COV Inland

Wien ändert ab Montag die CoV-Regeln in den Kindergärten. Ab kommender Woche dürfen doppelt geimpfte und genesene Kinder weiter in den Kindergarten gehen, auch wenn die Gruppe wegen Coronavirus-Fällen geschlossen werden muss.

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Die Wiener Polizei hat die für morgen geplante Autokorso-Demonstration mit mehreren hundert Fahrzeugen im Wiener Prater untersagt. Als Grund wurde unter anderem die Belastung durch Lärm und Emissionen in einem Naherholungsgebiet angegeben.

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Die CoV-Ampel bleibt auch in der ersten Semesterferienwoche rot. Die Risikolage sei für ganz Österreich und alle Bundesländer mit sehr hohem Risiko einzustufen, teilte die CoV-Kommission heute nach einem Umlaufbeschluss mit. Eine echte Sitzung gab es diese Woche nicht. Doch es gibt Signale in Richtung Trendumkehr. Jene Bundesländer, in denen sich Omikron zunächst besonders verbreitet hat, zeigen einen rückläufigen 14-Tage-Trend der Infektionszahlen.

Auch in der Mehrheit der Salzburger und Tiroler Bezirke gehen die Fälle zurück. Das dritte Land mit erfreulichem Trend ist Wien. Wie dem – der APA vorliegenden – Arbeitsdokument der CoV-Kommission zu entnehmen ist, ist bei der Risikozahl, die für die Farbgebung der Ampel verantwortlich ist und auch Faktoren wie Impfstatus und Alter der Infizierten einbezieht, auch in Vorarlberg ein niedrigerer Wert als in der Vorwoche gemessen worden. Überall sonst geht es noch nach oben, stark jedoch nur in Kärnten.

In Wien wird weiterhin am meisten getestet

Die nunmehr beste Risikozahl hat die Bundeshauptstadt, die mit knapp 1.144 aber auch noch sehr weit von der 100 entfernt ist, unter der man wenigstens in die orange Zone des hohen Risikos gelangt. Alle anderen Länder sind noch tiefer im roten Sektor der sehr hohen Infektionsgefahr. Den schlechtesten Wert weist mit 4.793 trotz günstiger Entwicklung noch immer Tirol auf.

Diese Zahlen sind umso bemerkenswerter, als in Wien weiter mit Abstand am meisten getestet wird, weswegen auch die meisten asymptomatischen Infektionen entdeckt werden. 35 Prozent aller in Wien nachgewiesenen CoV-Fälle gehören in diese Kategorie. Der Bundesschnitt liegt bei 26 Prozent, was vor allem an Tirol liegt, wo nur ein Prozent der Infektionen in die Kategorie asymptomatisch eingestuft wurde.

Dass das Contact-Tracing mittlerweile fast überall drastisch reduziert oder überhaupt aufgegeben wurde, deutet die Zahl der abgeklärten Fälle an. Acht Prozent sind mit großem Abstand der niedrigste Wert des Jahres. Einzig Wien hat mit 20 Prozent noch ein passables Ergebnis.

Die 7-Tage-Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in den abgelaufenen sieben Tagen je 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner, liegt laut Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) bei 2.586 (Stand: gestern, 14.00 Uhr).

Am höchsten ist die Zahl in Vorarlberg (3.186,3) und Kärnten (3.145,6). Am niedrigsten ist der Wert in Niederösterreich (2.188,7) und dem Burgenland (2.247,2).

Das Berichtsschema der AGES zeigt die Zahlen vom Vortag – wie die Meldung der Ministerien. Wesentlicher Unterschied zu den Ministeriumsmeldungen: Laborbestätigte Fälle, Tote etc. werden nicht zum Meldezeitpunkt dargestellt, sondern zum Diagnose- bzw. Sterbedatum. In der Darstellung in ORF.at wird auch täglich transparent gemacht, welchen Tagen die neu gemeldeten Fälle zugeordnet werden.

Ministerien melden 35.250 Neuinfektionen

Das Gesundheits- und das Innenministerium meldeten 35.250 neu registrierte Coronavirus-Fälle innerhalb der letzten 24 Stunden (Stand: heute, 9.30 Uhr). Diese Zahlen nannten die Bundesländer dem nationalen Krisenstab.

14.315 Menschen verstarben bisher an den Folgen des Coronavirus. Derzeit befinden sich 2.064 Personen aufgrund des Coronavirus in Spitalsbehandlung, davon 191 auf Intensivstationen.

Karten, Grafiken und Informationen zu aktuellen Fällen und zum Epidemieverlauf in ORF.at/corona/daten

Erklärung zur Zählweise und weiteren Fragen in ORF.at/corona

Ausland

Die baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen haben in der Ukraine-Krise und den Spannungen mit Russland zu Geschlossenheit aufgerufen. Bei einem Treffen mit dem deutschen Kanzler Olaf Scholz heute in Berlin forderten die Spitzen der drei EU- und NATO-Länder zudem eine Stärkung der NATO-Ostflanke und eine stärkere Rolle Deutschlands bei der Lösung des Konflikts. Scholz warnte Russland davor, die Einigkeit von EU und NATO zu unterschätzen.

