COV Ausland

Die Niederlande haben einen starken Rückgang bei Neuinfektionen registriert. In den vergangenen sieben Tagen wurden mehr als 37.000 neue Coronavirus-Infektionen festgestellt, etwa 46 Prozent weniger als in der Vorwoche, wie das zuständige Institut für Gesundheit und Umwelt RIVM heute mitteilte. Die 7-Tage-Inzidenz lag demnach bei 215 Fällen pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohnern, in der Vorwoche bei fast 400.

Seit heute gelten die Niederlande und Spanien als Hochinzidenzgebiete. Wer aus diesen Ländern zurückkehrt und nicht vollständig geimpft oder genesen ist, muss für zehn Tage in Quarantäne, kann diese aber durch einen negativen Test nach fünf Tagen verkürzen.

Nachdem die Regierung in Den Haag fast alle Coronavirus-Maßnahmen Ende Juni aufgehoben hatte, war die Zahl der Neuinfektionen Anfang Juli explosionsartig gestiegen, die Inzidenz erreichte einen Spitzenwert von mehr als 415. Die Regierung zog darauf die Notbremse und ließ Diskotheken und Bars schließen. Auch Festivals und Partys wurden wieder verboten. Diese Maßnahmen sollen vorerst bis zum 13. August gelten.

Israel will in extremen Ausnahmefällen eine Impfung von Fünf- bis Elfjährigen gegen das Coronavirus erlauben. Solche Ausnahmen könnten für Kinder gelten, die besonders gefährdet seien, im Falle einer CoV-Infektion schwer zu erkranken oder zu sterben, teilte das Gesundheitsministerium heute mit. Das könne zum Beispiel bei extremer Fettleibigkeit, schweren chronischen Lungenkrankheiten oder Herzproblemen der Fall sein.

Grundsätzlich sei eine Impfkampagne für Kinder in dem Alter derzeit kein Thema, hieß es in einer Anweisung an die Krankenkassen. Es gehe darum, die Zahl der Genehmigungen in solchen Fällen niedrig zu halten. Die Gruppe der bis Neunjährigen hat inzwischen im Altersvergleich den höchsten Anteil der registrierten Neuinfektionen. Laut Ministerium stellt sie mehr als zehn Prozent der Infizierten.

Die Zahl der CoV-Neuinfektionen steigt in Israel weiter deutlich: Das Gesundheitsministerium meldete heute 2.112 Fälle – so viele wie seit Mitte März nicht mehr. Die meisten neuen Fälle stehen nach offiziellen Angaben in Verbindung mit der Delta-Variante des Virus.

Mehr als 57 Prozent der 9,3 Millionen Bewohner Israels sind bereits vollständig geimpft. Bei den Zehn- bis 19-Jährigen sind es nach Angaben des Gesundheitsministeriums rund 32 Prozent.

Die Schulschließungen wegen der Pandemie drohen in vielen Ländern für Jahrzehnte spürbare verheerende Folgen zu haben. Davor warnt das UNO-Kinderhilfswerk (UNICEF). Abgesehen von den Schulkindern, die zurzeit in den Ferien sind, falle der Unterricht für mehr als 600 Millionen Kinder aus, sagte UNICEF-Sprecher James Elder heute in Genf.

Im östlichen und südlichen Afrika seien 40 Prozent der Kinder im schulpflichtigen Alter nicht im Unterricht. 37 Millionen seien schon vor der Pandemie nicht zur Schule gegangen. Hinzugekommen seien 32 Millionen Kinder, weil Schulen geschlossen sind oder viele junge Leute nach Schulschließungen nicht zurückkehrten. Nur wenige Schulen könnten Fernunterricht anbieten. In Südafrika haben nach Schätzungen 400.000 bis 500.000 junge Leute die Schule in den vergangenen 16 Monaten abgebrochen.

„Bildung, Sicherheit, Freunde und Verpflegung sind ersetzt worden durch Angst, Gewalt und Schwangerschaften unter Teenagern“, sagte Elder. Allein in Uganda sei die Zahl der Schwangerschaften unter Zehn- bis 24-Jährigen im vergangenen Jahr um mehr als 20 Prozent gestiegen.

Wirtschaftliche Folgen jahrzehntelang spürbar

Die Folgen seien jahrzehntelang zu spüren: Nach einer Weltbank-Studie dürfte die Generation, die heute pandemiebedingt Unterricht verpasst, in ihrem Leben zehn Billionen Dollar (8,5 Billionen Euro) weniger verdienen, als sie es mit Schulbildung täte. Mit jedem Jahr Schulbildung sei das Verdienstpotenzial zehn Prozent höher, so UNICEF.

