Ausland

Die US-Justiz hat ein Video zur tödlichen Polizeikontrolle veröffentlicht, bei der der Afroamerikaner Tyre Nichols zu Tode kam. Nichols war Anfang Jänner von Polizisten mit seinem Auto gestoppt worden, es sei zu einer „Konfrontation“ gekommen.

Dann sollen die Beamten den 29-Jährigen geprügelt haben, er starb drei Tage später im Krankenhaus. Nichols erlitt nach einer von der Familie in Auftrag gegebenen Autopsie starke Blutungen durch heftige Schläge. Den inzwischen entlassenen Beamten – ebenfalls Schwarze – wird Mord, schwere Körperverletzung und Entführung vorgeworfen.

Die US-Regierung rief dazu auf, bei möglichen Demonstrationen friedlich zu bleiben. „Gewalt ist nicht akzeptabel“, sagte die Sprecherin des Weißen Hauses, Karine Jean-Pierre. „Wir verstehen die Empörung, die die Menschen derzeit empfinden, und wir verstehen, wie (…) schmerzhaft das ist.“ Zuvor hatten unter anderem Anwälte und Familienangehörige des 29 Jahre alten Opfers die Aufnahmen angeschaut. Die Anwälte der Familie beschrieben diese als „abscheulich“.

Nach dem Fund von Geheimdokumenten im Privathaus des ehemaligen US-Vizepräsidenten Mike Pence hat der 63-Jährige Fehler eingeräumt. „Es sind Fehler passiert. Und dafür übernehme ich jetzt die volle Verantwortung“, sagte Pence bei einer Veranstaltung in Florida gestern. „Mir war zwar nicht bewusst, dass sich diese Verschlusssachen in unserem Privathaus befanden, aber lassen Sie mich eines klarstellen: Diese Verschlusssachen hätten dort nicht sein dürfen“, sagte der Republikaner.

In den vergangenen Wochen waren in privaten Räumen von US-Präsident Joe Biden Dokumente mit vertraulicher Kennzeichnung aufgetaucht. Funde bei Ex-Präsident Donald Trump hatten bereits im vergangenen Sommer Aufsehen erregt. Zuletzt wurde bekannt, dass auch bei Pence geheime Akten aus dessen Amtszeit als Vizepräsident gefunden worden waren. Sein Anwalt habe sie entdeckt, hieß es. Sie seien dann von der Bundespolizei abgeholt worden.

Für alle drei Politiker sind die Funde heikel, denn es ist nicht erlaubt, vertrauliche Regierungsunterlagen nach dem Ausscheiden aus einem Amt privat zu lagern. Dafür ist in den USA das Nationalarchiv zuständig.

Die US-Justizbehörden haben die Festnahme von drei Männern bekanntgegeben, die an einem vom Iran unterstützten Plan zur Ermordung der regierungskritischen iranischstämmigen US-Journalistin Masih Alinejad beteiligt gewesen sein sollen. Alle drei seien Mitglieder einer osteuropäischen Verbrecherbande mit Verbindungen zum Iran, sagte Generalstaatsanwalt Merrick Garland gestern. Sie müssten sich nun wegen versuchten Mordes vor Gericht verantworten.

Die Festnahme und Anklagen sind Garland zufolge das Ergebnis einer laufenden Ermittlung zu Versuchen der Regierung in Teheran, „eine iranischstämmige US-Bürgerin, Journalistin, Autorin und Menschenrechtsaktivistin auf amerikanischem Boden zu ermorden“. Er nannte zwar nicht explizit Alinejads Namen, verwies aber auf einen früheren Versuch iranischer Agenten, die 45-Jährige zu entführen und in den Iran zu verschleppen.

Alinejad ist bekannt für ihre Kritik an der Führung in Teheran. Sie ermutigt iranische Frauen seit Jahren dazu, ihr Kopftuch abzunehmen. Iranische Behörden werfen ihr vor, „Hass zu verbreiten“. Einer der drei Männer, die nun angeklagt wurden, war vor sechs Monaten mit einem geladenen Sturmgewehr vor ihrem Wohnhaus in New York festgenommen worden.

