geplanten NATO-Beitritt der beiden nordischen Staaten bald zuzustimmen. „Ich bin zuversichtlich, dass die NATO Finnland und Schweden bald offiziell als Mitglieder aufnehmen wird“, sagte Außenminister Antony Blinken heute auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem finnischen und seinem schwedischen Kollegen, Pekka Haavisto und Tobias Billström, in Washington. Haavisto drückte seine Hoffnung auf einen NATO-Beitritt bis Februar aus.

Finnland und Schweden hätten ihre Versprechen gegenüber der Türkei erfüllt, sagten die drei Chefdiplomaten. Bei ihrem gemeinsamen Auftritt vermieden sie indes direkte Kritik an der Türkei, die sich bisher als einziges NATO-Mitglied einem Beitritt Finnlands und Schwedens entgegenstellt.

Bei der gestrigen Großrazzia in der deutschen „Reichsbürger“-Szene ist auch in Tirol ein Mann festgenommen worden. Laut „Presse“ soll es sich um einen Münchner Starkoch handeln, der in einem Nobelhotel in Kitzbühel tätig war. Er soll Schwiegervater in spe eines österreichischen Sportstars sein, wie „Presse“ und „Kronen Zeitung“ meldeten.

Die deutschen Behörden gehen laut „Presse“ davon aus, dass sich der Koch mehrmals mit mutmaßlichen Mitgliedern der terroristischen Vereinigung getroffen haben soll. Er soll Küchenutensilien, Lebensmittel und ein Notstromaggregat für einen Mitstreiter angeschafft und seine Kreditkarte zum Kauf eines Wohnmobils für die Gruppe eingesetzt haben.

Großrazzia nur Anfang

Die Aktion gegen die Vereinigung dürfte indes weitere Polizeieinsätze nach sich ziehen. Die Sicherheitsbehörden rechnen mit weiteren Beschuldigten und Durchsuchungen. 23 der 25 Festgenommenen seien inzwischen in Untersuchungshaft, sagte eine Sprecherin der Bundesanwaltschaft im deutschen Karlsruhe.

Die Behörde hatte 25 Menschen festnehmen lassen. 22 von ihnen wirft sie vor, Mitglied einer terroristischen Vereinigung zu sein, die das politische System in Deutschland stürzen wollte. Drei weitere Festgenommene gelten den Angaben zufolge als Unterstützer.

Der US-Kongress hat mit überparteilicher Mehrheit ein Gesetz zum Schutz gleichgeschlechtlicher Ehen verabschiedet. Das Repräsentantenhaus stimmte heute mit 258 Stimmen für den Entwurf, der die gleichgeschlechtliche Ehe per Bundesgesetz schützen soll.

169 Abgeordnete stimmten dagegen – alle Gegenstimmen kamen von den Republikanern. Zuvor hatte der Senat zugestimmt. Nun muss US-Präsident Joe Biden den Text noch unterzeichnen.

Für Biden und seine Demokraten ist das Gesetz ein großer Erfolg. Es schützt auch die Ehe zwischen Menschen verschiedener Ethnien – also zum Beispiel zwischen Schwarzen und Weißen.

Abtreibungsurteil schürte Sorgen

Gleichgeschlechtliche Ehen wurden in den USA durch eine Entscheidung des Obersten Gerichts 2015 legalisiert. Es erklärte ein Gesetz aus dem Jahr 1996 für verfassungswidrig, in dem die Ehe als ein Bund zwischen einem Mann und einer Frau festgeschrieben wurde.´

Allerdings kamen in diesem Jahr Sorgen auf, als die rechte Mehrheit im Obersten Gericht das aus den 70er Jahren stammende Urteil des Supreme Courts zum Recht auf Abtreibungen rückgängig machte. Einer der Richter, der erzkonservative Jurist Clarence Thomas, stellte die Entscheidung zu gleichgeschlechtlichen Ehen in eine Reihe von Urteilen, die das Gericht noch einmal auf den Prüfstand stellen müsse.