Die Wiedereröffnung der Schulen dürfe angesichts der Impfstoffknappheit in ärmeren Ländern nicht warten, bis alle Lehrer und Kinder gegen das Coronavirus geimpft seien, sagte Elder. Regierungen und Geberländer müssten mehr investieren, um Kinder und Jugendliche in Schulen zurückzuholen, und sie müssten Altersbeschränkungen aufheben. Auch Schwangere und junge Mütter müssten weiter die Schule besuchen dürfen.

COV Inland

Die 7-Tage-Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in den abgelaufenen sieben Tagen je 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner, liegt laut Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) bei 29 (Stand: heute, 14.00 Uhr).

Am höchsten ist die Zahl weiterhin in Salzburg (58,5) und Wien (39,7). Am niedrigsten ist der Wert im Burgenland (13,9) und in Niederösterreich (17,8).

Das Berichtsschema der AGES zeigt die Zahlen vom Vortag – wie die Meldung der Ministerien. Wesentlicher Unterschied zu den Ministeriumsmeldungen: Laborbestätigte Fälle, Tote etc. werden nicht zum Meldezeitpunkt dargestellt, sondern zum Diagnose- bzw. Sterbedatum. In der Darstellung in ORF.at wird auch täglich transparent gemacht, welchen Tagen die neu gemeldeten Fälle zugeordnet werden.

Ministerien melden 367 Neuinfektionen

Das Gesundheits- und das Innenministerium meldeten 367 neu registrierte Coronavirus-Fälle innerhalb der letzten 24 Stunden (Stand: heute, 9.30 Uhr). Diese Zahlen nannten die Bundesländer dem nationalen Krisenstab.

Landesweit starben laut Ministerien bisher 10.737 Personen an oder mit Covid-19. Derzeit befinden sich 121 Personen aufgrund des Coronavirus in Spitalsbehandlung, davon 40 auf Intensivstationen.

Karten, Grafiken und Informationen zu aktuellen Fällen und zum Epidemieverlauf in ORF.at/corona/daten

Erklärung zur Zählweise und weiteren Fragen in ORF.at/corona

Die Gesundheitsgewerkschaft spricht sich klar gegen eine Impfpflicht für Gesundheitspersonal aus. Impfen ja, aber ohne Zwang, stellt der Vorarlberger Landesvorsitzende Thomas Steurer fest. Wenn man von einer Impfpflicht rede, dann lieber eine generelle, so der Gewerkschafter.

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Inland

Die Proponenten des Rechtsstaat- und Antikorruptionsvolksbegehrens wollen Nägel mit Köpfen machen und haben die Fraktionen im Nationalrat um ihre Positionen zu konkreten Anliegen gebeten. Von SPÖ, NEOS, Grünen und FPÖ sei viel Zustimmung gekommen, berichtete Verfassungsjurist Heinz Mayer heute bei einer Pressekonferenz. Einzig die ÖVP habe nur eine „sehr vage Stellungnahme“ abgegeben. Mayer hofft nun auf konkrete Initiativen im Parlament im Herbst.

Alle Parteien hatten nach der Vorstellung des Volksbegehrens grundsätzlich Unterstützung für die Inhalte signalisiert, aber, meinte Mayer, „wir wollten uns nicht mit Floskeln begnügen“. Deshalb hat man allen Fraktionen 72 konkrete Fragen geschickt. Die grüßte Zustimmung kam von der SPÖ, es folgten NEOS und die Grünen, und auch die FPÖ zeigte sich in den meisten Punkten positiv gestimmt.

33.000 Unterstützungserklärungen

„Weit abgeschlagen“ liege die ÖVP, denn „die ÖVP hat eine sehr vage Stellungnahme abgegeben“ und meistens Vorbehalte formuliert oder die Frage offen gelassen. In einem Begleitschreiben habe die ÖVP auf das freie Mandat verwiesen.

„Ich bemühe mich, der ÖVP nicht zu unterstellen, dass sie uns frotzeln will mit dieser Aussage – es fällt mir zwar schwer, aber ich will mal das Positive sehen“, meinte Mayer. Der Erhebung zufolge müsste es schon jetzt für 31 der Forderungen eine parlamentarische Mehrheit geben – beispielsweise personelle und budgetäre Höchstgrenzen für politische Kabinette in Ministerien.

Bisher hat das Volksbegehren rund 33.000 Unterstützungserklärungen erhalten. Die zur Einleitung eines Volksbegehrens erforderliche Zahl an Unterschriften von einem Promille der österreichischen Wohnbevölkerung oder 8.401 Personen wurde damit bereits deutlich überschritten. Der formelle Antrag auf Einleitung wäre damit bereits möglich, wird aber frühestens um den Herbstbeginn herum erfolgen, bekräftigte Mayer. Die Zeit bis dahin möchten die Proponentinnen und Proponenten verstärkt für Informationsarbeit nutzen.

Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) will die 100 Millionen Euro, die Österreich von der EU zum Ausbau der Primärversorgung erhält, für die gezielte Stärkung der Gesundheitsversorgung nahe am Wohnort und für die Förderung innovativer Versorgungsmodelle verwenden. „Die zusätzlichen Mittel aus dem EU-Aufbaufonds ermöglichen es nun, unsere Pläne zur Stärkung der Primärversorgung mit voller Kraft voranzutreiben“, sagte Mückstein heute in einer Aussendung.

Ziel sei es, durch eine deutliche Aufstockung der Primärversorgungseinheiten bis Ende 2026 dem vor allem in ländlichen Regionen vorherrschenden Hausärztemangel gegenzusteuern, kündigte der Minister an. Von den ursprünglich bis Ende 2021 vorgesehenen 75 Primärversorgungseinheiten sind bisher nur 27 in Betrieb.

Attraktivierung der Allgemeinmedizin

Gefördert werden sollen konkrete Maßnahmen zur Attraktivierung der Allgemeinmedizin sowie der gesamten Primärversorgung, vor allem auch im ländlichen Raum. Dazu zählen neben der flächendeckenden Ausrollung von Primärversorgungszentren und -netzwerken unter anderem der Ausbau der digitalen Infrastruktur sowie die Steigerung der Energieeffizienz in den Praxen.

Speziell gefördert werden sollen auch die Vernetzung der unterschiedlichen Gesundheits- und Sozialberufe sowie die Angebote zur Fort- und Weiterbildung der interprofessionellen Teams, soziale Innovationen und Maßnahmen der Inklusion.

Nur jede zweite Frau wechselt direkt aus der Erwerbstätigkeit in die Pension. Das ist das Ergebnis einer von der Arbeiterkammer beim Wirtschaftsforschungsinstitut (WIFO) und der Forschungs- und Beratungsstelle Arbeitswelt (FORBA) in Auftrag gegebenen Studie. Für AK-Präsidentin Renate Anderl ist dieser Befund „erschütternd“. Anderl und die ÖGB-Vizepräsidentin und -Frauenvorsitzende Korinna Schumann betonten, dass angesichts der in zweieinhalb Jahren beginnenden Anhebung des Frauenpensionsalters die Alarmglocken läuten müssten.

Laut der heute präsentierten Studie sind im Jahr 2019 nur 48,1 Prozent der Frauen direkt aus der aktiven Beschäftigung in die Alterspension gewechselt. Dieser Anteil ist in den letzten zehn Jahren auch noch um gut fünf Prozentpunkte gesunken – 2010 waren es noch 53,3 Prozent.

Große Unterschiede zwischen den Branchen

Besonders negativ fallen dabei die Branchen Tourismus und Reinigung auf, wo nur 25,1 bzw. 27,7 Prozent der Frauen direkt in die Pension gegangen sind. Auf der anderen Seite waren es in der öffentlichen Verwaltung und den Sozialversicherungen (ohne Beamte) mehr als 70 Prozent. Neben der Branche ist auch die Unternehmensgröße ein wichtiger Faktor. In Großunternehmen (mehr als 1.000 Beschäftigte) gehen zwei Drittel lückenlos in die Pension, in Kleinbetrieben (unter zehn Beschäftigten) ist es nur ein Drittel.

Das Pensionsantrittsalter von Frauen ist zwar in den letzten zehn Jahren gestiegen. Gingen 2010 rund 38 Prozent der Frauen mit 60 Jahren in Pension, lag dieser Anteil 2019 bei fast 70 Prozent. Allerdings steigt die Erwerbslücke zwischen letzter Beschäftigung und dem Zeitpunkt des Pensionsantritts – von mehr als fünf Jahre auf knapp sechs Jahre (von 63 auf 71,9 Monate).

Mehr als die Hälfte der Frauen über 45 Jahre kann sich laut einer Sonderauswertung des Arbeitsklimaindex 2020 nicht vorstellen, im aktuellen Beruf bis zum gesetzlichen Pensionsantrittsalter durchzuhalten. Noch deutlich höher ist der Anteil in Branchen, in denen hauptsächlich Frauen beschäftigt sind – in der Altenpflege und Behindertenbetreuung 73 Prozent, bei Reinigungskräfte 66 Prozent, in der Pflege und medizinischen Betreuung 62 Prozent.

SPÖ alarmiert, NEOS will nicht verallgemeinern

SPÖ-Frauensprecherin Eva-Maria Holzleitner schloss sich der Warnung vor Altersarmut an und forderte arbeitsmarktpolitische Maßnahmen ein. In einer Aussendung forderte sie die Regierung zum sofortigen Handeln auf. NEOS-Sozialsprecher Gerald Loacker sieht hingegen keinen Grund, die Alarmglocken schrillen zu lassen. Er bestreitet zwar nicht, dass in körperlich sehr fordernden Berufen noch einiges getan werden muss, damit Frauen den gesetzlichen Pensionsantritt ohne Lücke schaffen. Es sei aber nicht richtig, von einzelnen Bereichen zu verallgemeinern.

