Russische Panzer bei Mariupol
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Mariupol offenbar kurz vor dem Fall

Mariupol könnte kurz vor dem Fall stehen: Die verbliebenen ukrainischen Truppen in der Stadt erklärten, sie bereiteten sich auf die „letzte Schlacht“ vor, prorussische Separatisten aus der Region Donezk meldeten die Einnahme des Hafens von Mariupol. Als erster EU-Regierungschef seit Kriegsbeginn war Kanzler Karl Nehammer (ÖVP) für ein Gespräch mit Kreml-Chef Wladimir Putin in Moskau.

Online seit 11. April 2022, 6.10 Uhr
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Ukraine meldet Tote durch Artilleriebeschuss in Charkiw

Im ostukrainischen Gebiet Charkiw sind offiziellen Angaben zufolge durch russischen Artilleriebeschuss mindestens acht Zivilisten getötet worden. Weitere 19 seien verletzt worden, teilt Gouverneur Oleh Synjehubow auf Telegram mit. Unter den Todesopfern sind demnach ein 13-jähriges Kind und unter den Verletzten zwei Kinder zwischen vier und neun Jahren.

Die russischen Truppen sollen auch aus der Luft abgeworfene Verzögerungsminen einsetzen, die erst auf Bewegung reagieren.

UNO-Frauenorganisation: Sexuelle Gewalt untersuchen

Die Frauenorganisation der Vereinten Nationen hat eine unabhängige Untersuchung der mittlerweile zahlreichen Vorwürfe von sexueller Gewalt im Krieg gefordert. „Wir hören immer häufiger von Vergewaltigungen und sexueller Gewalt“, sagt die Direktorin von UN Women, Sima Bahous. „Diese Anschuldigungen müssen unabhängig untersucht werden, um Gerechtigkeit und Rechenschaftspflicht zu gewährleisten.“

Sie verweist auf eine gefährliche Kombination aus Massenvertreibungen, der „massiven Präsenz von Wehrpflichtigen und Söldnern“ und der offensichtlichen Brutalität gegenüber ukrainischen Zivilisten und Zivilistinnen. Das habe „alle Alarmglocken schrillen lassen“. „Dieser Krieg muss aufhören. Jetzt.“

Ukraine: Russland hält Zivilisten gefangen

Die Regierung in Kiew wirft Russland vor, ukrainische Zivilisten gefangen zu halten, einige von ihnen in Russland. „Es gibt viele Priester, Journalisten, Aktivisten, Bürgermeister und allgemein Zivilisten, die im Gefängnis sitzen“, sagt Vizeministerpräsidentin Iryna Wereschtschuk in einer Fernsehansprache.

Das geschehe nicht einmal auf ukrainischem Boden, sondern in den russischen Regionen Kursk, Brjansk und Rostow. Die Nachrichtenagentur Reuters kann die Angaben nicht prüfen. Russland hat verneint, gegen Zivilisten vorzugehen.

Nur jede dritte ukrainische Tankstelle in Betrieb

Nur noch etwa ein Drittel aller ukrainischen Tankstellen sind in Betrieb. „Fraglos ist der Hauptgrund Spritmangel“, sagt der Direktor der Beratergruppe A-95, Serhij Kujon. Der Verbrauch sei ebenfalls auf etwa ein Drittel gesunken.

Von früher rund 7.500 Tankstellen seien nur noch etwa 2.500 in Betrieb. Die Versorgungsprobleme hätten sich Anfang April nach der Zerstörung der Raffinerie in Krementschuk im Gebiet Poltawa durch einen russischen Raketenangriff verschärft.

Sorge vor Wiederholung von Srebrenica

Hunderte Frauen, hauptsächlich Mütter der Opfer des Massakers von Srebrenica, haben sich in Sarajevo versammelt, um eine Bestrafung der Täter von Kriegsverbrechen zu fordern. Sie äußern sich auch besorgt über die Massaker an Zivilpersonen in der ukrainischen Stadt Butscha, die nach dem Abzug der russischen Streitkräfte sichtbar geworden sind.

In Srebrenica sind im Sommer 1995 rund 8.000 muslimische Männer und Buben von bosnisch-serbischen Einheiten ermordet worden. Das Massaker gilt als das schlimmste Kriegsverbrechen in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg.

