Ausland

Die tunesische Küstenwache hat 24 Menschen aus Afrika an Bord eines Bootes gerettet, das in der Nacht auf gestern im Meer vor der Küste der Stadt Sfax gesunken war. 13 Menschen seien immer noch vermisst, die Suche nach ihnen dauere noch an, teilte die tunesische Küstenwache nach Angaben der italienischen Nachrichtenagentur ANSA heute mit. Die Geretteten gaben an, aus verschiedenen Ländern südlich der Sahara zu stammen.

Am Wochenende stoppte die tunesische Küstenwache die Abfahrt von drei Booten vor den Küsten der Kerkennah-Inseln und der Stadt Mahdia und rettete insgesamt 119 Menschen aus Booten, die sich in Seenot befanden. Alle Menschen stammten aus verschiedenen Ländern südlich der Sahara, sie wurden bei der Justiz wegen des illegalen Auswanderungsversuchs angezeigt, hieß es.

Die italienische Regierung um Premierministerin Giorgia Meloni stärkt die Kooperation mit nordafrikanischen Ländern, um die Überfahrten nach Italien zu bremsen. So besuchte Meloni am Samstag Tripolis, um dort Maßnahmen zur Bekämpfung der Schlepperei zu diskutieren.

Seit Anfang 2023 sind nach Angaben des italienischen Innenministeriums 4.452 Menschen nach Seefahrten über das Mittelmeer in Italien eingetroffen. Im Vergleichszeitraum 2022 waren es 2.250 gewesen. Über 100.000 Menschen haben 2022 Italien erreicht. Allein am Wochenende landeten rund 330 Menschen an Bord der beiden Rettungsschiffe „Geo Barents“ und „Ocean Viking“ in italienischen Häfen.

Die Demokratische Republik Kongo hat vor dem Besuch von Papst Franziskus in der Hauptstadt Kinshasa die Sicherheitsvorkehrungen erhöht. Neben der Polizei und der Armee seien auch Sicherheitskräfte aus dem Vatikan und die US-Bundespolizei FBI um Unterstützung gebeten worden, so ein Regierungssprecher.

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Nach Kritik an der Unterbringung von Transfrauen in Frauengefängnissen in Schottland überprüft die Regionalregierung das bisherige Vorgehen. „Wir dürfen nicht zulassen, dass das Gefühl aufkommt, dass Transfrauen an sich eine Gefahr für Frauen sind“, sagte der schottische Justizminister Keith Brown gestern Abend der BBC zufolge. Die Gefahr gehe von Männern aus, betonte Brown.

Zuvor hatte der Fall einer verurteilten Sexualstraftäterin, die noch vor ihrer Geschlechtsanpassung zwei Frauen vergewaltigt hatte und nun in einem Frauengefängnis untergebracht werden sollte, für Aufregung gesorgt.

Brown sagte, bis der Fall abschließend untersucht sei, werde keine wegen Gewalt gegen Frauen inhaftierte oder verurteilte Transfrau in einem Frauengefängnis untergebracht. Als Transmenschen oder Transgender werden Personen bezeichnet, die sich dem Geschlecht, das ihnen bei Geburt zugeschrieben wurde, nicht zugehörig fühlen.

Debatte über neues Gesetz

Der Umgang und die Rechte von Transmenschen sind in Schottland zurzeit sehr umstritten: Das Parlament hat ein Gesetz beschlossen, das die Hürden für Geschlechtsanpassungen deutlich senken soll. Dagegen gibt es jedoch harschen Widerstand, die wohl prominenteste Kritikerin ist „Harry Potter“-Autorin Joanne K. Rowling.

Die Gesetzesgegner fürchten, dass Männer die vereinfachten Regeln ausnützen könnten, um aus sexuellen Motiven in Bereiche einzudringen, die Frauen vorbehalten sind. Unterstützer sehen in dem Gesetz hingegen eine längst überfällige Reform, die Transmenschen das Leben erleichtern und ihnen ermöglichen könne, selbstbestimmt zu leben.

Bundeskanzler Karl Nehammer (ÖVP) fliegt heute zu einem eintägigen Besuch in die Südkaukasus-Republik Georgien. In der Hauptstadt Tiflis wird Nehammer vom georgischen Regierungschef Irakli Garibaschwili empfangen und trifft auch Staatspräsidentin Salome Surabischwili.