Am Wiener Landesgericht geht der Prozess gegen fünf Angeklagte zu Ende, die sich für die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) betätigt haben sollen. Unter den Beschuldigten befinden sich zwei „Foreign Terrorist Fighters“, deren Ehefrauen sowie der ehemalige „Hassprediger“ Mirsad O. alias Ebu Tejma.

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Wer an der Innsbrucker Klinik nach Schutz und Hilfe vor Gewalt sucht, kann das künftig mit nur einem Satz tun: „Ich muss zu Dr. Viola!“ Betroffene jeden Alters und Geschlechts, die sich bedroht fühlen, können den Notruf am Klinikareal etwa gegenüber dem Portier oder Sicherheitspersonal in Anspruch nehmen. Anschließend werde ein interner Notfallplan aktiviert und die Person an einen sicheren Ort gebracht, teilten die tirol kliniken heute mit.

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Ausland

Tausende Menschen sind vor Kämpfen aus Äthiopien in das Nachbarland Sudan geflohen. „3.000 Menschen des Qemant-Volkes haben die Grenze am Montagabend überquert“, hieß es in einem Regierungsbericht. Weitere Schutzsuchende aus der äthiopischen Konfliktregion würden derzeit die Grenze überqueren. Die Region Amhara, die an die umkämpfte Tigray-Region im Norden Äthiopiens angrenzt, droht zunehmend in den bewaffneten Konflikt hineingezogen zu werden.

Am Sonntag hatte der amharische Regionalpräsident Agegnehu Teshager alle bewaffneten Bewohner aufgerufen, sich für den Kampf gegen die Tigray-Rebellen vorzubereiten. Zwischen beiden Regionen gibt es einen seit Jahrzehnten schwelenden Konflikt um Land.

Kämpfe seit Einmarsch im November

Äthiopische Regierungstruppen hatten im November die in Tigray regierende Gruppe TPLF angegriffen. Ministerpräsident Abiy Ahmed, der 2019 den Friedensnobelpreis erhalten hatte, begründete den Einmarsch damals damit, dass Aufständische Militärbasen angegriffen hätten. Kurz nach dem Einmarsch in Tigray erklärte Abiy die Rebellen für besiegt, doch gingen die Kämpfe weiter.

TPLF-Kämpfer sind auch in benachbarte Regionen vorgedrungen, darunter die Amhara-Region. Amharische Kämpfer unterstützen die Regierung im Konflikt mit den Aufständischen. Sie werden für Gewaltexzesse in Tigray und für zahlreiche zivile Opfer verantwortlich gemacht.

Durch die Kämpfe wurden nach UNO-Angaben bereits Tausende Menschen getötet. Zudem löste der bewaffnete Konflikt eine schwere humanitäre Krise aus. Rund 400.000 Menschen in Tigray leiden nach Angaben der UNO an Hunger.

Die Militärjunta in Myanmar hat knapp sechs Monate nach ihrem Putsch das Ergebnis der Parlamentswahl vom November 2020 offiziell für ungültig erklärt. Die Anfang Februar gestürzte Regierungschefin Aung San Suu Kyi hatte die Wahl mit ihrer Partei Nationale Liga für Demokratie (NLD) klar gewonnen.

Größere Unregelmäßigkeiten waren von Beobachterinnen und Beobachtern nicht festgestellt worden. Die Generäle hatten das Resultat aber angezweifelt und angeblichen Betrug als Grund für den Putsch genannt. Es war erst die zweite demokratische Abstimmung seit dem Ende der früheren Militärdiktatur.

Die Wahl sei nicht im Einklang mit der Verfassung und dem Wahlgesetz gestanden, weil sie nicht frei und fair verlaufen sei, zitierte die staatliche Zeitung „Global New Light of Myanmar“ den von der Armee eingesetzten Chef der Wahlkommission, Thein Soe.

Land versinkt im Chaos

Ein NLD-Abgeordneter aus dem Kachin-Staat im Norden des Landes sagt, seine Partei habe die Annullierung bereits erwartet. „Sie werden tun, was immer sie können. Und sie haben schon schlimmere Dinge getan, als das Wahlergebnis für nichtig zu erklären.“

Seit dem Putsch versinkt das südostasiatische Land in Chaos und Gewalt. Hunderte Gegner der Junta wurden bereits getötet. Nach monatelangen Protesten gegen den Putsch, die brutal niedergeschlagen wurden, leidet das frühere Birma jetzt unter einer schweren Coronavirus-Welle. Viele Bürgerinnen und Bürger lassen sich aus Angst vor dem Militär weder testen noch in staatlichen Krankenhäusern behandeln.