WTO: Welthandelsvolumen könnte sich halbieren

Das Volumen des Welthandels könnte sich nach Einschätzung der Welthandelsorganisation (WTO) wegen des Krieges in der Ukraine in diesem Jahr halbieren. Der russische Einmarsch habe nicht nur eine humanitäre Krise „immensen Ausmaßes“ ausgelöst, sondern auch der Weltwirtschaft einen „schweren Schlag“ versetzt, heißt es in einem WTO-Bericht.

Langfristig bestehe wegen des Konflikts das Risiko, dass die Weltwirtschaft in Blöcke zerfalle. Die WTO mit Sitz in Genf veröffentlicht eine erste Analyse der Folgen des Krieges im Vorlauf ihrer jährlichen Welthandelsprognosen, die morgen vorgestellt werden sollen. Die Experten verweisen darauf, dass Europa der größte Importeur von Waren sowohl aus Russland als auch der Ukraine ist. Entsprechend werde auch Europa wirtschaftlich am stärksten getroffen.

Mariupols Vizebürgermeister bestreitet „letzte Schlacht“

Der stellvertretende Bürgermeister Serhij Orlow von Mariupol dementiert Berichte, wonach den Streitkräften in der Stadt die Munition ausgegangen sei und sie vor einer „letzten Schlacht“ stünden. „Die Informationen über die Marineinfanterie sind gefälscht. Ich kommentiere keine Fälschungen“, sagt er gegenüber der BBC. Orlows Angaben zufolge geht der Kampf weiter.

Kanzler-Besuch aus europäischer Sicht

ORF-Korrespondentin Raffaela Schaidreiter analysiert im ZIB1-Interview den Besuch von Kanzler Nehammer bei Präsident Putin. Der Besuch könne für Zwietracht sorgen. Man hätte sich besser abstimmen können.

Frankreich erklärt sechs Russen für unerwünscht

Frankreich erklärt sechs Russen zu unerwünschten Personen. „Nach einer sehr langen Untersuchung hat die Generaldirektion für Innere Sicherheit (DGSI) am Sonntag, dem 10. April, eine vom russischen Geheimdienst auf unserem Territorium vorgenommene Geheimoperation aufgedeckt“, heißt es in einer Erklärung des Außenministeriums unter Bezug auf den französischen Inlandsgeheimdienst.

Bei den Personen handle es sich um Agenten, die sich als Diplomaten ausgegeben hätten und deren Aktivitäten gegen die nationalen Interessen von Frankreich gerichtet seien. Eine russische Stellungnahme liegt nicht vor.

Brasilien nimmt 101 Ukrainer auf

Brasilien hat 101 Menschen aus der Ukraine offiziell aufgenommen. 74 Ukrainerinnen und Ukrainer haben ein Visum und 27 eine Aufenthaltsgenehmigung bekommen, wie aus einer Mitteilung des Justizministeriums in Brasília hervorgeht. Zudem seien im Jahr 2022 vier Ukrainer als Flüchtlinge anerkannt worden, bei weiteren 37 laufe der Antrag.

„Die Aufnahme von ukrainischen Einwanderern und Flüchtlingen ist ein humanitärer Akt. Einwanderer sind Teil der Geschichte des Landes, und die Regierung ist entschlossen, denjenigen zu helfen, die in Brasilien ihre Rechte wie Sicherheit, Wohnung und Arbeit suchen“, sage der brasilianische Justizminister Anderson Torres.

ORF-Korrespondent in Moskau: Keine greifbaren Ergebnisse

ORF-Korrespondent Krisai analysiert Nehammer-Besuch

Was ist in Moskau über die Inhalte des Gesprächs zwischen Bundeskanzler Karl Nehammer und Präsident Putin zu erfahren? Paul Krisai berichtet.

Draghi unterzeichnet Gasabkommen in Algerien

Der italienische Premierminister Mario Draghi und Außenminister Luigi Di Maio sind nach Algerien gereist, um ein Abkommen über Gaslieferungen zu unterzeichnen. Damit will Italien seine Abhängigkeit von russischem Gas reduzieren. Di Maio sagt, das Abkommen werde es Italien ermöglichen, auf eventuelle „russische Erpressungen in Bezug auf Gas“ zu reagieren.

Mario Draghi und Abdelmadjid Tebboune
APA/AFP/Filippo Attili

Besiegelt worden ist eine zwischenstaatliche Vereinbarung über Energie und ein technisches Abkommen zwischen dem italienischen Stromgiganten ENI und Sonatrach, dem algerischen Energiekonzern. Aus dem nordafrikanischen Land stammen bereits 31 Prozent der italienischen Gasimporte. Aus Russland bezieht Italien 45 Prozent seiner Gasimporte.

