Letzte Meldung

Seit gestern Abend fordert der viele Regen die Feuerwehren im Lungau in Salzburg. In Tamsweg wurde am Vormittag der Zivilschutzalarm ausgerufen. Der Leißnitzbach führt Hochwasser, vor allem der untere Marktbereich sei gefährdet.

Mehr dazu in salzburg.ORF.at

Letzte Meldung

Seit gestern Abend fordert der viele Regen die Feuerwehren im Lungau in Salzburg. In Tamsweg wurde am Vormittag der Zivilschutzalarm ausgerufen. Der Leißnitzbach führt Hochwasser, vor allem der untere Marktbereich sei gefährdet.

Mehr dazu in salzburg.ORF.at

Ukraine-Krieg

Die Ukraine hat Russland schwere Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen und eine Beschwerde beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte eingereicht. Konkret wirft die ukrainische Regierung Russland etwa gezielte und unverhältnismäßige Angriffe auf Zivilistinnen und Zivilisten vor.

Laut Mitteilung des Gerichtshofs monierte die Ukraine unter anderem Verstöße gegen das Recht auf Leben und den Schutz vor Folter. Russland hatte am 24. Februar einen Angriffskrieg gegen die Ukraine gestartet.

Das Gericht informierte Russland über die vergangene Woche eingereichte Beschwerde seines Nachbarlandes. Ob sie zulässig ist, wird zu einem späteren Zeitpunkt entschieden. Russland will sich an Urteile des Straßburger Gerichtshofs allerdings nicht mehr halten.

In seiner Beschwerde führte die Ukraine auf, dass Zehntausende Zivilpersonen verletzt, getötet oder verhaftet worden seien oder als vermisst gelten. Hunderttausende hätten ihr Zuhause oder ihren Besitz verloren, Millionen seien vertrieben worden.

Im Osten der Ukraine versuchen russische Truppen nach Einschätzung des ukrainischen Militärs, die strategisch wichtige Stadt Lyssytschansk einzukesseln. Das sei eine der Hauptanstrengungen des Feindes, teilte der ukrainische Generalstab heute Früh in seinem Lagebericht mit. Die Offensive in Richtung der Stadt werde fortgesetzt. Details wurden nicht genannt. Russische Truppen stehen bereits am Südrand der Stadt.

Vertreter prorussischer Separatisten hatten zudem berichtet, es gebe schon Kämpfe im Stadtgebiet. Angriffe Russlands gebe es außerdem in Richtung der westlich von Lyssytschansk gelegenen Stadt Bachmut. Um das Tempo aufrechtzuerhalten, hätten die Besatzer ihre Bataillonsgruppe verstärkt, hieß es. Diese Angaben ließen sich nicht unabhängig überprüfen.

„Wenig Bewegung“ in Slowjansk-Kramatorsk

Beim russischen Vormarsch auf den Ballungsraum Slowjansk-Kramatorsk gibt es wenig Bewegung. Dort konzentriere sich der Feind darauf, Bedingungen für weitere Angriffe zu schaffen. Des Weiteren meldeten die ukrainischen Behörden zwei Tote nach einem Angriff auf die ostukrainische Großstadt Dnipro.

Heute Früh seien von Rettern die Leichen eines Mannes und einer Frau unter den Trümmern eines von einer feindlichen Rakete zerstörten Unternehmens gefunden worden, wie der Gouverneur des Gebiets Dnipropetrowsk, Walentyn Resnitschenko, im Nachrichtendienst Telegram schrieb.

Kiew: Tote nach Angriff auf Mykolajiw

Zudem hat es nach ukrainischen Angaben mindestens drei Tote und fünf Verletzte bei einem russischen Angriff heute früh auf die Stadt Mykolajiw im Süden der Ukraine gegeben. Das schrieb der Militärgouverneur des Gebiets Mykolajiw, Witalij Kim, im Nachrichtendienst Telegram. „Die russischen Besatzer flogen einen Raketenangriff auf Mykolajiw.“ Eine Rakete habe ein Hochhaus getroffen.

Die lokalen Behörden riefen die Menschen auf, während des Luftalarms an einem sicheren Ort zu bleiben und keine Bilder vom Ort des Angriffs zu veröffentlichen. Angaben aus dem Kriegsgebiet lassen sich nur schwer oder gar nicht unabhängig überprüfen.

Ein von prorussischen Separatisten in der Ostukraine zum Tode verurteilter Brite geht gegen die Verurteilung vor. Es sei Berufung eingelegt worden, sagte seine Anwältin heute der russischen Nachrichtenagentur Interfax. Sollte sie abgelehnt werden, werde ein Gnadengesuch eingereicht. Ihr Mandant habe sie darum gebeten.

Das Oberste Gericht der separatistischen Donezker Volksrepublik (DVR) hatte vor drei Wochen drei ausländische Kämpfer – zwei Briten und einen Marokkaner – in den Reihen der ukrainischen Streitkräfte als Söldner zum Tode verurteilt. Die beiden Briten waren Mitte April in der südostukrainischen Hafenstadt Mariupol von prorussischen Kräften gefangen genommen worden. Beide hatten laut Medienberichten schon vor dem Krieg in der Ukraine gelebt und auch dort geheiratet.

Die von Moskau eingesetzte prorussische Militär- und Zivilverwaltung in der ukrainischen Region Cherson hat nach eigenen Angaben mit den Vorbereitungen für ein Referendum zum Beitritt zu Russland begonnen. Das meldet die amtliche russische Nachrichtenagentur TASS heute.

Zuvor war laut offiziellen Angaben von gestern der Bürgermeister der besetzten Stadt Cherson von russischen Sicherheitskräften verhaftet und ersetzt worden. Bürgermeister Ihor Kolychajew habe sich russischen Befehlen widersetzt, hieß es zur Begründung. Eine Beraterin Kolychajews sagte dagegen, der Bürgermeister sei entführt worden, weil er nicht mit den russischen Besatzern habe kooperieren wollen. Die Region um die Hafenstadt am Schwarzen Meer wurde gleich in der ersten Woche der russischen Invasion besetzt. Ein großer Teil der Bevölkerung hat die Region verlassen.