Besuch an Trennlinie zu abtrünniger Region Südossetien

Geplant ist außerdem ein Besuch an der Trennlinie zur abtrünnigen Region Südossetien, die wie die georgische Region Abchasien seit einem Kurzkrieg im Jahr 2008 von Russland besetzt wird.

Der russische Angriff auf die Ukraine im vergangenen Jahr sorgte auch für neue Unsicherheit in der früheren Sowjetrepublik Georgien. Die Regierung der Partei „Georgischer Traum“ verfolgt einen viel vorsichtigeren Kurs gegenüber Russland als der frühere klar prowestliche und antirussische Präsident Michail Saakaschwili.

Tiflis hat den russischen Angriff auf die Ukraine zwar verurteilt, beteiligt sich aber nicht an den westlichen Sanktionen gegen Russland. Zugleich ist Georgien zu einem wichtigen Zufluchtsort für russische Regimekritiker geworden.

Die frühere Sowjetrepublik bemüht sich seit Jahren um eine EU-Annäherung, anders als die Ukraine und Moldawien hat das Land am Schwarzen Meer aber im vergangenen Sommer keinen Kandidatenstatus bekommen.

Inland

Die nö. Landtagswahl hat große Veränderungen gebracht. In den nächsten Tagen finden erste Gremiensitzungen der Parteien statt. Heute Abend kommt der Landesparteivorstand der SPÖ, die ihr schlechtestes Resultat seit 1945 verzeichnet hat, zusammen. Die FPÖ plant nach einem Rekordergebnis traditionell einen „blauen Montag“. Von der ÖVP, die ihr historisch schlechtestes Ergebnis erzielte und die Mehrheit in der Landesregierung verlor, wurde kein Termin genannt.

NEOS will in einer Besprechung des Wahlkampfteams morgen die vergangenen Wochen Revue passieren lassen und das Ergebnis analysieren. Am Donnerstagnachmittag tagt der Landesparteivorstand von NEOS, die Partei hat den Klubstatus verpasst. Bei den Grünen, die ein Plus erzielten, sind Sitzungen des Landesvorstands und des Landesausschusses geplant – Termine stehen noch nicht fest.

Nach der niederösterreichischen Landtagswahl hat die Koalition aus ÖVP und Grünen die Mehrheit im Bundesrat verloren. Die ÖVP hat zwei Mandate eingebüßt und stellt fortan 24 der 61 Bundesräte. Eines ihrer Mandate wandert zu den Grünen, die damit auf sechs Bundesräte kommen, das zweite zur FPÖ (künftig elf Bundesräte). Die Opposition stellt damit mit 31 der 61 Mandate die Mehrheit in der Länderkammer und kann im Nationalrat beschlossene Gesetze auf die Wartebank setzen.

Diese Oppositionsmehrheit gilt künftig im Plenum, nicht jedoch in den Ausschüssen. Dort sind nämlich nur Bundesräte vertreten, die einer Fraktion angehören. NEOS stellt derzeit nur einen Bundesrat und damit keine eigene Fraktion. In den Ausschüssen herrscht daher mit 30 zu 30 Gleichstand, beide Gruppierungen könnten einander somit blockieren. Die Ausschüsse sind besonders für EU-Materien relevant.

Das Land Niederösterreich entsendet künftig fünf schwarze, jeweils drei rote und blaue und einen grünen Vertreter in den Bundesrat.

Die größte Wählergruppe verliert die Volkspartei an die FPÖ. Auch die Sozialdemokraten beklagen Abwanderungen ins freiheitliche Lager. Grüne und NEOS gewinnen mit ÖVP-Stimmen dazu. Mobilisieren konnte die Volkspartei ausgerechnet die Nichtwähler.

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Einige Gemeinden fallen mit außergewöhnlichen Wahlergebnissen auf. So sind etwa die Stimmenverluste der ÖVP in Waidhofen an der Ybbs besonders groß, in Traiskirchen (Bezirk Baden) stach der dortige Bürgermeister Andreas Babler mit seinen Vorzugsstimmen hervor.

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Um herauszufinden, wer wen warum gewählt hat, haben die Institute SORA und ISA eine Wahltagsbefragung durchgeführt. Auffällig dabei: Für ÖVP-Wähler waren die bisherige Arbeit und die Spitzenkandidatin wahlentscheidend, für die FPÖ- und SPÖ-Wähler war es eine Themenwahl.