Pentagon: Waffenlieferungen gehen weiter

Das US-Militär bringt laut eigenen Angaben weiter täglich große Mengen Waffen und Munition in die Ukraine. Pro Tag landeten etwa acht bis zehn Flugzeuge mit Waffen und Nachschub für die Ukrainer in der Region, sagt der Sprecher des Verteidigungsministeriums, John Kirby.

Die US-Regierung hat der Ukraine seit Beginn des russischen Angriffskriegs Ende Februar bereits Waffen im Wert von 1,7 Milliarden US-Dollar zugesagt oder schon geliefert. Darunter waren nach US-Angaben aus der vergangenen Woche zum Beispiel 1.400 Flugabwehrraketen, 5.000 Panzerabwehrlenkwaffen vom Typ Javelin, 7.000 weitere panzerbrechende Waffen, Hunderte Drohnen, Nachtsichtgeräte und 50 Millionen Schuss Munition sowie medizinische Hilfsgüter.

Hyperschallrakete in Ostukraine eingesetzt

Russlands Armee hat in der Ostukraine eigenen Angaben zufolge erneut eine Hyperschallrakete eingesetzt. Mit Hilfe von Kinschal (Dolch) sei unweit des Ortes Tschassiw Jar im Donezker Gebiet ein unterirdischer Kommandoposten der ukrainischen Streitkräfte zerstört worden, sagt der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Igor Konaschenkow.

Russland hat bereits Mitte März zweimal über Einsätze mit Kinschal berichtet und anschließend weitere Angriffe angekündigt. Die acht Meter langen Raketen sind besonders gefürchtet, weil sie extrem schnell und extrem hoch fliegen können. Sie sind daher nur sehr schwer abzufangen.

Wiener Caritas mit Hilfskonvoi in der Ukraine

Die Wiener Caritas ist mit einem neun Tonnen schweren Hilfskonvoi in Uschgorod im Westen der Ukraine an Ort und Stelle, um benötigte Hilfsgüter zu überbringen. Die Lieferung ist mit Spendengeldern der Aktion „Nachbar in Not“ finanziert worden – mehr dazu in wien.ORF.at.

Russland erwägt Chemiewaffen-Einsatz in Mariupol

Der Sprecher der prorussischen Kräfte in Donezk, Eduard Bassurin, deutet an, das umkämpfte Mariupoler Stahlwerk Asow-Stahl möglicherweise mit Hilfe von Chemiewaffen einnehmen zu wollen. Zuerst müsse das Werk blockiert werden, sagt er im russischen Staatsfernsehen.

Asow-Stahlwerk in Mariupol, Ukraine
Reuters

„Und danach, denke ich, muss man sich an die Chemiewaffentruppen wenden, die einen Weg finden, die Maulwürfe aus ihren Löchern zu räuchern“, so Bassurin. Der Einsatz von Chemiewaffen ist verboten.

Warschau beschlagnahmt russisches Diplomatengebäude

Warschau beschlagnahmt ein ehemaliges russisches Diplomatengebäude und übergibt es an die Ukraine. Der Warschauer Bürgermeister Rafal Trzaskowski hat das Gebäude, das unter dem Namen „Agentennest“ bekannt ist, gemeinsam mit einem Gerichtsvollzieher und dem ukrainischen Botschafter betreten, ein russischer Diplomat ist ebenfalls zugegen gewesen und hat dagegen protestiert.

„Wir haben das sogenannte Agentennest zurückgenommen und wollen es unseren ukrainischen Gästen übergegen“, sagt Trzaskowski. „Ich bin froh, dass wir auf so symbolische Weise zeigen können, dass Warschau unseren ukrainischen Freunden hilft.“

Das zehnstöckige Wohnhaus im Süden der polnischen Hauptstadt ist einst von sowjetischen Diplomaten und später von der russischen Botschaft genutzt worden. Seit den 90er Jahren steht es weitgehend leer. Zuletzt ist es Gegenstand eines Rechtsstreits zwischen Polen und Russland gewesen.