„Es ist von entscheidender Bedeutung, dass wir die östliche Flanke der NATO stärken“, sagte der litauische Staatspräsident Gitanas Nauseda. „Unser Bündnis muss in der Lage sein, rasch zu reagieren und entschlossen zu reagieren in der Region.“ Estlands Ministerpräsidentin Kaja Kallas rief die EU und NATO zu „Geschlossenheit, Entschlossenheit und strategischer Geduld“ auf. Jedes Zeichen der Uneinigkeit und mangelnder Entschlossenheit könnte ein falsches Signal an Russland senden, sagte sie.

London warnt vor Plänen Russlands

Russland plant nach Angaben des britischen Verteidigungsministers Ben Wallace in Kürze eine „nukleare strategische Übung“. Details nannte er nicht, ergänzte aber im Radiosender BBC unter Berufung auf Geheimdiensterkenntnisse, dass Russland neben Cyberangriffen und anderen destabilisierenden Aktivitäten auch Täuschungsmanöver plane, um einen Vorwand für eine Invasion der Ukraine zu schaffen.

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Die Chefin der Londoner Polizei hat nach einer Serie von Skandalen ihren Rücktritt erklärt. Cressida Dick sagte heute, sie habe „keine andere Wahl als zurückzutreten“, nachdem Bürgermeister Sadiq Khan ihr das Vertrauen entzogen habe. Sie bleibe bis zur Berufung eines Nachfolgers im Amt. Die 61-Jährige war 2017 als erste Frau an die Spitze der London Metropolitan Police berufen worden.

Die Londoner Polizei war zuletzt von einer Serie von Skandalen wegen Rassismus, Sexismus, Frauenfeindlichkeit und der Ermordung einer jungen Frau durch einen Polizisten erschüttert worden.

Auch Ermittlungen zu Lockdown-Partys in der Kritik

Kritisiert wurde die Londoner Polizei auch wegen erst spät eingeleiteter Ermittlungen zu den Lockdown-Partys im Regierungsviertel.

Eine unabhängige Untersuchungsbehörde hatte Anfang Februar in einem Bericht auf vielfältige Weise „schockierendes“ Verhalten von britischen Polizeibeamten angeprangert. Polizisten einer bestimmten Dienststelle tauschten im Zeitraum von 2016 und 2018 über WhatsApp und Facebook rassistische, sexistische, homophobe und gewaltverherrlichende Nachrichten aus.

Die betroffene Dienststelle wurden inzwischen aufgelöst. Bürgermeister Khan zeigte sich von dem Verhalten der Polizisten „komplett angewidert“.

Der Polizist, der im März eine junge Frau unter einem Vorwand festgenommen, sie anschließend vergewaltigt und getötet hatte, wurde inzwischen aus dem Polizeidienst entlassen und zu lebenslanger Haft verurteilt. Der Fall löste eine hitzige Debatte über die Sicherheit von Frauen und die internen Sicherheitsvorgaben der Polizei aus.

Die Meldungen über den Umgang des früheren US-Präsidenten Donald Trump mit Dokumenten im Weißen Haus werden immer skurriler. Laut einem neuen Buch soll der Republikaner in seiner Amtszeit immer wieder eine Toilette im Wohnbereich des Weißen Hauses mit zerknülltem Papier verstopft haben.

Dem Buch zufolge entdeckten Angestellte regelmäßig Knäuel von bedrucktem Papier in der Toilette – und gingen davon aus, dass der Präsident das Papier hinuntergespült hatte.

Enthüllungsbuch im Entstehen

Die Angaben stammen aus dem Buch „Confidence Man“ der „New York Times“-Journalistin Maggie Haberman, das im Oktober erscheinen soll und über das die Nachrichtenwebsite Axios jetzt berichtete.

Haberman gilt als eine der besten Kennerinnen von Trump und seinem Umfeld. Während Trumps Amtszeit von 2017 bis 2021 gelangen ihr immer wieder aufsehenerregende Exklusivgeschichten.

Trump war bekannt dafür, immer wieder offizielle Dokumente zu zerreißen, obwohl diese laut einem Gesetz aufbewahrt werden müssen. Mitarbeiter des Weißen Hauses mussten die Akten deswegen wieder zusammenkleben. Das US-Nationalarchiv, das für die Aufbewahrung von Unterlagen früherer Präsidenten zuständig ist, erklärte vergangene Woche, nach Trumps Auszug aus dem Weißen Haus im Jänner 2021 zerrissene und wieder zusammengeklebte, aber auch nicht reparierte Dokumente erhalten zu haben.

Briefe aus Nordkorea im privaten Luxusanwesen

Diese Woche sorgte dann die Enthüllung für Aufsehen, dass Trump in großem Umfang Unterlagen vom Weißen Haus in sein Luxusanwesen Mar-a-Lago im Bundesstaat Florida mitgenommen hatte. Unter den Unterlagen befanden sich auch Briefe des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong Un. Das Nationalarchiv musste 15 Kartons voller Dokumente in Mar-a-Lago abholen – und hat laut einem Medienbericht das Justizministerium gebeten, sich mit dem Fall zu befassen.