Die Hungerkrise im Bürgerkriegsland Jemen verschlimmert sich nach Angaben des Welternährungsprogramms (WFP) von Tag zu Tag. Die Lebensmittelpreise schießen durch die Decke, und Millionen Menschen kämpfen, um sich und ihre Familien noch ernähren zu können, wie Tobias Flaemig vom WFP heute aus der Hauptstadt Sanaa berichtete. Die Benzinpreise seien 90 Prozent höher als vor einem Jahr, was den Transport und damit auch die Lebensmittel verteuere.

Der ohnehin bitterarme Jemen ist seit mehr als sechs Jahren in der Krise. Huthi-Rebellen überrannten 2014 weite Teile des Nordens und Sanaa und kontrollieren die Gebiete seitdem. Saudi-Arabien begann 2015 mit arabischen Verbündeten an der Seite der Regierung, Angriffe gegen die Huthis zu fliegen. Nach UNO-Schätzungen sind 24 Millionen der rund 30 Millionen Einwohner auf humanitäre Hilfe angewiesen.

2,3 Mio. Kinder akut unterernährt

Mehr als 40 Prozent der Einwohner hätten nicht genug zu essen. 2,3 Millionen Kinder unter fünf Jahren seien akut unterernährt, ebenso 1,2 Millionen schwangere und stillende Mütter. Mahlzeiten würden gestrichen, oder Eltern verzichteten auf das Essen, um ihre Kinder zu ernähren, so Flaemig. Manche Familien verschuldeten sich, um Nahrungsmittel zu kaufen. Das WFP unterstützt 13 Millionen Menschen.

Hilfsorganisationen und auch die Vereinten Nationen warnen bereits seit Langem immer wieder vor einer Hungersnot im Jemen. Dass diese noch nicht deklariert wurde, liegt Flaemig zufolge auch daran, dass man dafür genaue Daten über Mangelernährung und Todesfälle brauche, die aber in den Konfliktgebieten kaum erhoben werden könnten.

„Menschen fangen nicht an zu sterben, wenn eine Hungersnot deklariert ist – vielmehr ist es umgekehrt: Todesfälle führen zur Erklärung einer Hungersnot“, sagte Flaemig. Er rief zu mehr Spenden auf. Das WFP brauche 1,9 Milliarden Dollar für den Jemen, habe aber erst eine Milliarde Dollar (850 Mio. Euro) erhalten.

EU

Die EU-Kommission hat Vertragsverletzungsverfahren gegen zwölf Mitgliedsstaaten eingeleitet, da diese EU-Vorschriften zum Verbot unlauterer Handelspraktiken im Agrar- und Lebensmittelsektor nicht umgesetzt haben sollen. Zu diesen Ländern zählt auch Österreich. Nun sind zwei Monate Zeit für eine Reaktion.

Durch die Richtlinie aus dem Jahr 2019 soll der Schutz aller europäischen Landwirtinnen und Landwirte sowie kleiner und mittlerer Lieferanten vor 16 unlauteren Handelspraktiken größerer Käufer in der Lebensmittelversorgungskette gewährleistet werden.

„Dringender Handlungsbedarf“

NEOS übte heute Kritik an Landwirtschaftsminister Elisabeth Köstinger (ÖVP): „Das EU-Verfahren gegen Österreich zeigt die Schieflage am österreichischen Lebensmittelmarkt. Nach wie vor wird in Österreich zugunsten der Handelsriesen und nicht der Bäuerinnen und Bauern entschieden. Verantwortlich dafür ist Köstinger und die ÖVP, die sich offenbar immer nur als Partei der kleinen Landwirtschaftsbetriebe aufspielt. Es besteht dringender Handlungsbedarf seitens der Bundesregierung.“

Aus dem Landwirtschaftsministerium hieß es heute Nachmittag, dass die für die Umsetzung der Richtlinie notwendigen Gesetzestexte vom zuständigen Wirtschaftsministerium bereits vorgelegt wurden und sich regierungsintern in Abstimmung befinden. Sie sollen in den nächsten Wochen in Begutachtung gehen und zeitgerecht mit Jahresbeginn 2022 in Kraft treten.

Sport

Die Einzel-Karriere von Liu Jia bei Olympischen Spielen ist heute nicht nur mit der Achtelfinal-Niederlage zu Ende gegangen. Die 39-Jährige zog sich gegen die Südkoreanerin Jeon Ji Hee ihren schon dritten Bandscheibenvorfall in recht kurzer Zeit zu und spielte die Partie zum 1:4 (-1, 10, -3, -3, -4) unter großen Schmerzen zu Ende. Ihr Einsatz am Sonntag im Team-Bewerb gegen China ist nun fraglich, viel wichtiger jedoch ist die Gesundheit.

