Ausland

Silvio Berlusconi hat seine Kandidatur für das Amt des Staatspräsidenten in Italien aufgegeben. Der ehemalige Ministerpräsident ließ auf einem virtuellen Spitzentreffen der Mitte-rechts-Parteien heute Abend mitteilen, dass er sich aus dem Rennen um die höchste politische Position zurückziehe. Der Parteichef der Forza Italia sei bei der Videoschaltung gar nicht selbst dabei gewesen und habe seine Entscheidung verlesen lassen, hieß es.

Berlusconi gegen Wechsel von Draghi

Der 85 Jahre alte Politiker hatte zuletzt intensiv versucht, genug Wahlleute für die am Montag beginnenden Abstimmungen für sich zu gewinnen. Nun fordert der viermalige Regierungschef, der neben seinem politischen Auftreten vor allem durch Skandale und Strafprozesse von sich reden machte, einen gemeinsamen Vorschlag für einen Kandidaten von den rechten Parteien Forza Italia, Lega und Fratelli d’Italia. Lega-Chef Matteo Salvini sagte, nun habe Mitte-Rechts „die Ehre und Verantwortung, seine Vorschläge zu machen“.

Zuletzt galt Ministerpräsident Mario Draghi als Favorit auf die Wahl – Berlusconi aber drängt darauf, dass Draghi auf seiner aktuellen Position bleibe. Auch andere Parteichefs sind gegen einen Wechsel des früheren EZB-Chefs, der vorzeitige Neuwahlen nach sich ziehen könnte.

Mindestens sieben Menschen sind bei einer Explosion in der westafghanischen Provinz Herat ums Leben gekommen. Weitere zehn Menschen seien bei dem Vorfall in der gleichnamigen Stadt verletzt worden, sagte der Leiter eines regionalen Krankenhauses heute der Deutschen Presse-Agentur. Bei den meisten Verletzten handle es sich um Frauen.

Ein Sprecher der Provinzpolizei teilte mit, die Explosion sei durch eine an einem Kleinbus angebrachte Bombe ausgelöst worden. Bisher hat sich keine Gruppierung zu dem Vorfall bekannt.

Friedrich Merz ist neuer Vorsitzender der deutschen CDU. Auf dem – virtuell abgehaltenen – Bundesparteitag wurde der 66-Jährige heute mit 94,6 Prozent der gültigen abgegebenen Stimmen zum neuen Vorsitzenden der größten Oppositionspartei im Deutschen Bundestag gewählt.

Die Wahl Merz’ galt als praktisch sicher, nachdem er im Dezember in der ersten Mitgliederbefragung der Geschichte der CDU zum Parteivorsitz mit 62,1 Prozent zum Nachfolger des als Kanzlerkandidaten gescheiterten Armin Laschet bestimmt worden war. Die Wahl ist eine Konsequenz aus dem mit 24,1 Prozent historisch schlechtesten Unionsergebnis bei einer Bundestagswahl im letzten September.

Zum neuen Generalsekretär der CDU wurde Mario Czaja mit knapp 93 Prozent gewählt. Die Ergebnisse müssen noch per Briefwahl bestätigt werden.

Im Norden Syriens hat es den dritten Tag in Folge heftige Kämpfe zwischen Mitgliedern der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) und kurdischen Sicherheitskräften gegeben. Seit einem IS-Angriff auf das Gefängnis Ghwajran in der nordostsyrischen Stadt Hassakeh am Donnerstag seien fünf Zivilisten, 28 kurdische Sicherheitskräfte und 56 IS-Kämpfer getötet worden, teilte der Direktor der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte, Rami Abdel Rahman, heute mit. Die Angaben der Beobachtungsstelle mit Sitz in Großbritannien sind nicht unabhängig prüfbar.

Der IS hatte den Angriff auf das Gefängnis Ghwajran begonnen, um Häftlinge zu befreien. In der Haftanstalt sitzen nach Angaben der Beobachtungsstelle rund 3.500 mutmaßliche IS-Kämpfer, darunter auch führende Köpfe der Miliz. Rund einem dutzend Gefängnisinsassen gelang demnach die Flucht, Hunderte weitere wurden nach ihrem Ausbruch gefasst. Die Dschihadisten erbeuteten zudem Waffen aus dem Gefängnis.

Kurdische Sicherheitskräfte umstellten das Gefängnis mit Unterstützung aus der Luft durch die US-geführte Anti-IS-Koalition. In Stadtvierteln nördlich der Haftanstalt seien bei „heftigen Gefechten“ mehr als 20 IS-Kämpfer getötet worden, teilte das kurdisch dominierte Militärbündnis Demokratische Kräfte Syriens (SDF) mit.