Trump selbst äußerte sich heute in einer Erklärung zu den Dokumenten – und auch zu dem Bericht über die verstopfte Toilette. „Dass ich Papiere und Dokumente eine Toilette des Weißen Hauses hinuntergespült habe, ist kategorisch unwahr.“ Es handle sich um die Erfindung einer Reporterin, die Werbung für ihr „weitgehend erfundenes Buch“ machen wolle.

Zweieinhalb Wochen nach dem Militärputsch in Burkina Faso ist Junta-Chef Paul-Henri Sandaogo Damiba zum neuen Staatschef ernannt worden. Der Verfassungsrat habe beschlossen, dass Oberstleutnant Damiba Präsident werde, hieß es heute aus Justizkreisen.

Der Rat selber teilte mit, dass Damiba kommende Woche in der Hauptstadt Ouagadougou vereidigt werden solle.

Das Militär hatte Ende Jänner den Präsidenten Roch Marc Christian Kabore abgesetzt. Er steht seitdem unter Hausarrest. Junta-Chef Damiba kündigte dann am vergangenen Samstag die Einsetzung einer Kommission an, die eine neue Verfassung ausarbeiten und einen Zeitplan für den Übergang zu einer Zivilregierung in dem westafrikanischen Land aufstellen soll.

Die Junta steht unter starkem ausländischen Druck. Die Afrikanische Union (AU) und die ECOWAS haben wegen des Putsches die Mitgliedschaft von Burkina Faso ausgesetzt.

Das Parlament der bosnisch-serbischen Republika Srpska (RS) hat die Schaffung eigener Justizorgane eingeleitet. Mit den Stimmen der Regierungsparteien beschlossen die Abgeordneten heute ein Gesetz, das die Gründung eines eigenen Obersten Justiz- und Staatsanwaltschaftsrates vorsieht.

Damit sollen die Justizorgane der Republika Srpska aus den entsprechenden Institutionen des bosnischen Staates herausgelöst werden.

Der Schritt gehört zur Politik des bestimmenden Politikers in der Republika Srpska, Milorad Dodik, die darauf abzielt, den serbischen Landesteil von Bosnien-Herzegowina abzutrennen. Dodik strebt auch danach, Armee, Polizei, Geheimdienst und Steuerverwaltung aus den gesamtstaatlichen Institutionen abzuspalten.

Die Politik steht im Widerspruch zum Friedensvertrag von Dayton, der den mehr als dreijährigen Krieg in Bosnien beendete. Der Vertrag stellte den Staat Bosnien-Herzegowina wieder her. Die beiden Landesteile, die kroatisch-bosnische Föderation und die RS, genießen gewisse Autonomierechte.

Der Hohe Repräsentant der Internationalen Gemeinschaft in Bosnien, der Deutsche Christian Schmidt, hatte bereits im Vorfeld der Parlamentsentscheidung festgestellt, dass die Schaffung eines eigenen Justiz- und Staatsanwaltschaftsrates gegen geltendes Recht verstößt. In Sarajevo wird es für wahrscheinlich gehalten, dass Schmidt – in Absprache mit den Botschaftern der für die Friedensordnung in Bosnien mitverantwortlichen Staaten – das vom RS-Parlament beschlossene Gesetz aufheben wird.

Der frühere britische Premierminister John Major hat seinem Parteikollegen Boris Johnson nach dem Skandal um Lockdown-Partys den Rücktritt nahegelegt. „Der Premierminister und andere Amtsträger haben in (Downing Street) Nummer 10 Lockdown-Regeln gebrochen“, sagte der konservative Politiker heute bei einer Veranstaltung in London.

Zwar verwies Major auf die laufende Polizeiermittlung zu den mutmaßlichen Regelbrüchen, antwortete jedoch auf die Frage, ob ein Regierungschef, der das Gesetz gebrochen habe, zurücktreten müsse: „Das ist schon immer der Fall gewesen.“

Johnson äußert sich zu Vorwurf

Der innenpolitische Skandal habe weitreichende Konsequenzen, auch über das Land hinaus, sagte Major, der das Vereinigte Königreich von 1990 bis 1997 regiert hat. Johnson, der indes im Ausland zu Gesprächen über die Ukraine-Krise unterwegs war, wies diese Behauptung zurück. Der Vorwurf sei „nachweislich falsch“, sagte er in Warschau.

Johnson droht wegen der „Partygate“-Affäre ein Misstrauensvotum. Entziehen ihm mindestens 54 seiner Fraktionskollegen das Vertrauen, muss er sich einer Abstimmung stellen.

Ein Untersuchungsbericht hatte den Verantwortlichen in der Downing Street erhebliche Verfehlungen bei der Einhaltung von Regeln und Führungsversagen vorgeworfen. Die Polizei hat im Rahmen ihrer Ermittlungen Befragungsbögen an 50 mutmaßliche Beteiligte verschickt, darunter wohl auch an Johnson.