Der indonesische Präsident Joko Widodo ist gestern Abend in seiner Rolle als weitgehend selbst ernannter Friedensvermittler zwischen Russland und der Ukraine zu einer Reise in die Ukraine aufgebrochen. Widodo reiste nach seiner Teilnahme am G-7-Gipfel in den bayerischen Alpen nach Polen, von wo er am Abend mit dem Zug in die ukrainische Hauptstadt Kiew weiterfuhr, wie er auf Twitter schrieb.

Er werde an den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj appellieren, Friedensgesprächen zuzustimmen, hatte Widodo zuvor gesagt. Morgen will Widodo nach Russland zu einem Treffen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin reisen und diesen auffordern, den Krieg zu beenden, um eine weltweite Nahrungsmittelkrise abzuwenden.

Indonesien wird im November Gastgeber des G-20-Gipfels auf der Urlaubsinsel Bali sein. Widodo hatte dazu auch Putin eingeladen, der Kreml bestätigte mittlerweile seine Teilnahme – offen blieb, ob in Präsenz oder per Videoschaltung. Russland hatte am 24. Februar einen Angriffskrieg auf das Nachbarland Ukraine begonnen.

Inland

Im ÖVP-Korruptions-U-Ausschuss wird derzeit Dietmar Schuster, der aktuelle Generalsekretär im Finanzministerium, befragt. Schuster folgte in dieser Funktion Thomas Schmid, als dieser zum Vorstand der Staatsholding ÖBAG bestellt worden war, und ist als Sektionschef unter anderem auch für die Erstellung und Einhaltung des Budgets des Bundes zuständig.

Bis Ende März 2019 fungierte Schuster als Schmids Stellvertreter – dieser hat ja mit später sichergestellten Chats weiträumige Ermittlungen der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) ausgelöst. Bei den Ermittlungen der WKStA geht es um den Verdacht, dass Vertraute von Ex-Kanzler Sebastian Kurz dessen politischen Aufstieg durch manipulierte Umfragen unterstützt und dafür Mittel des Finanzministeriums verwendet haben könnten.

Wie wurde Schuster Generalsekretär?

Die Grünen wollten wissen, ob Schuster ÖVP-Mitglied sei, was dieser bejahte – er sei aber ausschließlich dem Finanzministerium verpflichtet. Die Grünen fragten zu einem Chat, in dem er die Zeile „Wir haben die Mehrheit“ schrieb. Ob mit „wir“ die ÖVP gemeint sei? Schuster gab hierzu keine klaren Angaben. Fragen zu seiner Generalsekretär-Werdung folgten – wer ihn angesprochen habe. Er habe sich „mit mehreren Personen“ ausgetauscht, auch mit Blümel. Er habe sich „dem Finanzministerium verpflichtet“ gefühlt. Zur Frage, ob Blümel auf ÖVP-Finanzminister Hartwig Löger eingewirkt habe, blieb Schuster diffus.

Dietmar Schuster beim ÖVP Untersuchungsausschuss
ORF.at/Lukas Krummholz
Schuster (l.) bei seiner Ankunft im Vorfeld der Befragung

Auch sei bereits ein Nachfolger für Schmid gesucht worden, obwohl dieser noch gar nicht bestellt worden sei, so Tomaselli. In den Vorgang sei er „nicht eingebunden“ gewesen, er sei Budgetexperte, so Schuster. Hier der Schwenk zu den Beinschab-Umfragen: Dass das Finanzminister Umfragen durchführt, habe er gewusst – er sei aber „nie operativ eingebunden gewesen“, so Schuster. Zum Stellenwert der „Qualitätssicherung“ bei der Mittelvergabe (Stichwort: Vergabe von Forschungsförderungsmitteln) seitens des Ministeriums blieb Schuster relativ wortkarg bzw. allgemein.

Bewerber aus politischen Gründen im Vorteil?

Auch NEOS-Fraktionschefin Stephanie Krisper fragte zur Jobwerdung Schusters und zu anderen Postenbesetzungen – konkret jenen des Leiters im Amt für Betrugsbekämpfung. Schuster war damals an der Spitze der Begutachtungskommission. Eine Mitarbeiterin des Finanzministeriums hatte in ihrer Befragung angegeben, dass bei der Besetzung der Kommission Bewerberinnen und Bewerber aus politischen Gründen vorgezogen worden seien. Die Empfehlung für den jetzigen Leiter sei einstimmig gewesen, so Schuster.

Bewerberin „zum Rückzug bewegt“?

Beim Finanzamt für Großbetriebe soll Schuster die ehemalige Sektionschefin gebeten haben, eine höchst geeignete Kandidatin zum Rückzug ihrer Bewerbung zu bewegen, wie Krisper vortrug. „Ich sagte Dr. Schuster dann, ich könne das nicht tun, er solle es selber tun, was er seinerseits ablehnte“, habe die damalige Beamtin den Ermittlern der WKStA erzählt, so Krisper. „Ich weise aufs Schärfste zurück, dass ich Sie dazu aufgefordert habe, die Bewerbung zurückzuziehen“, so Schuster, der mehrfach auf einen tragischen Vorfall mit Todesfolge als Rahmenbedingung der damaligen Entwicklungen hinwies.

Inhaltliche Prüfung" bei Inseratenvergaben nicht Kompetenz

ÖVP-Fraktionsführer Andreas Hanger fragte Schuster, inwieweit er in Inseratenvergaben eingebunden gewesen sei. Man habe keine inhaltliche Prüfung durchführt, sondern habe nur eine korrigierende Funktion gehabt. Die Entscheidungen treffe die Kommunikationsabteilung, diese koordiniere sich mit dem jeweiligen Pressesprecher des Ministeriums.

„Wird dir ewig dankbar sein und nur dir dienen“

Von Verfahrensrichter Wolfgang Pöschl wurde Schuster eingangs zum Verhältnis zu Schmid gefragt: Er sei „sehr fordernd“ und „dominant“ gewesen, so Schuster, schließlich habe Schmid „alle zentralen Entscheidungen auf sich zentriert“. Vorgelegt wurde ihm eine Nachricht von Schmid an Ex-Finanzminister Gernot Blümel – darin heißt es: „(…) Schuster wird dir ewig dankbar sein und nur dir dienen“. Wozu muss er ihnen dankbar sein, wollte der Verfahrensrichter wissen. Bewerten wolle und könne er das nicht, er sei weder Sender noch Empfänger, so Schuster.