Drei Wochen nach den gewaltsamen Massenprotesten in Kasachstan sitzen in der früheren Sowjetrepublik nach Behördenangaben Hunderte Menschen wegen Terrorismusvorwürfen im Gefängnis. Gegen 464 Verdächtige werde wegen Terrorismus und Massenaufruhrs ermittelt, sagte ein Vertreter der Staatsanwaltschaft heute.

Insgesamt sitzen nach seinen Worten 970 Menschen im Zusammenhang mit den Protesten in Haft, unter anderem wegen Vorwürfen des Diebstahls, Waffenbesitzes und der Störung der öffentlichen Ordnung.

73 Verdächtige hätten Verletzungen erlitten, sagte der Vertreter der Ermittlungsbehörden, davon 29 Schussverletzungen.

Auslöser der Proteste in der rohstoffreichen Ex-Sowjetrepublik Anfang Jänner waren gestiegene Gaspreise. Später weiteten sich die Proteste zu regierungskritischen Demonstrationen im ganzen Land aus. Präsident Kassym-Schomart Tokajew hatte die Unruhen als „versuchten Staatsstreich“ organisierter „terroristischer“ Kräfte verurteilt. Laut Behördenangaben wurden bei den Protesten insgesamt 225 Menschen getötet.

COV Inland

Die 7-Tage-Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in den abgelaufenen sieben Tagen je 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner, liegt laut Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) bei 1.767,0 (Stand: heute, 14.00 Uhr).

Tirol hat mit 2.604,0 den höchsten Wert, gefolgt von Salzburg mit 2.558,7 und Wien mit 2.305,8. Am niedrigsten ist die 7-Tage-Inzidenz im Burgenland (1.187,1) und der Steiermark (1.157,0.

Karten, Grafiken und Informationen zu aktuellen Fällen und zum Epidemieverlauf in ORF.at/corona/daten

Erklärung zur Zählweise und weitere Fragen in ORF.at/corona

Weiter keine Fallzahlen aus Ministerien

Seit Mittwoch gibt es schwere Probleme mit den Fallzahlen – also den täglichen morgendlichen Meldungen aus den Bundesländern an den interministeriellen Krisenstab zu Neuinfektionen, Todesfällen und Hospitalisierungen. Auch heute lagen die Zahlen, die normalerweise am Vormittag veröffentlicht werden, nicht vor.
Laut den nicht bereinigten Zahlen des Epidemiologischen Meldesystems (EMS) wurden heute 28.175 Neuinfektionen eingemeldet.

Ministerium arbeitet „mit Hochdruck“ an einer Lösung

Gegenüber ORF.at wurde zuletzt darauf verwiesen, man arbeite mit Hochdruck an einer Lösung. Und das Ministerium räumte indirekt ein, dass die Behebung der Probleme bzw. der Abbau des Rückstaus noch mehrere Tage dauern dürfte. Je höher die Fallzahlen, desto länger brauche die Abarbeitung, weshalb es aktuell zu Verzögerungen komme. Betont wurde aber, dass das EMS „voll funktionsfähig“ sei und „alle Labormeldungen und Abrufe“ uneingeschränkt stattfinden können. Es werde „mit Hochdruck“ an einer Lösung gearbeitet, die die nächsten Tage in Anspruch nehmen werde, so das Ministerium, das für die tagesaktuellen Fallzahlen auf das AGES-Dashboard verwies.

Per Verordnung hat Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) ein Register für hospitalisierte Patientinnen und Patienten mit einer CoV-Infektion einrichten lassen. Diese, geführt von der Gesundheit Österreich GmbH (GÖG), soll Grundlage für ein effektives und effizientes Krisenmanagement sein und der Planung, Qualitätssicherung und Qualitätsberichterstattung in der Gesundheitsversorgung dienen.

Daten anonymisiert verarbeitet

Auch wissenschaftlicher Erkenntnisgewinn – beispielsweise bezüglich Behandlungsprozessen und Behandlungsergebnissen von stationär betreuten Patientinnen und Patienten – soll damit erleichtert bzw. möglich gemacht werden. Gemäß der Verordnung, die mit 30. Juni außer Kraft tritt, haben die Länder, die Landesgesundheitsfonds und die Träger von Krankenanstalten ihre Daten täglich der GÖG zu übermitteln, die sie verwenden und in anonymisierter Form verarbeiten darf. Die Ergebnisse werden dann den politischen Entscheidungsträgern – dem Gesundheitsministerium und den Landeshauptleuten – sowie den Landesgesundheitsfonds und der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) zur Verfügung gestellt.