Südossetiens Anführer verliert Wahl

Nach Forderungen eines Russland-Beitritts verliert der Anführer der von Georgien abtrünnigen Region Südossetien die erste Runde der nicht anerkannten Präsidentenwahl. Der Politiker Anatoli Bibilow landet mit 33,5 Prozent der Stimmen hinter dem Herausforderer Alan Gaglojew, der auf 36,9 Prozent kommt.

Der Anführer der von Georgien abtrünnigen Region Südossetien, Anatoli Bibil
Reuters/Alexander Ermochenko

Bibilow hat Ende März eine baldige Volksabstimmung über den Beitritt der Kaukasus-Region zu Russland gefordert. Gaglojew hingegen hat sich vor der Wahl gegen einen schnellen Beitritt ausgesprochen. In zwei Wochen soll am 24. April eine Stichwahl über das Amt entscheiden. Die meisten Länder der Welt erkennen die Wahlen dort nicht an.

Moskau: Zwei ukrainische Kampfflugzeuge abgeschossen

Mit neuen Luftangriffen haben die russischen Streitkräfte laut eigenen Angaben 78 ukrainische Militärobjekte zerstört. „Die russischen Luftabwehrsysteme haben bei der Ortschaft Isjum zwei ukrainische Kampfflugzeuge vom Typ Su-25 abgeschossen“, sagt der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Igor Konaschenkow.

Darüber hinaus sei im Gebiet Cherson ein ukrainischer Kampfhubschrauber vom Typ Mi-24 abgeschossen worden. Mehrere ukrainische Kommandopunkte, Munitions- und Treibstofflager sowie Luftabwehrsysteme seien vernichtet. Überprüfbar von unabhängiger Seite sind diese Angaben nicht.

Putin will Fragen von Journalisten beantworten

Russlands Präsident Putin will sich morgen den Fragen von Medienvertretern stellen. Er werde am Tag der Raumfahrt den geplanten Weltraumbahnhof Wostotschny im äußersten Osten des Landes besuchen, sagt Kreml-Sprecher Peskow. Putin will dort auch seinen belarussischen Amtskollegen und Verbündeten Alexander Lukaschenko treffen und anschließend Fragen von Journalisten beantworten.

OPEC: Könnten Ausfall von russischem Öl nicht ausgleichen

Das Ölkartell OPEC könnte einen möglichen Ausfall von russischem Öl nicht ausgleichen. Das sagt OPEC-Generalsekretär Mohammed Barkindo der EU, wie aus seinem Redemanuskript hervorgeht.

Litauens Regierungschefin besuchte Borodjanka

Litauens Regierungschefin Ingrida Simonyte ist in die Ukraine gereist. „Mein Besuch in der Ukraine hat heute in Borodjanka begonnen. Keine Worte können beschreiben, was ich hier gesehen und gefühlt habe“, schreibt sie auf Twitter. Dazu stellt Simonyte Bilder, die sie bei der Besichtigung eines zerstörten Wohnhauses gemeinsam mit ihrem ukrainischen Amtskollegen Denys Schmyhal zeigen.

Auch Schmyhal veröffentlicht auf Twitter Bilder von dem litauischen Besuch. Russland müsse für den „Völkermord“ an der Ukraine bestraft werden, schreibt der ukrainische Regierungschef dazu. Er bedankt sich, dass sich Litauen der Untersuchung von Kriegsverbrechen angeschlossen habe.

Russland: Kiew bereitet falsche Vorwürfe vor

Russland wirft der Ukraine vor, mit Hilfe des britischen Geheimdienstes erfundene Vorwürfe zu russischer Gewalt gegen Zivilisten vorzubereiten. „Das Kiewer Regime bereitet unter der Führung britischer Spezialeinheiten neue, falsche, inszenierte Provokationen vor“, heißt es in einer Mitteilung des Verteidigungsministeriums.

Darin würden „die Streitkräfte der Russischen Föderation einer angeblichen, grausamen Behandlung der ukrainischen Bevölkerung in der Region Sumy beschuldigt“. Sumy liegt im Nordosten der Ukraine und grenzt an Russland.