Nach dem öffentlichen Bekanntwerden des Beinschab-Österreich-Tools sei eine interne Revision gestartet worden, und man habe das Budget gekürzt. Auch sei eine Organisationsreform in Durchführung. Von 28 Akten hätten 26 keine Studien aufgewiesen, so der Verfahrensrichter. „Was sagen Sie dazu?“, wollte Pöschl wissen. Man habe versucht, Sofortmaßnahmen zu setzen. Auch sei der Leiter der Kommunikationsabteilung suspendiert worden (er wird am Nachmittag befragt).

SPÖ: „Steuergeldmissbrauch durch Ministerien“

SPÖ-Fraktionsführer Kai Jan Krainer sprach im Vorfeld von Schusters Befragung von „Steuergeldmissbrauch durch Ministerien“. Der Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig (ÖVP) habe sich in seiner ehemaligen Funktion als Bauernbund-Direktor persönlich als „Inseratenvermittler“ eingeschalten. So habe man etwa ein Arbeitnehmer-Veranlagungsinserat in der Bauernzeitung gefunden, das mache inhaltlich keinen Sinn, so Krainer sinngemäß, hier gehe es offenbar nur darum, dass man der eigenen Parteizeitung Inserate zuschanze.

Hanger: „Legal“

Inserate in der Bauernzeitung durch die öffentliche Hand sind "legal“, sagte ÖVP-Fraktionsführer Hanger eingangs. Auch die bäuerliche Bevölkerung habe ein Recht, über Veranlagungsfragen informiert zu werden. Bei der SPÖ und FPÖ habe es das in gleicher – ebenso legalen – Weise gegeben. Man müsse sich im Falle der SPÖ Wien auch die parteinahen Verlage anschauen. Generell gelte der Umstand: „Wer im Glashaus sitzt, soll nicht mit Steinen werfen.“ Generell sei er dafür, Änderungen zu diskutieren. Hanger sagte, „Meinung zu beeinflussen, sei eine Idee der SPÖ“.

FPÖ: „Steuergeld in ÖVP-Geld verwandelt“

FPÖ-Fraktionsführer Christian Hafenecker sagte, es sei „wurscht, wer von wem dieses System übernommen habe“. Die Inserate in der Bauernzeitung seien gewiss legal, nur die Optik sei „verheerend“. Man müsse die moralische Komponente beachten. Im Finanzministerium habe man es geschafft, „Steuergeld in ÖVP-Geld zu verwandeln“. Man wolle sich heute anschauen, wie es etwa mit der Anbahnung von Inseraten funktioniert habe.

Zudem brachte Hafenecker einen „Sideletter“ aus 2015 auf, es handle sich um die „Initialzündung für das Projekt Ballhausplatz". Es sei ein Schreiben zwischen Ex-Finanzminister Schelling und dem damals amtierenden Außenminister Kurz (ÖVP).

NEOS: „Ministerien zu Diensten der ÖVP“

NEOS-Fraktionsvorsitzende Krisper sagte, die Ministerien rückten „nicht zu Diensten des Landes aus, sondern zu Diensten der ÖVP“. „Parteigängerleute“ seien „an die Schalthebel gesetzt“ worden, so auch die heutigen Auskunftspersonen, so die NEOS-Politikerin. Seien einmal die „richtigen Leute an den Schalthebeln“, werde „die Geldkiste ausgemacht“. „Dieses System laufe bis heute“, so Krisper – es sei eine „unsägliche Unverfrorenheit, hier weiter so vorzugehen“, so Krisper.

Grüne: „Umfragenschlupfloch und Inseratenschlupfloch“

Grünen-Fraktionschefin Tomaselli sprach eingangs vom „Umfragenschlupfloch“, damit hätten die Türkisen nicht nur die Bevölkerung getäuscht, sondern auch „die eigenen Leut“. Dazu käme das „Inseratenschlupfloch“, zuletzt sei das Landwirtschaftsministerium bzw. die Bauernzeitung in den Fokus gerückt. Tomaselli sagte, jene Schlupflöcher sollen mittels Aufarbeitung der Internen Revision im Landwirtschaftsministerium gestopft werden. Am Ende solle das Geld wieder „zurückgezahlt werden“, um die Republik schadlos zu halten.

Das „Ibiza-Video“ wird für dessen Drahtzieher Julian Hessenthaler keine strafrechtlichen Folgen haben. Die Staatsanwaltschaft Wien hat das Verfahren gegen den Detektiv eingestellt, bestätigte Behördensprecherin Nina Bussek auf APA-Anfrage einen Bericht der „Kronen Zeitung“. Gegen den Lockvogel, die vermeintliche Oligarchennichte, gibt es vorerst eine Teileinstellung, nämlich zum Vorwurf der Täuschung.

Der Rest des Verfahrens gegen die Osteuropäerin ist abgebrochen, da man ihrer bisher nicht habhaft werden konnte. Dieser Teil könnte wieder aufgenommen werden, sollte die Frau wieder auftauchen.

Hessenthaler produzierte das Video, das den ehemaligen FPÖ-Chef und Vizekanzler Heinz-Christian Strache und FPÖ-Klubobmann Johann Gudenus in einer Villa auf Ibiza im Gespräch mit einer vermeintlichen Oligarchennichte zeigt und letztlich zum Aus für die türkis-blaue Regierung führte. Die Frau konnte bisher trotz internationaler Fahndung nicht ausgeforscht werden. Hessenthaler wurde wiederum wegen eines Drogendelikts zuletzt erstinstanzlich verurteilt.

Die Regeln für den Quereinstieg in den Lehrerberuf sollen erleichtert werden. Das ist das Ziel einer Dienstrechtsnovelle, die heute den Ministerrat passiert hat. Gleichzeitig wurde die Bezahlung der Lehrenden in der Sommerschule geklärt. Ausbezahlt wird mehr als bisher, dazu gibt es eine Freizeitoption.

Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) betonte im Pressefoyer nach der Regierungssitzung, dass die Beschlüsse dazu beitragen sollten, den öffentlichen Dienst als Arbeitgeber attraktiver zu machen, gebe es doch auch hier den ein oder anderen Mangel etwa durch Pensionierungswellen.

Für ÖVP-Bildungsminister Martin Polaschek handelt es sich um einen wichtigen Meilenstein, den Quereinstieg zu erleichtern. Der war zwar bisher schon möglich, nun soll es aber einfacher werden, etwa indem die Eingangsvoraussetzungen präzisiert werden.