Anders als sein Vorgänger Sebastian Kurz stellt Bundeskanzler Karl Nehammer (ÖVP) kein baldiges Ende der Coronavirus-Pandemie in Aussicht – im Gegenteil: „Wir werden nicht so bald den Status erreichen, dass die Pandemie überwunden ist“, sagt er im Interview mit dem Nachrichtenmagazin „profil“. Mit der Omikron-Variante des Virus finde ein Paradigmenwechsel statt. Bei dieser neuen Variante gebe es „offenbar kein Limit, wir müssen uns auf neue Dimensionen“ einstellen, so Nehammer.

Tests sollen nicht kostenpflichtig werden

Er verwies auch auf die drohenden Ausfälle, die vor allem in der kritischen Infrastruktur, im Gesundheitsbereich und bei der Lebensmittelversorgung gefährlich wären. Nehammer verteidigt die am Donnerstag im Nationalrat beschlossene Impfpflicht – „weil nur Impfen uns die Freiheit erhält“ –, und auch die „Anreize“ durch die angekündigte Impflotterie. Dass mit der Impfpflicht Coronavirus-Tests kostenpflichtig werden, schließt Nehammer aus.

Auch die hohen CoV-Hilfen der öffentlichen Hand für die Wirtschaft – bisher waren es rund 42 Milliarden Euro – verteidigte Nehammer. „Wenn der Staat verlangt, dass die Geschäftstätigkeit nicht mehr ausgeübt werden darf, dann muss der Staat auch Entschädigungen leisten.“ Nach dem Ende der Krise werde die Regierung aber „wieder einem nachhaltigen Budget den Vorrang geben“.

Am Nachmittag haben sich in Bregenz nach Angaben der Polizei rund 5.000 Menschen zu einer Demonstration gegen die Coronavirus-Maßnahmen versammelt. In erster Linie richtete sich der Protest gegen die am Donnerstag beschlossene Impfpflicht. Es kam zu längeren Verkehrsbehinderungen.

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Inland

Österreich hat in seiner Stellungnahme heute dem Entwurf der EU-Kommission eine Abfuhr erteilt, Erdgas und Atomenergie unter bestimmten Bedingungen als „klimafreundlich“ einzustufen.

Beide Energieformen brächten enorme Umweltrisiken mit sich und würden die Zukunft des Planeten gefährden, heißt es. Sollte die EU-Kommission ihre Pläne so in die Tat umsetzen, werde Österreich dagegen klagen, kündigte Umweltministerin Leonore Gewessler (Grüne) erneut an.

„Still und heimlich“ grünwaschen

„Die EU-Kommission hat mit ihrem ergänzenden delegierten Rechtsakt zur Taxonomie still und heimlich versucht, die Atomkraft und das fossile Erdgas grünzuwaschen. Damit kommt sie den Wünschen der Atom- und Gaslobby nach“, kritisierte Gewessler gegenüber der APA.

Zuvor war die 28-seitige österreichische Stellungnahme an die EU-Kommission übermittelt worden. Die Brüsseler Behörde hatte den Mitgliedsstaaten bis gestern Zeit gegeben, eine Position zu dem Vorschlag zu beziehen.

Atomkraft zieht Gräben quer durch Europa

Die Bedeutung der Atomkraft an der weltweiten Stromerzeugung schwindet, auch in Europa war die Zahl der produzierten Gigawattstunden Atomstrom zuletzt rückläufig. Vieles deutet aber darauf hin, dass der Trend sich wenden könnte – die EU-Kommission bereitet dafür den Weg, indem sie eine Einstufung als klimafreundliche Technologie plant.

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Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) beschreibt laut „Standard“ in ihrer Anklage zur Steuercausa von Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser penibel die Aktivitäten des ebenfalls angeklagten Beraters.

Grasser soll sich an diesen gewendet haben, weil er über eine „steuereffiziente“ Firmenstruktur tätig werden wollte. Es geht um Honorare, die er für seine Tätigkeit für Meinl International Power (MIP) erhielt. Die WKStA sieht den „Wunsch Grassers (nach, Anm.) einer Steuerhinterziehung“.