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Im Vorjahr wurden beinahe 109.000 Asylanträge in Österreich abgegeben, konkret 108.781. 2021 waren es nur gut 39.900 Ansuchen gewesen.

Hinter Afghanistan (24.241) liegt in der vom Innenministerium unmittelbar nach der Niederösterreich-Wahl in Teilbereichen veröffentlichten Statistik Indien auf dem zweiten Platz (19.504) der Herkunftsländer, dann folgen Syrien (19.150) Tunesien (12.667), Marokko (8.471), Pakistan (7.643) und die Türkei (5.132).

Mit Ausnahme Afghanistans und Syriens haben Asylwerber aus diesen Ländern kaum Chancen auf einen Schutzstatus. Laut Innenministerium ging die Zahl der Asylsuchenden mit Ende der Visafreiheit für Tunesien und Indien aus diesen Staaten inzwischen gegen null zurück.

Viele nur auf Durchreise

Für die meisten Menschen aus den beiden Ländern, die in Österreich einen Asylantrag stellten, war Österreich aber ohnehin nicht das Zielland, wie Expertinnen und Experten für Migration in der Vergangenheit immer wieder betonten.

Das zeigt sich auch in der Zahl der Personen, die Österreich noch vor Ende des Asylverfahrens verließen – es waren im vergangenen Jahr rund 41.000. Das erklärt auch, warum sich der sehr hohe Anstieg an Asylanträgen in der Grundversorgung nicht so stark niederschlug.

Ministerium verweist auf niedrige Anerkennungsquote

Insgesamt gab es laut Innenministerium im Jahr 2022 78.796 rechtskräftig negative Asylentscheidungen. Die Anerkennungsquote beträgt aktuell laut Ministerium nur noch 15,6 Prozent. Zudem werden die Verfahren rascher geführt: Sie dauerten im Vorjahr nur dreieinhalb Monate.

Das Ministerium verwies auch darauf, dass es heuer im Jänner weniger Asylanträge im Vergleich zum selben Zeitraum des Vorjahrs gegeben habe. Das sei auch auf diverse Maßnahmen zurückzuführen, so das Ministerium – ohne allerdings konkrete Zahlen zu nennen.

Ukraine-Krieg

In der ukrainischen Großstadt Charkiw hat nach Worten des Gouverneurs der Region, Oleg Synehubow, eine russische Rakete ein Apartmenthaus getroffen. Rettungsteams seien auf dem Weg zu dem Gebäude, teilte Synehubow gestern auf Telegram mit. Ersten Hinweisen zufolge handle es sich um eine C-300-Rakete. Laut ersten Angaben soll es ein Todesopfer und drei Verletzte geben. Laut einem Reuters-Foto steht das Wohngebäude in Flammen.

Drei Tote bei Angriffen in Cherson

Durch russische Luftangriffe auf die südukrainische Stadt Cherson wurden nach Angaben der Regionalverwaltung drei Menschen getötet.

Zwei Männer und eine Frau seien ums Leben gekommen und sechs weitere Menschen verletzt worden, teilen die örtlichen Behörden auf Telegram mit. Bei den Angriffen seien unter anderem ein Krankenhaus und eine Schule beschädigt worden.

Die Ukraine hatte Cherson am 11. November von den russischen Streitkräften zurückerobert. Seit die russischen Streitkräfte die Stadt verlassen und sich vom Westufer des Dnipro zurückgezogen haben, beschießen sie Cherson von der gegenüberliegenden Seite des Flusses.

Ungeachtet der derzeit schwierigen Lage an der Front hat sich der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj gegenüber den russischen Angreifern siegessicher gezeigt. „2023 muss und wird definitiv das Jahr unseres Sieges sein!“, schrieb Selenskyj gestern auf Telegram. In seiner allabendlichen Videoansprache räumte er mit Blick auf den schwer umkämpften Osten seines Landes zugleich ein: „Die Situation ist sehr hart.“

Im Gebiet Donezk seien vor allem die Städte Bachmut und Wuhledar weiter ständigem russischem Beschuss ausgesetzt. Trotz hoher Verluste in den eigenen Reihen reduzierten die Russen ihre Angriffsintensität dort nicht.

„Russland hofft, den Krieg zu verlängern und unsere Kräfte zu erschöpfen“, sagte Selenskyj. „Also müssen wir die Zeit zu unserer Waffe machen. Wir müssen die Ereignisse beschleunigen.“ Insbesondere die Geschwindigkeit bei der Lieferung ausländischer Militärhilfen sei ein Schlüsselfaktor in diesem Krieg, betonte der ukrainische Staatschef. Er pochte zudem einmal mehr auf weitere Waffenlieferungen über die kürzlich vom Westen zugesagten Kampfpanzer hinaus.

