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APA/AFP/Pertamina Hulu Energy
189 Menschen an Bord

Passagierflugzeug in Indonesien abgestürzt

In Indonesien ist ein Passagierflugzeug mit mehr als 180 Menschen an Bord abgestürzt. Die Boeing 737 des indonesischen Billigfliegers Lion Air verschwand am Montag wenige Minuten nach dem Start in der Hauptstadt Jakarta von den Radarschirmen. Die Maschine stürzte wegen eines technischen Fehlers auf dem Weg zur Insel Bangka ins Meer.

Die Rettungsdienste entdeckten inzwischen die ersten Trümmer, wie die Behörden mitteilten. Die Hoffnung, noch Überlebende zu finden, ist gering. Die ersten Toten wurden bereits geborgen. Die Maschine befand sich auf einem Inlandsflug von Jakarta nach Pangkal Pinang auf der Insel Bangka. Nach Angaben des Verkehrsministeriums waren 181 Passagiere und Passagierinnen an Bord, darunter ein Kind und zwei Kleinkinder. Außerdem waren zwei Piloten und sechs Flugbegleiter im Flugzeug.

Karte zeigt den vermuteten Absturzort vor der Küste Jakartas in Indonesien
Grafik: OSM/ORF.at

Ein Sprecher der Rettungsdienste, Muhammad Syaugii, sagte: „Wir haben Rettungswesten, Handys und Flugzeugteile entdeckt.“ An Bord waren mindestens 23 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der indonesischen Regierung. Das Wrack der Maschine liegt laut Behördenangaben in einer Tiefe von etwa 35 Metern im Meer. Bei dem Flugzeug handelt es sich laut dem Internetdienst Flightradar 24 um eine Boeing 737 Max. Es wäre der erste Absturz einer Maschine dieses Typs, der 2017 in Dienst gestellt wurde.

Funkkontakt abgebrochen

Die Boeing war um 6.20 Uhr Ortszeit (0.20 Uhr MEZ) in Jakarta gestartet. Nach Angaben der Luftraumüberwachung verschwand die Maschine 13 Minuten nach dem Abheben von den Radarschirmen. Zuletzt wurde Flug JT-610 dann bei Karawang in der Provinz Westjava geortet, sagte ein Sprecher des nationalen Such- und Rettungsdienstes. Dort sei auch der Funkkontakt zu dem Flugzeug abgebrochen, berichtete die Flugleitstelle.

Passagierflugzeug kurz nach dem Start abgestürzt

In Indonesien ist kurz nach dem Start ein Passagierflugzeug mit 189 Menschen an Bord abgestürzt. Das Wrack soll Rettungskräften zufolge in einer Tiefe von etwa 35 Metern im Meer liegen.

Der Absturz sei vermutlich auf ein technisches Problem zurückzuführen, berichtete der Vorstandschef der Fluggesellschaft, Edward Sirait. Der Pilot habe kurz nach dem Start um Erlaubnis gebeten, zum Flughafen Jakarta zurückzukehren. „Unser Pilot hat nach Vorschrift gehandelt“, sagte der Chef der Fluglinie. „Als er gesehen hat, dass es ein Problem gibt, hat er darum gebeten, zur Basis zurückkehren zu dürfen. Aber wir wissen, wie es zu Ende ging.“

Sirait bestätigte, dass die Maschine zuvor schon ein technisches Problem gehabt habe. Es sei jedoch vor dem Flug am Montag behoben worden. Details nannte er nicht. Das Flugzeug war nach Angaben der Behörden erst zwei Monate alt. Die Maschine habe erst 800 Flugstunden hinter sich gehabt, sagte der Chef des indonesischen Flugsicherheitskomitees, Soerjanto Tjahjono, im Fernsehsender Kompas TV. Der Flugzeughersteller stehe für technische Unterstützung zur Aufklärung des Vorfalls bereit, hieß es in einer Stellungnahme.

Größte Billigfluglinie in Indonesien

Lion Air ist die größte Billigfluglinie des Inselstaates Indonesien mit seinen mehr als 250 Millionen Einwohnern. Die 1999 gegründete Gesellschaft, die moderne Jets der Hersteller Boeing und Airbus einsetzt, fliegt hauptsächlich Ziele innerhalb des Landes an. Die Flotte umfasst nach Angaben der Fluglinie derzeit 112 Maschinen.

Im Inselstaat Indonesien sind Flugzeuge ein wichtiges Transportmittel. Immer wieder kommt es aber zu Flugzeugunglücken. Der Billigflieger Lion Air war wiederholt in Unfälle verwickelt. 2013 war bereits eine andere Boeing 737 von Lion Air mit mehr als 100 Menschen an Bord beim Landeanflug auf die indonesische Urlauberinsel Bali ins Meer gestürzt. Das Flugzeug brach praktisch auseinander. Damals gab es jedoch keine Todesopfer.

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