Firmenkonstrukt spielt wichtige Rolle

Bei diesen Honoraren geht es um die Frage, ob diese Grasser selbst zuzurechnen sind und er sie daher selbst versteuern musste. Dabei spielt wiederum das Firmenkonstrukt, das der Berater erdacht hat und über das die Gelder geflossen sind, eine wichtige Rolle.

Der frühere FPÖ- bzw. ÖVP-Finanzminister soll in seiner späteren Funktion Vertriebsprovisionen von 4,38 Millionen Euro nicht in seiner Steuererklärung aufgenommen und damit rund 2,2 Millionen Euro an Steuern hinterzogen haben. Es gilt die Unschuldsvermutung. Grasser und der Berater bestreiten die Vorwürfe.

Grasser weist Vorwürfe zurück

Der Berater sagte laut „Standard“ aus, Grasser habe die „steuereffiziente“ Konstruktion, in die diverse Off-Shore-Firmen eingebunden waren, eigenmächtig geändert. Grasser bestreitet das, er stellte sich gegenüber den Ermittlern als steuerlicher „Dilettant“ dar, wie es in der 100-seitigen Anklageschrift laut er Zeitung heißt.

Bei der Unternehmensstruktur habe Grasser drei Ziele gehabt: eine geeignete Altersvorsorge „seiner Person und seiner Familie“, die Abschirmung von potenziellen Risiken aus seinem Engagement und die Diskretion gegenüber der Öffentlichkeit. Der Berater habe dem Ex-Politiker dann verschiedene Ideen präsentiert.

COV Ausland

Aktuell infizieren sich in Europa so viele Menschen mit dem Coronavirus wie nie zuvor. Trotzdem beginnen einige Länder damit, die Maßnahmen gegen die Pandemie zu lockern. CoV soll, ähnlich etwa der Grippe, als Endemie, die man – besser oder schlechter – kontrollieren kann, behandelt werden. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt allerdings vor einem Strategiewechsel, der zu früh kommt.

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Tausende Menschen haben in Schweden gegen die Impfpasspflicht für bestimmte Veranstaltungen demonstriert. In der Hauptstadt Stockholm zogen heute etwa 9.000 Demonstranten zu dem zentralen Platz Sergels Torg und riefen „Nein zu den Impfpässen, Ja zur Freiheit“. Die Kundgebung wurde von einer Gruppe organisiert, die sich selbst Freiheitsbewegung nennt. Einige Teilnehmer trugen Kennzeichen extremistischer Gruppen wie der Neonazi-Gruppe NMR.

Schwedens Sicherheitspolizei hatte vorab vor dem Aufmarsch von Neonazis bei den Protesten gegen den CoV-Impfpass gewarnt. Einige der Demonstranten in Stockholm waren vermummt, außerdem wurden rote Leuchtraketen gezündet.

Nach Angaben der Polizei gab es aber keine gewaltsamen Zusammenstöße. Wegen der Proteste hatten vorsorglich mehrere Impfzentren in Stockholm früher geschlossen. Eine weitere Demonstration der Impfpassgegner mit etwa 1.500 Teilnehmern fand in Göteborg, der zweitgrößten Stadt des Landes, statt.

Die Impfpasspflicht war am 1. Dezember in dem skandinavischen Land eingeführt worden. Seit 12. Jänner müssen Teilnehmer von Veranstaltungen in Innenräumen mit mehr als 50 Menschen eine vollständige CoV-Impfung nachweisen.

Aus Protest gegen die CoV-Maßnahmen und eine geplante Impfpflicht sind heute erneut mehrere tausend Menschen in Deutschland auf die Straße gegangen. In Schwerin folgten etwa 1.100 Teilnehmer dem Aufruf zu einer Kundgebung, wie die Polizei mitteilte. Auch in Stuttgart und im hessischen Offenbach demonstrierten nach Polizeiangaben jeweils über tausend Menschen friedlich.

In Stuttgart machten Demonstranten vor dem Gebäude des Südwestrundfunks (SWR) halt. Vor dem SWR-Gebäude kritisierten die Teilnehmer die Berichterstattung in den Medien über die Pandemie. Immer wieder wurde „Lügenpresse“ gerufen oder „Wir sind das Volk“, wie ein Augenzeuge berichtete. Die Polizei forderte Teilnehmer auf, eine Maske zu tragen.

Wirtschaft

Der in die Insolvenz geschlitterte Süßwarenhersteller Salzburg Schokolade, Hersteller der Mozartkugel, mit Sitz in Grödig, strebt eine Sanierung an. Die Quote, die den Gläubigern angeboten wird, beträgt insgesamt 100 Prozent, wie der Kreditschutzverband von 1870 mitteilte.