Rund drei Monate nach dem Angriff auf den Ehemann der US-Spitzenpolitikerin Nancy Pelosi hat die US-Justiz gestern die Videoaufnahmen der Polizei veröffentlicht. Das Video zeigt, wie der Angreifer den 82-jährigen Paul Pelosi im Wohnhaus des Paares in San Francisco mit einem Hammer attackiert. Neben dem Video wurden auch Teile des Notrufs Pelosis öffentlich gemacht. Mehrere Medien hatten zuvor die Herausgabe des Materials beantragt.

Pelosis Ehemann war im Oktober wenige Tage vor den US-Kongresswahlen überfallen und schwer verletzt worden. Er musste nach dem Angriff wegen eines Schädelbruchs und ernster Verletzungen am rechten Arm und an den Händen operiert werden.

Der Täter hatte es auf die mächtige Demokratin Pelosi selbst abgesehen, hatte sie bei dem Überfall aber nicht angetroffen. Nach dem Angriff verbreiteten Rechte Verschwörungstheorien, einzelne Republikaner nutzten den Überfall für Spott im Wahlkampf.

Das Video zeigt nun, wie Pelosi mit dem Angreifer um einen Hammer ringt. Dieser kann dem 82-Jährigen den Hammer entreißen und schlägt damit brutal auf sein Opfer ein. Die Polizei greift schließlich ein. Es ist zu sehen, wie Pelosi regungslos am Boden liegt. Die Einsatzkräfte können den Angreifer letztlich überwältigen.

Gerichtsunterlagen zufolge hatte der Mann vorgehabt, Nancy Pelosi als Geisel zu nehmen und ihr die Kniescheiben zu brechen. Er habe die Demokratin in den Rollstuhl zwingen wollen, um anderen Kongressabgeordneten zu zeigen, dass ihre „Handlungen Konsequenzen haben“, soll er der Polizei gesagt haben. Paul Pelosi wurde Anfang November aus dem Krankenhaus entlassen und hat sich mittlerweile auch wieder in der Öffentlichkeit gezeigt.

In der zweiten Runde der Präsidentschaftswahl in Tschechien zeichnet sich eine hohe Beteiligung ab. Am ersten Wahltag gaben gestern vielerorts bereits rund 50 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme ab, wie tschechische Medien berichteten. Die zweitägige Stichwahl, in der sich der frühere Generalstabschef Petr Pavel und Ex-Premier Andrej Babis gegenüberstehen, wird heute fortgesetzt.

Der Kampf um den höchsten Staatsposten und Oberbefehlshaber der Armee wurde zuletzt mit enormer Härte geführt. Ein zentrales Thema war der Ukraine-Krieg – mit einem großen Aufreger beim direkten TV-Duell.

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Ukraine-Krieg

Der Ukraine liegen nach eigenen Angaben Zusagen für insgesamt 321 Kampfpanzer von mehreren Ländern vor. Das sagt der ukrainische Botschafter in Frankreich gestern dem Sender BFM.

Das ukrainische Außenministerium kündigt an, den ungarischen Botschafter wegen „komplett inakzeptabler“ Bemerkungen von Ministerpräsident Viktor Orban einzubestellen. Ein Sprecher des Ministeriums erklärte gestern auf Facebook, Orban habe Journalisten gesagt, dass die Ukraine ein Niemandsland sei, und es mit Afghanistan verglichen.

Die Regierung in Budapest versuche bewusst die Beziehungen zwischen den beiden Staaten zu zerstören, hieß es weiter. Man behalte sich weitere Maßnahmen vor. Eine Stellungnahme Ungarns lag nicht vor.

Die Ukraine treibt ihre Idee einer „Armee von Drohnen“ voran. Der Generalstab gab bekannt, dass die Bildung mehrerer Kompanien für Drohnenangriffe genehmigt wurde. Jede davon werde neben den unbemannten Flugkörpern und Munition auch Starlink-Terminals und andere Ausrüstung erhalten, hieß es auf Facebook. Starlink wird von der US-Firma SpaceX des Tesla-Chefs Elon Musk betrieben und in der Ukraine gleichermaßen von Zivilisten und dem Militär für Internetzugänge per Satellit benutzt. Der ukrainische Verteidigungsminister sagte Reuters vergangenen Monat, Drohnen seien die Zukunft der Kriegsführung.