In der Diskussion, ob Deutschland auch zur Lieferung von Kampfflugzeugen an die Ukraine bereit sein sollte, will sich SPD-Chefin Saskia Esken nicht festlegen. „Es kommt ganz entscheidend darauf an, dass Deutschland und dass auch die NATO nicht Kriegspartei wird“, sagte Esken gestern in der ARD-Sendung „Bericht aus Berlin“. Die Bundesregierung sei in sehr enger Abstimmung gerade mit den USA. Es komme entscheidend darauf an, die aktuelle Situation immer wieder zu bewerten, sagte Esken.

Nach der Zusage von Deutschland und weiteren westlichen Ländern, der Ukraine Kampfpanzer zu liefern, hatte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj unter anderem Kampfflugzeuge erbeten.

Der deutsche Kanzler Olaf Scholz (SPD) schloss jedoch eine Lieferung von Kampfjets aus. Auch Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) lehnte die Lieferung deutscher Kampfflugzeuge an die Ukraine ab, ebenso die FDP-Verteidigungspolitikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann.

Der russische Präsident Wladimir Putin soll nach Angaben des britischen Ex-Premiers Boris Johnson kurz vor Beginn des Ukraine-Krieges persönliche Drohungen gegen Johnson ausgesprochen haben.

„Er hat mir irgendwann quasi gedroht und gesagt: ‚Boris, ich will dir nicht wehtun, aber mit einer Rakete würde es nur eine Minute dauern‘ oder so ähnlich“, erzählte Johnson der britischen Nachrichtenagentur PA zufolge in einer BBC-Dokumentation, die heute ausgestrahlt werden soll.

„Dem sehr entspannten Tonfall nach zu urteilen und der Gelassenheit, die er an den Tag zu legen schien, hat er wohl einfach mit meinen Versuchen gespielt, ihn zum Verhandeln zu bewegen“, so Johnson weiter.

Äußerungen im Rahmen diplomatischen Gesprächs

Wie andere westliche Regierungschefs hatte der damalige Premierminister kurz vor der russischen Invasion in die Ukraine im Februar 2022 versucht, Putin von seinem Kurs abzubringen. Dabei sollen die Äußerungen gefallen sein.

Johnson trat im Juli 2022 auf Druck seiner Partei als Parteichef der Konservativen und Premier zurück. Grund dafür war neben einer Reihe weiterer Skandale die Affäre um Feiern in der Downing Street während der CoV-Lockdowns. Auch sein lockerer Umgang mit der Wahrheit stand immer wieder in der Kritik

Beeindruckt vom Willen der Ukrainerinnen und Ukrainer, zur Normalität zurückzukehren, zeigt sich der Präsident der Caritas Europa, Michael Landau, nach einem dreitägigen Besuch der Ukraine. Seine Organisation helfe im ganzen Land, und mehr als vier Millionen Menschen hätten dort seit dem 24. Februar 2022 Unterstützung erhalten, erzählte Landau in einem Telefonat mit der APA gestern Abend. Die humanitäre Situation bezeichnete er als „nach wie vor dramatisch“.

„Hilfe kommt an und geht weiter“

„Die Hilfe kommt an und sie geht weiter“, sagte Landau, der sich am Wochenende in Kiew sowie im Umland der ukrainischen Hauptstadt aufgehalten hat. Möglich sei diese Unterstützung durch die langjährige Erfahrung seiner Organisation sowie das Engagement und den Mut, mit dem die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Caritas Ukraine sowie der Caritas Spes Ukraine im Einsatz seien.

Bei den geleisteten Unterstützungen habe es sich vor allem um Lebensmittel, Hygieneartikel, Heizmaterialien, Medikamente sowie Hilfe beim Wiederaufbau von Häusern gehandelt, berichtete er. Konkret habe man etwa 3.200 Haushalte bei kleineren und mittleren Reparaturen erreicht. Auf APA-Nachfrage nannte Landau eine Summe von „etwa 100 Millionen Euro“, die von europäischen Caritas-Organisationen nach dem 24. Februar 2022 in der Ukraine eingesetzt worden seien. Da noch nicht alle Meldungen vorlägen, sei diese Zahl jedoch noch nicht endgültig.