Inland

SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner ist „sehr befremdet“ über die herabwürdigende Wortwahl der niederösterreichischen Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) – die in einem SMS im Jahr 2016 geschrieben hatte „Rote bleiben Gsindl“. Sie hätte sich von Mikl-Leitner eine „bisschen ehrlichere, tief gehendere und umfassendere Entschuldigung gewünscht“, sagte Rendi-Wagner heute in der ZIB2.

Menschen als „Gsindl“ zu bezeichnen habe etwas „extrem herabwürdigendes, arrogantes, von oben herab betrachtendes“. Eine solche Wortwahl dürfe es eigentlich in der Politik nicht geben, sagte Rendi-Wagner. Außerdem versicherte sie, dass es mit ihr keine Sideletters oder sonstige Nebenabsprachen geben würde, sollte sie über eine Koalition verhandeln – anders als, wie jüngst bekannt geworden war, zwischen ÖVP und Grünen.

Mikl-Leitner hatte am Montag, nachdem das „Gsindl“-SMS aus der Zeit der rot-schwarzen Koalition publik geworden war, per Aussendung erklärt: „So sollte man weder miteinander noch übereinander reden. Und ich möchte mich ausdrücklich bei jeder und jedem einzelnen entschuldigen, die oder der sich von dieser Nachricht aus der Vergangenheit angesprochen und beleidigt fühlt.“

Nach der Opposition erhöhen auch die Grünen den Druck auf den Koalitionspartner und Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka (ÖVP) in Sachen Verzicht auf den Vorsitz im ÖVP-Untersuchungsausschuss.

Unumwunden fordern sie ihn dazu zwar nicht auf, Abgeordneter David Stögmüller appellierte in den „Oberösterreichischen Nachrichten“ („OÖN“) jedoch recht eindringlich an Sobotka. Die Diskussion über seinen Vorsitz bekam durch jüngst aufgetauchte Chats über Postenvergaben neue Nahrung.

„Will er Aufklärung ermöglichen oder nicht?“

„Einmal mehr steht er vor der Entscheidung: Will er Aufklärung ermöglichen oder nicht? Es ist von Gesetzes wegen ganz allein seine Entscheidung, da können wir nur an ihn appellieren, zu überdenken, ob es der gesamten Politik guttut, wenn er den Vorsitz weiterführt“, appellierte Stögmüller an Sobotka.

Schon im „Ibiza“-U-Ausschuss „hat seine Vorsitzführung für Streit und Unruhe gesorgt. Die Situation scheint sich nicht zu verbessern. Mir bereitet das Sorge“, sagte das grüne U-Ausschuss-Mitglied.

Auch in einem gemeinsamen Statement seines Klubs hieß es: „Wir als Grüne würden, wie im letzten U-Ausschuss, mit der Situation anders umgehen und den Vorsitz ganz übergeben.“ Sobotka will hingegen den Vorsitz ausüben, ihn aber vorübergehend an die Zweite Präsidentin Doris Bures (SPÖ) übertragen bei Befragungen, die seine Amtszeit als Innenminister betreffen.

Sobotka für FPÖ untragbar

Aus dieser Amtszeit sind diese Woche Chats von Sobotkas damaligem Kabinettschef Michael Kloibmüller öffentlich geworden, in denen von Interventionslisten die Rede ist. Aus Sicht der FPÖ ist er damit als U-Ausschuss-Vorsitzender untragbar. Sobotka ließ hingegen mitteilen, dass es sich bei den Listen um „Bürgeranfragen“ handle, deren viele an Politiker herangetragen würden.

Noch keine Entscheidung gibt es laut den „OÖN“ (Freitag-Ausgabe) bei den Grünen über das Ansuchen zur Auslieferung von VP-Klubobmann August Wöginger. Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft will wegen Amtsmissbrauchs gegen ihn ermitteln.

Er soll, legen Chats nahe, 2017 einem VP-Kandidaten geholfen haben, Leiter des Finanzamts Braunau zu werden, obwohl es eine bessere Kandidatin gegeben hat. Die Grünen hoffen noch, dass Wöginger selbst der Auslieferung zustimmt. Ob man allenfalls mit der Opposition gegen den Koalitionspartner stimmen werde, ist offen – aber nicht ausgeschlossen.

Im Fall jenes Privatvermieters in der Wachau (NÖ), der keine homosexuellen Gäste beherbergen will, beklagt die Gleichbehandlungsanwaltschaft eine Gesetzeslücke. Auch der Gemeinde, Wirtschaftskammer und den Tourismusverantwortlichen sind die Hände gebunden.

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In keiner anderen Berufsgruppe wie im Tourismus- und Gastronomiebereich überlegen so viele Beschäftigte, ihren Beruf oder zumindest ihren Arbeitgeber zu wechseln. Die Gründe sind vielfältig und reichen in die Zeit vor der Pandemie zurück. Das zeigt eine heute veröffentlichte Auswertung des Österreichischen Arbeitsklima-Index der Arbeiterkammer (AK).