Neuerungen bei Sommerschule

Was die Sommerschule angeht, sollen Lehramtsstudierende künftig eine finanzielle Abgeltung von 30 Euro pro Stunde erhalten. Weiter werden Praxispunkte für das Studium angerechnet. Lehrer können wählen, ob sie 50 Euro pro Stunde oder Abschlagsstunden im folgenden Schuljahr in Anspruch nehmen.

Die Schulleitungen erhalten gestaffelt eine Abgeltung. Diese Regeln gelten bereits im heurigen Jahr. Die Sommerschule findet immer in den letzten beiden Ferienwochen statt.

Fast 40.000 Kinder und Jugendliche sollen dabei an rund 1.000 Standorten unterrichtet werden, so Polaschek. Personal sei ausreichend vorhanden. Ziel ist es dabei, Lernrückstände aufzuholen. Für ukrainische Schülerinnen und Schüler wird vertiefender Förderunterricht mit Schwerpunkt Sprachförderung angeboten.

Die neue Ressortaufteilung in der Regierung verzögert sich: Wegen einer Panne in der Parlamentsdirektion wird der Bundesrat das neue Bundesministeriengesetz heute nicht beschließen. Es wurde nämlich vergessen, einen Abänderungsantrag aus dem Ausschuss in den Gesetzestext einzuarbeiten, der Nationalrat hat daher Mitte Juni nicht die aktuellste Version beschlossen, bestätigte die Parlamentsdirektion gegenüber der APA einen Bericht der „Vorarlberger Nachrichten“.

Mit der Novelle des Bundesministeriengesetzes sollen die Kompetenzen im ÖVP-Regierungsteam nach den Rücktritten von Elisabeth Köstinger und Margarete Schramböck Mitte Mai neu geordnet werden. Das Wirtschaftsministerium wird ins Arbeitsressort integriert.

Außerdem wird das Landwirtschaftsministerium verkleinert: Der Tourismusbereich wandert ins Arbeitsministerium und die Zivildienstagenden wiederum ins Kanzleramt, wo sie vom Jugendstaatssekretariat mitbetreut werden. Der Bereich Telekom wechselt ins Finanzministerium, das vom Wirtschaftsministerium zudem die Digitalisierung erhält.

Formal ist diese Änderung allerdings noch nicht vollzogen, und es heißt weiter warten: „Das Gesetz wird heute nicht beschlossen, es muss zuerst korrigiert werden“, sagte Bundesratspräsidentin Christine Schwarz-Fuchs (ÖVP) zu den „VN“.

Im Fall der Missstände in dem AMA-zertifizierten Schweinemastbetrieb im Bezirk Korneuburg in Niederösterreich weist der für Tierschutzangelegenheiten zuständige Landesrat Gottfried Waldhäusl (FPÖ) die Verantwortung von sich. Schuld sei der betreuende Tierarzt.

Mehr dazu in noe.ORF.at

Mit dem Zug ist heute das niederländische Königspaar Willem-Alexander und Königin Maxima nach Graz gereist. Nach zwei Tagen in Wien steht in der steirischen Landeshauptstadt vor allem das Thema Mobilität im Fokus des Staatsbesuchs.

Mehr dazu in steiermark.ORF.at

COV Inland

Der Verfassungsgerichtshof (VfGH) beurteilt die CoV-Impfpflicht als verfassungskonform – weil sie ohnehin nicht angewendet wird. Angesichts der „derzeit geltenden COVID-19-Nichtanwendungsverordnung (…) bestehen keine verfassungsrechtlichen Bedenken gegen die zulässigerweise angefochtenen Bestimmungen“, schreiben die Höchstrichter in ihrem Erkenntnis, das heute veröffentlicht wurde.

Ursprünglich wurde die Entscheidung des Verfassungsgerichtshofs zur Impfpflicht mit Spannung erwartet. Das Gesetz war zwar am 4. Februar in Kraft getreten, schlagend wurde es aber nie. Unmittelbar vor dem mit Strafen verbundenen „Scharfstellen“ am 16. März wurde die Impfpflicht ausgesetzt. Sie sei angesichts der epidemiologischen Lage nicht verhältnismäßig, hieß es. Vergangenen Donnerstag gab die Regierung schließlich bekannt, dass die Impfpflicht gegen das Coronavirus endgültig abgeschafft wird.

Entscheidung genau an Tag der Abschaffung

Just an diesem Tag entschieden auch die Verfassungsrichter über den Antrag eines Wieners, der unter anderem vorgebracht hatte, die Impfpflicht verletze das Recht auf Achtung des Privatlebens (Art. 8 der Europäischen Menschenrechtskonvention), denn dieses umfasse auch die medizinische Entscheidungsfreiheit und körperliche Integrität. Der VfGH hatte den Antrag nach der Sach- und Rechtslage zum Zeitpunkt seiner Entscheidung zu beurteilen, wurde in einer Presseaussendung betont, und diese wurde am 23. Juni getroffen.

Dass der VfGH die Impfpflicht, wäre sie nicht abgeschafft worden, als nicht verfassungskonform beurteilt hätte, lässt sich aber nicht als Umkehrschluss aus dem Erkenntnis gewinnen. Das Höchstgericht hielt in seiner Entscheidung allerdings fest, dass die Impfpflicht ein besonders schwerer Eingriff in die körperliche Integrität und das Selbstbestimmungsrecht des Einzelnen sei. Daher gelte auch ein strenger Maßstab bei der Prüfung.

Die 7-Tage-Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in den abgelaufenen sieben Tagen je 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner, liegt laut Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) bei 689,8 (Stand: gestern, 14.00 Uhr).

Am höchsten ist die Zahl in Wien (1.062,7) und dem Burgenland (839,2). Am niedrigsten ist der Wert in Kärnten (378,9) und Tirol (504,5).

Das Berichtsschema der AGES zeigt die Zahlen vom Vortag – wie die Meldung der Ministerien. Wesentlicher Unterschied zu den Ministeriumsmeldungen: Laborbestätigte Fälle, Tote etc. werden nicht zum Meldezeitpunkt dargestellt, sondern zum Diagnose- bzw. Sterbedatum. In der Darstellung in ORF.at wird auch täglich transparent gemacht, welchen Tagen die neu gemeldeten Fälle zugeordnet werden.

