Schneesituation in Untertauern
APA/Barbara Gindl
Bilder der Schneemassen

Die zwei Seiten des extremen Wetters

Die enormen Schneemassen haben Österreich weiter fest im Griff. Am Freitag wurde das Wetter zeitweise besser, Rettungseinsätze und Bergungsarbeiten laufen auf Hochtouren. Trotz hoher Lawinengefahr zieht es viele Menschen auf die Piste – auf Fotos präsentiert sich das Wetter bevorzugt als weiße Pracht. Die Bilder der letzten Tage zeigen damit zwei gänzlich verschiedene Seiten des Schnees.

Schneesituation in Untertauern
APA/Barbara Gindl
Blauer Himmel und Sonnenschein in Untertauern (Salzburg) am Freitag – doch die prächtige Kulisse zeigt erst das Ausmaß der enormen Schneefälle der vergangenen Tage. Die Gemeinde kämpfte noch am Mittwoch mit Stromausfällen, die Straße ins Skigebiet Obertauern ist noch immer nur zeitweise befahrbar.
Arbeiter bei der Präparierung der Streif
APA/EXPA/Stefan Adelsberger
In Kitzbühel (Tirol) herrscht hohe Lawinengefahr, die legendäre Streif wurde am Freitag dennoch präpariert. Auch in anderen Skigebieten – so sie geöffnet sind – herrscht auf den gesicherten Pisten reger Betrieb, obwohl vielerorts die zweithöchste Lawinenwarnstufe aufrecht bleibt.
Festung Hohensalzburg
ORF/Peter Paul Hahnl
Schnee gab es, wie hier in Salzburg, auch bis ins Stadtgebiet. Am Freitag wurden damit Skipisten und Sehenswürdigkeiten gleichermaßen zu beliebten Fotomotiven.
Bundesheer-Soldaten räumen ein Flachdach ab
APA/Fotokerschi.at/werner Kerschbau
Noch am Donnerstag wurden Aufräumarbeiten und Rettungseinsätze durch schweren Schneefall behindert. Auch das Bundesheer hilft – hier beim Abräumen eines Dachs in Oberösterreich, das jedoch wenig später einstürzte.
Leiter der ZAMG-Regionalstelle Salzburg
APA/Barbara Gindl
Bernhard Niedermoser, Leiter der ZAMG-Regionalstelle Salzburg und des Lawinenwarndienstes, testet die Konsistenz des Schnees mit Hilfe einer Schaufel. Die Schneewarnung der ZAMG bleibt aufrecht – spätestens am Sonntag wird erneut viel Neuschnee erwartet.
Schneeräumungsfahrzeuge
APA/Erwin Scheriau
Auch die Steiermark kämpft mit den Schneemassen. Schneeräumungsfahrzeuge, wie hier in Vordernberg, sind im Dauereinsatz. Die Lage in einigen Ortschaften ist prekär, gleichzeitig wird von guten Bedingungen in vielen Skigebieten berichtet.
Eine Person mit Schirm
APA/Barbara Gindl
Freitag war für viele Gemeinden der erste nach vielen Tagen, in denen es nicht durchgehend geschneit hat. Bis zum Sonntag soll es laut ORF-Wetterredaktion deutlich weniger Neuschnee geben als zuletzt.
Ein Pkw überquert eine verschneite Brücke
APA/Helmut Fohringer
Im Straßenverkehr sorgen die winterlichen Verhältnisse unterdessen weiter für Pannen und Sperren. Straßenmeistereien sind mit der Räumung beschäftigt. Die Zahl der von der Außenwelt abgeschnittenen Ortschaften sinkt.
Männer befreien ein Dach von der Schneelast
APA/EXPA/JFK
Während die Verschnaufpause für Räumungsarbeiten auf den Dächern genutzt wird, könnte Neuschnee die Last auf den Häusern erhöhen. Beim Schneeschaufeln, wie hier in Saalbach (Salzburg), wird zur Vorsicht gemahnt.
Langläufer auf einer verschneiten Straße
APA/Harald Schneider
Wintersportlerinnen und Wintersportler, wie etwa auf diesem Bild in Ramsau (Steiermark), ließen sich auch in den vergangenen Tagen nicht davon abhalten, auf die Piste oder die Loipe zu gehen. Abseits von gesicherten Gebieten kam es zu zahlreichen Zwischenfällen.
Ein Mann vor einer Hütte
APA/Harald Schneider
Die Neuschneemengen sind in der Statistik ein deutlicher Ausreißer: Laut ZAMG kommt derart viel Schnee nur alle 30 bis 100 Jahre vor.

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