Das nun verabschiedete Gesetz hat aus Sicht von Bürgerrechtsorganisationen allerdings einen Haken: Es zwingt keinen US-Bundesstaat, gleichgeschlechtlichen Paaren die Eheschließung zu erlauben. Aber es verpflichtet die Bundesstaaten zur Anerkennung aller Ehen, die andernorts legal geschlossen wurden. Außerdem schützt es bereits bestehende gleichgeschlechtliche Ehen.

Inland

In Kindberg in der Steiermark regt sich nach wie vor Widerstand gegen das geplante Flüchtlingsquartier im ehemaligen Landespflegeheim. Schon im Jänner sollen dort aber die ersten Geflüchteten einziehen – der Umbau hat begonnen.

Mehr dazu in steiermark.ORF.at

In Wien öffnet nun das fünfte Frauenhaus. Es bietet mehr als 50 zusätzliche Plätze für gewaltbetroffene Frauen und ihre Kinder. Andrea Brem von den Wiener Frauenhäusern beobachtet, dass die Gewalt gegen Frauen „ein Stück weit fieser geworden ist“, statt körperlicher Gewalt habe Psychoterror zugenommen.

Mehr dazu in wien.ORF.at

Seit 2008 warten Organisationen, die Menschen mit Behinderungen in Österreich vertreten, auf die Umsetzung der entsprechenden UNO-Rechtskonvention. Vor allem im Bildungsbereich werden Mängel konstatiert, auch eine Klage ist eingereicht worden.

Mehr dazu in wien.ORF.at

Einen „großen Wurf“ bei den Wirtschaftshilfen des Bundes für Unternehmen fordern die Wirtschaftslandesräte aus Niederösterreich, Oberösterreich und der Steiermark.

Jochen Danninger (ÖVP), Markus Achleitner (ÖVP) und Barbara Eibinger-Miedl (ÖVP) hätten bereits im September aufgrund der Energiekrise auf „rasche Wirtschaftshilfen des Bundes“ gedrängt. Bis dato sei im Zuge der Energiekrise noch kein einziger Euro an Wirtschaftshilfen bei den Betrieben in Österreich angekommen, heißt es in einer gemeinsamen Aussendung.

„Die Bundesregierung hat unsere Betriebe nun lange genug vertröstet. Wir müssen jetzt handeln. Unsere Wirtschaft erwartet sich zu Recht eine Lösung, die dem Vergleich mit den massiven Wirtschaftshilfen Deutschlands standhält. Es braucht also noch vor Weihnachten einen ‚großen Wurf‘ in Form eines Energieschutzschirms für Wirtschaft und Arbeit“, so die Landesräte der drei Bundesländer.

Verweis auf Deutschland

Das große Problem sei der enorme Unterschied bei den Wirtschaftshilfen zwischen Österreich und Deutschland. Der Energiekostenzuschuss falle in Österreich deutlich niedriger aus und käme nur ausgewählten Unternehmen zugute, so die Kritik der Landesräte. Außerdem bräuchten die Unternehmen Planungssicherheit, zumindest bis Ende 2023.

„Gerade kleinere Betriebe wie Greißler, Bäcker oder Fleischhauer, die schon vor der Energiekrise mit sehr überschaubaren Margen gewirtschaftet haben, stehen jetzt mit dem Rücken zur Wand, weil sie wegen der Energiekostensteigerungen täglich Verluste schreiben, wenn sie nur ihre Kühlanlage weiter betreiben. Diese Unternehmerinnen und Unternehmer spielen mit dem Gedanken, ihren Betrieb stillzulegen, weil ihnen die Perspektive fehlt“, so die Landesräte.

Rechtsextreme haben sich heute in der Einfahrt der Erstaufnahmestelle Traiskirchen (Bezirk Baden) festgeklebt. Verantwortlich für die Aktion war erneut die Gruppe „Letzte Generation für Remigration“. Laut Polizei gab es eine Anzeige.

Mehr dazu in noe.ORF.at

Ukraine-Krieg

Rund 300.000 Ukrainerinnen und Ukrainer haben einem Medienbericht zufolge seit Kriegsbeginn einen russischen Pass erhalten. Allein im Oktober, nach der vom Kreml vollzogenen Annexion vier ukrainischer Regionen, seien 70.000 bis 80.000 Menschen eingebürgert worden, teilte das kremlkritische Internetportal Mediasona unter Verweis auf Statistiken des Innenministeriums mit.