Vier von zehn Beschäftigten im Tourismus denken an eine berufliche Veränderung. Aber bereits vor der Pandemie gaben 37 Prozent an, den Job wechseln zu wollen. In einer Pressekonferenz sprach Andreas Stangl, Präsident der AK Oberösterreich, daher von „hausgemachten Problemen“ in der Branche.

Gründe für die anhaltende Unzufriedenheit seien vor allem unregelmäßige Arbeitszeiten, die Häufigkeit von Überstunden, der Führungsstil im Unternehmen und die schwere Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben.

Ruf nach fairen Löhnen und besseren Bedingungen

„Anstatt zu jammern, dass es keine geeigneten Fachkräfte mehr gebe, sollen die Unternehmen die Arbeitsbedingungen verbessern, faire Löhne und Gehälter zahlen und mehr Respekt vor den Leistungen der Beschäftigten zeigen“, forderte Stangl in der Pressekonferenz.

Ebenso in anderen Branchen wie bei den Berufsfahrern, Zustellern und im Handel wächst der Unmut. Das äußerte sich im Arbeitsklima-Index, der 2021 auf den tiefsten Stand des Jahrtausends fiel. Gründe dafür sind laut den Erhebungen der Arbeiterkammer: CoV, Zeitdruck und ständige Arbeitsbelastung.

Auch die CoV-Krise wirkt sich deutlich auf die Arbeitszufriedenheit aus. In vielen Berufen hat sich die Arbeit in der Pandemie verdichtet. Besonders betroffen sind davon Pflegekräfte. Mehr als ein Drittel von ihnen klagt über ständigen Arbeits- und Zeitdruck, mehr als ein Viertel über eine emotional belastende Tätigkeit. Andere seien von dem laschen Umgang mit den CoV-Maßnahmen im Betrieb frustriert und fürchten eine Infektion.

Die Berechnung des Arbeitsklima-Index der oberösterreichischen Arbeiterkammer beruht auf vierteljährlichen Umfragen unter österreichischen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern.

COV Ausland

Die EU-Gesundheitsministerinnen und -minister sehen die Gefahr durch die Pandemie noch nicht gebannt. „Es ist zu früh, um die Pandemie wie eine Endemie anzusehen“, sagte der französische Gesundheitsminister Olivier Veran heute nach einem Treffen mit seinen Kollegen in Grenoble.

Auch EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides sagte, die Pandemie sei noch nicht vorbei. Die Pandemie habe gezeigt, dass es „viele Drehungen und Wendungen“ gebe, sagte Kyriakides.

„Wir blicken mit Optimismus in die Zukunft, aber gleichzeitig bleiben wir realistisch und müssen vorbereitet sein, um Varianten entgegenzutreten“, sagte die EU-Kommissarin. Sie verwies auf die weiterhin hohe Bedeutung von Impfungen. „Seit heute sind 70 Prozent der EU-Bevölkerung vollständig geimpft und mehr als 45 Prozent haben einen Booster erhalten“, sagte Kyriakides. Das seien „ermutigende Zahlen, aber wir müssen weiterhin impfen“.

Bei dem Treffen waren sich die für Gesundheit zuständigen Minister einig darüber, dass sie für die Bekämpfung auch anderer Krankheiten künftig enger zusammenarbeiten wollen.

EU

Die EU-Kommission hat wegen mangelnder Umsetzung der Richtlinie zum Schutz von Whistleblowern ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Österreich eingeleitet. Österreich ist damit aber nicht allein: An insgesamt 24 EU-Staaten habe die Brüsseler Behörde Ende Jänner ein Aufforderungsschreiben verschickt, wie sie am Mittwoch mitteilte.

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Die Europäische Union will über ihre neue Initiative Global Gateway mehr als 150 Milliarden Euro für Investitionen in Afrika mobilisieren. Das kündigte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen heute am Rande von politischen Gesprächen in Senegals Hauptstadt Dakar an.

Das Programm Afrika-Europa ist laut von der Leyen der erste Regionalplan unter der im Dezember gestarteten Initiative, die den internationalen Einfluss der EU steigern soll. Es werde von Europa getragen, aber partnerschaftlich umgesetzt, sagte sie.

Details zu Projekten werden demnächst vorgestellt

Über Global Gateway sollen in den nächsten Jahren bis zu 300 Milliarden Euro in die Infrastruktur von Schwellen- und Entwicklungsländern investieren werden. Das Projekt macht Chinas Vorhaben für eine „Neue Seidenstraße“ Konkurrenz, an dem die Volksrepublik schon seit Jahren in vielen Ländern arbeitet.

Geplant sind beispielsweise Projekte zur Energieerzeugung mit klimaneutralem Wasserstoff in Afrika und eine neue Unterwasserkabelverbindung zum Datentransport zwischen der EU und Lateinamerika. Zudem ist die Unterstützung von Schulen und Bildungssystemen vorgesehen.

