Der ukrainische Präsident Wolodomyr Selenski
APA/AFP/Karim Jaafar
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Selenski stellt Forderungen an Russland

Im Hinblick auf die laut ukrainischen Angaben am Montag startenden Verhandlungen mit Russland in der Türkei hat am Abend der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenski Forderungen geäußert. Einen „Deal“ werde es nur geben, wenn die russischen Truppen die Ukraine verlassen würden. Man sei jedenfalls dazu bereit, über einen neutralen Status der Ukraine zu diskutieren – mit Sicherheitsgarantien im Gegenzug.

Online seit 27. März 2022, 7.07 Uhr
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Statue in Charkiw in Sandsäcke eingehüllt

Charkiw ist seit Wochen Ziel intensiver russischer Bombardierungen. Das hat Behörden und Einwohner der Stadt dazu veranlasst, die Statue des ukrainischen Dichters Taras Schewtschenko mit einem gigantischen Berg von Sandsäcken zu schützen.

Schewtschenko gilt als „Nationaldichter der Ukraine“, weshalb seine Statue ein wichtiges Symbol für die Stadt ist.

Interview mit Selenski abrufbar

Das vollständige Interview russischer Journalisten mit Selenski, gegen dessen Veröffentlichung die russische Medienaufsicht Roskomnadsor hart vorgeht, ist mittlerweile mit englischen Untertiteln abrufbar.

Das Video stammt aus dem YouTube-Kanal von Tichon Dzyadko, einem der russischen Journalisten, der an dem Interview teilgenommen hat. Selenski hat das vollständige Video auch auf seinem Telegram-Kanal veröffentlicht.

Diese Version mit Auszügen ist mit englischen Untertiteln versehen:

Kiew: Viel Munition und Brände nahe Tschernobyl

Nach Darstellung Wereschtschuks lagern russische Truppen in der Umgebung des Unglücksreaktors Tschernobyl große Mengen an Munition.

Daneben seien im Bereich um den Reaktor größere Wald- und Buschbrände ausgebrochen, die zu ernsthaften Folgen führen könnten. Löscharbeiten würden durch russische Truppen behindert. Durch die Brände könnten radioaktive Partikel in die Luft gelangen und durch Winde verstreut werden.

Am Vortag hatte das ukrainische Umweltministerium insgesamt 31 Brandherde auf dem Gelände um Tschernobyl registriert.

Kiew fordert von UNO eine Schutzzone für Tschernobyl

Die Ukraine hat vom Sicherheitsrat der Vereinten Nationen die Einrichtung einer speziellen Schutzzone für das Atomkraftwerk Tschernobyl gefordert. Nach den Worten der stellvertretenden Regierungschefin Iryna Wereschtschuk sollte dort eine Sondermission der UNO die Kontrolle übernehmen.

„Im Sinne der nuklearen Sicherheit stellen die verantwortungslosen und unprofessionellen Aktionen der russischen Militärs eine ernsthafte Bedrohung nicht nur für die Ukraine, sondern auch für Hunderte Millionen Europäer dar“, sagt sie nach Angaben der „Ukrajinska Prawda“.

„Daher fordern wir vom UNO-Sicherheitsrat unverzüglich Maßnahmen zur Demilitarisierung der Sperrzone des Kernkraftwerks Tschernobyl und die Einsetzung einer speziellen UNO-Mission“, so Wereschtschuk. Damit solle das Risiko einer Wiederholung des Unfalls von Tschernobyl durch russische Besatzungstruppen gesenkt werden.

Der ORF-Korrespondent in Moskau, Paul Krisai, ordnet ein, was die kommenden Verhandlungen zwischen Russland und der Ukraine bedeuten.

Korrespondent Krisai zu den Verhandlungen

Öldepot in Luzk angegriffen

In der nordwestukrainischen Stadt Luzk wurde laut Medienberichten ein Öldepot angegriffen.

Sirenenalarm wird in weiten Teilen des Landes gemeldet.

Kiew: Heute 1.100 Menschen aus Städten evakuiert

Ukrainischen Angaben zufolge sind heute 1.100 Menschen aus den Frontgebieten evakuiert worden. Diese Zahl nennt die stellvertretende Premierministerin Iryna Wereschtschuk.