Die meisten Antragsstellerinnen und Antragssteller haben ihre neuen russischen Pässe in der südrussischen Region Rostow-am-Don und auf der seit 2014 von Moskau annektierten Halbinsel Krim erhalten.

Grund für die Beantragung der Pässe ist laut Mediasona die ansonsten völlig rechtlose Lage der Menschen in den von Russland annektierten Gebieten. „Oft erhalten sie keine medizinische Hilfe oder soziale Unterstützung ohne (russischen) Pass. Eine Familie mit Kleinkind wurde beispielsweise auf die Krim gebracht, das Kind wurde krank. Um Hilfe für das Kind zu bekommen, brauchten sie einen russischen Pass“, zitierte Mediasona eine Helferin.

EU

Die Europäische Kommission will mit Reformen gegen Mehrwertsteuerbetrug unter anderem bei digitalen Dienstleistungen vorgehen. „Die Mehrwertsteuer ist eine der wichtigsten Einkommensquellen für unsere Mitgliedsstaaten“, sagte Wirtschaftskommissar Paolo Gentiloni heute bei der Präsentation der Gesetzesvorhaben. Im Jahr 2020 seien den Ländern jedoch 93 Mrd. Euro an Mehrwertsteuer entgangen – unter anderem wegen Betrugs.

Das soll die Reform ändern. Die EU-Kommission schlägt unter anderem ein elektronisches Meldesystem für die Mehrwertsteuer vor. Unternehmen müssten dem Vorschlag zufolge jede grenzübergreifende Handelstransaktion in Echtzeit über elektronische Rechnungen melden. Staaten könnten dieses System auch freiwillig für das Inland einführen.

Laut Gentiloni könnten die Staaten durch das Echtzeitmeldesystem sofort bei verdächtigen Transaktionen einschreiten. Zurzeit würden die Informationen nicht schnell genug bereitgestellt. Insgesamt schätzt die Kommission, dass die Länder im nächsten Jahrzehnt so elf Mrd. Euro pro Jahr zusätzlich einsammeln können.

Onlineplattformen sollen in Pflicht genommen werden

Zudem soll die Mehrwertsteuer bei Onlineplattformen zum Mieten von Wohnungen – wie Airbnb und Booking – effizienter eingesammelt werden. Nach dem Vorschlag der Kommission müssen solche Plattformen künftig die Mehrwertsteuer einsammeln, wenn die Dienstanbieterinnen und -anbieter – etwa die Vermieter einer Ferienwohnung – das nicht tun.

Die Reform sieht auch vor, dass Unternehmen, die in verschiedenen EU-Staaten handeln, sich für die gesamte EU nur in einem Land für Mehrwertsteuerzwecke registrieren müssen. Das soll besonders kleinen und mittleren Unternehmen zugutekommen, die sonst hohe Verwaltungskosten zahlen müssen.

Die EU-Kommission schlug auch Meldepflichten für Transaktionen mit Kryptowährungen vor, sodass Staaten Steuern einsammeln können, wenn beim Handel oder bei Investitionen mit Kryptowährungen Gewinne entstehen – wie bei anderen Finanzanlagen auch. Die Vorhaben werden nun dem EU-Parlament und den EU-Staaten vorgelegt.

Umwelt & Klima

Eine Gruppe aus Konzernen und Organisationen macht Druck auf die EU, ab 2035 nur noch emissionsfreie neue Lkws zu erlauben. Das sei aus technischer und wirtschaftlicher Sicht machbar und sorge für Investitionssicherheit für die Industrie, heißt es in dem heute von „The Climate Group“ veröffentlichten Schreiben. Unterzeichnet ist es unter anderem von Henkel und Siemens, aber auch von Logistikern wie Maersk und Nippon Express und internationalen Konzernen wie Pepsi und Unilever.