Inland

Justizministerin Alma Zadic (Grüne) hat sich in zwei Interviews zum Thema Erhöhung des Kostenersatzes bei Freisprüchen „durchaus gesprächsbereit“ gezeigt. „Es wird letztlich am Finanzminister liegen“, sagte sie zum „Standard“.

Im koalitionsinternen Konflikt um einen unabhängigen Bundes- bzw. Generalstaatsanwalt beharrt Zadic in der „Tiroler Tageszeitung“ („TT“; Samstag-Ausgabe) auf ihrem Wunsch nach einem Kollegialorgan. Zum Thema Kostenersatz sagte sie zur „TT“, je nach Modell bewege man sich in einem dreistelligen Millionenbereich. „Im Zuge der Verhandlungen zur Generalstaatsanwaltschaft werden wir auch dieses Thema mit der ÖVP besprechen“, so Zadic zum „Standard“.

Zu einer möglichen Einigung mit der ÖVP in Sachen Generalstaatsanwalt gefragt, bei dem die ÖVP von einem Bundesstaatsanwalt spricht und eine Person statt wie von Zadic gewünscht ein Kollegialorgan will, sagte die Ministerin zur „TT“: „Mir ist schon bewusst, dass manche in der ÖVP diese Änderungen ablehnen. Ich habe aber mit der zuständigen Verfassungsministerin Karoline Edtstadler ein ausgezeichnetes Verhältnis. Wir sind uns einig, dass wir sowohl die Beschuldigtenrechte stärken als auch die Generalstaatsanwaltschaft umsetzen wollen.“

Zadic beharrt hier auf ihrem Modell: „Für mich ist zentral, dass in Zukunft in einem Kollegialorgan, also in Dreier-Senaten, entschieden wird. Die Macht als Weisungsspitze habe ich als Ministerin für fünf Jahre geliehen bekommen und gebe sie dann mit dem Amt wieder ab.“ Es sei „mit Sicherheit nicht besser, diese Macht einer einzigen Person für zu lange Zeit zu geben“. Sie sei überzeugt, dass jede Macht Kontrolle brauche.

Ball zurückgespielt

Aus dem Finanzministerium hieß es zum Thema Kostenersatz in einem schriftlichen Statement zur APA, man gehe davon aus, dass das Justizministerium „dieses Thema in den nächsten Budgetverhandlungen einbringt“. Bis jetzt sei es seitens des Justizministeriums „nie Thema“ gewesen. „Mit den bisherigen Budgetsteigerungen wäre die Umsetzung aber auch schon bisher möglich gewesen. Über die Priorisierung der Budgetmittel entscheidet letztlich das verantwortliche Ressort.“

Die Zahl der Betretungs- und Annäherungsverbote ist in den vergangenen Jahren österreichweit kontinuierlich gestiegen. Von 2021 auf 2022 wurden um knapp sieben Prozent mehr solcher Maßnahmen verhängt, ein Plus von 13.546 auf 14.462. Das gaben die österreichischen Gewaltschutzzentren gestern bei einer Pressekonferenz in Wien bekannt und machten auf Lücken im österreichischen Recht aufmerksam, die im Sinne des Opferschutzes geschlossen werden sollten.

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Zehn Umweltaktivistinnen und -aktivisten der „Extinction Rebellion“-Gruppierung haben sich gestern am Festspielhaus in Bregenz festgeklebt, um auf den Klimanotstand aufmerksam zu machen. Dort fand gleichzeitig der Gildenball statt. Mit ihrer Aktion wollen sie den Stopp des Projekts der Bodensee-Schnellstraße (S18) erreichen.

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Um noch ein letztes Mal zu mobilisieren, haben die Parteien gestern ihre Wahlkampfabschlüsse begangen. Den Anfang machte die ÖVP, die in der Parteizentrale zur Schlussmobilisierung aufrief. Zentrale Botschaft der ÖVP war abermals eine angeblich drohende Zusammenarbeit von FPÖ und SPÖ. Landesgeschäftsführer Bernhard Ebner enthüllte als Warnung eine Landesfahne in den Farben Blau-Rot statt Blau-Gelb und klagte über den „schmutzigsten Wahlkampf aller Zeiten“. Die Spitzenkandidatin, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP), war indes selbst auf Wahlkampftour im Land unterwegs.