Sirenenalarm in mehreren Städten

Aus mehreren Städten wie Kiew und Lwiw werden Sirenen und Explosionsgeräusche gemeldet.

Onlineunterricht in Kiew wird wieder aufgenommen

Der Bürgermeister von Kiew, Witali Klitschko, teilt via Telegram mit, dass der Onlineschulunterricht in der Hauptstadt diese Woche wieder aufgenommen werde. Das berichtet CNN.

Russland will Veröffentlichung von Selenski-Interview verhindern

Russlands Medienaufsicht Roskomnadsor will die Veröffentlichung eines Interviews mit Selenski verhindern. „Roskomnadsor benachrichtigt russische Medien über die Notwendigkeit, von der Veröffentlichung des Interviews abzusehen“, so die Behörde in Moskau.

Roskomnadsor kündigt zudem eine Überprüfung aller Medien an, die das Selenski-Interview führten, um „das Ausmaß der Verantwortung und Reaktionsmaßnahmen“ zu bestimmen.

Unter den russischen Journalisten, die kürzlich mit Selenski per Videoschaltung gesprochen haben, war auch ein Reporter der bekannten Moskauer Tageszeitung „Kommersant“. Auch die Medien Meduza und Doschd, deren Seiten in Russland allerdings ohnehin bereits blockiert sind, sind vertreten gewesen.

Das Portal Meduza hat das rund eineinhalbstündige Interview trotz der Warnung der Medienaufsicht auf seiner Website veröffentlicht, die etwa mittels VPN bzw. aus dem Ausland weiter zu erreichen ist.

Donbass: Selenski für „Kompromiss“ mit Russland

Was den Donbass betrifft, spricht sich Selenski für einen „Kompromiss“ mit Russland aus. Er verstehe, dass es unmöglich sei, Russland vollständig aus dem ukrainischen Gebiet zu verdrängen, da das zu einem Dritten Weltkrieg führen würde.

Selenski: Neutralität möglich, Abkommen bei Truppenabzug

Der ukrainische Präsident Selenski erklärt, dass er bei dementsprechenden Sicherheitsgarantien vonseiten Russlands bereit sei, über eine Neutralität und einen nicht nuklearen Status seines Landes zu sprechen.

Ein Abkommen mit Moskau halte Selenski nur für möglich, wenn der Kreml seine Truppen abziehe. Zudem plädierte er für einen vollständigen Austausch von Gefangenen mit Russland. Eine dementsprechende Liste habe er übergeben, so Selenski.

Kiew befürchtet Zuspitzung der Lage rund um Mariupol

Nach der Ankündigung Russlands, sich im Ukraine-Krieg künftig auf die „Befreiung des Donbass“ konzentrieren zu wollen, befürchtet die Regierung in Kiew eine Zuspitzung der Lage in Mariupol und im Osten des Landes. „Dies bedeutet eine potenzielle oder starke Verschlechterung rund um Mariupol“, sagt der ukrainische Präsidentenberater Oleksij Arestowytsch in einer auf dem Telegram-Konto des Präsidenten veröffentlichten Videobotschaft.

Die Ukrainer könnten nun hoffen, dass der „Feind“ aus den Regionen Kiew, Tschernihiw, Sumy und Charkiw „vertrieben“ werden könne, sagt Arestowytsch mit Verweis auf die nördlichen und östlichen Regionen. Die ukrainischen Truppen hätten dort kleine, taktische Gegenangriffe gegen die russischen Truppen gestartet.

Zerstörte Autos in Mariupol
Reuters/Alexander Ermochenko

Selenski-Videobotschaft bei Wiener Solidaritätskonzert

Der ukrainische Präsident Selenski hat sich in einer voraufgezeichneten Videobotschaft in englischer Sprache an Besucherinnen und Besucher von Solidaritätskonzerten in ganz Europa, darunter auch von „#YesWeCare“, das derzeit auf dem Wiener Heldenplatz stattfindet, gewandt.