In dem Schreiben heißt es, der Schritt sei notwendig, um die mit fossilen Kraftstoffen betriebene Fahrzeugflotte rechtzeitig für das Ziel der Klimaneutralität im Jahr 2050 komplett zu ersetzen. Schließlich blieben die meisten Lkws im Schnitt 18 Jahre auf europäischen Straßen. Eine um fünf Jahre längere Frist solle für spezielle Fahrzeuge, beispielsweise für Minen oder Holzarbeiten gelten, da es dort mehr Zeit für Entwicklung und Verbreitung brauche.

Die Technologien stünden bereits zur Verfügung, heißt es in dem Schreiben. Mehrere europäische Lkw-Hersteller hätten bereits angekündigt, dass bis 2030 die Hälfte ihrer in Europa verkauften Trucks emissionsfrei sein soll. Um diese Ziele zu erreichen, seien ambitionierte CO2-Ziele nötig, damit das Angebot an emissionsfreien Lkws bereits in der zweiten Hälfte des laufenden Jahrzehnts ansteige.

Wirtschaft

Der Bergbau- und Rohstoffkonzern Glencore hat seine Pläne für eine riesige Kohlemine im australischen Bundesstaat Queensland aufgegeben. Der Abbau in der Valeria-Tagbaumine hätte 2024 beginnen sollen, es wäre eine der größten Minen des Landes geworden.

Glencore plant, das Projekt aus dem laufenden Genehmigungsverfahren herauszunehmen, erklärte das Unternehmen. Glencore begründete den Schritt in der Mitteilung mit globalen Unsicherheiten.

Zudem stehe die Entscheidung im Einklang mit der Strategie, die vom Rohstoffkonzern verursachten Treibhausgasemissionen zu senken. Glencore will die Emissionen bis 2035 um die Hälfte reduzieren, bis 2050 hat sich das Unternehmen ein Nettonullziel gesetzt.

Der Konzern hatte vor wenigen Tagen an einem Investorentag erklärt, bis zum Jahr 2035 zwölf Kohleminen stillzulegen. Glencore betreibt 26 Kohleminen, die meisten davon in Australien.

Zweieinhalb Jahre nach der spektakulären Pleite des Finanzkonzerns Wirecard hat der Mammutstrafprozess gegen dessen ehemaligen Chef, den Österreicher Markus Braun, begonnen. In einem der größten Finanzskandale der deutschen Geschichte müssen sich Braun und zwei weitere frühere Manager des einstigen DAX-Konzerns seit heute vor dem Landgericht München I verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen Bilanzfälschung, Marktmanipulation, Untreue und gewerbsmäßigen Bandenbetrug vor.

Lesen Sie mehr …

Coronavirus

Die 7-Tage-Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in den abgelaufenen sieben Tagen je 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner, liegt laut Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) bei 371,4 (Stand: heute, 14.00 Uhr).

Laut AGES wurden 5.282 neu registrierte Coronavirus-Fälle innerhalb der letzten 24 Stunden gemeldet. 21.257 Menschen verstarben bisher im Zusammenhang mit dem Coronavirus.

1040 infizierte Personen werden derzeit in einem Spital behandelt, 57 davon auf Intensivstationen. Eine Unterscheidung in Haupt- und Nebendiagnose ist mit dieser Datenquelle bundesweit nicht möglich.

Karten, Grafiken und Informationen zu aktuellen Fällen und zum Epidemieverlauf in ORF.at/corona/daten

Erklärung zur Zählweise und weiteren Fragen in ORF.at/corona

Sport

Auch eine mehr als viereinhalbstündige Sitzung des Präsidiums des Österreichischen Fußballbundes (ÖFB) heute zu den Vorwürfen gegen den Präsidenten Gerhard Milletich hat kein Ende der Causa gebracht. Allerdings soll nun das Ethikkomitee der Bundesliga prüfen, ob Milletich seine Position als Verbandschef für den Gewinn von Anzeigenkunden für sein Verlagshaus nutzte oder nicht.

Lesen Sie mehr …

Dominic Thiem hat seinen Startplatz bei den Australian Open im Jänner 2023 sicher. Als aktuelle Nummer 105 der Welt stünde der Niederösterreicher nicht im Hauptfeld. Sollte er nicht über sein Ranking in die Nennliste nachrücken, erhält der Finalist von 2020 aber eine Wildcard für das erste Grand-Slam-Turnier des Jahres. Das bestätigte Thiem heute nach seiner Niederlage im Einladungsturnier von Riad in TV-Interviews.