„Humanitäre Notlage noch einmal zugespitzt“

„Die laufenden gezielten Angriffe auf die Energieinfrastruktur haben die humanitäre Notlage noch einmal zugespitzt“, beklagte der Chef der europäischen Caritas-Dachorganisation und sprach von 17,7 Millionen Menschen, die auf humanitäre Hilfe angewiesen seien. Selbst in einem vergleichsweise milden Winter sei die Kälte eine tödliche Gefahr.

Deshalb liege ein Schwerpunkt darin, bei zerstörten Häusern zumindest einzelne Räume winterfest zu machen, um durch den Winter zu kommen. Anschließend werde es wichtig sein zu sehen, wo auch sich Reparaturen intensiver machen ließen. „Klar ist, dass das Land lange brauchen wird, um sich zu erholen. Aber das kann und wird gelingen“, zeigte sich Landau zuversichtlich. Er sehe, mit welcher Energie die Menschen in der Ukraine daran arbeiteten, wieder zur Normalität zurückzukehren.

Besonderen Bedarf sah der Caritas-Chef gleichzeitig bei psychologischer Hilfe. Es gebe Schätzungen, dass rund 15 Millionen Menschen aufgrund von Stress sowie Traumata Unterstützung und zum Teil auch Therapie benötigen würden. Insbesondere betreffe das auch Kinder, die die Caritas Ukraine unter anderem in „kinderfreundlichen Räumen“ unterstützt.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan droht Schweden, nur Finnland den Beitritt in die NATO zu erlauben. „Wir könnten Finnland eine andere Botschaft übermitteln. Schweden wird schockiert sein, wenn es unsere Antwort sieht“, sagte Erdogan in einer TV-Rede.

Das NATO-Mitglied Türkei blockiert seit Monaten die Aufnahme der beiden nordischen Länder in das westliche Militärbündnis. Schweden und Finnland hatten nach der Invasion der Ukraine die Aufnahme in die NATO beantragt.

Coronavirus

Der deutsche Gesundheitsminister Karl Lauterbach hat die lange Schließung von Schulen und Kindergärten während der CoV-Pandemie als Fehler bezeichnet. Unternehmen seien relativ geschont worden, sagte der SPD-Politiker heute im ARD-„Morgenmagazin“. „Wir sind aber bei den Schulen und bei den Kindern sehr hart eingestiegen.“ Das könne durchaus kritisiert werden.

„Damals wurde das aber von den Wissenschaftlern, die die (deutsche) Bundesregierung beraten haben, angeraten“, sagte Lauterbach. Zu dem Zeitpunkt sei noch zu wenig über die Übertragung des Virus bekannt gewesen.

Mit Blick in die Zukunft zeigte sich Lauterbach in Bezug auf eine mögliche nächste Pandemie optimistisch: „(…) Wir sind sehr viel besser vorbereitet, wir haben viel gelernt und wir würden ganz anders herangehen.“

Um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, waren Schulen und Kindergärten in Deutschland in den ersten CoV-Wellen teils monatelang geschlossen geblieben. Lauterbach war zu dem Zeitpunkt noch nicht Gesundheitsminister, aber als SPD-Gesundheitsexperte in der gemeinsamen Regierung mit der Union an wichtigen Entscheidungen beteiligt.

Sport

Ein Jahr nachdem er aufgrund seiner fehlenden Coronavirus-Impfung nach langem Hickhack mit den australischen Behörden des Landes verwiesen worden ist, hat Novak Djokovic gestern Geschichte geschrieben. Mit seinem zehnten Titel bei den Australian Open zog der Serbe in Sachen Grand-Slam-Erfolge mit Rafael Nadal gleich und holte sich die Position als Nummer eins der Welt zurück. Der Triumph über Stefanos Tsitsipas sei der Lohn für eine „unglaubliche Reise“, so Djokovic.

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Die 57. Ausgabe der Super Bowl der National Football League (NFL) am 12. Februar in Glendale im US-Bundesstaat Arizona wird zum Showdown zwischen den beiden nach dem Grunddurchgang topgesetzten Teams.

Die Philadelphia Eagles und die Kansas City Chiefs lösten gestern Abend (Ortszeit) das Ticket für das Endspiel. Während die Eagles den San Francisco 49ers mit 31:7 keine Chance ließen, entschieden die Chiefs das Duell mit den Cincinnati Bengals erst in letzter Sekunde mit 23:20 für sich.