NEOS lud zum Finale auf dem Herrenplatz in St. Pölten und warnte vor einer „Ibiza-Koalition“ im Land nach der Landtagswahl. Die ÖVP male zwar das blau-rote Schreckgespenst an die Wand, aber eigentlich stehe bereits eine schwarz-blaue „Ibiza-Koalition“ im Raum, meinte NEOS-Spitzenkandidatin Indra Collini, die bei ihrem Auftritt von NEOS-Chefin Beate Meinl-Reisinger und Generalsekretär Douglas Hoyos unterstützt wurde.

Zuversicht bei Grünen

Mit viel Zuversicht begingen die Grünen ihren „Endspurt“. In Mödling erhielt Spitzenkandidatin Helga Krismer auch Unterstützung von Sozial- und Gesundheitsminister Johannes Rauch sowie vom oberösterreichischen Landesrat und stellvertretenden Bundessprecher Stefan Kaineder. Es werde ein „guter Wahlsonntag“, gab sich Rauch überzeugt.

Kern unterstützte Schnabl

Beim SPÖ-Wahlkampfabschluss rührte Ex-Kanzler Christian Kern die Werbetrommel für den roten Spitzenkandidaten Franz Schnabl. „Franz und sein Team haben die besten Antworten“, sagte Kern vor einigen hundert Funktionären und Sympathisanten auf dem Riemerplatz in der Landeshauptstadt. Zuvor hatte Kern in seiner Rede die Materialschlacht der ÖVP für die anstehende Landtagswahl und die mutmaßliche Wahlkampfkostenüberschreitung kritisiert. Auch Schnabl versuchte noch einmal zu mobilisieren: „Der Wahlkampf ist erst zu Ende, wenn die Wahlzellen geschlossen sind.“

Am Abend war Schnabl noch gemeinsam mit SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner beim Wahlkampffinale mit Neujahrsempfang der SPÖ-Frauen in Pottendorf (Bezirk Baden). Auch die Bundesparteivorsitzende appellierte an die Besucher dort, die verbleibenden 48 Stunden noch zu nutzen: „Es geht um viel, es liegt an uns zu überzeugen.“

FPÖ mit Kritik

Mit Kritik an der ÖVP schworen sich beim St. Pöltner Klangturm die Freiheitlichen auf die letzten Stunden des Wahlkampfs ein. Bei Schneefall und vor rund 150 Funktionären und Sympathisanten gab Spitzenkandidat Udo Landbauer die Parole „Wir spielen auf Sieg“ aus. Mikl-Leitner verkaufe „die Wähler für dumm“, die Rechnung dafür komme „am 29. Jänner garantiert“. In ein ähnliches Horn stieß FPÖ-Bundesparteichef Herbert Kickl, der sich wie Generalsekretär Michael Schnedlitz ein Stelldichein gab.

„Die Welt ist ohne Zweifel noch instabiler geworden.“ Das sagte Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP) gestern bei der Präsentation des sicherheitspolitischen Berichts 2023 in Wien. Vor fünf Jahren seien 25 Bedrohungen für Österreich erkannt worden, mittlerweile seien es 73.

Brigadier Peter Vorhofer, der das „Risikobild 2023“ konkret vorstellte, hob die Gefahr eines Angriffs auf ein EU-Mitgliedsland und die Gefahr aus der Luft durch Flugzeuge, Drohnen und Raketen hervor.

Die Gefahr eines Angriffs auf ein EU-Mitgliedsland sei durch den Ukraine-Krieg „massiv verstärkt“ worden – ob konventionell oder unterhalb der militärischen Schwelle, betonte Vorhofer. „Bei einer weiteren Eskalierung wird Österreich blitzartig in eine weitere sicherheitspolitische Herausforderung kommen.“ Das wäre der Fall, wenn nämlich der angegriffene Staat die Beistandspflicht gemäß EU-Vertrag aktivieren würde.