Videobotschaft Wolodymyr Selenski

Darin dankt er für die Unterstützung der Ukraine, verurteilt den russischen Angriff und ruft zu weiteren Sanktionen gegen den Aggressor auf. „Nachdem Russland den Krieg begonnen hat, hatten wir nur eine Wahl: zu kämpfen, und als freie Menschen am Leben zu bleiben“, sagt ein im Halbdunkel stehender Selenski in dem etwa dreiminütigen Video.

Der Kriegsbeginn sei wie ein Schock bekommen, Raketenangriffe hätten den Frieden erschüttert. Bereits am ersten Kriegstag habe sich jedoch herausgestellt, dass alle zusammenhielten.

Konkret formuliert er fünf Forderungen an die Staatengemeinschaft: Neben der Rettung des ukrainischen Staates, Waffenlieferungen, noch härteren Sanktionen und Menschlichkeit für Flüchtlinge ist auch von der Notwendigkeit humanitärer Korridore die Rede.

Ukrainische Botschafterin in USA: Russland „Terrorstaat“

Die ukrainische Botschafterin in den USA hat Russland als „Terrorstaat“ bezeichnet. „Es ist uns klar, dass Russland ein Terrorstaat ist, der von einem Kriegsverbrecher angeführt wird“, sagt Oksana Markarowa im US-Sender CNN.

Der russische Präsident Wladimir Putin müsse von internationalen Gerichten zur Rechenschaft gezogen werden. „Wladimir Putin und alle anderen Russen, die dafür verantwortlich sind, werden für diese Kriegsverbrechen ins Gefängnis kommen müssen.“

Die Botschafterin hat „alle zivilisierten Länder“ gebeten, die Ukraine mit den notwendigen Mitteln auszustatten, um ihr Land und Europa zu verteidigen und um Putin zu stoppen.

Ukrainische Armee: Russland lässt Einheiten wechseln

Nach Angaben der ukrainischen Armee werden russische Einheiten aus der Nordukraine nach Weißrussland – einem Verbündeten Russlands – abgezogen, um zu wechseln und den Nachschub zu sichern. Das schreibt der Generalstab der ukrainischen Streitkräfte.

Viele Einheiten hätten schwere Verluste erlitten und benötigten dringend Lebensmittel, Treibstoff und Munition. Verwundete Soldaten würden auch nach Weißrussland gebracht, heißt es. Die Angaben können unabhängig nicht überprüft werden.

Wohnungen in Kiew werden ab morgen nicht mehr geheizt

Wegen des Krieges wird die Heizsaison in Kiew morgen vorzeitig beendet. Das habe die örtliche Militärverwaltung angeordnet, teilt die Stadtverwaltung mit. Wohnungen und Geschäftsgebäude sollten nicht mehr beheizt werden. Für Schulen, Kindergärten, Krankenhäuser und Kultureinrichtungen werde das Abschalten in Absprache mit deren Leitern geregelt.

In Kiew werden in den kommenden Nächten Temperaturen von ein bis drei Grad erwartet. Üblicherweise endet die Heizsaison im Fernwärmenetz Mitte April. Die Stadtverwaltung weist darauf hin, dass die Infrastruktur der Millionenstadt trotz des Krieges funktioniere.

Notfallteams würden rund um die Uhr arbeiten, um Schäden an Strom-, Heiz-oder Wassernetzen zu reparieren. 90 Müllwagen holten Abfälle ab, mehr als 2.300 Personen säuberten weiterhin Straßen und Höfe, heißt es.

Menschen vor einem Wohngebäude
Reuters/Serhii Nuzhnenko

Kiew: Neue Verhandlungen ab morgen in der Türkei

Die nächste Verhandlungsrunde zwischen der Ukraine und Russland wird ab morgen in der Türkei stattfinden. Wie der ukrainische Unterhändler David Arachamija in sozialen Netzwerken mitteilt, sollen die Gespräche bis Mittwoch dauern.

Kiew bezeichnete frühere Gespräche mit Moskau, die nach der russischen Invasion im vergangenen Monat aufgenommen wurden, als „sehr schwierig“.

Prorussische Kundgebung in Bonn

Bei einer prorussischen Kundgebung haben Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf einem Bonner Friedhof Blumen und Kränze an einem sowjetischen Ehrenmal niedergelegt. Dabei seien auch Reden gehalten worden – offensichtlich auf Russisch, berichtete ein dpa-Fotoreporter.