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Nach Platz vier über 400 m Kraul hat der Niederösterreicher Felix Auböck bei den Olympischen Spielen in Tokio auch das Finale über 800 m erreicht. Der 24-Jährige präsentierte sich in den heutigen Vorläufen bärenstark, in dem er den am besten besetzten Heat gewann. Auböck verbesserte seinen im April fixierten bisherigen österreichischen Rekord in 7:45,73 Min. um 0,99 Sek. und zog damit als Viertschnellster des Feldes in den Endlauf ein. Um die Medaillen geht es am Donnerstag um 3.30 Uhr MESZ.

Mehr dazu in sport.ORF.at/tokyo2020

Fast acht Monate nach ihrem verheerenden Sturz hat Ski-Ass Nicole Schmidhofer das heiß ersehnte Comeback auf Schnee vor Augen. „Olympia ist das große Ziel“, sagte die 32-jährige Steirerin heute bei einem Medientermin in Ramsau. Dort bestreitet sie derzeit ihr erstes gemeinsames Trainingslager mit den anderen Abfahrerinnen des Österreichischen Skiverbands (ÖSV).

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Wirtschaft

Der Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet trotz einer möglichen weiteren Coronavirus-Welle in vielen Ländern mit einem robusten Aufschwung der Weltwirtschaft. Gleichzeitig warnt der Fonds in seinem heute veröffentlichen Ausblick vor einer Spaltung der globalen Konjunktur durch den Mangel an Impfstoffen in Entwicklungs- und Schwellenländern sowie vor schneller steigenden Preisen für die Verbraucher.

Das globale Bruttoinlandsprodukt (BIP) werde heuer zwar um kräftige 6,0 Prozent wachsen, bekräftigte die in Washington ansässige Organisation ihre Prognose vom April. „Die wirtschaftlichen Aussichten haben sich aber in den einzelnen Ländern weiter auseinanderentwickelt“, betonte der IWF zugleich.

„Zugang zu Impfstoffen als wichtigste Bruchlinie“

„Der Zugang zu Impfstoffen stellt sich dabei als die wichtigste Bruchlinie heraus.“ Hier spalte sich die globale Erholung in zwei Blöcke. Auf der einen Seite viele Industrieländer, die sich dank Impffortschritten auf eine Normalisierung freuen könnten. Auf der anderen Seite viele Entwicklungs- und Schwellenländer, die immer noch mit hohen Infektions- und Todeszahlen kämpften.

Für 2022 hob der IWF seine Prognose für das Wachstum der globalen Wirtschaft von 4,4 auf 4,9 Prozent an. Im Pandemiejahr 2020 war die Weltwirtschaft noch um 3,2 Prozent eingebrochen. „Die Erholung ist jedoch selbst in Ländern, in denen die Infektionen derzeit sehr gering sind, nicht gewährleistet, solange das Virus anderswo zirkuliert“, warnte der IWF.

Für Reiserückkehrer aus Spanien, den Niederlanden und Zypern, die nicht geimpft sind, wird es bald verpflichtende PCR-Tests an den Flughäfen geben. Die Details sind noch in Abstimmung. Die Flughäfen bereiten sich schon vor.

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Bei Milchprodukten steht Konsumenten eine Preiserhöhung bevor. Die Molkereien fordern vom Handel dringend mehr Geld für ihre Produkte, weil Verpackungen und Energie deutlich teurer geworden seien.

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Ein 58-Jähriger soll mit zwei Komplizen in Wien millionenschwere betrügerische Geschäfte mit Immobilien betrieben haben. Als Ziele soll das Trio vor allem arabische Familien ausgewählt haben, der Schaden beträgt laut Polizei rund zehn Millionen Euro.

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Chronik

Die Zahl der bestätigten Todesopfer nach den verheerenden Unwettern in Belgien ist auf 41 gestiegen. Das teilte der wallonische Ministerpräsident Elio Di Rupo heute in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Premierminister Alexander De Croo mit, wie die Nachrichtenagentur Belga berichtete. Zwei Menschen werden den Angaben zufolge in der Wallonie noch vermisst.

Vor allem der Osten des Landes war vor knapp zwei Wochen schwer getroffen worden. Vor rund einer Woche wurde aufgrund der Katastrophe ein Staatstrauertag abgehalten.

Mit einer „Kultur der Vertuschung“ haben die Behörden im Londoner Bezirk Lambeth über Jahrzehnte den Missbrauch von mehr als 700 Kindern in kommunalen Einrichtungen ermöglicht. Zu diesem Ergebnis kommt ein heute veröffentlichter Untersuchungsbericht. Darin heißt es, dass allein zu einem Kinderheim seit den 1960er Jahren Vorwürfe von mehr als 500 früheren Bewohnern gegen insgesamt 177 Betreuer und andere Personen eingegangen seien. Trotzdem sei nur ein ehemaliger ranghoher Angestellter wegen sexuellen Missbrauchs strafrechtlich belangt worden.