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„Schokoladenkönig“ Giovanni Ferrero ist der reichste Italiener. Mit einem Vermögen von etwa 35 Milliarden Dollar (knapp 31 Mrd. Euro) führt der Hersteller des weltbekannten Schokoladenaufstrichs Nutella das Ranking der wohlhabendsten Italiener an, wie aus der vom amerikanischen Wirtschaftsmagazin „Forbes“ jährlich verfassten Liste der Superreichen hervorgeht. Im Ranking der reichsten Unternehmer der Welt liegt er auf Platz 40.

Auf Platz zwei der italienischen Superreichen schaffte es der Brillenproduzent Leonardo Del Vecchio mit einem Vermögen von knapp 26 Mrd. Dollar. Modepapst Giorgio Armani liegt auf Platz fünf im Ranking, einen Platz vor Ex-Premierminister und TV-Zar Silvio Berlusconi. Die Modedesignerin Miuccia Prada schaffte es auf den zehnten Platz.

Große Kluft zwischen Reich und Arm

In Italien wächst die soziale Kluft zwischen Reichen und Armen. Die 40 reichsten Italiener und Italienerinnen besitzen so viel wie die 18 Millionen Ärmsten, geht aus einer neuen Studie der italienischen Notenbank hervor. Der Reichtum hängt in Italien mehr vom Familienvermögen und weniger vom Einkommen ab. Außerdem werden die Wohlhabenden immer älter. Für jüngere Italiener sei es immer schwieriger, ein Vermögen aufzubauen, geht aus der Studie hervor.

Sport

Die stolze Siegesserie von Manchester City in der englischen Premier League hat heute in Southampton ein Ende gefunden. Die Mannschaft von Trainer Josep Guardiola musste sich bei den „Saints“ des österreichischen Coaches Ralph Hasenhüttl mit einem 1:1 begnügen. Damit gewann der Tabellenführer nach zwölf Ligaspielen wieder einmal nicht.

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Nur 20 Hundertstelsekunden haben Ramona Siebenhofer heute um ihren dritten Abfahrtssieg in Cortina d’Ampezzo gebracht. Die Steirerin musste sich auf der wegen starken Winds verkürzten Strecke nur Sofia Goggia geschlagen geben. Die Italienerin holte sich trotz Problemen ihren vierten Sieg in der fünften Saisonabfahrt. Dritte wurde Super-G-Olympiasiegerin Ester Ledecka (CZE/+0,26).

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Wolfgang Kindl hat bei der im Rahmen des Weltcup-Finales der Kunstbahnrodler in St. Moritz ausgetragenen EM erstmals die Goldmedaille erobert. Der Tiroler setzte sich heute vor Kristers Aparjods (LAT) durch, mit Rang drei durch Nico Gleirscher ging auch Bronze an einen Österreicher.

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Chronik

Eine Woche nach dem gewaltigen Ausbruch eines Unterseevulkans vor Tonga im Südpazifik wird das Ausmaß der Folgen klarer. Schätzungsweise 84 Prozent der rund 105.000 Bewohner auf allen Inseln seien von dem Ascheregen und dem Tsunami betroffen, hieß es in einer heute veröffentlichten Mitteilung der Regierung. Die Versorgung mit Trinkwasser und Lebensmitteln habe nun Priorität. Hilfsgüter seien auf dem Weg zu weiter entfernten Inseln.

In der Mitte von dem Satelliten-Bild sieht man eine riesige Rauchwolke vom Vulkan-Ausbruch auf Tonga.
NATIONAL INSTITUTE OF INFORMATIO

Die Kommunikation bleibe aber „eine akute Herausforderung“. Im Rahmen der Hilfsmaßnahmen seien bisher fast 60.000 Liter Wasser verteilt worden, hieß es weiter. Das von Neuseelands Regierung entsandte Schiff „HMNZS Aotearoa“ brachte neben Hilfsgütern weitere 250.000 Liter Wasser.

26 Menschen seien von der Insel Mango vorerst nach Nomuka gebracht worden, nachdem sie ihre Häuser verloren hätten, hieß es weiter. Auf Nomuka wurde demnach ein Feldlazarett eingerichtet, da das dortige Gesundheitszentrum weggespült wurde. Das Hauptkrankenhaus des Landes blieb jedoch geöffnet. Aus aller Welt gab es bisher Zusagen für Hilfsgüter und mehr als 20 Millionen US-Dollar zur Unterstützung.