Ministerien melden 10.189 Neuinfektionen

Das Gesundheits- und das Innenministerium haben 10.189 neu registrierte Coronavirus-Fälle innerhalb der letzten 24 Stunden (Stand: gestern, 9.30 Uhr) gemeldet. Diese Zahlen meldeten die Bundesländer an den nationalen Krisenstab.

18.768 Menschen verstarben bisher am oder im Zusammenhang mit dem Coronavirus. 842 infizierte Personen werden derzeit in einem Spital behandelt, davon 47 auf Intensivstationen.

Karten, Grafiken und Informationen zu aktuellen Fällen und zum Epidemieverlauf in ORF.at/corona/daten

Erklärung zur Zählweise und weiteren Fragen in ORF.at/corona

Ausland

Im von Protesten erschütterten Ecuador ist ein Antrag für eine Amtsenthebung von Präsident Guillermo Lasso im Parlament gescheitert. Anstelle der erforderlichen 92 Abgeordneten stimmten gestern Abend (Ortszeit) lediglich 80 für eine Amtsenthebung des konservativen Präsidenten, der wegen der Proteste gegen hohe Lebenshaltungskosten unter Druck steht.

Ecuadors Präsident Guillermo Lasso
APA/AFP/Ecuadorian Presidency/Bolivar Parra

Das lateinamerikanische Land erlebt seit knapp zwei Wochen landesweite Demonstrationen der indigenen Bevölkerung. Die Demonstrierenden fordern neben niedrigeren Treibstoffpreisen auch eine Senkung der Lebensmittelpreise, mehr Arbeitsplätze und mehr öffentliche Gelder für Gesundheitsversorgung und Bildung. Bei gewaltsamen Auseinandersetzungen mit der Polizei wurden bisher fünf Demonstrierende getötet und Dutzende weitere verletzt.

Zuletzt war Lasso den Forderungen der Demonstrierenden entgegengekommen: Die Preise für Benzin und Diesel wurden um jeweils zehn US-Cents pro Gallone (3,78 Liter) gesenkt.

Die spanische Justiz hat Ermittlungen zum Tod von mindestens 23 Migrantinnen und Migranten bei einem Massenansturm auf die spanische Exklave Melilla eingeleitet. Spaniens Generalstaatsanwältin Dolores Delgado ordnete die Ermittlungen gestern nach offiziellen Angaben angesichts der „Schwere der Ereignisse, die die Menschenrechte und die Grundrechte von Personen betreffen könnten“, an.

Der Tod der Migrantinnen und Migranten hatte international für Empörung gesorgt. Rund 2.000 Migranten hatten am vergangenen Freitag versucht, über die Grenze zwischen Marokko und der spanischen Exklave zu gelangen. Dabei kamen mindestens 23 von ihnen zu Tode.

Die UNO warf Spanien und Marokko gestern „unangemessene Gewalt“ vor und verlangte eine unabhängige Untersuchung. Die Gewalt habe zum „Tod von Dutzenden Menschen“ geführt, bei denen es sich um Asylwerber und Migranten gehandelt habe, erklärte UNO-Sprecher Stephane Dujarric. Diese Vorgänge seien „inakzeptabel“ und müssten „untersucht werden“. Das Thema soll auch in einer Sitzung des UNO-Sicherheitsrates heute zur Sprache kommen.

Die Ex-Partnerin des verstorbenen US-Multimillionärs Jeffrey Epstein, Ghislaine Maxwell, soll wegen Sexualverbrechen 20 Jahre lang in Haft. Der Schuldspruch erfolgte bereits im Dezember, gestern wurde das Strafmaß verkündet. Maxwell soll Epstein jahrzehntelang dabei unterstützt haben, Minderjährige zu missbrauchen.

Lesen Sie mehr …

COV Ausland

Berater der US-Arzneimittelbehörde FDA haben für den Herbst Änderungen bei den CoV-19-Impfstoffen empfohlen, mit denen die aktuell zirkulierenden Varianten des Virus abgedeckt werden können. Mit großer Mehrheit sprach sich das Beratungskomitee der Behörde dafür aus, dass die neue Generation von Booster-Impfungen vor der Omikron-Variante des Virus schützen solle.

Die FDA will nun bis Anfang Juli über die Zusammensetzung der Covid-19-Impfstoffe für den Herbst entscheiden. Mit der Verabreichung von angepassten Auffrischungsimpfungen könne dann bis Anfang Oktober begonnen werden, sagte Peter Marks, Leiter des FDA-Zentrums für die Bewertung und Erforschung biologischer Produkte, am Rande des Treffens mit den Experten. „Je besser die Impfstoffe auf den zirkulierenden Stamm abgestimmt sind, desto höher ist unserer Meinung nach die Wirksamkeit des Impfstoffs und desto dauerhafter ist der Schutz.“

Moderna, Biontech und Pfizer in Startlöchern

Das US-Biotechunternehmen Moderna sowie die Partner Biontech und Pfizer stehen mit ihren an die hochansteckende Omikron-Variante angepassten Impfstoffen bereits in den Startlöchern. Beide hatten erst kürzlich erste Daten zu den Vakzinen veröffentlicht. Der Omikron-Booster von Moderna – eine Kombination aus dem ursprünglichen Moderna-Vakzin Spikevax und einem gegen die Omikron-Variante gerichteten Impfstoffkandidaten – erzielte demnach eine bessere Antikörperreaktion als Spikevax.

Die angepassten Impfstoffe von Moderna und Biontech/Pfizer haben gemeinsam, dass sie zwar auch gegen die in letzter Zeit vorherrschenden Omikron-Untervarianten BA.4 und BA.5 gut abschnitten – allerdings in geringerem Maße als gegen die Variante BA.1, die im vergangenen Winter dominierte und gegen die die Impfstoffe speziell entwickelt wurden. Die Studienergebnisse wurden der FDA im Vorfeld ihres Treffens vorgelegt und auch mit der Internationalen Koalition der Arzneimittelzulassungsbehörden (ICMRA) vor anstehenden Gesprächen am 30. Juni geteilt.

Gesundheit

Beim Beruf „Arzt“ denken die meisten immer noch an weiße Männer. Selbst wer weiß, dass das ein Vorurteil ist, reagiert bei einer Behandlung durch „Weiße-Männer-Ärzte“ körperlich stärker als bei Ärztinnen oder Ärzten anderer Hautfarbe. Das zeigt eine spektakuläre Placebostudie, bei der Patientinnen und Patienten eine „schmerzlindernde“ Salbe auf die Haut geschmiert wurde.

