„Dorian“: Noch immer über 1.300 Menschen vermisst

Die Zahl der Vermissten auf den Bahamas nach Hurrikan „Dorian“ ist um fast die Hälfte auf 1.300 gesunken. Das erklärte gestern der Sprecher der Katastrophenschutzbehörde des karibischen Inselstaates, Carl Smith, auf einer Pressekonferenz. Am Vortag hatte er die Zahl derer, die in einem Register der Regierung als vermisst vermerkt waren, noch mit 2.500 angegeben.

Zerstörung auf den Bahamas
AP/Ramon Espinosa

Inzwischen habe ein erster Abgleich mit anderen Datenbanken stattgefunden, erklärte Smith den deutlichen Rückgang. Bisher wurden nach Regierungsangaben 50 Todesopfer bestätigt. Premierminister Hubert Minnis betonte tags zuvor in einer Ansprache an die Nation, es sei damit zu rechnen, dass die Zahl noch „deutlich steige“.

Stärkster Hurrikan auf den Bahamas

„Dorian“ hatte am 1. September die Abaco-Inseln im Norden der Bahamas als Hurrikan der höchsten Kategorie getroffen und war später über der Insel Grand Bahama beinahe zum Stillstand gekommen. Erst nach 68 Stunden mit enormen Zerstörungen zog er komplett über die Bahamas hinweg.

Es handelte sich nach Angaben der Karibischen Katastrophenschutzagentur CDEMA um den stärksten je gemessenen Hurrikan, der im Atlantik-Gebiet direkt auf Land getroffen war – zusammen mit einem Sturm im US-Bundesstaat Florida im Jahr 1935.