Die Polizei im US-Bundesstaat Pennsylvania hat nach einem Autounfall nach mehreren Affen gesucht. In den Unfall war gestern in der Nähe des Ortes Danville ein mit rund hundert Affen beladener Lastwagen verwickelt. „Einige wenige Affen sind möglicherweise von der Unfallstelle in die Umgebung geflohen“, hatte die zuständige Polizei daraufhin mitgeteilt. Später wurde noch ein Affe vermisst. Bei den Affen soll es sich Medienberichten zufolge um Laboraffen handeln.

Die Polizei im US-Bundesstaat Pennsylvania sucht nach einem Unfall nach Laboraffen.
AP/Bloomsburg Press Enterprise/Jimmy May

Es war unklar, ob Affen bei dem Unfall verletzt wurden. „Der einzige Weg, um sicherzustellen, dass Krankheitserreger nicht von Affen auf Menschen übergehen, besteht darin, die Einfuhr, das Einsperren und das Experimentieren mit diesen Tieren zu beenden“, reagierte die Tierschutzorganisation PETA. „Wir bitten darum, dass niemand versucht, nach dem Tier zu suchen oder es zu fangen“, warnte die Polizei. Wer den Affen sehe, solle die Polizei rufen.

Eine 62 Jahre alte Frau ist heute in Klagenfurt von einem Mann mit einem messerartigen Gegenstand attackiert worden. Sie wurde schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht und notoperiert. Der Täter wurde gefasst, die Frau dürfte ein Zufallsopfer gewesen sein.

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Ein junger, betrunkener Autofahrer wollte sich nach einem Unfall in Raab in Oberösterreich den Konsequenzen entziehen und versteckte sich in einem Bauernhaus unter dem Wohnzimmertisch. Doch das Vorhaben fruchtete nicht: Polizisten fanden den 21-Jährigen und machten einen Alkotest, der fast 1,7 Promille ergab.

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Kultur

Zwei US-Fans der kubanisch-spanischen Schauspielerin Ana de Armas haben Hollywoods Universal Pictures geklagt. Sie werfen dem Filmstudio vor, dass die Schauspielerin zwar im Trailer des Films „Yesterday“ vorkomme, aber nicht im Film selbst.

Sie hätten aber nur wegen der Schauspielerin den Film angesehen und je 3,99 US-Dollar für die Komödie gezahlt, um dann draufzukommen, dass die Szenen mit de Armas bei der Endredaktion des Films herausgeschnitten wurden. Sie verlangen nun in Vertretung aller Zuseherinnen und Zuseher eine Kompensation von fünf Millionen Dollar (4,4 Mio. Euro).

Kläger sehen sich als Opfer irreführender Werbung

Universal Pictures reagierte bisher in der Öffentlichkeit nicht. Die beiden Kläger behaupteten, sie seien Opfer irreführender Werbung und dass das Filmstudio „Ruhm, Ausstrahlung und Glanz“ der Schauspielerin verwendet habe, um einen Film zu bewerben, in dem sie gar nicht vorkommt.

Die Szenen mit der 33-jährigen Schauspielerin wurden laut BBC herausgeschnitten, weil offenbar bei Probeviewings das Publikum den Teil der Geschichte nicht gut fand. Der Drehbuchautor Richard Curtis hatte bereits 2019 betont, es sei ein „sehr traumatischer Schnitt“ gewesen. De Armas habe die Rolle „brillant“ gespielt.

Mit einer Open-Air-Show hat Litauens zweitgrößte Stadt Kaunas am Abend feierlich ihr Programm als Europäische Kulturhauptstadt 2022 begonnen. Hauptattraktion war eine aufwendig gestaltete multimediale Lichtshow mit Videoprojektionen an der Fassade der Zalgiris Arena, die von Musik und Tanz begleitet wurde. Zudem fanden in der 300.000 Einwohner zählenden Stadt zahlreiche Konzerte, Ausstellungen und andere Veranstaltungen statt.

„Kaunas ist Kultur!“, betonte der litauische Staatspräsident Gitanas Nauseda in seiner Eröffnungsrede vor mehreren tausend Zuschauern. EU-Ratspräsident Charles Michel sagte in einer Videoansprache: „Heute ist Kaunas mehr denn je das pulsierende Herz Europas.“

Das Europäische Kulturhauptstadtjahr in Kaunas steht unter dem Motto „From temporary to contemporary“. Insgesamt sollen mehr als 40 Festivals, 60 Ausstellungen und jeweils über 250 Veranstaltungen der darstellenden Künste und Konzerte stattfinden.