Details zu Projekten in Afrika sollen in der kommenden Woche am Rande eines EU-Afrika-Gipfels in Brüssel vorgestellt werden.

Wirtschaft

Als Folge der Trucker-Proteste in Kanada gegen CoV-Maßnahmen mussten erste Autofabriken in Kanada und den USA ihre Produktion wegen fehlender Teile drosseln. Zwei kanadische Ford-Werke in Oakville und Windsor liefen wegen der Blockade der Ambassador-Brücke zwischen der kanadischen Provinz Ontario und der US-Metropole Detroit mit „reduzierter Kapazität“, sagte ein Sprecher von Ford heute.

Auch andere Unternehmen von Blockade betroffen

Das Unternehmen Stellantis sagte unterdessen, der Betrieb sei in allen Werken Nordamerikas normal gelaufen, aber einige Anlagen in den USA und Kanada hätten ihre zweite Schicht wegen fehlender Teile verkürzt. Das hänge mit der Blockade der Brücke zusammen.

Ein Toyota-Sprecher sagte, die Blockade der Grenzbrücke verschärfe die ohnehin wegen schlechten Wetters und der Pandemie bestehenden Lieferprobleme. Werke im US-Bundesstaat Kentucky und in Kanada seien am stärksten von „dieser jüngsten Herausforderung“ betroffen. Toyota erwarte in den kommenden Tagen Produktionsunterbrechungen.

Wichtige Verkehrsader

Die Ambassador Bridge ist eine wichtige Verkehrsader und wird täglich von mehr als 40.000 Berufspendlerinnen und -pendlern sowie Reisenden überquert, Lkws transportieren pro Tag Waren im Wert von 323 Millionen Dollar (rund 280 Millionen Euro) darüber. Auch ein Grenzübergang zwischen der kanadischen Provinz Alberta und den USA wird von Gegnern der CoV-Maßnahmen blockiert, ein dritter Grenzübergang in der Provinz Manitoba wurde wegen einer Demonstration geschlossen.

Sport

34 Jahre nach seinem Vater Hubert hat auch Johannes Strolz heute Gold in der Alpinen Kombination geholt. Damit ist die Familie Strolz die erste im alpinen Skisport, in der Vater und Sohn Olympiagold gewannen – noch dazu in derselben Disziplin. Für den 29-Jährigen geht damit ein Traum in Erfüllung. „Dieselbe Goldene, die mein Vater gemacht hat“, freute sich Strolz, der 2021 aus dem ÖSV-Kader fiel und mit harter Arbeit und selbstgewachselten Skiern erst im Jänner seinen ersten Weltcup-Sieg beim Slalom in Adelboden feierte.

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Österreichs Rodler haben heute beim olympischen Teamstaffelbewerb in Peking die Silbermedaille gewonnen. Madeleine Egle, Wolfgang Kindl und Thomas Steu/Lorenz Koller mussten sich im Eiskanal von Yanqing nur der deutschen Mannschaft mit Natalie Geisenberger, Johannes Ludwig und Tobias Wendl/Tobias Arlt um 0,080 Sekunden geschlagen geben. Bronze ging an Lettland.

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Mit glänzenden Augen blickte Sebastian Vettel auf seinen neuen Dienstwagen. Der viermalige Weltmeister kann den Aufbruch in die Formel-1-Zukunft mit Aston Martin gar nicht abwarten. „Ich finde, unser Auto sieht gut aus. Schön ist aber immer das, was am schnellsten ist“, sagte Vettel heute bei der Vorstellung des AMR22. „Es sieht auf jeden Fall anders aus, es hat was Futuristisches.“

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Chronik

Ein 63-Jähriger musste sich vor dem Landesgericht Korneuburg (Niederösterreich) wegen versuchten Mordes an seiner Ehefrau verantworten. Der Mann hatte sie im vergangenen Jahr mit einem Messer schwer verletzt. Das Urteil von zwölf Jahren Haft ist rechtskräftig.

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Ein Mann ist heute Früh in seinem Garten auf dem Küniglberg in Wien-Hietzing in einen vier Meter tiefen Schacht gefallen. Er dürfte dort nahe seines Hauses in der Konrad-Duden-Gasse Arbeiten durchgeführt und ausgerutscht sein.

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Dank des populären Wortratespiels „Wordle“ ist in den USA eine 80-Jährige befreit worden, die ein Einbrecher rund 20 Stunden lang in seiner Gewalt gehalten hatte.

Die Tochter der in einem Vorort von Chicago lebenden Denyse Holt wurde misstrauisch, als ihre Mutter ihr entgegen ihrer Gewohnheit nicht ihr tägliches „Wordle“-Ergebnis schickte. Die am anderen Ende des Landes an der Westküste lebende Tochter alarmierte schließlich die Polizei, die Holt befreien konnte.

Für die 80-Jährige hatten die dramatischen Stunden in der Nacht auf Sonntag in ihrem Haus in Lincolnwood begonnen, wie US-Medien berichteten. Während sie schlief, drang ein nackter und mit einer Schere bewaffneter Mann in ihr Haus ein, blutig von den Scherben des Fensters, das er eingeschlagen hatte.