Mehr dazu in science.ORF.at

Die USA weiten ihre Impfkampagne gegen die Affenpocken aus. Das US-Gesundheitsministerium kündigte gestern an, umgehend 56.000 Impfdosen für Gegenden mit hohen Übertragungsraten freizugeben. Das ist mehr als fünfmal so viel, wie bisher insgesamt in dem Land verteilt wurde. Die US-Regierung will sich in den kommenden Wochen zudem 240.000 zusätzliche Impfdosen sichern. Insgesamt sollen in diesem Jahr 1,6 Millionen Impfdosen verfügbar sein.

Affenpocken-Imfpstation in Washington
Reuters/Gavino Garay

Nach Angaben der US-Gesundheitsbehörde CDC wurden bisher beim derzeitigen Affenpockenausbruch weltweit 4.700 Fälle gemeldet. In den USA gab es 306 Fälle, von denen keiner tödlich verlief.

Vorerst kein globaler Gesundheitsnotstand

Bei den Affenpocken handelt es sich um eine weniger gefährliche Verwandte der seit etwa 40 Jahren ausgerotteten Pocken, die üblicherweise in West- und Zentralafrika vorkommt. Seit Mai breiten sich die Affenpocken aber auch in anderen Ländern aus, vor allem in Westeuropa. Zu den typischen Symptomen der Krankheit gehören hohes Fieber, geschwollene Lymphknoten und Schafblattern-ähnliche Bläschen. Übertragen wird die Krankheit durch engen Körper- und Hautkontakt.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) entschied am Wochenende, wegen der Affenpocken vorerst nicht den internationalen Gesundheitsnotstand auszurufen. Nach Angaben von WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus wird der Affenpocken-Ausbruch derzeit nicht als gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite eingestuft – die höchste Alarmstufe bei der WHO.

Umwelt & Klima

Die Zukunft wird heiß, und besonders Städte brauchen neue Strategien, um damit umzugehen. Wie der zukünftige Wohnbau aussehen könnte, war die Leitfrage der Internationalen Bauausstellung in Wien. Konkrete Beispiele aus Wien zeigen, wie die städtische Hitze erträglicher gemacht werden kann.

Mehr dazu in science.ORF.at

Die bedenkliche Entwicklung auf den heimischen Gletschern aufgrund des Klimawandels schreitet unaufhörlich voran: Der Hintereisferner in den Ötztaler Alpen in Tirol erreichte heuer so früh wie noch nie den „Glacier Loss Day“. Bereits seit dem 22. Juni steuert der Gletscher auf eine negative Jahresbilanz zu, teilte die Uni Innsbruck mit.

Mehr dazu in tirol.ORF.at

Die deutsche Bundesregierung plant eine Offensive zum Einbau von Wärmepumpen als umweltfreundlicher Alternative zur Öl- und Gasheizung – aus Sicht der FDP fehlen dafür aber Fachkräfte. „Ohne zusätzliche Handwerker bleibt das Ziel, 500.000 Wärmepumpen im Jahr zu installieren, eine gut gemeinte Hoffnung“, sagte die FDP-Politikerin Sandra Weeser, Vorsitzende des Bauausschusses im Deutschen Bundestag, der Deutschen Presse-Agentur.

Deutschlands Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) müsse nun unbedingt die Fachkräftefrage ins Zentrum stellen. Habeck sowie Bauministerin Klara Geywitz (SPD) laden heute Verbände zu einem „Wärmepumpen-Gipfel“ ein. Wärmepumpen könnten einen wichtigen Beitrag leisten, um Klimaziele zu erreichen und Deutschland unabhängiger von Energieimporten zu machen, hieß es im Vorfeld mit Blick auf russisches Gas. Damit das gelinge, müsse es einen Hochlauf der Wärmepumpenproduktion und -installation sowie deren Netzanbindung geben.

Weeser plädiert für „Technologieoffenheit“

Weeser sagte, Habeck müsse zusammen mit Arbeitsminister Hubertus Heil und Innenministerin Nancy Faeser (beide SPD) die im Koalitionsvertrag vereinbarte Reform zur Fachkräftezuwanderung noch 2022 auf den Weg bringen. Sie plädierte außerdem für Technologieoffenheit. Für Altbauten bedeute das Holzpelletsheizungen, synthetische Brennstoffe und Hybridlösungen. „Wollen wir den gesamten Gebäudebestand von russischem Gas unabhängig machen, können wir es uns nicht leisten, auf diese Technologien zu verzichten.“

Die deutsche Koalition hatte im März entschieden, dass ab dem 1. Jänner 2024 möglichst jede neu eingebaute Heizung zu 65 Prozent mit erneuerbaren Energien betrieben werden soll. Außerdem soll der Rahmen dafür geschaffen werden, dass Immobilieneigentümer über 20 Jahre alte Heizungsanlagen austauschen, dazu sollen Förderungen verbessert werden. Bei Industrie, Handwerk und Privathaushalten solle eine große „Wärmepumpen-Offensive“ gestartet werden.

Sport

Wenn der FC Wacker Innsbruck heute zur außerordentlichen Generalversammlung lädt, wird über die Zukunft des Vereins abgestimmt. Und diese Zukunft könnte mehr als düster aussehen. Im schlechtesten Fall droht dem Club nämlich der Gang in die neunte Liga und damit der Absturz in die sportliche Bedeutungslosigkeit. Bei der Generalversammlung geht es um die Frage, wer den aktuellen Scherbenhaufen beim Zwangsabsteiger der Admiral 2. Liga beseitigen soll. Denn der ist weiter hoch und undurchsichtig.

Lesen Sie mehr …

Superstar Serena Williams hat bei der mit Spannung erwarteten Rückkehr nach einjähriger Pause eine dramatische Niederlage beim Rasenklassiker in Wimbledon erlitten. Die 23-fache Grand-Slam-Turniersiegerin verlor gestern Abend nach 3:10 Stunden mit 5:7 6:1 6:7 (7/10) gegen die Französin Harmony Tan.