Expertin sieht aufkommende NATO-Debatte

Auch die deutsche Verteidigungsexpertin Ulrike Franke vom European Council on Foreign Relations (ECFR) sieht mehr Druck auf Österreich zukommen. „Die Neutralitätsfrage wird in den nächsten Jahren viel mehr aufs Parkett kommen“, betonte sie per Videoschaltung aus London. „Österreich ist stärker unter Druck als die Schweiz, das hat mit der EU-Mitgliedschaft zu tun.“

Brigadier Bruno Günter Hofbauer sagte im Hinblick auf die europäische Rüstungssituation ganz klar: „Wir sind nicht vorbereitet.“ Es gebe „keine europäischen Verteidigungsplanungen“. Tanner sagte, dass „nichts daran vorbeiführt, dass wir nachrüsten müssen“, damit das Bundesheer seine Aufgaben zum Schutz der Bevölkerung leisten könne.

Der 27. Jänner ist Internationaler Holocaust-Gedenktag. Immer dringender stellt sich die Frage, was nach dem Ableben von Zeitzeuginnen und Zeitzeugen passieren wird. Was bedeutet es für die Erinnerung, wenn Überlebende nicht mehr selbst berichten können? Eine Ausstellung im Haus der Geschichte Österreich führt nun vor Augen, wie spät Schoah-Überlebende erst Anerkennung fanden. Und berichtet von Zukunftsmodellen wie der Geschichtsvermittlung mit Hologrammen.

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Chronik

Ein 54-jähriger „Reichsbürger“ soll laut Bezirkshauptmannschaft mit mehreren Kindern in einem Weinkeller in Obritz in Niederösterreich gelebt haben. Bei einer Kontrolle des Jugendamts attackierte er zwei Beamte mit Pfefferspray.

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„Verhalten passt zu Staatsverweigerer“

Der Fall wirft viele Fragen auf. Für die Psychologin Ulrike Schiesser von der Bundesstelle für Sektenfragen passt das bisherige Bild des Falls zum Verhalten von „Staatsverweigerern“.

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Der erste Abschnitt des geplanten „Radhighways“, eines extra breiten und baulich getrennten Radwegs von der Donaustadt in die Innenstadt, wurde gestern eröffnet. Er verläuft auf der Wagramer Straße zwischen Donauzentrum und Alter Donau.

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Videoaufnahmen, die den Sturz eines Busses in einen See im türkischen Malatya zeigen, sorgen aktuell in- und außerhalb der Türkei für Schlagzeilen. Auf den Videos von der Vorderseite des Fahrzeugs ist zu sehen, wie der Fahrer des Busses zunächst die Kontrolle über das Lenkrad verliert, die vordere Tür aufschwingt und ein riesiger Schwall Wasser plötzlich durch die Windschutzscheibe in den Bus strömt.

Die sichtlich entsetzten Passagiere hatten Glück im Unglück: Einheimische handelten schnell, um die Fahrgäste aus dem See zu retten, schlugen die Fenster des Busses ein und zogen sie heraus. Auch die örtliche Feuerwehr von Malatya eilte zum Unglücksort und half bei der Rettungsaktion.

Nach den ersten Maßnahmen traf ein spezialisiertes Unterwasserrettungsteam ein, um sicherzustellen, dass sich zum Zeitpunkt des Vorfalls keine weiteren Fahrgäste im Bus befanden und noch unter Wasser waren.

Ursache für Kontrollverlust bleibt unklar

Insgesamt wurden bei dem Vorfall am Mittwoch drei Personen verletzt und in ein örtliches Krankenhaus gebracht – erstaunlicherweise erlitt niemand lebensgefährliche Verletzungen. Unklar ist, weshalb der Busfahrer die Kontrolle über den Bus verlor. Eine Untersuchung der Unfallursache ist im Gange.

Sport

Meister Manchester City hat Premier-League-Tabellenführer FC Arsenal aus dem FA-Cup geworfen. Die Starauswahl von Pep Guardiola um den Norweger Erling Haaland gewann heute das Viertrundenspiel im englischen Cup mit 1:0 (1:0). Der niederländische Nationalspieler Nathan Ake (65. Minute) erzielte den entscheidenden Treffer, nachdem der Argentinier Julian Alvarez kurz zuvor schon den Pfosten getroffen hatte.