Frau in Keller festgehalten

Der 32-Jährige sperrte die Frau in einem Badezimmer im Keller ein. „Ich dachte, dass ich das nicht überlebe“, sagte Holt. Sie versuchte, sich mit Bewegung und Dehnungen abzulenken.

Inzwischen begannen Verwandte, sich Sorgen zu machen. Ihre in Seattle lebende Tochter sah, dass ihre Mutter Textbotschaften nicht las – und wartete vergeblich auf das tägliche „Wordle“-Ergebnis ihrer Mutter. „Ich habe meiner älteren Tochter am Morgen kein ‚Wordle‘ geschickt“, sagte Holt zu CBS. „Das war für sie beunruhigend.“

Die Tochter alarmierte schließlich die Polizei, die am Sonntagabend Holdts Haus überprüfte und dabei den Ernst der Lage erkannte. Der Einbrecher wurde von einem Sondereinsatzkommando überwältigt, Holdt wurde befreit.

Das Onlinespiel „Wordle“ hat in kurzer Zeit Millionen Fans gewonnen. Ende Jänner gab die „New York Times“ bekannt, das von dem Ingenieur Josh Wardle entwickelte Spiel für einen Preis im „niedrigen siebenstelligen Bereich“ gekauft zu haben.

Science

Der Nobelpreisträger und französische Entdecker des Aids-Erregers HIV, Luc Montagnier, ist tot. Der Mediziner starb im Alter von 89 Jahren, wie das Wissenschaftsministerium in Paris heute mitteilte.

Montagnier erhielt den Nobelpreis 2008 zusammen mit seiner Kollegin Francoise Barre-Sinoussi. Beide hatten am Institut Pasteur in Paris das Immunschwächevirus Anfang der 1980er Jahre in Proben von schwer kranken Patienten isoliert.

Montagnier hatte sich lange mit dem US-Virologen Robert Gallo um die HIV-Entdeckung und Patente gestritten. Das Nobelkomitee ging aber davon aus, dass es als klar erwiesen angesehen werden könne, dass die Entdeckung in Frankreich gemacht worden ist. Montagnier hatte das Patent für den ersten HIV-Test ein halbes Jahr vor Gallo beantragt, der es jedoch eher vom US-Patentamt bewilligt bekam.

Zuletzt sehr umstritten

Erst 1994 wurde der Streit beigelegt. In seinen letzten Jahren machte Montagnier mit in der Wissenschaft umstrittenen Thesen von sich reden, die seinen früheren Ruf schwinden ließen. Während der CoV-Krise vermutete er beispielsweise, Forscher hätten das Virus absichtlich geschaffen.

Vor über 30 Jahren sind in den USA die Überreste eines pflanzenfressenden Dinosauriers ausgegraben worden. Neue Untersuchungen zeigen nun, dass er vermutlich an Husten und Fieber gelitten hatte – die ersten Hinweise auf Atemwegsinfektionen bei Dinos überhaupt.

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Kultur

Mit einer feierlichen Gala ist heute Abend die 72. Berlinale eröffnet worden. Schauspielerin Meret Becker begrüßte Filmstars, Jurymitglieder sowie Politikerinnen und Politiker im Berlinale Palast zum ersten großen europäischen Filmfestival des Jahres. Alle Galagäste trugen Maske und mussten in den roten Sesselreihen links und rechts einen Platz freilassen.

Deutschlands Kulturministerin Claudia Roth eröffnete das Berliner Filmfest. Sie sei „dankbar“ und „glücklich, dass diese Berlinale stattfinden kann als das internationale Filmfestival, das sie immer war“, sagte sie.

Die Berlinale setze „ein Zeichen der Ermutigung, ein Zeichen der Hoffnung, ein starkes Signal über Berlin hinaus: Wir lassen uns von Corona nicht unterkriegen“, sagte Roth unter Applaus. „Wir brauchen das Kino, wir brauchen den Film.“

„Wir sind zurück auf der Bühne“

„Wir sind zurück auf der Bühne“, sagte Carlo Chatrian, der die Berlinale zusammen mit Mariette Rissenbeek leitet. Die Berlinale findet in diesem Jahr zwar wieder als Präsenzveranstaltung statt, allerdings gelten für die Vorstellungen 2-G-Plus-Bedingungen sowie eine Maskenpflicht. Es werden maximal 50 Prozent der Plätze belegt. Auch Partys gibt es nicht.

Als Eröffnungsfilm wurde die Weltpremiere von Francois Ozons „Peter von Kant“ präsentiert, der im Wettbewerb um die Bären-Preise läuft. Insgesamt werden bis zum 20. Februar 256 Filme aus 69 Ländern zu sehen sein. Im Wettbewerb konkurrieren 18 Beiträge um den Goldenen und die Silbernen Bären. Dabei sind Produktionen aus 15 Ländern vertreten. 17 Filme werden als Weltpremiere gezeigt, bei sieben führten Frauen Regie.