Der Bezirksrat von Lambeth, unter dessen Kontrolle die Heime standen, habe zugelassen, dass Gewalt und sexuelle Übergriffe in den Kindereinrichtungen „gedeihen“, und habe es versäumt, gegen bekannte Täter vorzugehen oder die „brutale, harte und strafende Kultur“ zu bekämpfen, urteilt der Bericht. Rassismus sei allgegenwärtig gewesen.

Bezirksratsvorsitzende entschuldigt sich

Die amtierende Bezirksratsvorsitzende Claire Holland entschuldigte sich im Namen des Gremiums bei den Opfern. „Der Rat war für ihre Pflege und ihren Schutz verantwortlich, aber hat versagt – das hatte schwerwiegende Folgen“, sagte Holland.

Der Bericht legt der Polizei nahe, mindestens einen Fall von 1977 neu aufzurollen. Damals wurde ein Kind tot im Badezimmer gefunden. Der Bezirksrat verschwieg den Behörden, dass es zuvor einem Betreuer sexuellen Missbrauch vorgeworfen hatte.

Wegen wochenlanger extremer Trockenheit sowie starker Winde sind in Griechenland heute mehr als 50 Busch- und Waldbrände ausgebrochen. Der gefährlichste Brand tobte in der Region Stamata-Dionysos rund 20 Kilometer nordöstlich von Athen. „Es wurden Häuser beschädigt. Viele Einwohner mussten in Sicherheit gebracht werden“, sagte der stellvertretende Gouverneur der Region, Wassilis Kokkalis, dem Nachrichtensender Skai. Löschflugzeuge und Hubschrauber sowie zahlreiche Einsatzkräfte der Feuerwehr kämpften gegen die Flammen, wie das Staatsfernsehen zeigte.

Der griechische Zivilschutz warnte vor großer Brandgefahr. In den kommenden Tagen werden in allen Landesteilen Temperaturen über 40 Grad erwartet. Auch die Winde werden stark sein.

Science

Bei einem Lokalbesuch deutscher Physiker ist die Frage aufgetaucht, warum Bierdeckel nicht geradeaus fliegen. Also bauten sie eigens eine Wurfmaschine und filmten das Flugverhalten runder Bierdeckel mit einer Hochgeschwindigkeitskamera.

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Kultur

Nach den umstrittenen Äußerungen der deutschen Popsängerin Nena zu den Coronavirus-Regeln bei einem Konzert nahe Berlin hat der Veranstalter eines Konzertes in Wetzlar den geplanten Auftritt der 61-Jährigen gestrichen. Das Nena-Konzert am 13. September beim Strandkorb Open Air werde abgesagt, hieß es auf der Website. Bei ihrem Auftritt am Sonntag in Schönefeld bei Berlin hatte sich Nena über die dortigen Hygienevorschriften geäußert.

„Mir wird gedroht, (…) dass sie die Show abbrechen, weil ihr nicht in eure (…) Boxen geht“, sagte Nena laut Zeitungsbericht und Videos. „Ich überlasse es in eurer Verantwortung, ob ihr das tut oder nicht. Es darf jeder frei entscheiden, genauso wie jeder frei entscheiden darf, ob er sich impfen lässt oder nicht.“

Keine „politische Bühne“ vereinbart

Der Veranstalter des Strandkorb Open Airs in Wetzlar distanzierte sich nun von Nenas Aussagen und ihrem Auftreten. „Nenas Einstellung zum Veranstaltungsformat mit den Strandkörben stimmt nicht mit dem Hygiene- und Sicherheitskonzept überein, das eigens für diese Reihe coronakonform konzipiert worden ist.“ Die Tickets für das Konzert am 13. September können zurückgegeben werden.

„Es war uns wichtig und daher auch bereits im Vorfeld vertraglich vereinbart, dass die Konzerte nicht als politische Bühne genutzt werden dürfen“, erläuterte Dennis Bahl die Absage an die Künstlerin. Wichtig sei, den Besuchern und Besucherinnen ein größtmögliches Maß an Sicherheit zu gewährleisten.

Der traditionsreiche Gitarrenhersteller Gibson hat ein eigenes Musiklabel gegründet und als ersten Künstler Rocklegende Slash (56) unter Vertrag genommen. Man werde ein Album von Slash featuring Myles Kennedy and The Conspirators in Kooperation mit der Firma BMG veröffentlichen, hieß es.

„Es ist eine Ehre, die erste Veröffentlichung von Gibson Records zu sein“, sagte der Gitarrist der US-Rocker Guns N’ Roses laut Mitteilung heute. „Es ist mit Sicherheit ein Höhepunkt unserer Partnerschaft – und da ich so lange schon so eng mit Gibson zusammenarbeite, weiß ich, dass das ein Label sein wird, das seine Künstler wirklich kreativ unterstützt.“ Ein genaues Veröffentlichungsdatum des Albums wurde zunächst nicht bekannt.