Lesen Sie mehr …

Nach Portugals 6:1-Schützenfest im Achtelfinale der WM 2022 in Katar über die Schweiz war Dreifachtorschütze Goncalo Ramos das Gesprächsthema Nummer eins. Genauso wichtig wie der junge Goalgetter war aber mit Pepe, dank seiner Zweikampfführung und Kopfballstärke, auch der älteste Spieler im Trikot des Europameisters von 2016. Auch im Viertelfinale morgen (16.00 Uhr) gegen Marokko soll die Routine des fast 40-Jährigen der Mannschaft den nötigen Halt geben.

Lesen Sie mehr …

IT

Die US-Handelsaufsicht und Verbraucherschutzbehörde FTC hat eine kartellrechtliche Klage gegen die Übernahme des Videospielanbieters Activision Blizzard durch den Softwareriesen Microsoft eingereicht. Der rund 69 Milliarden Dollar (65,4 Mrd. Euro) teure Zukauf würde Microsoft zu viel Marktmacht verschaffen und dem Wettbewerb im Geschäft rund um Spielekonsolen wie der Xbox schaden, teilte die FTC heute in Washington mit.

Die Unternehmen stehen weiter zu dem Milliardendeal. „Wir begrüßen die Gelegenheit, unseren Fall vor Gericht zu präsentieren“, erklärte Microsoft-Manager Brad Smith in einem Statement gegenüber US-Medien. Sein Konzern habe weiterhin „volles Vertrauen“ in die Übernahme. Microsoft habe sich vom ersten Tag an mit Wettbewerbsbedenken auseinandergesetzt und der FTC Zugeständnisse angeboten.

Chronik

Bei einem Wohnungsbrand in Judendorf im Bezirk Graz Umgebung ist heute ein 47-Jähriger schwer verletzt worden. Drei seiner Nachbarn mussten außerdem wegen der Rauchgase ärztlich behandelt werden.

Mehr dazu in steiermark.ORF.at

Ein Paragleiter ist heute in der Nähe der Hohen Wand in Niederösterreich abgestürzt. Die Bergrettung konnte den Mann schnell orten und versorgen. Der Sportler erlitt Verletzungen am Bein.

Mehr dazu in noe.ORF.at

Eine 45-jährige Frau soll mehrere Wochen lang in einer Wohnung eingesperrt und misshandelt worden sein. Ein 57-jähriger Mann wurde festgenommen, er bestreitet die Vorwürfe.

Mehr dazu in wien.ORF.at

Science

Lichttherapie hilft bei Schlafstörungen und Depressionen. Laut neueren Forschungen könnte sie auch gegen Schmerzen helfen – besonders grünes Licht soll eine schmerzstillende Wirkung haben. Eine Studie an Ratten zeigt nun, wie der Effekt über die Augen ausgelöst wird.

Mehr dazu in science.ORF.at

Kultur

Die Sängerin Celine Dion (54, „My Heart Will Go On“) verschiebt aus gesundheitlichen Gründen erneut Konzerte ihrer „Courage World Tour“, darunter auch jenes in Wien. Neue Termine sind nun im Frühjahr 2024 angesetzt. Mit einer emotionalen Botschaft wandte sich Dion in einem Instagram-Video an ihre Fans.

Bei ihr sei eine seltene neurologische Erkrankung, das Stiff-Person-Syndrom, festgestellt worden, sagte die Sängerin. Sie leide an Muskelkrämpfen und habe dadurch manchmal Probleme beim Gehen und beim Singen. Die Krämpfe würden „jeden Aspekt“ ihres täglichen Lebens beeinträchtigen.

Es sei sehr schwierig für sie, darüber zu sprechen und sich dieser Herausforderung zu stellen. Aber sie arbeite täglich mit ihren Therapeuten daran, wieder zu Kräften zu kommen, sagte die Grammy-Preisträgerin und dreifache Mutter. „Ich gebe immer 100 Prozent bei meinen Shows, aber genau das ist mir zur Zeit nicht möglich.“ Sie wolle aber nicht aufgeben und sie hoffe, bald wieder singen zu können.