Nach dem Tod des US-Designers Virgil Abloh sind 200 von ihm entworfene Paar Schuhe in New York für insgesamt mehr als 25 Millionen Dollar (etwa 22 Millionen Euro) versteigert worden.

Die 200 Paare des erstmals veröffentlichten Sneakers „Air Force 1“, die Abloh für die Modemarken Nike und Louis Vuitton entwarf, hätten bei der Auktion am Mittwoch insgesamt 25,3 Millionen Dollar eingebracht – und damit mehr als achtmal so viel wie im Vorfeld geschätzt, teilte das Auktionshaus Sotheby’s mit.

Ein Paar der Louis Vuitton x Nike Air Force 1s Sneakers von Designer Virgil Abloh
AP/Ted Shaffrey

Teuerstes Stück war eines der Schuhpaare mit der Größe 37, das rund 350.000 Dollar einbrachte. Die meisten Gebote bekam ein Schuhpaar mit der Größe 44 – insgesamt 68. Der Erlös soll an eine Stiftung gehen, die die Ausbildung von schwarzen Schülerinnen und Schülern unterstützt. Abloh war im November im Alter von nur 41 Jahren an Krebs gestorben. Zuletzt hatte er unter anderem als Designer und Kreativchef der Männerlinie bei Louis Vuitton gearbeitet.

Panorama

An seinem ersten Arbeitstag hat ein Museumswärter in der russischen Stadt Jekaterinburg ein wertvolles Gemälde mit einem Kugelschreiber beschädigt. Der Mann malte auf das Bild „Drei Figuren“ von Anna Leporskaja (1900–1982) auf zwei Gesichter Augen. Im Original haben die insgesamt drei Köpfe weder Augen noch Nasen und Münder. Das teilte das nach dem früheren Präsidenten Boris Jelzin benannte Zentrum am Ural mit, in dem das Gemälde ausgestellt wurde.

Bei dem inzwischen entlassenen Sicherheitsmann handle es sich um einen 63-Jährigen, der für die Sowjetunion im Afghanistan-Krieg gekämpft habe, berichtete das lokale Nachrichtenportal E1.ru heute. Er soll unter psychischen Problemen leiden.

Die Polizei in der Großstadt östlich von Moskau ermittelt nun auf Druck des Kulturministeriums wegen Vandalismus. Die Beamten hätten sich zunächst wegen des „geringfügigen Schadens“ geweigert, ein Verfahren zu eröffnen, berichteten mehrere russische Medien.

Das Gemälde aus der Sammlung der weltberühmten Moskauer Tretjakow-Galerie kann nach Angaben des Boris-Jelzin-Zentrums gerettet werden. Es befindet sich nun in Moskau. Der Schaden könne wieder behoben worden, er wird den Berichten zufolge auf 250.000 Rubel (umgerechnet 2.900 Euro) geschätzt. Das Bild habe einen Versicherungswert von 880.000 Euro.

Vor elf Jahren spuckte ein Brite in Spanien seine dritten Zähne aus Versehen betrunken in einen Mülleimer – nun hat der Brite sie mit der Post zurückerhalten. Die Zähne seien ihm aus Spanien zugesandt worden, sagte der 63-Jährige heute der Nachrichtenagentur PA.

„Es war ein Sauftag mit den Kumpels“, erzählte der Mann. Als seine Freunde weiterzogen, kippte er rasch sein Getränk runter – und musste sich übergeben. Im nächsten Lokal hätten seine Freunde dann bemerkt, dass die Zähne fehlten. Sie suchten noch danach – aber ohne Erfolg. Der Mann verbrachte den Rest des Urlaubs in Benidorm ohne sein Gebiss. Zurück in England kaufte er sich für damals 600 Pfund Ersatz.

DNA-Datenbank brachte Gebiss auf den richtigen Weg

Doch nun erhielt er plötzlich das Original zurück. Diese Woche sei ein merkwürdiges Päckchen bei ihm in Stalybridge bei Manchester angekommen, sagte der Brite. „Ich dachte, da macht sich jemand einen Spaß.“ Doch in einem beigefügten Brief hieß es, er sei anhand eines Treffers in einer DNA-Datenbank identifiziert worden, für die er sich vor Jahren freiwillig registriert hatte.

Mit Hilfe des britischen Kulturinstituts British Council sei er dann ausfindig gemacht worden – obwohl er seit dem Vorfall dreimal umgezogen sei. Die Zeitung „Manchester Evening Standard“ veröffentlichte das Schreiben.

„Ich bin erstaunt, dass jemand sich die Zeit genommen hat, mich aufzustöbern und sie mir zu schicken“, sagte der 63-Jährige. „Sie sind eindeutig gereinigt worden. Sie sind in perfektem Zustand.“ Die Zähne will er nun in seinem lokalen Clubhaus ausstellen („Es war ein Clubausflug“) – und einen Dank nach Spanien schicken. Dabei antwortet der Mann womöglich auch auf einen anderen Hinweis aus dem Brief: Er möge beim nächsten Mal doch vorsichtiger sein.