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Dänemarks Handballer haben gestern bei der WM mit dem Titelhattrick einen historischen Triumph bejubelt. Die Mannschaft von Nikolaj Jacobsen hat sich als erstes Team in der 85-jährigen WM-Geschichte zum dritten Mal nacheinander zum Champion gekürt. Der Titelverteidiger setzte sich in einem dramatischen und hochklassigen Endspiel gegen Olympiasieger und Rekordweltmeister Frankreich mit 34:29 (16:15) durch und gewann den Titel wie bereits 2019 und 2021.

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Wirtschaft

Die E-Mobilitätsförderung des Klimaschutzministeriums und der Autoimporteure ist heute neu aufgelegt worden. Es gibt wieder 5.000 Euro für Private beim Kauf eines Elektroautos, so dieses nicht mehr als 60.000 Euro kostet.

Private Ladeinfrastruktur wird mit 600 Euro für Wallboxen und mit 1.800 Euro für Gemeinschaftsanlagen in Mehrparteienhäusern gefördert. Eine betriebliche Ladeeinrichtung wird mit bis zu 30.000 Euro gefördert. Der Kauf eines E-Motorrads wird mit bis zu 1.900 Euro subventioniert.

Bei der Förderung für Plug-in-Hybride gibt es Änderungen. Sie müssen nun 60 Kilometer (bisher 50 Kilometer) rein elektrisch zurücklegen können, um für eine Förderung von 2.500 Euro infrage zu kommen.

Darüber hinaus wurde eine eigene Förderschiene für Regionen mit wenigen E-Ladestationen eingerichtet. Anträge sind unter Umweltfoerderung.at ab sofort möglich, so das Ministerium. Insgesamt stehen für heuer 95 Mio. Euro für die E-Mobilitätsoffensive zur Verfügung.

Keine E-Auto-Förderung mehr für Betriebe

Bei der Förderung für Betriebe gibt es eine neue Schwerpunktsetzung. Die Subventionierung für Elektro-Pkws für Firmen läuft aus.

Für Betriebe gibt es laut Klimaschutzministerium aber mehrfache steuerliche Begünstigungen, durch die Sachbezugsbefreiung, die Vorsteuerabzugsfähigkeit, den Entfall der Normverbrauchsabgabe (NoVA) und den Entfall der motorbezogenen Versicherungssteuer.

Der angeschlagene Medizintechnikhersteller Philips will durch einen weiteren großen Stellenabbau in den kommenden Jahren die Profitabilität kräftig erhöhen.

Zusätzlich zu dem bereits im Oktober angekündigten Abbau von rund 4.000 Stellen sollen 6.000 weitere gestrichen werden, wie der Konzern heute in Amsterdam bei der Vorlage der Zahlen für das vergangene Jahr mitteilte.

Ende September vergangenen Jahres hatte Philips etwas mehr als 79.000 Mitarbeiter beschäftigt. Mit dem Sparkurs soll die zuletzt niedrige operative Rendite wieder in den zweistelligen Bereich getrieben werden. Neben den Kosteneinsparungen will Philips das auch durch ein wieder stärkeres Wachstum erreichen.

Chronik

Ein Pferd ist gestern im Bezirk Scheibbs in Niederösterreich auf die Fahrbahn der B25 gelaufen. Das Tier wurde dabei von einem Auto erfasst und verendete. Der Lenker wurde unter anderem wegen Fahrerflucht angezeigt.

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Binnen einer Woche sind in Kärnten drei Lawinen abgegangen: auf Turrach, Goldeck und Katschberg. Erneut gab es ein Todesopfer, ein 62-jähriger Skitourengeher wurde mitgerissen – für ihn kam jede Hilfe zu spät. Die Einstufung der Gefahrenlage mit Lawinenwarnstufe zwei „mäßig“ sei dennoch richtig gewesen, so der Lawinenwarndienst.

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Es wird eine der größten Straßenbaustellen Wiens: Die Westausfahrt wird komplett saniert. Die ersten Auswirkungen spüren derzeit bereits Radfahrerinnen und Radfahrer. Für die Autofahrer wird sie ab Sommer gesperrt.

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In Schruns in Vorarlberg ist heute Früh ein Auto mit der Montafonerbahn kollidiert. Der Unfall ereignete sich laut ersten Polizeiangaben ungefähr um 6.00 Uhr an einem Bahnübergang auf der Montafoner Straße (L188). Es gab keine Verletzten.