Slash
Reuters/Christopher Pike

Cesar Gueikian, der Markenvorsitzende von Gibson Brands, sagte: „Mit Gibson Records fokussieren wir uns auf unsere Artist-First-Kultur, die der Musik verbunden und verpflichtet ist.“ Gibson gilt neben Fender und Rickenbacker als einer der bekanntesten E-Gitarren-Hersteller der Welt. Neben Slash ist unter anderem auch Jimmy Page von Led Zeppelin dafür bekannt, häufig Gibson-Gitarren zu spielen.

Nach zweimaliger Verschiebung geht das Elevate Festival in Graz am kommenden Mittwoch in Graz an den Start. Das Festival steht diesmal im Zeichen der herrschenden Pandemie und des Erfinders der Ambient Music, des britischen Künstlers Brian Eno.

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Panorama

Die UNESCO hat den Niedergermanischen Limes als Teil der Grenze des antiken römischen Reiches als neues Welterbe ausgezeichnet. Das zuständige Komitee der UNO-Organisation für Bildung, Wissenschaft, Kultur und Kommunikation (UNESCO) traf die Entscheidung am Dienstag auf seiner Sitzung im chinesischen Fuzhou. Ob hingegen der Donaulimes, an dem auch Österreich als Einreichland beteiligt ist, das Prädikat erhalten wird, ist weiter offen.

Im Rahmen des seriellen Welterbes „Grenzen des Römischen Reiches“ sind beide Abschnitte einzeln nominiert. Der rund 400 Kilometer lange Niedergermanische Limes mit seinen Kastellen und Legionslagern läuft entlang des Rheins.

Ursprünglich hatte das Komitee eine Entscheidung über die Aufnahme des Donaulimes – dessen österreichischer Abschnitt über 357,5 Stromkilometer in den Bundesländern Oberösterreich, Niederösterreich und Wien liegt – in die Welterbeliste bereits am Sonntag treffen wollen, diese dann aber sukzessive aufgeschoben und schließlich eine Arbeitsgruppe eingerichtet, die das weitere Vorgehen bis zum Ende der Woche klären sollte.

Ungarn zog sich aus gemeinsamen Antrag zurück

Zuvor war in der Diskussion von einem „beispiellosen Fall“ die Rede, nachdem Ungarn kurzfristig aus dem gemeinsamen Antrag mit Österreich, Deutschland und der Slowakei ausgestiegen war. Der Internationale Rat für Denkmalpflege (Icomos) wies in der Debatte darauf hin, dass ohne Ungarn rund 400 Kilometer und damit mehr als die Hälfte der Grenze aus dem Antrag herausgenommen worden seien.

Es liege damit keine gültige Bewertung des Projektes vor, ob es sich um eine Stätte von „herausragendem universellen Wert“ handle, was die Grundlage für eine Einstufung als Weltkulturerbe sei. Unter den Mitgliedsländern herrscht deshalb Uneinigkeit, ob die übrigen Teile des Donaulimes dennoch ohne weitere Evaluierung in die Welterbeliste aufgenommen werden sollten.

Einen eher bizarren Einsatz hat die US-Küstenwache im Atlantischen Ozean vor Florida absolviert. Der Sportler und Aktivist Reza Baluchi hatte in einer selbst gebauten Vorrichtung, die an ein Hamsterrad erinnert, versucht, von Floridas Ostküste aus über das Meer bis nach New York zu laufen.

Weit war der gebürtige Iraner nicht gekommen. Die Strecke zwischen Baluchis Startpunkt St. Augustine in Florida und New York hätte in etwa 1.600 Kilometer betragen – und sie hätte nach Norden geführt. Tatsächlich endete die Reise des 49-Jährigen knapp 50 Kilometer südlich von St. Augustine.

Baluchi sei „in Schwierigkeiten geraten“, die ihn gezwungen hätten, ans Ufer zurückzukehren, teilte das örtliche Sheriffbüro mit. Hilfe erhielt er von der US-Küstenwache, die die Riesenblase zurück zur Küste geleitete. Der Aktivist überstand den Vorfall unverletzt.

„Verfolgt eure Träume“

Baluchi selbst sagte US-Medien, er habe mit der Aktion Spenden sammeln wollen, unter anderem für die Küstenwache. Es war nicht der erste Versuch des Aktivisten, in seinem „Hydro Pod“ übers Wasser zu gehen – bereits 2014 und 2016 musste er aus dem Atlantik gerettet werden.

Ans Aufgeben denkt er nicht: Er wolle den Menschen zeigen, was alles möglich ist, sagte Baluchi sinngemäß gegenüber US-Medien. Man solle sich nicht entmutigen lassen. „Verfolgt eure Träume.“