An der Kundgebung hätten mehrere hundert Menschen teilgenommen, gibt ein Polizeisprecher an. Die Anmelderin habe zur Wahrung der Friedhofsruhe auf Lautsprecheranlagen verzichtet. Bis zum Nachmittag verlief alles friedlich.

Die Kundgebungsteilnehmer waren zuvor in einem Autokorso mit mehreren hundert Autos von Köln aus nach Bonn gefahren. Dabei seien Autos mit russischen Fahnen, in einem Fall auch mit einer sowjetischen Fahne mit Hammer und Sichel ausstaffiert worden, berichtet der Fotoreporter.

UNO 1.119 tote Zivilisten seit Beginn der Invasion

Die UNO beziffert die Zahl der getöteten Zivilistinnen und Zivilisten auf mindestens 1.119. Vom Beginn der russischen Invasion am 24. Februar bis zum 26. März seien außerdem 1.790 Zivilistinnen und Zivilisten verletzt worden.

Unter den Toten seien 32 Buben, 15 Mädchen und 52 weitere Kinder, deren Geschlecht nicht festgestellt worden sei.

Aufgrund der schwierigen Erfassung seien die tatsächlichen Opferzahlen wahrscheinlich beträchtlich höher. Zu Tode gekommen seien die meisten durch Explosivwaffen mit weiträumiger Wirkung wie Artilleriebeschuss sowie Raketen- und anderen Luftangriffen.

Ein Mann auf Schutt in Charkiw
AP/Felipe Dana

Deutschland erwägt Kauf von Raketenabwehr in Israel

Politikerinnen und Politiker der regierenden Ampel-Koalition haben den Kauf eines israelischen Raketenabwehrsystems für Deutschland ins Spiel gebracht. „Angesichts der Bedrohungslage und der unterschiedlichen Waffensysteme, die Russland hat, muss man sich natürlich auch damit beschäftigen“, sagt die Vorsitzende des Verteidigungsausschusses, Marie-Agnes Strack-Zimmermann.

Kuleba ruft zum Boykott von Decathlon und Auchan auf

Der ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba hat zu einem Boykott des französischen Sportartikelhändlers Decathlon und der französischen Supermarktkette Auchan aufgerufen, weil sich die Unternehmerfamilie Mulliez, der beide Marken gehören, bisher nicht aus Russland zurückgezogen hat.

„Offenbar sind Arbeitsplatzverluste in Russland wichtiger als die Todesfälle in der Ukraine“, teilt Kuleba via Twitter mit.

Selenski-Rede bei Heldenplatz-Konzert

Seit Mittag ist unter dem Motto „YesWeCare“ ein Ukraine-Benefizkonzert auf dem Wiener Heldenplatz im Gange. Die Veranstalter gehen von bis zu 100.000 Besucherinnen und Besucher aus. Neben Wanda wird auch Tom Neuwirth aka Conchita Wurst auftreten. Unter den Rednern ist auch Bundespräsident Alexander Van der Bellen. Gegen 18.30 Uhr ist eine Livezuschaltung von Selenski geplant.

Benefizkonzert für die Kriegsopfer der Ukraine am Heldenplatz in Wien
APA/Tobias Steinmaurer

Ukraine kauft 5.100 Panzerabwehrwaffen in Deutschland

Die ukrainische Regierung hat bei einem deutschen Waffenhersteller 5.100 Panzerabwehrwaffen gekauft, berichten mehrere deutsche Medien. Hersteller der schultergestützten Waffen vom Typ RGW90 HH „Matador“ ist das Rüstungsunternehmen Dynamit Nobel Defence im nordrhein-westfälischen Burbach. Die Kosten in Höhe von 25 Millionen Euro trägt die ukrainische Regierung. 2.650 der Waffen haben die Ukraine bereits erreicht, die restlichen 2.450 sollen nach ihrer Fertigstellung bis Ende Mai in wöchentlichen Tranchen geliefert werden.