Die „Haydnregion Niederösterreich“ geht 2023 unter dem Motto „Mythos Haydn“ in die sechste Spielzeit. An 15 Standorten rund um das Haydn-Geburtshaus in Rohrau werden in Summe 26 Veranstaltungen präsentiert.

Mehr dazu in noe.ORF.at

Panorama

Der letzte Überlebende der in Großbritannien legendären „Dambuster“-Veteranen aus dem Zweiten Weltkrieg ist tot. Wie britische Medien heute unter Berufung auf Familienangehörige berichteten, starb George Leonard „Johnny“ Johnson gestern im Alter von 101 Jahren in Bristol.

Er war der letzte Teilnehmer einer spektakulären „Dammbrecher“-Operation der Royal Air Force, bei der mehrere Talsperren in Deutschland bombardiert wurden.

George Leonard Johnson auf einem Foto vom 7. November 2017
IMAGO/I-Images/Pool

Die Angriffe fanden in der Nacht von 17. auf 18. Mai 1943 statt und galten als äußerst riskant und technisch schwierig. Erfolg hatten die „Dambusters“ vor allem an den Talsperren von Eder im deutschen Bundesland Hessen und Möhne in Nordrhein-Westfalen, die nach Treffern brachen.

Viele Tote – militärischer Nutzen umstritten

In den Flutwellen starben Schätzungen zufolge insgesamt etwa 1.300 Menschen, darunter etwa 700 Zwangsarbeiterinnen aus Osteuropa. Auch 53 Besatzungsmitglieder britischer Flugzeuge überlebten den Einsatz nicht.

Obwohl der militärische Nutzen der Aktion umstritten war, erlangte die „Operation Chastice“ (Operation Züchtigung) in Großbritannien legendären Ruhm. Ein Film mit dem Titel „The Dam Busters“ von 1955 verewigte den Heldenstatus der „Dammbrecher“ und zelebrierte besonders den Erfindergeist und die Tapferkeit, die hinter der minuziös geplanten Operation steckten.

Johnson, der seine Erinnerungen an die Operation in einem Buch festgehalten hatte, wurde 2017 von Queen Elizabeth II. mit einem Ritterorden ausgezeichnet.

Leute

Prinz Harry und Herzogin Meghan sollen für die Netflix-Dokumentation über ihre Beziehung und den Bruch mit den Royals das Königshaus nicht um Stellungnahme gebeten haben. Das meldete die britische Nachrichtenagentur PA unter Berufung auf royale Kreise heute wenige Stunden nach der Veröffentlichung der ersten Folgen der mehrteiligen Dokuserie.

In der Dokumentation erzählt das Paar ausführlich die eigene Geschichte und teilt dabei insbesondere scharf gegen die britische Boulevardpresse aus. Weder der Buckingham-Palast noch der Kensington-Palast – der Sitz von Prinz William und seiner Frau Kate – oder einzelne Mitglieder der Royal Family seien angefragt worden, hieß es.

Schrödingers Anfrage

Das steht im Widerspruch zu einem schriftlichen Hinweis gleich zu Beginn der Dokumentation, der suggeriert, dass im Laufe der Entstehung der Serie solche Anfragen gestellt worden seien. „Mitglieder der Königlichen Familie wollten die Inhalte dieser Serie nicht kommentieren“, heißt es in weißen Buchstaben vor schwarzem Hintergrund.

Die Dokureihe gilt als neuerlicher Affront gegen das Königshaus und wurde von der britischen Boulevardpresse bereits vor Ausstrahlung scharf verurteilt.

Lifestyle

In der Adventzeit ist Krippenhochsaison. Krippenbauvereine erfreuen sich steigender Beliebtheit: 13 Krippenbauvereine gibt es in ganz Salzburg, mit rund 870 Mitgliedern – Tendenz steigend. Eine Hochburg dabei ist der Pinzgau.

Mehr dazu in salzburg.ORF.at