Mehr dazu in vorarlberg.ORF.at

Bei der aktuellen Ziehung von Lotto „6 aus 45“ darf sich ein Teilnehmer oder eine Teilnehmerin über einen Solosechser und damit einen Gewinn von mehr als 1,5 Millionen Euro freuen.

Folgende Gewinnzahlen wurden ermittelt:

14 25 34 36 38 42/Zusatzzahl: 7

Die richtigen LottoPlus-Zahlen:

4 5 8 19 25 32

Eenfalls nur eine Person hatte den richtigen Joker auf der Quittung, sie erhält rund 205.000 Euro.

Die richtige Joker-Zahl:

7 7 1 3 2 2

Alle Angaben ohne Gewähr

Bewaffnete Männer haben in Südafrika eine Geburtstagsfeier gestürmt und acht Menschen getötet. Die beiden Angreifer schossen in der Hafenstadt Gqeberha (früher Port Elizabeth) wahllos auf die Gäste, teilte die Polizei heute mit. Bei dem Vorfall am Wochenende seien außerdem drei Menschen lebensgefährlich verletzt worden.

Unter den Todesopfern war laut Polizeiangaben auch der Besitzer des Hauses, der die Feier ausgerichtet hatte. Die Polizei erklärte, die Hintergründe der Tat seien noch unklar. Die Angreifer seien auf der Flucht, nach ihnen werde gefahndet.

Südafrika hat eine der weltweit höchsten Mordraten. Im vergangenen Jahr wurden bei einer Reihe von Schusswaffenangriffen in verschiedenen Bars in Vororten von Johannesburg und in der östlichen Stadt Pietermaritzburg rund zwanzig Menschen getötet.

Bei einem bewaffneten Überfall auf einen Nachtclub sind in der mexikanischen Stadt Jerez acht Menschen getötet worden. Nach Angaben der Behörden eröffneten schwer bewaffnete Männer das Feuer in dem Club „El Venadito“ im Bundesstaat Zacatecas im Norden Mexikos.

Sechs Menschen waren sofort tot, zwei erlagen während der medizinischen Erstversorgung ihren Verletzungen. Unter den Opfern waren nach Angaben lokaler Medien Musiker, Besucher und Beschäftigte des Nachtclubs. Fünf Menschen mit Schussverletzungen lagen gestern noch im Krankenhaus.

Jerez ist in den vergangenen Jahren mehrfach Schauplatz der Gewalt geworden. Im vergangenen Jahr führte das zur Vertreibung von Hunderten Zivilisten aus umliegenden Dörfern. Im Bundesstaat Zacatecas kämpfen die beiden mächtigsten Drogenkartelle Mexikos, Sinaloa und Jalisco Nueva Generacion, um die Vormachtstellung im Handel mit illegalen Drogen – vor allem für die USA.

IT

Der Traum vom ewigen Leben ist uralt. Die Techno-Utopisten von heute basteln aber an Mitteln, die diesen Traum vielleicht Wirklichkeit werden lassen – zumindest für Ihresgleichen. Wie sie damit Vorstellungen von Sinn prägen, beschreibt die Künstlerin und Zukunftsforscherin Chana de Moura in einem ORF.at-Gastbeitrag.

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Religion

Für Mädchen und Frauen gibt es in den Religionen der Welt wenige Vorbilder – scheinbar. Der üppig illustrierte Bildband „Göttinnen“ belehrt Leserinnen und Leser eines Besseren und feiert spirituelle Weiblichkeit in allen Facetten. Göttinnen, Hexen, Erdmütter, Flussgeister, Kriegerinnen und Dämoninnen aus vielen Kulturen und Erdteilen sind die Heldinnen des Bands. Einige sind gütig, weise und fürsorglich, andere bedrohlich, grausam und todbringend – aber alle verfügen sie über Macht und viel Charisma.

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Science

Sensoren, die mit einer Lawine talwärts rasen, sollen neue Einblicke in das Innenleben einer Lawine geben. Die Ergebnisse könnten unter anderem die Suche von Verschütteten verbessern und auch Grundlage für Verbesserungen von Lawinenairbags sein.