Lesen Sie mehr …

Ein Oval mit einer Rundenlänge von 200 Metern und Steilwandkurven mit einer Neigung von 45 Grad: Die Radrennbahn im Linzer Hafenviertel öffnet ab Juli seine Pforten. Mitfahren kann jeder, der ein Training durch den Verein Velodrom Linz absolviert hat.

Mehr dazu in ooe.ORF.at

Wirtschaft

Wegen der ökonomischen Auswirkungen des Ukraine-Krieges sind zuletzt etwa die Preise für Getreide, Sprit und Düngemittel gestiegen. Befürchtet wird zudem eine Verschlechterung der Lebensmittelversorgung, insbesondere in Entwicklungs- und Schwellenländern. Eine Beruhigung ist vorerst nicht in Sicht, Unsicherheiten könnten die Märkte auch in den nächsten Jahren begleiten, geht aus dem Agrarausblick 2022–2031 der FAO und der OECD hervor.

Demnach ist mit einer Erholung der Preise heuer nicht zu rechnen. Von einer Normalisierung sei mittelfristig auszugehen, sofern sich die ökonomische und politische Großwetterlage entspanne, heißt es in dem Bericht. Auch die hohen Transportkosten, zuletzt befeuert von Pandemie und Krieg, dürften sich auf Vor-Pandemie-Niveau einpendeln, wenn es nicht zu weiteren Erschütterungen an den Märkten komme.

Technologischer Fortschritt als Treiber

Die Agrarproduktion wird in den nächsten zehn Jahren nach Ansicht der beiden Organisationen jährlich im Schnitt um 1,1 Prozent wachsen. Als Treiber des Wachstums dürfte sich der technologische Fortschritt erweisen, wobei mögliche weitere Preissteigerungen und daraus resultierend höhere Produktivitätskosten das Wachstum eindämmen könnten.

Vor allem Viehzucht könnte Emissionen erhöhen

Der Emissionsausstoß durch die weltweite Nahrungsproduktion sei bereits problematisch, könnte sich laut der Prognose von 2022 bis 2031 jedoch um weitere sechs Prozent erhöhen, wobei sich die Viehzucht als wesentlicher Treiber erweisen werde. In Relation zur gesteigerten Produktion dürften sich die Erhöhung der landwirtschaftlichen Emissionen dank besserer Erträge aber in Grenzen halten, schreiben FAO und OECD in ihrem Bericht.

„Hunger kann nicht bis 2030 beendet werden“

Das Ziel der Vereinten Nationen, dem Hunger bis 2030 global ein Ende zu setzen, könne aus jetziger Sicht nicht erreicht werden. Mit der angepeilten Reduktion der Treibhausgase sei das außerdem nur dann vereinbar, wenn die Produktivität der Landwirtschaft um ein Vielfaches dessen zunehme, was für die nächsten zehn Jahre erwartet wird.

Der Mangel an gut ausgebildeten Fachkräften ist für die Unternehmen mittlerweile deutlich spürbar. Laut einer Umfrage des Gläubigerschutzverbandes KSV1870 will mehr als ein Viertel der rund 1.300 befragten Firmen (27 Prozent) bis Jahresende den Personalstand anheben. Die Suche nach qualifiziertem Personal gestaltet sich jedoch schwierig. Abhilfe könnte von einer Modernisierung des Ausbildungssystems kommen. Zudem muss das Angebot der Arbeitgeber stimmen.

„Viele Unternehmen sind händeringend auf der Suche nach gut ausgebildeten Fachkräften, die sie im Moment jedoch nur schwer finden“, sagte KSV-Chef Ricardo-Jose Vybiral. Auch frei werdende Stellen sollen in zwei Drittel (67 Prozent) der Firmen nachbesetzt werden. Mehr Personal anheuern wollen derzeit vor allem Betriebe im Gastgewerbe (43 Prozent) und im Bereich elektronische Datenverarbeitung (40 Prozent), nach Bundesländern ist die Nachfrage in Vorarlberg (41 Prozent), Wien (33 Prozent) und Kärnten (30 Prozent) am größten, schreibt der KSV.

Um dem Fachkräftemangel künftig zu begegnen, fordern die Unternehmen Unterstützung vom Staat in Form einer Modernisierung des Ausbildungssystems. Zudem brauche es mehr praxisnahe Ausbildungsplätze direkt in den Betrieben und eine Entstigmatisierung des Lehrberufs.

Dass aber auch das Angebot der Arbeitgeber stimmen muss, ist in den Firmen ebenfalls angekommen. Um attraktiv für Arbeitssuchende zu sein, müsse ein Unternehmen vor allem ein gutes Arbeitsklima (63 Prozent), eine ausgewogene Work-Life-Balance (49 Prozent) und ein leistungsorientiertes Gehalt (43 Prozent) bieten, meinen die befragten Betriebe.

Der bereits rasante Preisauftrieb in Spanien hat sich beschleunigt. Die nach europäischer Methode gemessenen Verbraucherpreise (HVPI) erhöhten sich im Juni gegenüber dem Vorjahresmonat um 10,0 Prozent, wie das Statistikamt INE heute in Madrid mitteilte. Im Vormonat hatte die Rate 8,5 Prozent betragen.

Analysten wurden von der Stärke des Preisauftriebs überrascht. Sie hatten für Juni im Schnitt nur mit einer Inflationsrate von 8,7 Prozent gerechnet. Auch im Monatsvergleich fiel der Preisanstieg unerwartet stark aus. In dieser Betrachtung legten die Verbraucherpreise um 1,8 Prozent zu, während der Markt nur einen Zuwachs um 0,8 Prozent erwartet hatte.

EZB stellt Zinserhöhungen in Aussicht

Im Tagesverlauf werden Inflationsdaten aus Deutschland veröffentlicht, morgen folgen Preisdaten aus Frankreich und am Freitag die Daten aus Italien und der Euro-Zone insgesamt. In Österreich stieg die Inflation zuletzt auf 7,7 Prozent.

Angesichts der hohen Inflation im Euro-Raum hat die Europäische Zentralbank (EZB) ab Juli Zinserhöhungen in Aussicht gestellt. Andere Zentralbanken wie die US-Notenbank und die Bank of England haben die Leitzinsen bereits im Kampf gegen die hohe Inflation kräftig erhöht.