Russland verstärkt Truppen in der Ostukraine

Die USA gehen einem Insider zufolge davon aus, dass Russland mit einer Verstärkung und Neuausstattung seiner Truppen in der Donbas-Region in der Ostukraine begonnen hat. Dabei handle es sich offenbar aber nicht um den Anfang einer neuen Offensive, sagt ein hochrangiger US-Militärvertreter, der namentlich nicht genannt werden will. Es gebe keine Hinweise, dass Russland ein S-300-Raketenabwehrsystem zerstört habe. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Ukraine: Russen haben Schiff in Mariupol besetzt

Die Ukraine wirft Russland vor, ein Schiff im Hafen von Mariupol besetzt zu haben. 18 Matrosen sowie die Frau des Kapitäns seien gefangen genommen worden, schreibt die Menschenrechtsbeauftragte des ukrainischen Parlaments, Ljudmyla Denisowa, über den Messenger-Dienst Telegram. Zuvor hätten russische Truppen das Schiff unter liberianischer Flagge beschossen. Unter den Gefangenen sei neben ukrainischen Staatsbürgern auch ein Ägypter.

Italien beschlagnahmt Villa von Formel-1-Fahrer Masepin

Die italienischen Behörden haben eine mit dem Formel-1-Rennfahrer Nikita Masepin in Verbindung gebrachte Villa auf Sardinien beschlagnahmt. Es gehe um die Villa „Rocky Ram“ in Porto Cervo an der berühmten Costa Smeralda im Nordosten der Mittelmeer-Insel, sagt ein Regierungsvertreter.

Die Immobilie ist mehr als 100 Millionen Euro wert und wird mit dem 23-jährigen Rennfahrer und dessen Vater, dem Milliardär Dmitri Masepin, in Verbindung gebracht. Letzterer ist Geschäftsführer des russischen Chemiekonzerns Uralchem. Sein Sohn ist aus dem Formel-1-Team Haas geworfen worden.

Formel-1-Rennfahrer Nikita Masepin 2021
AP/Darko Bandic

Separatisten melden Eroberung von Hafen in Mariupol

Prorussische Separatisten haben laut eigenen Angaben den Hafen der seit Wochen umkämpften südostukrainischen Stadt Mariupol erobert. „Was den Hafen von Mariupol angeht, er ist bereits unter unserer Kontrolle“, sagt der Donezker Separatistenführer Denis Puschilin im russischen Fernsehen.

Ein weiterer Militärvertreter der Separatisten sagt laut der russischen Nachrichtenagentur RIA Nowosti, die letzten verbliebenen ukrainischen Verteidiger der Stadt hätten sich in den Stahlwerken Asowstal und Asowmach verschanzt. „Die Zahl, die in unseren Berichten genannt wird, geht von 1.500 bis 3.000 Mann aus.“

Nehammer bei Putin: „Hartes Gespräch“

Bundeskanzler Nehammer bezeichnet seine Gespräche mit Putin als „sehr direkt, offen und hart“. „Das ist kein Freundschaftsbesuch“, sagt er nach Ende des Treffens bei Moskau. „Meine wichtigste Botschaft an Putin war (…), dass dieser Krieg endlich enden muss, denn in einem Krieg gibt es auf beiden Seiten nur Verlierer“, so der Kanzler.

Das Treffen in Putins Residenz in Nowo-Ogarjowo im Moskauer Gebiet hat rund eine Stunde gedauert. Über die Reaktion Putins ist vorerst nichts bekannt.

Borodjanka vermint und in Trümmern

In Borodjanka werden nach dem Abzug der russischen Soldaten Hunderte Minen vermutet. Die lokalen Behörden befürchten, dass die Minenräumung mehrere Jahre dauern könnte. Die nordwestlich von Kiew gelegene Stadt ist mehrere Wochen von russischen Truppen besetzt gewesen.

Russische Alrosa-Gruppe kann Dollarzinsen nicht zahlen

Die russische Unternehmensgruppe Alrosa, einer der größten Diamantenproduzenten der Welt, kann eine Zinszahlung in Höhe von 11,6 Mio. Dollar (10,6 Mio. Euro) nicht begleichen. Grund für den Zahlungsausfall seien die gegen das Unternehmen verhängten Sanktionen, wie die russische Nachrichtenagentur Interfax berichtet.

Großbritannien sanktioniert die Gruppe bereits seit 24. März, vergangene Woche ist das US-Finanzministerium gefolgt. Die Auswirkungen dieser Sanktionen machten die Tilgung der Schulden „technisch unmöglich“, obwohl die finanziellen Mittel zur Verfügung stünden, erklärt Alrosa. Ob die Unternehmensgruppe die Zinszahlung für einen 2024 fälligen Kredit in Rubel leistet oder keinerlei Rückzahlung stattfindet, ist unklar.

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