Kaunas, Novi Sad und Esch

Neben Kaunas tragen 2022 auch Novi Sad in Serbien und Esch in Luxemburg den Titel als Europäische Kulturhauptstadt. In Novi Sad wurde das Kulturhauptstadtjahr am 13. Jänner offiziell eröffnet. In Esch ist die große Eröffnungsparty für den 26. Februar geplant.

Das Massaker an 228 jüdischen Frauen, Kindern und Männern in Hofamt Priel in Niederösterreich ist eines der größten gegen Ende des Zweiten Weltkriegs – und eines, das nie aufgeklärt wurde. Ein Einheimischer arbeitet das Verbrechen nun im Film „Endphase“ auf.

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Die aktuelle Omikron-Welle macht auch vor den Aushängeschildern der heimischen Kultur nicht halt: Die Wiener Philharmoniker müssen einen Teil ihrer geplanten Tournee in Deutschland und Frankreich kommender Woche kurzfristig absagen – „aufgrund der hohen und stetig anwachsenden Covid-19-Fallzahlen im Orchester“, wie es von den Philharmonikern heißt. Betroffen sind die Konzerte in Köln (24. Jänner), Hamburg (25. Jänner) und Paris (26. Jänner).

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Religion

Der Zen-Meister und Autor Thich Nhat Hanh ist tot. Der weltbekannte Autor, den Martin Luther King Jr. 1967 für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen hatte, starb heute im Alter von 95 Jahren friedlich in seinem Haus in Tu-Hieu-Tempel in Hue (Vietnam), wie das von ihm gegründete Meditationszentrum Plum Village auf Twitter mitteilte.

Die zahlreichen Bücher des Vietnamesen, in denen er sich für Nächstenliebe und ein Leben in Achtsamkeit und im Bewusstsein der Gegenwart einsetzte, wurden in fast zwei Dutzend Sprachen übersetzt. Auf Deutsch erschienen rund 30 Werke des Mönchs, darunter „Der furchtlose Buddha: Was uns durch die Angst trägt“, „Mit dem Herzen verstehen“ und „Versöhnung mit dem inneren Kind: Von der heilenden Kraft der Achtsamkeit“.

1966 wurde Thich Nhat Hanh im Zuge seiner Friedensbemühungen während des Vietnam-Kriegs aus seiner Heimat verbannt. Anschließend lebte er lange in Frankreich im Exil. Im Departement Dordogne im Südwesten des Landes gründete er 1982 das berühmte Plum Village, ein buddhistisches Meditationszentrum. Tausende Menschen aus aller Welt nehmen seither jährlich an den Retreats in dem Zentrum teil.

Rückkehr nach Vietnam

Nach einem Schlaganfall im Jahr 2014 kehrte er Ende 2018 nach Vietnam zurück. Seinen Schülern teilte Thich Nhat Hanh mit, er wolle seine restliche Lebenszeit im Kloster Tu Hieu in der zentralvietnamesischen Stadt Hue verbringen, wo er mit 16 Jahren zum Mönch ordiniert worden war. Eines der bekannten Zitate des Mönchs, der von seinen Schülern „Thay“ (Lehrer) genannt wurde, lautet: „Die Welle muss nicht sterben, um zu Wasser zu werden. Sie ist bereits Wasser.“

Panorama

Die US-Komiker Pete Davidson und Colin Jost, bekannt aus der Show „Saturday Night Live“, haben ein New Yorker Wahrzeichen erstanden: Sie kauften zusammen mit weiteren Investoren eine 57 Jahre alte Fähre, die bis vergangenen August zwischen den Vierteln Manhattan und Staten Island verkehrte und nun von der Stadt versteigert wurde. Das berichtete am Wochenende der TV-Sender NBC, der „Saturday Night Live“ ausstrahlt.

Die ikonischen Staten-Island-Fähren bringen täglich Tausende New Yorker zur Arbeit. Sie sind aber auch bei Touristen beliebt, weil die Fahrt kostenlos ist und nah an der Freiheitsstatue vorbeiführt. Das nun versteigerte Schiff trägt den Namen „John F. Kennedy“. Seine Motoren funktionieren nicht mehr, dennoch war es Davidson und Jost, beide auf Staten Island geboren, 280.100 Dollar (247.000 Euro) wert. Die Comedy-Stars wollen es laut NBC in einen Ort für Liveunterhaltung verwandeln.