Chronik

Bei einem Verkehrsunfall in Wien-Donaustadt ist gestern eine Zwölfjährige lebensgefährlich verletzt worden. Das Mädchen überquerte die Straße auf dem Schutzweg und wurde von einem Auto erfasst. Laut Zeugenaussagen sollen beide Ampeln Grünlicht gezeigt haben.

Mehr dazu in wien.ORF.at

Ein 20-Jähriger aus dem Bezirk Feldkirch in Vorarlberg ist Opfer einer Erpressung geworden. Er schickte einer vermeintlichen Frau, die er online kennengelernt hatte, Sexfotos und Sexvideos von sich. Die Frau war allerdings ein Mann, der von seinem Opfer einen sechsstelligen Euro-Betrag erpresste.

Mehr dazu in vorarlberg.ORF.at

Gestern Abend und in Nacht sind erneut schwere Gewitter über Oberösterreich gezogen. Dieses Mal war vor allem das Hausruckviertel betroffen, aber auch in Linz und in den Bezirken Linz-Land, Schärding sowie im Mühlviertel mussten die Feuerwehren ausrücken.

Mehr dazu in ooe.ORF.at

Protestierende Bauern in den Niederlanden haben gestern am späten Abend mit einem Traktor eine Polizeiabsperrung vor dem Wohnhaus der niederländischen Umweltministerin Christianne van der Wal durchbrochen. Ein Polizeiauto sei beschädigt und ein Gülletank geleert worden, teilte die Polizei in der Nacht auf heute bei Twitter mit. Die Situation in Hierden östlich von Amsterdam sei bedrohlich und inakzeptabel gewesen. Es seien „Grenzen überschritten“ worden.

Später sei die Situation wieder überschaubar gewesen. Die Ministerin war zu dem Zeitpunkt nicht zu Hause, wie die Agentur ANP unter Berufung auf einen Sprecher berichtete.

Gegen Stickstoffreduktionen

Die Bauern protestieren gegen geplante Maßnahmen der Regierung. Der Ausstoß von Stickstoff muss nach einem höchstrichterlichen Urteil stark reduziert werden. Bei Naturgebieten soll der Schadstoffausstoß um rund 70 Prozent verringert werden. Das kann nach Regierungsangaben das Aus für etwa 30 Prozent der Viehbetriebe bedeuten.

Die Niederlande sind einer der weltweit größten Exporteure von Agrarprodukten. 2021 wurden Produkte im Wert von etwa 105 Milliarden Euro exportiert. Jahrzehntelang hatte das Land sich nicht an die europäischen Schadstoffnormen gehalten. Landwirtschaft ist der größte Verursacher von Stickstoff.

Medien

Die seit Jahren an Darmkrebs erkrankte BBC-Moderatorin Deborah James ist im Alter von 40 Jahren verstorben. Sie sei gestern friedlich im Kreise ihrer Angehörigen gestorben, teilte die Familie auf Instagram mit. „Wir sind unglaublich stolz auf sie (…) und ihre unendlichen Bemühungen, das Bewusstsein für Krebs zu schärfen.“ Selbst in ihren schwierigsten Momenten sei ihre Entschlossenheit inspirierend gewesen.

James hatte sich einen Namen gemacht mit einem BBC-Podcast über Krebs, in dem sie sehr offen über ihre eigene Darmkrebserkrankung sprach. Im Mai hatte die Mutter eines Buben und eines Mädchens öffentlich gemacht, dass keine Heilung möglich sei. Zugleich startete sie eine Spendenaktion und sammelte knapp sieben Millionen Pfund (rund 8,1 Mio. Euro) zugunsten der Krebsforschung.

Der britische Premierminister Boris Johnson schrieb auf Twitter, er sei „zutiefst traurig“. „Das Bewusstsein, das sie für Darmkrebs geschaffen hat, und die Forschung, die ihre Kampagne finanziert hat, werden ihr dauerhaftes Vermächtnis bleiben. Dank ihr werden viele, viele Leben gerettet.“

Königin Elizabeth II. ernannte James zur Dame und erhob sie in den Adelsstand, Prinz William besuchte sie und überreichte ihr persönlich ihren Ritterorden.

IT

Im Ringen um Einsparungen macht der weltgrößte Elektroautobauer Tesla sein Büro im kalifornischen San Mateo dicht. Die dort rund 200 Beschäftigten, die für das Fahrerassistenzsystem Autopilot arbeiteten, seien gekündigt worden, sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters.

Es handle sich hauptsächlich um Mitarbeiter, die auf Stundenlohnbasis bezahlt worden seien. Tesla war zunächst nicht für eine Stellungnahme erreichbar.

„Super schlechtes Gefühl“ über Wirtschaftsentwicklung

Tesla-Chef Elon Musk hatte intern schon Anfang Juni über die Pläne für Stellenstreichungen informiert. In einer der Nachrichtenagentur Reuters vorliegenden Mail hatte er das mit einem „super schlechten Gefühl“ über die Wirtschaftsentwicklung begründet.

Wirtschaftsprofessor Raj Rajkumar von der Cornegie Mellon Universität sagte Reuters, die Kündigungen deuteten darauf hin, dass das zweite Quartal wegen der Lockdowns in China, höherer Rohstoffkosten und Lieferkettenprobleme schwierig für den Branchenprimus war.

Religion

Eine von Saudi-Arabien eilig eingeführte Hadsch-Lotterie erschwert Musliminnen und Muslimen aus westlichen Ländern die Pilgerfahrt. Unter jenen, die das Glück hatten, ausgewählt zu werden, klagen viele über chaotische Zustände. Gläubige verlangen ihr Geld zurück. Für viele Muslime, auch aus Österreich, fällt der Hadsch aus.

Mehr dazu in religion.ORF.at

Science

Pottwale besitzen gigantische Nasen, die zudem äußerst fetthaltig sind. Dieses nährstoffreiche Organ diente vor sieben Millionen Jahren einigen Urhaien als willkommene Nahrungsquelle. Das zeigen fossile Bissspuren auf Schädelknochen von Pottwalen.

Mehr dazu in science.ORF.at

Kultur

Die aus Herzogenburg (Bezirk St. Pölten) in Niederösterreich stammende Regisseurin Christina Gegenbauer erhält den nur alle drei Jahre vergebenen Ödön-von-Horvath-Förderpreis. Wie Horvath greife sie gesellschaftlich relevante Themen und Fragen nach Werten auf, so die Jury.

Mehr dazu in noe.ORF.at