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Kultur

Mit Elbphilharmonie Visions startet am 2. Februar ein neues Festival für zeitgenössische Musik in der Hamburger Elbphilharmonie. Bis zum 12. Februar sind Orchesterwerke der vergangenen Jahre zu hören, unter anderen von Kaija Saariaho, John Adams, Anna Thorvaldsdottir, Thomas Larcher, Isabel Mundry und James Dillon, teilte die Elbphilharmonie mit.

Eröffnet wird das neue Festival mit der Uraufführung „Flügel“ der jungen schwedischen Komponistin Lisa Streich und dem NDR Elbphilharmonie Orchester unter Leitung von Alan Gilbert. Alle Konzerte werden begleitet von Gesprächsformaten.

„Der Große Saal ist wie kein Zweiter geeignet, neue musikalische Welten zu erkunden. Dies liegt an der klaren und räumlichen Akustik und an der Atmosphäre des Raumes“, sagte Intendant Christoph Lieben-Seutter.

Chefdirigent Gilbert sagte, dass „wir nicht nur die Werke der alten Meister wertschätzen sollten, sondern immer auch das, was unsere Zeitgenossen erschaffen. Es kann aufregend sein, etwas völlig Neues für sich zu entdecken, Dinge, die die eigene Vorstellung von Musik übersteigen. Dafür haben wir eine Auswahl an Kompositionen getroffen, die über die ganze Welt verteilt uraufgeführt wurden und die wir für relevant halten.“

Schon fast 60 Jahre vor der Netflix-Serie „Wednesday“ hat US-Schauspielerin Lisa Loring die schlecht gelaunte Tochter der gruseligen Addams Family gespielt – nun ist sie laut US-Medien tot.

Der einstige Kinderstar der amerikanischen Fernsehserie „Die Addams Family“ (1964–1966) habe einen tödlichen Schlaganfall erlitten, sagte ihre Tochter dem Branchenblatt „Variety“ gestern Abend (Ortszeit).

Loring wurde 64 Jahre alt. Ihre Freundin Laurie Jacobson schrieb auf Facebook: „Sie wird in unseren Herzen immer Wednesday Addams bleiben.“ Die Schwarz-Weiß-Serie wurde ab den 1970er Jahren auch in Westdeutschland gezeigt.

Neuinterpretation bescherte Netflix Hit

Der Streamingdienst Netflix hatte im November 2022 eine neue Serie speziell um die Figur Wednesday veröffentlicht. Der Achtteiler stand bei den Netflix-Serien wochenlang auf Platz eins und stellte Streamingrekorde auf.

Hauptdarstellerin Jenna Ortega (20) war zeitweilig eines der Lieblingsthemen der sozialen Netzwerke. Eine Tanzszene löste einen weltweiten TikTok-Trend aus.

Der britische Popstar Harry Styles tritt bei der Grammys-Gala am Sonntag auf. Wie die Veranstalter mitteilten, wird der 28 Jahre alte Sänger bei der Show der begehrten Musikpreise auf der Bühne stehen – genauso wie Bad Bunny, Mary J. Blige und Lizzo. Comedian Trevor Noah (38) wird die Gala in Los Angeles moderieren.

Rund 13.000 Mitglieder der Recording Academy entscheiden über die Preisträger der Grammys, die zu den begehrtesten Musikpreisen der Welt zählen. Die meisten Nominierungen erhielt Beyonce, gefolgt von Kendrick Lamar, Adele und Brandi Carlile.

Harry Styles wurde sechsmal nominiert. Die US-Musiker Dr. Dre (57), Missy Elliott (51) und Lil Wayne (40) sollen wenige Tage vorher von den Veranstaltern mit Sonderauszeichnungen geehrt werden.

Die amerikanische Schauspielerin Annie Wersching ist gestern (Ortszeit) im Alter von 45 Jahren gestorben. Das berichtete der US-Sender CNN unter Berufung auf ihren Ehemann Stephen Full und ihren Publizisten Craig Schneider.

„In der Seele dieser Familie klafft ein riesiges Loch, aber sie hat uns die Mittel hinterlassen, es zu füllen“, zitierte der Sender aus einer kurzen Mitteilung Fulls. Als Todesursache wurde Krebs angegeben.

Annie Wersching
AP/Chris Pizzello

Wersching trat in ihrer Karriere in Dutzenden TV-Serien auf. Neben „Star Trek: Enterprise“, später auch „Star Trek Picard“, war sie auch in „Bosch“ und „General Hospital“ zu sehen. Eine ihrer bekanntesten Rollen war die der FBI-Agentin Renee Walker in der Serie „24“.