Die „John F. Kennedy“ wurde 1965 in Dienst gestellt, ist 84 Meter lang, 21 Meter breit und wiegt 2100 Tonnen. Die Käufer haben nun zwei Wochen Zeit, um eine permanente Anlegestelle für das orangefarbene Schiff zu finden und es mit Schleppern dorthin ziehen zu lassen.

Der niederösterreichische Weinbauverband erwartet einen „Jahrhundert-Jahrgang“ aus der Ernte des Vorjahres. Das schwere Hagelgewitter im Weinviertel zerstörte die Ernte zwar auf Hunderten Hektaren, der sonnige Herbst konnte aber ausgleichen.

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Leute

Ein 75-jähriger französischer Abenteurer ist bei dem Versuch gestorben, den Atlantik allein mit einem Ruderboot zu durchqueren. Die portugiesische Küstenwache hatte zunächst gestern vor den Azoren das untergegangene Boot von Jean-Jacques Savin entdeckt. Heute schließlich habe ein Taucher der Küstenwache Savins Leiche in der Kabine des Bootes gefunden, wie nun sein Unterstützungsteam mitteilte. Die genauen Umstände des Unglücks müssten noch geklärt werden.

Der begeisterte Triathlet und frühere Fallschirmjäger war am 1. Jänner von der Südspitze des portugiesischen Festlands zu der Atlantiküberquerung aufgebrochen. Kurz danach hatte er wegen ungünstiger Windverhältnisse eine längere Route einschlagen müssen. In der Nacht zu Freitag brach der Kontakt zu Savin ab, als er mit dem Abschuss von zwei Leuchtraketen signalisierte, dass er in eine Notlage geraten war.

„Das Alter auslachen“

2019 hatte Savin in 127 Tagen den Atlantik in einem Fass durchquert. Tausende Menschen verfolgten damals sein Abenteuer im Onlinenetzwerk Facebook. Dieses Mal wollte Savin die Karibik in einem acht Meter langen und 1,70 breiten Ruderboot erreichen, das mit 300 Kilogramm Ausrüstung und Vorräten bestückt war.

Savin hatte am 14. Jänner seinen 75. Geburtstag an Bord seines Bootes mit Stopfleber und Champagner gefeiert. Die geplante Atlantik-Durchquerung mit dem Ruderboot hatte er als Möglichkeit bezeichnet, „das Alter auszulachen“. Sein Ruderboot trug den Namen „L’Audacieux“, was übersetzt „Der Kühne“ bedeutet.

Sie war „Glücksrad“-Fee und Dschungelkönigin: Maren Gilzer tritt für die FDP zur Wahl als Bürgermeisterin im brandenburgischen Oberkrämer an. Morgen wird in der amtsfreien Gemeinde abgestimmt.

Maren Gilzer-Kuhlmann
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Die 61-Jährige war in den 1990er Jahren als „Buchstabenfee“ in der Sat.1-Sendung „Glücksrad“ bekannt geworden und spielte anschließend in der ARD-Serie „In aller Freundschaft“ 16 Jahre lang die Rolle der Krankenschwester Yvonne. 2015 wurde sie von den Zuschauern der RTL-Reality-Show „Ich bin ein Star – holt mich hier raus“ zur Dschungelkönigin gewählt.

Neben der 61-jährigen Schauspielerin stehen sechs weitere Kandidatinnen und Kandidaten zur Wahl. Es gilt als relativ unwahrscheinlich, dass ein Wahlgang ausreichen wird. Eine mögliche Stichwahl ist für den 13. Februar angesetzt.

Hollywood-Star Arnold Schwarzenegger hat Medienberichten zufolge einen Verkehrsunfall in Los Angeles unverletzt überstanden. Eine Frau in einem anderen Fahrzeug sei nach dem Vorfall gestern (Ortszeit) leicht verletzt in ein Krankenhaus gebracht worden, berichteten US-Medien übereinstimmend unter Berufung auf die Polizei. Ein Fahrzeug sei auf ein anderes aufgefahren. „Weder Alkohol noch Drogen werden als Faktor bei diesem Zusammenstoß vermutet“, zitierten Medien die Polizei.

Die Polizei machte keine Angaben zur Identität der Beteiligten. Ein Sprecher Schwarzeneggers sagte jedoch der „Los Angeles Times“, dass der 74-Jährige gerade sein Haus verlassen habe und einen Geländewagen gefahren sei, der dann mit einem anderen Auto zusammengestoßen sei. Der frühere kalifornische Gouverneur habe am Unfallort nach der verletzten Frau gesehen und später mit Einsatzkräften gesprochen.