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Österreichs Teamtorhüter Patrick Pentz wechselt vom französischen Club Stade Reims in die deutsche Bundesliga zu Bayer Leverkusen. Wie die Werkself gestern mitteilte, erhält der 26-Jährige einen Vertrag bis zum 30. Juni 2025 und soll vorerst als Backup für Kapitän und Stammgoalie Lukas Hradecky fungieren.

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Stefan Kraft hat gestern im Skiflug-Weltcup auf dem Kulm gleich in der Qualifikation ein kräftiges Zeichen gesetzt. Der kränkelnde Weltrekordhalter landete in Bad Mitterndorf bei 233 Metern, er verwies den Deutschen Andreas Wellinger (+2,0 Punkte) und Halvor Egner Granerud (NOR/+3,8) auf die Plätze.

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Österreichs Rodler und Rodlerinnen sind gestern erfolgreich in die Weltmeisterschaften in Oberhof gestartet. Nach dem enttäuschenden Abschneiden zuletzt bei der EM mit drei vierten Plätzen holte in den Sprintbewerben Jonas Müller im Einsitzer der Herren ebenso Silber wie Selina Egle und Lara Michaela Kipp im Doppelsitzer der Damen. Dazu kam Bronze bei den Doppelsitzer-Herren durch Yannick Müller und Armin Frauscher.

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Wirtschaft

Das Abholen der Förderungen für Photovoltaikanlagen ist – wie berichtet – für viele zu kompliziert und wird als ungerecht empfunden. Während das Umweltministerium bereits Änderungen angekündigt hat, kommt von den Anlagenbauern ein völlig neuer Vorschlag.

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IT

Als erste französische Hochschule hat das Pariser Institut für Politikwissenschaft Sciences Po den Einsatz der Software ChatGPT und künstlicher Intelligenz überhaupt untersagt. Wer dagegen verstoße, müsse mit einer Strafe rechnen, die bis zum Ausschluss von der Hochschulbildung gehen könne, heißt es in einem von der Eliteuni gestern versandten Schreiben an das Lehrpersonal und die Studierenden.

„Diese Software, die auf künstlicher Intelligenz basiert, wirft in der Welt der Bildung und Forschung weltweit die Frage nach Betrug und Plagiat auf“, heißt es in dem Schreiben. Lediglich im Rahmen des Unterrichts als Lehrobjekt sei solche Software zugelassen.

ChatGPT der US-Firma OpenAI erstellt mit Hilfe von künstlicher Intelligenz Texte. Nutzer können einzelne Befehle oder Sätze vorgeben, die das System dann mit Hhilfe von Unmengen von Daten aus dem Internet eigenständig ergänzt. In einigen Schulen in den USA ist die Nutzung der Software bereits untersagt. An der Universität von Minnesota hat ChatGPT kürzlich eine Jusprüfung bestanden, die aus 95 Fragen mit vorgegebenen Antworten sowie zwölf Aufsatzaufgaben bestand.

Kultur

Der Schweizer Theater- und Filmemacher Milo Rau wird Intendant der Wiener Festwochen. Wie Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler (SPÖ) gestern Vormittag bekanntgab, folgt der 46-Jährige auf Christophe Slagmuylder, der sich entschieden hatte, seinen Vertrag vorzeitig zu beenden und schon heuer an das renommierte Kulturzentrum Bozar in seiner Heimatstadt Brüssel zu wechseln.

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Igor Levit ist ein Popstar der Klassikbranche – ein Ausnahmepianist und politischer Aktivist. Fast zwei Jahre lang hat ihn die deutsche Filmemacherin Regina Schilling mit der Kamera begleitet und die Höhen und Tiefen eines rastlosen Musikerlebens und dessen Zäsur durch die Pandemie eingefangen. „Igor Levit – No fear“ lautet der Titel ihrer Dokumentation.

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Lifestyle

Panorama

Manche Beobachterinnen und Beobachter haben am Donnerstag schon fast vermutet, in Damüls (Vorarlberg) ein UFO gesehen zu haben. Doch es war ein nicht weniger spektakuläres Naturphänomen: ein Halo-Ring. Das Sonnenlicht hat sich an Eiskristallen im Nebel gebrochen, was einen bunten Lichtring um die Sonne gebildet hat.

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