Steinmeier: „Einbußen“ auch für Deutschland

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier stimmt die deutsche Bevölkerung auf härtere Zeiten ein. Bei einem Friedenskonzert verweist Steinmeier auf den Krieg in der Ukraine und die Wirtschaftssanktionen gegen Russland. „Diese scharfen Sanktionen bringen unvermeidlich auch Unsicherheiten und Einbußen, auch für uns“, sagt der Bundespräsident. „Ja, es kommen auch auf uns in Deutschland härtere Tage zu.“ Die Sanktionen sollten Russland „die Fortsetzung seiner zerstörerischen, menschenverachtenden Politik unmöglich machen“.

Caritas und Post sammeln Sachspenden

Die Caritas und die Post starten eine große Sammelaktion für Sachspenden, um geflüchteten Menschen aus der Ukraine zu helfen. Ab morgen können Sachspenden kostenlos per Post an die Caritas geschickt werden.

Mehr dazu in wien.ORF.at

Bericht: Russische Truppen wollen Verluste ersetzen

Die russischen Angreifer in der Ukraine versuchen sich nach ukrainischer Beobachtung wegen ihrer schweren Verluste umzugruppieren. Deshalb seien auch viele russische Verbände in Belarus in Bewegung, teilt der ukrainische Generalstab in seinem aktuellen Bericht mit. Ziel sei, geschrumpfte Verbände abzulösen, Nachschub an Lebensmitteln, Treibstoff und Munition zu liefern sowie verwundete und kranke Soldaten abzutransportieren. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Zugleich heißt es: „Der Feind setzt seine umfassende bewaffnete Aggression gegen die Ukraine fort.“ Russische Truppen versuchten weiter, die Stadt Tschernihiw im Norden einzunehmen. Im Südosten dauerten Kämpfe um die Städte Rubischne, Sjewjerodonezk und Mariupol an. Der Generalstab bestätigt die zuvor gemeldete Rückeroberung des wichtigen Ortes Trostjanez bei Sumy im Nordosten des Landes.

In den besetzten Gebieten im Süden der Ukraine versuche die russische Nationalgarde, den Widerstand der Bevölkerung zu ersticken, heißt es in dem Bericht aus Kiew.

„Bild“-Website in Russland gesperrt

Die russische Medienaufsicht hat den Zugriff auf die Website der deuschen „Bild“-Zeitung für Leser und Leserinnen in Russland gesperrt, wie die Agentur Interfax unter Berufung auf die Behörde Roskomnadsor meldet. Die Generalstaatsanwaltschaft habe die Sperrung beantragt.

„Bild“-Chefredakteur Johannes Boie dazu: „Die Sperrung von Bild.de durch die russische Zensur bestätigt uns in unserer journalistischen Arbeit für Demokratie, Freiheit und Menschenrechte. Und sie bestärkt uns, russischen Bürgerinnen und Bürgern noch mehr Möglichkeiten zu geben, sich mit Nachrichten und Fakten jenseits von der russischen Regierungspropaganda zu informieren.“ Auf Twitter rät Boie Leserinnen und Lesern in Russland, auf den „Bild“-Kanal im sozialen Netzwerk Telegram auszuweichen.

Ukraine lehnt „Fake-Referendum“ über Separatistengebiet ab

Die Ukraine werde ein „Fake-Referendum“ über den künftigen Status der selbst ernannten „Volksrepublik“ Luhansk nicht akzeptieren, heißt es aus dem Außenministerium in Kiew. Ein solches hätte keinerlei rechtliche Basis. Der Hintergrund: Die Separatisten in Luhansk erwägen offenbar ein Referendum über eine Ankoppelung an Russland.

Ukrainische Getreideexporte werden schwieriger

Für die Ukraine als einen der wichtigsten Getreideproduzenten würden Exporte immer schwieriger, sagt Landwirtschaftsminister Mykola Solski. Daran werde sich, bis der Krieg vorbei ist, nichts ändern. Sein Land exportiere im Normalfall vier bis fünf Mio. Tonnen Getreide pro Monat, im Moment seien es wenige hunderttausend Tonnen. Von Importen aus der Ukraine sind viele Länder, etwa in Nordafrika, stark abhängig.

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